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14.12.1999: TSV 1860 punktet bei Hertha BSC

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Nur vier Punkte trennten den Tabellenneunten Hertha BSC vom viertplatzierten TSV 1860, als die Hauptstädter die Löwen am 16. Spieltag der Saison 1999/2000 empfingen. Am Ende entführte die Truppe von Werner Lorant an diesem Dienstagabend immerhin einen Zähler aus dem Berliner Olympiastadion.

Kiraly im Tor der Gastgeber

Beide Mannschaften hatten sich im Vorfeld der Partie eine gute Ausgangsposition erarbeitet und durften auf einen Sprung nach vorne hoffen. Während die Hertha durch ihr bereits siebtes Unentschieden der Saison im Kampf um einen UEFA-Cup-Platz etwas ins Straucheln gerieten, konnten der TSV 1860 den Rückstand zum Spitzentrio (Bayern, Leverkusen, HSV) nicht verringern und musste sogar Werder Bremen passieren lassen.

Vor der Pause waren die Gastgeber das spielbestimmende Team und kamen durch Rekdal (12./18.) und Daei (38.) zu guten Gelegenheiten, während die Lorant-Elf nur einmal gefährlich vor das von Gabor Kiraly gehütete Hertha-Tor kam (40.).

TSV 1860 punktet bei Hertha BSC

Folglich war die Führung der Löwen etwas überraschend, als Martin Max in der 52. Minute einnetzte und den TSV 1860 von seinem ersten Bundesligasieg im Berliner Olympiastadion seit dem 9. November 1968 träumen ließ.

Dass es nicht dazu kam, lag nicht zuletzt an einem jungen Mann namens Kostas Konstantinidis. Der Grieche erzielte just gegen den TSV 1860 sein erstes Bundesligator (71.) und bescherte der Hertha doch noch einen Punkt.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Werner Lorant setzte heute vor 26 Jahren auf folgende Elf der Löwen:

Hoffmann – Greilich, Vanenburg, Kurz – Riedl, Zelic, Tyce, Borimirov (79. Paßlack), Häßler – Schroth, Max

Löwen punkten bei 2:1 dreifach in Ingolstadt

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Löwen punkten in Ingolstadt

Seit dem 0:4 in Regensburg vor einem Monat ist es keiner Mannschaft der dritten Liga mehr gelungen, den TSV 1860 München zu schlagen, geschweige denn zu punkten. Dabei blieb es auch beim oberbayrischen Duell beim FC Ingolstadt. Die Löwen punkteten beim hart erkämpften 2:1 erneut dreifach und haben damit eine Siegesserie von vier Spielen. Nach einer ausgeglichen ersten Halbzeit mit guten Chancen auf beiden Seiten stand es 1:1. Nach dem Seitenwechsel brachte Hobsch die Gäste mit 2:1 in Führung, ehe Volland eine sehr zweifelhafte Ampelkarte sah. Doch die Löwen verteidigten leidenschaftlich und brachten die Führung verdient über die Zeit, trotz elf Minuten Nachspielzeit.

Sechzig beginnt unverändert

Zum vierten Mal in Serie schickte Trainer Markus Kauczinski die gleiche Startelf aufs Feld. Die Münchner waren ohne Verlaat, Schifferl, Deniz, Pfeifer, Schröter und den kranken Wolfram angereist. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Hausherren zu Beginn im Zentrum Vorteile für sich verbuchen konnten. Beide Teams hatten gute Möglichkeiten, beide Teams nutzten eine davon, sodass es mit einem 1:1-Unentschieden in die Pause ging.

Kaygin und Haugen treffen

Nach 20 Minuten gingen die Ingolstädter aus dem Nichts in Führung. Voet war aufgerückt, sodass den Hausherren zwei Pässe reichten, um die Sechzger Defensive auszuhebeln und Kaygin schoss aus 15 Metern ohne Probleme ein zum 1:0. Auf der anderen Seite hatte Haugen nach starkem Pass von Volland eine Großchance liegen gelassen, als er alleine vor FC-Keeper Eisele scheiterte. Bereits nach wenigen Minuten hatte Haugen die Führung für die Gäste auf dem Fuß gehabt. Doch die Löwen schlugen noch vor der Pause zurück. Einen Freistoß aus dem Halbfeld von Jacobsen verlängerte Hobsch per Kopf ins Zentrum, wo Haugen gegen drei Ingolstädter zum 1:1 einköpfte. Doch auch Löwen-Keeper Dähne zeigte im ersten Durchgang zwei starke Parade, sodass es mit dem leistungsgerechten Remis in die Kabinen ging.

Keine Wechsel zur Pause

Ohne Wechsel ging es in den zweiten Durchgang und Sechzig übernahm sofort das Kommando. Die Gäste dominierten und belohnten sich. Volland, der absolute Aktivposten bei den Sechzgern, bereitete einmal mehr vor. Dieses Mal köpfte Hobsch im Zentrum ein zum 1:2, das inzwischen auch leistungsgerecht war. Dann jedoch sah Volland nach 65 Minuten eine sehr zweifelhafte Ampelkarte. Ein Ingolstädter rannte mit tiefem Kopf in sein Bein und Schiedsrichter Lechner, der zuvor weitgehend alles im Griff hatte, schickte Volland (mit bandagiertem Knie) vom Feld. Aber Fehlentscheidungen gegen 1860 sind wir ja in dieser Saison schon gewohnt.

