Start Blog Seite 154

Giesinger Gedanken: Flaute auf dem Platz, Enttäuschung auf den Rängen

21
Sitze im Auswärtsblock nach er Niederlage in Mannheim

Den Auf- bzw. Rückenwind aus dem Sieg gegen Duisburg wollte man mitnehmen. Emotion und Kampfeswillen wollte man konservieren. Mit großer Vorfreude auf von Neu-Trainer Markus Kauczinski wachgeküsste Löwen ging man als Löwenfan in das Wochenende und hoffte auf eine ähnliche Leistung gegen den ungeliebten Waldhof. Doch eigentlich sollten wir es ja schon längst besser wissen, denn – bei 1860 muss man fast sagen – naturgemäß kam es anders. Es war über das ganze Spiel eher ein laues Lüftchen, das man mitgebracht hatte und der Rückfall in alte Muster war zeitweise eklatant. Ich versuche mich in diesen Giesinger Gedanken an einer Analyse der Situation aus Fansicht, die aber sicherlich mehr dem eigenen Frustabbau dient, als konkrete Lösungen zu präsentieren.

Es scheint zu klappen? Dann lehnen wir uns zurück

Wer die Anfangsphase des Spiels versäumt haben sollte, für den war der gestrige Kick sicher noch schwerer zu ertragen. Denn da begannen die Löwen tatsächlich couragiert und hatten das Spiel im Griff. Frühe Ballgewinne, zielstrebiges Spiel nach vorne, gekrönt vom schönen Treffer durch Max Christiansen. Die Offensivsituationen wurden nicht immer optimal ausgespielt und die Suche nach dem Abschluss dauerte oft zu lange, aber immerhin ging es in die richtige Richtung. Warum man dann ab Minute 20, spätestens aber nach dem mindestens ebenso sehenswerten Ausgleich das Spiel so aus der Hand gibt und den Mannheimern die Kontrolle überlässt ist mir nicht erklärlich.

Da scheint der unbedingte Sieges- und der Wille sich zu Quälen zu fehlen, der eigentlich die “Löwen-DNA” ausmachen sollte. Natürlich war der Gegner griffig und giftig, natürlich hätte man mindestens einen Elfmeter bekommen müssen, natürlich hatte man – insbesondere Sigurd Haugen – oft Pech beim finalen Zuspiel. So zurückschalten darf man aber in keinen Fall. Das, gelinde gesagt, “zurückhaltende” Abwehrverhalten des schon verwarnten Max Christiansen, eigentlich des gesamten Mittelfelds, spricht Bände und bringt mich zu meinem zweiten großen Problem.

Im Mittelfeld muss sich was ändern!

Platt gesagt, aber wenn ich es im genauesten Detail erörtern könnte, wäre ich Trainer und würde meine Gedanken nicht hier zum Besten geben. Das zentrale (defensive) Mittelfeld ist das Sorgenkind seit Beginn der Saison. Insbesondere die Kombination Jacobsen und Christiansen sorgt nicht für Freudensprünge bei Fußballfreunden, die es mit den Löwen halten. Eine Besserung war nach der Hereinnahme von Tunay Deniz gegen den MSV Duisburg zusehen. Warum man jetzt wieder den zwei Herren das Vertrauen schenkt, erschließt sich mir nicht. Insbesondere von Thore Jacobsen verlangt man meiner Ansicht nach Dinge, die er einfach nicht leisten kann. Kreatives Spiel nach vorne? Fehlanzeige. Rasches Ballverteilen um die defensiven Ketten des Gegners zu bewegen? Fehlanzeige. Und auch defensiv sind beide Akteure bisher nicht mit gutem Stellungsspiel und überzeugender Zweikampfführung aufgefallen.

Geht es nach mir, braucht es in der Schaltzentrale einen neuen Impuls, eine größere Umstellung. Warum nicht mal Philipp Maier als Zerstörer? Warum nicht dem hochveranlagten Samuel Althaus eine Chance geben, dem Spiel mit seiner Kreativität eine andere Richtung zu verleihen? Solange sich ein Florian Niederlechner im Mittelfeld aufreiben muss, weil er keine Bälle bekommt und Kevin Volland dort Löcher stopfen muss, weil das Stellungsspiel nicht passt, wird es wenig Besserung geben. Doch auch bei den zwei genannten Altstars ist nicht alles eitel Sonnenschein.

Volland und Niederlechner zusammen?

Oft habe ich mir die Frage gestellt, ob nicht einer der Rückkehrer auf einmal die die bessere Lösung für das Spiel der Löwen wäre. Auch in unserem Kommentarbereich kam dieses Problem mehrfach auf. Mittlerweile scheint für mich klar, dass das Duo (zumindest Momentan) nicht so funktioniert, dass es die Mannschaft nach vorne bringt. Niederlechners Geschwindigkeitsdefizite sind um einiges schlimmer als ich mir gedacht hatte und in der aktuellen Mannschaftsform geht er zu oft im Mittelfeld unter, als seine Stärken als Zielspieler ausnutzen zu können. Kevin Volland auf der anderen Seite passieren immer wieder technische Fehler, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Jetzt hat gestern auch der Trainer bestätigt, dass er noch nicht wieder bei 100% Prozent ist.

Gegen Mannheim wurden dann auch noch beide gleichzeitig ausgetauscht, gefühlt ein Novum in dieser Saison. Große Besserung brachte das aber leider auch nicht. Ich plädiere dafür, beide unabhängig voneinander einzusetzen. Volland von Beginn und Niederlechner als Joker gegen eine müde Hintermannschaft des Gegners? Klingt für mich gar nicht so schlecht. Einen erfahrenen Leitlöwen auf dem Platz scheint die Mannschaft zu brauchen, zwei sind vielleicht zu viel des Guten.

