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Jetzt amtlich: 1860 – Magdeburg ohne Zuschauer!

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Die Spatzen hatten es eh schon von den Dächern gepfiffen und sechzger.de hatte es bereits gestern vermutet, doch nun ist es amtlich: Das Heimspiel des TSV 1860 München gegen den 1. FC Magdeburg wird am Samstag ohne Zuschauer stattfinden.

 

Damit hat auch keiner der bislang insgesamt 10.060 (!) Dauerkarteninhaber die Möglichkeit, am Samstag live dabei zu sein. Ungeachtet der Pandemie wird der Verkauf der Saisonabos noch bis zum Spieltag fortgesetzt, da vorerst nur Inhaber einer Saisonkarte die Möglichkeit haben werden, für einzelne Partien ausgelost zu werden, sobald die Zugangsbeschränkungen gelockert werden.

 

Randnotiz: Stand heute sind bei der SpVgg Unterhaching am Wochenende Zuschauer zugelassen, da der Schwellenwert der erlaubten Neuinfektionen sich jeweils auf den eigenen (München Stadt bzw. Land) und die umliegenden Landkreise bezieht und die Nachbarlandkreise der Vorstädter niedrigere Werte aufweisen.

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Sechzig um Sieben: Löwen weiterhin Tabellenführer + Corona-Zahlen in München & Unterhaching + und mehr

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Sechzig um Sieben: Terminierungen bis zur Wiesn
Sechzig um Sieben: Wer wird die Nummer eins im Tor?

Die Spieler des TSV 1860 trainieren nach dem trainingsfreien Tag gestern heute am Nachmittag – freilich weiterhin unter Ausschluß der Öffentlichkeit.

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Das letzte Spiel am ersten Spieltag der dritten Liga zwischen Waldhof Mannheim und Viktoria Köln endete nach einer 2:0-Führung der Mannheimer zur  Halbzeit 2:2 Unentschieden – damit ist es amtlich: Der TSV 1860 München ist Tabellenführer, zumindest in der Kicker-Tabelle: Dort kommt die „1“ von „1860“ vor dem „H“ von „Hansa“ – dementsprechend werden die Löwen als erster geführt.

Andere Anbieter führen Hansa als Tabellenführer – dort kommt das „F“ vom „FC Hansa“ vor dem „T“ vom „TSV 1860“ – dem Löwen kann es egal sein, er wäre am Saisonende auch mit dem zweiten Platz mehr als hochzufrieden. Für den Moment genießen wir jedoch die Kicker-Tabelle.

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Dem Bayerischen Rundfunkt bescherte das Spiel der Löwen eine sechsstellige Zuschauerzahl – rund 110 000 Zuschauer verfolgten dort das Spiel des TSV 1860 in Meppen. Die Zuschauerzahl via Magenta haben wir leider nicht gefunden. In Bayern verfolgten das Spiel der Löwen immerhin 60 000 im BR – ein Marktanteil von etwas über 5%.

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Wieder ein starkes Signal aus dem Kreis der Unternehmer für Sechzig: Mitglied Peter Lechner hat dem NLZ-Internat jetzt Büro-Ausstattung und Wohnzimmer-Möbel im Gesamtwert von 9000,- Euro gesponsert – Hut  ab vor diesem Engagement.

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Im Löwenstüberl gibt es heute:

– Rahmschwammerl mit Breznknödel (8,00)

oder

– Großer Salatteller mit Entenbrust & Baguette (8,90)

 

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Liga3-online sucht den Spieler des Spieltages – zur  Auswahl steht unter anderem 1860-Stürmer Sascha Mölders.

Jetzt voten: Der "Spieler des 1. Spieltages"

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Im Löwenmagazin war gestern Abend zu lesen, dass das Heimspiel der SpVgg Unterhaching nicht mit Zuschauern stattfinden kann, weil laut den DFB-Richtlinien folgende Regel gilt:

Zur Bestimmung des Pandemie-Levels wird jeweils die 7-Tage-Inzidenz summarisch vom Standort des jeweiligen Clubs und allen an diesen Landkreis angrenzenden Landkreisen am Vortag des jeweiligen Events berechnet.

Wir haben das gestern Abend dann einmal für den Landkreis München und die angrenzenden Landkreise nachgerechnet – aktuell steht die 7-Tage-Inzidenz bei 35,8 – könnte also spannend werden in Unterhaching, bei den Löwen schaut es noch schlechter aus. Ob 2000 Menschen in einem Fußballstadion unter freiem Himmel mit Maske und Abstand ein größeres Gesundheitsrisiko sind als die von Alt-OB-Christian Ude und den Münchner Medien fleißig beworbene Wirtshaus-Wiesn sei dahingestellt.

Noch einmal ein Zitat von Christian Ude vom April zur Absage der Wiesn, weil´s einfach passt:

Da muss man die Kirche im Dorf lassen und sagen, es tut uns wahnsinnig leid, aber in diesem Jahr geht es aus Gründen, die in der ganzen Welt bekannt sind, tatsächlich nicht. (…) Die begeisterten Gäste aus aller Welt werden in Corona-Zeiten fernbleiben. Und auch viele Münchner werden sich nicht raustrauen, viele Kritiker werden sich heftig zu Wort melden. Ob das die Wiesn-Stimmung würde, die ich so schätze, das würde ich bezweifeln.“

Das ist übrigens genau der selbe Christian Ude, der vor wenigen Tagen bei der Wirtshaus-Wiesn angezapft hat – drei Tage, bevor in München wegen der Corona-Zahlen die Maßnahmen wieder verschärft wurden.

Wann hat man Christian Ude eigentlich zuletzt bei “seinen Löwen” gesehen?

Sechzig@18:60 – Ohne Zuschauer gegen Magdeburg + Buchautor Michael Köllner + Analyse Meppen

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Der Saisonstart der Löwen beim SV Meppen ist geglückt und die ersten drei Punkte konnten auf der Habenseite verbucht werden. In unserer Rubrik TAKTIKTAFEL lassen wir das Match nochmal aus taktischer Sicht Revue passieren und reichern die Analyse mit ordentlich Statistiken an.

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Dass unser Trainer Michael Köllner ein Taktikfuchs ist, hat sich beim Auftaktsieg im Emsland mal wieder bewahrheitet. Die Mannschaft zeigte sich bestens vorbereitet, topfit und hochmotiviert – die ideale Basis für den überzeugenden 3:1 beim SV Meppen. Weniger bekannt hingegen ist, dass unser Coach auch als Buchautor in Erscheinung tritt. Nach Dein Weg zum Fußballprofi und Spielfähigkeit im Fußball veröffentlichte Köllner kürzlich bereits sein drittes Werk: Mit Führen, Coachen und Managen im Fußball möchte der Löwen-Trainer anderen Übungsleitern und Vereinen einen praktischen Ratgeber hinsichtlich Organisation, Personal und die Führung eines Teams an die Hand geben. Theoretische Überlegungen bezüglich Aufbau und Durchführung des Trainings und Entwicklung einer Spielphilosophie unterfüttert er gekonnt mit seinen praktischen Erfahrungen im Nachwuchs- und Profibereich. Kaufempfehlung!