Sechzig lange in Unterzahl

Die Löwen mussten als die letzten 20 Minuten plus Nachspielzeit in Unterzahl überstehen. Fast schon wie immer verlor Schiedsrichter Lechner nach dem fragwürdigen Platzverweis seine Linie völlig, Ingolstadt versuchte anzurennen, Sechzig verteidigte und es wurde hektisch. Das Spiel war lange unterbrochen als Haugen und Eisele zusammenrauschten. Haugen musste – ohne allerdings gefoult worden zu sein – blutend vom Feld. Für Hobsch und Haugen kamen Niederlechner und Christiansen. Ingolstadt versucht zwar Druck zu machen, wirkte aber ideenlos und die Löwen-Defensive ließ kaum Abschlüsse zu.

Lange Nachspielzeit – viel Leidenschaft

Die Sechzger spielten clever die Zeit herunter, ließen bei Kontern den Ball laufen und gaben Ingolstadt wenig Gelegenheiten dazu, das Leder in die Gefahrenzone zu bringen. Leidenschaftlich Löwen warfen sich in alle Bälle und verteidigten gegen relativ ungefährliche und ideenlose Ingolstädter bis zur letzten Sekunde. Und diese Sekunden wurde lange, denn der ab der 60. Minute konfuse Schiedsrichter ließ unverständliche elf Minuten nachspielen. Jakob kam noch für Lippmann aufs Feld und einmal hatte Sechzig Glück, als sich Dähne verschätzte,  dann rettete Dähne stark, ehe es endlich überstanden war. Für einen Lacher sorgte zwischendurch ein junger Löwenflitzer, der den Münchnern etwas Zeit zum Durchschnaufen verschaffte.

Löwen punkten in Ingolstadt

Am Ende punkten die Löwen also auch in Ingolstadt dreifach und wollen den Schwung nun mitnehmen ins letzte Heimspiel des Jahres gegen den SC Verl am kommenden Samstag. Allerdings werden dabei Voet (fünfte Gelbe) und Volland (Gelb-Rot) gesperrt fehlen.

Liveticker: FC Ingolstadt – TSV 1860 München (18.Spieltag)

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liveticker fc ingolstadt 04 tsv 1860 münchen

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem FC Ingolstadt und dem TSV 1860 München! Die beiden Kontrahenten treffen am 18.Spieltag im Audi Sportpark aufeinander.

Mit drei Siegen in Folge zeigt die Formkurve beim TSV 1860 München derzeit eindeutig nach oben. Die Löwen liegen zwei Spieltage vor der Winterpause auf Platz 9 und wollen sich in den letzten beiden Duellen möglichst noch weiter nach oben verbessern. Dazu ist heute ein Sieg beim FC Ingolstadt 04 erforderlich, der derzeit Rang 13 belegt. Doch auswärts ist die Bilanz des TSV 1860 verbesserungswürdig. Zwar gelang unter Markus Kauczinski in Ulm der erste Auswärtssieg, doch in der Fremde gibt es – ganz im Gegensatz zu den Heimspielen – nicht besonders häufig Grund zum Jubeln. Wie wird die Partie heute enden, wer wird am Ende jubeln? Das wird sich ab 14 Uhr zeigen.

Statistik

Aufstellung:
Dähne – Dulic, Reinthaler, Voet – Maier, Jacobsen – Rittmüller, Volland, Lippmann (90.+3 Jakob) – Hobsch (81. Christiansen), Haugen (81. Niederlechner)

Bank:
Bachmann (TW), Danhof, Philipp, Niederlechner, Steinkötter, Christiansen, Jakob, Althaus, Faßmann

Tore:
1:0 Kaygin (20.), 1:1 Haugen (42.), 1:2 Hobsch (58.)

Besondere Vorkommnisse:
Gelb-Rot: Volland (69.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Schifferl, Deniz, Pfeifer (alle verletzt), Verlaat, Schröter (beide Aufbautraining), Wolfram (krank), Vollath (TW-Trainer)

Ausfälle beim FC Ingolstadt:
Kügel (Rotsperre), Carlsen (Gelbsperre), Deichmann, Kaygin, Rosenlöcher (alle verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Jesper Verlaat, Kevin Volland, David Philipp, Siemen Voet und Florian Niederlechner haben bereits vier Mal den gelben Karton gesehen und müssen daher aufpassen. Bei der nächsten Verwarnung heißt es ein Spiel Pause.

Wo könnt ihr das Spiel FC Ingolstadt – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Match wird im Free-TV übertragen. Der Bayerische Rundfunk hat sich die Übetragungsrechte gesichert und überträgt das Duell kostenlos für alle. Natürlich läuft die Partie zudem wie gewohnt auf MagentaSport, das die Begegnung sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream überträgt.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Besucherrekord beim Giesinger Adventssingen

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Einen sehr stimmungsvollen Abend erlebten 2000 Menschen am Freitagabend im Grünwalder Stadion. Das Giesinger Adventssingen vermeldete einen Besucherrekord, wobei sich auch zahlreiche Anwohner unter die Löwenfans mischten.