Fehlende Überzeugung, gepaart mit Ideenlosigkeit

Insbesondere zum Schluss war die Ratlosigkeit der Mannschaft gegenüber stark kämpfenden Kurpfälzern nicht mehr zu übersehen. Statt einer großen Druckphase zum Ende der Partie, musste man ständig hoffen vom Waldhof nicht noch eins zu bekommen. Warum man noch kurz und flach spielt, wenn der Trainer mit Reinthaler schon einen Innenverteidiger in der Offensive, einwechselt ist für mich unbegreiflich. Aber auch sonst fehlt mir in vielen Aktionen die letzte Überzeugung. Immer möchte man den Ball vor dem Tor noch einmal Aufspielen, viele Pässe geraten zu leicht oder man lässt sich im Zweikampf vom energischeren Gegner abkochen.

Insbesondere Sigurd Haugen wirkt mit dem Ball am Fuß, insbesondre auf dem Flügel, oft extrem unsicher was zu tun ist, je näher er dem Tor kommt. Dadurch häufen sich falsche Entscheidungen, die Großchancen zu Nichte machen. Sogar der eigentlich immer verlässliche Sean Dulic lässt sich mittlerweile davon anstecken, was für mich ein Alarmzeichen ist. Ich hoffe auf Markus Kauczinski. Darauf, dass er es schafft das Vertrauen der Spieler in ihre eigenen Fähigkeiten zu stärken und als Ideengeber zu fungieren, sodass auf dem Platz keine Ratlosigkeit mehr aufkommen kann.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf!

Trotz schlechter Leistungen auf dem Platz, sich anbahnenden Unruhen in der Fußballabteilung und großer Enttäuschung nach einer (viel zu euphorischen, aber ehrlich so gefühlten) Sommerpause weigere ich mich aber die Hoffnung aufzugeben. Wir Löwen machen zwar immer wieder dieselben Fehler, erleiden immer wieder die gleichen Enttäuschungen und haben oft hauptsächlich Frust, was das Sportliche angeht. Doch eine unbelehrbare Natur und starke Resilienz zeichnet uns aus! Also liebe Löwen, lasst euch nicht unterkriegen, vergesst Mannheim und freut euch auf Cottbus und habt vielen Dank, dass ihr euch meine Ergüsse bis hierhin angetan habt!

Dorigo und Straßer beim Weltcup-Auftakt in Sölden nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert

0
Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Seit gestern läuft die Ski-Weltcup Saison 25/26. Von der Ski-Abteilung des TSV 1860 München e.V. waren sowohl Fabiana Dorigo als auch Linus Straßer bei der traditionellen Weltcup-Eröffnung in Sölden am Start.

Dorigo verfehlt Top 30 knapp

Fabiana Dorigo eröffnete bereits am Samstag einen Tag vor Straßer die Weltcup-Saison in Söölden auf dem Rettenbachferner. Die Skilöwin ging mit Startnummer 35 ins Rennen und landete nach dem ersten Durchgang auf Rang 34. 0,62 Sekunden fehlten Dorigo am Ende, um unter die Top 30 zu kommen und sich wie letzte Saison für den zweiten Lauf zu qualifizieren.

Dürr beste DSV-Fahrerin

Beim Sieg der Österreicherin Julia Scheib belegte Lena Dürr vom SV Germering des 14. Platz und wurde damit beste Starterin des DSV. Mulitalent Emma Aicher kam in ihrer schwächsten Diziplin beim Saisonauftakt auf Rang 28. Das Stockerl komplettierten neben Scheib Paula Moltzan aus den USA (+0,58 Sekunden) und Lara Gut-Behrami (Schweiz, +1,11 Sekunden).

Straßer auf neuem Material in den Weltcup gestartet

Slalomspezialist Linus Straßer ging auch wie im Vorjahr in Sölden im Riesenslalom an den Start. Nach seinem Wechsel von Rossignol zu Head war es sein erstes Rennen mit dem neuen Material. Straßer ging mit der verheißunsgvollen Startnummer 60 ins Rennen, konnte aber mit der hohen Startnummer keine Überraschung schaffen. Er beendete den ersten Durchgang auf dem 45. Platz. 1,03 Sekunden fehlten auf Platz 30 und damit verpasste er die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

Drei Deutsche im zweiten Durchgang am Start

Immerhin vier DSV-Starter konnten sich auf der wegen Nebels verkürzten Strecke für den zweiten Lauf qualifizieren. Dieser konnte wegen Nebel im oberen Teil erst mit einer Stunde Verspätung gestartet werden. Am Ende konnte Anton Grammel seinen 11. Platz aus dem ersten Durchgang bestätigen und damit schon die halbe Qualifikation für die Olympischen Spiele in Mailand einfahren. Fabian Gratz wurde 17., Jonas Stockinger 19. und Alexander Schmid landete in der Endabrechnung auf dem 27. Rang. Den Sieg konnte Marco Odermatt (Schweiz) vor dem Österreicher Marco Schwarz (+0,24 Sekunden) und Atle Lie McGrath aus Norwegen (+0,27 Sekunden) einfahren.

Weiter geht’s mit dem Weltcup am 15./16.11. im finnischen Levi, wo Damen und Herren jeweils einen Slalom absolvieren.

