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Krause zum OB gewählt: was bedeutet das für’s Grünwalder Stadion?

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Dominik Krause

Am Sonntagabend gewann Dominik Krause von den Grünen mit überraschend großem Abstand die Stichwahl zum Münchner Oberbürgermeister gegen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD). Was bedeutet Krauses Wahl nun für den Um- oder Ausbau des Grünwalder Stadions?

Vorgeschichte: intensive Gespräche zwischen Gernot Mang und Dieter Reiter

Der Wahl vorausgegangen waren intensive Gespräche zwischen dem Löwenpräsidenten Gernot Mang und dem abgewählten OB Dieter Reiter. Mang war spürbar an einem besseren Verhältnis zum Oberbürgermeister interessiert als sein Vorgänger Reisinger, der sich mit dem Alt-OB über Jahre ein “Schwarzer-Peter-Spiel” rund um eine Ertüchtigung und damit einhergehende Mietverpflichtungen für 1860 geliefert hatte. Das führte zu einem jahrelangen Stillstand bei der dringend nötigen Modernisierung des Grünwalder Stadions. Mang gelang es, bei der Stadt München die Erbpacht-Lösung und einen Umbau unter der Führung des TSV 1860 München e.V. zu positionieren. Außerdem wurde die Durchführung einer Machbarkeitsstudie vereinbart. Deren Kosten trägt 1860 und ihre Ergebnisse sollen im Juni vorliegen.

Wie positioniert sich Neu-OB Krause zum Grünwalder Stadion?

Angesichts der aktuellen Herausforderungen für die Stadt München spielte das Stadionthema im Wahlkampf eher eine Nebenrolle. Dennoch traf der frisch gewählte OB Krause auch im Wahlkampf Aussagen zu seiner Sichtweise auf die Zukunft des Grünwalder Stadions. Als Giesinger ist Krause ja nah dran am Stadion und er kennt auch den Alltag der Anwohner. Dazu äußerte er sich sehr positiv: “Das Stadion ist ja nichts Neues und wer da wohnt, der weiß das. Und ich wünsche mir, dass es da auch noch lange bleibt. So als Nachbar vom Stadion quasi. Ich finde es großartig, dass da was los ist und – ja – das ist eine Verkehrbehinderung an den Spieltagen. Aber das heißt auch, dass im Viertel Leute unterwegs sind. Man hört die Fangesänge im ganzen Viertel. Man hört das Stadion und ich finde, das gehört an so einem Standort einfach dazu. Das Stadion war da schon immer und ich wünsche mir, dass es da noch lange bleibt.” Das sind also durchaus positive Aussagen, die den Löwenfans Mut machen sollten, dass Krause sich für eine Modernisierung des Grünwalder Stadions einsetzen wird.

Krause verspricht 1860 Gespräche auf Augenhöhe

Für den frisch gewählten OB gehört das Sechzgerstadion “zur DNA unseres Viertels.” Denn Giesing sei noch “nicht so geschleckt”, woran das Stadion großen Anteil habe. Giesing ohne Grünwalder Stadion kann der 35-Jährige sich gar nicht vorstellen. Und das obwohl er gar kein Fußballfan ist. Auf Einladung des ehemaligen 1860-Verwaltungsrates Christian Waggershauser war Krause beim 2:1-Sieg gegen Erzgebirge Aue erstmals im Grünwalder Stadion. “Die Stimmung war super, ein rundum gelungener Abend,” sagte Krause über seinen Spielbesuch zur AZ. Auch er hält das Erbpachtmodell für den “richtigen Weg”. Krause wollte im Wahlkampf den Ball flach halten und “keine Versprechen machen, die ich später nicht halten kann”. Vor dem Hintergrund der Budgetknappheit der Landeshauptstadt ist für Krause aber auch klar: “Wenn wir als Stadt eine hohe Summe Steuergeld investieren, dann muss am Ende auch eine moderne Spielstätte stehen.” Das sehen die Löwenfans sicher auch so. Er verspricht: “Ich werde mit den Löwen auf Augenhöhe sprechen, vertraulich und wertschätzend.” Hoffen wir, dass Gernot Mang die Gespräche spätestens nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie in diesem Spirit mit dem neuen OB aufnehmen kann.

