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Giesinger Gedanken: Ein Heimsieg wie aus dem Märchenbuch

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TSV 1860 München VfL Osnabrück Heimspielauftakt 2025 26 2 Spieltag 3 Liga

Erster Sieg in der neuen Saison – und was war das für ein fantastischer Nachmittag auf Giesings Höhen. Gegen den VfL Osnabrück startete der TSV 1860 München, wie man es in einem Märchenbuch nicht besser beschreiben könnte. Nach 90 heißen Minuten war der Heimsieg perfekt und die Löwenfans überglücklich.

Volland schlägt nach wenigen Minuten das Märchenbuch auf

Es war einmal ein junger Fußballer mit viel Talent und Können am Ball. Der zog mit 20 Jahren in die große, weite Fußball-Welt hinaus – doch es sollte kein Abschied für immer sein versprach er. In der ersten Bundesliga sorgte er für Furore, sammelte Scorer-Punkte und schaffte es bis in die deutsche Nationalmannschaft. Er setzte seinen Weg mit einem Auslandsaufenthalt fort und erneuerte in dieser Zeit seine Absicht irgendwann einmal wieder das Trikot seines Jugendvereins überzustreifen. Die Eisernen holten ihn dann zurück in sein Heimatland. Es sollten noch zwei weitere Jahre vergehen, ehe es endlich soweit war. Der einst junge Fußballer kam zurück und hielt sein Versprechen. Das weiß-blaue Trikot stand ihm gut – ganz so, als sei es nie anders gewesen.

Nach 13 Jahren Pause lief er wieder bei einem Heimspiel der Löwen auf. Als sein Name bei den Aufstellungen vor der Partie verlesen wurde, stellte das Grünwalder Stadion gefühlt einen neuen Dezibel-Rekord auf. Als sei das aber noch nicht genug, kam die siebte Spielminute. Sieben Zeigerumdrehungen stand er auf dem Platz, als eine Freistoßflanke in den Sechzehnmeter-Raum geflogen kam. Er sah den Ball und er machte das, was er am besten kann: er traf. Und die Löwenfans konnten ihren Augen fast nicht trauen, so schön war dieser Moment am Samstag, den 09.August in München-Giesing.

Danke für diesen Moment!

Mein lieber Herr Gesangsverein… Auch nach zwei Nächten drüber schlafen kann ich eigentlich gar nicht glauben, was da am Samstag nach sieben Zeigerumdrehungen passiert ist. Die Blockfahne war gerade erst wenige Momente weg, da trifft Kevin Volland in seinem ersten Löwen-Heimspiel nach vielen Jahren. Das Grünwalder Stadion verwandelt sich in ein Tollhaus, gefühlt die gesamte Westkurve liegt sich in den Armen. Die ein oder andere Freudenträne kullert die Wangen herunter. Wie schön kann Fußball manchmal eigentlich sein?

Eine Woche nach dem Unentschieden zum Auftakt in Essen war meine Erwartungshaltung tatsächlich wieder einigermaßen auf einem vernünftigen Niveau angekommen. Dennoch: morgens beim Aufstehen, dann auf dem Weg zum Stadion spürte ich, dass wir an diesem Samstag einen Heimsieg sehen werden. Auch die meisten anderen Löwenfans waren optimistisch und freuten sich bei strahlendem Sonnenschein auf das erste Duell im Grünwalder Stadion seit Mai. Eine tolle Choreografie eröffnet die Partie und dann, ja dann kommt er: dieser magische Moment, an den wir uns alle noch lange erinnern werden!

Die Löwen machten weiter und trafen noch vor der Pause zum zweiten Mal. Gut für die Nerven, beruhigend – daraufhin erst einmal Abkühlen. Kurz nach Wiederanpfiff gibt`s den nächsten Treffer, wird das hier etwa ein Kantersieg? Nein Jan, beruhig dich! Die anderen können auch Fußball spielen. Und Tatsache: 15 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit fällt ein Treffer auf der falschen Seite. Mist, ist das der Startschuss für einen weiteren Löwen-Blues? Das darf einfach nicht passieren, dieser perfekte Moment darf nicht mit einem weiteren Unentschieden enden!

Sechs Minuten Nachspielzeit, noch einmal Anspannung in ein paar Situationen. Dann der Schlusspfiff, es ist vollbracht! Das Märchenbuch ist um ein Kapitel reicher und der TSV 1860 München hat drei Punkte auf dem Konto. Und wenn sie nicht gestorben sind…

…dann siegen sie auch in Aachen 🙂

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Video- & Fotogalerie zu TSV 1860 München – VfL Osnabrück

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Titelbild TSV 1860 VfL Osnabrück Fotogalerie

Mit einem überzeugenden 3:1 gegen den VfL Osnabrück feierten die Löwen eine gelungene Heimpremiere in die neue Saison. Mit Kevin Volland und Florian Niederlechner konnten sich auch direkt die beiden größten Hoffnungsträger in die Torschützenliste eintragen, zudem traf Sigurd Haugen. In unserer Video- und Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Heimsieg des TSV 1860 gegen den VfL Osnabrück im ausverkauften Grünwalder Stadion.

Wunderschöne Choreo im Grünwalder Stadion

Weitere Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Fotogalerie zu TSV 1860 München – VfL Osnabrück

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Sechzig um Sieben: Heimsieg gegen den VfL Osnabrück

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Einen Heimsieg gab es am Wochenende sowohl für die Profis gegen den VfL Osnabrück als auch für den TSV 1860 II in der Bayernliga Süd. Im Einsatz waren zudem die Löwinnen, Ex-Löwe Marco Hiller stand in Belgien erstmals in der Liga zwischen den Pfosten. Zum Start in eine neue Woche gibt es zudem einen ausführlichen Blick auf die Konkurrenz in der 3.Liga.

Heimsieg: TSV 1860 schlägt Osnabrück

Drei Punkte wanderten am Samstagnachmittag auf das Konto der Löwen. Durch Tore von Volland, Niederlechner und Haugen feierte der TSV 1860 gegen den VfL Osnabrück einen Heimsieg vor 15.000 Zuschauern. In der neuen Rubrik “Stimmen zum Spiel” äußern sich mehrere Löwen entsprechend glücklich über die Leistung des Teams.

