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sechzger.de Talk 278: Buchbach, Vilzing, Montenegro, Augsburg

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Schon am Sonntag Abend haben sich vier Redaktionsmitglieder von sechzger.de zusammengefunden, um den neuen Talk 278 aufzuzeichnen. Die gewohnten Talk-Moderatoren Christian und Peter sind nach einer kleinen Pause zurück. Edge landet mit seinder dritten Teilnahme in Serie einen Hattrick und komplettiert wird das virtuelle Podium von Thomas Spiesl, an dessen letzte Pause bei unserem Podcast- und Youtube-Format sich nur noch die etwas älteren Zuhörer*innen erinnern. Mitte Juli war’s. Neben der von Thomas vorbereiteten obligatorischen Schnellraterunde, gibt es diesmal einen Reisebericht von Christian aus Montenegro zu hören. Und natürlich diskutieren wir die Spiele der Löwen gegen Buchbach im Totopokal vom vergangenen Dienstag und das Ligaspiel in Vilzing am Freitag. Abschließend blicken wir noch auf die nächste Partie in der Regionalliga gegen Schwaben Augsburg.

Aus im Totopokal gegen Buchbach 

Nach einer Woche sind die Wunden über das nächste Pokal-Aus für die Löwen vielleicht schon einigermaßen verheilt und wir wollen sie auch nicht wieder aufreissen. Aber um der Chronistenpflicht zu genügen, reden wir doch kurz drüber. Wie hat es sich für die Stadionbesucher angefühlt, vor nur rund 6.000 Zuschauern auf Giesings Höhen zu weilen? Und woran lag’s, dass am Ende mit einem 1:3 das Ausscheiden aus dem diesjährigen Wettbewerb zu beklagen war? Wir klären diese und andere Fragen in unserer Sendung. Und haken das Thema dann auch ab.

Unentschieden in Vilzing

Nur drei Tage später hatten die Löwen direkt Gelegenheit zur sportlichen Rehabilitation und zumindest anfangs sah es beim Auswärtsspiel in Vilzing, bei dem sich die Protagonisten nicht ganz sicher sind, ob es nun im Oberpfälzer oder im Bayerrischen Wald  liegt, recht gut aus. Florian Niederlechner erzielte nicht nur das 1:0 für die Gäste, sondern bot auch darüber hinaus eine – kämpferisch – ansprechende Partie, weshalb er von Edge ein Sonderlob erhält. Warum sein Jubel nach dem Führungstreffer mit leichter Verzögerung erst aus ihm herausbrach, wie unser Fotograf im Innenraum beobachten konnte, ist vielleicht noch zu klären. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich, einem – wieder einmal – Traumtor aus über 50 Metern Torentfernung durch Tunay Denziz kassierte 1860 in der allerletzten Minute dann noch den bitteren Ausgleich, was vor allem Peter emotional berührte, was er in der Sendung auch nicht zu verbergen versucht.

Reisebericht Montenegro

Christian hat nicht ohne Grund zuletzt dreimal in Serie den sechzger.de Talk geschwänzt. Sein Urlaub führte ihn Mitte August nach Montenegro, wo er auch drei Erstligaspiele besuchen konnte. Über die Eindrücke berichtet er – ungewohnt kompakt – in gut zehn Minuten. Unüberhörbar spricht er eine klare Reiseempfehlung für das Balkanland aus.

Schnellraterunde, powered by Thomas Spiesl

Mit einigen interessanten Zahlen zum bisherigen Saisonverlauf hat sich Thomas Spiesl beschäftigt und stellt mit diesen die drei Kollegen auf die Probe. Wer kommt bei den Schätzfragen den tatsächlichen Werten am nächsten?

Ausblick: Heimspiel gegen Schwaben Augsburg

Das anstehende Heimspiel gegen die Schwabenritter aus Augsburg am Freitag Abend um 18.60 Uhr ist das letzte Thema im sechzger.de Talk 278. Im Hinblick auf die Partie, bei der sich unsere vier natürlich sehnlichst den ersten Heimsieg dieser Saison wünschen, geht es thematisch auch um die Grantler im Umfeld unseres Vereins, die quasi auf der Lauer liegen, um jeden Misserfolg der neuen Spielbetriebsgesellschaft höhnisch zu kommentieren. Ja, sowas gibt’s. Allerdings ist sich unsere Runde hier ziemlich einig, wieviel Aufmerksamkeit man solchen “Fans” zukommen lassen sollte.

Der sechzger.de Talk 277 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Tölzer Löwen wieder WIESN CHAMPIONS

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München freut sich auf das 191. Oktoberfest, das der neue Oberbürgermeister Dominik Krause am übernächsten Samstagmittags um 12 Uhr eröffnen wird. Im Vorfeld des Treibens, das dann bis zum 4. Oktober auf der Theresienwiese stattfindet, lud 1860-Exklusivpartner Hacker Pschorr am gestrigen Montag Abend zum wiederholten Male zu den WIESN CHAMPIONS 2026 auf die Sechzgeralm am Trainingsgelände. Dem Ruf folgten nicht nur zahlreiche Medienvertreter, sondern natürlich auch drei Teams aktiver Sportler, die sich einmal in ganz anderen Sportarten ausprobieren durften. Moderiert wurde die Veranstaltung von Löwenstadionsprecher Sebastian Schäch. Die Schirmherrschaft hatte Nikolas Heep, Sponsoring Manager bei der Paulaner Brauerei Gruppe, zu der Hacker Pschorr ja gehört, inne. Auch 1860-Präsident Gernot Mang schaute vorbei, hielt sich aber beobachtend im Hintergrund.

