Start Blog Seite 155

Glöckner in der LÖWENRUNDE vor Osnabrück: Erst kämpfen, dann spielen

0

Rekordverdächtige neun Minuten und vierzig Sekunden dauerte die LÖWENRUNDE vor dem ersten Heimspiel des TSV 1860 in der neuen Saison 2025/26 gegen den VfL Osnabrück. Lag vielleicht aber auch daran, dass unser Mann in den Pressekonferenzen heute leider nicht dabei sein konnte, als Patrick Glöckner über den aktuellen Stand der Dinge informierte. Wir geloben Besserung – beim nächsten Mal ist Thomas Spiesl wieder dabei und stellt die Fragen unseres Fanportals an den Löwendompteur.

Pechvogel Moris Schröter heute operiert

Mit schlechten Nachrichten begann die Pressekonferenz an der Grünwalder Straße. Moris Schröter hat sich am gestrigen Donnerstag im Training die Sehne am Hüftbeuger gerissen, wurde heute bereist operiert und wird 1860 in der nächsten Zeit nicht zur Verfügung stehen. Bitter für den 29jährigen, der gerade erst “am Ende seiner Aufbauphase” nach einer Bänderverletzung war. Das letzte Pflichtspiel abolvierte Schröter am 1. Februar 2025 beim 2:1-Sieg bei Viktoria Köln, wo er nach 13 Minuten vom Feld musste. Wann er auf den Fußballplatz zurückkehren wird, ist aktuell noch unklar.

Volland topfit. Fassmann und Althaus bei den Amas

Gute Nachrichten konnte Glöckner hingegen über Kevin Volland vermelden. Nachdem dieser am Montag nicht mit der Mannschaft trainiert hatte, ist er inzwischen wieder topfit und steht natürlich für das morgige Spiel zur Verfügung. Wie alle anderen Akteure, wobei es Glöckner – anders als vor dem Spiel in Essen – vermied, schon nähere Angaben zu Kader und Aufstellung zu machen. Lediglich die Tatsache, dass Lasse Fassmann und Samuel Althaus heute Abend beim Spiel der U21 gegen den FC Gundelfingen (18.60 Uhr am Trainingsgelände in der Grünwalder Straße 114) im Kader stehen und entsprechend gegen Osnabrück nicht dabei sind, wurde verraten.

Vorfreude statt Anspannung

Seine ganz persönlichen Emotionen zum Heimauftakt morgen Nachmittag in Giesing beschrieb Patrick Glöckner mit “viel Vorfreude” und nicht mit “Anspannung”. Glöckner: “Wenn wir Druck hätten vor unseren eigenen Fans – das hab’ ich schon immer gesagt – dann machen wir einen Riesenfehler.”
Viel Lob fand Glöckner schließlich auch noch für den Kader des morgigen Gegners. Entsprechend der Qualität der Osnabrücker kommt es morgen aus seiner Sicht wieder auf die Grundtugenden der Löwen an:

Wir sind keine Mannschaft, die jetzt rausgeht und sagt: Wir wollen spielerisch eine Mannschaft niederspielen. Das sind wir nicht! Wir wollen immer erst die Mannschaft niederkämpfen und die spielerischen Aspekte oben drauf setzen. (…) Wir werden uns in jeder Sekunde des Spiels so geben, dass man auch das Gefühl der Energie draußen spüren kann. Dass wir wirklich bereit sind, uns in jeder Situation in jeden Ball reinzuschmeißen. Und das muss die Basis sein. Dass wir gute Fußballer in den Reihen haben, die den Ball laufen lassen können, dass wir intelligente Fußballer haben, die gute Passoptionen anbieten beziehungsweise Torchancen rausspielen und Tore erzielen können, das hat man gesehen und das wissen wir auch. Aber das ist immer der zweite Schritt. Der erste ist immer der Einsatzwille, die Kampfbereitschaft und dann logischerweise unser Positionsspiel in Verbindung mit den fußballerischen Fähigkeiten und der Kreativität der Spieler.

Gut gebrüllt, Löwe Patrick!

 

 

 

 

Osnabrücks Trainer Timo Schultz vor dem Gastspiel in Giesing im Interview

0

Der VfL Osnabrück spielte – wie ein Großteil der Liga – am ersten Spieltag nur unentschieden. An der Bremer Brücke gab es ein torloses Remis gegen Alemannia Aachen.
Zufrieden waren die Osnabrücker mit diesem Saisonauftakt nicht, Cheftrainer Timo Schultz sieht im Spieltagsinterview vor dem Spiel in München aber in der Leistung seines Teams auch positive Punkte, er nennt unter anderem die defensive Stabilität und das Generieren von Chancen nach ruhenden Bällen. Unzufrieden war er auf der anderen Seite mit dem fehlenden Mut im Ballbesitz und zu geringer Zielstrebigkeit im letzten Drittel.

Schultz: Hinten weniger bekommen

Die beiden negativ angemerkten Aspekte waren nun Teil der inhaltlichen Aufarbeitung und dementsprechend des Trainings, allerdings ist sich Schulz bewusst, dass sich offensive Spielabläufe nicht „mit einem Fingerschnips“ optimieren lassen. In klassischer Fußball-Logik schließt er, dass man eben hinten weniger bekommen darf, wenn man vorne noch nicht mit Effizienz überzeugt. Er ist aber überzeugt, dass die Mannschaft die nötige Qualität besitzt und auch „Bock“ hat, den Weg gemeinsam zu gehen.