U21 gewinnt knapp gegen Gundelfingen

Bereits am Freitag war der TSV 1860 München II am Trainingsgelände im Einsatz. Zu Gast war der FC Gundelfingen, der die Mannschaft von Alper Kayabunar zunächst vor einige Schwierigkeiten stellte. Dann aber gingen die Löwen in Führung und es sollte bei einem Treffer in dieser Partie bleiben. Um ein Haar hätten die Gäste allerdings kurz vor Schluss doch noch den Ausgleich erzielt. So feierte die U21 die drei Punkte und ist am Freitag in Schwaig zu Gast.

Löwinnen ohne Mühe im Testspiel

Keine Probleme hatten die Frauen des TSV 1860 München gegen den SSV Weng am späten Samstagnachmittag. Etwa 100 Zuschauer waren an der St. Martin Straße zum zweiten Testspiel in der Saisonvorbereitung gekommen. Sie sahen überzeugende Löwinnen, die sich mehrfach vor dem gegnerischen Kasten erfolgreich zeigten.

Interview mit Stefan Held (Trainer TSV Geiselbullach)

Das nächste Pflichtspiel bestreitet der TSV 1860 München bereits am morgigen Dienstag. Gegner ist dann der TSV Geiselbullach in der 2.Runde des Toto-Pokals. Vor der Partie hat sich Peter mit dem Trainer der Gastgeber getroffen und ihm in einem Interview diverse Fragen gestellt. Die Antworten gibt es sowohl in Schriftform als auch als Video bei Youtube.

Hiller feiert Heimsieg bei Liga-Debüt

Ex-Löwe Marco Hiller hat als neue Nummer 1 bei KAS Eupen am Samstagabend einen erfolgreichen Liga-Auftakt gefeiert. Gegen den RFC Lüttich setzte sich Eupen mit 2:0 durch. Nach dem Auswärtsspiel in Aachen bietet sich abends die Gelegenheit Hiller live zu erleben: das Spiel beim Lierse SK ist in etwa eineinhalb Stunden vom Tivoli zu erreichen.

News aus der 3.Liga

Der 2.Spieltag

Der nächste Tabellenführer der 3.Liga ist nach dem 2.Spieltag der MSV Duisburg. Der Aufsteiger holte in Regensburg einen deutlichen Auswärtssieg und ist das einzige Team mit zwei Siegen zum Start. Am anderen Ende der Tabelle liegt der 1.FC Schweinfurt, die wiederum die einzige Mannschaft ohne Punktgewinn nach zwei absolvierten Partien ist. Cottbus sicherte sich in doppelter Überzahl am Freitagabend in der Nachspielzeit die drei Punkte. Außerdem gab es Heimsiege für Saarbrücken (2:1 gegen Köln) und Rostock (1:0 gegen Mannheim). Havelse ärgerte Essen mit einem überragenden Treffer in der Nachspielzeit, der nächste Löwen-Gegner Aachen verlor zuhause mit 2:4 gegen Hoffenheim II.

Aue ohne Männel bei Niederlage in Ulm

Der FC Erzgebirge Aue musste am Samstag bei der knappen Niederlage gegen den SSV Ulm auf Stammtorwart Martin Männel verzichten. Ein ganz besonderer Grund hielt den 37-Jährigen vom Fußballplatz fern. Sein Sohn wurde eingeschult, wofür der FCE den Torwart freistellte.

Dressel verlängert vorzeitig in Ulm

Ex-Löwe Dennis Dressel hat seinen auslaufenden Vertrag in Ulm vorzeitig bis 2027 verlängert. Der 26-Jährige fühlt sich beim SSV “sehr wohl” und freut sich auf weitere Einsätze für die Spatzen.

Ouro-Tagba wechselt zu Stuttgart II

Ein weiteres bekanntes Gesicht im gegnerischen Trikot werden die Löwenfans Ende August im Duell mit dem VfB Stuttgart II zu Gesicht bekommen. Mansour Ouro-Tagba wurde vom 1.FC Köln nach Schwaben verliehen und soll in der Reserve-Mannschaft Spielpraxis sammeln.

Stimmen zum Spiel: TSV 1860 – Osnabrück 3:1

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In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten rund um den TSV 1860 München eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre – jeweils aktuelle und ehemalige -, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute geht’s um das erste Heimspiel der Saison 2025/26 in Giesing, das am Samstag Nachmittag gegen den VfL Osnabrück mit einem 3:1-Sieg für die Löwen endete.

Jan Schrader (Redakteur sechzger.de):

Samstag 14 Uhr, der Himmel ist (natürlich) weiß-blau und die Löwenfans sind heiß. Das Spiel beginnt mit einer geilen Choreo und wenig später wird es so schnulzig, dass es eigentlich gar nicht wahr sein kann. Was für ein Torjubel, was für ein Moment! Hoffentlich sind beim Ausrufen des Torschützen alle Fenster in Giesing heile geblieben. So kann es gerne weitergehen.

Silas (14-jähriger Löwenfan, Dauerkartenbesitzer in der Westkurve):

Die Begeisterung der Fans, endlich wieder auf Giesings Höhen zu kicken, machte sich schon auf dem Weg ins Stadion bemerkbar.
Trotz dem spritzigen Flußball der Löwen, machte die drückende Hitze alles etwas träger. Die zweite Hälfte ließ noch zu wünschen übrig, das ergebnis jedoch nicht.

Patrick Glöckner (Cheftrainer, in der Pressekonferenz nach dem Spiel):

Wir sind sehr gut in die Partie reingekommen. Wir waren kompromisslos – gerade in der ersten Halbzeit – in den Zweikämpfen, haben eigentlich gar nichts zugelassen, bis auf zwei Fernschüsse. Haben dann über Standardsituationen die Büchse ein bisschen geöffnet (…) Du holst dann deinen ersten Heimsieg und kannst eigentlich stolz auf die Leistung der Jungs sein. Es waren extreme Temperaturen heute. Ich sag: Von neunzig Minuten haben wir siebzig Minuten sehr gut gespielt, zwanzig Minuten klammern wir aus und freuen uns einfach über den Sieg. Entsprechend war es das Ergebnis, was wir uns vorgestellt haben.

Peter Schaefer (Vizepräsident TSV 1860 e.V.):

Besser hätte man sich den Heimstart in die Saison nicht wünschen können. Bei bestem Wetter präsentierten sich Fans und Mannschaft als geschlossene Einheit und die Elf von Patrick Glöckner warf von Beginn an alles nach vorne, sodass am Ende verdiente drei Punkte eingefahren werden konnten. Und dass man in der Schlussviertelstunde trotz zwei Toren Vorsprung schon leicht begonnen hat zu zittern, gehört wohl einfach bei 1860 dazu.

