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Erdogan, Fiedler, Faßmann & Co.: Wie gehts weiter?

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Tsv 1860 Emre Erdogan

Der 1. September naht und somit wird auch die Frage immer konkreter, wie es mit den Spielern weitergeht, die bislang von der vorinsolventen KGaA gemietet wurden. Während einige Akteure wie Fabio Wagner, Benedikt Hoppe, Mark Gevorgyan, Moritz Seiffert oder Florian Niederlechner bereits bei der neuen Spielbetriebsgesellschaft unter Vertrag stehen, stellt sich die Situation beispielsweise bei Lasse Faßmann, Lance Fiedler, Emre Erdogan oder auch Arian Ortivero Calderon etwas anders dar.

Was wird aus Fiedler, Erdogan & Co.?

Auch wenn einige Medien bereits berichteten, dass Stürmer Ortivero Calderon bereits bei der Spielbetriebs-GmbH unterschrieben habe, so sagt das Registrierungssystem SpielPLUS des Bayerischen Fußballverbandes nachwievor etwas anderes. Der kolportierte Vertrag bis 2028 ist dort bis heute nicht hinterlegt. Auch andere Talente wie Lasse Faßmann, der im Pokal gegen Holstein Kiel eindrucksvoll bewiesen hat, dass er auch höherklassig mithalten kann, sowie Lance Fiedler, Emre Erdogan oder Paul Bachmann sind bislang nur an die KGaA gebunden. Wie geht es nach dem 1. September mit den Spielern weiter?

Dass es einen Markt für die Löwen-Talente gibt, liegt auf der Hand. Der VfB Stuttgart hat seine Fühler nach Fiedler ausgestreckt, Erdogan soll beim türkischen Erstligisten Amed SK (sechzger.de berichtete alles andere als exklusiv) im Gespräch sein und auch mit Faßmann dürfte sich der eine oder andere Profiverein intensiv beschäftigen.

Ablöse an die KGaA wäre fällig

Bleibt die Frage: Kann Alper Kayabunar auch über den Monatswechsel hinaus mit seinen Talenten planen? Und woran hakt es? Fakt ist: Möchte die neue Spielbetriebsgesellschaft jetzt einen KGaA-Spieler unter Vertrag nehmen, wird eine Ablöse fällig, die in die Insolvenzmasse fließt. Dass dies aus Sicht der GmbH nicht erstrebenswert ist, dürfte klar sein. Allerdings birgt dieses Warten natürlich das Risiko, dass ein externe Verein dazwischenfunkt und Spieler verpflichtet.

Inwiefern die Spielbetriebsgesellschaft mit den betroffenen Spielern in Gesprächen bzw. Verhandlungen steht, ist uns natürlich nicht bekannt, ganz untätig werden Paula & Co. jedoch sicher nicht sein. Aber man kann man mit Profivereinen mithalten? Dass die Berater der Spieler für ihre Klienten (und sich selber) sportlich und finanziell das Beste herausholen wollen, ist kein großes Geheimnis. Inwiefern dabei jedoch die jeweilige Perspektive des Spielers berücksichtigt wird, wird sich zeigen. Ist Fiedler schon bereit für die 3. Liga? Würde Erdogan nicht vielleicht doch noch eine volle Saison im Erwachsenenbereich gut tun, ehe er den Sprung in die Süper Lig wagt?

Spielbetriebs-GmbH hat es nicht selbst in der Hand

Wie auch immer: Der TSV 1860 bzw. die neue Spielbetriebsgesellschaft hat es nicht selbst in der Hand, den Wechsel der betroffenen Spieler zu verhindern. Was man tun kann, ist, den Talenten eine Perspektive aufzuzeigen und ihnen ihre Wichtigkeit für das Team darzustellen. Dass Alper Kayabunar im ständigen Austausch mit seinen Spielern steht, bezweifelt keiner. Wie sehr gelingt es der Geschäftsführung, zu den Spielern bzw. deren Beratern durchzudringen?

Dem Vernehmen nach liegen einigen der genannten Akteure seitens des TSV 1860 Angebote vor. Ob man sich diesbezüglich einig wird, werden die kommenden Tage zeigen.