Sechzig um Sieben: Analyse der 1:2-Niederlage in Duisburg

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Sechzig um Sieben: Regionalliga-Match in Vilzing

Mit einer 1:2-Niederlage im Gepäck machte sich die Löwen am Sonntag auf den Heimflug aus Duisburg. Am gestrigen Montag wurde das Spiel bei uns noch einmal eingehend aufgearbeitet. Zudem wurde bekannt, dass die Footballer der Munich Ravens ein Spiel im Grünwalder Stadion austragen werden. Was sonst noch alles los war rund um Münchens große Liebe lest ihr auch heute wieder in Sechzig um Sieben.

Analyse der 1:2-Niederlage in Duisburg

Sehenswerte Bilder haben uns die zahlreichen Duisburg-Fahrer aus der Redaktion mitgebracht. Die schönsten haben für Euch in der Bilder-Galerie zum Spiel zusammengetragen. “Wir haben ein gutes Spiel gemacht”, sagte Löwen-Coach Markus Kauczinski nach dem Spiel in Duisburg. Weitere Stimmen zum Spiel findet ihr natürlich wieder bei uns.

Giesinger Gedanken: Ein seltsamer Tag

Seinen Sonntag hat in den Giesinger Gedanken Benedikt Niedergünzl zusammengeschrieben. Denn neben der knappen Niederlage der Profis gab es da ja auch noch eine nicht ganz unbedeutende Wahl in der bayrischen Landeshauptstadt. Aber lest selbst in unseren Giesinger Gedanken. 

Rafati bestätigt die Schiedsrichter-Entscheidungen

In seine Analyse auf liga3-online.de erklärt Schiedsrichter-Experte Babak Rafati heute wieder die drei strittigen Szenen und bestätigt dabei, dass Referee Richard Hempel stets richtig lag. Hier geht’s zum Artikel.

Munich Ravens spielen im Sechzgerstadion

Die Munich Ravens eröffnen ihre erste Saison in der neuen European Football Alliance am 17. Mai 2026 mit einem Heimspiel gegen die Raiders Tirol im Grünwalder Stadion. Dass sie für so ein besonderes Auftaktspiel lieber die Bühne in Giesing wählen als ihre übliche Spielstätte in Unterhaching, ist durchaus nachvollziehbar. Die Ravens wollen den Sport damit stärker ins Herz von München bringen. Hier lest ihr den kompletten Artikel. 

Auswärtssieg für Dritte und Vierte

Am Sonntag mussten sowohl der TSV 1860 III als auch die Vierte auswärts ran – und beide Teams kehrten mit drei Punkten mehr auf der Habenseite nach Giesing zurück. Die Dritte gewann bei der DJK Pasing, die Vierte setzte sich beim Turnerbund durch. Zu den Spielberichten geht es hier lang.

Top-informiert in den Dienstag

Damit geht ihr schon wieder top informiert in den Dienstag. Freut Euch heute auf einen Artikel, was die Bürgermeister-Wahl für das Grünwalder Stadion bedeuten könnte, auf die neue Ausgabe des sechzger.de-Talks und vieles mehr.

Rafati bestätigt: Hempel lag drei Mal richtig

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Rafati bestätigt: Hempel lag drei Mal richtig

Die Löwen kehrten am Sonntagabend ohne Punkte vom Spitzenspiel aus Duisburg zurück. Beim 1:2 lieferten die Münchner zwar eine ordentliche Vorstellung ab, konnten sich aber selbst nicht belohnen. In seine Analyse auf liga3-online.de erklärt Schiedsrichter-Experte Babak Rafati heute wieder die drei strittigen Szenen und bestätigt dabei, dass Referee Richard Hempel stets richtig lag.

Klarer Elfmeter an Haugen

Der Strafstoß für die Löwen, den Jacobsen zum 1:1 verwandelte, war berechtigt. So schreibt Rafati über die Szene:

Im Strafraum spielt Haugen seinen Gegenspieler Casar aus. Dieser will noch versuchen, an den Ball zu kommen, indem er den Fuß herausnimmt. Allerdings verpasst er das Spielgerät, stellt stattdessen Haugen ein Bein und bringt ihn dadurch zu Fall. Das ist ein Foulspiel und somit ist die Elfmeterentscheidung richtig.