Uli (Löwenfan aus Hamburg, zum Spiel – natürlich – angereist):

Hitzeschlacht statt Hexenkessel… Die Löwen haben gerockt, während es den gesetzteren Löwenfans eindeutig zu heiß war zum anfeuern. Gottseidank hat man heute richtig gesehen, wie die individuelle Qualität zugenommen hat seit letzter Saison. Das Potential zum Hexenkessel ist auf jeden Fall da!

Kevin Volland (Heimgekehrter Torschütze zum 1:0):

Ich hab’s ja schon paar mal in Interviews gesagt: Für mich steht immer an oberster Stelle, dass wir die Spiele gewinnen. Wer dann am Ende die Tore macht, oder wie wir’s machen, steht für mich an zweiter Stelle. Aber klar: Wenn man dann mit dem 1:0 helfen kann, dass wir auch gut ins Spiel finden, dann ist das umso schöner. Und man sieht ja dann auch, was hier im Stadion auch wieder los ist. Ich glaub’, es ist jetzt 15 Jahre her, wo mein letztes Spiel hier im Grünwalder war und da kribbelt es dann schon.

Testspiel: Löwinnen I besiegen SSV Weng deutlich

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Titelbild TSV 1860 Löwinnen SSV Weng

Nicht nur im Grünwalder Stadion gab es am Samstag einen Sieg des TSV 1860 München zu sehen, sondern auch auf dem Sechser-Platz. Dabei besiegten die Löwinnen I den SSV Weng deutlich auch die 2. Mannschaft gewann ihr Testspiel.

Löwinnen I besiegen SSV Weng deutlich

Rund 100 Zuschauer hatten sich nach dem überzeugenden Heimsieg der Profis noch auf den Weg zur St.Martin-Straße gemacht, um die Löwinnen zu unterstützen – und das Kommen hat sich gelohnt. Anders als in den Vorjahren hatten die Frauen des TSV 1860 diesmal relativ wenig Mühe mit den Gegnerinnen aus Niederbayern und erspielten sich Chance um Chance. Lea Lugschneider eröffnete den Torreigen bereits in der 7. Minute, Kira Winter ließ nur sechs Zeigerumdrehungen später den zweiten Treffer folgen. Michelle Le Nguyen stellte per Elfmeter den 3:0-Halbzeitstand her.

Nach dem Seitenwechsel ließen es die Löwinnen etwas ruhiger angehen und legten erst in der Schlussphase nach. Lea Lugschneider besorgte den vierten Treffer (80.) und Wien Tuwi netzte zum 5:0 ein (88.). In der Nachspielzeit kamen die Gäste durch Julia Bachner zum Ehrentreffer.

U23 gewinnt ebenfalls

Auch die als U23 neuformierte 2. Mannschaft der Löwinnen kam am Samstag zu einem Erfolgserlebnis. Sie besiegte die SG Otterfing/Sachsenkam mit 5:0 und zeigte eine über weite Strecken überzeugende Leistung. Die Tore für den TSV 1860 erzielten Saadet Tombul (10.), Felicia Altenburger (15.), Johanna Eberl (22., ET), Hannah Brüning (43.) und Wien Tuwi (50.).

Die weiteren Termine der Vorbereitung der Löwinnen findet Ihr HIER.

 

Toto-Pokal in Geiselbullach: Interview mit Trainer Stefan Held

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Geisebullach feiert die Meisterschaft

Am Dienstag, den 12. August um 18:00 Uhr steht für die Löwen am Sportplatz an der Schulstraße die zweite Runde im Toto-Pokal an. Diesmal muss unter der Woche keine weite Anreise absolviert werden, sondern man bleibt glücklicherweise im S-Bahn-Gebiet, denn der nächste Gegner ist der frisch gebackene Bezirksligist TSV GeiselbullachVor der Partie des Jahrzehnts für den Olchinger Stadtteilverein haben wir mit Trainer Stefan Held über Erwartungen, Erfolge und die Löwen gesprochen. Wer das Interview lieber hören möchte, kann das auf unsere YouTube-Kanal tun.

Das Interview fand in der Woche vor dem Ligastart statt, da zum damaligen Zeitpunkt noch der ursprüngliche Spieltermin gegeben war. Aus diesem Grund sind einige Referenzen zum zeitlichen Ablauf und der Spielstätte nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechend. Aus Gründen der Lesbarkeit und des engen Zeitplans wird das Interview aber in der ursprünglichen Form veröffentlicht.

Trainer Stefan Held im Interview

sechzger.de: Liebe sechzger.de-Leser*innen und Zuhörer*innen, nach dem Ligaauftakt ist vor dem Toto-Pokal, in dessen zweiter Runde die Löwen bekanntlich auf den TSV Geiselbullach treffen werden, am Dienstag, den 5. August. Und da uns bei sechzger.de dieser Bewerb besonders am Herzen liegt, freue ich mich sehr, dass ich mit Stefan Held den Trainer des TSV Geiselbullach, also des kommenden Pokalgegners, zum Interview begrüßen darf. Servus Stefan!

Stefan Held: Servus! Hi, Peter.

sechzger.de: Ja, möchtest du dich zum Start einmal vorstellen? Wer bist du genau, was machst du in Geiselbullach, also mehr als Trainer noch, und was hast du für eine Verbindung zum TSV 1860?

Stefan Held: Ja, sehr gerne, wie angesprochen, Stefan Held, Trainer beim TSV Geiselbullach, Spielertrainer. Gehe jetzt in meine fünfte Saison beim TSV Geiselbullach, haben zwei Aufstiege hinter uns und spielen jetzt eben in der Bezirksliga Süd und sind auch gut gestartet jetzt in die Liga und freuen uns natürlich unfassbar auf das Toto-Pokalspiel gegen Sechzig. Genau, ansonsten zu meiner Verbindung zu den Löwen. Letztendlich war ich selber in der Jugend aktiv bei den Löwen zwei Jahre, deswegen schlägt das Herz da auch weiß-blau im Endeffekt. Also die Verbindung ist da und deswegen ist es auch für uns, für mich, ein ganz besonderes Spiel, gegen Sechzig spielen zu dürfen in einem Pflichtspiel und da ist die Vorfreude riesengroß.

sechzger.de: Deine eigene sportliche Vergangenheit ist ja auch weiß-blau, für viele in Geiselbullach vielleicht das falsche weiß-blau. Du warst ja eigentlich lang für den, standest ja für den Lokalrivalen zwischen den Pfosten, wenn ich da richtig informiert bin.

