Die Serie ist gerissen! Beim vorletzten Testspiel vor der Saisoneröffnung am Freitag, 2. August, im Grünwalder Stadion gegen den 1. FC Saarbrücken haben die Löwen die erste Niederlage der Vorbereitung kassiert. Der TSV 1860 musste sich beim KSC mit 0:2 geschlagen geben. Beide Gegentore fielen bereits vor der Pause.
0:2 beim KSC – Erste Testspiel-Niederlage für 1860
Wie schon in den letzten Wochen arbeiteten die Löwen ordentlich gegen den Ball, im Spiel nach vorne bei eigenem Ballbesitze wirkten die Münchner aber zumeist ideenlos und konnten sich kaum zwingende Möglichkeiten erarbeiten. So kassierte man am Ende ein 0:2 beim Karlsruher SC – es war die erste Testspielniederlage für 1860.
Ordentliche Anfangsphase – unglückliche Gegentore
Die Löwen versuchten hoch zu pressen und die Karlsruher früh unter Druck zu setzen. Vor etwa 500 Zuschauern klärte Schifferl nach wenigen Minuten per Kopf zur Ecke und wenig später war Hiller mit einer starken Parade zur Stelle. Nach zehn Minuten kam Schröter in aussichtsreicher Position zum Abschluss. Er brachte aber zu wenig Druck hinter den Ball, sodass der KSC-Keeper keine Probleme hatte, das Leder festzuhalten. Es sollte die ziemlich beste Chance der Löwen bleiben. Nach einer Druckphase der Gäste fiel das 1:0 für den KSC. Ein langer Ball auf dem linken Flügel wurde flach in den Strafraum abgelegt, wo Robin Heusser für die Hausherren vollstreckte (25.). Äußerst unglücklich fiel wenig später das 2:0. 34 Minuten waren gespielt als Karlsruhe von der rechten Seite flankte, Geller zog am langen Fünfer ab und Danhof fälschte das Leder unhaltbar aus kurzer Distanz ins eigene Netz ab.
Schröter-Freistoß landet in der Mauer
Mit dem Pausenpfiff hatten die Gäste noch eine Möglichkeit auf einen eigenen Treffer. Doch Schröter setzte den Freistoß aus etwa 20 Metern halblinker Position (siehe Foto) in die Mauer. So ging es mit dem 2:0 für die Badenser in die Kabinen. Die zweite Halbzeit begann dann mit Ott und ohne Philipp. Sonst wechselten die Löwen nicht.
Wenig Offensivdrang – viel Defensive
Im zweiten Durchgang passierte aus Löwensicht in der Offensive kaum etwas. Der KSC war nicht mehr so druckvoll wie gegen Ende der ersten Halbzeit, die Löwen konzentrierten sich aber weiterhin vor allem auf die Abwehrarbeit. Nach einer guten Stunde kamen dann Hobsch, Jacobsen und Reich in die Partie. Die Münchner hatten auch mehr Ballbesitz, ernsthafte Löwenchancen wussten die Hausherren aber zu vermeiden und so plätscherte das Duell, abgesehen von zahlreichen weiteren Wechsel von 1860-Coach Giannikis bis zum Schlusspfiff vor sich hin und es blieb beim insgesamt leistungsgerechten 2:0 für den Zweitligisten.
Wenig Erkenntnisse – Generalprobe in Kaiserslautern
So wirklich aufschlussreich war das Spiel in Karlsruhe aber wieder nicht. Wie schon beim 0:0 in Wien spielten die Löwen defensiv ordentlich, ohne nach vorne viele Akzente zu setzen. Am Samstag wartet nun die Generalprobe in Kaiserslautern, ehe der Saisonstart ansteht. So wirklich erkennbar ist eine Startelf dafür aber noch nicht, vielleicht gibt es ja auf dem Betzenberg mehr Erkenntnisse.