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Am kommenden Samstag empfängt der TSV 1860 München im Giesinger Fußballtempel den 1. FC Magdeburg. Während der Gast zum Saisonauftakt (0:2 gegen Halle) 5.200 Zuschauer in der heimischen MDCC-Arena begrüßen durfte, wird unsere Heimpremiere voraussichtlich vor leeren Rängen stattfinden. Aus medizinischer und gesellschaftlicher Sicht mag das durchaus begründbar und nachvollziehbar sein, man fragt sich aber doch, wie es in Sachen Verhältnismäßigkeit aussieht, wenn gleichzeitig die Wirtshaus-Wiesn stattfinden darf.

An dieser Stelle möchten wir an die Worte von Christian Ude in Bezug auf die Absage des Oktoberfests erinnern:

“Das sollte bald geklärt werden. Da muss man die Kirche im Dorf lassen und sagen, es tut uns wahnsinnig leid, aber in diesem Jahr geht es aus Gründen, die in der ganzen Welt bekannt sind, tatsächlich nicht. (…) Die begeisterten Gäste aus aller Welt werden in Corona-Zeiten fernbleiben. Und auch viele Münchner werden sich nicht raustrauen, viele Kritiker werden sich heftig zu Wort melden. Ob das die Wiesn-Stimmung würde, die ich so schätze, das würde ich bezweifeln.”

Das ist übrigens genau der selbe Christian Ude, der vor wenigen Tagen bei der Wirtshaus-Wiesn angezapft hat – drei Tage, bevor in München wegen der Corona-Zahlen die Maßnahmen wieder verschärft wurden. Kann man sich nicht ausdenken! Dieses “das falsche Signal” wurde in Bezug auf Fußballspiele ja auch immer wieder erwähnt…

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Noch keine Klarheit, aber zu erwarten: Keine Löwenfans im Sechzger gegen Magdeburg! :-(

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Fußball gehört den Fans
Fußball gehört den Fans

Münchens OB Dieter Reiter hat am Montag kurz vor Mittag die beschlossenen Konsequenzen aus dem aktuellen Infektionsgeschehen in der Landeshauptstadt mitgeteilt. Unter anderem wird auf bestimmten öffentlichen Plätzen eine Maskenpflicht eingeführt und die Anzahl der zulässigen Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts wird (wieder) begrenzt.

Obwohl das Spiel der Löwen gegen den 1. FC Magdeburg (Samstag, 14.00 Uhr, Sechzgerstadion) nicht explizit Erwähnung fand und man auf Seiten des TSV 1860 auch noch keine entsprechenden Hinweise erhalten hat, gehen wir von der Tatsache aus, dass das erste Heimspiel der neuen Drittligasaison 2020/21 ohne die Anwesenheit von Löwenfans ausgetragen wird. Für die Verantwortlichen beim TSV 1860 entfällt damit die organisatorische Mammutaufgabe, innerhalb von fünf Tagen einer vierstelligen Anzahl von Personen im Rahmen eines schlüssigen Konzepts den Zutritt zum Sechzgerstadion zu ermöglichen. Erfreut ist in der KGaA darüber aber natürlich niemand!

Wettbewerbsübergreifend wird der Vergleich mit dem Team aus Sachsen-Anhalts Hauptstadt nun schon das neunte Pflichtspiel auf Giesings Höhen, das ohne Zuschauer ausgetragen werden muss. Für Löwendompteur Michael Köllner übrigens mittlerweile eigentlich schon eher der Normalzustand als eine volle Hütte an der Grünwalder Straße: Nach seinem Einstieg im November 2019 stand er nur sechsmal vor 15.000 Zuschauern im Sechzgerstadion an der Seitenlinie.

Die nächste Chance für einen kleinen Teil der rund 10.000 Löwenfans, die sich bis heute Mittag eine Dauerkarte für die neue Spielzeit gesichert haben, die Mannschaft live zu begutachten, bietet sich dann eventuell am 10. Oktober, wenn Aufsteiger VfB Lübeck nach München reist.

Wir bleiben dran und halten Euch auf dem Laufenden!

TAKTIKTAFEL – Die Analyse vom Auftaktsieg des TSV 1860 in Meppen

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Michael Köllner schickte im Saisoneröffnungsspiel gegen Meppen den TSV 1860 in einer offensiven 4-1-4-1-Grundformation aufs Spielfeld. Dies setzte den Gastgeber gleich vom Anpfiff weg gehörig unter Druck. Das vertikale 4-3-3 mit nur einem defensiven Mittelfeldspieler, mit dem Thorsten Frings agierte, konnte dem Druck der Löwen, die immer ein hohes Pressing spielten, in keiner Phase der ersten Halbzeit auch nur das Geringste entgegensetzen. Entlastungsangriffe auf das Münchner Tor fanden – wenn überhaupt – nur durch lange Bälle nach vorne oder durch Zufallsaktionen statt, bei denen individuelle Fehler der Giesinger den Meppenern halfen.

Bereits in der 3. Minute brachte Stefan Lex die Löwen in Führung. Die Entstehungsgeschichte dieses Treffers bedarf aber genauerer Betrachtung, denn nur Mölders und Lex hervorzuheben, würde der Mannschaft des TSV 1860 nicht gerecht werden.  Mitauschlaggebend für die frühe Führung waren auch Dennis Dressel und Fabian Greilinger.

Greilinger brachte nach einem Pass von Dressel durch zwei Meppener hindurch an der linken Außenlinie ca. acht Meter in des Gegners Hälfte einen langen hohen Diagonalball auf Zielspieler Mölders. Dieser nahm den Ball an und bediente mit seinem eher schwachen rechten Fuß Stefan Lex, der sich wiederum zum Zeitpunkt des Passes von Dressel auf Greilinger noch auf gleicher Höhe mit Dressel befunden hatte.

Vor allem genau dieser Pass, mit dem zwei Meppener überspielt worden waren, Greilingers blitzschnelle Reaktion sowie das Auge für den freien Raum und den freien Mitspieler, setzten hier den Löwensturm vor dem Meppener Strafraum großartig in Szene. Lex‘ Antizipation für die entstehende Situation und seine Laufbereitschaft sollten hier aber auch nicht unerwähnt bleiben.

In der ersten Phase des Spiels konnte der TSV 1860 – trotz geringeren Ballbesitzes in der ersten Viertelstunde, was wie schon im Spiel gegen Frankfurt den vielen Quer- und Rückpässen des Gegners geschuldet war – weitgehend das Spielgeschehen bestimmen und kam in der eigenen Hälfte kaum in Bedrängnis.