Respekt vor 1860

Befragt nach dem bevorstehenden Spiel gegen die Münchner Löwen freut er sich auf die Atmosphäre im Grünwalder Stadion und geht von großer Euphorie im Löwenumfeld aus, die seiner Meinung nach „alles Mögliche getan haben, um sportlich erfolgreich zu sein“ – da können wir ihm nur zustimmen. Nichtsdestotrotz glaubt er, dass seine Mannschaft unsere Löwen „mächtig ärgern“ und das Spiel auch gewinnen kann.

Spiel mit offenen Visieren

Personell kann Schulz, abgesehen von Ismail Badjie, aus dem Vollen schöpfen und wünscht sich ein unterhaltsames Spiel, in dem beide Mannschaften mit offenen Visieren spielen. Bei diesem Wunsch können wir ihm natürlich nur zustimmen. Andererseits hoffen wir für unseren Teil, dass sein Plan vorne mehr Buden zu schießen als hinten zu bekommen nicht aufgeht und dass die drei Punkte in Giesing bleiben.

Hier geht’s zu dem knapp vierminütigen Interview mit Timo Schultz.

Gegnervorstellung 25/26: Verein für Leibesübungen von 1899 e.V. Osnabrück

1
Osnabrück im GWS 24/25

Nach dem Ligaauftakt steht für die Löwen nun das mit großer Freude erwartete erste Heimspiel auf Giesings Höhen auf dem Programm. Nachdem die exorbitanten Erwartungen durch das Unentschieden in Essen wieder etwas eingefangen wurden, brennen die Fans auf den ersten Dreier der Saison. Doch die Gäste aus Niedersachsen werden etwas dagegen haben und versuchen ihrerseits die Punkte mit ins Osnabrücker Land zu nehmen. Endlich gehts es wieder los zwischen TeLa und Candidplatz und wir erwarten den Verein für Leibesübungen von 1899 e. V. Osnabrück!

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Mit einem Punkt, aber keinen Toren ist der VfL Osnabrück in die neue Drittligasaison gestartet. Im ersten Spiel gab es an der Bremer Brücke gegen die Alemannia aus Aachen nur ein mageres 0:0. Die Saisonvorbereitung lief auch eher holprig. Nur gegen den Bezirksligisten SV Büren 2010 konnte ein Sieg eingefahren werden. In den anderen vier Partien wurde gegen die Amateure von Werder Bremen remisiert, während man gegen Pilsen, Kiel und Gütersloh den Kürzeren zog. Insgesamt wirkt auch die Anzahl an Testspielen (5) ziemlich überschaubar.

Nach der, gelinde gesagt, durchwachsenen letzten Saison ist vieles neu an der Hase. Ein runderneuerter Kader mit neuem Trainerteam und einer veränderten Leitungsetage versucht den ins Schlingern geratenen Kahn wieder in ruhigere Gewässer zu führen. Mit dem anstehenden Aus- und Umbau der Bremer Brücke durch die Stadt Osnabrück wird im infrastrukturellen Bereich auf jeden Fall für eine positivere Zukunft vorgebaut.

Kader & Transfers

In der Sommerpause fand in Osnabrück ein riesiger Umbruch statt, bei dem 20 Abgänge ebenso vielen Zugängen gegenüber stehen. Darunter finden sich auch einiger Leihspieler, so z.B. Florian Bähr, der postwendend an Hoffenheim II weitergegeben wurde.

Abgänge

Auf der Abgangsseite konnte man für drei Spieler eine Ablöse generieren. Mittelfeldmann Bryang Kayo (22) wechselte zu OH Leuven in die belgische erste Liga und spülte 550 000€ in die Kassen, nachdem er letzte Spielzeit aus Ingolstadt ausgeliehen war und zu Beginn des Transferfensters für 150 000€ verpflichtet wurde. Eine weitere Viertelmillion gab es für Stürmer Marcus Müller (22), der in Zukunft für Bundesligaabsteiger Holstein Kiel auf Torejagd gehen wird. Außerdem bezahlte der aserbaidschanische Erstligavertreter Araz-Nakhchivan 200 000€ für Offensivspieler Bu-Muaka Simakala (28). Weitere namhafte Abgänge sind der Transfer von Dave Gnaase (28) zu Polonia Warschau ins polnische Unterhaus und der ablösefreie Wechsel von Innenverteidiger Maxwell Gyamfi (25) zum 1. FC Kaiserslautern. Der Vertrag von Ex-Löwe Joel Zwarts wurde nicht verlängert, womit dieser aktuell vereinslos ist.

Zugänge

Für Ersatz wurde an der Bremer Brücke natürlich auch gesorgt. Geld ausgegeben hat man nur für einen jungen Innenverteidiger. Robin Fabinski (21) wechselt für 50 000€ aus Erfurt in die 3. Liga. Aus Ingolstadt kommt David Kopacz (26, OM), der auch schon in der Audi-Stadt zum Stammpersonal gehört hat. Auf der rechten defensiven Außenbahn verteidigt zukünftig Patrick Kammerbauer (28), der aus Verl transferiert wurde. Für Erfahrung sorgt zum einen Kai Pröger (33, MS), der aus Regensburg kam, zum anderen Bjarke Jacobsen (31, DM), der aus Wiesbaden an die Hase wechselt. Auf der Linksverteidigerposition hat man auf ein dänisches Leihgeschäft aus Schweden zurückgegriffen. Frederik Christensen (23) kommt aus der Stockholmer Talentschmiede  IF Brommapojkarna, dem nach aktiven Spielern gemessen größten Fußballclub Europas. Das Magazin 11Freunde zu der Jugendakademie auch einen schönen Artikel veröffentlicht.