Platzverweis gegen Jacobsen berechtigt

Auch am Platzverweis gegen Jacobsen gab es laut Rafati nichts zu rütteln. Jacobsen sah kurz vor Ende der regulären Spielzeit Gelb, als Haugen an der Mittellinie gelegt wurde und nach einem taktischen Foul in der Nachspielzeit zeigte Hempel die Ampelkarte. Rafati schreibt dazu:

Kother wird im Mittelfeld angespielt, tickt den Ball an und kann in eine aussichtsreiche Chance auf der linken Seite kommen. Allerdings kommt Jacobsen in den Zweikampf und will mit hoher Intensität vor dem Gegenspieler am Ball sein, verpasst aber das Spielgerät. Stattdessen trifft er seinen Gegenspieler Kother am Fuß und bringt ihn zu Fall. Das ist ein klares Foulspiel, bei dem eine gute Angriffschance unterbunden wird, sodass die gelbe Karte, die dann für den bereits gelb-verwarnten Jacobsen zur Ampelkarte führt, eine richtige Entscheidung ist.

Kein Foul an Philipp vor dem 2:1

Heiß diskutiert wurde auf der langen Heimfahrt unter den Löwenfans die Szene beim 2:1 von Duisburg, als Philipp kurz vor dem eigenen Strafraum nach einem Zweikampf zu Fall kam, das Spiel aber weiterlief. Dazu schreibt Rafati:

Bei diesem Zweikampf orientiert sich Tugbenyo nur zum Ball und hat den Blick auch nur zum Spielgerät. Philipp wiederum orientiert sich nur zum Gegenspieler, und dann kommt es zum Zusammenprall, für den man keinen Freistoß – weder für den Angreifer noch für den Verteidiger – verhängen kann. Eine richtige Entscheidung, weiterspielen zu lassen und den anschließenden Treffer anzuerkennen.

Am Schiri lag es auf jeden Fall nicht

Auch der Kicker bewertete die Leistung des Schiedsrichters Richard Hempel aus Dresden mit der Note 2,5. Eines ist klar: Am Schiedsrichter lag es gestern auf jeden Fall nicht…

Giesinger Gedanken: Gestern war ein seltsamer Tag

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sechzger stadion tsv 1860 Grünwalder Stadion Stadt München
TSV 1860 - Osnarbrück, by CR-Fotos

Gestern war ein seltsamer Tag. Die ersten 45 Minuten gehörten spielerisch wohl zum Besten, was man von den Löwen in letzter Zeit gesehen hat — und das ausgerechnet bei der heimstärksten Mannschaft der 3. Liga. Umso bitterer, dass man genau dieses Spiel am Ende verliert. Die Liga ist so eng beieinander, dass man die Saison noch nicht abschreiben darf. Trotzdem war diese Niederlage natürlich ein massiver Dämpfer für die Aufstiegshoffnungen. Andererseits war die Saison bislang viel zu sehr eine Achterbahnfahrt, um sie jetzt schon für beendet zu erklären.

Gestern war ein seltsamer Tag

Wie eine Aufholjagd aussehen kann, hat gestern Dominik Krause von den Grünen gezeigt. Er fällt nicht nur durch seinen verbindenden Ton und sein positives Auftreten auf, sondern auch durch progressive Ideen. Das heutige Interview mit ihm in der SZ ist sehr empfehlenswert, weil er genau den Ton anschlägt, den man sich von einem Politiker wünscht. Natürlich hat er auch von der “FC-Bayern-Äffare” um Alt-OB Reiter profitiert — und ja, es ist immer noch schön, “FC-Bayern-Affäre” zu schreiben.

Dass Krause in Giesing wohnt und sich bislang sehr positiv zum Sechzgerstadion und dessen Entwicklung geäußert hat, macht Hoffnung, dass man auch hier zu besseren Lösungen kommen kann, als sie mit Dieter Reiter möglich gewesen wären.

Wie geht es weiter mit den Löwen?

Was progressive Bürgermeister mit Visionen bewegen können, zeigen Städte wie Paris (dieser Weg wurde durch die Wahl gestern bestätigt) oder Kopenhagen. Und damit bin ich bei der Frage, welche Vision es für die Entwicklung von Sechzig gibt. Dort wird gerade vieles richtig gemacht. Es ist beeindruckend, wie viele neue Sparten und Abteilungen in letzter Zeit gegründet wurden.