EHC, ECT und Gastgeber TSV 1860 am Start

Normalerweise laufen Alexander Fichtner, Alex Großrubatscher und Florian Kästele von den Tölzer Löwen sowie Rio Kaiser, Maximilian Kastner und Philipp Krening vom EHC München einem Eishockeypuck hinterher. Vitus Eicher, Eric Uhlmann und Vincent Saller beschäftigen sich bei ihren sportlichen Aktivitäten bekanntlich im Auftrag des TSV 1860 München mit dem runden Leder. Bei den WIESN CHAMPIONS kommt es dagegen auf ganz andere Fähigkeiten an. Ein Faß anzapfen, Maßkrugstemmen, Maßkrugtragen und schließlich Nageln – das sind die typisch bayerischen Sportarten, welchen sich die genannten Protagonisten hier stellen müssen.

Vincent Saller siegt beim Maßkrugtragen

Und sie taten dies gestern Abend – ausnahmslos – mit Bravour, wie unsere Fotogalerie bildlich dokumentiert. Am Ende hatten die Oberliga-Eishockeyspieler aus dem Oberland – wie schon bei der letzten Veranstaltung vor zwei Jahren – die Nase vorn. Der Titel wurde also verteidigt. Sowohl beim Anstechen des Wiesnfaßes, das der Tölzer Vertreter mit nur einem einzigen Schlag bewältigte, als auch beim abschließenden Nageln, das letztlich über die Entscheidung über den Titelgewinn sorgen musste, hatten die schwarz-gelben Löwen die Nase vorn. Das Maßkrugstemmen ging an die Münchner Eishockeystars und den Parcour quer durch die ganze Sechzgeralm (mit insgesamt zehn – zumindest beim Start noch komplett gefüllten – Wiesnmaßen in beiden Händen) absolvierte 1860-Co-Trainer Vincent Saller in beeindruckender Manier am schnellsten. Er verriet uns am Rande der Veranstaltung übrigens, ein echter “Hardcore-Wiesn-Fan” zu sein. Na dann: Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Dreifacher Jubel: U21, U19 und U17 feiern Siege

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tsv 1860 u19 stuttgart

Dreifacher Jubel bei den Junglöwen! Es war ein rundum gelungenes Wochenende für den Nachwuchs des TSV 1860 München: Sowohl die U21 als auch die U19 und U17 konnten ihre Partien gewinnen.

U21: Dollinger mit Dreierpack – erster Sieg unter Sonnenhauser und Rech

Die U21 des TSV 1860 München hat in der Bayernliga Süd den ersten Dreier unter dem Trainerteam Wolfgang Sonnenhauser und Christoph Rech eingefahren. Gegen den FC Gundelfingen setzten sich die Amas mit 4:2 durch. Überragender Mann auf dem Platz war Luca Dollinger, der gleich drei Treffer erzielte.

1:1-Unentschieden zum Pausentee

Die Partie begann ausgeglichen, ehe Dollinger die Löwen nach einer Ecke per Kopf mit 1:0 in Führung brachte. Gundelfingen kam in der 32. Minute zum Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel war erneut Dollinger zur Stelle und traf nach einem schnellen Angriff zum 2:1. Als die Gäste in der 72. Minute wieder ausglichen, hatten die Löwen nur zwei Minuten später die passende Antwort: Dollinger schnürte seinen Dreierpack und brachte 1860 erneut in Führung. Den Schlusspunkt setzte Fares Ibrahim, der in der 81. Minute nach einer Ecke per Kopf zum 4:2-Endstand traf. Für Christoph Rech war der Erfolg vor allem eine Belohnung für die Arbeit der vergangenen Wochen.

“Wir freuen uns wahnsinning”

„Wir freuen uns wahnsinnig für die Jungs, dass sie sich einfach mal belohnt haben“, erklärte der U21-Trainer. Besonders die intensive Trainingswoche hob Rech hervor. Die Mannschaft habe „gut mitgezogen“.

Auch die nötige Effizienz stimmte diesmal.

„Wir haben in den richtigen Momenten die Tore gemacht, waren relativ kaltschnäuzig im Abschluss und bei Standards gefährlich“, analysierte Rech. Nach mehreren Spielen, in denen Kleinigkeiten gegen die Löwen gelaufen waren, durfte sich die U21 diesmal über das nötige Quäntchen Glück freuen.

Endstand: TSV 1860 München U21 – FC Gundelfingen 4:2 (1:1)
Tore: Dollinger (16., 54., 74.), Ibrahim (81.) – Lochbrunner (32.), Seibold (72.).