Zum Ende der ersten Halbzeit konnten die Löwen mit 52% Ballbesitz zwischen Spielminute 16 und 45 auch in dieser Statistik ein Übergewicht aufweisen. Ein einziges Mal tauchten die Emsländer gefährlich mit einem Criss Cross Flankenspiel, über das Valdet Rama ins Szene gesetzt wurde, vor dem Tor der Sechzger auf. Den Abschluss des Ex-Löwen wusste allerdings Marius Willsch per Kopfballabwehr zu unterbinden. Kein einziger Schuss auf den Kasten der Löwen ist den zum Spiel verfügbaren Statistiken zu entnehmen. Ganz im Gegenteil: Durch das disziplinierte Einhalten der Positionen und richtige Verschieben der Blöcke gegen den Ball, konnten die Löwen Meppen so stark unter Druck setzen, dass Angriffswelle um Angriffswelle auf den Strafraum der Gastgeber zurollte.

Dies funktionierte so gut, da nach Ballgewinn schon jeder Spieler für das Umschaltspiel nach vorne in der richtigen Position, kein Segment doppelt besetzt war und auch nahezu alle Laufwerge immer stimmten. Eine Passquote von nahezu 82% angekommener Pässe insgesamt zeigt, wie präzise unser Spiel nach vorne läuft. Die einzige Passstatistik, die hinterherhinkte, waren lange Bälle. Dort ist mit 57% noch etwas Luft nach oben. Abgesehen davon sind aber sowohl bei den Querpässen, als auch bei Vorwärtspässen, Steilpässen und den Pässe ins letzte Drittel alle Quoten jenseits der 75% Marke zu finden.

Auch die Schussstatistiken vom Samstag Nachmittag sehen den TSV 1860 München klar im Vorteil. Neun Schüssen der Löwen, von denen zwei aufs Tor gingen, stehen keinem einzigen Schuss der Gastgeber gegenüber. Ein komplette Halbzeit ohne einen einzigen Abschluss – der Hintermannschaft der Löwen kann man dafür nicht genug Lob für eine klasse Abwehrarbeit aussprechen.

Und nach vorn ging auch richtig viel: Allein Mölders hätte mindestens zwei Mal für eine Erhöhung des Spielstands sorgen können. Einen Kopfballtreffer nach Phillipp Steinharts Ecke von der linken Seite verhinderte die Leihgabe von Frings‘ Ex-Verein Werder Bremen im Tor der Meppener. Ein Alleingang Mölders‘ wurde ruppig und durchaus ahndungswürdig durch Steffen Puttkammer unterbunden. Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte kam Mölders noch zu einem sehenswerten Fallrückzieher, den er allerdings nicht auf den Kasten der Gastgeber brachte, sondern ca. drei Meter links neben das Tor setzte.

Auch Dennis Dressel, Daniel Wein, Phillipp Steinhart, Erik Tallig, zweimal Fabian Greilinger und eben zweimal Mölders, versuchten mit ihren Abschlüssen den Spielstand zu erhöhen.

Gegen den Ball spielten die Löwen in Halbzeit eins taktisch diszipliniert im eingangs angesprochenen 4-1-4-1, wobei sich allerdings immer wieder auch die äußeren Mittelfeldspieler Dressel und Tallig ins defensive Mittelfeld zurückfallen ließen und Meppen somit einen 4-3 Abwehrriegel vorfand der – bis auf die angesprochene Situation, in der Rama der Adressat einer Flanke an den langen Pfosten war – nichts zuließ.

Offensiv verschob sich die 4-1-4-1 Formation – je nachdem wie die Angriffe abliefen – bisweilen zu einem 4-1-2-3, um sich nach Ballverlust aber sofort wieder auf die Ursprungspositionen zurückzuziehen. Die Quote von 42% gewonnenen Zweikämpfen liest sich auf den ersten Blick nicht wirklich gut, wird aber durch die Abfangquote absolut ausgeglichen: 34% der Meppener Vorwärtspässe, 55% ihrer langen Pässe, und mehr als 66% der Pässe ins letzte Drittel wurden von den Löwenspielern abgefangen.

Das sind hervorragende gute Quoten und liegen in jeder Kategorie mindestens 10% über dem, was der Gastgeber auf den Platz brachte.

Nach der Halbzeitpause kam der SVM sehr gallig aus der Kabine und schaffte es – wie  schon unsere Gegner in den letzten beiden Pflichtspielen, Würzburg und Frankfurt – direkt mit dem Wiederanpfiff des Spiels die Löwen unter Druck zu setzen. Im Durchschnitt ließ 1860 in dieser Phase über 26 Ballkontakte zu, bis eine Defensivaktion gegen den Ball erfolgte. Die Spieler in den schwarzen Trikots waren zu weit vom Gegner weg und stellten auch die Räume nicht entscheidend genug zu.

Nun schien der Matchplan, den Thorsten Frings seiner Elf auf den Weg gegeben hatte, aufzugehen. Neun Minuten waren in Halbzeit zwei gespielt, als Dejan Bozic für den SV Meppen traf. Bei diesem Tor sah die Hintermannschaft von 1860 ganz schlecht aus. Alle an dieser Szene beteiligten Abwehrspieler waren entweder zu passiv oder zu weit weg vom Gegenspieler. An der Löwen-Lethargie nach der Pause in nun drei Spielen hintereinander muss sich etwas ändern. Gott sei Dank ist die Mannschaft intakt und hat die Moral, das Stehvermögen und vor allem die Klasse, solche Fehler – solange sie nicht gegen einen Erstligisten passieren, wie jüngst gegen Frankfurt – wieder auszubügeln, eine Schippe draufzulegen, weiter nach vorne zu spielen und den Sieg doch noch einzutüten.

Bis zum erneuten Führungstreffer versuchte Meppen weiter Druck aufs Tor der Löwen auszuüben, kam allerdings in der Viertelstunde nach der Pause insgesamt nur zweimal zum Abschluss. Davon bekanntermaßen einmal aufs und auch ins Tor. Durch den Gegentreffer wachgerüttelt standen aber die Spieler des TSV 1860 in der Folge wieder näher am Mann und besser im Raum. In der 59. Minute war es dann soweit als Quirin Moll einen Freistoß an Lars Bünnings Kopf zimmerte, von wo der Ball glücklich, aber unhaltbar für den ins andere Eck laufenden Torwart der Meppener, in den Kasten abgefälscht wurde.

Kurz nach dem erneuten Treffer der Sechzger entschied sich Thorsten Frings für einen Wechsel in der Offensive. Der bis dahin blass gebliebene Valdet Rama (nur sieben angekommene Pässe und insgesamt 13 offensive Aktionen sprechen eine deutliche Sprache) musste den Platz verlassen. Für ihn kam – um das offensive Mittelfeld zu verstärken – der von mir eigentlich in der Startaufstellung erwartete Luka Tankulic.

