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Müller gegen TSV 1860 GF-GmbH: Zweite Runde vor dem Landgericht

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Atrium im Lenbachblock, Neue Maxburg, Justizgebäude am Lenbachplatz

Uns ist nicht wirklich klar, worum es genau geht. Es fehlen wichtige Dokumente – insbesondere der Bridge-Loan-Vertrag aus 2023 – und weitere Vorträge von sowohl Kläger- als auch Beklagtenseite. Das war der Tenor, der die gesamten Einlassungen des Vorsitzenden-Richters begleitete, der den Termin aus diesem Grund schon verschieben wollte, sich aber dann aus Planungsgründen doch dagegen entschieden hatte. Gewisse Informationen erlangte man bisher z.B. nur aus der Zeitung.

Diese Aussagen waren doch überraschend, als heute um 9:36 Uhr die zweite Runde des Prozesses von Ex-Geschäftsführer Oliver Müller gegen die TSV München von 1860 Geschäftsführungs GmbH begann. Der Vorsitzende-Richter König empfing die Parteien kurzfristig im Saal 101, nachdem aller Wahrscheinlichkeit nach mit mehr Publikum gerechnet worden war. Im Vergleich zum ersten Termin vor dem Arbeitsgericht hielt sich der Andrang aber in Grenzen, nur die üblichen Verdächtigen aus der Münchner Presselandschaft und eine Handvoll weiterer Interessierter fanden sich am Lenbachplatz 7 ein. Insgesamt war es die zweite Runde, jedoch die erste am Landgericht München an den das Verfahren verwiesen worden war.

Zweite Runde, die erste am Landgericht

Trotz dem schon am Arbeitsgericht eine außergerichtliche Einigung nahegelegt worden war und auf Seiten des e.V. neues Personal am Ruder ist, gab es bis auf ein Treffen am 13.10. keine weiteren offiziellen Verhandlungen. Bei diesem Termin hatte die Müller-Seite ein Angebot von 383 000€ vorgelegt, was der TSV 1860 abgelehnt hat. Ein Gegenangebot wurde nicht unterbreitet. Verwunderung über das Ausbleiben eines Vergleichs brachte zum Ende hin auch der neue Richter zum Ausdruck, da dies eigentlich ein klarer Fall für eine Einigung sei.

Während Oliver Müller wieder mit seinem Anwalt Christian Vogt (Partner bei Michael & Siebert in FFM) vor Ort war, gab es diesmal auf Seiten des TSV neue Gesichter. Statt nur einem Anwalt von einer kleinen Kanzlei aus Fulda, saß heute Präsident Gernot Mang auf der Beklagtenseite. Vertreten wurde die GF-GmbH von Dr. Kathrin Bürger, ihres Zeichens managing Partner bei der Großkanzlei Seitz. 

Fehlende Informationen, Gericht bleibt vorläufig

Die zu Beginn ausführlich geschilderten Einschätzungen des Gerichts blieben alle unter Vorbehalt, da elementare Informationen fehlen. Bisher kommen die Richter zu der Sichtweise, dass der wichtigste Vorwurf zu Begründung der Entlassung Müllers in dem mutmaßlich (in Teilen) nicht gerechtfertigten Abruf von 2,9 Mio. € aus einem Überbrückungskredit liegt. Nach meinem bisherigen Kenntnisstand handelt es sich hierbei um ein Darlehen aus 2021, aufgrund von verschiedenen anwaltlichen Einschätzungen, etc. ist aber noch nicht endgültig geklärt ob nicht doch eine ähnliche Vereinbarung aus 2023 gemeint sei.

Diese Vorwürfe gepaart mit der Drucksituation, in der sich die Gesellschaft nach dem angedrohten Rückzug des Investors befunden hatte, sieht das Gericht als die im Kern zu klärende Frage an. In diesem Zuge soll nämlich eine “Überziehung” – ungeklärter Art – von 400 000€ erfolgt sein, die maßgeblich zur Eskalation der Zerwürfnisse beigetragen haben soll. Auch hier drückte das Gericht sein Unverständnis aus, wie ein solcher Vorgang einseitig durchgeführt worden sein soll.

Bei all diesen Punkten steht aber immer noch die “2-Wochen-Frist” im Raum, nach der eine fristlose Kündigung innerhalb von 14 Tagen nach Bekanntwerden der Verfehlungen ausgesprochen werden muss. Hier liegt die Nachweispflicht beim TSV 1860 und eine Verletzung dieser Regelung würde die Kündigung rechtswidrig machen.

Bezüglich des Darlehensabrufs gibt es außerdem den Vorwurf der Verletzung der Informationspflichten durch den Ex-Geschäftsführer. Diesen sah das Gericht erstmal als plausibel an, woraufhin sich in weiterer Folge Oliver Mueller zu Wort meldete. Er wurde zwar unter Verweis auf die Verfahrensregeln vom Richter gestoppt, gab aber zu Protokoll, dass im Vorhinein alle relevanten Gremien informiert worden wären.

Aufsichtsrat schaltet sich ein und prüft Forderungen

Grundsätzlich wurde von beiden Parteien Einigungsbereitschaft signalisiert, man sei aber in der tatsächlichen Ausgestaltung noch Meilen weit voneinander entfernt. Gernot Mang bezeichnete die von Müller aufgerufene Summe und ihr Zustandekommen als “nicht seriös”, eine Einschätzung, die der Vorsitzende-Richter nicht teilte.