Stefan Held: Das stimmt, ja, also ein paar Kilometer oder ein paar hundert Meter im Endeffekt nur entfernt für den SC Olching richtig. [Das] ist auch der Verein, wo ich letztendlich das Fußballspielen angefangen habe und von dem ich dann auch zu den Löwen gegangen bin. Ich bin dann später im Herrenbereich wieder zurückgekehrt und habe da über fünf Jahre dann nochmal für den SCO gespielt, bevor ich dann zum TSV Geiselbullach gegangen bin und da meine erste Trainerstation gestartet hab. Letztendlich dann erfolgreich, wie gesagt, mit zwei Aufstiegen und ja, jetzt im Endeffekt gelb-weiß, davor blau-weiß und ich bin zufrieden da, wo ich bin, und da läuft es super und macht mir mega viel Spaß.

Geiselbullach feiert

Bullach siegt am grünen Tisch

sechzger.de: Sehr schön. Dass Sechzig jetzt doch in Bullach antritt, ist ja etwas kurios, eure 1:8-Niederlage gegen Buchbach wurde annulliert und am grünen Tisch für euch entschieden, weil Buchbach einen eigentlich aus einem Testspiel im Ausland gesperrten Spieler eingesetzt hat. Wie ist da der Prozess abgelaufen und wann habt ihr von eurem Glück erfahren, dass ihr jetzt doch weiter seid?

Stefan Held: Ja, wir haben am Anfang eben abgeschlossen eigentlich, 1:8 verloren, deutlich verloren, ausgeschieden. Der Bayerische Fußballverband hat uns dann am Montag kontaktiert, Montagabend kontaktiert, dass wohl eine Unregelmäßigkeit vorlag und dass man das Ganze prüft. Also wir selbst vom TSV Geiselbullach sind nicht draufgekommen, wir wussten das auch nicht mit der Sperre, genauso wie offensichtlich die Buchbacher, weil auch kein Spieler im System gesperrt war.

Ja und dann wurden wir kontaktiert, dann hat es seinen Lauf genommen und am Dienstag in der Früh haben wir dann die Nachricht bekommen und die offizielle Mitteilung, dass Buchbach den falschen Spieler eingesetzt hat und dass das Urteil rechtmäßig ist und wir in der zweiten Gruppe, in der zweiten Runde vom Toto-Pokal stehen. So war der Verlauf und die Euphorie am Montagabend hat dann schon seinen Lauf genommen, die Orga-Gruppe wurde schon erstellt und es war ein Riesen-Hype bei uns im Verein.

Ja, schade für Buchbach muss man dazu sagen, aber unser Glück letztendlich als einziger Kreissieger dann die ein paar Kilometer entfernten Löwen zu kriegen, das ist natürlich für uns unfassbar cool und nehmen wir gerne mit.

sechzger.de: Das Drumherum wird sicher spannend und spektakulär, was erwartest du dir von der Partie auf dem Platz? Wie wünschst du dir da das Auftreten deiner Mannschaft? Besonders noch vor dem Hintergrund dass – da geht es ja Schlag auf Schlag – am Samstag davor eben, das schon angesprochene Derby gegen den SCO ansteht.

Stefan Held: Für uns sind das gerade Highlight-Wochen letztendlich, aufgestiegen, das erste Spiel in der Liga dann gehabt, was für den Verein schon ein Riesen-Event ist. Dann jetzt eben das Derby gegen Olching, wo wir sicherlich vor ungewohnt vielen Zuschauern spielen werden und dann gegen die Löwen, was ein unfassbar besonderes Spiel ist. Sportlich gilt es, da so lange wie möglich mitzuhalten und zu schauen, dass man sich da sehr gut präsentiert, sowohl auf als auch neben dem Platz. Dass die Rollen da klar verteilt sind, ich denke, das ist auch klar.

Wir haben aber so viele Löwen-Fans auch in der Mannschaft, das wird etwas ganz Besonderes für ganz, ganz viele. Erstens gegen Sechzig in einem Pflichtspiel zu starten und dann wollen wir natürlich alles reinhauen, wollen die Löwen so lange wie es geht ärgern und wer weiß, was im Fußball alles passieren kann. Aber letztendlich sind die Rollen da klar verteilt und es ist einfach cool, gegen die Jungs da auf dem Feld stehen zu dürfen.

 

Aufstieg und Belohnung gegen die Löwen

sechzger.de: Ja, das Spiel ist ja bzw. kann man – du hast jetzt die Aufstiege schon angesprochen – eben so als eine Art Belohnung eigentlich ansehen. Der Verein hat eine wahnsinnig erfolgreiche Saison hinter sich, sowohl mit der ersten Mannschaft eben von der Kreisliga in die Bezirksliga, als auch mit der zweiten Mannschaft von der A-Klasse in die Kreisklasse aufgestiegen und jetzt wirklich das erste Mal seit, wenn ich mich nicht irre, 15 Jahren in der Bezirksliga mit Geiselbullach. Wie sind da die sportlichen Erwartungen, also quasi Klassenerhalt ist das Einzige, was zählt oder rechnet ihr euch schon ein bisschen was aus?

Stefan Held: Ja, wir wollen da so viel wie möglich rausholen. Letztendlich wissen wir schon auch, wo wir herkommen. Wir sind seit Längerem in einem Prozess, wo wir als kleiner Verein wirklich was aufbauen wollen und das Spiel, wie du angesprochen hast, ist absolut eine Belohnung für die Arbeit im Verein. Da arbeiten seit vier, fünf Jahren etliche Leute mit, dass es da bergauf geht, dass man was Positives gestalten kann und deswegen ist für all die Leute, die da täglich mitwirken, ist das eine Belohnung und ich glaube auch das größte Spiel in der Vereinsgeschichte vom TSV Geiselbullach.

Und wie gesagt zur Bezirksliga, da wollen wir so viel rausholen, wie es geht. Natürlich steht der Klassenerhalt voll im Vordergrund, aber die Jungs ziehen mit. Wir haben eine unfassbar gute Trainingsbeteiligung, die Jungs leben wirklich den Verein, das sind ganz, ganz viele Geiselbullacher die da spielen, für die es auch was ganz Besonderes ist, das Trikot zu tragen und deswegen, wir hauen da alles rein und schauen, dass wir so schnell wie möglich den Kassenerhalt da eintüten können. Ich selber als Trainer bin da sehr, sehr ehrgeizig und sage, ich mag so viel, wie es geht rausholen und eine gute Rolle in der Liga zu spielen und dann schauen wir, was am Ende bei rumkommt.