Das Tor hütet weiterhin der 32-jährige Lukas Jonsson, im Mittelfeld räumen Bryan Henning (30) und Robert Tesche (38) ab und im Sturm wirbelt Nikky Goguadze (27). Der 1,77m große Mittelstürmer kam vor der vergangenen Saison vom Bremer SV. An der Seitenlinie betreut seit Juni Timo Schultz (47) die Osnabrücker, nachdem er zuvor den 1. FC Köln, den FC Basel und St. Pauli betreut hatte. Neue Assistenten sind Ferydoon Zandi (46) und Daniel Davari (37) als Tormanntrainer (vorher RW Oberhausen). Weiterhin wird das Team komplettiert von Frithjof Hansen (29), der auch schon Marco Antwerpen unterstützte und zuvor die U19 des VfL trainierte. Direktor Fußball ist nun die VfL Legende Joe Enochs.

Löwenpower: –

Vereinsgeschichte

Als Gründungsdatum des Verein für Leibesübungen von 1899 e.V. Osnabrück gilt der 17. April 1899. Eigentlich wurde damals aber der FC 1899 Osnabrück als erster Fußballverein der Stadt gegründet, der aus den drei Straßenfußballmannschaften Germania, Minerva und Antipodia hervorging. Das erste Spiel war im Jahre 1900 ein 1:1 gegen den FC Brema Bremen. In den kommenden Jahren entstanden in der Stadt noch weitere Vereine, so etwa der FC Teutonia Osnabrück (1902) – der in der Anfangszeit sportlich die Oberhand hatte, der FC Olympia Osnabrück (1903) und der Osnabrücker Ballspielverein 05.

Im Jahre 1918 fusionierten Olympia und Teutonia zu Spiel und Sport Osnabrück und zwei Jahre später der FC 1899 und der BV 05 zum Ballspielverein von 1899 (Gauliga Westfalen). Letzterer trug bereits die Farben lila-weiß. 1924 erfolgte dann die große Fusion der beiden Clubs. Zuerst als Spiel und Sport, dann aber als Verein für Leibesübungen von 1899. Spielstätte war zur damaligen Zeit das Stadion an der Gartlage.

Ein Jahr später traten einige Spieler aus dem VfL aus und gründeten den SC Rapid Osnabrück, der zwischen 1931 und 33 das Stadion an der Bremer Brücke erbaute und 1938 unter Druck der deutschen Faschisten wieder mit dem VfL Osnabrück fusionierte. Nach einem Umbau wurde danach die Bremer Brücke zum ersten Mal Spielstätte des VfL. Ab 1935 spielte der VfL zum ersten Mal in der Gauliga Niedersachsen, musste aber direkt wieder in die Bezirksliga absteigen. Kurz vor der Fusion mit Rapid stieg man aber wieder ins Oberhaus auf. Der Großverein nahm dann 1939 nach einem Sieg in der Gauliga an der Endrunde der deutschen Meisterschaft teil, ein Erfolg der 1940 wiederholt werden konnte.

Nachkriegszeit

Nach dem Kriegsende musste der Verein aufgrund von Verboten zuerst unter dem Namen 1. FSV Osnabrück antreten, durfte aber 46/47 wieder zur alten Bezeichnung zurückkehren. Im Jahre 1947 gehörte der VfL auch zu den Gründungsmitgliedern der Oberliga Nord, damals ein Teil der obersten Leistungsstufe. Drei Jahre später fuhr man den größten Erfolg der Nachkriegsgeschichte ein, indem man in die Endrunde der deutschen Meisterschaft einzog, dort aber dem VfB Stuttgart unterlag.

Bis zur Gründung der Bundesliga spielten die Osnabrücker durchgängig erstklassig, konnte aber nicht mehr an die Leistungen der Anfangsjahre anknüpfen. Ein positiver Ausreißer führte zur Teilnahme am International Football Cups, einem Vorläufer des UI-Cups. Der Vierte der ewigen Tabelle der Oberliga Nord hätte sich sogar 1963 sportlich für die Bundesliga qualifiziert, wurde aber vom DFB aus wirtschaftlichen Gründen nicht zugelassen.

Deshalb muss man in der Regionalliga Nord antreten, der man von 1963-1974 angehört. Dort zeigte man gemischte Leistungen. Mehrmals scheiterte der VfL in der Aufstiegsrunde, profitierte aber als sportlicher Absteiger auch von Lizenzentzügen anderer Nordmannschaften in der Bundesliga. Ein Highlight aus dieser Zeit ist ein 5:4 Sieg gegen die Seitenstraße im Olympiastadion im DFB-Pokal 78/79. Im Jahre 1981 qualifizierten sich die Osnabrücker als Sechster für die neue, eingleisige zweite Liga.

“Neuzeit”

In den 80er und 90er Jahren steigt der VfL zweimal ab und auch wieder auf. Anfangs hatte Präsident Hartmut Piepenbrock sehr viel Geld in den Verein gepumpt, was sich 1997 in der Regionalliga fast rächte. Durch geringen sportlichen Erfolg und große Altlasten mussten die Lila-Weißen durch einen Kredit über 1,2 Millionen Euro gerettet werden. Hierbei trat die Stadt Osnabrück als Bürge auf um ihren Verein zu retten. Im Jahr 2000 gelingt dann endlich der Wiederaufstieg ins Unterhaus nach Relegationsspielen gegen Nord-Ost Meister Union Berlin.

Danach folgen viele Auf- und Abstiege, zwischen 2011 und 2019 gibt es aber eine lange Durststrecke in Liga 3. Als Trost konnte man in dieser Zeit dreimal (13,15,17) den NFV-Pokal gewinnen. Nach dem Abstieg 2021, Wiederaufstieg 2023 und der sofortigen Rückkehr in die dritte Liga ist Osnabrück nun die zweite Saison in Folge in der untersten Profispielklasse und möchte sich nach einer turbulenten Saison als Absteiger mindestens in der Liga etablieren und sorgenfrei durch die Spielzeit kommen.