U19: Karakoc entscheidet das Derby in Regensburg

Auch die U19 konnte einen wichtigen Auswärtssieg feiern. Beim SSV Jahn Regensburg setzte sich die Mannschaft von Jonas Schittenhelm mit 3:2 durch und feierte damit bereits den zweiten Sieg in Folge in der DFB-Nachwuchsliga.
Die Löwen erwischten einen starken Start und gingen durch Efe Karakoc bereits in der neunten Minute mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause erhöhte Valentin Bannert auf 2:0, ehe Regensburg noch vor dem Seitenwechsel verkürzte. Nach der Pause entwickelte sich ein offenes Spiel. Der Jahn glich in der 75. Minute zum 2:2 aus, doch die Löwen hatten die passende Antwort parat: In der 82. Minute traf Karakoc aus rund 15 Metern zum 3:2 und machte mit seinem zweiten Treffer den Auswärtssieg perfekt.

“Es war ein sehr wildes Spiel”

Trainer Jonas Schittenhelm sah eine intensive und phasenweise wilde Partie.

„Das Spiel war über weite Phasen offen“

erklärte der Coach.

„Insgesamt war es ein sehr wildes Spiel, bei dem wir häufig durch Unsauberkeiten Bälle verloren haben. Geil, dass wir das Spiel trotzdem gezogen haben und die drei Punkte mitnehmen konnten.“

Endstand: SSV Jahn Regensburg U19 – TSV 1860 München U19 2:3 (1:2)
Tore: Karakoc (9., 82.), Bannert (42.) – Sardarian (45.), Geiger (75.).

U17: Erster Saisonsieg gegen Ulm

Den Abschluss des erfolgreichen Wochenendes bildete die U17. Gegen den SSV Ulm 1846 setzten sich die Junglöwen mit 3:1 durch und feierten damit ihren ersten Saisonsieg in der DFB-Nachwuchsliga. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Löwen zunehmend die Kontrolle. In der 39. Minute brachte Drion Ibrahimi, diesmal auf der linken Außenbahn 1860 nach einer Hereingabe von Samuel Ibanez Fernandez mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause erhöhte Paolo Reimann per Kopf auf 2:0. Auch nach dem Seitenwechsel blieb 1860 zunächst überlegen. Der gelernte Rechtsverteidiger David Popijac, spielte überraschend einen hochpressenden Zehner und erhöhte in der 72. Minute auf 3:0. Ulm verkürzte zwar wenig später auf 1:3 und sorgte nochmals für Spannung, doch Torhüter Sebastian Lackerschmid bewahrte die Löwen mit starken Paraden vor einem weiteren Gegentreffer. So brachten die Junglöwen den Vorsprung über die Zeit und feierten ihren ersten Saisonsieg.

“Wichtig, dass wir die Führung über die Zeit gebracht haben”

Trainer Peter Ulbricht war entsprechend zufrieden.

„Endlich hat es geklappt mit dem ersten Saisonsieg. Er war auch absolut verdient. In den letzten zehn Minuten waren wir dann wieder ein bisschen wackelig unterwegs, da haben wir nicht mehr so gut verteidigt… Wichtig war, dass wir eine Führung mal über die Zeit gebracht haben, dass wir es bis zum Ende über weite Strecken gut runterspielen.“

Entscheidend war für Ulbricht, dass seine Mannschaft diesmal eine Führung über die komplette Spielzeit bringen konnte

„Insgesamt bin ich sehr zufrieden, wie es Jungs gemacht haben.“

Endstand: TSV 1860 München U17 – SSV Ulm 1846 U17 3:1 (2:0)
Tore: Ibrahimi (39.), Reimann (45.+1), Popijac (72.) – Erdugan (79.).

 

Sechzig um Sieben: sechzger.de Talk online

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Alles interessante rund um den TSV 1860 München gibt es nun hier kompakt bei Sechzig um Sieben.

Fotogalerie zu DJK Vilzing – TSV 1860 München

In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom gestrigen Spiel des TSV 1860 München in Vilzing.

sechzger.de Talk 278: Buchbach, Vilzing, Montenegro, Augsburg

Schon am Sonntag Abend haben sich vier Redaktionsmitglieder von sechzger.de zusammengefunden, um den neuen Talk 278 aufzuzeichnen. Die gewohnten Talk-Moderatoren Christian und Peter sind nach einer kleinen Pause zurück. Edge landet mit seinder dritten Teilnahme in Serie einen Hattrick und komplettiert wird das virtuelle Podium von Thomas Spiesl, an dessen letzte Pause bei unserem Podcast- und Youtube-Format sich nur noch die etwas älteren Zuhörer*innen erinnern. Mitte Juli war’s.

Neben der von Thomas vorbereiteten obligatorischen Schnellraterunde, gibt es diesmal einen Reisebericht von Christian aus Montenegro zu hören. Und natürlich diskutieren wir die Spiele der Löwen gegen Buchbach im Totopokal vom vergangenen Dienstag und das Ligaspiel in Vilzing am Freitag. Abschließend blicken wir noch auf die nächste Partie in der Regionalliga gegen Schwaben Augsburg.

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren.