Seit dem 03.10. gibt es aber ein weiteres Hindernis. Der Aufsichtsrat der KGaA hat die Prüfung von Schadensersatzansprüchen in Höhe von 400 000€ aus einer sogenannten D&O Versicherung eingeleitet. Dies ist eine Versicherung die Gesellschaften auch im Innenverhältnis gegen Schaden aus Fehlverhalten ihrer leitenden Angestellten schützt. Gegenstand dieses Versicherungsverfahrens sind fünf der sieben auch vor Gericht vorgebrachten Anschuldigen. Da die Müller-Seite hier aktuell an einer Erwiderung bzw. Stellungnahme arbeitet sind Einlassungen hierzu nicht möglich und etwaige Verhandlungen müssen warten.

Dieses Vorgehen des Aufsichtsrates bezeichnete Oliver Müller heute energisch als einen weiteren Versuch des Investors Druck auf den Verein und die Fußballfirma aufzubauen, wie es auch nach dem Darlehensabruf geschehen sei. Dies wurde von der 1860-Anwältin natürlich sofort dementiert, obwohl aktuell die nächste Fortführungsprognose ansteht.

Einigung erwünscht, sonst geht es im Februar weiter

Nun geht also im Hintergrund die Papierschlacht weiter, Fristen für mehrere Schriftsätze und andere Vorträge der Parteien wurden gesetzt. Falls es zu keiner gütlichen Einigung kommt, geht es voraussichtlich am 26.02.2026 weiter – wieder mit einem Termin in Überlänge. Die Notwendigkeit hierfür wurde von allen Seiten bekräftigt. Eigentlich möchte Richter König die Parteien aber gar nicht mehr sehen. Weitere Beratungen nach Beendigung der Versicherungsthematik wurden von ihm nochmals empfohlen.


Titelbild: Neue Maxburg, Innenraum mit Treppenanlage von Architekt Sep Ruf; Foto: Henning Schlottmann

Faninformationen TSV 1860 München – Energie Cottbus

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Nächste drei Heimspiele restlos ausverkauft Faninformationen 1860

Zum zweiten Mal in Folge empfangen die Löwen am kommenden Samstag den Tabellenführer der 3.Liga in Giesing. Das ist seit kurzem Energie Cottbus, die bislang nur zwei Spiele verloren und derzeit die beste Offensive der 3.Liga stellen. Nach der Niederlage in Mannheim will die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski unbedingt den vierten Heimsieg der Saison einfahren. Wie gewohnt ist das Grünwalder Stadion dabei auch an Allerheiligen ausverkauft. Für alle Stadiongänger gibt es nun die Faninformationen zum Duell TSV 1860 – Energie Cottbus.

Faninformationen TSV 1860 München – Energie Cottbus

Zuletzt gewann Energie Cottbus 2010 ein Spiel in München – und bei diesem Fakt dürfte es gerne am späten Samstagnachmittag nach Meinung der Löwenfans bleiben. Doch die Löwen haben eine schwere Aufgabe vor sich: der aktuelle Tabellenführer ist ordentlich in Fahrt. 30 Tore nach 12 Spielen und fünf Siege in Folge bezeugen das eindrucksvoll. Der TSV 1860 München verlor zuletzt hingegen bekanntlich in Mannheim und möchte seine Fans mit einem Heimsieg glücklich machen. Trotz der Ansetzung an Allerheiligen ist das Sechzgerstadion auch am Samstag wieder ausverkauft.

Wie es gehen kann, zeigte das letzte Heimspiel gegen den damaligen Tabellenersten aus Duisburg. Mit 3:1 besiegten die Löwen die Zebras – ein gelungenes Debüt für Kauczinski auf Giesings Höhen. Die weiß-blauen Anhänger werden sicherlich wieder alles geben, um das Team von den Rängen aus bestmöglich im Kampf um drei Punkte zu unterstützen. Für alle, die live mit dabei sind, gibt es nun in den Faninformationen zur Partie TSV 1860 München – Energie Cottbus die wichtigsten Angaben auf einen Blick.

Tickets

Die Partie ist ausverkauft, die Tageskassen öffnen daher nicht. Allerdings lohnt sich stets ein Blick in den Zweitmarkt auf der offiziellen Homepage des TSV 1860. Hier können bis kurz vor Anpfiff noch Eintrittskarten erworben werden.

Bei Problemen oder Fragen rund um bereits erworbene Tickets sind ab 12:00 Uhr die Clearing-Stellen Nord, Süd und West am Stadion besetzt.

Allerheiligen

Wie bereits erwähnt findet die Partie am Feiertag Allerheiligen statt. In den Faninformationen auf der Homepage des TSV 1860 München findet sich daher dieses Mal ein besonderer Hinweis. So kündigen die Löwen an, dass die Lautsprecheranlage deutlich heruntergeregelt sein wird. Außerdem bitten sie alle Löwenfans sich außerhalb des Stadions rücksichtsvoll zu verhalten.

Anreise

Das Kombiticket gibt es nicht mehr, sodass eine Anreise mit den ÖPNV nicht kostenlos möglich ist. Dennoch sollte dies weiterhin die bevorzugte Anreisemöglichkeit bleiben, da die Parkplatzsituation rund um das Grünwalder Stadion bekanntermaßen schwierig ist.