Der Verein

Wer nicht gerne liest oder sich noch genauer umfangreicher informieren möchte, sollte sich entweder dieses Video des Vereins, welches zum diesjährigen 125-jährigen Jubiläum produziert wurde oder diese 30-minütige Doku des NDR ansehen.

Der VfL vereint 8 785 Mitglieder unter den drei Rauten und ist damit der größte Sportverein in Osnabrück. Neben dem Fußball gibt es aktuell noch die Fanabteilung, Gymnastik, Schwimmen und Tischtennis. Die Tennisabteilung hat sich ähnlich wie beim TSV mittlerweile selbstständig gemacht. Mit Unterbrechungen existierte bis 2017 noch eine Basketballabteilung. Auch in Osnabrück ist der Profibetrieb in eine GmbH & Co. KGaA ausgegliedert. Knapp 50% gehören dem Verein, fast 20% den Stadtwerken Osnabrück und der Rest verschiedenen Einzelaktionären. Wie es üblich ist, hält der Verein über die komplementäre Geschäftsführungsfirma 50+1 ein. Beim VfL sind aber Präsident und Geschäftsführer verschiedene Personen.

Fanszene

Auch in der viertgrößten Stadt Niedersachsens ist durchaus motiviertes Fußballpublikum zu finden. In der vergangenen Saison waren bei den 19 absolvierten Auswärtsspielen durchschnittlich 1 468 Fans mit dabei.

Graffiti Bremer Brücke

Die aktive Fanszene ist an der Hase übersichtlich strukturiert. Unangefochtene Hauptgruppe ist die “Violet Crew”, welche 2002 gegründet wurde und die Stimmung an der Bremer Brücke und auswärts koordiniert. Auf der Website der Gruppierung finden sich für besonders interessierte auch Links zu zwei Filmen über die Osnabrücker Ultrakultur. Daneben existiert seit 2005 noch das “Inferno Osnabrück”, eine Art Jugend- und Zubringergruppe für die Ultras. Die Mitglieder sind durchwegs jüngere Semester, das Inferno ist aber eine eigenständige Gruppe, welche mit der VC kooperiert.

Die Ultras unterhalten eine Fanfreundschaft zum “Ultra Caos Stockholm”, den Ultras des Djurgården IF aus der schwedischen Hauptstadt, wie mir ein Schwede beim Hoppen im Dantestadion zu berichten wusste. Feindschaften gibt es zu mehr oder weniger allen Klubs aus der Region, besonders hervorzuheben sind aber die Rivalitäten zu Preußen Münster und besonders Arminia Bielefeld.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Die mittlerweile aufgelöste Basketball-Abteilung des VfL war 1969 deutscher Meister.
  • Auch die Tischtennisspieler*innen gewannen Ende der 1960er bis Anfang der 70er deutsche Meisterschaften.
  • Der VfL hat noch nie in der Bundesliga gespielt.
  • Seit 2017 unterhält Osnabrück keine U21 Mannschaft mehr.

Der 2. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr 1. FC Schweinfurt 05 – FC Energie Cottbus
Samstag 14:00 Uhr 1. FC Saarbrücken – FC Viktoria Köln 1904
14:00 Uhr SSV Ulm 1846 Fußball – FC Erzgebirge Aue
14:00 Uhr TSV Havelse 1912 – Rot-Weiss Essen
14:00 Uhr Aachener TSV Alemannia – TSG Hoffenheim II
14:00 Uhr TSV 1860 München – VfL 1899 Osnabrück
16:30 Uhr SC Verl 1924 – SV Wehen Wiesbaden
Sonntag 13:30 Uhr SSV Jahn Regensburg – MSV 02 Duisburg
16:30 Uhr FC Hansa Rostock – SV Waldhof Mannheim 
19:30 Uhr VfB Stuttgart II – FC Ingolstadt 04

 

TSV 1860 – VfL Osnabrück: Ergebnistipp David Richter

0
David Richter TSV 1860

Insgesamt 13 Pflichtspiele absolvierte David Richter in der Spielzeit 2023/24 für den TSV 1860, ehe ihn der VfL Osnabrück als neuen Torhüter verpflichtete. Nach nur einem halben Jahr verließ Richter die Lila-Weißen jedoch wieder und zog weiter zum SV Sandhausen, wo er den Abstieg jedoch nicht verhindern konnte. Für sechzger.de tippt David Richter das morgige Duell seiner beiden Ex-Vereine.

David Richter tippt auf Sieg der Löwen

Auch wenn er derzeit noch auf das passende Angebot wartet, um wieder aktiv am Geschehen teilzunehmen, so verfolgt er die 3. Liga doch aufmerksam. Dem TSV 1860 traut er morgen im Grünwalder Stadion einen Heimsieg zu, Garant für die drei Punkte wird nach Meinung Richters jedoch keiner der namhaften Neuzugänge sein.

“Ich tippe auf ein 2:0 für Sechzig.
Tore: Doppelpack Tunay!”

Auch wenn sich die beiden gebürtigen Berliner an der Grünwalder Straße verpasst haben, so standen Richter und Deniz schon gemeinsam auf dem Platz. In der Saison 2021/22 liefen beiden für Kickers Offenbach in der Regionalliga Südwest auf.

Spannendes Duell mit Marco Hiller

Bevor David Richter für die Kickers und den TSV 1860 am Ball war, konnte er bereits Union Fürstenwalde Erfahrung in der Regionalliga Nordost sammeln und sogar ein Tor erzielen. Nach zwei starken Jahren in Offenbach wechselte der Torwart als Herausforderer von Marco Hiller nach Giesing und zeigte bei seinen elf Einsätzen in der 3. Liga sowie zwei weiteren Spielen im Toto Pokal ansprechende Leistungen. Dennoch konnte sich der 1,96 Meter große Richter nicht nachhaltig durchsetzen und folgte im Sommer 2024 dem Lockruf des VfL Osnabrück.