Das zeigt sich auch am neuen Mitgliederhöchststand von knapp 27.500. Die Zahl der aktiven Mitglieder wächst stetig. Allein die neu gegründete Radsportabteilung zählt bereits 115 Mitglieder, Cricket und Rugby jeweils 50. Die Boxer sind aktuell sogar einer der besten Boxvereine Deutschlands. Viele Abteilungen mussten inzwischen einen Aufnahmestopp verhängen, weil sie an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Jetzt gilt es, mit den Strukturen nachzuziehen. Dafür braucht es auch die Unterstützung eines visionären Oberbürgermeisters. Da dürfte es kaum ein Nachteil sein, wenn der neue OB aus Giesing kommt und die Infrastrukturprobleme — beziehungsweise die vielerorts fehlende Infrastruktur — aus eigener Anschauung kennt. Eine neue Halle als Heimat für verschiedene Abteilungen und Mitglieder ist dringend notwendig.

Bis zu 30.000 Zuschauer in Giesing möglich?

Beim Stadion ist man schon einen Schritt weiter. Bald soll das Ergebnis der Machbarkeitsstudie veröffentlicht werden. Dem Vernehmen nach scheint eine Kapazität von 25.000 bis 30.000 Zuschauern am Standort des Grünwalder Stadions durchaus möglich zu sein. Auch für die stärkere Einbindung von Spielern aus dem eigenen NLZ hat man mit Manfred Paula als neuem Geschäftsführer der KGaA den richtigen Mann.

In Kombination mit Markus Kauczinski, den er als Trainer verpflichtet hat und der durch seine sympathische und bodenständige Art der erste Trainer seit langer Zeit ist, hinter dem die ganze Fanlandschaft steht, ist man hier sehr gut aufgestellt. Wenn man dieser Saison eines zugutehalten kann, dann, dass die Spieler aus dem NLZ alle Erwartungen übererfüllt und das in sie gesetzte Vertrauen mehr als gerechtfertigt haben — allen Unkenrufen aus manchen Ecken des Internets zum Trotz.

Die Hoffnung auf eine gemeinsame Vision

In Deutschland können, abgesehen von vielleicht drei oder vier Vereinen, letztlich nur die Klubs dauerhaft überleben, die Transfererlöse erzielen. Am nachhaltigsten funktioniert das mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum. Gleichzeitig stärkt das auch die Identifikation der Fans mit der Mannschaft. Eine wirklich nachhaltige Strategie lässt sich allerdings erst dann entwickeln, wenn endlich Klarheit über die künftige Gesellschafterstruktur herrscht.

Aber auch schon vor dieser Klärung wäre es wichtig, dass sich die Fans hinter einer gemeinsamen Vision versammeln. Konstruktive Kritik an einem eingeschlagenen Weg ist jederzeit legitim. Dann sollte man jedoch bitte auch einen realistischen alternativen Weg aufzeigen. Nur dagegen zu sein, reicht nicht — und vergiftet am Ende lediglich das Klima.


Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Titelbild: CR-Fotos

Munich Ravens spielen American Football im Grünwalder Stadion

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1860 Grünwalder Stadion Corona

Die Munich Ravens eröffnen ihre erste Saison in der neuen European Football Alliance am 17. Mai 2026 mit einem Heimspiel gegen die Raiders Tirol im Grünwalder Stadion. Dass sie für so ein besonderes Auftaktspiel lieber die Bühne in Giesing wählen als ihre übliche Spielstätte in Unterhaching, ist durchaus nachvollziehbar. Die Ravens wollen den Sport damit stärker ins Herz von München bringen.

Munich Ravens spielen im Grünwalder Stadion

Nach Angaben von General Manager Sean Shelton verstehen die Ravens das Spiel auch als Signal dafür, dass Football in Deutschland wächst. Er betonte, man habe sich schon länger gewünscht, den Sport mitten in München präsentieren zu können. Zugleich hob er hervor, dass man das Grünwalder Stadion mit großem Respekt betrete und sich der besonderen Bedeutung des Stadions, gerade auch in Verbindung mit dem TSV 1860 München, bewusst sei. Laut Bericht habe es dazu auch gute Gespräche mit den Löwen gegeben.

