In der Pressekonferenz nach dem 1:0 Heimsieg gegen den VfB Oldenburg sprach Löwentrainer Michael Köllner beim Führungstreffer von Jesper Verlaat von einer “Willensleistung”. Oldenburgs Trainer Dario Fossi hatte mit ambivalenten Gefühlen zu kämpfen.

Fossi zufrieden und unzufrieden

Oldenburgs Trainer war einerseits “sehr zufrieden” mit der Leistung seines Teams, das dem TSV 1860 München alles abverlangte, wie Köllner in seinem Statement zugab. Dennoch war Fossi mit dem Ergebnis unzufrieden, denn er sah seine Mannschaft nicht als die schlechtere und war der Ansicht, dass sie die besseren Chancen hatte. Am Ende hätten dem Aufsteiger etwas die Körner gefehlt, um wirklich bis zum Abpfiff gegen die Löwen stand zu halten. Dennoch kann man auf der Leistung aufbauen und Fossi möchte diese mit ins nächste Spiel nehmen.

Köllner sah “schwer zu bespielenden Gegner”

Dass die Oldenburger den Löwen das Spiel schwerer machten, als so mancher vor dem Spiel geglaubt hatte, bestätigte Michael Köllner. Die Oldenburger seien “schwer zu bespielen” gewesen und traten “taktisch gut entwickelt” auf. Köllner war sehr zufrieden, dass 1860 die Null gehalten hat. Besonders mit der Schlussphase nach dem 1:0-Führungstreffer durch Jesper Verlaat sah Köllner eine Weiterentwicklung gegenüber letzter Saison. “Da haben wir im Unterschied zu letzter Saison nichts mehr zugelassen”, zeigte sich der Coach von der Defensivleistung in der Schlussviertelstunde angetan.

“Das Tor war eine Willensleistung”

Der Löwencoach freute sich sichtlich, dass ausgerechnet Abwehrchef Verlaat der Siegtreffer gelang. Er habe unter der Woche gut trainiert und auch in der Offensive bei der Chancenverwertung überzeugt. Die Kunst diese Spiels bestand laut Köllner darin gegen “leidenschaftlich verteidigende” Oldenburger in der Offensive stetig den Druck zu erhöhen, ohne defensiv in Konter zu laufen. Fynn Lakenmacher stand nicht der Startaufstellung, da Meris Skenderovic im Training überzeugt habe. Außerdem will der Trainer nicht die komplette Last des Bär-Ersatzes auf den Schultern eines Spielers abladen. Auch mit der Leistung von Skenderovic zeigte sich Köllner zufrieden. Marco Hiller, der mit seinen starken Paraden ein ums andere Mal einen Gegentreffer verhinderte, bekam vom Coach übrigens kein Sonderlob.

Mit einem Blick auf das nächste Spiel am Dienstag gegen den SV Meppen rechnet Köllner mit einem schweren Gegner, der den Löwen erneut alles abverlangen wird.

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„Willensleistung“.. aha ist MK vielleicht der Ghostwriter von HI?

Mit Oldenburg werden noch einige Mannschaften ihre Probleme haben. Letzte Saison haben wir solche Spiele oftmals nicht gewonnen.

Wenn gegen Meppen drei Punkte geholt werden, dann ist das ein Traumstart. Hilfreich wäre, wenn im Umfeld langsam wieder Ruhe einkehren würde. Dafür müsste aber eine Seite auf die andere Seite zugehen.

Da stimme ich vollkommen zu. Und hoffe auf den nächsten Dreier gegen Meppen. Wird wieder sehr schwer.