Thorsten Frings stellte also auf 4-1-3-2 um. Tankulic im offensiven Mittelfeld, hinter ihm Marcus Piossek und Willi Evseev, die nun nominell jeweils auf den Halbpositionen im linken und rechten Zentrum spielten, dort aber Freiheiten genossen, das Spiel auf ihrer Position auch horizontal nach Außen zu verschieben. Dieser Wechsel bewirkte allerdings – nach der wiedererlangten läuferischen, kämpferischen und taktischen Überlegenheit des TSV 1860 – nichts Positives für das Spiel des SVM. Es gab für die Löwen stattdessen mehr Raum für Angriffe über die Flügel.

Der nächste Wechsel fand auf Seiten der Gäste statt: Richard Neudecker kam positionsgetreu für den mit einer gelben Karte belasteten Fabian Greilinger.

Die Hereinnahme eines weiteren Mittelstürmers in Minute 74 auf Seite der Emsländer (Hilal El-Helwe kam für Guder), änderte nichts an der taktischen Grundausrichtung, doch öffnete dies den rechten Flügel für die Löwen noch ein wenig stärker, da El-Helwe weiter im Sturmzentrum zu agieren versuchte und sich im Gegensatz zu Guder nicht so weit ins Mittelfeld zurückfallen ließ, wenn Meppen gegen den Ball spielte.

Darauf reagierte nun Löwencoach Köllner zwei Minuten später mit einem taktischen Wechsel: Dennis Erdmann kam für Lex ins Spiel. Damit stellten die Löwen auf ein 4-2-3-1 um, bei dem bei eigenen Ballbesitz Daniel Wein vom defensiven ins zentrale Mittelfeld aufrückte, um weiterhin den hohen Druck bei Angriffen aufrecht zu erhalten.

Verhängnisvoll für Meppen war in der Folge ein grobes Foul des linken Außenverteidigers Hassan Amin, der in der 82. Minute im Mittelkreis – nachdem er sich den Ball zu weit vorgelegt hatte – Daniel Wein mit gestreckten Bein umtrat und folgerichtig die Rote Karte sah. Der Meppener Trainer reagierte und schickte beim immer noch knappen Spielstand von 1:2 kurz später Innenverteidiger Jeron Al-Haziameh für Mittelfeldakteur Willi Evseev auf den Platz um die Viererkette wieder zu komplettieren.

Falls Thorsten Frings zu diesem Zeitpunkt die Niederlage schon akzeptiert hatte, ist das ein nachvollziehbarer Wechsel, um das Tordefizit nicht höher ausfallen zu lassen. Wenn man aber die letzten Minuten der Partie betrachtet, waren die Meppener Spieler keineswegs gewillt, die Niederlage hinzunehmen, denn sie versuchten weiterhin anzugreifen, was bis zwanzig Meter hinter der Mittellinie auch gelang. Dann fehlten allerdings entweder die Anspielstationen oder die Spieler des TSV 1860 stellten die Passwege so geschickt zu, dass kaum Pässe ins letzte Spielfelddrittel erfolgen konnten.

Wenn Meppen noch etwas im Spiel nach vorne hätte reißen wollen, hätte ihr Coach das Risiko mit drei – nach dem Platzverweis – verbliebenen Abwehrspielern weiterzuspielen eingehen müssen, um für ein Übergewicht im Mittelfeld zu sorgen. Ich hätte an Frings Stelle den zuvor eingewechselten El-Helwe wieder herausgenommen und Nico Andermatt gebracht. Mit Tankulic und Bozic war genug Torgefahr auf dem Platz, um noch zum Ausgleich zu kommen.

Ihre zahlenmäßige Überlegenheit im Mittelfeld wussten die Spieler des TSV 1860 trefflich auszunutzen und erspielten sich nun große Chancen, die Führung weiter auszubauen. Neudecker, Mölders und Tallig gaben in der Schlussphase alle mindestens einen Schuss ab.  Eine dieser Chancen nutzte Sascha Mölders, als er in der Nachspielzeit zuerst den von Marco Hiller abgeschlagenen Ball, schon knapp in der gegnerischen Hälfte per Kopf mit dem Rücken zum Tor zu Steinhart zurückbrachte, um dann sofort in Richtung Strafraum zu starten. Kurz vor der Grenze zum Sechzehner setzte er dann das herrliche hohe und lange Zuspiel über etwa dreißig Meter vom heute nahezu fehlerlosen Steinhart zum 3:1 Endstand direkt platziert und wuchtig ins lange Eck.

Nach diesem Treffer durfte Mölders, der sich zwei Scorerpunkte erkämpft hatte, für den Neuzugang Martin Pusic, der damit zu seinem ersten Einsatz im Löwentrikot kam, den Platz räumen.

Statistisch betrachtet bekam Meppen speziell in der letzten halben Stunde des Spiels kein Bein mehr auf den Boden. Ein einziger Schuss, weniger als 50% angekommene Vorwärtspässe und unter 45% Passquote ins letzte Drittel sprechen eine deutliche Sprache.

Der TSV 1860 München gewann also hochverdient, und – bis auf die 15 Minuten nach Wiederanpfiff – absolut überlegen. Nur drei Schüsse gaben die Meppener während der gesamten Partie ab.

Ein weiters äußerst positives Zeichen wurde von unserem Mann vor Ort wahrgenommen: Die am Spiel unbeteiligten Personen des 1860-Trosses, vom Pressesprecher über Funktionäre bis hin zu den Ersatzspielern benahmen sich – im absolut positiven Sinn – wie „normale Fans“ und unterstützten so ihre Kameraden. Ein tolles Zeichen für Emotion und Zusammenhalt!

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Sechzig um Sieben: Zahlenwahnsinn beim TSV 1860

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Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer
Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer

Beim TSV 1860 herrscht wieder einmal der Wahnsinn mit Zahlen – diesmal allerdings im positiven Sinne: Es fehlen nur noch 55 (!!) verkaufte Dauerkarten, dann ist die magische Zahl von 10 000 verkauften Jahreskarten erreicht – und das für einen Drittligisten, der vor wenigen Wochen noch von einigen Medien zum quasi handlungsunfähigem Kanonenfutter in der 3. Liga geschrieben worden ist. Es bleibt alles beim alten: Der TSV 1860 ist eine Macht – und das liegt an seinen Fans:

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Der nächste Zahlenwahnsinn kommt von der Online-Mitglieder-Versammlung des TSV 1860 – und zwar im negativen Sinne: Was ist in den letzten Jahren nicht alles in den einschlägigen Blogs und Foren geschrieben worden, über die vielen tausend Fans & Mitglieder, die ja ein riesiges Interesse an Vereinspolitik haben, aber nur für so eine Veranstaltung nicht extra nach München fahren, dort keinen Einlass finden würden, ihnen währe die Stimmung zu aufgeheizt und so weiter.

Die Wahrheit ist eine andere: Es gibt diese Masse an Leuten schlicht und einfach nicht – es gibt ein paar Dutzend Dauernörgerler, die es sich in einem Paralleluniversum im Internet bequem gemacht haben und dort ihre Wahrheit verbreiten.