Wichtig ist aber auch: Es handelt sich um ein besonderes Eröffnungsspiel und nicht um einen dauerhaften Standortwechsel. Die reguläre Spielstätte der Ravens bleibt weiterhin der Sportpark Unterhaching, wo sie ihre übrigen Heimspiele austragen sollen. Das Gastspiel im Grünwalder ist also klar als Ausnahme und als besonderes Event zum Saisonstart gedacht.

Stimmen zum Spiel: MSV Duisburg – TSV 1860

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In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Nachfolgend geht es um die späte und etwas unglückliche 1:2-Niederlage, die am frühen Sonntag Abend in Duisburg zu beklagen war, nachdem 1860 zuvor eine durchaus engagierte Leistung auf den Rasen gebracht hatte.

Thomas Spiesl (Redakteur sechzger.de):

Das war eines der besten Spiele der Löwen in den letzten Wochen. Leider wurde es nicht belohnt. Mutiger Auftritt aber zwei Mal nicht aufgepasst und Duisburg mit einem unverdienten Heimsieg. Weiterhin alles drin und der Auftritt macht Lust auf die nächsten Wochen.
Schöner Ausflug nach Duisburg, sehr freundlicher Empfang und super Stimmung trotz Arsch-Anstoßzeit.

Markus Kauczinski (nach dem Spiel bei bei MagentaSport):

…dass wir mit der zweiten Halbzeit nicht zufrieden sein können. Wir haben so viele leichte Bälle verloren. Duisburg hat drei, vier harte Zweikämpfe gegen uns gehabt, wo wir die Bälle zu leicht hergeben und dann auch die Tore einfach zu leicht fallen, wo Duisburg einfach gedankenschneller war. Das geht zu leicht. (…) Wir haben (in der ersten Halbzeit, Anm. d. Red.) ein gutes Spiel gemacht, haben auch die Möglichkeiten, einmal durch Sigi. Wir haben auch in der zweiten Halbzeit kein schlechtes Spiel gemacht, fußballerisch. Aber am Ende hast du dann über diesen Fußball zu leicht die Bälle verloren. Hast dann zu viel gespielt, wo man einfacher und schneller nach vorne spielen kann.

Uli (Löwenfan aus Hamburg, der hier regelmäßig zu Wort kommt):

Hat sich der Ausflug gelohnt? Jawoll, hat er. Natürlich habe ich auch in den Haufen mit Pappschachteln voll Currywurstsoße getreten nach dem Duisburger Siegtreffer. Aber nicht aus Frust über die Leistung, sondern weil sie diesmal nicht belohnt wurde. Von Duisburg habe ich anfangs mehr erwartet. Und hinterher? Ja, da kann man sagen, hätte mehr rausspringen dürfen. Stattdessen springt und kullert der Ball zweimal durch unseren Strafraum und geht erst ins Tor, als Dähne platt am Boden liegt. Toll gekämpft, gute Unterhaltung!
In der S-Bahn hörte ich dann folgende Spielanalyse eines Duisburgers: „Scheiße, sind wir gut. Wir sind nicht ‚gut‘. Aber wir sind gut.“ Wie gerne hätte ich diesen Satz heute mit drei Punkten am Ende gesagt. Aber vielleicht, wie ein italienischer Freund und Löwenfan mir schrieb, auf Latein, er ist Professor: Post tenebras lucem spero, sed nondum apparet. Frei übersetzt: Nach der Dunkelheit kommt das Licht – nur bei den Löwen lässt‘s sich noch ein bisschen Zeit.