Ticketinfos zu den nächsten Auswärtsspielen

Für das Auswärtsspiel in Fürth gibt es noch Karten im Sitzbereich, der Stehplatzbereich ist bereits ausverkauft. Pro Mitglied können 4 Tickets gekauft werden. Der Verkauf läuft über den offiziellen 1860-Ticketshop.

Für Burghausen sind – stand Montag Abend – noch vereinzelt Sitzer sowie Steher (Block H, neben dem nominellen Gästeblock) verfügbar. Der Verkauf läuft über den Ticketshop von Wacker Burghausen.

Fotogalerie zu DJK Vilzing – TSV 1860 München

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fotogalerie vilzing

In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom gestrigen Spiel des TSV 1860 München in Vilzing.

Fotogalerie zu DJK Vilzing – TSV 1860 München

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben. Darüber hinaus könnt Ihr uns auch auf Instagram, TikTok oder mittels der sechzger.de App (Android & iOS) folgen!

Sechzig um Sieben: Wochenende nach Vilzing

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Alles rund um den TSV 1860 München haben wir euch hier zum Wochenstart wie gewohnt bei Sechzig um Sieben zusammengetragen.

Unentschieden in Vilzing

Der TSV 1860 München musste sich am Freitagabend bei der DJK Vilzing erneut mit einem Punkt zufrieden geben. Die Sechzger führten früh und lange. Niederlechner hatte zum 0:1 getroffen, nach dem Ausgleich im zweiten Durchgang versenkte Deniz das Leder weit aus der eigenen Hälfte heraus zum 1:2. Doch die Löwen brachten die Führung nicht über die Zeit. Ausgerechnet Ex-Löwe Ziereis war es, der in der Nachspielzeit zum 2:2-Endstand traf und den TSV 1860 damit um den dritten Auswärtssieg in Folge brachte.

Alles zum Spiel findet ihr in unserem Spielbericht. Ebenso gestern Online gingen die Giesinger Gedanken sowie die Stimmen zum Spiel. Im Laufe des Tages erwarten euch dann noch die Fotogalerie sowie der sechzger.de Talk.

Relat gibt zu, was alle wussten und verstößt gegen das Gesetz

Was für ein Eigentor! Da gibt Biel Ballester Relat, der Mann von Hasan Ismaiks Gnaden im Aufsichtsrat des TSV 1860 München, einem höchst umstrittenen, investorennahen Meinungsportals ein Interview und bestätigt dabei genau das, was Recherchen seit Wochen dokumentieren: Das Aufsichtsratsmitglied Relat mischte sich aktiv ins operative Tagesgeschäft der KGaA ein. Und zwar nicht mit sanften Ratschlägen, sondern mit harter Hand, indem Rechnungen schlicht nicht freigegeben werden. Mehr dazu im Artikel von Samstag.

Ergebnisse aus der Regionalliga

Freitag 2:2 DJK Vilzing – TSV München von 1860
3:0 Seitenstraße 1b – Eichstätt
3:0 Eltersdorf – Illertissen
2:4 Bayreuth – Burghausen
2:0 Aubstadt – Ansbach 
Samstag 3:0 Haching – Augsburg II
1:3 Landsberg – Buchbach
5:2 Nürnberg II- Schweinfurt
0:1 Schwaben Augsburg – Memmingen 
Spielfrei Fürth II

Stimmen zum Spiel: DJK Vilzing – TSV 1860 München

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stimmen zum spiel

In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen.

Heute dreht sich alles um das Unentschieden der Löwen in Vilzing.

Edge (sechzger.de Redakteur):

Was soll man sagen – gemischte Gefühle bei mir irgendwie. Einerseits möchte ich nicht gleich wieder in diese Anspruchshaltung verfallen, andererseits fällt es mir doch zunehmend schwer, mit den Ergebnissen “leben” zu können. Vor allem aufgrund der Tatsache, wie diese immer zu Stande kommen und dass wir schon häufig jetzt eine Führung nicht übers Ziel bringen. Meine These war ja, dass sich die junge Mannschaft daheim vielleicht schwerer tut, weil es doch etwas anderes ist, vor 15.000 Leuten zu spielen, als vor 250 am Trainingsgelände. Nach den Siegen in Memmingen und Aubstadt war die Hoffnung, dass es vielleicht auswärts besser läuft. Diesmal war es aber eben wieder Auswärts und “nur” vor 2.500 Zuschauer*innen.

Wiederum sind wir noch am Anfang der Saison und auch noch ungeschlagen, und ja, Vilzing steht auch oben in der Tabelle, aber es war nicht so, dass die überlegen waren. Es fehlt natürlich auch noch vielen an Erfahrung und Abgezocktheit und man sollte die Mannschaft jetzt natürlich noch nicht noch mehr unter Druck setzen. Dennoch war ich am Freitagabend sehr enttäuscht. Es war bitter, gerade, dass der Ausgleich auch noch durch Ziereis fiel. Ich bin auch traurig für die Mannschaft, die sich mal wieder nicht belohnt hat. Ich hoffe, sie stecken den Kopf nicht in den Sand und kämpfen weiter wie Löwen – Freitag geht’s wieder bei Null (zu Null) los!

