Lukas Reich wird in der kommenden Woche Teile der Vorbereitung der Profis des TSV 1860 auf das letzte Spiel der Drittligasaison gegen Erzgebirge Aue (Samstag, 17. Mai, 13.30 Uhr) verpassen. Der Grund für die Absenz des Löwen-Youngsters ist allerdings ein erfreulicher: DFB-Junioren-Trainer Hanno Balitsch lud den 18jährigen Rechtsverteidiger zum Lehrgang der U19 ins dänische Horsens ein.
Länderspiel gegen Dänemark
Zwischen 12. und 15. Mai weilt Lukas Reich also weit im Norden Europas, an der Ostküste Jütlands. Am Mittwoch steht dort auch ein Test-Länderspiel auf dem Programm. Dieses findet um 12 Uhr in der Nordstern Arena in Horsens gegen Gastgeber Dänemark statt.
Mit dem Lehrgang in Dänemark kommende Woche bereitet sich Deutschlands U19 auf die EM-Endrunde vor, die dann vom 13. bis 26. Juni in Rumänien stattfinden wird. Der gastgebende Testspielgegner am 14. Mai reist im Juni ebenfalls zum Turnier nach Südosteuropa und ist nach Einschätzung von Bundestrainer Balitsch “ein heißer Halbfinalkandidat”. Für Lukas Reich und Co. ist diese Partie also eine Gelegenheit, sich im Wettkampf für den endgültigen EM-Kader zu empfehlen. In der Vorrunde trifft die DFB-Auswahl dann am 14. Juni auf die Niederlande, am 17. Juni auf England und am 20. Juni auf Norwegen. Das Finale steigt am 26. Juni im Giulesti Stadion in Bukarest. Wie schön wäre es, wenn Lukas Reich auch bei diesem Turnier die Münchner Löwen im DFB-Dress repräsentiert!
Unsere Eindrücke der Spielbesuche bei Rayo Vallecano und Real Madrid konntet Ihr schon im ersten Teil des Reiseberichts lesen. Lustigerweise sollten wir im weiteren Verlauf unserer Reise Auswärtspartien beider Mannschaften sehen, die wir am ersten Wochenende zu Hause sahen. Konkret sahen wir Real Madrid beim FC Getafe und Rayo Vallecano bei Atletico Madrid.
Die Weltstars im Vorort
Ich war noch nie in Getafe, einem Vorort im Süden von Madrid. Wie wir anlässlich unseres Spielbesuchs feststellen durften, hatte ich damit auch nicht viel verpasst. Getafe ist ein reiner Wohnort mit zahlreichen für Spanien sehr untypischen Reihenhäusern. Architektonisch fühlte ich mich an eine englische Suburb erinnert. Bei unserem viertelstündigen Spaziergang von der S-Bahn Station zum Stadion war vom Besuch von Real Madrid wenig bis gar nicht zu merken. Kaum Fußballfans in der S-Bahn, keine Menschenmassen auf den Gehwegen, keine der typischen Verkaufsstände auf dem Weg zum Stadion.
Erstaunlich wenig los vor dem Stadion für ein Spiel von Real Madrid
Dass hier der Rekordsieger der Champions League mit seinem Milliardenensemble antreten würde, war wirklich erst auf dem Vorplatz des Stadions zu spüren. Das Stadion in Getafe ist ein moderner Zweckbau (an drei Seiten unüberdacht), der sich für den Besucher als recht angenehm darstellt. Er ist überall ausreichend Platz, die Zugänge sind überdurchschnittlich breit und das Personal sehr zuvorkommend und freundlich. Ausnahme ist ein Ordner, der uns einen Rundgang durch dass Stadion verbieten und uns bei freundlicher Nachfrage nach dem Warum des Stadions verweisen will.
Das Coliseum von Getafe ist ein kleines, recht angenehmes Stadion
“Kindervorstellung” von Real Madrid
Wir haben Tickets direkt hinter dem Tor bekommen und der Gästesektor für die Madridistas ist gleich rechts neben uns.