Am Stadion selbst besteht zwischen Candidstraße und Stehhalle ab 14:30 Uhr die Möglichkeit, Fahrräder sicher und bewacht abzustellen.

Hinweise zum Stadionbesuch

Im Stadion sind die üblichen Gegenstände nicht erlaubt. Die Stadion-Tore öffnen ab 12:30 Uhr, Anpfiff ist dann eineinhalb Stunden später. Vor Ort gibt es keine Möglichkeiten, Taschen- oder Rücksäcke abzugeben. Erlaubt sind lediglich Taschen, die kleiner als DIN A4 sind.

Vor dem Anpfiff gibt es das Early-Bird-Bier für 3,50€, allerdings nur eines pro Person und Bezahlvorgang. Ab 45 Minuten vor Beginn der Partie kostet das Bier dann 5,-€. An allen Kassen kann mittlerweile bargeldlos bezahlt werden.

Alle Arten von Flaschen (auch PET) und die Mitnahme eigener Lebensmittel sind verboten.

Fantreffpunkte

Beim gewohnten Löwentreff am Candidplatz gibt es dieses Mal ab 11:00 Uhr warme Leberkas-Semmeln, Glühwein sowie die übliche Auswahl an Getränken. Im Shop stehen neue Bierdeckel, Aufkleber, Restposten (u.a. Westen und Regenjacken) zur Auswahl. Außerdem wird erstmals in diesem Jahr der Adventskalender von Münchens Jugend verkauft. Ein Exemplar kostet 10€. Mit einem Kauf wird zudem ein weiterer Kalender an eine soziale Einrichtung in München gespendet.

Der umgebaute Grünspitz steht vor und nach der Partie als Treffpunkt zur Verfügung.

Das Bamboleo öffnet zum Spieltag natürlich seine Pforten. Neben Fanartikeln gibt es auch Getränke zu erwerben.

Livestream und Liveticker

Die Partie gegen Cottbus wird vom Bayerischen Rundfunk im Free-TV übertragen. Außerdem zeigt MagentaSport das Duell wie gewohnt.

sechzger.de ist wie immer live dabei und berichtet bereits vor Anpfiff im Liveticker.

Bild: CR-Fotos

Der Mann an der Pfeife (gegen Cottbus): Konrad Oldhafer

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Die Rubrik Der Mann an der Pfeife (oder ggf. auch Die Frau an der Pfeife) stellt unseren Leser*innen den Schiedsrichter (oder die Schiedsrichterin) der jeweils nächsten Partie des TSV 1860 in der 3. Liga vor. Heute geht es an dieser Stelle um Konrad Oldhafer aus Hamburg. Er wurde vom DFB für das Heimspiel der Löwen gegen den FC Energie Cottbus, den aktuellen Tabellenführer der 3. Liga eingeteilt. Ein durchaus erfahrener Referee für das zu erwartende hitzige Duell auf Giesings Höhen.

Mit Oldhafer (mal wieder) Erfahrung auf dem Platz

Der 30jährige Oldhafer ist – gemessen an der Anzahl seiner bislang geleiteten Drittligaspiele – der dritterfahrenste Schiri, der den Löwen in der laufenden Saison zugeteilt wurde. Nur bei den beiden aufeinanderfolgenen Siegen gegen Osnabrück und in Aachen am zweiten und dritten Spieltag waren Schiedsrichter mit mehr geleiteten Spielen in der 3. Liga im Einsatz. Ein gutes Omen? Wenn der für den SC Poppenbüttel pfeifende Referee am Samstag Nachmittag im Sechzgerstadion einläuft, tut er dies zum insgesamt 62. Mal in dieser Spielklasse in den letzten fünf Jahren. Hinzu kommen vier Zweitligaspiele in der vergangenen und der laufenden Saison und zwei DFB-Pokalspiele der ersten Runde, bei denen interessanterweise jeweils der KSC bei unterklassigen Vereinen hoch siegen konnte. Zahlreiche Partien in der Regionalliga Nord und in den A- und B-Junioren-Bundesligen runden das Erfahrungsprofil von Konrad Oldhhafer ab.

Die Verwarnungs- und Elferbilanz

Nach den zuletzt eher strengen Spielleitern begegnet uns an Allerheiligen wieder einmal ein etwas milderer Schiri. Im Schnitt zeigte er in der dritten Liga pro Spiel viermal den gelben Karton und in jedem achten Spiel Gelb-Rot. Bei den glatt roten Karten und den Elfmeterpfiffen ist er ebenfalls leicht unterdurchschnittlich unterwegs. Alle zwölf Partien musste in Oldhafers Drittligaspielen bislang ein Akteur ohne Vorwarnungskarte runter vom Feld und in ungefähr jedem fünften Spiel verhängte er bislang einen Strafstoß. Zweimal auch schon gegen 1860.

Konrad Oldhafer und die Löwen

Auf insgesamt sieben Spiele unter Beteiligung des TSV 1860 in den vergangenen fünf Spielzeiten blickt Oldhafer zurück. Und die Bilanz könnte aus Löwensicht besser sein. Nach drei Remis (in Rostock, gegen Uerdingen und in Lübeck) in der Corona-Saison 2020/21 begegnete er in der nächsten Spielzeit Münchens großer Liebe zunächst gar nicht mehr.