Dort lief es sportlich unrund, die katastrophale Hinrunde der Lila-Weißen wurde auch Richter zum Verhängnis. Er verlor seinen Stammplatz und wechselte in der Winterpause zum SV Sandhausen. Dort war er zwar sportlich gesehen einer der Lichtblicke, den Abstieg des SVS konnte jedoch auch er nicht verhindern. Immerhin privat wird David Richter seine Zeit im Hardtwald positiv in Erinnerung behalten, denn im Juni diesen Jahres heiratete er in Heidelberg seine Steffi.

Dazu herzlichen Glückwunsch und für die Zukunft alles Gute – sowohl beruflich als auch mit der Familie!

Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

0
Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Nur noch einmal schlafen dann steigt die Heimpremiere des TSV 1860 München gegen den VfL Osnabrück im Grünwalder Stadion. In Sechzig um Sieben fassen wir für Euch noch einmal alle Infos vom gestrigen Donnerstag zusammen. Unter anderem haben wir unsere Wunschaufstellungen für Euch zusammengeschrieben, wir werfen einen Blick auf das heutige Match der Amateure gegen den FC Gundelfingen und haben für Euch eine neue Rubrik eingeführt, die sich “Der Mann an der Pfeife” (oder bei Bedarf natürlich “Die Frau an der Pfeife”) nennt.

Wunschaufstellungen der sechzger.de Redakteure

Max Christiansen, Morris Schröter, Patrick Hobsch, Kilian Jakob und Soichiro Kozuki sind bei den sechzger.de Redakteuren mögliche Kandidaten für einen Platz in der Startelf. Während Jan die gleiche Elf wie in Essen aufs Feld schicken würde, gibt es bei allen anderen Wunschaufstellungen eine oder zwei Änderungen. Wer sich genau für welche Variante entscheiden würde, könnt ihr hier in unseren Wunschaufstellungen nachlesen.

Amateure empfangen an der 114 den FC Gundelfingen

Während die Profis erst morgen im Einsatz sind, starten die Amateure in der Bayernliga den zweiten Versuch, ihr erstes Heimspiel an der Grünwalder Straße 114 auszutragen. Die letzte Partie gegen den TuS Geretsried musste wie berichtet beim Stand von 1:0 wegen Starkregens abgebrochen werden. Los geht es heute Abend am Trainingsgelände gegen den FC Gundelfingen um 18:60 Uhr. Alles was ihr zum Spiel wissen müsst, lest ihr hier in unserem Vorbericht.

Neue Rubrik: Der Mann an der Pfeife

Ab sofort stellen wir Euch in unserer neuen Rubrik “Der Mann an der Pfeife” (oder bei Bedarf natürlich “Die Frau an der Pfeife”) den Schiedsrichter oder die Schiedsrichterin für das nächste Drittliga-Spiel von Münchens großer Liebe vor. Damit wollen wir die Leistung der Unparteiischen würdigen, die im hektischen Liga-Alltag leider oft zu kurz kommt. Lasst Euch überraschen, den Auftakt macht das Portrait über den bundesliga-erfahrenen Timo Gerach, der das Spiel der Löwen am Samstag gegen Osnabrück leiten wird. Hier geht es zu unserer neuen Rubrik.

Infos aus der dritten Liga

Gestern hat sich auch bei der Konkurrenz aus der dritten Liga Einiges getan. So fällt beispielsweise Ex-Löwe Julian Guttau beim Auswärtsspiel des FC Erzgebirge Aue beim Absteiger in Ulm aufgrund eines grippalen Infekts aus. Der FC Hansa Rostock hat kurzfristig den Linksverteidiger Viktor Bergh von Djurgardens IF ausgeliehen. Zudem werden am Wochenende erstmals zwei japanische Austausch-Schiedsrichter zwei Spiele der dritten Liga leiten. Alles Wissenswerte rund um die Teams der dritten Liga findet ihr bei unseren Kollegen von Liga3-online!

Heimpremiere gegen Osnabrück rückt näher

Damit geht ihr topinformiert in den Freitag. Die Heimpremiere der Löwen gegen den VfL Osnabrück rückt näher. Die Euphorie ist weiterhin ungebrochen. Wir sehen uns heute Abend am Trainingsgelände beim Spiel der Amateure gegen Gundelfingen oder spätestens morgen im Grünwalder Stadion. Alles Wichtige zum Spiel lest ihr natürlich auch heute wieder auf unserer Seite.

Der Mann an der Pfeife: Timo Gerach

5
DFB Nachwuchsfördertopf

Mit der neuen Rubrik “Der Mann an der Pfeife” wollen wir Euch auf das erste Heimspiel der Saison 2025/26 einstimmen. Am Samstag um 14:03 Uhr empfangen die Löwen den VfL Osnabrück. Wir wollen Euch das Schiedsrichter-Team des nächsten Spiels ab sofort immer etwas näher vorstellen, mit Statistiken zu den letzten Einsätzen und der Löwen-Bilanz des jeweiligen Unparteiischen. Natürlich freuen wir uns über Eure Meinungen zu unserer neuen Rubrik in den Kommentaren!

Der Mann an der Pfeife: Timo Gerach

Das Spiel am Samstag leitet Timo Gerach. Ihm assistieren als Linienrichter Alexander Sather aus Grimma und Patrick Kessel aus Norheim. Als vierter Offizieller ist Manuel Bergmann aus Laupheim unter anderem für die Ordnung auf den Spielerbänken zuständig.
Gerach stammt aus Queichheim-Landau, das zwischen Karlsruhe und Kaiserlautern liegt und pfeift für den FV Queichheim. Der 38-jährige Betriebswirt bringt jede Menge Erfahrung mit. Er leitete bereits 20 Spiele in der 1. Bundesliga, 89 Mal war er in der 2. Bundesliga an der Pfeife und 74 Mal in der 3. Liga. Hinzu kommen 13 DFB-Pokal-Matches sowie jede Menge Einsätze in der Regionalliga.