Unsere Perspektive auf das Spiel
Das Publikum am heutigen Abend erinnert sehr stark an eine Kindervorstellung im Circus Krone. Es sind haufenweise Familien mit Kindern im Grundschulalter im Stadion, die das Starensemble von Real Madrid mal hautnah sehen wollen. Offenbar ist es einfacher, Tickets für Real Madrid in Getafe zu bekommen als im Bernabeu (ging mir selbst auch so). Als die Königlichen zum Aufwärmen aufs Feld kommen, erhallen tausende glockenhelle Kinderstimmen, so dass einige Fledermäuse, die im weiten Rund ihre Nester zu haben scheinen, nervös die Flucht ergreifen. Natürlich dürfen auch Dutzende von Pappschildern nicht fehlen, auf denen die Kinder die Weltstars zur Abgabe ihrer Trikots auffordern.
Dutzende Kinder mit Pappschildern
Das Publikum ist bis auf den wirklichen Heimsektor von Getafe bunt gemischt zwischen Madridistas und Fans des einheimischen FC Getafe, die ihr Team ungeahnt lautstark unterstützen.
Die Ultras FC Getafe stehen direkt hinter dem Tor
Ausgeglichenes Spiel
Beim Einlauf der Mannschaften wird über die LED-Flutlichtmasten eine große Lightshow veranstaltet, die ich in der Form noch nie gesehen hatte. Einzelne Leuchten gehen dabei an und aus, sodass eine Art Disco-Feeling entsteht.
Die Lightshow zum Einlauf der Mannschaften
Im krassen Gegensatz dazu steht dann eine direkt darauf folgende Schweigeminute für den verstorbenen Papst, die nach ca. 20 Sekunden durch einen nervös-lauten Pfiff des Schiris jäh abgebrochen wird.
Schweigeminute für den verstorbenen Papst
Real Madrid ging mit einer B-Elf relativ lustlos zu Werke und konnte bei so manch heikler Situation durch die individuelle Klasse seiner Spieler die Oberhand behalten. So sorgte Arda Güler in der 21. Minute durch eine feine Einzelaktion für den einzigen Treffer des Abends. In der Schlussphase war Getafe zwei Mal ganz nah dran am Ausgleich, aber Thibaut Courtois zeigte seine ganze Klasse und sicherte den Königlichen die drei Punkte. Getafe hat einen kleinen Kern an Ultras, die das ganze Spiel über Stimmung machten. Da Madrid ziemlich nachlässig spielte, griff der Support mehrfach kurz auch auf das ganze Stadion über, wenn Getafe gute Offensivszenen hatte.
Aus dem Auswärtsblock von Real Madrid kam quasi nichts. Es scheint dort nicht mal irgendeine Art von Auswärtsszene zu geben, die eine S-Bahn Fahrt von 30 Minuten für ein Auswärtsspiel auf sich nimmt. Am lautesten wurde es, als sich die namhaften Ersatzspieler (darunter Modric, Bellingham, Camavinga und Rodrygo) zum Aufwärmen begaben und glockenheller, ekstatischer Jubel tausender Kinderstimmen zu vernehmen war. Direkt nach dem Abpfiff musste wir zur S-Bahn sprinten, da es durch den Anpfiff um 21:30h noch genau eine S-Bahn zurück nach Madrid gab. Ich hatte mit vollen Gehwegen gerechnet, aber die waren noch leerer als beim Hinweg. Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir noch schauen können, ob das ein oder andere Kind durch ein Trikot glücklich gemacht wurde.
Erster Besuch im neuen Stadion von Atletico Madrid
Zum Abschluss unserer Reise stand der heiß ersehnte Besuch von Atletico Madrid an. Als ich 97/98 in Madrid studierte, war Atletico mein absoluter Lieblingsclub. Die Stimmung im einzigartigen Stadion Vicente Calderon (unter dessen Tribüne sogar eine Autobahn durchführte) war damals bahnbrechend. Seit 2017 ist Atletico nun im Stadion Metropolitano ganz im Osten Madrids beheimatet, das aktuell noch den Beinamen “Riyadh Air” trägt. Das Stadion ist ziemlich auf der in Madrid nicht ganz so grünen Wiese gebaut, aber mit einer U-Bahn perfekt zu erreichen, obwohl es etwas außerhalb liegt. Das 70.000-Mann-Stadion ist von Außen nicht grad ein architektonisches Meisterwerk.