Titelbild: Patrick Nawe / Holstein Kiel

Sechzig um Sieben: Memmingen gewinnt bei Bayern II

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Löwen Sechzig um Sieben

Von der Grünwalder Straße 114 gab es gestern wenig Neues zu berichten, dafür setzte es im Stadion ein paar Hausnummern weiter vorne für die 2. Mannschaft des Lokalrivalen gegen den FC Memmingen die nächste Niederlage. Auch im Toto Pokal wurde gespielt.

Erdogan weckt Interesse in der Türkei

Dass ein türkischer Erstligist ein Auge auf Emre Erdogan geworfen hat, ist ja schon seit Wochen bekannt. Nun wurde mit dem kurdischen Verein Amed SK aus dem südostanatolischen Diyarbakır auch erstmals ein konkreter Name genannt. Zudem ist auch einigen deutschen Clubs nicht verborgen geblieben, welche Leistungen Erdogan bislang in der laufenden Saison abgerufen hat.

Ex-Löwen im DFB Pokal

Andere ehemalige Talente des TSV 1860 haben die Löwen in den vergangenen Jahren bereits verlassen und starteten am vergangenen (langen) Wochenende mit ihren Clubs in den DFB Pokal. Wir zeigen Euch, wie es für die Ex-Löwen lief.

Achtelfinale im Toto Pokal

Aus dem DFB Pokal sind die Löwen zwar ausgeschieden, im Toto Pokal ist der TSV 1860 jedoch noch im Rennen. Gestern wurden die ersten Spiele des Achtelfinals absolviert:

TSV Landsberg – Schwaben Augsburg 3:1
SpVgg SV Weiden – Jahn Regensburg 1:5
TSV Aubstadt – SpVgg Bayreuth 7:6 n.E.
FC Schweinfurt 05 – VfB Eichstätt 3:1
Wacker Burghausen – FC Ingolstadt 04 0:4

Am kommenden Dienstag folgen noch diese Partien:

FC Dingolfing – SpVgg Unterhaching
TSV Neudrossenfeld – Kickers Würzburg
TSV 1860 München – TSV Buchbach

sechzger.de Talk ist online

Der Zittersieg in Aubstadt ist schon fast vergessen, denn danach gab es eine Niederlage. Es ist aber nicht Ernüchterung, welche das letzte Ligaspiel in den Hintergrund rücken lässt, sondern große Euphorie. Der Löwe scheidet aus dem Pokal aus und schwebt trotzdem auf Wolke 7. Außerdem blickt Moderator Peter mit Flo, Thomas und Edge im Talk 276 auf den Wechsel von Loris Husic, den neuen Trainingsanzug und den nächsten Gegner vom Lech – gequizzt wird natürlich auch noch.

Neues aus der Regionalliga Bayern

FC Bayern II unterliegt FC Memmingen

Der FC Memmingen ist neuer Tabellenführer der Regionalliga Bayern. Durch einen 2:1-Auswärtssieg bei der Zweitvertretung der Seitenstraßler sicherten sich die Randallgäuer den Platz an der Sonne. Die Nachwuchsroten hingegen stehen sieglos und mit nur einem Punkt auf Platz 18.

Kaltofen verlässt Wacker Burghausen

Nachdem er vor dieser Saison aus der U19 in den Kader der ersten Mannschaft des Bayern-Regionalligisten SV Wacker Burghausen aufgerückt war, zieht es Yannik Kaltofen nun in die Bayernliga Süd. Der 19-jährige Innenverteidiger hat sich dem Aufsteiger TSV 1880 Wasserburg angeschlossen und könnte gegen die 2. Mannschaft des TSV 1860 debütieren.

Manuel Pfeifer kehrt zum TSV Hartberg zurück

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Nach nur einer Saison beim TSV 1860 München wechselt Manuel Pfeifer nach Beginn der Spielzeit 2026/27 zurück zum TSV Hartberg. Aufgrund der nicht erteilten Drittligalizenz für die Löwen hatte sich der Vertrag des Österreichers, der eigentlich noch ein weiteres Jahr gelaufen wäre, aufgelöst. Pfeifer absolvierte in der soeben zu Ende gegangenen Saison nur 15 Drittligaspiele und vier Partien im bayerischen Landespokal für die Löwen und blieb damit – so muss man wohl sagen – hinter den Erwartungen, mit welchen er vor einem Jahr an der Isar begrüßt worden war, zurück. Nun stellt er sich einer neuen Herausforderung bei seinem ehemaligen Club.