 

Mitglieder des Lauf-Rudels beim Venedig Marathon

0
venedig marathon 1860

Am Sonntag 26.10.25 fand zum 40. Mal der Venedig Marathon statt. Im Zuge des Marathons wurden noch ein Halbmarathon und ein 10 km Lauf angeboten. Zwei Mitglieder des Lauf-Rudels waren am Start, Teilnehmerin Andrea Rieger berichtet für sechzger.de

Mitglieder des Lauf-Rudels beim Venedig Marathon

Zwei Mitglieder des Lauf-Rudels starteten (zwei Wochen nach dem Halbmarathon in München) auf der kürzesten Distanz. Die Strecke führte von Mestre über die Ponte della Liberta, wo wir einen weiteren Löwen trafen. Am Ende der Brücke liefen wir durch den Hafen. Weiter ging es entlang des Canale di Guideca, über eine extra für den Lauf errichtete Pontonbrücke auf den Markusplatz.

Vorbei an San Marco, dem Dogenpalast und der Seufzerbrücke, waren insgesamt 14 Brücken zu überqueren, bis das Ziel an den Biennale Gärten erreicht war. Die Stimmung war wegen weniger Zuschauer nicht so mitreißend, dafür hat die bombastische Kulisse uns aber mehr als entschädigt.

Unser Fazit: Top Organisation, schöne Strecke, atemberaubende Kulisse – das machen wir auf jeden Fall wieder.

Video- & Fotogalerie zu Waldhof Mannheim – TSV 1860 München

0
Fotogalerie SV Waldhof Mannheim TSV 1860

Nach einer sehr starken Anfangsviertelstunde ließen sich die Löwen gestern im Carl-Benz-Stadion doch noch die Butter vom Brot nehmen und verloren am Ende nicht ganz unverdient mit 1:3. Dass der Schiedsrichter bei zwei Elfmetersituationen zu Ungunsten der Elf von Markus Kauczinski entschied, soll dabei nicht als Ausrede dienen. In unserer Video- und Fotogalerie präsentieren wir Euch einige Impressionen von der Niederlage des TSV 1860 München beim SV Waldhof Mannheim.

Video aus dem Carl-Benz-Stadion

Weitere Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Fotogalerie zu Waldhof Mannheim – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

TSV 1860 e.V.: Dritte punktet nach 0:3, Vierte verliert deutlich

0
Tsv 1860 Iii Djk Pasing

Während die 4. Mannschaft des TSV 1860 gegen den BSC Sendling chancenlos war, punktete die Dritte trotz eines 0:3-Rückstandes zur 78. Minute noch gegen den TSV Neuried.

Dritte mit erfolgreicher Aufholjagd

Zur 78. Minute hätte wohl kaum jemand noch einen Pfifferling auf die Löwen gesetzt, lagen sie doch gegen den TSV Neuried zu diesem Zeitpunkt nahezu aussichtslos mit 0:3 zurück. Dann aber startete die Elf von Trainer Beppo Gutsmiedl eine beeindruckende Aufholjagd und bediente sich schlussendlich noch mit einem Punkt.

Timo Ludwig sorgte für die Initialzündung (78.), Nicolas Barth sorgte in der 88. Minute für den Anschlusstreffer und Josef Thomaz netzte in der Nachspielzeit gar noch zum 3:3-Endstand ein. In der Tabelle der Kreisliga belegt der TSV 1860 III aktuell Platz 5, an der Spitze ziehen der FC Kosova und der FC Fürstenried (beide noch ungeschlagen) ihre Kreise.

Ljumani erlegt Löwen im Alleingang

Gegen Semir Ljumani war am Samstagnachmittag kein Kraut gewachsen. Der Stürmer des BSC Sendling trug sich gegen den TSV 1860 IV gleich vier Mal in die Torschützenliste ein und sorgte fast im Alleingang für den 5:2-Auswärtssieg seines Teams. Für die Vierte der Löwen trafen Jannick Baumer (43.) und Lars Lowinski (82.).

Gebrauchter Tag: TSV 1860 U21 unterliegt Nördlingen

0
Grancay Lucas TSV 1860 U21

Neben den Profis, die bekanntlich dem SV Waldhof Mannheim unterlagen, mussten auch die Amateure eine Niederlage einstecken. Gegen den TSV 1861 Nördlingen zog die U21 des TSV 1860 überraschend mit 2:3 den Kürzeren.

Chancenwucher bei den Löwen

Die Favoritenrolle war vor der Partie eindeutig verteilt: Als Tabellenführer empfing die Elf von Alper Kayabunar die Schwaben und wollte die Niederlage in Hauzenberg vergessen machen. Zu Beginn sah es auch so, als würde dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden können. In der 14. Minute traf der Nördlinger Max Fuchs nach einem Eckball per Eigentor zum 1:0 für 1860, doch nur vier Minuten später gelang den Gästen der Ausgleich. Auch diesmal fiel der Treffer nach einer Ecke, Jens Schüler vollstreckte zum 1:1 (18.).

Anschließend erspielten sich die Löwen Chance um Chance, ließen aber die letzte Konsequenz vermissen und verpassten es, erneut in Führung zu gehen oder die Partie gar schon vor der Pause zu entscheiden. So ging es mit einem Remis in die Kabinen und nach dem Seitenwechsel zahlte die U21 ordentlich Lehrgeld.