Alper Kayabunar (Trainer TSV 1860):

Das tut unfassbar weh, wenn du wirklich mit der allerletzten Aktion das Tor kassierst. Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir haben so viele Möglichkeiten, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Viele Torchancen, wo wir einfach den Ball nicht reinbringen und dann zitterst du halt bis zum Schluss. Wir müssen das einfach besser wegverteidigen. Es kann nicht sein, dass der Spieler, von dem wir wissen, wie gefährlich er ist, alleine in der Box steht. Wir sprechen es immer wieder an. Das letzte Gegentor hat auch nichts mit Einspielzeit zu tun. Du musst schon die Flanke verhindern, darfst dann den Gegenspier in der Box nicht verlieren.

Ich glaube, dass wir einen guten Plan hatten. Wir erzielen die Führung und haben in der 1. Halbzeit einige Abschlussmöglichkeiten, wo wir das zweite Tor nicht machen. Und dann gehen wir durch das Tor von Tunay erneut in Führung, verpassen es dann, das dritte nachzulegen.

Peter Gratz (sechzger.de Redakteur):

Was soll man da sagen. Rund 1500 Löwenfans feiern in Vilzing ein Fußballfest und es sieht fast über die ganze Spielzeit so aus, als ob die Mannschaft mitspielt. Engagiert losgelegt, schnell in Führung gegangen und weiter Chancen erarbeitet. Den Ausgleich dann noch mit einem Tor des Jahres Kandidaten vergessen gemacht, es konnte kaum schöner sein. Und dann ist man wieder einmal nicht bis zum Abpfiff konzentriert und lässt die gewisse Cleverness vermissen, die man auch von Spielern Anfang zwanzig erwarten kann. Was für eine Enttäuschung! Dieser Ausgleich hätte sowas von nicht sein müssen!
Auch wenn es einige Stunden nach Abpfiff noch schwerfällt, muss man der Mannschaft noch Zeit zur Entwicklung geben und nicht schon jetzt beginnen drauf zu hauen. Mein Glaube an Mannschaft und besonders das Trainerteam sind weiter ungebrochen. Auf geht’s Löwen, kämpfen und siegen!

Christian (Löwenfan, in Vilzing live dabei gewesen):

Es ist vollkommen klar, dass in dieser Saison immer wieder Rückschläge geben wird. Wenn man sie dann aber erlebt, fühlt es sich trotzdem jedes Mal scheiße an. In der letzten Sekunde noch den Ausgleich zu kassieren, ist natürlich mega bitter – vor allem, weil wir die Partie schon viel früher mit einem weiteren Tor hätten „killen“ müssen. Wieder bringen wir ein Spiel nach einer Führung nicht nach Hause. Der Sieg wäre verdient gewesen, wir waren die bessere Mannschaft.

Dadurch steigt der Druck im nächsten Heimspiel natürlich. Mit einem Sieg wären wir weiterhin ungeschlagen und damit schon auf Kurs. Sollten wir aber erneut nur unentschieden spielen oder sogar verlieren, dürfte es im Umfeld langsam ungemütlich werden. Für mich persönlich steht aber fest, dass ich diese Mannschaft zu 1860% unterstützen kann, die hängen sich alle ausnahmslos rein und haben Bock für den Löwen zu spielen!

Schade ist auch, dass dieses Wahnsinnstor von Deniz durch den Last-Minute-Ausgleich ein Stück weit an Wert verliert. Es wäre einfach schön gewesen, wenn es am Ende das Siegtor gewesen wäre.

Erwähnen möchte ich außerdem noch Flo Niederlechner: Der hat mir gegen Vilzing gut gefallen.

Giesinger Gedanken: Euphorie und Demut – Teil II

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Vilzing TSV 1860
DJK Vilzing - TSV 1860

Giesinger Gedanken: Euphorie und Demut – Teil II

Die Giesinger Gedanken von Tobias vor wenigen Tagen haben mir gut gefallen. So gut, dass ich jetzt dreisterweise den Titel kapere und die – inoffzielle – Fortsetzung schreibe.

Weil es einfach zu gut passt.

Gemischte Gefühle – Teil II

Selbst die erste Überschrift im Text kann ich problemlos übernehmen: Gemischte Gefühle. Zum einen bin ich euphorisch, weil ein äußerst netter Löwenfan aus der Region unseres Gegners uns kurzfristig noch zwei Karten zukommen lässt. Und uns noch dazu auf einen Milchhof nach Vilzing einlädt zur Brotzeit. Da kommt Freude auf.

Auch die Fahrt über die zum Teil schon herbstlich anmutenden Landschaften wäre grundsätzlich schön. Das Auto kurvt durch herrliche Straßen. Ich habe meine Mutter neben mir – die uns schon nach Mannheim, Meppen und Wien kutschiert hat.

Dreißig Jahre später fahren wir immer noch gemeinsam. Zeit, dafür dankbar zu sein. Auch, wenn wir Fahrer- und Beifahrerposition inzwischen gewechselt haben.

Leider geht es nicht mehr zu einem internationalen Spiel. Oder zum entscheidenden Spiel zur Rückkehr in die erste Bundesliga. Sondern zu einem Ligaspiel in Liga vier in den Bayerischen Wald.