Der einzige Sieg für Sechzig, den er bislang aktiv begleitete, war gleichzeitig der erste Sieg für den damals neuen Löwendompteur Maurizio Jacobacci im März 2023 in Aue (1:3).

18. März 2023, Aue-TSV 1860. Spielstand: 1:3. Die nächste Ecke für die Löwen. Schiedsrichter Oldhafer überwacht das Geschehen.

Neun Monate später leitete er dann die 0:1-Niederlage bei Waldhof Mannheim. Das Tor des Tages fiel damals durch einen unberechtigten Elfer. Ein vorgezogenes Präsent des Schiris an die Gastgeber – ganz kurz vor dem Weihnachtsfest.

20. Dezember 2023, Waldhof-TSV 1860. Spielstand: 0:0. Gleich verwertet Bentley Baster Bahn das Elfmetergeschenk von Schiri Oldhafer, der rechts noch ein paar Löwen aus dem Strafraum bittet.

Mit dem gleichen Ergebnis, also einer denkbar knappen Niederlage endete auch die offizielle Saisoneröffnungspartie der 3. Liga auf Giesings Höhen gegen den 1. FC Saarbrücken am 2. August letzten Jahres.

 

2. August 2024, TSV 1860-Saarbrücken. Spielstand: 0:0. Ecke für die Löwen. Schiri Odlhafer im Strafraum der Gäste.

Das letzte bisherige Löwenspiel von Oldhafer war dann wieder ein Unentschieden im Sechzgerstadion. Nämlich das 2:2 vor gut einem Jahr gegen den VfL Osnabrück. Wird mal Zeit für einen Heimsieg auf Giesings Höhen unter der Leitung von Oldhafer, oder?

23. Oktober 2024, TSV 1860-Osnabrück. Spielstand 1:1. Gleicht pfeift Schiedsrichter Oldhafer die zweite Halbzeit an.

Das Unparteiischen-Team 

Unnterstützt wird das Nordlicht in Schwarz am Samstag von den beiden Studenten Stefan Zielsdorf (36) aus Oldenburg und Asmir Osmanagic (33) aus Stuttgart. Zielsdorf hat reichhaltige Erfahrung in der zweiten und dritten Liga an der Seitenlinie (ingsesamt 129 Spiele) und ist in dieser Rolle auch schon häufiger dem TSV 1860 begegnet. Zuletzt beim 3:1-Sieg in Hannover am 1. März diesen Jahres. Für Kollege Osmanagic gilt ähnliches. Er ist schon seit neun Jahren als Linienrichter unterwegs und blickt dabei auf 169 Spiele in allen drei deutschen Profiligen zurück. Die letzte Partie mit Beteiligung unserer Löwen, bei der er die Fahne hob und senkte, liegt noch gar nicht lange zurück. Am 23. August war’s. Beim durchaus glücklichen 2:0-Sieg auf dem Aachener Tivoli.

Das Unparteiischen-Team komplettiert in Giesing Felix Grund (25) aus dem niederbayerischen Haidlfing. Er hat in der laufenden Saison schon vier Drittligaspiele als Hauptschiedsrichter geleitet. Als vierter Offizieller war er erst vor neun Wochen in Giesing zu Gast. Beim 1:1 gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart.

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Titelbild: Eine Ecke für die Löwen kommt in den Strafraum der Gastgeber im Erzgebirgsstadion in Aue. Der Schiedsrichter beobachtet aus dem Hintergrund das Geschehen.

 

Heimspiel an Allerheiligen: fragwürdige Ansetzungen des DFB

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Grünwalder Stadion Blick Auf Die Leere Westkurve Von Der Stehhalle

Die Terminierung des Heimspiels gegen Energie Cottbus am Feiertag Allerheiligen sorgt bei einigen Löwenfans für Kopfschütteln. Hinzu kommt, dass der DFB an diesem Wochenende mit weiteren Ansetzungen überrascht. Sowohl in München als auch in Berlin spielen beide Vereine zuhause – und sogar am gleichen Tag.

Ansetzungen in München und Berlin sorgen für Kopfschütteln

In die Erstellung der Spielpläne für die Bundesliga und die 2. Bundesliga fließen unter anderem Vorgaben von Kommunen, Sicherheitsorganen, der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) sowie Wünsche von Clubs und Stadionbetrieb ein. Neben naheliegenden Einschränkungen wie der Tatsache, dass benachbarte Clubs versetzt zu ihren Heimspielen antreten sollten, müssen unter anderem auch Feiertage, parallele Großveranstaltungen oder Spieltermine internationaler Wettbewerbe berücksichtigt werden.” Das sagt die Deutsche Fußball-Liga auf ihrer Homepage zur Entstehung eines Spielplans. Späte Ansetzungen sind die Fans der Vereine im deutschen Profi-Fußball mittlerweile gewohnt. Wie dem Artikel der DFL zu entnehmen ist, fließen schließlich viele, verschiedene Faktoren in die Erstellung des Spielplans und die genauen Ansetzungen ein. Was aus Fansicht zu wenig berücksichtigt wird, sind die Anhänger selbst. Ansetzungen wie vor zwei Jahren, wo sowohl Lübeck als auch die Löwen jeweils unter der Woche die weiteste Auswärtsfahrt der gesamten Spielzeit zu bestreiten hatten, sind nur ein Beispiel von vielen.