TSV 1860 U21 unterliegt Nördlingen

Wieder ließen die einige Chancen liegen und kassierten erneut nach einer Standardsituation das 1:2 durch Gruber (76.). Wenig später traf Reicherzer gar zum 1:3 (81.), doch Lucas Grancay (siehe Titelbild) brachte Sechzig umgehend zurück in die Partie (82.). Trotz eines wütenden Anrennens in den Schlussminuten wollte der Ausgleich nicht mehr fallen.

Durch die Niederlage gegen Nördlingen verlor die U21 des TSV 1860 die Tabellenführung vorerst an den TSV Landsberg, kann jedoch bereits am Mittwoch durch einen Sieg im Nachholspiel gegen den TuS Geretsried wieder auf Platz 1 zurückkehren.

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA

Sechzig verspielt Führung in Mannheim

67
Sechzig verspielt Führung in Mannheim

Ein bitterer Samstagnachmittag für Trainer Markus Kauczinski und seine Löwen-Kicker: Der TSV 1860 München musste sich in einem ingesamt spannenden Drittliga-Spiel dem SV Waldhof Mannheim mit 1:3 geschlagen geben. Die Löwen verspielten dabei eine 1:0-Führung. Am Ende waren die Hausherren die effizientere Mannschaft und siegten verdient, da sie die zweite Halbzeit dominierten, während die Sechzger nur in den ersten 20 Minuten dominanten Ballbesitz-Fußball spielten.

Christiansen beginnt für Deniz

Die Löwen begannen vor knapp 16.000 Zuschauern, darunter gut 2.500 Sechzger, dominant und nahmen das Spiel schnell in die Hand. Nach einigen Halbchancen war es im Nachschuss letztlich Christiansen, der die Löwen aus etwa 20 Metern mit einem strammen Abschluss mit 1:0 in Führung schoss. Er war der einzige neue Spieler im Kader und vertrat, wie schon in der Löwenrunde angekündigt, den gesperrten Deniz. Mit zunehmender Spielzeit fanden die Mannheimer immer besser in die Partie und kamen zum verdienten Ausgleich. Wie beim Löwen-Treffer war es ebenfalls ein Fernschuss von Abifade, der zum leistungsgerechten 1:1-Pausenstand führte. Die Gäste hatten im ersten Abschnitt zwei Mal Pech, dass die Pfeife des Schiedsrichters in elfmeterverdächtigen Szenen für den TSV 1860 stumm blieb. Dies darf aber nicht als Ausrede gelten, insgesamt war das für ein vermeintliches Spitzenteam zu wenig.

Entschlossene Waldhöfer drehten das Spiel

Im zweiten Durchgang kamen die Waldhöfer entschlossener aus der Kabine. Nach einem Hin und Her in den ersten Minuten des zweiten Abschnitts nutzten die Hausherren ihre Möglichkeiten effizient. Okpala war es, der die Waldhöfer aus gut zehn Metern im zweiten Nachschuss in Führung brachte und etwa zehn Minuten später zog erneut Okpala nach einem Luftloch der Gäste zum nächsten Mal flach und trocken ab und sorgte mit dem 3:1 für die Vorentscheidung. Damit war die Partie entschieden, Sechzig mühte sich zwar noch, konnte aber keine nennenswerten Möglichkeiten mehr erzwingen.

Vier Auswechslungen bei den Löwen

Kauczinski versuchte nach dem Zwei-Tore-Rückstand noch einmal alles und wechselte binnen kürzester Zeit vier Mal. Philipp, Maier, Pfeiffer und Hobsch kamen für Niederlechner, Volland, Lippmann und Christiansen aufs Feld. Doch den Löwen gelang es nicht mehr, die Begegnung noch einmal zu drehen. Die Münchner waren zwar bemüht, bissen sich an effizienten und kampfstarken Mannheimern aber die Zähne aus.

Die Effizient macht den Unterschied

Die 16.000 Zuschauer im Carl-Benz-Stadion sorgten in beiden Lagern bis zur letzten Minute für eine Stimmung aus beiden Fan-Lagern, die sich abgesehen von Dortmund und Köln jeder Bundesligist nur wünschen kann. Der TSV 1860 wurde aber vor der gegnerischen Tor nicht mehr wirklich gefährlich. Zu kompliziert war man im Spielaufbau, oft fehlte die Durchschlagskraft und man scheiterte immer wieder mit zu hektischen Abschlüssen an der vielbeinigen Abwehr der Hausherren, die geschickt das Zentrum zumachten. Bei Sechzig war spätestens nach dem 3:1 der Heimischen die Luft raus. In einer weitgehend ausgeglichenen Partie gelang es den Gästen nicht, die gute Anfangsphase zu konservieren, sodass sich die Mannheimer nach 90 Minuten auch verdient durchsetzten, die in der Offensive einfach zielstrebiger und effizienter auftreten. Daran änderten auch die neun Minuten Nachspielzeit nichts mehr.

 

 

 

Liveticker: Waldhof Mannheim – TSV 1860 München (12.Spieltag)

6
liveticker waldhof mannheim tsv 1860

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem TSV 1860 München! Die beiden Kontrahenten treffen am 12.Spieltag im Carl-Benz-Stadion aufeinander.

Nach dem Sieg zum Debüt gegen den Tabellenführer MSV Duisburg möchte Markus Kauczinski mit seinem Team heute direkt nachlegen. Zu Gast sind die Löwen beim SV Waldhof Mannheim, der aktuell Rang 10 belegt und somit knapp vor dem TSV 1860 liegt. In der vergangenen Spielzeit gelang im Carl-Benz-Stadion ein souveräner Auswärtssieg mit bester Stimmung im gut gefüllten Gästeblock. Wie endet die heutige Partie – können die Löwen eine kleine Serie starten und auch in Mannheim als Sieger den Platz verlassen? Ab 14:00 Uhr wird sich zeigen, wer bei dieser Begegnung am längeren Hebel sitzt.