Vermutet haben wir es schon lange, die gestrige Online-Mitgliederversammlung brachte den finalen Beweis: Gerade einmal 400 Leute zu Spitzenzeiten haben sich in die Online-MV eingeloggt – dabei hätten sie dort in gerade einmal 2 Stunden alles erklärt bekommen und zudem die Möglichkeit gehabt, dem Präsidium ihre Fragen zu stellen. Allerdings unter dem eingeloggten Klarnamen und dass sich das nicht alle trauen, die sich sonst im Paralleluniversum rumtreiben, liegt auf der Hand.

Aber dort hat man natürlich auch schon wieder eine Ausrede: Man kennt dort sehr viele Mitglieder, “die den Link zur Versammlung nicht erhalten haben”. Ja nee, ist klar.

So oder so ist die gestrige Zahl der finale Beweis dafür, dass eine Mitgliederversammlung als Präsenzversammlung durchgeführt werden sollte – sobald es Corona zulässt natürlich.

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Die taktische Aufbereitung vom Meppen-Spiel folgt hier im Laufe des Vormittags.

Sechzig@18:60: 1860-Damenmannschaft-Interview + Online-MV + Amateure verlieren + Jugendergebnisse

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Sechzig München am Abend BR24Sport Clubhouse

Einen Tag nach dem souveränen Sieg der 1. Mannschaft des TSV 1860 in Meppen (wir tickerten live) hat sich am heutigen Sonntag bei den Löwen folgendes getan:

sechzger.de durfte letzte Woche ein Interview mit der neugegründeten Damen-Mannschaft des TSV 1860 bzw. drei von den Frauen führen – das Ergebnis könnt ihr an dieser Stelle nachlesen:

https://sechzger.de/interview-frauenfussball-beim-tsv-1860-muenchen-teil-1/

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Dann haben wir auch heute in einer Kurzfassung von der Online-Mitgliederversammlung des TSV 1860 München berichtet – allerdings ist inzwischen der offizielle Bericht da und der ist – natürlich – deutlich ausführlicher:

https://tsv1860.org/2020/09/20/online-mitgliederversammlung-ungewohnte-premiere/

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Dann waren Teile der sechzger.de-Redaktion noch live dabei, als die 2. Mannschaft des TSV 1860 gegen die 2. Mannschaft des FC Ingolstadt mit 0:2 verlor – vor rund 130 Zuschauern am Trainingsgelände.

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Die U19 des TSV 1860 spielte 2:2 in Unterhaching – ebenfalls 2:2 spielte die U17 in Karlsruhe.

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Unser Ausführlicher Meppen-Nachbericht erfolgt durch die heutigen Ereignisse (Mitglieder-Versammlung, 2. Mannschaft) am morgigen Montag.

Interview: Frauenfussball beim TSV 1860 München (Teil 2)

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Frauen Fußball TSV 1860

Heute Morgen berichteten drei Gründungsmitglieder der Sektion Frauenfußball im ersten Teil unseres Interviews über den Re-Start der Sparte und auch Teil 2 ist äußerst lesenswert und aufschlussreich. Viel Spaß beim Lesen!

Sechzger.de: Bestehen denn auch Bestrebungen, Teams im Juniorinnenbereich aufzubauen?

Hannah Conrad: Wir hatten schon viele Anfragen von Müttern und Vätern, die ihre Töchter bei uns anmelden wollen. Leider können wir das noch nicht anbieten, da wir ja noch ganz am Anfang stehen.

Vroni Seemann: Wir wollen aber definitiv, dass der Bereich Frauenfußball bei Sechzig etabliert wird. Wir wollen erreichen, dass man beim Thema Frauenfußball in München sofort an die Löwen denkt. Auch im Verein wollen wir Frauenfußball als festen Bestandteil etablieren. Von Breitensport bis Leistungssport, von Kindern über Jugendliche bis zu  Erwachsenen. Es ist uns klar, dass das alles ein langer Weg sein wird. Aber das sind die Ziele, die wir uns gesteckt haben.

Silke Dehling: Wir bauen gerade das Fundament…

Vroni Seemann: …und dann schauen wir mal, wie groß das Haus wird, das wir da draufstellen können. Wir haben auf alle Fälle gemerkt, dass Bedarf da ist.

Sechzger.de: Die kleinen Schritte am Anfang sind wahrscheinlich die schwersten.

Vroni Seemann: Man muss sagen, der Verein ist echt super. Wir hatten die Sparte gerade offiziell gegründet und eine Stunde später war Frauenfußball auf dem Mitgliedsantrag, die E-Mail Adresse war innerhalb eines Tages eingerichtet. Das sind nur Kleinigkeiten, aber das hilft ungemein. Da merkt man halt, dass ein professionell geführter Verein dahintersteht, der uns unterstützt.

Hannah Conrad: Wir können auf bestehende Strukturen zurückgreifen, die es schon gibt. Aktuell haben wir mit der Organisation der Mannschaft schon so viel zu tun, dass wir drei uns fast täglich treffen. Da sind wir froh, dass wir diese kleinen Sachen nicht selbst machen müssen. Für uns ist das ja auch alles Neuland, aber der Verein hat bei jeder Frage ein offenes Ohr für uns.

Vroni Seemann: Dass wir auf den Ausrüster zurückgreifen können, ist für uns natürlich toll. Wir bekommen von denen ein Bestellformular und können bestellen. Das ist einfach super.

Sechzger.de: 11Teamsports rüstet Euch mit aus?

Vroni Seemann: Ja genau. Die haben auch mit dem e.V. einen Kooperationsvertrag und da können wir zu bestimmten Konditionen die Sachen, die wir brauchen, bestellen. Es ist für uns ja wichtig, auch nach Außen zu zeigen: Wir sind Sechzig! Da freuen wir uns natürlich, dass wir in den gleichen Klamotten auflaufen können wie die Herren.

Sechzger.de: Spielt Ihr dann in grün-gold, oder in weiß blau?

Silke Dehling: Wenn‘s nach mir geht, nehmen wir die türkisen Trikots.

Vroni Seemann: Ja die sind total schön.

Silke Dehling: Jetzt haben wir aber nur die Trainingsoutfits bestellt.

Vroni Seemann: Ja, wir haben eine Startförderung der „Unternehmer für Sechzig“ bekommen, dank der wir das komplette Team ausstatten können. Das verstärkt natürlich das Wir-Gefühl und gibt uns ein professionelleres Auftreten. Es hat was, wenn wir in den gleichen Klamotten trainieren wie die Profis oder die Jugend im NLZ.

Sechzger.de: Man kann also sagen, dass Ihr voller Stolz den Löwen auf dem Trikot tragt und für den TSV spielt?

Alle drei gleichzeitig: Ja, absolut.

Vroni Seemann: Das hat auch die Motivation innerhalb der Mannschaft noch weiter gesteigert. Die Mädels gehen jetzt teilweise extra joggen oder treffen sich am Wochenende zum Kicken und so weiter. Es ist wirklich unfassbar, was bei uns für eine tolle Stimmung herrscht und wie motiviert jede einzelne Spielerin ist.