Im Mai 2025 noch im Pokalfinale!

Mit der Erfahrung aus 73 Spielen in der österreichischen Bundesliga in drei Spielzeiten für den TSV Hartberg kam der damals 25jährige im vergangenen Sommer nach Giesing. Keine zwei Monate vor dem vermeldeten Wechsel zum TSV 1860 hatte der Linksverteidiger noch im österreichischen Pokalfinale in Klagenfurt gestanden, wo sein Verein allerdings dem Wolfsberger AC mit 0:1 unterlegen war. Bei den Löwen konnte Pfeifer aber leider nicht an die starken Leistungen im Oberhaus des Nachbarlandes anknüpfen. Wurde er zu Saisonbeginn noch regelmäßig von Trainer Patrick Glöckner auf die linke Außenbahn beordert, war er im Herbst unter dem neuen Coach Markus Kauczinski dann immer seltener in der Startelf, geschweige denn im Kader zu finden. Verschiedene Verletzungen, zu Beginn des laufenden Jahres in Form eines Muskelfaserrisses verhinderten weitere Einsätze von Pfeifer.

Am Elferschießen in Würzburg nicht aktiv beteiligt

Erst im bedeutungslosen Saisonfinale (nach der 0:3-Niederlage in Cottbus Anfang April) stand der Steirer wieder auf dem Platz und bestritt dann immerhin noch einmal fünf Partien über die volle Distanz. Beim die ernüchternde Saison abschließenden Landespokalfinale in Würzburg wurde er in der 68. Minute für Kilian Jakob ausgewechselt und war so immerhin nicht aktiv am kläglichen Elfmeterschießen beteiligt, das die Niederlage gegen die Kickers besiegelte.

Neue Herausforderung an alter Wirkungsstätte

Mit dem TSV Hartberg hat Manuel Pfeifer nun einen neuen Verein gefunden, der ihm wohlbekannt ist.

Wir von sechzger.de bedauern, dass für Manuel Pfeifer in seiner Zeit bei den Löwen nicht mehr drin war, wünschen ihm aber auf seinem weiteren Weg alles erdenklich Gute. Sportlichen Erfolg und Verletzungsfreiheit!

Saisonprognose im AUGUST: Verhaltene Skepsis weicht nun dem Optimismus

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Die Löwen sind in der letzten Partie vor unserer AUGUST-Umfrage zur aktuellen Erwartungshaltung unserer Leser*innen zwar mit einem 0:2 gegen Holstein Kiel aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Der sich inzwischen unter den Fans breit machenden Euphorie, nicht nur über die vereinspolitischen Entwicklungen der letzten Wochen, sondern auch über das auf dem Rasen Dargebotene, tut diese Niederlage aber keinen Abbruch. Die Erwartungen von 1.640 Löwenfans an das am Saisonende zu Erreichende sind schon wieder ziemlich groß. Dies sagt zumindest das aktuelle sechzger.de-Stimmungsbarometer.

Fast die Hälfte glaubt an den Meistertitel

Fast 96% der Teilnehmer*innen an unserer aktuellen Umfrage, an der seit dem jüngsten Relaunch der sechzger.de-App nun auch über das Handy (und nicht mehr nur direkt über die Website) teilgenommen werden kann (Danke an unseren fleissigen ITler im Hintergrund!), gehen davon aus, dass die Löwen im Mai auf einem der ersten acht Plätze der Regionalliga Bayern ins Ziel kommen. Okay, das kann man angesichts der Kaderzusammenstellung und der insgesamt bislang gezeigten Leistungen wohl auch erwarten! Und dennoch haben dies die Schwarzmaler in den Löwenreihen (egal, welche Farbe ihr Haupthaar hat) vor ein paar Wochen sicher nicht zu glauben gewagt.