Von Außen eher schmucklos: Das Estadio Riyadh Air Metropolitano
Im Gegensatz zum Vortag in Getafe brummt es rund um das Stadion trotz den Spiels unter der Woche. Beim Neubau wurde wohl extra drauf geachtet, eine Art zentralen Weg vor dem Stadion anzulegen, an dem einerseits die Stände der fliegenden Händler Platz finden und andererseits offizielle Bars und Fanshops von Atletico liegen.
Die aufgebauten Stände vor dem Stadion zur linkenDie offiziellen Shops und Bars zur rechten
Wir haben die zweitbilligsten Karten und sitzen hoch oben Höhe Strafraum, aber der Blick ist wirklich gut.
Endlich guter Support
Im Calderon gab es zwei Atletico Fankurven. Die der eher rechtsgerichteten Frente Atletico (die mittlerweile verboten ist) und den Fondo Sur, auf dem die restlichen Supporter Stimmung machten. Im Metropolitano gibt es nur noch einen Fansektor, der kurz vor dem Spiel relativ voll besetzt ist und ähnlich wie bei uns das ganze Spiel über Stimmung macht.
Der Fanblock der Atletico Fans direkt hinter dem Tor
Früher im Calderon griff die Stimmung der beiden Fanblöcken quasi bei jeder halbwegs vielsprechenden Spielszene auf das ganze Stadion über und nicht selten war das ganze Calderon über Minuten gestanden und trieb sein Team emotional nach vorne. Die Heißblütigkeit ist tatsächlich heute ziemlich verloren gegangen, aber wir erleben das einzige Spiel unserer Reise, bei dem konstant supportet wird und die restlichen Zuschauer das ein oder andere Mal komplett mitgehen. Das erste Mal an diesem Abend sogar gleich nach dem ersten Spielzug. Denn mit dem ersten Angriff stellt Sörloth auf 1:0.
Torjubel nach dem frühen 1:0 für Atletico
Atletico komplett überlegen
Rayo hat nur ein paar hundert Fans dabei, obwohl die Fans aus Vallecas das Stadion auch bequem mit der U-Bahn erreichen hätten können. Die Rayo Fans, die mäßigen Auswärtssupport liefern, müssen mit ansehen, wie Atletico ihr Team dominiert und sie selbst kaum einen strukturierten Angriff auf den Rasen bekommen.
Der Auswärtsblock mit erstaunlich wenigen Rayo-Fans
Allerdings vergisst Atletico die Überlegenheit in Tore umzumünzen und so dauerte es bis zur 45. Minute, in der Gallagher auf 2:0 für die Gastgeber stellte. Kurz nach der Pause rettete Oblak gegen Rayos Isi. Danach plätscherte das Spiel so vor sich hin, bis in der 60. Minute Griezmann eingewechselt wurde. Darüber freute ich mich sehr, weil er einer meiner Lieblingsspieler ist. Und er brachte tatsächlich frischen Wind in die Partie. Auch das Stadion reagierte spürbar auf seine Einwechslung, er scheint einer der Publikumslieblinge der Rojiblancos zu sein. In der 77. setzte er mit einem gefühlvollen Pass in die Tiefe Alvarez ein, der zum 3:0 vollstreckte. Danach war die Messe endgültig gelesen. Atletico gewann das Spiel ohne weitere nennenswerte Aktionen 3:0.
Kein gemeinsamer Jubel von Mannschaft und Fans
Nach dem Spiel rechneten wir noch mit einer Ehrenrunde oder irgendeiner Form von Kommunikation zwischen Spielern und Fans, aber (wie bei anderen Spielen auch) verzog sich die Mannschaft unter kurzen Winken direkt in die Kabine. Fazit: Die beste Stimmung der Reise gab’s bei Atletico, aber gegenüber der Athmoshäre im Calderon ist schon Einiges verloren gegangen. Trotzdem ein wahnsinnig schöner Abend, in dem ich endlich mit meinem Sohn gemeinsam ein Spieler meiner zweiten großen Liebe Atletico Madrid im Stadion anschauen durfte.