Auch an diesem Wochenende fragt man sich erneut, wie gut die zugrunde liegende Software für die Gestaltung des Spielplans eigentlich ist. Bereits die Terminierung auf Allerheiligen schmeckt vielen Anhängern des TSV 1860 München so gar nicht. Doch es wird noch besser: während die Löwen ab 14:00 Uhr gegen Cottbus im Einsatz sind, empfängt der rote Stadtrivale ab 18:30 Uhr im Münchner Norden Bayer Leverkusen. Das Aufeinandertreffen von Fans beider Vereine im Stadtgebiet ist damit unweigerlich vorprogrammiert.

Gewalttaten nehmen weiter ab

Darüber hinaus haben auch die Ordnungshüter in der Bundeshauptstadt einen intensiven Samstag vor sich. Um 13:00 Uhr empfängt Hertha BSC im Olympiastadion Dynamo Dresden – wohlgemerkt mit vielen Tausend Gästefans. Ab 15:30 Uhr treffen in Köpenick Union Berlin und der SC Freiburg aufeinander. Sieht so also die “Tatsache” (wie es die DFL formuliert) mit versetzten Ansetzungen benachbarter Vereine aus? Und wo sind hier die Bedenken der Sicherheitsorgane, die schon oftmals Einfluss auf konkrete Terminierungen hatten? Sowohl die Duelle in München als auch in Berlin am gleichen Tag sorgen für Verwunderung. Die Polizei dürfte an der ein oder anderen Stelle einiges zu tun bekommen.

Grundsätzlich aber zeigt der Trend in Sachen Gewalttaten bei Fußballspielen übrigens erfreulicherweise in die korrekte Richtung. 1.107 Personen wurden in der Saison 2024/25 im Zusammenhang mit Fußball in den ersten drei deutschen Profiligen verletzt. Das ist verglichen mit der Vorsaison ein Rückgang um mehr als 17% – und das, obwohl knapp 4% mehr Zuschauer in die Stadien strömten. Insgesamt beläuft sich die Besucherzahl auf 25,26 Millionen. Oder anders gesagt: 0,004% der Zuschauer verletzten sich bei Fußballspielen – ein äußerst geringer Anteil. Zum Vergleich: bei der diesjährigen Wiesn mit 6,5 Millionen Besuchern gab es 1.299 Fälle.

30.10.1982: TSV 1860 rettet einen Punkt beim TSV 1861 Straubing

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

66 Deutscher Meister, 82 abgebrannt… Saison 1 nach dem Lizenzentzug, der TSV 1860 lag in Trümmern, die Mannschaft wurde weitestgehend ausgetauscht. Mit 20 neuen Spielern startete Löwen-Trainer Bernhard Schumm in die Bayernliga-Saison 1982/1983. Die Liebe der Fans zu ihrem Verein blieb indes ungebrochen. Zum Derby gegen die SpVgg Unterhaching kamen beispielsweise knapp 26.000 Zuschauer ins Grünwalder Stadion. Am 30.10.1982, also heute vor 43 Jahren, musste sich der TSV 1860 mit einem 1:1 beim TSV 1861 Straubing begnügen.

Holpriger Start nach dem Lizenzentzug

Der Saisonstart der Löwen verlief überaus holprig – kein Wunder bei diesem runderneuerten Kader. Nach fünf Partien in Folge ohne Sieg reiste der TSV 1860 am 15. Spieltag zum TSV Straubing, der zum Saisonende unmittelbar hinter den Löwen 7. Platz erreichen sollte. 7.000 Zuschauer fanden sich in der Sportanlage Süd-West ein, es herrschte Volksfeststimmung. Wie für alle Gegner, so war es natürlich auch für die Niederbayern das Spiel des Jahres.

Die Gastgeber hielten gegen den TSV 1860, der nach dem Zwangsabstieg erstmals drittklassig spielte, sehr gut mit und sicherten bis zur Pause ein torloses Remis. Nach dem Seitenwechsel kam es sogar noch besser für den TSV 1861 Straubing: In der 65. Minute brachte Bachl den Außenseiter in Führung, die große Überraschung lag in der Luft.

Alt rettet dem TSV 1860 einen Punkt in Straubing

Zum Sieg sollte es für die Gastgeber jedoch nicht reichen. Zehn Minuten vor dem Ende verwandelte Hans-Peter Alt einen Elfmeter und rettete den Löwen doch noch einen Punkt. Am Ende musste Sechzig jedoch nochmal gehörig zittern, da Andi Löbmann in der 85. Minute mit einer Zeitstrafe vom Platz gestellt wurde.