Die Hälfte dieser optimistisch eingestellten Personen (und das sind hier immerhin 763 User*innen) gehen für das Frühjahr 2027 gar vom ganz großen Wurf – der Meisterschaft – aus und freuen sich schon auf die beiden Entscheidungsspiele gegen den Vertreter der RL Nord um die sofortige Rückkehr in die 3. Liga. Deutlich mehr, als noch im Vormonat Juli, als nur ein knappes Drittel vom Idealausgang dieser Saison ausging.

Kaum jemand rechnet mit dem Schlimmsten

Entsprechend dieser deutlichen Zahlen bleiben die Pessimisten natürlich in der Minderheit. Nur noch drei Prozent aller Befragten rechnen mit einem Mittelfeldrang zwischen neun und 15 für das Team von Trainer Kayabunar. Im Juli waren das noch fast fünfmal so viele (14%). Echte Exklusivmeinungen sehen die Löwen am Saisonende in der Relegation Richtung Bayernliga Süd bzw. sogar auf einem der beiden direkten Abstiegsplätze 18 und 19. In absoluten Zahlen sind das nur neun bzw. acht Leute. Sind das vielleicht aber nur (rote) Gäste auf unserer Seite, die vom Wunsch und nicht von einer realistischen sportlichen Erwartung geleitet werden? In der grafischen Darstellung jedenfalls liegen die beiden Balken (grau und rot) entsprechend bislang so übereinander, dass sie kaum zu unterscheiden sind.

In fünf Spielen fragen wir wieder nach

Bis zur nächsten Erhebung unserer Saisonprognose stehen nun die Spiele gegen Landsberg (H), in Vilzing (A), gegen Schwaben Augsburg (H) in Fürth (A) sowie gegen die Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg (H) auf dem Programm. Wir in der Redaktion sind schon sehr gespannt, wie sich die Erwartungen dann wieder verändern. Oder erleben wir in dieser Saison – mal was ganz neues – in dieser Hinsicht einen stabilen Verlauf?
Wie auch immer. Auf jeden Fall danken wir allen Leser*innen an dieser Stelle wieder für’s Mitmachen. Ohne Euch wäre diese Saisonprognose in Form eines Stimmungsbarometers nicht möglich.

 

sechzger.de-Talk 276: Aubstadt, Kiel und Vorschau Landsberg

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Talk 276

Der Zittersieg in Aubstadt ist schon fast vergessen, denn danach gab es eine Niederlage. Es ist aber nicht Ernüchterung, welche das letzte Ligaspiel in den Hintergrund rücken lässt, sondern große Euphorie. Der Löwe scheidet aus dem Pokal aus und schwebt trotzdem auf Wolke 7. Außerdem blickt Moderator Peter mit Flo, Thomas und Edge im Talk 276 auf den Wechsel von Loris Husic, den neuen Trainingsanzug und den nächsten Gegner vom Lech – gequizzt wird natürlich auch noch.

Hier geht’s zum YouTube-Video:

Sieg in Aubstadt

Alle Beteiligten haben das Spiel gesehen, Peter sogar live in der fränkischen Provinz. Die Leistung wird nüchtern eingeordnet und auf die fehlende Vorbereitung verwiesen. Flo sieht eine Weiterentwicklung, Edge ist mit der Punkteausbeute zufrieden und Thomas lässt ausnahmsweise Milde walten. Außerdem fallen ein paar Worte zum Drumherum und den fränkischen Bratwürsten, die reißenden Absatz fanden.

Pokal gegen Kiel

Den Festtag auf Giesing Höhen besprechen die vier sehr ausführlich, sportliches und nicht-sportliches Wechseln sich ab. Aufgrund der großen Freude über das Erlebte ist die Erzählung vielleicht nicht immer gut nachvollziehbar, aber umso leidenschaftlicher. Stimmung, Choreo und auch Manndeckung finden großen Zuspruch. Diesmal wird auch die Kulinarik im heimischen GWS besprochen, denn es gab fast schon einen Skandal: Keine Käswürscht im Pressebereich! Die stattdessen angebotenen Debreziner waren einem Kollegen vielleicht zu scharf…

Wechsel Husic

Der Transfer von Talent Loris Husic zum schlecht gelittenen FC Augsburg findet keine großen Freunde unter den Diskutanten. So richtig bös ist keiner, aber muss es denn grad Datschiburg sein?