Dietmar Hirsch (Trainer Duisburg bei MagentaSport):

Ich hab gelitten, weil das Ergebnis natürlich knapp war, logisch. Und sehr emotional. Aber ich bin mächtig stolz auf die Jungs. Also unfassbar heute. (…) Ich bin erstmal stolz, weil wir heute teilweise mit Spielern gespielt haben, die sind ganz jung, die haben selten gespielt. Gegen ne Top-Mannschaft mit dem besten Kader. (…) Man muss verstehen: Kapitän heut nicht dabei, Vizekapitän nicht dabei. Mit Paddy Sussek einer unserer Top-Scorer nicht dabei. Und dann so ne Leistung. Erste Halbzeit fand ich von beiden Mannschaften sehr taktisch geprägt. Man muss sich erstmal trauen, gegen Sechzig – auch wenn’s zu Hause ist – Mann-gegen-Mann zu spielen mit der jungen Truppe. Haben wir gut gemacht. Dann gehen wir in Führung, kriegen den Ausgleich und dann wollen wir das Spiel halt gewinnen. Haben auf Viererkette umgestellt, Tempo gebracht. Und sind dann belohnt worden. Da ziehe ich den Hut vor, wie die Jungs das umgesetzt haben.

Kevin Volland (nach dem Spiel bei MagentaSport):

Ich fand, dass wir in der ersten Halbzeit ein sehr gutes, ein sehr dominantes Spiel gemacht haben. Auch in der zweiten Halbzeit, eigentlich, waren wir heut definitiv nicht die schlechtere Mannschaft. Es fehlt halt am Ende in so Spielen am Detail. Dass wir da einen Fuß davor bekommen, dass wir vielleicht ein, zwei Chancen besser ausspielen, dass wir schärfer auf den Abpraller sind. In so, sag ich mal, Top-Spielen gegen direkten Konkurrenten musst du halt einfach schauen, dass du genau solche Fehler dann nicht machst und dich dann eigentlich belohnst, für so ne Leistung, weil des war heut schon mit unser bestes Spiel normalerweise.

Ralf Koss (MSV-Fan, Fußball-Literat und regelmäßiger Gast im sechzger.de Talk):

Ein Spiel mit einem Siegtor in der 90. Minute wirkt schon mal grundsätzlich immer sehr begeisternd. Wenn dieses Siegtor aber zudem nach zweimaligem, mehr als üblichem Zeitspiel des Gegners geschieht, erhält die Begeisterung zudem noch so was wie moralische Genugtuung. Verdient an der Stelle, wenn man sich so das Unentschieden wahrscheinlich machen möchte. Zumal das völlig unnötig war, weil 1860 ja eigentlich selbst die Chance auf den Sieg noch hatte. Nach dem Ausgleich sah es ja auch so aus, als sei es die Absicht, in Duisburg zu gewinnen. Die erste Halbzeit machte für dieses Vorhaben doch auch zuversichtlich. Spielerisch deutlich ambitionierter als der MSV hatte ich Sorgen vor dem Gegentor. Und der Ausgleich kam zur rechten Zeit, als das Spiel zu kippen drohte, spätestens mit  Duisburger Führung. Danke also nach München für euren Anteil am Sieg des Zebras!

 

Fotogalerie zu MSV Duisburg – TSV 1860 München

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fotogalerie msv duisburg tsv 1860

Mit einer bitteren Last-Minute-Niederlage im Gepäck mussten die Löwen gestern Abend die Heimreise aus dem Pott antreten. Trotz einer ansprechenden Leistung musste sich Münchens große Liebe den Zebras geschlagen geben. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim MSV Duisburg.

Fotogalerie zu MSV Duisburg – TSV 1860 München

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben. Darüber hinaus könnt Ihr uns auch auf Instagram oder mittels der sechzger.de App (Android & iOS) folgen!

TSV 1860 III & IV siegen auswärts

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Am Sonntag mussten sowohl der TSV 1860 III als auch die Vierte auswärts ran – und beide Teams kehrten mit drei Punkten mehr auf der Habenseite nach Giesing zurück.

TSV 1860 III siegt auswärts bei DJK Pasing

Einen wahren Blitzstart legte die Dritte in Pasing hin und führte nach 22 Minuten bereits mit 4:0. Jannis Schloßer (10.), Kenyan Price (14.), Philipp Baumann (20.) und Josef Tohmaz (22.) brachten die Löwen schon früh auf die Siegerstraße. Nach der Pause hielt ein wenig der Schlendrian Einzug und nach den Gegentreffern durch Ingo Evertz (59., Elfmeter) und Dominik Oberleitner (64.) wackelte der TSV 1860 III kurz, fuhr am Ende jedoch einen souveränen 4:2-Auswärtssieg ein.