Besucherrekord beim Giesinger Adventssingen

Besonders auffällig war, wie viele Familien mit Kindern den Weg ins Grünwalder Stadion gefunden hatten, um sich im Kreise der Löwen im Herzen Giesings auf Weihnachten einzustimmen. Die Sechzger Musikanten sorgten für den musikalischen Rahmen, die beiden Geistlichen Maximilian Seidlinger und Lukas Meyer führten durch das Programm und erteilten den ökumenischen Segen.

Aufgrund des großen Andrangs begann die Veranstaltung leicht verspätet, doch die wunderbare und friedliche Atmosphäre ließ die Wartezeit wie im Fluge vergehen. Zudem sorgten Infostände von den Freunden des Sechzgerstadions, den Löwenfans gegen Rechts und der Fußballabteilung des e.V. für Abwechslung. Die aktive Fanszene verkaufte Kalender, die natürlich reißenden Absatz fanden.

Zufriedener Veranstalter

Vom Präsidium waren Gernot Mang, Christian Dierl und Peter Schaefer anwesend und zeigten sich ebenso begeistert wie Martin Scherbel, Vorsitzender der Freunde des Sechzgerstadions. Sein Fazit zum 11. Giesinger Adventssingen:

“Es war großartig! Es lässt sich tatsächlich immer noch toppen. Ich fand, es war bisher das schönste. Es waren sehr viele Leute da, das Wetter hat perfekt gepasst. Nicht zu kalt, nicht zu warm, es war trocken. (…) Wir haben wegen den kleinen Kindern schon früher angefangen. Wir überlegen auch, ob wir für nächstes Jahr mehr als 2000 Personen beim KVR beantragen. Die Tribüne fasst ja 4600 Leute und wenn es sich weiterhin jedes Jahr steigert, dann stoßen wir bald an die Kapazitätsgrenzen. Der Eintritt bleibt frei, wir machen das auf Spendenbasis und haben auch dieses Mal wieder sehr großzügige Spenden bekommen.”

Sechzgermarsch beim Adventssingen

Weitere Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Fotogalerie aus dem Grünwalder Stadion

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Löwenrunde: Rückkehr an alte Wirkungsstätte

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Löwenrunde vor Würzburg: Dezimiert ins Finale

Am Samstag um 14:03 Uhr ist der TSV 1860 München beim FC Ingolstadt zu Gast. Mit dabei sein werden laut den Informationen aus der Löwenrunde etwa 7.000 bis 8.000 Löwenfans. Für Trainer Markus Kauczinski ist es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. “Das wird hochinteressant. Sie haben ein spezielles Spiel, eine spezielle Handschrift”, sagte der Sechzig-Coach bei der Presserunde vor dem Spiel.

Wolfram fällt krankheitsbedingt aus

Neben den fünf Langzeitverletzten müssen die Löwen morgen auch auf Maximilian Wolfram verzichten, der krank ist. Wie zuletzt fehlen zudem Deniz, Schifferl, Pfeifer, Verlaat und Schröter. Rückblickend auf die letzten Wochen sagte Kauczinski: “Es ist noch nicht alles toll, wir haben immer noch Phasen, in denen wir zu instabil sind. Natürlich sind drei Punkte immer schön, aber durch unsere Arbeit werden wir immer besser und das zahlt sich am Ende auch in Punkten aus”.

“Die Dinge funktionieren besser”

Dennoch sieht der Löwen-Coach von Woche zu Woche einen Fortschritt. “Wir rücken immer näher zusammen, die Dinge funktionieren besser, die Abläufe werden besser”, sagte Kauczinski. Die Verunsicherung sei inzwischen weniger geworden. “Es ist noch nicht ganz, wie es sein kann. Wir haben auch noch schlechtere Momente, aber wir haben gegen Schweinfurt einen weiteren Schritt gemacht nach dem Gegentor mit dem Halbzeitpfiff. Wir haben gesagt, dass wir nochmal aufs Gas gehen, das war gut fürs Gefühl und ein wichtiger Schritt”, erläuterte der Löwen-Trainer.

Wird “hochinteressante Rückkehr” an alte Wirkungsstätte

Über den nächsten Gegner sagte Kauczinski: “Sie sind eine Mannschaft, die eine Idee hat und wollen uns mit Umschaltmomenten überraschen. Das wird hochinteressant an alter Wirkungsstätte. Ingolstadt hat ein spezielles Spiel, eine spezielle Handschrift. Aber wenn wir geduldig sind, werden wir unsere Chancen, unsere Momente kriegen”. Ingolstadt sei ein gutes Team, aber Sechzig wolle sein Spiel durchsetzen. Der Fokus müsse trotz der großen Kulisse auf den Aufgaben der Spieler liegen. “Das Außenrum ist das Bonbon”, erläuterte Kauczinski.

Kauczinski äußert sich für einen Video-Beweis

Wie schon seine Ingolstädter Kollegin Sabrina Wittmann in der gestrigen Presserunde der Schanzer befürwortet auch Kauczinski die Einführung eines Video-Beweises. “Ich bin dafür, aber es ist natürlich eine Kostenfrage und eine Frage der Manpower. Wenn man mit Logik rangeht und die Wahrscheinlichkeit für Fehler reduzieren kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass es weniger Fehlentscheidungen gibt”, sagte der Chefanweiser von Münchens großer Liebe.