Statistik

Aufstellung:
Dähne – Dulic, Schifferl, Voet – Christiansen, Jacobsen – Rittmüller, Volland, Lippmann – Niederlechner, Haugen

Bank:
Bachmann (TW), Danhof, Philipp, Reinthaler, Maier, Pfeifer, Wolfram, Faßmann, Hobsch

Tore: 0:1 Christansen (10. Minute), 1:1 Abifade (24. Minute), 2:1 Okpala (60. Minute), 3:1 Okpala (66. Minute)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Verlaat, Schröter (beide verletzt), Jakob (Aufbautraining), Deniz (Gelbsperre)

Ausfälle bei Waldhof Mannheim:
Voelcke, Asallari (beide zuletzt verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Jesper Verlaat hat bereits vier Mal den gelben Karton gesehen und muss daher aufpassen. Bei der nächsten Verwarnung heißt es ein Spiel Pause. Allerdings ist der Kapitän der Löwen derzeit ohnehin verletzt. Darüber hinaus stehen Kevin Volland, David Philipp und Florian Niederlechner bei drei gelben Karten.

Wo könnt ihr das Spiel Waldhof Mannheim – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Match wird im Free-TV übertragen. Der Bayerische sowie der Südwestdeutsche Rundfunk haben sich die Übertragungsrechte gesichert. Außerdem läuft die Partie wie gewohnt auf MagentaSport, das die Begegnung sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream überträgt.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Luc Holtz: “Wir sind der Underdog”

4
Luc Holtz: "Wir sind der Underdog"

Bei der Spieltags-Pressekonferenz des SV Waldhof Mannheim stellte sich Waldhofs Trainer Luc Holtz den Fragen der Presse. “Vor der Saison war 1860 der Aufstiegskandidat Nummer eins, natürlich sind sie etwas hinter ihren Erwartungen. […] 1860 hat viel Erfahrung in der Mannschaft. […] Wir sind der Underdog, haben aber keine Angst und wollen unserem Publikum einen Sieg schenken”, sagte Holtz am Tag vor dem Spiel.

Drei Ausfälle bei den Hausherren

Drei Spieler werden die Hausherren gegen die Löwen wohl ersetzen müssen. Verteidiger Sascha Voelcke und Stürmer Kushtrim Asallari fallen definitiv aus, hinter Keeper Thijmen Nijhuis steht noch ein großes Fragezeichen. “Wie in jedem Spiel der dritten Liga erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe und mit hoher Intensität”, sagte Holtz weiter. Das Carl-Benz-Stadion in Mannheim dürfte dabei gut gefüllt sein. 13.000 Tickets sind bislang verkauft, gut 2.500 davon gingen an Sechzger-Anhänger. Am Spieltag wird es noch eine Tageskasse geben.

Holtz: “Wir sind der Underdog”

Holtz sieht die Löwen in der Favoritenrolle: “Wir haben schon eine Idee, wie wir das angehen wollen. Ich denke dass man Spieler mit der Qualität von 1860 nicht über 90 Minuten ausschalten kann. Das müssen wir im Verbund lösen”, fordert der Mannheimer Chefanweiser und sagt weiter: “Vor der Saison war 1860 der Aufstiegskandidat, natürlich sind sie etwas hinter ihren Erwartungen. 1860 hat viel Erfahrung in der Mannschaft. Wir sind der Underdog, haben aber keine Angst und wollen unserem Publikum einen Sieg schenken”.

Zu Hause noch unbeständig

Die Konstanz fehlt den Mannheimern in dieser Saison bislang vor allem noch vor eigenem Publikum. So gab es im stetigen Wechsel Siege wie Niederlagen. Zuletzt feierten die Waldhöfer einen Auswärtserfolg in Aue. “Wir sind zu Hause noch unbeständig, haben immer wieder einen Durchhänger gehabt. In Aue hat das über 90 Minuten schon viel besser ausgesehen”, erklärte Holtz.

“1860 hat viel Qualität in der Spitze”

Natürlich hat sich Mannheims Trainer auch intensiv mit dem morgigen Gegner aus Giesing auseinandergesetzt. “1860 hat zuletzt mit Dreierkette gespielt. Wir haben uns natürlich im Trainer-Team überlegt, wie wir am besten dagegen vorgehen. Sie haben mit Haugen, Niederlechner und Volland viel Qualität in der Spitze. Wir versuchen, diese Leute auszuschalten und wollen die Räume für unsere Angriffe finden“, erläuterte Holtz.

Titelbild: Alfio Marino

Gegnervorstellung 25/26: SV Waldhof Mannheim 07 e.V.

0
Choreo im Mannheimer Fanblock

Der erst Schritt zur Trendwende ist geschafft und endlich waren wir einmal die Beender eines Laufs und nicht der Aufbaugegner für strauchelnde Klubs. Markus Kauczinski scheint einen Draht zur Mannschaft und auch das nötige Spielglück mitgebracht zu haben. Hoffentlich hat auch das Screening der neuen Dokumentation über den TSV die Spieler nochmal motiviert alles zu geben, wenn morgen das immer brisante Duell in der Quadratestadt angeht. Die Löwen fahren ins Rhein-Neckar-Gebiet und es warten die Barackler, es wartet der SV Waldhof Mannheim 07 e.V.!