Schnellraterunde

Dieses Mal kam es zu einem Dreikampf um den Sieg in Thomas beliebter Quizrubrik, die auch schon Fragen zum kommenden Gegner aus Landsberg beinhaltete. Viel Spaß beim Mitraten!

Vorschau auf Landsberg und Trainingsanzugdebatte

Eigentlich wollten wir nur auf das nächste Spiel schauen, dem alle Beteiligten sehr optimistisch entgegenblicken und das ungewöhnliche Ticker-Team ankündigen. Dann war der Fokus aber erstmal auf dem neuen Trainingsanzug der Profimannschaft – Trainer Alper Kayabunar trug in 90 Minuten an der Seitenlinie –  und eine Debatte über die potentiellen Unterschiede zwischen Tracksuit und Trainingsjacke entbrannte. Viel Spaß beim zuhören!

Der sechzger.de Talk 276 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibt’s für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Blick über den Tellerrand: Ex-Löwentalente im DFB Pokal

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dfb pokal

Die erste Spielrunde des DFB Pokals neigt sich dem Ende. Die Löwen schieden nach einer beachtlichen Leistung gegen Holstein Kiel aus. Sowohl die Routiniers als auch die jungen Spieler ließen ihr Herz auf dem Platz und kämpften bis zum Schluss. Insbesondere unsere Junglöwen, die sich entschieden haben, den Weg mit uns mitzugehen, wuchsen über sich hinaus.

Doch nun soll der Blick auf die ehemaligen Talente des TSV 1860 München gerichtet werden, die am ersten Pokalwochenende für ihre neuen Vereine im Einsatz waren.

Viktoria Köln –  1. FC Nürnberg 4:5 n.E.

Der Krimi zwischen dem FC Viktoria Köln und dem 1. FC Nürnberg ging bis ins Elfmeterschießen, in dem sich Nürnberg mit 5:4 nach Elfmeterschießen durchsetzen konnte. Die drittklassigen Kölner boten dem Tabellenführer der 2. Bundesliga über 120 Minuten die Stirn und zeigten eine starke Leistung.

Mittendrin einer der besten Kölner, Tim Kloss. Der 21-jährige Innenverteidiger machte ein sehr gutes Spiel. In der 26. Minute gelang ihm nach einer Ecke beinahe sogar ein Tor. Sein Kopfball wurde jedoch von Nürnbergs Torhüter Jan Reichert pariert. Neben ihm in der linken Abwehr spielte mit Kilian Jakob ebenfalls ein ehemaliges Löwen-Talent. Der im vergangenen Jahr noch in den weiß-blauen Farben des TSV 1860 München spielende Jakob stand ebenfalls die kompletten 120 Minuten auf dem Platz. In der 120. Minute hatte er sogar noch die große Chance, das Spiel zu entscheiden. Er bekam den Ball vor dem Strafraum und hatte viel Platz, konnte seinen Schuss jedoch nicht aufs Tor bringen. Ex-Löwe Sigurd Haugen kam nicht zum Einsatz und muss weiterhin auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz für Nürnberg warten.

Preußen Münster – Karlsruher SC 1:2

Ein weiteres spannendes Spiel im DFB-Pokal wurde im LVM-Preußenstadion ausgetragen. Vor knapp 14.000 Zuschauern konnte sich der Karlsruher SC nach einem 0:1-Rückstand noch gegen Preußen Münster durchsetzen.

Für ein Ausrufezeichen sorgte einer der jüngsten Abgänge des TSV 1860 München, allerdings nicht im positiven Sinne. Das Löwen-Talent Samuel Althaus, das für 150.000 Euro in den Westen Deutschlands wechselte, sah die Rote Karte. Althaus kam in der 63. Minute für Wesley Adeh ins Spiel und sollte helfen, die knappe Führung von Preußen Münster über die Zeit zu bringen. Nach zwei Gegentoren innerhalb von 15 Minuten musste Münster in der Schlussphase jedoch noch einmal alles nach vorne werfen. In der 90.+5. Minute kam Althaus im Mittelfeld zu spät in einen Zweikampf mit Santeri Väänänen und traf den Karlsruher mit der offenen Sohle am Knöchel. Schiedsrichter Florian Badstübner zeigte ihm daraufhin direkt die Rote Karte.

