Dauerkarten: Für welche Liga?

Die aktuelle Saison läuft noch. Die Löwen haben nach dem 3:0 über den TSV Havelse – rein rechnerisch – noch keine Gewissheit, ob sie in der kommenden Spielzeit weiter in der 3. Liga antreten oder vielleicht doch noch den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen. Ganz unabhängig davon gibt der TSV 1860 bekannt, dass der Verkauf der Dauerkarten für die neue Saison am Montag, den 2. Mai um 12.00 Uhr startet.

Preiserhöhung unumgänglich

Angesichts der generellen Preis- und Marktentwicklung werden die Preise für das Saisonbillet angehoben. In der Pressemitteilung der KGaA heisst es dazu:

Auch wirtschaftlich haben die Dauerkarten-Verkäufe eine bedeutende Auswirkung auf die Budgetsituation und folglich auf den Kader der Löwen. Die Konditionen im Grünwalder Stadion sind alles andere als marktüblich und weit weg von effizient. Dennoch gibt es nach heutigem Stand keine wirtschaftlichere Alternative. In Kombination und aufgrund der zuletzt stark gestiegenen Energiekosten, der zu erwartenden Erhöhung des Mindestlohns und Auswirkungen von Krieg und Krise hat sich der TSV 1860 München schweren Herzens entschieden, die Preise für Dauerkarten und Tageskarten anzuheben.

Wir arbeiten auf allen Ebenen an einer Verbesserung der Konditionen. Wenn wir es schaffen, diese Kosten in Richtung einer marktüblichen Situation zu bewegen und sofern sich alle Dauerkartenbesitzer der vergangenen Saison erneut dafür entscheiden, auch in diesem Jahr wieder ihr Bekenntnis für die Löwen abzugeben, können diese Mehrerlöse aus dem Spielbetrieb vollumfänglich in den Spieleretat der Profimannschaft investiert werden. Zuletzt hat Frau Bürgermeisterin Dietl ihre Unterstützung dafür signalisiert. Jede Dauerkarte unterstützt uns bei der Zusammenstellung der Mannschaft für die neue Saison!

19 Heimspiele in der 3. Liga, 17 in der 2.

In der 2. Bundesliga würde das Plastikkärtchen den Zutritt zu 17 Heimspielen ermöglichen, eine Liga tiefer sind es sogar 19 Partien. Alle – Fans wie Verantwortliche – hoffen natürlich, dass erstmalig seit der Saison 2018/19 wieder eine komplette Saison mit normaler Zuschauerauslastung auf Giesings Höhen gespielt werden kann und dass nicht – wie in den letzten drei Spielzeiten – wegen der Corona-Pandemie mit reduzierter Kapazität oder sogar mit den ungeliebten Geisterspielen agiert werden muss.

Die Phasen des Verkaufs der Dauerkarten

Die erste Verkaufsphase, in der sich die rund 11.500 derzeitigen Saisonabonnenten erneut ihr Ticket sichern können, endet am Freitag, den 20. Mai. In einem möglichen nächsten Schritt sollen Vereinsmitglieder, die in der laufenden Saison keine Dauerkarte ihr Eigen nannten, die Möglichkeit auf den Erwerb einer solchen haben. Falls es dann noch Kapazitäten gibt. Im vergangenen Jahr war es zu dieser Phase gar nicht gekommen.

Von den 15.000 Plätzen im Sechzgerstadion müssen pauschal zunächst 10% für Gästefans reserviert werden. Von den verbliebenen 13.500 Plätzen sind rund 85% mit Jahreskarten belegt. Der kleine verbliebene Rest geht vor Spieltagen in den freien Verkauf. Falls im Einzelfall der Gastverein deutlich weniger Anhänger mitbringt, wie am Samstag z.B. der TSV Havelse, können die oben genannten 1.500 Gästetickets in der Ostkurve auch als Tageskarten an Löwenfans verkauft werden.

Rückgang bei den Verkaufszahlen?

Den Verantwortlichen bei 1860 ist wichtig, zu betonen, dass die Preiserhöhung bei den Einzeltickets insgesamt höher ausfällt, als bei den Dauerkarten. Die besonders treuen Anhänger, die in den vergangenen zwei Spielzeiten vielfach auch noch mit dem Kauf der “Herz”-Variante für mehr Planungssicherheit bei der KGaA gesorgt haben, sollen nicht für die generelle wirtschaftliche Entwicklung bestraft werden. Ob die Anzahl der Saisonkarten, die 1860 verkaufen kann, insgesamt zurück gehen wird, bleibt abzuwarten. Der Trend, der durch die Pandemie wohl nochmal deutlich verstärkt wurde, ist ein eindeutiger Rückgang bei der Kartennachfrage im deutschen Profifußball insgesamt. Die Löwen haben diese Entwicklung bislang noch nicht zu spüren bekommen. Es wird spannend, zu beobachten, ob das so bleibt. Ob die Begeisterung für Fußballfeste auf Giesings Höhen vor vierzehntägig 15.000 Fans der Regelfall bleibt.

Spieler nehmen Reservierungen entgegen

Um die besondere Verbindung zwischen Mannschaft und Fans zu unterstreichen, stehen am Dienstag, den 3. Mai im Ticketing auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße einige Aktive bereit, um die Kartenverlängerungen der Fans, entgegen zu nehmen. Zwischen 12.30 und 13.45 Uhr sind das zunächst Marco Hiller und Fabian Greilinger. Danach übernehmen bis zum öffentlichen Training um 15.00 Uhr Daniel Wein und Marius Willsch diesen Job. Nach einer kleinen Pause sind ab 16.00 Uhr Günther Gorenzel und Marc Nicolai Pfeifer als Verkäufer im Einsatz, ehe zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr Marcel Bär und Stefan Lex diesen Aktion abschließen. Begleitend dazu gibt es auf dem Trainingsgelände ein kleines Rahmenprogramm, wie der TSV 1860 vermeldet.

FOTO: TSV 1860

 

 

 

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