Geiselbullach Aufstieg 2025

 

sechzger.de: Jetzt hast du meine nächste Frage schon fast vorweggenommen. Als ich jetzt vorhin im Internet nachgeschaut habe, die Mannschaft scheint zum großen Teil gleich geblieben zu sein, im Vergleich zur letzten Saison. Ein paar höherklassige Verstärkungen mit Landesliga-Erfahrung, sowohl Ältere als auch Jüngere gab es doch. Aber du hast ja schon angesprochen, was für eine Truppe steht denn da am Dienstag am Platz? Also grundsätzlich mal Geiselbullacher Jungs, aber wie habt ihr euch denn da verstärkt?

Stefan Held: Also letztendlich, der Großteil sind Geiselbullacher Jungs. Das wenn man aufsteigt und eine gewisse Ambition pflegt, dass man dann auch Leute mit dazu holt, weil auch vielleicht der ein oder andere Abgang mit dabei ist, das ist, glaube ich, im Fußball ganz normal. Die Jungs, die uns da verstärkt haben, das sind alles einwandfreie Typen, die sich von Anfang an da absolut einbringen im Verein, im Team und du hast es schon angesprochen, es sind auch einige dabei, die jetzt auch schon höherklassig gespielt haben. Alleine der Fitim [Raqi (Anm. d. Red.)] mit etlichen Landesligaspielen, der bringt unfassbar viel Input da mit rein und verstärkt uns da unfassbar.

Ja und wie gesagt, auch die, die kommen da mit dazu und merken natürlich, was da für ein gewisser Spirit in der Mannschaft ist. Die Geiselbullacher Jungs geben den Ton an und alle Neuzugänge müssen und sollen sich da auch einfügen in das ganze Vereinsleben. Das passiert aber, dementsprechend kann man sich sicher sein, am Dienstag wird eine Elf auf dem Platz stehen, die füreinander fightet und füreinander kämpft, egal wie schwierig es dann letztendlich wird.

sechzger.de: Da freuen wir uns auf jeden Fall alle drauf. Was ich noch ganz interessant fand, nicht nur du als Cheftrainer stehst noch auf dem Platz, jetzt ja auch am ersten Spieltag gegen Denklingen, sondern auch dein Co-Trainer ist noch ein spielender Co-Trainer. Wie funktioniert das denn da eigentlich mit der Abstimmung, besonders, wenn ihr beide auf dem Platz steht? Wer hat denn da auf der Bank dann draußen das Sagen?

Stefan Held: Letztendlich ist es gerade so, dass, der Maxi Lutter ist ja mein Co-Trainer, er gerade verletzt ist und den Part draußen übernimmt. Ist auch eine coole Geschichte, weil der Lutti im Endeffekt in der Jugend auch bei Geiselbullach gespielt hat, dann ja auch den Weg Richtung Olching gewählt hat, auch ja eine gewisse Landesliga-Erfahrung dann mitbringt und jetzt wieder mit zurückgekommen ist, also auch ein Geiselbullacher Junge im Endeffekt. Wir ergänzen uns da gut.

Auf dem Platz sind die Wege nicht ganz so weit, weil er in der Verteidigung spielt und alles, was dann nach draußen kommuniziert wird, passiert dann oft mit unseren Physiotherapeuten oder wir heben dann mal unsere Stimme ein wenig lauter nach außen, damit derjenige weiß, dass er eingewechselt wird. Sind zwar ab und an weite Wege, aber wer mich kennt, mein Organ auf dem Feld ist auch nicht ganz so leise, von dem her funktioniert das ganz gut.

 

Hoffnung auf ein echtes Heimspiel

sechzger.de: Das werden wir am Dienstag dann ja wahrscheinlich alle sehen, hören vornehmlich. Ja, kommen wir abschließend noch zu ein paar Themen abseits des direkt Sportlichen. Ihr wollt ja unbedingt bei euch daheim an der Schulstraße spielen, wird das jetzt voraussichtlich möglich sein?

Stefan Held: Dahingehend finden gerade viele Gespräche statt mit der Stadt Olching, wo wir auch wirklich sagen mussten, dass die Unterstützung von der Stadt, von Polizei, Ordnungsamt absolut gegeben ist, dass man da im super Austausch ist. Ich selber bin bei den Gesprächen nicht dabei. Das macht unser Präsident und unser sportlicher Leiter. Deswegen kann ich da gar nicht zu viel sagen.

Ich erfahre nur, dass wirklich alle da Hand in Hand arbeiten, um zu schauen, was möglich ist, was in Geiselbullach möglich ist, da es kein eingezäuntes Gelände ist und man aufgrund der Nähe nach München eben mit einem großen Andrang rechnet. Der Wunsch ist natürlich, dass man in Geiselbullach spielen kann, aber auch da ist man mit Sechzig auch im Gespräch, was man zu erwarten hat, wie viele Zuschauer kommen. Auch dahingehend wird gut unterstützt, aber abschließend kann ich noch gar nichts zu sagen, weil da die höheren Gremien in Gesprächen sind und ich da nicht zu 100 Prozent involviert bin.

Schulstraße Geiselbullach

 

sechzger.de: Die Mühlen des Gesetzes malen ja bekanntlich langsam. Wir werden auf jeden Fall bei uns auf der Seite informieren, wenn dann die Infos rauskommen. Ich habe heute auch schon auf der Website gesehen, die wird gut gepflegt. Da steht auch schon drauf, bitte nicht anrufen, Ticketinfos kommen so bald wie möglich. Wir hatten ja schon darüber gesprochen, dass du auch im Herzen ein Blauer bist. Wie schaut es denn bei dir aus mit Vorfreude auf die neue Saison? Was erwartest du dir von der Mannschaft? Was sind deine Träume und Wünsche für den TSV 1860?

Stefan Held: Ich glaube, da sind wir uns alle einig, dass wir gerade in der Liga spielen, wo wir eigentlich nicht hingehören von der Strahlkraft “1860 München”. Ich glaube, der größte Wunsch ist wieder, dass es als Einheit bergauf geht und dass wir da vorne mitspielen. Ich glaube, wir haben einen richtig guten Kader zusammen. Es sind Münchner Jungs mit dabei, Kevin Volland, Niederlechner, die brennen für den Verein. Ich glaube, das ist ja auch immer das, was man auf der Tribüne dann auch sehen möchte, dass da Leute auf dem Platz stehen die für den Löwen kämpfen im Endeffekt. Deswegen bin ich optimistisch.