Sechzger.de: Wie ist denn die Altersstruktur im Team?

Hannah Conrad: Die Jüngste ist 19.

Vroni Seemann: Die Älteste ist 36.

Silke Dehling: Der Schnitt liegt irgendwo Mitte zwanzig.

Vroni Seemann: Wie beim Leistungsniveau – von allem was dabei.

Sechzger.de: Es gibt ja unverständlicherweise immer noch Männer, die fußballspielenden Frauen eher ablehnend gegenüberstehen und dann Machosprüche raushauen. Wie geht ihr damit um?

Vroni Seemann: Seitdem die Pressemitteilung rauskam, gab es mir gegenüber keinen einzigen solchen Spruch mehr.

Hannah Conrad: Davor gabs das vereinzelt.

Vroni Seemann: Wir sind alle drei langjährige Stadiongängerinnen. Wenn wir auf solche Sprüche irgendetwas geben würden, hätten wir das alles gar nicht angefangen.

Hannah Conrad: Da gibts halt dann einen blöden Spruch zurück.

Vroni Seemann: Oder man überhörts einfach. Aber wie gesagt: Seit der Veröffentlichung kam gar nichts mehr. Ganz im Gegenteil. Auf einmal wollen alle unsere Physios, Betreuer, Getränkeholer, Scouts und was weiß ich nicht noch alles sein.

Sechzger.de: Die Reaktionen auf die Gründung der Sparte waren ja fast überall positiv. Nach dem Motto: Toll, endlich gibt es das wieder.

Hannah Conrad: Das Feedback ist so unwahrscheinlich toll, das bringt uns allen auch wieder eine Steigerung der Motivation. Einzige Ausnahme war ein Blog, der meint, dass wir den Profis Gelder für Spieler wegnehmen. Das entbehrt jeder Grundlage. Wir finanzieren alles selbst über unsere Mitgliedsbeiträge und die Hilfe von Sponsoren wie „Unternehmer für Sechzig“.

Silke Dehling: Ich war überrascht vom Inhalt des Artikel bei dem anderen Blog. Offenbar konnte der Autor nicht einmal die Pressemitteilung richtig lesen, denn in seinem Bericht war ja ich die Trainerin. Das stand aber nie zur Debatte. Im Bericht sind viele Fakten durcheinander gebracht worden. In den Kommentaren war ich plötzlich ein Ultramitglied einer Vereinigung, der ich nie angehörte. Wenn man über uns Artikel schreibt, dann sollen sie schon richtig recherchiert sein. Da sind mir Eure Artikel schon deutlich lieber.

Sechzger.de: Es kam ja dann auch nichts mehr von dieser Seite außer dem angesprochenen Artikel, wo zwischen den Zeilen quasi behauptet wird, die Gründung der Damenmannschaft hätte die Verpflichtung eines Spieler für die KGaA verhindert. Seither ist es dort still um Euch, oder?

Hannah Conrad: Das ist ja genau das Traurige. Da wird versucht, auf unserem Rücken Stimmung zu machen. Außerdem ist bekannt, dass sich jede Sparte im Verein selbst tragen muss. Wir suchen unsere Sponsoren selbst und nehmen niemandem Geld weg. Immerhin wurden diese Behauptungen von keinem anderen Medium aufgenommen. Stattdessen hatten wir einen sehr langen Videocall mit einer Journalistin von der Süddeutschen, die sehr interessiert war. Wenn alles wahrheitsgemäß geschrieben wird, dann freuen wir uns über jeden Bericht der über uns kommt. Wir hatten inzwischen auch schon Anfragen von anderen seriösen Medien, z.B. vom Bayerischen Rundfunk und vom Magazin 11FREUNDE.

Sechzger.de: Hannah hat Sponsorengespräche erwähnt. Habt ihr schon Sponsoren?

Vroni Seemann: Wir haben die Förderung der „Unternehmer für Sechzig“ bekommen und sind mit weiteren Sponsoren im Gespräch.

Hannah Conrad: Viele kamen tatsächlich von sich aus auf uns zu.

Vroni Seemann: Wir sind in guten Gesprächen, bald wird es erste Verträge geben. Wir sind für jede Unterstützung durch Sponsoren offen. Es kostet ja schon ein wenig Geld, wenn man das alles halbwegs vernünftig aufziehen möchte. Ich habe am Anfang ganz schön gestaunt, wie hoch die Kosten für das Equipment insgesamt sind. Man braucht 30 Bälle, Pylonen, Leiberl, dieses, jenes usw. Das läppert sich dann zusammen.

Sechzger.de: Es gab ja bis 1982 schon einmal eine Damenmannschaft beim TSV. Habt Ihr da Kontakte oder gibt es den Plan, sich mal mit den damaligen Spielerinnen auszutauschen, wie es damals so war für Sechzig auf Torejagd zugehen?

Vroni Seemann: Ja, da gibt es tatsächlich Kontakt und wir wollen uns auf alle Fälle mit so vielen ehemaligen Spielerinnen wie möglich treffen, um uns über diese Zeit zu informieren, Momentan haben wir erstmal mit uns selbst so viel zu tun, dass noch einige Zeit ins Land gehen wird, bis das umgesetzt werden kann. Demnächst wird es in der Vereinszeitung einen Aufruf an ehemalige Spielerinnen geben, sich bei uns zu melden.

Sechzger.de: Zum Abschluss noch eine Frage. Ihr seid ja alle auch Fans der ersten Mannschaft und geht ins Stadion. Wenn die Profis das entscheidende Spiel um den Aufstieg haben und ihr zeitgleich ein Ligaspiel hättet, was macht Ihr?

Silke Dehling: Wir verlegen unser Spiel. Normalerweise ist das im Amateurbereich kein Problem. Wenn es ein normales Ligaspiel der Profis wäre, geht natürlich das eigene Team vor, also die Frauenmannschaft. In diesem speziellen Fall würden wir versuchen, zu verlegen. Das würde, denke ich, auch jeder Gegner verstehen und uns keine Steine in den Weg legen.

Sechzger.de: Vielen Dank für das ausführliche Interview. Wir werden euren Weg gespannt verfolgen, und wünschen Euch den größtmöglichen Erfolg bei diesem spannenden Projekt.

Vroni Seemann: Danke für Euer Interesse!

Das Interview führten Bernd Winninger und Mane Forster.

 

Rund 400 Teilnehmer bei Online-Mitglieder-Versammlung des TSV 1860 + Treffen mit Ismaik + die Turnhalle kommt

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tsv-1860-online-mitgliederversammlung vorstellung turnhalle

Premiere beim TSV 1860 – Corona-bedingt fand heute die erste Online-Mitgliederversammlung statt. Das Fazit?