Würzburger Kickers – 1. FC Köln 1:2

Für eine knapp verpasste Überraschung sorgten die Würzburger Kickers im DFB-Pokal. Der Aufsteiger aus der Regionalliga Bayern hielt gegen den 1. FC Köln lange gut mit und musste sich trotz einer zwischenzeitlichen Führung mit 1:2 geschlagen geben.

Bei den Würzburgern kamen dabei gleich mehrere ehemalige Löwen zum Einsatz. Tarsis Bonga stand in der Startelf. Der 1,97 Meter große Stürmer spielte in der Hinrunde der Saison 2023/24 unter Maurizio Jacobacci für 1860 München. Auch Eliot Muteba lief für die Kickers auf. Der schnelle Flügelspieler war im Winter 2024 vom 1. FC Nürnberg zu den Löwen gewechselt und blieb bis Sommer 2025 in München. In der 84. Minute gibt es für die Kickers einen Doppelwechsel. Eliot Muteba und Xafer Kiefersauer betraten das Feld. Kiefersauer, der die Löwen in Richtung Franken zum 1. FC Nürnberg verließ, wurde von dort an die Kickers verliehen. Erst vor wenigen Monaten verlängerte Kiefersauer bei 1860, jedoch bei der KGaA. Ein Teil der neuen Spielbetriebsgesellschaft wollte er nicht sein. Im weiteren Verlauf konnten die beiden allerdings keine entscheidenden Akzente mehr setzen. Die Würzburger mussten sich mit 1:2 geschlagen geben und schieden damit aus dem DFB-Pokal aus.

Weitere Talente

Doch auch weitere Ex-Löwen-Talente kamen am Pokalwochenende zum Einsatz. Lukas Reich wurde bei der 1:2-Niederlage gegen den VfL Bochum in der 68. Minute eingewechselt und machte ein gutes Spiel für die Fürther. Mansour Ouro-Tagba, der erst vor wenigen Tagen nach Bochum gewechselt ist, stand dagegen nicht im Kader.

Auch Clemens Lippmann, der 1860 München in Richtung Bundesliga zum SC Paderborn verlassen hatte, kam zum Einsatz. In seinem ersten Pflichtspiel für seinen neuen Arbeitgeber wurde der junge Lippmann zur zweiten Halbzeit in der 46. Minute eingewechselt. Paderborn setzte sich mit 4:2 gegen den Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck durch. Der Sieg der Ostwestfalen war dabei zu keiner Zeit ernsthaft gefährdet.

Vorbereitung: Löwinnen mit Sieg und Remis in Testspielen

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Löwinnen 1860

Am 12.09. starten die Löwinnen als Aufsteigerinnen zuhause gegen den TSV Neuried ins Abenteuer Bezirksliga. Bis dahin gilt es, sich in der Vorbereitung auf die bevorstehenden Aufgaben einzustimmen. In den vergangenen Tagen erzielten die Löwinnen in zwei Testspielen einen Sieg und ein Unentschieden.

Löwinnen mit Sieg und Remis in Testspielen

Bereits am vergangenen Mittwoch gastierte der TSV 1860 beim SV Geroldshausen und setzte sich nach hartem Kampf doch noch deutlich mit 7:4 durch. Zunächst sah alles nach einer klaren Angelegenheit aus, denn Kira Winter (19./33.) und Madeleine Maliha (39.) sorgten für eine vermeintlich beruhigende Halbzeitführung.

Innerhalb von nur sieben Minuten glich dann jedoch Gina Peter per Hat-Trick aus (62./65./69.) und alles war wieder offen. Nun waren jedoch wieder die Löwinnen an der Reihe: Julia Ennen (72.) und erneut zweimal Kira Winter (75./90.) stellten den alten Vorsprung wieder her. In der Nachspielzeit erzielte dann Peter (90.+2) ihren vierten Treffer und Winter machte mit dem 4:7-Endstand gar ihren Fünferpack komplett (90.+3).