Ich war zwar schon öfter optimistisch, aber ich glaube, dieses Jahr haben wir einen Kader zusammen, wo ich sage, da wird es funktionieren, weil die richtigen Leute auf dem Platz auch den Ton angeben. Auch wenn die höherklassig gespielt haben, Volland, Niederlechner, ich glaube, das sind genau die Typen, die sich nicht zu schade sind, in der dritten Liga Wege zu machen, sich da reinzuhauen, zu kämpfen, zu fighten und das Ganze anzunehmen. Deswegen würde ich meinen Prognose “Aufstieg” natürlich abgeben. Ich glaube, wir haben nächstes Jahr was zu feiern in Giesing und können den Aufstieg in die zweite Liga feiern.

sechzger.de: In Giesing? Wir hatten gestern die Aufnahme unseres Live-Talks, da war der große Punkt, wir müssen auf den Marienplatz. Giesing wird zu klein sein, wenn wir aufsteigen, aber [sonst] gehe ich natürlich total damit d’accord. Ihr habt es schon vorgemacht, jetzt müssen die Löwen nachziehen.

Stefan Held: So ist es!

Ihr habt gezeigt, wie man aufsteigen kann. Hoffentlich vermiest ihr uns aber nicht die Pokalsaison jetzt dann am Dienstag. Dann bedanke ich mich sehr für deine Zeit. Ich wünsche euch eine gute Vorbereitung, jetzt noch eine knappe Woche. Wir freuen uns alle auf ein Fußballfest in Geiselbullach. Servus und bis dann!

Stefan Held: Peter, danke. Ciao!

TSV 1860 schlägt VfL Osnabrück beim Heimspielauftakt

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Choreo TSV 1860 München VfL Osnabrück Heimspielauftakt 2025 26 2 Spieltag 3 Liga

Der TSV 1860 München hat im ersten Heimspiel der Saison 2025/26 einen Heimsieg gegen den VfL Osnabrück erzielt. Kevin Volland, Florian Niederlechner und Sigurd Haugen trafen für die Löwen an einem heißen Sommertag in Giesing.

TSV 1860 gewinnt gegen den VfL Osnabrück

Mit der gleichen Aufstellung wie beim Unentschieden gegen Rot-Weiss Essen vor einer Woche ließ Trainer Patrick Glöckner den TSV 1860 München gegen den VfL Osnabrück zum Heimspielauftakt starten. Timo Schultz tauschte auf Seiten der Gäste einmal, für Goguadze begann Riesselmann. Den besseren Start erwischten am Samstagnachmittag die Löwen: Deniz bediente den abseitsverdächtigen Volland, der mit einem Heber Jonsson im Tor der Osnabrücker überwand und das Grünwalder Stadion endgültig in ein Tollhaus verwandelte. Selten war ein Torjubel so laut zu vernehmen wie bei diesem Treffer durch den Rückkehrer mit der Rückennummer 31.

Sechzig blieb spielbestimmend und verpasste es in Person von Haugen und Niederlechner die Führung auszubauen. Die Gäste brauchten eine ganze Zeit lang, um in der Partie Fuß zu fassen. Einzig Weitschüsse stellten Thomas Dähne im Löwen-Tor vor kleinere Probleme. Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt schlug der TSV 1860 erneut zu. Ein Kopfball von Kevin Volland ging nur an den Pfosten, Florian Niederlechner machte es jedoch besser und erzielte noch vor der Pause das 2:0 (41.). Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Löwen das spielbestimmende Team und belohnten sich nach 52 gespielten Minuten mit dem dritten Treffer des Tages. Niederlechner bediente Haugen, der im Fünfmeterraum den Osnabrücker Torwart tunnelte und das vorentscheidende 3:0 erzielte. Die Messe in München-Giesing war mehr oder weniger gelesen, wenn auch die Gäste weiterhin nicht aufgaben und auch noch einen Treffer erzielen sollten. Kammerbauer verkürzte auf Vorlage des eingewechselten Schumachers (75.). In der Schlussphase boten sich den Gästen durchaus weitere Gelegenheiten, ein weiterer Treffer sollte jedoch nicht mehr fallen. So blieb es beim 3:1-Heimsieg für die Löwen.

Weiter geht es für das Team von Patrick Glöckner am Samstag, den 23.August auswärts bei Alemannia Aachen. Zuvor steht die 2.Runde des Toto-Pokals auf dem Programm. Am Dienstag gastiert der TSV 1860 beim TSV Geiselbullach. Anpfiff ist um 18:00 Uhr.

 

Liveticker: TSV 1860 München – VfL Osnabrück (2. Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem VfL Osnabrück! Beide Teams holten zum Saisonauftakt einen Punkt und hoffen nun auf den ersten Dreier.

Während die Löwen mit dem 1:1 in Essen vermutlich gut leben können, hatte sich der VfL Osnabrück gegen ersatzgeschwächte Alemannen aus Aachen sicher mehr erhofft als ein torloses Remis. Mit Neuzugängen wie David Kopacz (Ingolstadt), Patrick Kammerbauer (Verl) und Bjarke Jacobsen (Wehen Wiesbaden) möchten die Lila-Weißen dort anknüpfen, wo sie in der letzten Rückrunde aufgehört hatten. Nicht mehr dabei ist Trainer Marco Antwerpen, der sich nun wegen einer möglichen Spielmanipulation vor dem DFB-Sportgericht verantworten muss. Ob Timo Schultz seine Mannschaft so einstellen kann, dass der VfL an der Grünwalder Stadion punktet? Oder gelingt dem TSV 1860 der erste Heimsieg der Saison? sechzger.de berichtet live von Giesings Höhen!

Aufstellung:
Dähne – Dulic, Verlaat, Voet – Danhof, Deniz, Jacobsen (80. Christiansen), Pfeifer (90.+6 Jakob – Volland (70. Kozuki) – Haugen (70. Philipp), Niederlechner (80. Hobsch)

Bank:
Bachmann (TW), Philipp, Christiansen, Kozuki, Jakob, Erdogan, Hobsch, Schifferl, Lippmann

Tore:
1:0 (11.) Volland, 2:0 (41.) Niederlechner, 3:0 (52.) Haugen, 3:1 (75.) Kammerbauer

Die Personalsituation

Es fehlen:
Torwart Miran Qela fehlte zuletzt verletzungsbedingt, seinen Platz auf der Bank wird erneut Paul Bachmann einnehmen. Aufgrund der U23-Regel wird auch Rene Vollath nicht als Spieler auf dem Spielberichtsbogen erscheinen, sondern lediglich als Torwarttrainer auf der Bank sitzen. Des Weiteren wird es wieder Härtefälle geben, die der Regelung zum Opfer fallen und nicht im Spieltagskader stehen. Morris Schröter fällt bis auf Weiteres verletzt aus.