Volland ist “der offensive Kopf”

Auch über Kevin Volland äußerte sich Kauczinski bei der Löwenrunde. “Er hat seine Torabschlüsse, ist ein sehr kreativer Spieler. Er ist unser offensiver Kopf, der die Leute einsetzt und die Räume sieht. Teilweise geht er zu viel Risiko, aber das ist natürlich ein schmaler Grat. Er braucht seine Freiheiten, aber er hat seine Harmonie mit den anderen Spielern da vorne gefunden. Ich sehe eine aufsteigende Tendenz. Er ist wichtig für die Mannschaft mit seinem nimmermüden Einsatz, auch im Training”, erklärte Kauczinski.

Gegnervorstellung 25/26: Fußballclub Ingolstadt 04 e.V.

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Stadion in Ingolstadt

Die Löwen sind wieder im Aufwind und schwimmen auf einer Erfolgswelle. Mit viel Kampf und weniger Glanz konnten die letzten drei Partien gewonnen werden und man klopft wieder an den vorderen Plätzen an. Markus Kauczinski scheint eine Stammelf gefunden zu haben, die weniger Konzentrationsschwächen und Schnitzer produziert als die davor getesteten Konstellationen. Der Rest wird sicher folgen. Nun heißt es den Schwung mitzunehmen, um vor Weihnachten nicht noch einmal aufs Glatteis zu geraten. Einen Bauchfleck vor der Winterpause braucht niemand mehr. Da heißt es gegen den zweiten bayerischen Gegner in Folge zu vermeiden. Morgen geht es auf die Schanz zum Fußballclub Ingolstadt 04 e.V.!

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Nachdem man in Ingolstadt die letzten Jahre immer vom Wiederaufstieg gesprochen hatte, waren die Zielsetzungen vor der laufenden Spielzeit doch niedriger angesetzt. Sparen war die neue Devise, da es dem VW-Konzern und damit auch Audi nicht besonders gut geht. Mit abgespeckten Mitteln lies man einige Leistungsträger ziehen und hat sich im (hinteren) Mittelfeld der Liga eingependelt. Trotz mehrerer Schwächephasen in den letzten Spielzeiten hält sich Sabrina Wittmann wacker in ihrem Amt als Cheftrainerin.

Nun steht man aktuell mit 21 Punkten auf Platz 13, was sich aus einer Bilanz von 5-6-6 bei einem Torverhältnis von 29:26 (besser als 1860) ergibt. Aktuell befindet man sich auch nach einer der genannten Schwächephasen wieder im Aufwind. Nachdem man im Oktober 4 von 5 Spielen gewinnen konnte ging aber nach dem 1:3 in Köln erstmal nichts mehr. Drei Spiele in Folge plus das Pokalspiel gegen den Jahn gingen verloren. Ende November gelang aber wieder ein knapper Sieg gegen Hoffenheim II und am vergangenen Sonntag in Unentschieden in Aue.

Kader & Transfers

Vor der Saison gab es in Ingolstadt einen ordentlichen Turnaround der für Drittligaverhältnisse wahnsinnig viel Geld in die Kassen spülte. 14 Zugängen stehen 16 Abgänge gegenüber, für die man insgesamt 1,75 Millionen € bekam. Ausgegeben hat man hingegen nur 100 000€.

Teuerster Abgang war Mittelstürmer Deniz Zeitler (18) mit dem wir bereits gegen Hoffenheim II Bekanntschaft machen “durften”. Für Felix Keidel (22, LV) bezahlte Elversberg 400 000€, ebenfalls ins Unterhaus ging es für Innenverteidiger Mladen Cvjetinovic (21) der Holstein Kiel 200 000€ wert war. Osnabrück machte für Bryang Kayo (22, ZM) 150 000€ locker.

Weiters gab es viele namhafte Abgänge die kein Geld in die Kassen spülten. Toptorjäger Sebastian Grönning (28) kickt nun für die Berliner Hertha, Pelle Boevink (27) hält in Fürth den Kasten sauber und Pascal Testroet (34, MS) läuft für Sandhausen in der Regionalliga Südwest auf.

Ersetzt wurden diese Akteure eher aus dem “unteren Regal” und durch Dänen. Mit den drei Neuen aus dem Norden stehen nun vier Dänen im Kader der Schanzer. Da wäre Frederik Christensen (24, MS) der per Leihe aus Tromsø kam, Mads Borchers (23, MS) von VPS aus Finnland und Frederik Carlsen (23, ZM) den man von Silkeborg IF loseiste. Letzterer hat voll eingeschlagen und schon vier Tore erzielt, ist aber gegen uns gesperrt!

Geld ausgegeben hat der FCI nur für Dennis Kaygin (21, ZM) der sich nach zwei erfolglosen Jahren bei Rapid Wien wieder in Deutschland versucht. Im Sturm wirbelt nun Yann Sturm (20) der per Leihe aus Freiburg geholt wurde. Fürs Tor war eigentlich Leihrückkehrer und Eigengewächs Marius Ponath (24) vorgesehen, nach einer schweren Verletzung spielt dort nun Kai Eisele (30) den wir aus Unterhaching kennen.

Geblieben sind natürlich die Stützen und Leistungsträger Marcel Costly (30, RM/V), Lukas Fröde (30, DM) und Max Besuschkow (28, ZM) die in Liga 3 jedem Probleme bereiten können.