Da der FC Fürstenried nur unentschieden spielte und der SV München West gar verlor, liegen die Löwen in der Tabelle der Kreisliga als Viertplatzierter nur noch zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz. An der Tabellenspitze zieht der FC Kosova einsam seine Kreise.

Vierte gewinnt beim Turnerbund

Auch bei der 4. Mannschaft des TSV 1860 gab es Grund zum Jubeln. Die Löwen siegten in einem spannenden Schlagabtausch mit 6:3 beim TSV Turnerbund. Zur Pause hatte die Vierte durch Treffer von Manase Mbimbu (33.) und Alexander Petö (40.) mit 2:0 geführt, ehe die Gastgeber nach dem Seitenwechsel durch Simon Trump (53.) und Dominik Polanetzki (65.) ausglichen.

Quasi im Gegenzug brachte Jannick Baumer den TSV 1860 jedoch wieder in Führung (66.) und dann rollte der Löwenexpress. Erneut Mbimbu (72.), Seyhan Celik (76.) und Timo Steinert (88.) bauten die Führung aus, ehe Dominik Höfner in der 89. Minute für den Turnerbund zum 3:6 einnetzte. In der Tabelle verbesserten sich die Löwen auf Platz 9 der Kreisklasse.

Drei Punkte holte die Vierte beim TSV Turnerbund

Sechzig um Sieben: Löwen verlieren spät in Duisburg

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Als diese Zeilen geschrieben werden, scheiden sich im Zug noch die Meinungen, ob der Aufstieg abgeschrieben werden kann oder nicht. Fakt ist, es wird jetzt auf jeden Fall schwieriger. Die Löwen verlieren spät und unnötig in Duisburg, mehr dazu und weitere Spielberichte jetzt bei Sechzig um Sieben.

Späte Niederlage in Duisburg

In einer der besten Vorstellungen im Jahr 2026 musste sich der TSV 1860 München am Ende spät geschlagen gegeben. Die Löwen kassierten in Duisburg ein spätes 1:2 und konnten sich am Ende nicht selbst belohnen. Den Spielbericht findet ihr hier.

U21 dreht Spiel gegen Türkgücü

Alles andere als ein Spaziergang war der Auftritt der U21 des TSV 1860 beim Tabellenletzten Türkgücü München. Nach Rückstand zur Pause setzte sich der Spitzenreiter der Bayernliga Süd doch noch knapp mit 2:1 durch. Mehr dazu hier.

Löwinnen I am Wochenende siegreich

Im Spitzenspiel der Kreisklasse punktete die U23 der Löwinnen trotz langer Unterzahl gegen den SV Laim. Die Erste feierte einen Kantersieg gegen den TSV Solln und auch die U15 sorgte für ein Ausrufezeichen.

U17 und U19 erfolgreich

In der DFB Nachwuchsliga setzte sich die U17 des TSV 1860 München am Samstag bei Jahn Regensburg durch. Bereits am Freitag besiegte die U19 den FC Ingolstadt 04 in einem Testspiel. Die Spielberichte findet ihr hier.

News aus der 3. Liga

Ergebnisse:

SV Wehen Wiesbaden – FC Hansa Rostock 0-1
SV Waldhof Mannheim 07 – FC Erzgebirge Aue 2-1
FC Ingolstadt 04 – Aachener TSV Alemannia 1-2
SSV Jahn Regensburg – TSV Havelse 1912 5-2
FC Energie Cottbus – SSV Ulm 1846 Fußball 1-1
1. FC Schweinfurt 05 – VfB Stuttgart 1893 II 3-1
SC Verl 1924 – 1. FC Saarbrücken 3-0
TSG Hoffenheim 1899 II – VfL 1899 Osnabrück 0-1
MSV 02 Duisburg – TSV 1860 München 2-1
FC Viktoria Köln 1904 – Rot-Weiss Essen 1-2

1:2 beim MSV – Hochklassiges Spitzenspiel in Duisburg

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Hochklassiges Spitzenspiel in Duisburg

Ein echtes Traditions-Duell und zugleich ein echtes Spitzenspiel war das Auswärtsspiel der Löwen am Sonntag beim MSV Duisburg. Wie schon in der Löwenrunde angekündigt stellte Trainer Markus Kauczinski seine Startelf im Vergleich zum 0:0 gegen den SV Wehen-Wiesbaden um. Für den verletzten Dordan kehrte Jacobsen zurück ins Aufgebot. Zudem starteten Steinkötter für Wolfram und Lippmann für Rittmüller. Die knapp 25.000 Zuschauer darunter etwa 1.800 Löwen-Anhänger bekamen von Beginn an ein gutes Spiel zu sehen.