Technische Umsetzung:

Technisch war das einwandfrei – Login mit Name und Mitgliedsnummer funktionierte sehr gut, auch die Tonqualität war die ganze Zeit über hervorragend.

Interesse der Mitglieder:

Leider sehr überschaubar. Rund 400 Mitglieder im Schnitt sahen den Ausführungen von Präsidium & Verwaltungsrat zu.

Dauer:

Ziemlich exakt zwei Stunden – Das dürfte der Rekord für eine 1860-Mitgliederversammlung sein.

Darstellung:

Anfangs wirkte 1860-Präsident Robert Reisinger nervös, verhaspelte sich. Später erklärte er: Das Skript mit der Rede schaltete um, ohne Brille tat er sich eher schwer beim lesen. Als es dem Ende zu wieder ins freie Reden ging und die Fragen der Mitglieder beantwortet wurden, war Robert Reisinger so souverän wie er auch auf den Mitgliederversammlungen immer wirkt. Robert spricht vor großem Publikum deutlich besser als vor einer Kamera – und frei viel besser als bei einer vorbereiteten Rede.

Inhalt:

Neben dem üblichen – Mitgliederehrung, Totenehrung, Berichte – besonders Interessant für alle Löwenfans: Die neue Turnhalle kommt – sie soll an der Stelle des jetzigen Parkplatzes stehen. Faszinierend: Obwohl es z.B. in dieser Woche schon Veranstaltungen mit den Anwohnern gab, ist im Vorfeld nichts an die Presse gedrungen und das Konzept wurde heute erstmalig vorgestellt. Benötigt wird allerdings die Zustimmung der KGaA – diese ist jedoch laut Vertrag verpflichtet, dem e.V. einen Platz für eine Turnhalle zur Verfügung zu stellen.

Außerdem interessant: Das Präsidium hat inzwischen wieder direkten E-Mail-Kontakt zu Hasan Ismaik – außerdem ist ein Treffen mit Ismaik vereinbart, wenn er das nächste mal in München ist.

Mitglieder:

Aktuell hat der TSV 1860 München 22788 Mitglieder – alleine 37 neue Lebensmitglieder sind beim TSV 1860 eingetreten. Ein starkes Signal.

Dauerkarten:

Der TSV 1860 hat inzwischen fast 10 000 Dauerkarten verkauft – wie die Karten verteilt werden bei Spielen mit Zuschauerbeschränkung steht noch nicht endgültig fest.

Fragerunde:

Es konnten online Fragen gestellt werden, besonders kritische Fragen waren nicht dabei. Angenehm: Keine Ellenlangen Vorträge die nicht zum Thema gehören wie bei Präsenzveranstaltungen.

Fazit: Technisch gut gelöst, schnell und effizient. Ähnlich wie ein Fußballspiel im Fernsehen: Man sieht alles, es kostet nicht soviel Zeit – aber es fehlt  halt trotzdem etwas.

Auch wenn heute keine Online-Abstimmungen waren, war das doch der Beweis dafür dass es vermutlich nicht tausende Löwenfans in der Republik gibt, die gerne bei einer Mitgliederversammlung des TSV 1860 live dabei wären, wenn es doch nicht nur so weit, teuer und aufwändig wäre.

Interview: Frauenfußball beim TSV 1860 München (Teil 1)

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die Bayerische TSV 1860 Frauen - Löwinnen
TSV 1860 München Frauen beim Training

Seit Anfang August gibt es beim TSV 1860 endlich wieder eine Frauenfußball-Sparte und die ersten Reaktionen darauf waren fast durchwegs positiv. Auch sechzger.de hatte damals berichtet und wird Euch zukünftig über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Kürzlich trafen wir uns mit Spartenleiterin Silke Dehling, Vroni Seemann und Hannah Conrad, um uns über die ersten Schritte der Neu-Löwinnen zu informieren.

Sechzger.de: Hallo! Erstmal danke, dass Ihr drei Euch für uns die Zeit nehmt.

Vroni Seemann: Hallo und ebenfalls danke.

Silke Dehling: Hallo.

Hannah Conrad: Servus.

Sechzger.de: Wie und wann entstand denn die Idee, eine Damenmannschaft bei 1860 zu gründen und damit den Frauenfußball beim TSV 1860 wieder zu etablieren?

Vroni Seemann: Das war irgendwann einmal nach einem Spiel der Löwen, da sind wir zusammengesessen, und haben uns gefragt, warum spielen wir eigentlich nicht selbst Fußball? Zuerst war die Idee eigentlich, eine Freizeitmannschaft, ähnlich wie Weiß-Blau Sechzgerstadion zu gründen. Aber leider – oder Gott sei Dank – ist Damenfreizeitfußball in der Stadt München nicht möglich. Die Idee blieb aber in unseren Köpfen und vor etwa einem Jahr habe ich dann bei einem Spiel der vierten Mannschaft des TSV, in der auch mein Freund spielt, Fußballabteilungsleiter Roman Beer angesprochen und ihn gefragt, was er denn davon hielte.

Sechzger.de: War viel Überredungskunst nötig, um ihn von eurem Anliegen zu überzeugen?

Vroni Seemann: Ich habe sofort gemerkt, dass ich mit meinem Anliegen offene Türen einrenne. Denn die Idee, das zu machen, sagte mir Roman Beer, wäre schon einmal dagewesen, allerdings eher leistungsorientiert und nicht im Rahmen von Breitensport. Er sagte uns, wenn das breitensportmäßig aufgezogen werden soll, müsse sich die Mannschaft – wie jede neue Sparte der Fußballabteilung – selbst organisieren, selbst finanzieren und selbst einen Trainingsplatz finden.

Sechzger.de: War dann die Zusammenstellung der Mannschaft ein langer Prozess oder ging das schnell?

Vroni Seemann: Wir haben dann begonnen, alle, die sich dafür interessiert hatten, zu kontaktieren und in Nullkommanichts waren wir 25 Mädels. Ab da war für uns klar, dass wirklich Interesse da ist und so gingen wir auf die Suche nach einem Trainingsplatz.

Sechzger.de: Ich kann mir vorstellen, dass diese Suche ein schweres Unterfangen gewesen sein dürfte.

Vroni Seemann: Anfangs ja, allerdings kam dann die DFB-Richtlinie, dass die Amateurmannschaften des e.V. nicht mehr am Trainingsgelände trainieren durften, weil sonst das NLZ den DFB Status mit drei Sternen verlieren würde. Da bot uns die Fußballabteilung an, dass sie uns in die Suche nach geeigneten Trainingsplätzen für die Amateurmannschaften gleich einbeziehen. Natürlich hat bei diesen Anfragen der Name TSV 1860 auch eine große Rolle gespielt und wir bekamen für den Sportpark Freiham sofort eine Zusage. So wurde aus dieser anfangs losen Idee ein sehr konkretes und ernstes Projekt.

Sechzger.de: Wie genau sieht dann die Organisation innerhalb der Vereinsstruktur aus?