In einer etwas kleineren Runde als zuletzt gewohnt findet der sechzger.de Talk Nummer 209 statt. Jan bespricht dabei mit Christian und Thomas die Niederlage gegen Rot-Weiss Essen vom Wochenende sowie das bevorstehende Auswärtsspiel beim SC Verl. Diskutiert werden auch mehrere Personalien, unter anderem Trainer Patrick Glöckner sowie Marco Hiller.
Essen entführt drei Punkte aus Giesing
Nichts war es mit einem schönen und erfolgreichen Nachmittag auf Giesings Höhen. Rot-Weiss Essen fügte den Löwen eine Heimniederlage hinzu und feierte im Grünwalder Stadion den Klassenerhalt. 1:3 hieß es am Ende aus Sicht des TSV 1860. Die Mannschaft zeigte dabei nicht den letzten Willen und verlor die Partie verdient. Doch wie Christian bereits in den Giesinger Gedanken ausführte: am Ende war das auch relativ egal. Mit der Verabschiedung von Werner Lorant sowie einem Flohmarkt für den guten Zweck war rund um die Partie viel geboten, was in der aktuellen Ausgabe entsprechend auch besprochen wird.
Gerüchte um Marco Hiller und Patrick Glöckner
Ende der Saison heißt auch: die Transferaktivitäten nehmen wieder zu – und auch bei den Löwen wird die ein oder andere Personalie diskutiert. Schließlich laufen elf Verträge im Sommer aus. Dazu zählt unter anderem Löwen-Urgestein Marco Hiller, die Zeichen stehen hierbei Medienberichten zufolge auf Abschied. Auch noch nicht geklärt ist, ob Patrick Glöckner in der kommenden Saison Trainer des TSV 1860 München bleibt. Diese und weitere Personalien diskutieren Jan, Thomas und Christian im sechzger.de Talk Nummer 209.
Vorschau SC Verl
Nach einer Schnellfragerunde widmen sich die drei abschließend noch dem kommenden und letzten Auswärtsspiel gegen den Sportclub Verl. Einige Redaktionsmitglieder werden sich zu diesem Anlass an der berühmten Theke einfinden und freuen sich bereits auf die Partie, auch wenn der sportliche Reiz nicht mehr gegeben ist. Die Duelle mit den Verlern versprechen aber stets torreich zu enden, sodass für gute Unterhaltung gesorgt sein dürfte.
Der sechzger.de Talk 209 als Video und Podcast
Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:
Der TSV 1860 München hat den Klassenerhalt eingetütet und es sind noch zwei Spieltage in der Saison 24/25 zu absolvieren. Zeit, sich mit dem Gesicht der Mannschaft für die Saison 25/26 zu beschäftigen. Wir analysieren für Euch, welche Kaderbaustellen Dr. Werner bis zum Saisonstart im Angriff abzuarbeiten hat. Grundlage unserer Analyse sind die Daten von transfermarkt.de.
Kaderbaustellen im Angriff
Um die Kaderbaustellen im Sturm aufzuzeigen, analysieren wir nach dem zuletzt gespielten System von Patrick Glöckner. Also mit einer Spitze und teilweise einer hängenden Spitze. Gerade nach der Rückkehr von Kevin Volland erscheint es durchaus möglich, dass die Löwen nächste Saison mit zwei Spitzen agieren.
Patrick Hobsch
Der 30-jährige Mittelstürmer kam zu Saisonbeginn aus Unterhaching nach Giesing. Hobsch traf zuverlässig über die komplette Saison und konnte auch einige Assists beisteuern (aktuell 11 Tore & 5 Assists). Damit dürfte er die Erwartungen erfüllt haben und es gibt keinen Grund, sich von ihm zu trennen, zumal sein Vertrag noch bis Ende der kommenden Saison läuft.
sechzger.de Meinung: Hobsch wird bleiben und könnte mit Kevin Volland zu einer richtigen Waffe in der Saison werden.