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Der Blick auf die Tabelle verspricht aktuell ein Duell auf Augenhöhe, nachdem auch die Mannheimer eher durchwachsen in die Saison gestartet sind. Die dortigen Verantwortlichen zogen aber extrem schnell die Reißleine und beurlaubten Trainer Dominik Glawogger nach nur zwei Spieltagen, obwohl man für ihn erst Ablöse an Regensburg bezahlt hatte.  Der neue Mann an der Linie ist der Luxemburger Luc Holtz (56), welcher davor 15 Jahre lang das Nationalteam des Kleinstaats betreut hatte.

Nun steht der Waldhof aktuell auf Platz 10 und einer Bilanz von 5-1-5. Licht und Schatten sind also nah beieinander, was bisher 16 Punkte brachte. Das Torverhältnis ist mit 20:28 leicht positiv. Nach einem Durchhängen Anfang September mit drei Niederlagen in Folge ist man in den letzten Spielen erfolgreicher. Die letzte Partie konnte in Aue mit 2:0 gewonnen werden, davor musste man sich Osnabrück 1:4 geschlagen geben. Sonst gab es einen knappen 3:2 Sieg in Havelse und ein wahnsinnig anmutendes 6:1 zuhause gegen Essen. Es ist also Vorsicht angebracht, denn die Barackler sind in dieser Saison schon für alles gut gewesen und können dich an einem guten Tag auch abschießen.

Kader & Transfers

11 Abgängen und 10 Neuverpflichtungen gab es in Mannheim über den Sommer. Quantitativ gesehen nichts Besonderes, doch im Detail gab es einige interessante Verpflichtungen

Einige Stammspieler haben den Waldhof im Sommer verlassen. Besonders schwer wiegt sicher der Abgang von Kapitän und Vereinsikone Marcel Seegert (31, IV) nach Ulm, der beim dortigen Auswärtsspiel von den Fans mit einem großen Spruchband verabschiedet wurde. Außerdem ging Adrian Fein (26, ZM) nach Regensburg, Martin Kobylanski zu Blau-Weiß Lohne und Andre Becker (28, MS) nach Leihende zurück nach Bielfeld und dann nach Ulm. Spannendere Destinationen gab es für Stammtorhüter Jan-Christoph Bartels (Dunjaska Streda, 1. Liga Slowakei) und Kelvin Arase. Letzterer spielt nun in der zweiten US-Liga bei Phoenix Rising.

Auf der Torhüterposition ersetzte man Bartels mit dem 27-jährigen Thijmen Nijhuis. Der Niederländer kam vom finnischen Topklub HJK Helsinki, war aber zuletzt verletzt. Sonst wurden Spieler aus den Regionalligen verpflichtet, wie z.B. Jascha Brandt (22, LA) von Paderborn II. Als neuer Mittelstürmer kam Masca (25) aus der spanischen dritten Liga von CD Eldense. Ausgebildet wurde der Portugiese in seiner Heimat bei Estoril. Weiters verpflichtete man Adama Diakhaby (29, OM) von ACSM Politehnica Iasi aus dem rumänischen Unterhaus, sowie Diego Michel (27, ZM) vom FC Sochaux aus der französischen Liga 3.

Neuer Kapitän ist ab dieser Saison der bundesligaerfahrene Lukas Klünter (29, RV). Im Mittelfeld räumt Rico Benatelli (33, ZM) mit Routine auf, welche im Sturm durch die alten, aber treffsicheren Herren Felix Lohkemper (30) und Terrence Boyd (34) ins Spiel gebracht wird.

Löwenpower: –

Vereinsgeschichte

Die Anfänge

Gegründet wurde der Verein am 11. April 1907 im Lokal “Zum Tannenbaum” und fand seine erste Heimat and der Altrheinstraße im sogenannten “Schlammloch”. Ein Jahr später nimmt man den Spielbetrieb in der C-Klasse Neckargau auf. Nach dem Aufstieg in die B-Klasse zieht man auf den “Sandacker” um und steigt 1911 in die A-Klasse auf, die zweithöchste Liga. Vor Beginn des 1. Weltkriegs steigt der SVW 1914 noch in die oberste “Liga-Klasse” auf. Kurz danach wird der Spielbetrieb eingestellt und nur im Notformat aufrechterhalten. Während des Krieges beginnt auch die Rivalität mit dem VfR Mannheim.

1920 tritt man gegeneinander im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft in der Odenwaldliga an und siegt unter Mithilfe von drei Toren von Sepp Herberger. in der Folge kann man die Liga wieder halten und spielt in der Süddeutschen Meisterschaft mit. 1925 erfolgt der Umzug auf das heutige Vereinsgelände “bei den Schießständen”. 1930 wird man wieder Meister in der Rheinbezirksliga, was man in den nächsten Jahren wiederholen konnte.

Nach Neuordnung der Ligen wird Waldhof 1934 der Gauliga Baden zugeteilt. Nach dem Gewinn der Gau Meisterschaft unterliegt man Schalke im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Dieser Erfolg wiederholt sich erstmal nicht, auf unteren Ebenen bleibt man jedoch erfolgreich. Überregional scheitert man eigentlich immer an Nürnberg oder Schalke.

