Abstand halten leicht gemacht hieß das Motto für die 500 (!) Zuschauer beim Spiel Türkgücü – Zwickau im Olympiastadion heute Abend. Darunter Waldhof-Trainer Patrick Glöckner, der das Spiel ohne Maske verfolgte. Naja, Abstand halten war ja nicht so schwierig…

Türkgücü noch ohne Nachfolger für Hyballa

Nach dem wenig überraschenden Rauswurf von Peter Hyballa konnte das Team aus Neuperlach noch keinen Nachfolger verpflichten. So übernahmen die Co-Trainer Alper Kayabunar und Nicolas Masetzky die Betreuung an der Seitenlinie. Interessanterweise mussten auch die Zwickauer von ihrem Co-Trainer Robin Lenk gecoacht werden, da Joe Enochs nach einem positiven Corona-Test noch in Quarantäne weilt.

Türkgücü – Zwickau beginnt gemächlich

Beide Mannschaften begannen vorsichtig und tasteten sich erstmal gegeneinander ab. Überraschenderweise wurde die Partie mit einem roten Ball gespielt, obwohl nicht eine Schneeflocke auf dem satten Grün im Olympiastadion zu finden war. Den roten Ball brachten die Zwickauer in der 12. Minute erstmals halbwegs gefährlich auf das Tor von Vollath, allerdings verzog Starke beim Abschluss. Sechs Minuten später hatte Barry den Führungstreffer für die Hausherren auf dem Kopf. Er köpfte die perfekte Hereingabe von Vrenezi aber am Tor vorbei.

Führungstreffer für die Gäste

Bis zur 31. Minute passierte wenig Berichtenswertes. Dann setzte sich Göbel auf dem linken Flügel durch. Seine Hereingabe wehrte Vollath direkt auf Gomez ab, den Ball nur noch Volley über die Linie drücken musste. So ging Zwickau nach diesem Torwartfehler 0:1 in Führung. Vor der Pause konnte Türkgücü dann durch Mittelfeld-As Sararer ausgleichen. Nach einem sehenswerten Zuspiel von Irving drang er frei in den Strafraum ein und chippte die Kugel fein über den Zwickauer Torwart zum 1:1 in die Maschen (43. Minute). So ging es in die Kabinen.

Erneute Führung für Zwickau

In der 53. Minute ging der FSV Zwickau erneut in Führung. Nach einem langen Ball von Möker tauchte Gomez frei vor Vollath auf und schob eiskalt links unten zum 1:2 ein. Danach passierte nicht viel und das Spiel plätscherte vor sich hin. Wer vehementes Drängen der Neuperlacher auf den Ausgleich erwartet hatte, sah sich getäuscht.

Dennoch gelang Türkgücü in der 88. Minute aus heiterem Himmel noch der Ausgleich. Hottmann tankte sich über links in den Strafraum und seine nicht unbedingt gefährliche Hereingabe wurde von Reinthaler ins eigene Tor gelenkt.

Was bedeutet das für den TSV 1860 München?

Nach dem 3:2-Auswärtssieg in Hannover, bei dem länger als nötig gezittert werden musste, liegen die Löwen in der Tabelle weiterhin auf Rang 9. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt fünf Punkte, der Abstand auf die Abstiegsplätze ist auf sechs Punkte angewachsen. Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Waldhof morgen, ist man wieder oben dran…

 

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Gruslig.
Die haben Geisterspiele auch ohne gesetzliche Anordnung, wobei von den 500 Hanseln die Hälfte wohl auch noch Zwickaufans waren.

Denke auch, dass die Gücü-Spieler irgendwie so überhaupt keinen Bock mehr auf ihren Verein besitzen.