Löwenpower: Yannick Deichmann (verletzt), Simon Lorenz (2018/19 aus Bochum geliehen gewesen), Donald Nduka (im Kinderfußball), Max Plath (im Kinderfußball), Sportdirektor Ivica Grlic (1995-97)

Vereinsgeschichte

Nachdem letzte Woche ein Verein mit nie veränderten Namen und Wappen in München gastierte, haben wir es am Samstag mit einem noch jungen Fusionsverein zu tun. Der FCI ging 2004 aus den Fußballabteilungen des “MTV 1881 Ingolstadt” und des “ESV Ingolstadt” hervor. Der MTV spielt mittlerweile wieder selbst Fußball, auch an alter Wirkungsstätte am Kreuztor, während der nun “ESV Ingolstadt-Ringsee” genannte Eisenbahnersportverein keine Balltretabteilung mehr unterhält. Beide Klubs hatten ihre Höhepunkte in der 2. Bundesliga, 1979/80 gab es sogar Derbies. Danach ging es für beide Vereine bergab und besonders finanziell gab es Probleme. Unter Beteiligung des heutigen Präsidenten und Unternehmers Peter Jackwerth und Offiziellen der Stadt Ingolstadt wurde die Fusion beschlossen, um den Fußballstandort Ingolstadt zu erhalten.

Nach dem Start in der Bayernliga konnte nach zwei Spielzeiten der Aufstieg in die Regionalliga erreicht werden. Die Spiele fanden im MTV-Stadion – heute Bezirkssportanlage Mitte – statt. Im Jahre 2008 erfolgte schließlich die Rückkehr der Audistädter in den Profifußball. Bereits in der zweiten Drittligasaison gelang auch schon der Aufstieg in die 2. Liga durch einen Relegationserfolg gegen Hansa Rostock.

Bis zur Fertigstellung des heutigen Stadions wichen die Schanzer dann ins ESV-Stadion aus, was aber nur mit einer Sondergenehmigung möglich war. Nach schwierigen Jahren gelang dann 2015 die Krönung dieses Projekts. Der FCI stieg in die Bundesliga auf und konnte sich dort zwei Jahre lang halten.

Von da an ging es 2017 erst mal wieder ins Unterhaus, nach zwei Spielzeiten sogar in die dritte Spielklasse. In der Saison 20/21 gelang die Rückkehr in Liga 2 für ein Jahr, welche aber mit dem sofortigen Wiederabstieg endete. Seitdem kommen auch wir Löwenfans wieder in den Genuss dieses Oberbayern-Duells…

Aktuell vereint der FC Ingolstadt ca. 2700 Mitglieder auf die Sparten Fußball, Jugend, Frauenfußball, eSport und Blindenfußball. Mit der Blindenfußballmannschaft ist man sogar als einziger bayerischer Verein in der Bundesliga vertreten. Vielleicht wäre eine Ausweitung des Inklusionssports im Fußball auch mal was für unsere Löwen…

Schanzer heißen die Ingolstädter wegen der gleichnamigen Wehranlagen in Ingolstadt, welche zur Sicherung der wichtigen Lage an der Donau im Zuge des Ausbaus zur Festungsstadt errichtet wurden.

Fanszene

Obwohl sich immer wieder etwas tut, kann die Fanszene in Ingolstadt als überschaubar bezeichnet werden. Die Stadt an der Donau ist halt einfach eine Eishockeystadt. Die größte Gruppe auf der Südtribüne sind die “Supporters Ingolstadt”, welche im Jahr 2008 aus den “Red-Rebelz” hervorgingen. Jugend und Umfeld sind im “Förderkreis Supporters” (FKS) organisiert. Freundschaften gibt es zu “Supremus Dilectio” von Wehen Wiesbaden, Unterhaching und “MNK 96” aus Caen. Bis 2019 gab es noch die “Black Red Company”, die sich aber als Gruppe aus der Fanszene zurückgezogen hat.

Man kann von den Schanzern halten was man will, aber sie nehmen ihre Sache ernst. Auf der gepflegten Website finden sich berichte zu allen Spielen, Informationen zu Fanpolitik und auch den Vorgängen im eigenen Verein. Außerdem gibt man ein Stadionheft heraus.

Mit dem Verein “Südtribüne Ingolstadt” existiert auch ein Dachverband der die Fanszene vernetzen möchte. Der Zusammenschluss unterhält einen Fancontainer (die vier Container sind schon eine kleine Wirtschaft) vor und einen Fanstand im Stadion. Außerdem ist man ein Sponsor der Frauenmannschaft (2. BL) und organisierte im September einen sogenannten “Traumspieltag“! Am Samstag findet vor und nach der Partie auch ein “SCHANZER Christkindlmarkt” hinter der Südtribüne statt, dessen Erlös zum Teil gespendet wird.

Beim Verein sind aktuell 40 Fanclubs eingetragen, mehrere sogar im Ausland und ein Vereinigung gehörloser Menschen.