Auf die Gefahr hin, wie ein verbitterter, alter grauhaariger Mann zu klingen: Es macht mir nur begrenzt Spaß. Ich feiere die neue Freiheit der Löwen und natürlich weiß ich, dass sie nicht der Grund dafür ist, dass wir erneut über die Dörfer tingeln. Ganz im Gegenteil.

Gleichzeitig ist da die Angst, viele Jahre über die Dörfer fahren zu müssen, so wie es in den Achtzigern der Fall war. Nach dem ersten schwarzen Freitag ging es postwendend nach oben.

Haben wir erneut so viel Glück? Gerade in den eventuellen Relegationsspielen? Die eine ganze Saison kaputt machen können, so wie früher schon in der Bayernliga die Aufstiegsspiele? Fragen über Fragen. Die in meinem Kopf bohren, obwohl ich doch eigentlich den Moment genießen sollte.

Doch zurück zu den schönen Gedanken:

Wir kommen in Vilzing an und bekommen eine hervorragende Brotzeit und befinden uns in bester Gesellschaft. Dafür noch einmal vielen Dank. Es kommen noch mehr Bekannte und es geht ins Stadion.

Vor wenigen Wochen war ich erst in Aubstadt – mit ähnlichen Gefühlen. Die Fahrt in ein kleines Dorf. Allerdings mit mächtigen Geldgebern, einem großen Netzwerk und hervorragender Arbeit die dort geleistet wird. Ansonsten würden solche Dörfer nicht in der vierten Liga spielen.

Wir treffen viele alte, nette Gesichter. Die Gastgeber spielen vor dem Anpfiff „Mit Leib und Seele“. Freundliche Stimmung. Etwas, wie bei einem Vorbereitungsspiel. Die gute Laune überwiegt. Nach wenigen Minuten führen die Löwen 1:0. Alles ist super.

Nach der Pause schießt Vilzing den Ausgleich. Zeit, demütig zu werden? Aber nicht doch. Wir dürften ein sensationelles Tor bewundern und irgendwie hab ich nie das Gefühl, dass wir dieses Spiel nicht gewinnen (können). Ein herrlicher Fußball-Abend. Oder?

Zeit, demütig zu werden?

Vermutlich ist es an der Zeit, demütig zu werden. Das lehrt uns ausgerechnet ein Ex-Löwe, der mit der letzten Aktion des Spieles den Ausgleich schießt.

Der Treffer ist wie ein Stich ins Herz. Nicht, weil wir ein Spiel nicht gewonnen haben. Sondern weil völlig klar ist, was bösartige Menschen daraus machen werden.

Da ertappe ich mich dabei, wie ich mir über Menschen die es eigentlich nicht wert sind, den Kopf zerbreche. Versuche zu verstehen, wie man zum Anti-Löwen werden und dem eigenen Verein möglichst schlechtes wünschen kann. Nur, um Recht zu haben.

Zum Glück sind die Löwenfans die ich persönlich kenne durch die Bank anders. Und in der großen Mehrheit.

Womit wir wieder zum Text vom Tobi springen können. Auch wenn wir diesmal nicht verloren haben. Sondern es sich nur so anfühlt.

Alles was er unter den letzten vier Überschriften geschrieben hat, wäre auch ein würdiger Schluß für diesen Text. Darum verlinke ich ihn hier nochmal. Und nehme das als Schluss.

Schönen Sonntag allen Löwen.


 

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Regionalliga-Revue: Befreiungsschlag für Burghausen

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Neben dem Spiel der Löwen in Vilzing, das bekanntlich 2:2 endete, fanden am Freitagabend noch vier weitere Spiele statt, die wir Euch in unserer Regionalliga-Revue wie immer kurz zusammenfassen. Wacker Burghausen gelang mit dem 4:2-Auswärtssieg in Bayreuth ein kleiner Befreiungsschlag. Zudem feierten drei Teams einen Heimsieg. Am Samstag siegten die Top-Teams aus Buchbach und Memmingen jeweils auf des Gegners Platz.

Befreiungsschlag für Burghausen

SpVgg Bayreuth – SV Wacker Burghausen 2:4 (1:0)
1:0 Scheder (21.), 1:1 Bachschmid (55.), 1:2 Diowo (68.), 1:3 Sodji (76.), 2:3 Ham (79.), 2:4 Turtschan (90.)
Der SV Wacker Burghausen feierte nach wackligen Ergebnissen in den letzten Spielen einen wichtigen Auswärtssieg in Bayreuth. Dabei hatten die Hausherren zur Pause noch mit 1:0 geführt. Vor 1.503 Zuschauern hatte Patrick Scheder die Spielvereinigung in Führung geschossen. Im zweiten Durchgang drehten die Gäste das Spiel. Talent Moritz Leitner kam erst nach einer knappen Stunde ins Spiel und hatte durchaus seinen Anteil am Auswärtssieg.