Dickson Abiama
Abiama wurde für die laufende Rückrunde vom 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen. Stand jetzt muss der 26-jährige Nigerianer nach dem 38. Spieltag zum Betzenberg zurückkehren. Abiama sorgte mit seiner Geschwindigkeit auf den Flügeln für viel Gefahr, ist aber für die Position im Sturmzentrum vor dem gegnerischen Tor schlicht zu harmlos.
sechzger.de Meinung: Obwohl Abiama sofort ein belebendes Element in der Löwen-Offensive war, wird er nächste Saison nicht mehr für 1860 kicken. Seine Defizite bei der Chancenverwertung sind zu groß, besonders wenn man an die Verpflichtung von Kevin Volland denkt, dürfte für Abiama kein Platz im Kader mehr sein, wenn man eine Ablöse zahlen müsste.
Fabian Schubert
Er kam vor der Saison aus der höchsten Schweizer Liga zum TSV 1860. Er konnte die hohen Erwartungen an ihn nie erfüllen. Sein Vertrag läuft allerdings noch eine Saison, seit April stand er bei keinem Spiel der Löwen mehr im Kader.
sechzger.de Meinung:Schubert täte gut daran, sich einen neuen Verein zu suchen. Dass Dr. Christian Werner ihm dabei Steine in den Weg legt, ist kaum vorstellbar.
Raphael Ott
Der Vertrag des Eigengewächses aus dem NLZ läuft am Saisonende aus. Ott bekam wenige Chancen, um auf sich aufmerksam zu machen. Der 19-jährige Stürmer ist sowohl auf den Flügeln als auch im Zentrum einsetzbar. Sein Potenzial ließ er mit dem schönen Tor gegen Viktoria Köln sowie durch seinen Fünferpack beim Toto-Pokal-Spiel in Kasendorf aufblitzen.
sechzger.de Meinung:Die Zeichen stehen auf Abschied. Dass Ott keine wirkliche Chance bekam, spricht für eine Trennung. Es ist durchaus denkbar, dass er sich mit mehr Spielpraxis noch sehr positiv entwickelt. Wahrscheinlich sucht er einen Verein, der ihm diese bieten kann.
Fazit Angriff
Durch den Transfer von Kevin Volland bekommt 1860 nächste Saison eine Top-Verstärkung im Sturm. Zusammen mit Hobsch und möglicherweise Guttau dahinter (wenn er denn bleibt) dürfte die Offensive zum Prunkstück der Löwen werden. Dr. Werner muss aber dahinter für entsprechende Backups sorgen. Wir gehen davon aus, dass zwei Stellen frei sind, wovon eine möglicherweise aus der U21 durch Cristian Leone besetzt werden könnte. Er brachte es in der U21 bisher auf 13 Tore. Mit Florian Niederlechner ist zudem ein erfahrener Stürmer im Gespräch, der aktuell bei Hertha BSC auf Torejagd geht.
Eine neue Mannschaft gibt es seit diesem Jahr bei den Löwen: Neben den Senioren A, B und C stellt der TSV 1860 München nun auch eine Ü50. Gestern siegten die sogenannten Senioren E beim SV München West.
Eine neue Mannschaft bei den Löwen
Bis vor kurzem war die Ü50 die älteste Spielklasse und nannte sich “Ehrenliga”. Da es nun auch eine Ü60 gibt (allerdings nicht beim TSV 1860), erfolgte die Umbenennung in Senioren E – oder ganz einfach Ü50. Randbemerkung: Eine Altersgruppe namens Senioren D gibt es nicht.
So, nun aber zum Sportlichen:
Am 1. Spieltag der Kreisklasse mussten die Löwen beim SV München West auf der BSA Siegenburger Straße antreten. Im Großen und Ganzen hatte die Ü50 des TSV 1860 das Geschehen über die komplette Spielzeit im Griff und ließ defensiv kaum etwas zu. In der 25. Minute sorgte Stefan Donaubauer für den Premierentreffer und brachte Sechzig in Führung – gleichzeitig der Pausenstand.