Unentschieden in Aßling

Auch beim TSV Aßling sah es lange nach einem Sieg für die Löwinnen aus, denn vor der Pause trafen Lisa Städtler (9./45.+1) und Kira Winter (20.) bei einem Gegentreffer von Sandra Funkenhauser (23.) zur 3:1-Halbzeitführung. Nach dem Seitenwechsel gab der TSV 1860 den Sieg dann jedoch noch aus der Hand und erneut Funkenhauser (66.) und Julia Hartl (69.) glichen für die Gastgeberinnen noch zum 3:3-Endstand aus.

Sechzig um Sieben: Löwen versteigern DFB-Pokal Trikots

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Alles rund um den TSV 1860 München haben wir euch an diesem Dienstagmorgen wie gewohnt bei Sechzig um Sieben zusammengetragen.

Löwenauktion nach Pokalspiel: Erlöse gehen in Teilen an „München erinnern!“

Trotz der 0:2-Niederlage in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals gegen Holstein Kiel erlebten die Zuschauer ein begeisterndes Spiel mit einer großartigen Atmosphäre. Im Nachgang der Begegnung versteigert der TSV 1860 München nun die getragenen Sondertrikots über die vereinseigene Löwenauktion. Ein Teil des Erlöses kommt dabei der Initiative „München erinnern!“ zugute. Alle Infos gibt es hier.

Mehr zum kämpferischen DFB-Pokal Auftritt

Apropos DFB-Pokal: Gestern kamen auch unsere Fotogalerie sowie die Stimmen zum Spiel online. Und auch abseits des Platzes hat sich eine schöne Geschichte zugetragen:

Kieler Vereinshistoriker Patrick Nawe jetzt Mitglied beim TSV 1860

Seit Sonntag darf der TSV München von 1860 e.V. ein Neumitglied begrüßen, mit dem nicht zwingend zu rechnen war. Ausgerechnet Patrick Nawe, Vereinshistoriker von Holstein Kiel, unterschrieb einen Mitgliedsantrag bei den Sechzgern.

Giesinger Gedanken: Der Roar of Giasing

In seinen bereits zweiten Giesinger Gedanken gibt euch Tobias einen Einblick in seine Gedankenwelt zum überzeugenden Auftritt der Löwen im DFB-Pokal. Prädikat lesenswert!

Abgang fix: Loris Husic wechselt vom TSV 1860 zum FC Augsburg

Zuletzt war Loris Husic wegen Vertragsverhandlungen vom Trainingsbetrieb freigestellt, nun steht sein Wechsel zum FC Augsburg fest. Die fällige Ablösesumme für den 18-Jährigen fließt in die Insolvenzmasse der KGaA.

Abgang fix: Loris Husic wechselt vom TSV 1860 zum FC Augsburg

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Loris Husic

Zuletzt war Loris Husic wegen Vertragsverhandlungen vom Trainingsbetrieb freigestellt, nun steht sein Wechsel zum FC Augsburg fest. Die fällige Ablösesumme für den 18-Jährigen fließt in die Insolvenzmasse der KGaA.

Loris Husic wechselt zum FC Augsburg

Beim Auswärtsspiel in Memmingen stand Husic noch von Beginn an auf dem Platz, in Aubstadt saß er 90 Minuten auf der Bank, im Pokal gegen Holstein Kiel war er schon gar nicht mehr im Kader. Nun wechselt der U17-Vizeweltmeister Loris Husic von den Löwen zum FC Augsburg, wo er sich jedoch vermutlich zunächst über das Regionalliga-Team für höhere Aufgaben empfehlen soll.

Beim TSV 1860 hatte der gebürtige Kufsteiner im Februar 2026 sein Profi-Debüt gefeiert, als er bei der 1:3-Niederlage beim VfB Stuttgart II von Beginn an auf dem Platz stand. Es folgten vier weitere Einsätze in der 3. Liga, drei Spiele in der Regionalliga Bayern sowie vier Partien im Toto Pokal (2 Tore, 1 Assist). Darüber hinaus stand der Österreicher vier Mal für die 2. Mannschaft der Löwen auf dem Platz und erzielte dabei in der Bayernliga Süd vier Treffer.

