Der erste Auswärtssieg der laufenden Saison ist unter Dach und Fach! Yeah! Aber warum ließ die Mannschaft die Fans vollkommen unnötig bis zur 94. Minute zittern? Die Antwort bekam ich nach dem Spiel auf mein Telefon geschickt: Weil es die Löwen sind.

Wann, wenn nicht gestern?

Gestern musste es einfach passieren. Jedem im weiß-blauen Kosmos war es im Vorfeld des gestrigen Spiels klar: Entweder die Löwen fahren in Havelse (Hannover genauer gesagt) den ersten Auswärtssieg der Saison ein oder es wird schwer, diese Saison noch einen Auswärtssieg einzufahren. So machte man sich doch mit einem gewissen Druck auf nach Niedersachsen, um endlich die ersten drei Punkte der Saison 21/22 in der Fremde zu holen. Havelse hatte vor dem Spiel eine Heimbilanz von 2-0-6 zu bieten. Also gegen wen, wenn nicht Havelse??? Aber man hat ja schon so einiges erlebt mit den Münchner Löwen.

Druck von der ersten Minute an

Mölders & Co. schienen sich der Ausgangslage bewusst zu sein und spielten von der ersten Minute an auf das frühe Führungstor. Die Gastgeber wurden sofort unter Druck gesetzt und in der 8. Minute war es soweit. Nach einer tollen Ballstaffette über den linken Flügel (Lex und Steinhart) legte Neudecker den Ball perfekt in die Mitte, wo Mölders und Bär einschussbereit positioniert waren. Doch Fölster nahm ihnen die Arbeit ab und vollendete selbst zum 0:1 für die Giesinger. Direkt danach hätte Mölders gleich das nächste Nachlegen können. Und kurz darauf hätte Merv Biankadi ebenfalls auf 0:2 stellen können. Aber sie taten es nicht. Weil es die Löwen sind…

Kurz den Faden verloren

Nach einer Behandlungspause wegen eines rüden Einsatzes gegen Richy Neudecker verloren die Löwen dann etwa zehn Minuten komplett den Faden. Vollkommen unerklärlich, nachdem Havelse bis dato nicht einen sinnvollen Angriff im zu weiten und zu leeren Rund zustande gebracht hatte. Und dann ging es ganz schnell: Semi Belkahia hatte Glück, dass sein Einsatz an der Strafraumkante nicht gepfiffen wurde und im Gegenzug legten die Löwen einen perfekten Konter auf den niedersächsichen Rasen, den Marcel Bär per Kopf zum 0:2 nach einer milimetergenauen Flanke von Geburtstagskind Stefan Lex vollendete.

Weil es die Löwen sind, ging es nicht mit 0:4 oder 0:5 in die Pause

Direkt im Anschluss hatte Mölders die Doppelchance, das 0:3 zu erzielen. Quindt und die Latte verhinderten es. So ging es mit 0:2 in die Pause, anstatt mit 0:5 was durchaus im Bereich des Möglichen gelegen hätte.

Schneller Anschlusstreffer

Nach der Pause gelang Jaeschke der Anschlusstreffer (51. Minute) und das Spiel, das längst entschieden sein hätte müssen, wurde wieder spannend. Allerdings nur vorübergehend. Die Löwen reagierten toll und Richy Neudecker machte Ansgar Brinkmann den Titel “weißer Brasilianer” streitig, als er den halben TSV Havelse auf einem Bierdeckel ausspielte und dann leider an Quindt scheiterte. Zwei Munten später legte Mölders dann mit viel Übersicht auf Biankadi ab, der sich das 1:3 nicht nehmen ließ und den Ball is rechte obere Eck hämmerte (56. Minute). Der Puls beim weiß-blauen Anhang sank und die beruhigende 2-Tore-Führung war wieder hergestellt.

Sechzig lässte Havelse spielen

Die Löwen stellten nun aber die Bemühungen auf ein weiteres Tor komplett ein und überließen aus unerfindlichen Gründen den Havelsern das Feld. Havelse war allerdings zu schwach, um aus dem geschenkten Freiraum Kapital zu schlagen und wirkliche Gefahr vorm Tor von Marco Hiller zu kreieren. Das wäre gegen fast jede andere Mannschaft der dritten Liga wahrscheinlich schief gegangen.

Unnötig spannende Schlussphase

Aber weil es die Löwen sind, ging es fast schief. Denn in der 85. Minute ließen sich die Löwen von einem Freistoßtrick überrumpeln und es stand auf ein Mal 2:3. Der erste Auswärtssieg seit dem 24.04. war auf ein Mal in Gefahr. Mit vereinten Kräften brachte Sechzig den Sieg über die Zeit und ich fragte mich:

Da hätte ich eigentlich auch selbst drauf kommen können!

 

 

 

 

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hinten raus wars eng. die erste Halbzeit hat mir gefallen.