TSV 1860 Ü50 siegt auswärts beim SV München West
Nach dem Seitenwechsel legten die Löwen nach und erhöhten durch einen Doppelschlag von Zoubeir Ben Jemia (51./58.) auf 0:3. Nun wurde Sechzig ein wenig nachlässig und kassierte nach einem Ballverlust im Spielaufbau den ersten Gegentreffer. Pitari Maurizius ließ die Gastgeber hoffen (62.), doch Fortunato Varra stellte den alten Vorsprung wieder her (86.). Noch einmal zeigten die Hausherren Moral, doch mehr als der Treffer zum 2:4-Endstand (89.) sprang für den SV München West nicht mehr heraus.
Die Ü50 des TSV 1860 hingegen ist dank des Auswärtssieges erster Tabellenführer der Kreisklasse. Weitere Gegner im Saisonverlauf sind der SV Lohhof, der TSV Grasbrunn, NK Dinamo 1974 München und die SG Lerchenauer See/Fasanerie Nord.
Die Ü50 der Löwen bejubelt den Auftaktsieg in der Kreisklasse
Die Saison trudelt aus und bei noch zwei ausstehenden Spielen mit geschafftem Klassenerhalt steht beim TSV 1860 München so langsam die nächste Saison im Fokus. Für die Mannschaft der Spielzeit 25/26 wurde gestern mit Kilian Jakob ein Rückkehrer zu 1860 vermeldet. Außerdem konnten die Löwen zwei Talente aus dem NLZ an sich binden.
Kilian Jakob kehrt zu 1860 zurück
Die Löwen vermeldeten gestern den zweiten Neuzugang für die kommende Saison. Und es ist erneut ein Rückkehrer. Kilian Jakob unterschrieb gestern bei 1860, nachdem sein Vertrag bei Erzgebirge Aue ausgelaufen war. 2010-2017 lernte er das Fußballspielen an der Grünwalder Straße, bevor er zu einem Bundesligisten westlich von München wechselte. Über die Stationen Türkgücü, Karlsruher SC und Erzgebirge Aue kehrt Jakob nun nach Giesing zurück.
Lippmann und Faßmann verlängern bei den Löwen
Die Verträge der beiden 18-jährigen Talente Clemens Lippmann und Lasse Faßmann wurden bis Ende der Saison 25/26 verlängert. Beide kommen aktuell in der U21 und der U19 zum Einsatz und konnten sogar auf der Ersatzbank der Profis schon Drittligaluft schnuppern. Beide haben nun die Chance, sich weiter für den Profikader zu empfehlen und möglicherweise in die Fußstapfen von Lukas Reich oder Sean Dulic zu treten.
Kaderbaustellen im Mittelfeld
Durch die Transfers und die Vertragsverlängerungen schließt sich so manche Baustelle im Kader für die nächste Saison. Dennoch haben wir für Euch eine Bestandsaufnahme des Kaders gemacht und zeigen auf, wo Dr. Christian Werner noch Lücken im Kader schließen sollte. Gestern ging das Mittelfeld online. Heute gegen Mittag folgt im dritten Teil der Sturm.
Verlaat in kicker “Elf des Tages”
Der “kicker” berief Jesper Verlaat trotz der Niederlage gegen Rot-Weiss Essen in seine “Elf des Tages”. Es ist Verlaats siebte Berufung für die elitäre Elf. Damit teilt er sich den Spitzenplatz mit dem Cottbusser Torwart Elias Bethke.
Testspiel gegen SV Ried steht fest
Die Löwen testen ein weiteres Mal gegen die SV Ried. Im Rahmen des Trainingslagers in Ulrichsberg (Oberösterreich) trifft 1860 in Putzleinsdorf auf die SV Ried. Spieltermin ist der 08.07. um 18:30h.
Löwenergebnisse vom Wochenende
Die U17 setzte ihren Siegezug in der DFB-Nachwuchsrunde fort und siegte bei Erzgebirge Aue mit 4:2. Der SC Bogenhausen trat gegen die Löwinnen I nicht an, die deshalb die drei Punkte kampflos bekamen. Außerdem verlor der direkte Aufstiegskonkurrent DJK Pasing mit 1:4 bei Teutonia München. Somit haben die Löwinnen den Aufstieg wieder in der eigenen Hand. Die Amas musste in Pipinsried die erste Niederlage im Jahr 2025 verdauen (2:1). Alle weiteren Ergebnisse der Löwenmannschaften findet Ihr hier.