Stadion

Der Audi-Sportpark in Ingolstadt: Zweckmäßig im Nirgendwo an der Autobahn auf dem alten Raffineriegeländer der “Bayernoil”. Die Kapazität beträgt 15 200, davon ca. 6000 Stehplätze, die meisten im Auswärtsbereich.  Die Stadionwebsite gibt Folgendes zum Besten: “Schon die Außenansicht des Audi-Sportpark fasziniert mit ihrer mondänen Architektur, die den typischen Charakter eines Fußballstadions nicht vermissen lässt.” Eingeweiht wurde es standesgemäß in einem Blitzturnier gegen Augsburg und Wolfsburg…

Das 2010 eröffnete Stadion gehört einer Tochtergesellschaft der Audi AG und löste das ESV-Stadion, heute Bezirkssportanlage Süd-Ost, am Hauptbahnhof ab. (Das alte Stadion hat richtig Charakter und kann mit der 2. Mannschaft der Schanzer in der Bayernliga Nord oder vielleicht sogar unserer A-Jugend besucht werden.) Wie bei vielen modernen Arenen ist es möglich die Kapazität durch Aufstocken auf bis zu 30 000 Zusehende zu erweitern. Es ist erstligatauglich und sah sogar einmal ein Länderspiel der deutschen Frauen gegen Nordkorea.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Craftbeer-Liebhaber aufgepasst! In der Innenstadt finden sich mit der Bar “ZwØlf” der Brauerei “Yankee & Kraut” und der Brauerei “Grießmüller” zwei Top-Adressen für hervorragendes Bier.
  • Ingolstadt ist die “Geburtsstadt” der Figur “Frankenstein” aus dem Roman von Mary Shelley.
  • Der FCI war “Trikotmeister der Bundesligasaison 2015/16”.
  • Die LMU München wurde als “Universität Ingolstadt” 1472 in Ingolstadt als erste Universität Bayerns gegründet und hatte stand heute noch immer länger ihren Sitz an der Donau als in München.
  • Der Illuminatenorden wurde 1776 in Ingolstadt gegründet und bestand dort bis 1785.

Der 18. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr SSV Ulm 1846 Fußball – VfL 1899 Osnabrück
Samstag 14:00 Uhr 1. FC Saarbrücken – TSG 1899 Hoffenheim II
14:00 Uhr FC Ingolstadt 04 – TSV 1860 München
14:00 Uhr VfB Stuttgart 1893 II – FC Hansa Rostock
14:00 Uhr MSV 02 Duisburg – FC Erzgebirge Aue
14:00 Uhr Aachener TSV Alemannia – FC Viktoria Köln 1904
16:30 Uhr SC Verl 1924- Rot-Weiss Essen
Sonntag 13:30 Uhr SV Wehen Wiesbaden – FC Energie Cottbus
16:30 Uhr SSV Jahn Regensburg – SV Waldhof Mannheim
19:00 Uhr 1. FC Schweinfurt 05 – TSV Havelse 1914

 

Wittmann: “Sind sehr schwer zu bespielen”

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Wittmann: "Sind sehr schwer zu bespielen"
Sabrina Wittmann: "Hexelkessel ist kein Nachteil für uns"

Der TSV 1860 München reist am Samstag zum FC Ingolstadt. In der Ingolstädter Presserunde vor dem oberbayrischen Duell sprach FC-Trainerin Sabrina Wittmann über die personelle Lage bei den Schanzern und zeigte sich optimistisch, dass ihr Team gegen das Team der Stunde aus Giesing bestehen kann. Wittmann sagte: “Wir sind sehr schwer zu bespielen und bringen auch in Unterzahl eine Mentalität auf den Platz”. Zudem zeigte sie sich im weiteren Verlauf der Pressekonferenz offen für einen Challenge-Version des Video-Beweises.

Stadion in Ingolstadt nicht ausverkauft

Noch gibt es Karten für das Duell am Samstag, allerdings erwartungsgemäß nur für den Heimbereich, im Speziellen die Kurve. Man rechnet im Ingolstädter Lager nach eigenen Worten mit insgesamt etwa 13.000 Zuschauern. Das Spiel beginnt um 14:03 Uhr und wird im BR, sowie auf MagentaSport übertragen. Personell gehen die Hausherren, genau wie die Gäste, mit zahlreichen Ausfällen in die Partie. Wittmann will dennoch “spielen wie immer”.

Verletzungen und Sperren bei den Schanzern

Gleich zwei gesperrte Kicker müssen die Schanzer am Samstag ersetzen. Beim 2:2 in Aue sah Julian Kügel eine sehr diskutable Rote Karte und wurde vom DFB für zwei Partien gesperrt. Zudem kassierte Fredrik Carlsen seine fünfte Gelbe Karte. Noch verletzt ist Ex-Löwe Yannick Deichmann. Zudem sind Dennis Kaygin und Markus Rosenlöcher angeschlagen. Wittmann hielt sich bedeckt und sagte: “Wir wollen uns noch alle Optionen offenhalten, werden die Ausfälle kompensieren, auch wenn es natürlich weh tut, dass die Jungs nicht zur Verfügung stehen”.

Wittmann sieht Mentalität als Trumpfkarte

Zuletzt hatten die Ingolstädter in Unterzahl in Aue gepunktet und in Form des späten Ausgleichs Moral gezeigt. Entsprechend erklärte die einzige Trainerin im deutschen Profi-Fußball: “Man kann uns vieles absprechen, aber nicht, dass wir mental nicht bereit sind”. Wenig später ergänzte sie: “Wir sind sehr schwer zu bespielen und bringen auch in Unterzahl eine Mentalität auf den Platz”.