Ausfälle beim VfL Osnabrück:
Ismail Badjie (Knöchelverletzung)

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – VfL Osnabrück außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Match wird heute im Free-TV übertragen – und zwar im BR! Zudem läuft die Partie wie gewohnt auf MagentaSport, das die Begegnung sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream überträgt.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

09.08.2000: Leeds United – TSV 1860 / Champions-League Quali

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Für viele Löwen ist der Trip nach Leeds noch heute ein Höhepunkt ihrer Fankarriere mit dem TSV 1860 und auch ich denke immer wieder gerne an die Tage in Yorkshire und Umgebung zurück. Ich nutzte die attraktive (wenn auch sportlich sehr undankbare) Auslosung, um eine Woche in England zu verbringen und mir noch ein paar weitere Matches anzuschauen. Insgesamt wurden fünf Spiele an fünf Tagen besucht, die Champions League-Quali an der Elland Road war der würdige Abschluss eines rundherum gelungenen Ausflugs.

Joggingstyle im Jahr 2000

Mein Flug ging von München nach Manchester, wo ich mich in einem günstig gelegenen Youth Hostel einquartierte und erstmal die Stadt erkundete. Ich war schon des Öfteren in England gewesen, jedoch noch nie in Manchester und das Erste, was mir auffiel, war, wie viele Leute im Hochsommer in Jogginghose und Trikot rumliefen. Dass Joggingstyle heute wieder trendy ist, ist eh klar, aber das war vor 25 Jahren. Aber mei, war halt auch das entsprechende Klientel…

Natürlich standen Abstecher nach Old Trafford und an die Maine Road (altes Stadion von City) auf dem Programm, Fußball wurde dort jedoch jeweils nicht gespielt und so folgte bereits am zweiten Tag der erste Ausflug: per Bus quer durch den Peak District National Park nach Huddersfield, wo die Terriers just auf Leeds United trafen. Es war also direkt mal eine gute Gelegenheit, sich den kommenden Gegner anzusehen und die Peacocks taten das, was sie zu der Zeit am besten konnten: gnadenlos effektiv zuschlagen. United war keineswegs besser als die Gastgeber, nutze seine Chancen aber eiskalt und gewann mit 2:0.

Dreimal Leeds zur Vorbereitung

Tags drauf verschlug es mich zu Oldham Athletic und siehe da, der Gegner hieß erneut Leeds United! Diesmal durfte jedoch eine verstärkte Reserve-Elf ran, die beim 1:3 gegen den unterklassigen Gegner nicht gerade gut aussah. Nette Anekdote am Rand: Ich hatte meinen 1860-Rucksack dabei und stand gerade in der Schlange, um mir mein Ticket zu kaufen, als mir ein älterer Herr auf die Schulter klopfte, mir erklärte, dass er Leeds abgrundtief hasse, Glück fürs Spiel wünsche und ach ja, er sei der Vater eines der Spieler von Oldham und hätte noch ne Freikarte übrig. So muss das sein.

Am folgenden Tag stand Match 3 auf dem Programm und auch diesmal ging es nicht ohne Leeds United. Diesmal trat die U19 bei der Herrenmannschaft von Salford City an. Der Club aus dem Vorort vom Manchester kickte damals noch jenseits von Gut und Böse (jetzt League Two, also viertklassig), ließ den Jungs aus Leeds jedoch nicht den Hauch einer Chance und siegte mit 5:2. Damals war der Verein noch sehr sympathisch, spätestens mit dem Einstieg mehrerer Manchester United-Legenden (u.a. die beiden Neville-Brüder, Ryan Giggs, Paul Scholes und David Beckham), der Veränderung der Klubfarben und des Wappens änderte sich dies jedoch nachhaltig. Schade eigentlich.

Athletic in Stockport – irgendwie grotesk!

Tag 4, Match 4 – und diesmal tatsächlich ohne die Peacocks! Die Begegnung war indes irgendwie grotesk, denn der unterklassige Verein Stockport County hatte Athletic Bilbao zu Gast, um so das Testimonial eines seiner Spieler zu begehen. Zur Erklärung: In England ist es Usus, dass Vereine ein Freundschaftsspiel gegen einen attraktiven Gegner veranstalten, wenn einer der Spieler seit 10 Jahren im Club ist, wobei die Einnahmen komplett dem Spieler zugute kommen. Warum es in diesem Fall jedoch ausgerechnet die Basken sein sollten, konnte mir keiner erklären. Die Gäste bekleckerten sich nicht gerade mit Ruhm und gewannen nur durch ein Eigentor glücklich mit 2:1.

TSV 1860 zu Gast an der Elland Road

Und dann kam der Tag der Tage! 09.08.2000, Qualifikation zu Champions League, Elland Road!

Erneut stieg ich in den Bus, diesmal nach Leeds und dort angekommen wurde ich von einem Bauarbeiter (Look: Althool), der am Busbahnhof beschäftigt war, mit erhobener Mörtelkelle und den reizenden Worten “We’ll stab you!” empfangen. Liebe auf den ersten Blick sieht anders aus. Dies sollte aber tatsächlich die einzige unschöne Situation bleiben, ansonsten war das Verhältnis zwischen Löwen und Peacocks durchaus kameradschaftlich und sowohl tagsüber in der Stadt als auch später im Stadionumfeld wurde gemeinsam getrunken und gefeiert.

Rund 1200 Löwenfans (oder wie es Herr Lorant ausdrückte: “ein paar Hanseln”) fanden sich auf der Hintertortribüne ein, wo leicht überfordert wirkende Stewards darauf bestanden, dass man die Sitze auch ihrer Bestimmung folgend nutzen sollte. Pro forma kam man der Aufforderung nach, bei der nächsten Gelegenheit stand man aber wieder auf und so wiederholte sich dieses Spielchen immer und immer wieder. Der Support war alles in allem grandios, man hörte (außer bei den Gegentoren) quasi nur Sechzig. Dass dies selbst den Heimfans imponierte, bekam man bei den Post-Match-Bierchen wiederholt zu hören.