News aus der dritten Liga
Tullberg übernimmt Dortmund II ab sofort
Eigentlich sollte Mike Tullberg die U21 des BVB erst zur kommenden Saison übernehmen. Nun aber wurden die Verantwortlichen in Dortmung nervös und stellten den aktuellen Coach Jan Zimmermann per sofort frei. Hintergrund sind drei Niederlagen in Folge, die den BVB II nochmal ganz nah an die Abstiegsplätze brachten. Den Klassenerhalt soll nun der Däne Mike Tullberg nun klar machen, der in dieser Saison schon die U19 und die Profis von Borussia Dortmund coachte.
Müsel muss Treffer gegen 1860 teuer bezahlen
Scherzhaft könnte man sagen, dass der Herrgott kleine Sünden sofort bestraft. Denn Torben Müsel verletzte sich bei seinem Führungstreffer für den RWE gegen die Löwen am Samstag folgenschwer. Der 25-Jährige zog sich einen Riss des Außenbandes zu und fällt mindestens für zwei Partien aus. Dass er sich die Verletzung “wegsaufen” könne, war also eine Fehldiagnose seines Trainers Uwe Koschinat.
Ansetzungen der Drittligisten beim “Finaltag der Amateure”
Neun oder gar zehn Drittligsten haben sich für die Finals des Landespokals qualifiziert und spielen am 24.05. um die Teilnahme am DFB-Pokal. Der DFB setzt nun folgende Anstoßzeiten fest:
Vom 06. bis 13.07. gastiert der TSV 1860 in Oberösterreich und wird sich dort mit zwei internationalen Gegner messen. Zuerst treffen die Löwen in Putzleinsdorf auf die SV Ried (08.07., 18.30 Uhr), am 11.07. folgt die Partie gegen den tschechischen Club Slovan Liberec in Ulrichsberg.
Putzleinsdorf ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Rohrbach im oberen Mühlviertel mit 1542 Einwohnern. In unmittelbarer Nähe liegt eine Ortschaft mit dem sensationellen Namen Hühnergeschrei.
Einen Ergebnistipp für das Match gegen Ried haben wir auch parat!
Zwei Abwehrtalente bleiben den Löwen über das Saisonende hinaus erhalten. Vergangene Woche verlängerten die beiden 18-jährigen Clemens Lippmann und Lasse Faßmann laut spielplus.bfv.de ihre Verträge bis 30.06.2026.
Lippmann und Faßmann verlängern beim TSV 1860
Der 1,90 m große Lasse Faßmann war 2023 von Astoria Walldorf an die Grünwalder Straße gewechselt und führte zuletzt die U19 in der DFB Nachwuchsliga aufs Feld. Bei seinem Debüt in der U21 konnte er sich beim 6:0-Sieg in Deisenhofen mit einer Vorlage direkt in die Scorerliste eintragen. Zudem stand der Innenverteidiger beim 0:4 der Profis in Saarbrücken erstmals im Profikader.
Auch Clemens Lippmann (siehe Titelbild) durfte bereits Profiluft schnuppern und saß in der 3. Liga drei Mal auf der Bank. Bei den Partien in Aue und Saarbrücken sowie beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart kam er jedoch nicht zum Einsatz. Der rechte Außenverteidiger wusste jedoch bei der 0:2-Testspielniederlage in Ulm zu gefallen und darf sich – ebenso wie Lasse Faßmann – berechtigte Hoffnungen auf einen Platz im Profikader der Saison 2025/26 machen.
Fun Fact am Rande: Mit Xaver Lippmann spielt auch der Bruder von Clemens bei den Löwen. Der 16-Jährige beackert das defensive Mittelfeld der U17 in der DFB Nachwuchsliga, erzielte dort in der laufenden Saison drei Tore und leistete sechs Vorlagen
Während die Profis und die U21 ihre Spiele verloren, dürften die Löwinnen I ihre Punkte aufgrund des Nichtantritts des Gegners am grünen Tisch erhalten. Zudem profitieren sie von der Niederlage des größten Rivalen DJK Pasing. Die U17 des TSV 1860 setzte ihre Erfolgsserie beim FC Erzgebirge Aue fort.