Vier Verwarnungen im Schnitt

In seinen 74 Drittliga-Spielen verteilte Gerach 297 Verwarnungen, sieben Ampelkarten und elf Rote Karten. Hinzu kamen 25 Strafstoß-Entscheidungen. Dem Schnitt von etwa vier Verwarnungen pro Partie und jeweils 0,25 Platzverweisen und Elfmetern pro Partie entsprechen auch seine Karrierestatistiken in der 1. und 2. Bundesliga.

Drei Mal 1860 – dreimal siegten die Löwen

Drei Spiele der Löwen leitete Gerach in der dritten Liga, drei Mal setzte sich der TSV 1860 durch. Am 23. Juli 2022 pfiff Gerach beispielsweise den unvergessenen 4:3-Auswärtssieg von Münchens großer Liebe bei Dynamo Dresden, dabei gab es vier Gelbe Karten.
Zudem war er im März des selben Jahres beim 2:0-Auswärtssieg der Löwen bei Viktoria Berlin im Einsatz. Damals gab es sechs Gelbe und einen Elfmeter für 1860, den Marcel Bär verwandelte. Am 20. November 2021 leitete der 38-Jährige sein bislang einziges Löwen-Spiel im Grünwalder Stadion. Damals siegte der TSV 1860 mit 3:2 gegen den MSV Duisburg. Es gab zwei Verwarnungen und zwei Strafstöße für die Sechzger. Den ersten verwandelte damals Philipp Steinhart, den zweiten verschoss er.

Erster Einsatz bei den Löwen für Schiedsrichter Timo Gerach im Heimspiel gegen Duisburg im November 2021.

Gutes Omen für die Löwen

Rein statistisch gesehen müsste es gegen den VfL Osnabrück also einen Elfmeter und drei Punkte für die Löwen geben – nehmen wir gerne…

Wunschaufstellungen zu TSV 1860 – VfL Osnabrück

17
Trikot Heim Heimtrikot Joma TSV 1860 Wunschaufstellungen

Mit einem Punkt kehrten die Löwen zum Saisonauftakt von der Hafenstraße zurück und hatten sich das Remis bei Rot-Weiß Essen redlich verdient. Dennoch gab es nicht zuletzt spielerisch noch Luft nach oben, auch die beiden Schienenspieler Pfeifer und Danhof konnten ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen. Wie sehen die Wunschaufstellungen der Redaktion für das Heimspiel des TSV 1860 München gegen den VfL Osnabrück aus?

Wunschaufstellungen zu TSV 1860 – VfL Osnabrück

Jan Schrader

Keinerlei Veränderungen im Vergleich zur Startelf beim Saisonauftakt in Essen nimmt Jan vor. Er vertraut also der Elf, die an der Hafenstraße punktete und hofft auf ein erfolgreiches erstes Heimspiel im Grünwalder Stadion.

Christian Jung

Max Christiansen rutscht bei Christian in die erste Elf und ersetzt Thore Jacobsen im defensiven Mittelfeld. Die beiden Außenspieler Danhof und Pfeifer bekommen eine neue Chance und dürfen beweisen, dass sie mehr draufhaben, als sie in Essen gezeigt haben.

Peter Gratz

Auch bei Peter darf Max Christiansen diesmal von Beginn an ran, zudem ersetzt Morris Schröter den Kollegen Danhof auf der rechten Außenbahn. Im Angriff darf sich erneut Sigurd Haugen neben Florian Niederlechner versuchen.

Thomas Spiesl

Bei Thomas bleibt zwar Thore Jacobsen in der Startelf, er nimmt aber dennoch zwei Änderungen vor. Links darf Kilian Jakob von Beginn an ran, im Angriff ersetzt Patrick Hobsch den in Essen glücklosen Sigurd Haugen.

Stefan Kranzberg

Bereits in der Vorwoche hatte Stefan Kilian Jakob und Soichiro Kozuki in seiner Startelf und würde die beiden auch diesmal gerne von Beginn an sehen. Zudem nimmt er auch auf dem rechten Flügel einen Wechsel vor und gibt Morris Schröter den Vorzug vor Tim Danhof und dem jungen Clemens Lippmann.

Deine Meinung ist gefragt

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt Deiner Wunschelf am nächsten? Oder hast Du ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Deinen Vorschlag!

Grafiken: meineaufstellung.de

Morgen Abend: Amas gegen Gundelfingen in Giesing

4

Neuer Versuch, neues Glück. Morgen vor zwei Wochen musste der Heimauftakt der Amas des TSV 1860 in der Bayernliga Süd gegen den Aufsteiger TuS Geretsried wegen eines Starkregenschauers in der 65. Minute beim Stande von 1:0 abgebrochen werden. Über 400 Zuschauer hatten sich an der Grünwalder Straße 114, wo die U21 der Löwen heuer die ersten Heimspiele absolviert, ehe es dann im Herbst wieder in die KIES-Arena in Gilching geht, eingefunden und mussten durchnässt und ohne finales Ergebnis den Heimweg antreten. Dies soll morgen Abend anders werden, wenn um 18.60 Uhr mit dem FC Gundelfingen der nächste Aufsteiger auf dem Löwenspielplan steht. Die Wetteraussichten geben keinen Grund zur Sorge, dass auch diese Partie nicht zu Ende gespielt werden kann.