Löwen beginnen offensiver ausgerichtet

Die Gäste fanden von Anfang an gut in die Partie und agierten offensiver ausgerichtet, als zuletzt. Steinkötter fungierte als hängende Spitze auf dem linken Flügel und erarbeitete sich einige Bälle. Auf Großchancen warteten die Fans jedoch auf beiden Seiten vergebens. Ein Fernschuss von Volland und ein verunglückter Kopfball nach einer Ecke waren die ersten Versuche der Gäste, Duisburg versuchte es ebenfalls aus der Distanz, konnte Dähne aber nicht in Verlegenheit bringen.

Leistungsgerecht torlose erste Hälfte

Während viele damit gerechnet hätten, die Löwen würden sich in der Defensive verschanzen und auf Konter laufern, agierten die Sechzger nach vorne wesentlich bemühter. Die Defensive stand dennoch bombensicher und ließ die heimstarken Duisburger zu keinem Zeitpunkt zur Entfaltung kommen. So ging es nach 45 spannenden Minuten mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Katakomben. Die beste Chance für Sechzig hatte Kevin Volland, der aus 20 Metern am Innenpfosten scheiterte. Sechzig war der Führung in Summe näher als die Zebras.

Hochklassiges Spitzenspiel in Duisburg

Die Stimmung im Stadion war im ersten Durchgang auf beiden Seiten bestens, kein Wunder bei Frühlings-Wetter und einem hochklassigem Spitzenspiel in Duisburg. Schade nur, dass sich die Löwen gegen überraschend passive Hausherren im ersten Durchgang nicht für einen engagierten Auftritt mit der Führung belohnen konnten.

Löwen bleiben am Drücker

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste auch weiterhin die aktivere Mannschaft. Doch Duisburg nutzte eine Standardsituation und ging nach einer Ecke in der 60. Minute aus dem Nichts in Führung, als die Zuordnung in der Sechzger-Defensive nicht stimmte und die Löwen nicht früh genug auf den zweiten Ball schoben. Doch Münchens große Liebe ließ sich auch vom 1:0 nicht schocken und schlug keine zehn Minuten später zurück.

Haugen gelegt – Jacobsen verwandelt

Das Spiel nahm an Fahrt auf, die Zuschauer brachten nun Feuer ins Spiel und Sechzig glich hochverdient aus. Haugen wurde im Strafraum von den Beinen geholt und Jacobsen verwandelte den fälligen Strafstoß gewohnt sicher zum 1:1. Sechzig blieb die aktiverer Mannschaft und hatte mehr Zug zum Tor. Wirklich zwingend wurden die Löwen trotz deutlicherer Vorteile in Sachen Spielanteilen aber nicht mehr.

Ideenlose Duisburger mit Lucky Punch

Überraschenderweise schienen die Duisburger mit dem Remis eher zufrieden als die Löwen. Kauczinski brachte für die Schlussviertelstunde noch Philipp für Steinkötter aufs Feld. Sechzig rannte weiter an, hatte durchaus Halbchancen, blieb aber ungefährlich.

Auf der Gegenseite setzten die Zebras den Lucky Punch: Tugbenyo traf den Pfosten, Töpken staubte ab. 2:1 für Duisburg, wahnsinnig bitter für den TSV 1860, der in der Schlussphase eigentlich das aktivere Team stellte. Insgesamt war Sechzig vor 24.394 Zuschauern nach einer der besten Vorstellungen in der Rückrunde näher am Dreier und hätte sich diesen auch verdient gehabt – auch weil die Duisburger sehr passiv agierten und von ihrer Heimstärke im Spielverlauf nicht viel zu sehen war. In der Nachspielzeit sah Jacobsen noch Gelb-Rot und fehlt somit gegen Waldhof Mannheim.

War es das mit dem Aufstieg?