Nach den Kriegen

Nach dem Krieg werden die Schwarz-Blauen 1947 Vizemeister der neuen Oberliga Süd. In der Folge kann man die Klasse halten und bringt eine Amateurmannschaft an den Start. 1954 steigt man schließlich, nach 40 Jahren im Oberhaus, in die 2. Spielklasse ab. Vier Jahre später steigt man wieder auf, muss aber 1959 direkt als Letzter wieder ins Unterhaus. Der sofortige Wiederaufstieg gelingt aber, diesmal kann man zwei Jahre die Klasse halten. 1963 qualifiziert man sich für die neue Regionalliga Süd, die neue 2. Liga. Aus dieser muss man 1970 in die Amateurliga Nordbaden absteigen.

Nachdem der Aufstieg ’71 knapp scheitert, gelingt er 1972 in der Entscheidungsrunde gegen den FC Singen. Zwei Jahre danach wird man Teil der neuen 2. Bundesliga, damals noch zweigeteilt. 1981 qualifiziert man sich dann auch für die eingleisige Version. Im Jahre 1983 feiert man die Meisterschaft und steigt in die Bundesliga auf. Hier kann man sich fast 10 Jahre halten, muss 1990 aber absteigen.

Anstatt dem angestrebten Wiederaufstieg geht es 1997 sogar in die Regionalliga Süd, man kann zwei Jahre später aber wieder in die 2. Liga zurückkehren. Nach durchaus erfolgreichen Jahren geht es 2003 wieder ins Unterhaus. In diesem Zuge muss Insolvenz angemeldet werden und der SVW findet sich 2003 in der viertklassigen Oberliga wieder.

Nach der Insolvenz

Nach einer Konsolidierungsphase im wirtschaftlichen und sportlichen Bereich qualifiziert man sich 2008 für die neue Regionalliga Süd, ein Jahr später wechselt man in die West-Staffel. 2010 muss man abermals wegen finanzieller Probleme in die Oberliga runter. Aus der fünften Leistungsstufe kann man sich aber schnell wieder verabschieden, 2011 ist man wieder in der Regionalliga. Ab 2016 scheitert man jedes Jahr bis 2018 in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga. 2019 kann man unter Bernhard Trares dann endlich direkt aufsteigen.

Nach der Rückkehr in den Profifußball nimmt man wieder am DFB-Pokal teil, muss aber aufgrund der Pandemie die meiste Zeit ohne Zuschauer spielen. 2021 und 2022 gelingt der Gewinn des Landespokals und man spielt in der Liga im oberen Mittelfeld mit. Die damit geweckten Aufstiegsambitionen konnten aber bisher nicht erfüllt werden, die letzte Saison über befand man sich in akuter Abstiegsgefahr…

Verein

Waldhof Mannheim vereint ca. 2500 Mitglieder auf die Abteilungen Fußball, Handball, Tennis, Rehasport, E-Sports, Schiedsrichter und Privatmannschaften. Letztere sind Freizeitmannschaften, die hier aber im Verein eingegliedert sind und regelmäßig trainieren. Beim Waldhof hat das eine lange Tradition, die zwei Teams wurden 1948 bzw. 1950 gegründet.

In Mannheim ist der Profifußball auch ausgegliedert in die “SV Waldhof Mannheim 07 Spielbetriebs GmbH”, von der 98,82% einer Beteiligungsfirma der Familie Beetz gehören, der e.V. aber trotzdem die Stimmenmehrheit hält. Dies ist nicht weiter problematisch für Familienoberhaupt Bernd Beetz, er ist selbst Präsident des SVW und sein Sohn Aufsichtsratsvorsitzender der GmbH. Beetz war bzw. ist Manager in der Kosmetik und Luxusartikel-Branche und ist in der Branche auch unternehmerisch tätig. Er gilt als Erfinder des Konzepts der “Celebrity-Düfte” als neues Segment im Parfum-Markt. Das Verhältnis zum Investor kann in Mannheim als harmonisch beschrieben werden, die Pläne für ein neues Stadion unter Beetz Finanzierung waren konkret, scheinen aber an Widerstand aus der Mannheimer Stadtpolitik zu scheitern.

Fanszene

Die Mannheimer Fanszene gilt als reisefreudig und chronisch unbeliebt. Die Hauptgruppe der auf der “Otto-Siffling-Tribüne” angesiedelten Ultras sind die “Ultras Mannheim“, welche 1999 gegründet wurden und dieses Jahr 25 Jahre Jubiläum feiern. Diese Gruppe entstand zur Jahrtausendwende durch den Zusammenschluss mehrerer aktiver Fanclubs und ist bis heute federführend in der Kurve. Daneben gibt es noch kleinere Gruppen wie zum Beispiel die “305 Boys”. Vor den Ultras war in Mannheim die Hooligan-Szene sehr präsent. Konstante in diesem Bereich sind die 1985 gegründeten “City-Boys”, die bis heute noch aktiv sind. Der älteste aktive Fanclub ist “The Firm”, der seit der Gründung 1982 bis heute bei den Spielen der Buwe dabei sind. Insgesamt sind beim SVW 92 Fanclubs registriert, darunter auch ein Stammtisch aus München. Ähnlich wie beim TSV gibt es auch eine Faninitiative, die übergeordnet agiert und sich für Traditionserhaltung einsetzt, nämlich “Pro Waldhof”. Dieser Verein ist aber mittlerweile viel stärker im Alltagsgeschäft präsent und arbeitet in seiner offiziellen Funktion als Fandachverband eng mit u.a. der offiziellen Fanbetreuung zusammen.