Seitenstraße 1b – VfB Eichstätt 3:0 (2:0)
1:0 Olychenko (19.), 2:0 Heindl (27.), 3:0 Assomo (77.)
Sagenhafte 836 Zuschauer hatten am Freitagabend den Weg ins Grünwalder Stadion gefunden um den Auftritt der Zweitvertretung aus der Seitenstraße gegen den VfB Eichstätt zu verfolgen. Sie sahen letztlich ein klares Spiel, das die Hausherren früh in die Hand nahmen und leistungsgerecht mit 3:0 für sich entschieden.

Aubstadt und Eltersdorf mit Heimsiegen

TSV Aubstadt – SpVgg Ansbach 2:0 (1:0)
1:0 Feser (2./FE), 2:0 Endres (48.)
Der TSV Aubstadt ging beim Heimspiel gegen Ansbach bereits nach zwei Minuten in Führung. Ingo Feser verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:0. Auch nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren früh erfolgreich und Joshua Endres traf zum 2:0. Damit war das Spiel entschieden, das Schlusslicht aus Ansbach bleibt damit auch nach sechs Spielen weiterhin ohne eigenen Punktgewinn.

SC Eltersdorf – FV Illertissen 3:0 (1:0)
1:0 Fischer (7.), 2:0 Marx (74.), 3:0 Sengül (80.)
Der FV Illertissen konnte den eigenen Ansprüchen in Eltersdorf nicht gerecht werden und kassierte am Ende eine deutliche 0:3-Pleite. Allerdings war das Spiel nicht so klar, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Nach der frühen 1:0-Führung durch Moritz Fischer sahen die 400 Zuschauer ein Duell auf Augenhöhe, das die Hausherren in der Schlussphase mit einem Doppelschlag endgültig für sich entscheiden konnten.

Unterhaching siegt zu Hause klar

SpVgg Unterhaching – FC Augsburg II 3:0 (3:0)
1:0 Müller (19.), 2:0 Gevorgyan (36.), 3:0 Spann (41.)
Für eine frühe Vorentscheidung sorgte die SpVgg Unterhaching. Gegen den FC Augsburg II führten die Bobfahrer bereits zur Pause mit 3:0. Moritz Müller, Mike Gevorgyan und Marinus Spann waren die Torschützen. Nach dem Seitenwechsel ließen die Hausherren vor 2.036 Zuschauern nichts mehr anbrennen. Sie brachten die Führung ohne große Probleme über die Zeit.

TSV Landsberg – TSV Buchbach 1:3 (0:2)
0:1 Stoßberger (5.), 0.2 Bahar (22.), 1:2 Mulas (63.), 1:3 Bahar (83.)
Der TSV Buchbach konnte den Schwung des 3:1-Siegs bei den Löwen im Toto-Pokal auch in die Regionalliga mitnehmen. Beim TSV Landsberg feierte Buchbach einen verdienten 3:1-Sieg. Damit verteidigte man seine Tabellenführung. Vor 550 Zuschauern waren wie schon im Pokal Doppeltorschütze Samed Bahar und der Torschütze zum 1:0, Tobias Stoßberger, die Matchwinner für die Gäste.

Memmingen bleibt an Buchbach dran

TSV Schwaben Augsburg – FC Memmingen 0:1 (0:1)
Mit einem 1:0-Auswärtssieg beim TSV Schwaben Augsburg bleibt der FC Memmingen dem Spitzenreiter aus Buchbach auf den Fersen. Schütze des Goldenen Tores war vor 381 Zuschauer im Rosenaustadion Lukas Ritzler. Er traf nach 36 Minuten für Memmingen. Die Hausherren waren im zweiten Durchgang zwar bemüht, kamen aber nicht mehr zurück.

FC Nürnberg II – FC Schweinfurt 05 5:2 (3:2)
1:0 Üstel (7.), 1:1 Hack (12.), 2:1 Schulten (18.), 2:2 Öztürk (32.), 3:2 Üstel (42.), 4:2 Moustafa (82.), 5:2 Fuchs (90.)
Das torreichste Spiel des siebten Spieltags lieferten sich der FC Nürnberg II und der FC Schweinfurt vor 464 Zuschauern am Nürnberger Valznerweiher. Der Titelverteidiger ging in der Anfangsphase zwei Mal in Führung. Schweinfurt hatte zwei Mal die Antwort in Form des Ausgleichs parat. Im zweiten Durchgang sorgten die Franken dann für klare Verhältnisse.

Relat gibt zu, was alle wussten und verstößt gegen das Gesetz

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Ismaik-Vertrauter plaudert sich um Kopf und Kragen: Interview entlarvt klar rechtswidrige Einmischung ins operative Geschäft der KGaA

Was für ein Eigentor! Da gibt Biel Ballester Relat, der Mann von Hasan Ismaiks Gnaden im Aufsichtsrat des TSV 1860 München, einem höchst umstrittenen, investorennahen Meinungsportals ein Interview und bestätigt dabei genau das, was Recherchen seit Wochen dokumentieren: Das Aufsichtsratsmitglied Relat mischte sich aktiv ins operative Tagesgeschäft der KGaA ein. Und zwar nicht mit sanften Ratschlägen, sondern mit harter Hand, indem Rechnungen schlicht nicht freigegeben werden.