Aufsteiger Gundelfingen mit gutem Saisonstart

Der souveräne Meister der Landesliga Südwest der Vorsaison aus dem Landkreis Dillingen ist gut in die Saison gestartet. Einem 3:0 gegen den Mitaufsteiger (aus der Landesliga Mitte) FC Sturm Hauzenberg folgten zwei Remis beim TSV Nördlingen und gegen den FC Ismaning. Die Schwaben sind also noch ungeschlagen. Die Löwen haben – aufgrund der Spielabsage gegen Geretsried – erst zwei Partien absolviert. Dem 4:1-Sieg in Kottern im offiziellen Ligaeröffnungsspiel folgte ein 1:1 in Heimstetten Mitte der vergangenen Woche.

Ambitionen auf den Klassenerhalt

Aufgrund der zum Saisonauftakt gezeigten Leistungen darf man sich in Gundelfingen berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt im kommenden Frühsommer machen. Zwischen 2021 und 2024 gehörte der FCG bereits drei Spielzeiten lang der Bayernliga Süd an, ehe es für eine Saison zurück in die Landesliga Südwest ging. Davor hatte man – bis auf eine Ausnahme 2017/18 – kontinuierlich der Landesliga angehört.

Amas freuen sich auf erneut zahlreichen Besuch

Nachdem die Löwenprofis erst am Samstag Nachmittag ihr erstes Heimspiel der Drittligasaison gegen den VfL Osnabrück auf Giesings Höhen bestreiten, es insofern keine Terminkollision gibt und die Wettervorhersage deutlich besser ist, als vor dem letzten Heimauftritt der Amas in Giesing, hoffen Trainer Alper Kaybunar und sein Team morgen Abend auf erneut zahlreichen Besuch der Löwenfans. Zu beachten ist vielleicht bei der Anreise, dass zeitgleich zum Spiel der Amas am Trainingsgelände der Nachwuchs von der Seitenstraße im Sechzgerstadion sein Regionalligaspiel gegen Schwaben Augsburg absolviert. Interessante Terminplanung des bfv.


Titelbild: Lange Schlangen am Kassenhäuschen an der Grünwalder Straße 114 vor der Heimpremiere gegen den TuS Geretsried vor zwei Wochen.

Sechzig um Sieben: Rote Löwen, Podcast-Löwen, Löwenblick…

1
Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Alles Wichtige rund um die Löwen auf einen Blick: Die Diskussionen um einen roten Löwen bestimmten den Mittwochnachmittag, die Löwen-Legende Marco Hiller spricht in einem Podcast über den Neuanfang in Belgien und die Abteilung Vereinsgeschichte veröffentlicht einen zweiten Löwenblick. Achtung: Heute Morgen wird’s „Löwen“-lastig!

Ein roter Löwe?

Redakteur Christian Jung hat in seinem offenen Brief an Rot-Weiß Essen wohl einen Nerv getroffen. Im Artikel geht es um den roten Löwen, den die Essener für den Saisonauftakt auf Facebook teilten. Im Nachgang kam es zum Gespräch der sechzger.de-Redaktion mit der Presseabteilung unseres letzten Gegners. Mehr zur überraschenden Diskussion und den Reaktionen im Artikel.

Löwen-Legende im Podcast

Nach seinem Abgang von den Löwen hat Marco Hiller sich erstmals öffentlich geäußert. Im Podcast GrenzEcho spricht er über seine Zeit beim TSV 1860, sowie über seinen neuen Verein in Belgien. Einige spannende Zitate haben wir zusammengefasst.

Ein zweiter Löwenblick

Die Löwen-Nachrichten überschlagen sich. Nicht nur eine Legende bringt sich ins Gespräch, auch die Abteilung Vereinsgeschichte plant eine besondere Veröffentlichung. Nach vier Jahren erscheint eine zweite Ausgabe des „Löwenblicks“, einem Postermagazin zum TSV 1860 e.V.

Achtelfinale des Toto-Pokals

Neben Kultur gibt es aber natürlich noch das Tagesgeschäft! Zum einen wäre da natürlich das erste Heimspiel der Saison am kommenden Samstag. Darauf folgt die zweite Runde des Toto-Pokals am 12. August in Geiselbullach. Die potenziellen Gegner im Achtelfinale stehen vor der Partie bereits fest. Jan Schrader hat dazu eine Übersicht erstellt.

Und sonst so?

  • Das DFB-Sportgericht ermittelt aufgrund von Spielmanipulation gegen das Trainerduo Marco Antwerpen und Frank Döpper. Laut Welt sollen sich die beiden im Vorfeld einer Partie des NFV-Pokal gegen den TuS Blau-Weiß Lohne unsportlich verhalten haben.
  • Alexander Winkler, einstiger Spieler des 1. FC Kaiserslautern und des Halleschen FC, kehrt zu seinem ersten Profiverein in die Vorstadt zurück. Wie die SpVgg Unterhaching bekannt gab, werde Winkler die Mannschaft in der Regionalliga verstärken und den Nachwuchs in seiner Entwicklung unterstützen.

Marco Hiller im Podcast SportGEflüster

2

Gleichwohl der neue Löwentorwart Thomas Dähne beim Drittligaauftakt in Essen am vergangenen Freitag eine sehr ansprechende Leistung bot und tatkräftig mithalf, den einen Punkt von der Hafenstraße mitzunehmen, haben einige Löwenfans den Abschied von Marco Hiller noch nicht ganz verwunden. Das überascht aber auch nicht, schließlich trug dieser 17 Jahre lang das Sechzgertrikot und war darüber hinaus das letzte Mitglied der Aufsteigerelf von 2018, das zuletzt noch im Kader der Löwen stand. So verfolgen also viele Anhänger von Münchens Großer Liebe aktiv, wie es mit ihrem Liebling zuletzt weiterging und zukünftig -geht. Die Löwenlegende ist – wie berichtet – inzwischen in der zweiten Liga Belgiens bei KAS Eupen unter Vertrag. Nun hat sich Hiller im Podcast SportGEflüster in  einem 50minütigen Gespräch ausführlich und – das nehmen wir hier vorweg – in extrem sympathischer Weise geäußert. Absolut hörenswert!