Für die Straubinger war die Spielzeit 1982/83 der letzte große Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Ein Jahr später stieg man aus der Bayernliga ab. In der Folge ging es – nicht zuletzt aufgrund finanzieller Turbulenzen – bis hinab in die neuntklassige Kreisklasse. Im Dezember 2012 stellte der TSV 1861 Straubing einen Insolvenzantrag, seitdem nimmt der Verein nicht mehr am Spielbetrieb teil.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Bernhard Schumm, der im Dezember 1982 durch Kurz Schwarzhuber abgelöst wurde, bot gegen den TSV Straubing folgende Elf auf:

Hillringhaus – Goldstein, Schmidkunz, Kaiser, Enhuber – Baumgartl (65. Paulus), Perfetto, Alt, Beer – Löbmann, Bunk (80. Scharold)

Tore:
1:0 Bachl (65.), 1:1 Alt (80., Elfmeter)

Zeitstrafe:
Löbmann (85., TSV 1860)

Sechzig um Sieben: U21 schlägt Geretsried und ist Tabellenführer

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Die U21 des TSV 1860 München ist zurück an der Tabellenspitze in der Bayernliga Süd. Gegen den TuS Geretsried holten die Löwen gestern abend drei Punkte. Außerdem feiern die Unternehmer für Sechzig Geburtstag, die Wunschaufstellungen sind online und ab heute ist das Heimtrikot wieder erhältlich.

TSV 1860 II feiert Heimsieg gegen Geretsried

Die U21 der Löwen hat nach zwei Niederlagen in Folge wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Gegen den TuS Geretsried gelang der Elf von Trainer Alper Kayabunar ein klarer Heimsieg. Bereits im Juli lag der TSV 1860 II gegen die gestrigen Gäste in Führung, ehe die Partie wegen starken Regens vorzeitig abgebrochen werden musste.

Neun Jahre Unternehmer für Sechzig

Eine wichtige Institution rund um den TSV 1860 München, die mittlerweile nicht mehr wegzudenken ist, feierte gestern ihren neunten Geburtstag. Die Rede ist von den Unternehmern für Sechzig, die sich insbesondere für das Nachwuchsleistungszentrum der Löwen einsetzen. Entsprechend bedankte sich der e.V. gestern mit einem Artikel bei den UfS, die zahlreiche Projekte durch ihre Unterstützung überhaupt erst ermöglichten. Auch sechzger.de gratuliert recht herzlich zum Geburtstag!

Wunschaufstellungen für Duell mit Energie Cottbus

Los ging es gestern mit der Vorberichterstattung im Hinblick auf das Duell mit Energie Cottbus am kommenden Samstag. Mehrere sechzger.de Redakteure präsentierten dabei ihre Wunschaufstellungen. Mindestens eine Änderunge wird es aufgrund der Verletztung von Raphael Schifferl geben. Zudem kehrt Tunay Deniz nach seiner Gelbsperre aller Voraussicht nach in den Kader zurück.

Starker Rückhalt für 50+1-Regel

Weiterhin berät das Bundeskartellamt über die 50+1-Regel und insbesondere die aktuell geltenden Ausnahmen davon. Gemeint sind beispielsweise die Werksklubs wie der VfL Wolfsburg oder Bayer Leverkusen. Eine Studie der Universität Leipzig zeigt unterdessen, wie sehr die Fans hinter der geltenden Regel stehen.

Heimtrikot ab heute wieder erhältlich

Lange Zeit war es ausverkauft, ab heute ist es wieder in den Fanshops erhältlich. Die Rede ist vom Heimtrikot des TSV 1860 München, das sich in der aktuellen Saison großer Beliebtheit erfreut. Als Schmankerl gibt es an der Grünwalder Straße zudem Autogrammstunden: ab 10 Uhr mit Kapitän Jesper Verlaat, ab 12 Uhr mit Torwart Thomas Dähne.

News aus der 3.Liga

Neuer Präsident in Aue

Bei Erzgebirge Aue bahnen sich in nächster Zeit einige personelle Änderungen an. Am 14.November findet die nächste Mitgliederversammlung statt, dort wird unter anderem auch ein neuer Präsident gewählt. Der Nachfolger soll der bisherige Vize Thomas Schlesinger werden.

Wieder Erster: TSV 1860 II siegt im Nachholspiel gegen Geretsried

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TSV 1860 München II TuS Geretsried Bayernliga Süd Nachholpartie

Der TSV 1860 München II hat einen Heimsieg gegen den TuS Geretsried eingefahren. Nach zwei Niederlagen in Folge bestimmte die Kayabunar-Elf von Beginn an das Geschehen und belohnte sich früh mit Toren. Im zweiten Durchgang ließen die Löwen dann nichts mehr anbrennen.

Früher Doppelschlag bringt die Löwen auf die Siegerstraße

Am heutigen Mittwochabend empfing der TSV 1860 München II am Trainingsgelände den TuS Geretsried unter Flutlicht. Wie im Vorbericht erwähnt handelte es sich bei der Partie um die Neu-Ansetzung nach einem witterungsbedingten Abbruch Ende Juli. Positiv für alle Zuschauer: der Eintritt war dadurch bedingt frei – zumindest hieß es das im Vornherein. Vor Ort wurden die mehreren hundert Zuschauer dann allerdings damit überrascht, dass die Kassenhäuschen ganz normal öffneten und der ein oder andere Euro fällig wurde, um live mit dabei zu sein.