“Die Löwen sind extrem im Aufwind”

Vor den Löwen haben die Hausherren durchaus Respekt. Wittmann kennt 1860-Coach Markus Kauczinski noch aus der gemeinsamen Zeit in der Audi-Stadt. “Die Löwen sind extrem im Aufwind in den letzten Spielen. Sie haben eine gute Struktur. […] Sie haben eine Wucht und sehr gute Spieler in ihren Reihen. Sie wirken jetzt gefasster und fokussierter auf sich selbst”, analysierte Wittmann den nächsten Gegner. Dennoch sieht sie Siegchancen für ihr Team: “Wichtig ist, dass wir gut und kompakt zu stehen. Ich denke dass wir sie knacken können, wenn wir unser Spiel auf den Platz bringen”. Eine gewisse Brisanz sei beim oberbayrischen Duell natürlich da, fügte sie an, aber “es gibt auch für dieses Spiel nur drei Punkte”.

Wittmann sieht Challenge-Video-Beweis als denkbar

Angesprochen auf die zahlreichen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen in dieser Saison, die diese Woche auch bei uns im Talk wieder ausführlich thematisiert wurden, zeigte sich Wittmann offen für die Einführung eines Video-Beweises in Form eines Challenger-Modells. Sie schlug vor, jedem Trainer zwei Mal pro Spiel die Möglichkeit zu geben, einzugreifen. “Wenn man die Anzahl der Fehlentscheidungen in der Liga anschaut, dann ist die nicht gerade gering. […] Vielleicht muss man sich da einfach helfen lassen. Das würde die Liga sicher gerechter machen”, erklärte die Ingolstädter Trainerin.

DFB Nachwuchsliga: Nächste Gegner der U19 stehen fest

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1860 u19 nachwuchsliga derby

Nachdem die U19 des TSV 1860 in der DFB Nachwuchsliga die Qualifikation für die Hauptrunde verpasst hat, stehen nun die Gegner in Liga B fest. Dabei treffen die Löwen durchaus auf namhafte Konkurrenz.

Nächste Gegner der U19 stehen fest

Auch wenn die Elf von Jonas Schittenhelm in der Vorrunde nicht unter die Top 3 kam und somit nicht in den Kampf um die Deutsche Meisterschaft eingreifen kann, so warten doch noch interessante Gegner auf die Löwen.

In Gruppe D der Liga B trifft der TSV 1860 München auf die U19-Teams von Eintracht Frankfurt, des SC Freiburg, des Karlsruher SC, von Jahn Regensburg, des SV Rot-Weiß Walldorf und des SGV Freiberg.

U17 u.a. gegen SpVgg Unterhaching

Auch die weiteren Gegner der U17 stehen fest: Die Junglöwen bekommen es mit dem FC Ingolstadt 04, der SpVgg Unterhaching, Jahn Regensburg, dem SV Darmstadt 98, der SpVgg Bayreuth und dem FC Memmingen zu tun.

FC Ingolstadt 04 – TSV 1860: Ergebnistipp Otto Steiner

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Otto Steiner Tsv 1860 sechzger.de talk

Drei Siege in Folge feierten die Löwen zuletzt in der 3. Liga und im oberbayerischen Duell gegen die Schanzer soll natürlich der vierte Streich folgen. Der Ergebnistipp für die Partie des TSV 1860 München beim FC Ingolstadt 04 kommt diesmal von Otto Steiner, der selbst mit Freunden zum Spiel anreisen wird.

Otto Steiner tippt auf Auswärtssieg der Löwen

Nicht zuletzt wegen des Aufwärtstrends der letzten Wochen ist der 62-Jährige optimistisch, was die Begegnung im Audi Sportpark betrifft.

“Mein Tipp:
Ingolstadt – Sechzig 0:3
Tore: Haugen, Volland, Jacobsen”

Ob es wirklich so eine klare Angelegenheit wird, wird sich zeigen. Mit Sicherheit würde sich Otto Steiner – wie alle Löwenfans – auch über einen knapperen Auswärtssieg freuen. Sein Credo:

“Ich tippe nie gegen die Löwen…”

Vizepräsident und Aufsichtsratsvorsitzender bei den Löwen

Otto Steiner ist seit November 1993 Mitglied auf Lebenszeit bei den Löwen und war von 2006 bis 2011 mit Unterbrechungen Mitglied im Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA. Am 28. März 2007 wurde er zum Vizepräsidenten des Vereins bestellt, trat jedoch bereits am 11. Juni wieder von diesem Amt zurück. Anschließend gehörte er dem Aufsichtsrat der Löwen an und war von August 2011 bis zu seinem Rücktritt im Juli 2013 dessen Vorsitzender. Im sechzger.de Talk Folge 104 äußerte sich Otto Steiner im April 2023 u.a. ausführlich zum Einstieg Hasan Ismaiks beim TSV 1860 – klickt doch mal rein!

Abseits der Löwen ist Otto Steiner als Fernsehproduzent sehr erfolgreich und wurde für seine Formate dreimal mit dem Deutschen Fernsehpreis, zweimal mit dem Deutschen Comedypreis sowie jeweils einmal mit dem Grimme-Preis und der Romy ausgezeichnet. Zu seinen Projekten gehören u.a. LOL (Staffel 7 wird gerade produziert), Kaulitz & Kaulitz, Genial Daneben, die Hit-Giganten und das ARD-Krimi Dinner.