Paul Agostino mit dem Hoffnungsschimmer

Aufs Spiel selber will ich gar nicht groß eingehen, weil das vermutlich eh jeder schon gesehen hat. Der Schiedsrichter hatte nicht seinen besten Tag, Leeds führte bis tief in die Nachspielzeit mit 2:0 und der Traum von der Champions League schien bereits nach dem Hinspiel ausgeträumt. Ein letzter Angriff, eine letzte Flanke und Paul Agostino schraubt sich hoch, kommt zum Kopfball und versenkt den Ball unhaltbar zum Anschlusstreffer. Ekstase pur, der Löwenblock explodiert und die Hoffnung ist mit einem Schlag wieder da. Ein Moment, den ich nie vergessen werde. Selbst heute, ein Vierteljahrhundert später, läufts mir eiskalt den Buckel runter, wenn ich daran denke. Danach gings im Pub natürlich entsprechend euphorisch und beschwingt weiter, aber darüber breiten wir den Mantel des Schweigens…

Wie und wann ich zurück nach Manchester kam, weiß ich gar nicht mehr, aber am Tag drauf stand auch schon wieder der Heimflug auf dem Programm, weil wiederum einen Tag später die Amateure in Elversberg kickten und da durfte ich natürlich nicht fehlen…

Heimniederlage im Oly besiegelt das Aus

Dass das Kapitel Champions League zwei Wochen später dennoch endete, ist allseits bekannt. Trotz einer beeindruckenden Leistung und zahlreicher Großchancen unterlag man im Rückspiel im Olympiastadion vor 56.000 Zuschauern (nicht ausverkauft!) mit 0:1 und durfte fortan im UEFA-Cup teilnehmen, während Leeds bis ins Halbfinale der Champions League vordrang.

Doch auch für United folgte keine goldene Zukunft – ganz im Gegenteil! Wir hatten Euch die traurige Geschichte im Rahmen unserer Reihe “Investoren-Desaster” bereits erzählt. Nachdem Leeds zwischenzeitlich sogar drittklassig war, kehrte der Club unter Trainer-Legende Marcelo Bielsa in die Premier League zurück, stieg jedoch direkt wieder in die Championship ab. In der vorletzten Saison scheiterte Leeds in den PlayOffs, nun ist man aber zurück im Geschäft der Großen – mit finanzieller Unterstützung eines Getränkeherstellers aus Fuschl…

Bayernliga Süd: TSV 1860 II feiert Heimsieg gegen Gundelfingen

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TSV 1860 München II FC Gundelfingen Bayernliga Süd 4 Spieltag 2025 26

Einen Tag vor dem Heimauftakt der Profis im Grünwalder Stadion war die zweite Mannschaft des TSV 1860 München am Freitagabend gegen den FC Gundelfingen gefordert. Am Trainingsgelände feierte die Mannschaft von Alper Kayabunar dabei den nächsten Sieg in der Bayernliga Süd.

Leone bringt Löwen auf die Siegerstraße

Zwei Wochen nach dem Spielabbruch gegen den TuS Geretsried war die Mannschaft von Alper Kayabunar erneut am Trainingsgelände gefordert. Noch bis einschließlich September trägt die zweite Mannschaft ihre Heimspiele in der Bayernliga Süd an der Grünwalder Straße 114 aus, da der Rasen in Gilching erneuert werden muss. Der TSV 1860 München II empfing am heutigen Freitagabend den FC Gundelfingen. Sowohl der Aufsteiger als auch die Löwen waren bislang noch ungeschlagen. Das wollten sich mehrere hundert Zuschauer nicht entgehen lassen, wenn auch der Andrang deutlich geringer war als noch beim Duell mit Geretsried.

Die Gundelfinger hatten sich sichtlich etwas vorgenommen, denn sie dominierten die ersten Minuten deutlich. Das Kayabunar-Team hatte sichtlich Probleme gegen engagiert auftretende Gäste, die es in den ersten Minuten allerdings verpassten, ihren Aufwand in etwas Zählbares umzumünzen. Erst nach einer Viertelstunde konnte der TSV 1860 II gegen Gundelfingen etwas Fuß fassen und wurde zunehmend stärker. Richtig gefährlich wurde es erstmals nach 26 gespielten Minuten. Althaus – heute der einzige Spieler aus dem Profikader – legte wundervoll auf für Kiefersauer. Dessen Pressball touchierte die Latte. Wenige Minuten später gingen die Löwen dann doch in Führung. Erneut legte Althaus toll auf, den folgenden strammen Abschluss von Leone ins kurze Eck konnte der Gäste-Torwart nicht mehr entschärfen.

TSV 1860 II schlägt Gundelfingen am Trainingsgelände

Der TSV 1860 dominierte die Partie nun und agierte noch vor der Pause in Überzahl. Bei einem Duell mit Sandro Porta kam ein Gundelfinger viel zu spät. Statt dem Ball traf er deutlich hörbar nur den Löwen-Spieler. Schiedsrichter Korbinian Eßberger zückte glatt Rot, Proteste gab es bei dieser Aktion keine. Porta konnte nach einer kurzen Behandlung weiterspielen.

Nach der Pause änderte sich das Geschehen auf dem Platz nicht, die Gäste hatten sichtbar mit der Unterzahl zu kämpfen. Nach 60 gespielten Minuten traute sich der FCG wieder etwas mehr zu und suchte auch den Weg nach vorne, ohne dabei allerdings gefährlich zu werden. Stattdessen drückten die Löwen auf der Gegenseite aufs Tempo und wollten mit dem 2:0 alles klar machen. Die beste Gelegenheit dazu bot sich in der 77.Minute mit einer Dreifachchance, schlussendlich rettete der linke Außenpfosten für Gundelfingen. Es blieb also spannend in der Schlussphase. Der eingewechselte Lucas Grancay verfehlte bei einem Konter in der Nachspielzeit das leere Tor denkbar knapp. Quasi im Gegenzug bot sich noch eine Chance für die Gäste, die Faßmann nur mit einem Foul unterbinden konnte. Als Notbremse gewertet musste auch er vorzeitig den Platz verlassen. Den fälligen Freistoß aus 17 Metern zentraler Position konnten die Weiß-Blauen mit vereinten Kräften entschärfen. Kurz danach war Schluss, es blieb beim knappen Heimsieg für die Löwen.

Weiter geht es für den TSV 1860 München II am kommenden Freitag beim nächsten Aufsteiger. Der FC Sportfreunde Schwaig empfängt die Löwen am 15.August ab 19:30 Uhr.