TSV 1860 U17 siegt auch in Aue
Als Meister ihrer Hauptrundengruppe standen die jungen Löwen bereits fest, lassen aber dennoch nicht nach. Auch beim FC Erzgebirge Aue setzte die U17 des TSV 1860 ihre Erfolgsserie fort und gewann mit 4:2. Paul Sturm (7.) und Valentin Bannert (9./23.) hatten Sechzig in Führung gebracht, ehe Philipp Gläser zum 1:3-Pausenstand verkürzte (33.). Erneut Paul Sturm erhöhte erneut für Sechzig (71.), ehe Dawid Kolacki in der Nachspielzeit für die Lila-Weißen zum Endstand traf.
10.00 Uhr: U15 – TSV Milbertshofen 0:0
11.00 Uhr: SSV Jahn Regensburg – U14 1:4
13.00 Uhr: FC Bayern München – U16 1:0
15.00 Uhr: SC Bogenhausen – Löwinnen I Nichtantritt Heim
Erfreulich für die Löwinnen I: Der bisherige Tabellenführer DJK Pasing verlor etwas überraschend mit 1:4 beim FC Teutonia München. Somit hat es die Elf von Trainer Mariano Frate nun selber in der Hand, die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg zu fixieren.
Zudem war die U12 am Samstag und Sonntag in Welschingen/Engen (Lkr. Konstanz) im Einsatz und konnte den Turniersieg für sich verbuchen.
Die U13 nahm am Sonntag an einem Leistungsvergleich beim Kirchheimer SC teil und erreichte Platz 4.
Die U10 schlug beim Turnier in Leonberg den VfB Stuttgart im Finale und sicherte sich den Gesamtsieg.
Der TSV 1860 München hat sich die Dienste von Kilian Jakob gesichert. Für den Linksfuß, der zuletzt bei Erzgebirge Aue unter Vertrag stand, ist es eine Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte.
Kilian Jakob kehrt zum TSV 1860 München zurück
Der Transfer von Kevin Volland war der Auftakt für die Neuverpflichtungen im Hinblick auf die Saison 2025/26 bei den Löwen. Nun hat der TSV 1860 München bekannt gegeben, dass Kilian Jakob in der kommenden Spielzeit wieder in München-Giesing auflaufen wird. Der 27-Jährige lief in der aktuellen Saison für Erzgebirge Aue auf und zählte dort zu den absoluten Stammspielern. Zuletzt vermeldeten die Veilchen offiziell, dass Jakob den Verein verlassen wird. Bereits vor einigen Monaten war durchgesickert, dass der Linksaußen sich wohl den Löwen anschließen wird. Dieses Gerücht wurde nun offiziell bestätigt.
Für Kilian Jakob ist es eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Bereits von 2010 bis 2017 lief er in weiß und blau auf, absolvierte einen Großteil seiner fußballerischen Ausbildung an der Grünwalder Straße. Im Sommer 2017 folgte dann der Wechsel zum FC Augsburg gegen eine Ablösesumme. Per Leihe lief Jakob für Türkgücü auf, weitere Stationen waren der Karlsruher SC sowie zuletzt Erzgebirge Aue. Mit dem Wechsel zu den Löwen schließt sich für den 27-Jährigen ein Kreis:
“Ich freue mich sehr, wieder nach München zu kommen. Ich bin hier aufgewachsen, habe mit 4 Jahren bei Dreistern Neutrudering begonnen und bin mit 12 Jahren zu den Löwen gewechselt. München ist meine Heimat, die Löwen sind mein Verein. Ich kann es kaum erwarten, das weiß-blaue Trikot anzuziehen und mein Bestes zu geben, damit die Mannschaft ihre Ziele erreichen kann.”
Beim TSV 1860 könnte Jakob nicht nur als Linksverteidiger, sondern auch als Außenspieler zum Einsatz kommen.