Der Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V. hat soeben die Kandidaten für das Präsidium bekannt gegeben, das bei der Mitgliederversammlung im Sommer gewählt werden soll. Dabei kommt es zu einer faustdicken Überraschung: die aktuellen Amtsträger um Präsident Robert Reisinger werden nicht vorgeschlagen.
Verwaltungsrat schickt neue Kandidaten für Präsidium ins Rennen
Nach acht Jahren als Präsident des TSV München von 1860 e.V. wird Robert Reisinger im Sommer nicht mehr als Präsident zur Wahl stehen. Das geht aus einer Mitteilung des Verwaltungsrates hervor, die am heutigen Montag veröffentlicht wurde. Demnach wird das Präsidium ein neues Gesicht erhalten – alle vier Kandidaten sind derzeit nicht im Gremium vertreten. Mit Heinz Schmidt würde ein altbekanntes Gesicht zurückkehren, sofern die Mitgliederversammlung den Vorschlag des Verwaltungsrates annimmt. Mit Gernot Mang als Präsident sowie Christian Dierl und Peter Schaefer wurden darüber hinaus drei neue Kandidaten für das Präsidium vorgeschlagen.
Um alle anfallenden Aufgaben im Ehrenamt adäquat behandeln zu können, setzt der Verwaltungsrat auf ein vierköpfiges Gremium. Die handelnden Personen sollen außerdem von Thomas Probst unterstützt werden, der speziell dem geplanten Schatzmeister Heinz Schmidt und auch insgesamt als Berater beiseite stehen soll.
Auch wenn die genannten Personen als Kandidaten für das Präsidium neu sind, weisen sie dennoch bereits Erfahrungen in der Vereinsarbeit auf. Schaefer ist derzeit Vorsitzender des Wahlausschusses, Dierl ist Teil des neunköpfigen Verwaltungsrates. Lediglich Mang erschien im vergangenen Jahr das erste Mal auf der Bildfläche, als er für den Verwaltungsrat bei der Mitgliederversammlung kandidierte. Er bot im Anschluss seine Mitarbeit im Verein an und soll ab Sommer nun Präsident des TSV München von 1860 e.V. werden.
Die Mitteilung des Verwaltungsrates im Wortlaut
Der Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e. V. hat in seiner jüngsten Sitzung einen Wahlvorschlag für die im Sommer dieses Jahres turnusgemäß anstehenden Präsidiumswahlen verabschiedet. Damit folgt das Gremium seinem Auftrag gemäß Ziffer 11.2.1. der Vereinssatzung. Nach ausführlichen Gesprächen und intensiver Beratung innerhalb des Gremiums wurden die Beschlüsse jeweils einstimmig gefasst.
Für das Amt des künftigen Präsidenten schlägt der Verwaltungsrat vor:
- Gernot Mang (56), Diplom-Betriebswirt, CEO im internationalen Management, Mitglied der Abteilungen Tennis und Fußball.
Für das Amt der künftigen Vizepräsidenten:
- Christian Dierl (44), Unternehmer sowie Maler- und Lackierermeister, Mitglied im Verwaltungsrat des Vereins seit 2024, Mitglied der Abteilungen Fußball und Turn- und Freizeitsport.
- Peter Schaefer (34), Rechtsanwalt und Experte für Rechtelizenzierung sowie Medien-, Sponsoring- und Serviceverträge, Mitglied im Wahlausschuss des Vereins seit 2021 und seit 2022 Vorsitzender, Mitglied der Abteilungen Fußball und Golf.
Für das Amt des künftigen Vizepräsidenten und Schatzmeisters:
- Heinz Schmidt (64), Diplom-Kaufmann und Steuerberater, Vizepräsident und Schatzmeister von 2013 bis 2024, Mitglied der Abteilungen Fußball und Bergsteigen (Skitouren).
Dem Präsidium sollen nach Beschluss des Verwaltungsrats künftig vier Personen angehören, um die vielfältigen Aufgaben im Verein und seinen Tochtergesellschaften im Ehrenamt angemessen bewältigen zu können.
Nach dem Wunsch der Kandidaten soll Thomas Probst (56), Diplom-Kaufmann und CFO einer Private-Equity-Gruppe, den zukünftigen Schatzmeister in Finanzthemen gemäß Ziffer 11.3.2 der Satzung unterstützen. Darüber hinaus soll er dem gesamten künftigen Präsidium als Berater in Struktur- und Finanzfragen hinsichtlich der Profifußballgesellschaft, in welcher er seit Ende 2023 Mitglied des Aufsichtsrats ist, zur Verfügung stehen und damit fester Bestandteil des Teams sein.
Der Verwaltungsrat bedankt sich bei den scheidenden Präsidiumsmitgliedern Robert Reisinger, Karl-Christian Bay und Norbert Steppe ganz herzlich für ihr langjähriges herausragendes ehrenamtliches Engagement für den TSV München von 1860. Ihr unermüdliches Eintreten für die Interessen der Vereinsmitglieder und Abteilungen verdient allergrößten Respekt. Es besteht der feste Wunsch nach einer gebührenden Verabschiedung unter Würdigung der großen Verdienste um den gesamten Verein.