Vroni Seemann: Wir sind eine Untersparte innerhalb der Fußballabteilung des e.V. und brauchen somit nur eine Spartenleitung. Die hat dann Silke Dehling übernommen. Wir regeln aber eigentlich alles zu dritt. Für eine allein wäre das zu viel Arbeit. Nun hatten wir eine Mannschaft, einen Trainingsplatz, das Organisatorische innerhalb des e.V. war auch geregelt. Wir konnten loslegen!

Sechzger.de: Wie schon in verschieden Medien zu lesen war, werdet Ihr Euch erst ab der Saison 2021/22 für den Spielbetrieb anmelden. In welcher Liga werdet Ihr spielen?

Vroni Seemann: Wir werden wie alle neuen Mannschaften in der untersten Liga beginnen. Bei den Damen ist das die A-Klasse.

Sechzger.de: Wie sieht Euer Zeitplan bis dahin aus? Sind schon Freundschaftsspiele geplant?

Vroni Seemann: Freundschaftsspiele haben wir noch keine ausgemacht. Wir denken, wir sind noch nicht soweit.

Sechzger.de: Wann denkt ihr, wird es soweit sein?

Vroni Seemann: Das kann ich nicht genau sagen. Wir haben momentan eine Torwarttrainerin und einen Interimstrainer, der auch übergangsweise durch einen Co-Trainer unterstützt wird. Wir sind auf der Suche nach einem festen Trainer und führen in dieser Richtung auch schon Gespräche. Sobald wir dann ein richtiges Trainerteam haben und der Trainer uns für bereit hält, wollen wir mit Freundschafts- und Testspielen beginnen.

Silke Dehling: Anfragen für Freundschaftsspiele haben wir schon genug. Gott und die Welt will gegen uns kicken. Wir haben sogar schon Einladungen nach Österreich!

Hannah Conrad: Wir wurden für nächstes Jahr nach Frankfurt zu einem Turnier eingeladen. Allerdings für den Juniorinnenbereich, das können wir leider noch nicht anbieten. Bereits eine Stunde, nachdem die Pressemitteilung von Sechzig über die Gründung der Frauenmannschaft veröffentlicht war, lagen schon Anfragen zu Testspielen bei uns im E-Mail-Postfach. Wir hätten eine Woche nach dem ersten Training schon das erste Testspiel machen können, da das Team sich aber erstmal finden muss und wir auch ein sehr breitgefächertes Leistungsniveau haben, absolvieren wir momentan noch keine Testspiele. So gern wir das auch würden…

Vroni Seemann: Silke z.B. hat zwölf Jahre Vereinsfußball vorzuweisen, Hannah und ich haben mehr oder weniger nur freizeitmäßig gekickt. Wir haben auch Mädels dabei, die noch nie Fußball gespielt hatten.

Sechzger.de: Habt ihr, was den Ligabetrieb angeht, schon eine Ahnung, wer eure Gegner sein werden und wie weit ihr da möglicherweise fahren müsst?

Vroni Seemann: Das ist dann im Kreis München.

Hannah Conrad: Ottobrunn, Haar z.B. ist da dabei.

Sechzger.de: Also keine weiten Reisen.

Silke Dehling: Nein, eher so mit der S-Bahn aufs Land. (lacht)

Hannah Conrad: Es sind nur neun Mannschaften in der Liga, soweit ich weiß. Also hält sich das alles in überschaubaren Grenzen.

Silke Dehling: Ich war auch total überrascht, dass es in der Stadt nur so wenige Damenmannschaften gibt. Bei uns auf dem Land, wo ich herkomme, ist das alles etablierter. Da waren in der Regel deutlich mehr Teams in einer Liga.

Vroni Seemann: Es ist auch so, dass wir sofort in den laufenden Ligabetrieb einsteigen hätten können, weil einige Mannschaften aufgrund der momentanen Situation wohl zurückgezogen haben. Soweit sind wir aber absolut noch nicht. Diese Pause spielt unserem Vorhaben in die Karten. Wir möchten das alles jetzt bis zur Saison 21/22 aufbauen und dann starten.

Sechzger.de: Das ist Eure langfristige Planung. Was sind Eure kurzfristigen Ziele?

Silke Dehling: Unser kurzfristigstes Ziel ist, das Trainerteam zu komplettieren. Wenn das geschafft ist, wollen wir die Anfragen von Spielerinnen, die wir nicht persönlich kennen, abarbeiten und diese einladen. Daraus ergibt sich dann vielleicht die Möglichkeit, bald zwei Mannschaften an den Start zu bringen, in denen die Spielerinnen dann vom Leistungsniveau jeweils näher beieinander liegen. Um dann nächstes Jahr sowohl eine Breitensportmannschaft als auch eine leistungsorientierte Mannschaft zu melden. Das ist uns wichtig, weil wir nicht wollen, dass sich einerseits die besseren Spielerinnen unterfordert fühlen und andererseits sollen die Mädels, die jetzt am Anfang alles aufbauen, auch weiterhin spielen können. Sie nur zur Gründung der Sparte gebraucht zu haben, wäre total gegen das, wofür die Löwenfamilie steht.

Vroni Seemann: Die Unterstützung und den Zusammenhalt der riesengroßen Löwenfamilie haben wir bei den Reaktionen auf die Pressemitteilung schon ganz stark gespürt. Wir haben ja nicht nur Anfragen von Testspielgegnern und Spielerinnen bekommen, sondern auch so unglaublich viele Hilfsangebote verschiedenster Art. Von Fahrangeboten zu Auswärtsspielen bis zur Unterstützung bei der Kommunikation mit dem Verband war da alles dabei. Es ist so unglaublich cool, was dieser Verein, der TSV 1860 München, für einen Zusammenhalt hat! Zu wissen, dass die Löwenfamilie hinter uns steht, gibt uns ganz viel Auftrieb. Uns ist auch echt wichtig, dass wir ein Team sind. Auch falls wir irgendwann mal zwei Mannschaften sind, wollen wir immer ein Team sein. Löwinnen.

Hannah Conrad: Es geht ja eben nicht nur darum, Fußballfans, die kicken wollen, das zu ermöglichen. Wir wollen nicht zwei Jahre irgendwo rumdümpeln und uns nur abschießen lassen. Wir haben ja schließlich – und das wissen wir alle – einen Namen zu vertreten! Dass die Gegner da wahrscheinlich immer 200% geben werden, wissen wir auch. Wir wollen aber auch, dass für jede, die mitmachen möchte, etwas dabei ist und niemand auf der Strecke bleibt.

Sechzger.de: Ihr wollt also das Credo aus der Vereinshymne „die Kameradschaft macht bei Sechzig alles aus“ richtig leben.

Vroni Seemann: Ja, absolut.

Hier klicken für Teil 2 des Interviews; dort geht es u.a. um den Aufbau von Mädchenmannschaften, Sponsoring, die Teamstruktur und Vorurteile! 

Das Interview führten Bernd Winninger und Mane Forster.