Nach zwei Niederlagen in Folge galt es für die jungen Löwen wieder in die Spur zu finden. Für zusätzliche Motivation sorgte der Ausblick, mit einem Heimsieg die Tabellenspitze von der Konkurrenz aus Landsberg zurück zu erobern. Das schien zu wirken: von Beginn an traten die Löwen couragiert auf, bestimmten das Spielgeschehen und münzten das dominante Auftreten auch noch in Tore um. Zunächst traf Justin Thönig zum 1:0 (11.), nur knappe zwei Zeigerumdrehungen später erhöhte Benedikt Hoppe von knapp hinter der Mittellinie für die Löwen. Der TSV 1860 II verwaltete den Spielstand in der Folge souverän, die Gäste kamen im ersten Durchgang lediglich zu einer Torchance.

Klarer Sieg gegen Geretsried

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Geschehen auf dem Rasen vor den Augen von Profi-Trainer Markus Kauczinski wenig. Die Gastgeber hatten alles im Griff und steuerten auf einen Heimsieg zu. Die letzten bestehenden Zweifel räumte Leone aus, als er in der 84.Minute zum 3:0-Endstand traf. Der TSV 1860 II bleibt damit auf Platz 5 an der Grünwalder Straße in dieser Spielzeit ungeschlagen – die Niederlage gegen Nördlingen fand auf dem Kunstrasen-Platz statt.

Weiter geht es für den TSV 1860 II in der Bayernliga Süd am kommenden Sonntag auswärts gegen den FC Ismaning. Anpfiff ist im Prof. Erich Greipl Stadion um 13:00 Uhr.

Wunschaufstellungen zu TSV 1860 München – FC Energie Cottbus

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Trikot TSV 1860 München Liqui Moly

Nach der schmerzhaften Auswärtsniederlage gegen den SV Waldhof Mannheim sehen viele Fans die Notwendigkeit für Anpassungen in der Startaufstellung der Löwen. Nach der Verletzung von Raphael Schifferl wird Trainer Kauczinski mindestens einen Wechsel vornehmen müssen. Wie sehen die Wunschaufstellungen der Redaktion für das Heimspiel gegen den aktuellen Tabellenführer FC Energie Cottbus aus?

Wunschaufstellungen zu TSV 1860 München – FC Energie Cottbus

Stefan Kranzberg

Nach der Verletzung von Raphael Schifferl sieht Stefan die Notwendigkeit für einen Systemwechsel. Er lässt die Löwen im 4-2-3-1 auflaufen und nimmt einige Änderungen vor. Auf den defensiven Außenbahnen dürfen sich wieder einmal Tim Danhof und Manuel Pfeifer probieren, Samuel Althaus soll den kreativen Part im defensiven Mittelfeld geben. Die einzige Spitze Niederlechner sollen Clemens Lippmann, diesmal links offensiv, David Phillip und Tunay Deniz, weiter vorne als gewohnt, unterstützen.

Wunschaufstellung Kranzberg

Jan Schrader

Jan bleibt beim angestammten 3-4-1-2 – so wie die übrigen Redakteure auch – und ersetzt Schifferl mit Max Reinthaler in der zentralen Position der Dreierkette. Auch bei ihm darf sich Tunay Deniz auf der “10” zeigen, wofür Kevin Volland weichen muss.

Wunschaufstellung Schrader

Thomas Spiesl

Bei unserem Mann in der Löwenrunde bleibt Kevin Volland in der Startelf, dafür muss Florian Niederlechner auf der Bank Platz nehmen. Stattdessen bekommt Patrick Hobsch wieder einmal von Beginn an die Chance. Auch Thomas nimmt Tunay Deniz wieder in die Anfangsformation, diesmal aber als Ersatz für Max Christiansen.

Wunschaufstellung Spiesl

Thomas Enn

Auch beim zweiten Thomas in unserem Bunde muss Kevin Volland zu Beginn zusehen, bei ihm soll David Phillip in der offensiven Zentrale für kreative Impulse sorgen. Das Sturmduo Haugen/Niederlechner lässt er unverändert.

Wunschaufstellung Enn

Peter Gratz

Auch Peter bleibt beim gleichen System, nimmt aber mehr Änderungen vor. Hier bekommt die Jugend eine Chance und Lasse Faßmann verteidigt links in der Dreierkette. Dieser soll von der Erfahrung von Max Reinthaler neben ihm und Phillip Maier vor ihm profitieren. Dafür nimmt Simen Voet auf der Bank Platz. Neben dem defensiveren Maier soll – wie bei Stefan Kranzberg – Samuel Althaus seine Kreativität einbringen. Im Sturm bekommt Niederlechner eine Pause, Patrick Hobsch stürmt diesmal von Beginn an.

Wunschaufstellung Gratz

Deine Meinung ist gefragt!

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt deiner Wunschelf am nächsten? Oder hast du ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf deinen Vorschlag!

Grafiken: meineaufstellung.de

Rückhalt für 50+1 unter Fans weiterhin ungebrochen

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Grundsatzurteil - Hannover Kind
Choreographie der Münchner Löwen - 50+1 unverhandelbar! Quelle: muenchnerloewen.de

Derzeit prüft das Bundeskartellamt weiterhin die 50+1-Regel im deutschen Profifußball. Die finale Entscheidung steht noch immer aus. Eine Umfrage der Universität Leipzig ergibt, dass der Rückhalt unter den Fans weiterhin enorm ist – und weit über Ultras und Stadiongänger hinaus geht.