Fanfreundschaften gibt es einige, die älteste besteht zu Eintracht Braunschweig. Weiters bestehen Kontakte nach Basel und Worms. Besonders von Ultraseite existiert eine starke Bande zu Eintracht Frankfurt und auch den “Supporters” (Supi) von Wormatia Worms. Die größte Feindschaft besteht zum 1. FC Kaiserslautern, unter anderem aus diesem Grund sind auch wir Löwen in der Kurpfalz eher unbeliebt. Auch der KSC und die Kickers Offenbach sind nicht gerade Freunde der Barackler. Leider ist aufgrund des sportlichen Unterschieds die Rivalität zum VfR Mannheim eigentlich nicht mehr existent.

Das Stadion

Waldhof Mannheim trägt seine Spiele im “Carl-Benz-Stadion” in der Mannheimer Oststadt aus. Die Arena gehört der Stadt Mannheim und hat eine Kapazität von 24.302 Plätzen und wurde am 25. Februar 1994 eröffnet. Das von Architekt Folker Fiebriger geplante Stadion besteht aus einem U, welches nach Westen geöffnet ist. Auf der alleinstehenden Günter-Sebert-Tribüne (West) finden die Gästefans ihren Platz. Direkt gegenüber auf der Otto-Siffling-Tribüne befindet sich die Heimkurve, welche ungewöhnlicherweise komplett mit Sitzschalen bestückt ist.

Carl-Benz-Stadion Mannheim von Oben

Das Carl-Benz-Stadion von Oben

Vor dem heutigen Bau stand seit 1926/27 an gleicher Stelle das “Stadion Mannheim” bzw. das alte “Rhein-Neckar-Stadion“. Nutzer war hauptsächlich der VfR Mannheim, welcher 1971 in das neue “Rhein-Neckar-Stadion” direkt neben dem alten Bau umzog, da ein reines Fußballstadion attraktiver erschien. In der Folge wurde dann von einem Umbau des alten Stadions Abstand genommen und die neue Arena errichtet. Der Waldhof trug seine Heimspiel früher am Alsenweg aus, wo sich heute noch immer die Geschäftsstelle und das NLZ befindet. Heute heißt das Stadion “Seppl-Herberger-Stadion am Alsenweg” und dient als Spielort für die Zweitvertretung der Barackler.

Im Carl-Benz-Stadion dürfen pro Jahr immer nur 27 Veranstaltungen stattfinden, um die Anwohner zu schützen. Deshalb kann das Stadion auch immer nur von einem Verein genutzt werden. Etwaige Europacup-Partien wären von dieser Beschränkung ausgenommen. Im allgemeinen gilt die Regelung, dass die Nutzungsberechtigung immer beim hochklassigsten Mannheimer Verein genutzt werden darf.

In den Saisonen 2008/09 und 2019/20 wurden umfassende Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen. Erstere waren nötig, da die TSG Hoffenheim die Bundesliga Hinrunde 2008 in Mannheim austrug. So wurden das Stadion mit u.a einer neuen Videowand für die Bundesliga ertüchtigt. Im zweiten Zeitraum wurden z.B. das Flutlicht und die Rasenheizung erneuert. Trotzdem ist das Stadion schon etwas in die Jahre gekommen und es wird immer wieder über einen Neubau und damit verbundenen Umzug des Waldhof nachgedacht. Mäzen Bernd Beetz hatte seine Bereitschaft signalisiert einen solchen Neubau zu finanzieren, was aber von der Stadt Mannheim abgelehnt wurde. Aktuell sieht es eher nach einem Verbleib aus. Eine Sanierung des Carl-Benz-Stadions ist für eine weitere Nutzung im Profifußball aber unumgänglich, da besonders die Stromversorgung bei Heimspielen mittlerweile an ihre Grenzen kommt. Zur weiteren Sanierung der Elektrik bzw. des Flutlichts wurden schon Pläne gefasst und die Beleuchtung im Sommer für mehrere Millionen auf Zweitligatauglichkeit (1 200 Lux) aufgewertet.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Aus Werbegründen heiß der Verein nach der bekannten Chips-Firma kurzzeitig “Chio Mannheim”
  • Viele weiter Infos gibt es im WikiWaldhof, einer Online-Enzyklopädie zum Verein
  • In Mannheim wurde nicht nur das Auto erfunden, sondern auch das Zweirad, der elektrische Aufzug, die Sicherung, der Lanz Bulldog und Normen zur Erfassung von Wetterdaten, die bis heute relevant sind.
  • Sollte der VfR Mannheim wieder erstarken, wäre dies vermutlich das Derby mit der kürzesten Distanz zwischen den Stadien in mindestens Deutschland.
  • 1946 gewann der SVW die erste “interzonale Meisterschaft” im Feldhandball als Vertreter der US-Zone

Der 12. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden – Aachener TSV Alemannia
Samstag 14:00 Uhr FC Ingolstadt 04 – 1. FC Saarbrücken
14:00 Uhr FC Energie Cottbus – TSV Havelse 1912
14:00 Uhr SSV Jahn Regensburg – VfB Stuttgart 1893 II
14:00 Uhr SV Waldhof Mannheim 07 – TSV 1860 München 
14:00 Uhr SC Verl 1924 – SSV Ulm 1846 Fußball
16:30 Uhr 1. FC Schweinfurt 05 – VfL 1899 Osnabrück 
Sonntag 13:30 Uhr TSG 1899 Hoffenheim II – FC Erzgebirge Aue
16:30 Uhr FC Viktoria Köln 1904 – FC Hansa Rostock
19:30 Uhr MSV 02 Duisburg – Rot-Weiss Essen