„Ich habe Rechnungen nicht freigegeben” – ein Satz, der es in sich hat

Relat gibt im Interview offen zu, Rechnungen blockiert zu haben. Was er vermutlich als verantwortungsvolles Handeln verkaufen will, ist in Wahrheit ein handfester Verstoß gegen fundamentale Grundsätze des deutschen Gesellschaftsrechts. Denn: Wer im Aufsichtsrat sitzt, überwacht – er regiert nicht.

Das Aktiengesetz ist hier glasklar. § 111 Abs. 1 AktG definiert die Rolle des Aufsichtsrats unmissverständlich: „Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung zu überwachen.” Überwachen – nicht steuern, nicht eingreifen, nicht eigenmächtig Zahlungsläufe stoppen.

Noch deutlicher wird § 111 Abs. 4 Satz 1 AktG: „Maßnahmen der Geschäftsführung können dem Aufsichtsrat nicht übertragen werden.” Das ist ein gesetzliches Verbot. Die Freigabe oder Blockade von Rechnungen ist eine klassische operative Geschäftsführungsmaßnahme. Wenn ein Aufsichtsratsmitglied sich anmaßt, darüber eigenmächtig zu entscheiden, überschreitet es seine Kompetenzen in eklatanter Weise.

Recherchen lagen richtig – Relat liefert den Beweis selbst

Was investigative Journalisten mühsam zusammengetragen haben, nämlich dass die Ismaik-Seite über ihre Vertreter im Aufsichtsrat systematisch ins operative Geschäft der KGaA eingriff, bestätigt Relat nun höchstselbst. Die Berichte über blockierte Zahlungen an Dienstleister, über verschleppte Dauerkarten-Prozesse und über ein Klima der Verunsicherung in der Geschäftsstelle: All das bekommt jetzt ein Gesicht und ein Geständnis.

Pikant dabei: Relat scheint nicht einmal zu begreifen, dass sein Eingeständnis juristisch hochbrisant ist. Er präsentiert es als pflichtbewusstes Handeln, dabei ist es das genaue Gegenteil.

Dreifacher Regelverstoß

Wie dargelegt, verbietet § 111 Abs. 4 AktG die Übertragung von Geschäftsführungsmaßnahmen auf den Aufsichtsrat. Das Blockieren von Rechnungen ist keine Überwachungstätigkeit, es ist ein aktiver Eingriff in den operativen Geschäftsbetrieb. Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen der Frage „Wurde diese Rechnung ordnungsgemäß geprüft?” (zulässige Überwachung) und „Diese Rechnung wird nicht bezahlt!” (unzulässige Geschäftsführung).

116 AktG verweist zudem für die Sorgfaltspflicht der Aufsichtsratsmitglieder auf § 93 AktG: Aufsichtsräte müssen mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters handeln. Ein ordentlicher und gewissenhafter Aufsichtsrat weiß, wo seine Kompetenzen enden. Er blockiert keine Rechnungen eigenmächtig, er hinterfragt sie im Rahmen seiner Überwachungsfunktion und bringt Bedenken im Gremium vor.

Die Konsequenz: Bei Pflichtverletzungen droht eine persönliche Schadensersatzhaftung des Aufsichtsratsmitglieds gegenüber der Gesellschaft. § 52 Abs. 4 GmbHG setzt hierfür eine Verjährungsfrist von fünf Jahren. Die Uhr tickt – aber sie tickt noch lange genug.

50+1: Der Verein hat das letzte Wort

Und jetzt wird es richtig brisant: Die 50+1-Regel der DFL verlangt, dass bei ausgegliederten Kapitalgesellschaften im Profifußball der Mutterverein die alleinige Weisungsbefugnis gegenüber der Geschäftsführung behält. Sinn und Zweck dieser Regel: Der Verein – nicht der Investor – soll das letzte Wort gegenüber der Geschäftsführung haben.

Was passiert aber, wenn ein Investor-Vertreter im Aufsichtsrat eigenmächtig operative Entscheidungen trifft, Rechnungen blockiert, Geschäftsprozesse lahmlegt, die Geschäftsführung de facto untergräbt? Dann wird die 50+1-Regel zur Fassade. Auf dem Papier hat der Verein die Mehrheit – in der Praxis regiert der Investor über seine Aufsichtsratsmitglieder ins Tagesgeschäft hinein.

Das ist exakt das Szenario, das die 50+1-Regel verhindern soll. Und Relat hat es soeben öffentlich bestätigt.

Relats Interview: Schadensbegrenzung oder Brandbeschleuniger?

Was als PR-Offensive gedacht war, entpuppt sich als juristisches Schuldeingeständnis. Relat wollte sich reinwaschen und hat sich dabei in den Schmutz geredet. Jedes Wort aus diesem Interview kann und wird gegen die Ismaik-Seite verwendet werden.

Die Recherchen vor allem der Süddeutschen Zeitung aber auch zum Teil von sechzger.de, haben ein Bild gezeichnet, das nun vom Protagonisten selbst bestätigt wird: Hasan Ismaiks Arm reichte über seine Vertrauten direkt in die Geschäftsstelle an der Grünwalder Straße. Und das ist nicht nur unschön: das ist rechtswidrig.