50+1 als deutsches Fußball-Kulturgut

Eine aktuelle Untersuchung der Universität Leipzig zur Mitbestimmung im Profifußball zeigt: Der Rückhalt für die 50+1-Regel ist breit in der deutschen Gesellschaft verankert – nicht nur in den aktiven Fanszenen oder unter regelmäßigen Stadiongängern. Hinter der Untersuchung steht ein Team um Dr. Sebastian Björn Bauers, das seit Jahren zur 50+1-Regel und Fan-Partizipation forscht. Die Universität verweist selbst auf die laufenden Befragungen und ordnet die Kartellamtsentwicklung aktuell ein. Genau dieses Ergebnis hebt der Sportschau-Bericht zur Studie hervor: 50+1 wird als identitätsstiftendes Element des deutschen Fußballs wahrgenommen, das Mitgliedereinfluss, Vereinsprägung und demokratische Kontrolle sichert – also Werte, die vielen Menschen wichtig sind – und zwar unabhängig davon, wie häufig sie ins Stadion gehen.

Für die derzeit laufende Debatte bedeutet das zweierlei: Zum einen ist 50+1 kein Nischenthema der Kurven. Die Unterstützung kommt aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und Fan-Typen – vom aktiven Auswärtsfahrer bis zur Gelegenheitszuschauerin vor dem TV. Zum anderen ist es ein Kulturgut statt reines Regelwerk. In der öffentlichen Wahrnehmung steht 50+1 für Nähe, Bodenständigkeit und Verlässlichkeit – und grenzt den deutschen Weg von reinen Investorenmodellen ab.

Gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Hinweise des Bundeskartellamts, 50+1 einheitlicher und diskriminierungsfrei umzusetzen (Stichwort Ausnahmen/„Werksklubs“), liefert die Leipziger Studie ein wichtiges Stimmungsbild zugunsten der Regel. Für einen Traditionsverein wie 1860 München ist das Rückenwind: Mitgliedereinfluss und Vereinsprägung bleiben Kern dessen, was Sechzig ausmacht.

Der gesellschaftlich breite Rückhalt stärkt 50+1 nicht nur sportpolitisch, sondern kulturell. Wer 50+1 antastet, tastet ein Stück Fußballidentität an.

Sechzig um Sieben: Zwangspause für Schifferl

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Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Der TSV 1860 München muss den nächsten Verletzten verschmerzen. Dieses Mal hat es Raphael Schifferl erwischt, dem eine längere Zwangspause bevorsteht. Was es sonst rund um die Löwen zu berichten gab, gibt es jetzt bei Sechzig um Sieben auf einen Blick zu lesen.

sechzger.de Talk Folge 234 online

Jan unterhält sich in der aktuellen Ausgabe mit Christian und Thomas intensiv sowie ausführlich über die Niederlage gegen Waldhof Mannheim am vergangenen Wochenende. Dieses Mal gibt es auch wieder eine Schnellraterunde sowie die Vorschau auf das Duell mit dem neuen Tabellenführer Energie Cottbus.

TSV 1860 U21 heute abend gegen Geretsried gefordert

Am Trainingsgelände empfängt die U21 des TSV 1860 München heute abend im Nachholspiel den TuS Geretsried. Die Partie war ursprünglich für Ende Juli angesetzt, musste nach sinnflutartigem Regenfall allerdings vorzeitig abgebrochen werden. Nach zwei Niederlagen in Folge will das Team von Alper Kayabunar unbedingt wieder in die Spur zurückkehren. Alle Informationen zur heutigen Partie gibt es im Vorbericht.

Wochenlange Zwangspause für Schifferl

Die Löwen müssen den nächsten Verletzten hinnehmen, der in den kommenden Wochen nicht auf dem Platz stehen wird. Raphael Schifferl hat sich im Duell mit Waldhof Mannheim verletzt und wird eine Zwangspause einlegen müssen. Max Reinthaler dürfte als Ersatz der heißeste Kandidat auf einen Startelf-Einsatz gegen Cottbus sein. Gleichzeitig könnte es auch eine Chance für den jungen Lasse Faßmann bedeuten.

Neue Rugby-Sparte gewinnt erneut in der Landesliga

Erfolgreich verläuft bislang der Start der Rugby-Sparte in der Landesliga. Die Spielgemeinschaft StuSta Freimann/TSV 1860 München konnte den nächsten Sieg erzielen. Gegner war am vergangenen Wochenende Nördlingen. Weiter geht es dann Anfang November mit einem Heimspiel im Münchner Norden.

News aus der 3.Liga

Cottbus scheidet aus dem DFB-Pokal aus

Nichts zu holen gab es für den kommenden Löwen-Gegner und einzigen verbliebenen Drittligisten Energie Cottbus am gestrigen Abend im DFB-Pokal. Das Produkt aus Leipzig ließ nichts anbrennen und gewann am Ende deutlich mit 4:1. Damit nimmt am Achtelfinale in dieser Saison kein Verein aus der 3.Liga teil.

Ulm lange ohne David

Nicht nur der TSV 1860, sondern auch andere Drittligisten haben mit einigen Verletzten zu kämpfen. Besonders hart hat es den SSV Ulm erwischt, der nun den vierten Langzeitausfall wegen eines Kreuzbandrisses hinnehmen muss. Erwischt hat es dieses Mal Jonas David, der Stammspieler bei den Spatzen war.