Martin Gräfer – der neue Unruheherd des TSV 1860 München

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Symbolbild Weihnachten TSV 1860 München Christbaumkugel Schnee Trainingsgelände

Von einer neuen Einigkeit kann man beim TSV 1860 München bezogen auf die Gesellschafter, also den e.V. und die Vertreter um Hasan Ismaik, sprechen. Doch einer will da nicht so recht mitspielen: Martin Gräfer von Hauptsponsor die Bayerische. Immer wieder hatte er die Unruhe bei den Löwen angeprangert, nun sorgt er mit einem Interview im Merkur für eben diese.

Ein Kommentar von Jan Schrader

Ein Bärendienst von Gräfer für den TSV 1860

Hach, die Zeit bis Weihnachten ist schön. Man sagt ja gerne auch die “staade Zeit” – und das trifft beim TSV 1860 München zuletzt positiverweise zu. Mit der Stadt haben sich die Löwen darauf geeinigt, nur gemeinsam an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn es etwas Neues zu erzählen gibt. Es klappt bislang, zudem lobt Oberbürgermeister Dieter Reiter die neue Kommunikation in den höchsten Tönen. Außerdem war da ein weiteres, wichtiges Detail aus den Aussagen von Reiter gegenüber der AZ heraus zu lesen: Die beiden Gesellschafter beim TSV 1860 München sprechen mit einer Sprache. Beide wollen alle Optionen und Möglichkeiten prüfen, um künftig langfristig im Grünwalder Stadion spielen zu können – sofern machbar und sinnvoll. Es ist also vergleichsweise still bei den Löwen. Keine Streits, keine öffentlichen Schuldzuweisungen, keine völlig konträren Meinungen, die öffentlich zur Schau gestellt werden.

Mittlerweile muss man leider sagen: Es war ruhig. Bereits vor kurzem kritisierte Martin Gräfer, Vorstandsvorsitzender von TSV 1860-Hauptsponsor die Bayerische, das neue Präsidium um Gernot Mang öffentlich. Nun legt er er in einem Interview mit dem Merkur nach. “Giesing wird nicht funktionieren” prangt da in großen Lettern als Überschrift. Die Schlagzeile gepaart mit dunklen Wolken und dem Sonnenuntergang soll beim Leser vermutlich die passende Grundstimmung erzeugen. Schließlich wird es im Folgenden auch düster – davon ist aber nicht nur das Sechzgerstadion betroffen. Tatsächlich fällt im Interview selbst dann auf, dass die Schlagzeile nur bedingt dessen Inhalt wiedergibt. Es ist eines von mehreren Beispielen, bei denen Merkur-Autoren – ob bewusst oder unbewusst – Stimmung gegen die aktuelle Heimspielstätte der Löwen machen. Eine Abneigung gegenüber dem Standort in Giesing ist aus den Aussagen Gräfers dennoch herauszulesen.

Wichtige Entscheidungen trifft die Mitgliederversammlung

Kaum geht alles einmal seine Bahnen bei den Löwen, kaum ist es ruhig, kaum entwickelt sich die Stadiondiskussion konstruktiv – schon kommt jemand daher, der öffentlich Unruhe forciert und polarisiert. Sichtlich wohl fühlt sich Gräfer in einer Rolle, die ihm zugeschustert wurde – die er aber weder innehat noch passend für einen Hauptsponsor ist. Womöglich fühlt er sich als Stimme einer bestimmten Gruppe an Fans – ja aber welcher denn eigentlich? Möglicherweise handelt es sich um die schweigende Mehrheit, die seit mittlerweile vielen Jahren das macht, was sie am besten kann: schweigen.

Das wird sie auch weiterhin tun, daran wird auch die nächste Umfrage nichts ändern. Egal, wie man es dreht und wendet: Die Mitgliederversammlung ist das höchste Gremium des Vereins. Sie entscheidet daher zentrale Punkte wie beispielsweise die Stadiondiskussion – und diese Mitgliederversammlung spricht seit mehreren Jahren mit einer klaren, eindeutigen Mehrheit. Stichwort 9:0. Es würde allen Beteiligten gut tun, diese Mehrheiten endlich voll und ganz zu akzeptieren sowie sie nicht ständig aufs Neue untergraben zu wollen.

Martin Gräfer darf diese Meinung, die er öffentlich im Merkur-Interview präsentiert, durchaus haben. Er darf sie natürlich auch äußern – aber doch bitte in einem internen Gespräch mit den derzeitigen Verantwortlichen! die Bayerische ist ein toller Hauptsponsor, der den TSV 1860 München lange und sehr wertvoll unterstützt hat. Das gibt dem Unternehmen bzw. ihrem Vorstandsvorsitzenden allerdings bei Weitem nicht das Recht, sich in die Vereinspolitik und zentrale Entscheidungen einmischen zu wollen – vor allem ohne Rücksprache mit Präsidium & Co. Ein solches Vorgehen eines Sponsors dürfte im deutschen Profifußball seinesgleichen suchen. So bleibt es lediglich ein Bärendienst für die Löwen von Martin Gräfer – dem neuen Unruheherd des TSV 1860.