Für die Zukunft wünschen wir Loris Husic alles Gute, die drei Punkte im Rückspiel gegen den FCA II sollen aber natürlich nach Giesing wandern.

Giesinger Gedanken: Der Roar of Giasing

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TSV 1860 Holstein Kiel

Endlich die Schuhe ausziehen.

Ich falle direkt ins Bett, aber einschlafen werde ich noch eine Weile nicht können.

Liegt es an den Gesängen vor meinem Fenster, die immer noch nicht verklingen wollen?

Liegt es daran, dass mein endorphingetränkter Körper nicht will, dass dieser geile Tag zu Ende geht, und sich gegen die Müdigkeit wehrt?

Liegt es daran, dass meine Ohren immer noch etwas klingeln und ich es nicht schaffe, die Ruhe gewinnen zu lassen?

Vermutlich eine Mischung aus allem.

Ich versuche, mich zu beruhigen, schließlich will ich bald einschlafen.

Ich schließe meine Augen und versuche, ruhige Gedanken zu denken. Ruhige Gedanken.

Vielleicht hilft es ja, an früher zu denken…

Zeiten mit besserem Schlaf

DFB-Pokal. Flutlicht. Ein Spiel zwischen zwei Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Eigentlich keine guten Voraussetzungen, um mich zum Einschlafen zu bringen.

Aber im grauen Rund auf dem Müllberg finden sich nur knapp 5.500 Menschen ein, um die Löwen und die Zebras kämpfen zu sehen. Dazu passt sich das Spiel dem auch noch an.

Ein Teufelskreis. Schlechte Leistungen machen schlechte Stimmung. Schlechte Stimmung macht schlechte Leistungen.

Nach solchen Spielen ließ es sich noch besser einschlafen. Heute ist das anders.

Der Roar of Giasing

Heute stehen wir in unserem Stadion. Heute sind mehr als 12,5% der Plätze belegt. Heute zieht sich eine Choreo über alle Tribünen und erinnert daran, was dieser Verein einmal war. Gerade diese riesige, wunderschöne Choreo zeigt aber auch, was dieser Verein wieder ist.

Das ganze Stadion steht. Das ganze Stadion singt. Westkurve, Stehhalle, Haupttribüne – die Grenzen verschwimmen immer wieder.

Der Roar of Giasing ist zurück.

Freiheit als Momentaufnahme

Dabei gab es solche Momente in Giesing schon. Beim ersten Heimspiel zurück in unserem Stadion gegen Burghausen. Beim Aufstieg gegen Saarbrücken. Bei Pokalfights gegen Schalke oder Dortmund. Momente, in denen sich das Grünwalder Stadion so angefühlt hat, wie es sich anfühlen sollte. Aber eines hatten diese Momente gemeinsam.

Sie wurden seltener. Irgendwann hatte ich sogar ein bisschen vergessen, wie sie sich anfühlten. Vielleicht war man müde geworden. Vielleicht hat man sich einfach daran gewöhnt. Vielleicht, weil diese Momente immer nur Momente waren, in denen man sich frei fühlen konnte. Ein kurzer Moment, in dem man nicht über Darlehen und Markenrecht nachdenken musste.

Wie klingt Freiheit?

Heute ist dieses Gefühl kein Bruch mit unserem Alltag mehr. Es ist der Alltag selbst.

Wir müssen uns nicht mehr 90 Minuten einreden, es wäre alles in Ordnung. Es ist in Ordnung.

Es fühlt sich anders an. Es hört sich anders an. Es klingt nicht mehr nach einem Moment, in dem wir frei sind. Es klingt nach Freiheit.

Die Gesänge vor meinem Fenster hallen immer leiser durch Giesing, auch wenn sie nicht ganz vergehen wollen. Ich versuche nicht mehr, sie auszublenden. Sie stören mich nicht.

Vielleicht konnte ich früher besser einschlafen.

Aber dafür habe ich heute endlich wieder einen Grund, warum ich nicht einschlafen kann.

 


Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.