Podcast aus dem deutschsprachigen Ostbelgien

“Aus dem Löwen wird ein Panda” lautet der Titel der Sendung, den zwei Journalisten der Zeitung GrenzEcho, in der sich “alles um Sport in Ostbelgien und in der Welt” dreht, führen. Man erfährt in dem Gespräch viel über Marco, seine sehr differenzierte Haltung zum Fußballsport, wie der Kontakt nach Eupen zustand kam und auch, wie er auf seine Zeit bei 1860 zurückblickt.

Podcast-Hörer sollten reinhören

Hier könnt Ihr das ganze Gespräch auf Spotify anhören. Wer sowieso gerne Podcasts hört, der sollte sich die gut eine Halbzeitlänge dauernde Sendung unbedingt anhören. Wem dazu die Zeit fehlt, der kann zumindest hier bei uns die wichtigsten Aussagen von Marco Hiller im Podcast SportGEflüster nachlesen.

Die wichtigsten Aussagen der Sendung

Marco Hiller äußert sich im Gespräch…

…zu seinen persönlichen sportlichen Ambitionen:

Ich war bei den Löwen die Nummer Eins am Ende und ich wollte mich jetzt nirgends auf die Bank setzen, wenn ich ehrlich bin. Ich glaub, für einen Torhüter ist immer wichtig, dass er spielt. Das ist für den Entwicklungsprozess das A und O. Deswegen habe ich auch einen Verein gesucht, wo ich Spielpraxis bekomme und deswegen bin ich hier.

…wie der Kontakt zu KAS Eupen zustande kam:

Der Stefan Salger, mit dem hab ich zusammengespielt bei Sechzig, ein guter Kumpel, der aus dem Kölner Umfeld kommt und auch Kontakt hier zu den Leuten hat, der hat mich angerufen und gefragt: Hey, wie schaut’s denn aus mit Eupen? Ich bin ehrlich, ich wusste zuerst nicht so ganz, wie ich das einordnen soll. Dann hab ich hier mit den Verantwortlichen gesprochen und hab echt ein Top-Bild bekommen und freu mich jetzt drauf.

…über die verschiedenen Sprachen an seinem neuen Standort:

Der Trainer kommuniziert meistens auf Englisch mit uns, weil es einfach jeder versteht. Wenn es paar Jungs nicht verstehen, wiederholt er es nochmal auf französisch. Ist jetzt für mich auch kein Problem, weil ich auch beide Sprachen spreche, was auch ein Grund oder großer Pluspunkt war, wo ich gesagt hab: Das passt hier. Weil ich mich auf jeden Fall auf deutsch oder französisch, oder englisch verständigen kann.

…über den Abschied von den Löwen:

Die Entscheidung ist mir nicht einfach gefallen, aber am Ende haben mehr Punkte für einen Abschied gesprochen, wie dafür, dass ich verlänger’. Und dann hab ich mir auch gesagt: Ich bin jetzt 28, gutes Torhüteralter. Wenn ich nochmal was neues erleben will, mich entwickeln will, neue Sachen sehen will, ist vielleicht jetzt der Zeitpunkt. (…) Da hab ich dann auch mit ‘nem guten Gewissen sagen können: Okay, schön war’s, 17 Jahre, jetzt ist Zeit für was neues und ich bin sehr dankbar, was ich alles dort erleben durfte und komm bestimmt auch gern zu den Spielen, wenn es sich zeitlich ergibt. Aber jetzt ist Zeit für was neues.

…über das schönste Erlebnis bei 1860:

Ganz klar auf jeden Fall der direkte Wiederaufstieg in die dritte Liga. Das war schon Wahnsinn mit den Relegationsspielen gegen Saarbrücken. (…) Insgesamt war es einfach eine superschöne Zeit. Aber ich denke, das Schönste ist es, erfolgreich im Fußball zu sein und deswegen ist defintiv auch der Aufstieg das schönste Erlebnis. Mit den Fans danach zu feiern. Das ist schon einzigartig.

…über sein Verhältnis zu den Roten:

Es wär Quatsch, sportlich die beiden Vereine zu vergleichen. So realistisch muss man auch sein. Klar, in der Jugend war es schon immer so…da hat man ja gegen die Jungs gespielt. Da hatte man schon das Gefühl, wenn die Bayernspieler mit der Nase oben ankamen: Schau mal, wie die da drüben rumlaufen. Da war man aber auf der anderen Seite auch stolz, in einem Arbeiterverein zu sein und deswegen habe ich mich da auch immer auf der richtigen Seite gefühlt. Ich denk, wenn man in München ist, dann weiß man auch: München ist blau. Da gibt’ mehr blaue Fans, wie rote. Das ist so.

…über seine beruflichen Ziele nach der Karriere:

Einen wirklich Plan, was ich dann mache, habe ich nicht, aber es ist auf jeden Fall nicht geplant, dass es im Fußballbereich sein wird. (…) Ich möchte nach der Karriere schon was außerhalb des Fußballs machen, um da auch Zeit mit der Familie verbringen zu können, die jetzt schon zurückstecken muss in dem Zusammenhang. Also, wer in sechs-sieben Jahren nen Job für mich hat, wo ich am Wochenende nicht arbeiten muss, der kann sich gern bei mir melden (lacht).