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Sechzig um Sieben: Weitere Neuzugänge beim TSV 1860

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Sommerpause heißt auch: Transferzeit! Das macht der TSV 1860 München eindrucksvoll vor und präsentierte in dieser Woche bislang zwei Neuzugänge. Weitere werden folgen, denn wie sechzger.de gestern berichtete haben mindestens zwei weitere Spieler einen neuen Vertrag bei den Löwen unterschrieben. Darüber hinaus meldete sich Hasan Ismaik überraschend zu Wort – und verspricht unter bestimmten Bedingungen 100 Millionen Euro.

sechzger.de Talk Folge 158 online

In der nächsten Ausgabe des sechzger.de Talks empfängt Jan drei Gäste. Mit ihnen spricht er über das letzte Heimspiel gegen Arminia Bielefeld und zieht außerdem ein Fazit zur Saison 2023/24. Natürlich dürfen auch die ersten drei Neuzugänge des TSV 1860 in der Sendung nicht fehlen.
In der Sommerpause macht der Talk übrigens weiter – ob allerdings ein Wochenrhythmus geschafft werden kann, wird sich noch zeigen.

Hasan Ismaik kündigt Besuch der Mitgliederversammlung an

Fast 15 Minuten dauert die Videobotschaft, die Hasan Ismaik gestern auf Twitter hochgeladen hat. Darin richtet er sich an die Löwenfans und fordert eine Veränderung in der Vereinspolitik. Neben Robert Reisinger oder Nicolai Walch persönlich kriegt auch PRO1860 insgesamt eine Schelte vom Jordanier. Ismaik kündigt dabei an, die Mitgliederverammlung selbst besuchen zu wollen. Darüber hinaus sei er bereit für Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro, wenn die Wahl zum Verwaltungsrat bei der kommenden MV so ausfällt wie von ihm gewünscht.

Das Skript der Ansprache steht hier in deutscher Fassung zur Verfügung.

Tunay Deniz verstärkt die Löwen

Der TSV 1860 hat gestern den nächsten neuen Spieler offiziell vorgestellt. Vom Halleschen FC kommt Tunay Deniz nach Giesing. Der Mittelfeldspieler war in der abgelaufenen Saison der Topscorer des HFC, konnte den Abstieg allerdings trotzdem nicht verhindern. Der gebürtige Berliner wechselt ablösefrei und freut sich bereits auf seine neue Aufgabe.

Weitere Neuzugänge: Wolfram und Schubert zum TSV 1860

Noch nicht offiziell vorgestellt wurden zwar die nächsten beiden Namen, einen Vertrag haben sie bei den Löwen allerdings mit Gewissheit schon unterschrieben. Maximilian Wolfram kommt vom SC Verl zu den Löwen, aus St. Gallen zudem Fabian Schubert. Das berichtete sechzger.de gestern unter Berufung auf ein Portal, auf dem die Verträge öffentlich einsehbar sind. Nachdem die beiden weiteren Neuzugänge des TSV 1860 ebenfalls Stürmer sind, stellt sich der ein oder andere Löwenfan bereits die Frage nach der Zukunft von Joel Zwarts.

Taktiktafel nach der Niederlage gegen Bielefeld + Saisonfazit

Ein letztes Mal war Bernd Winninger für die Saison 2023/24 noch aktiv und blickt in der Taktiktafel noch einmalzurück auf die 0:2-Niederlage gegen Arminia Bielefeld. Gleichzeitig wagt der Taktikfuchs allerdings auch eine Analyse der gesamten Spielzeit und zeigt dabei auf, wieso die Löwen in der Tabelle im unteren Drittel landeten.

Satzungsserie: Analyse von RB Leipzig

In Sachen Mitarbeit der Vereinsmitglieder ist der Bundesligist RB Leipzig nicht gerade als Vorzeigeobjekt bekannt. Entsprechend überrascht es nicht großartig, dass beim Konstrukt aus Sachsen die Satzung im Vergleich mit dem TSV 1860 München deutlich weniger Mitsprache vorsieht. sechzger.de hat in der Satzungsserie gestern die nächste Analyse vollzogen – allein der Mitgliedsbeitrag spricht Bände.

News aus der 3.Liga

Transfers bei Waldhof Mannheim

Nicht nur die Löwen, sondern auch ihre Konkurrenten sind natürlich fleißig auf dem Transfermarkt. Beispiel Waldhof Mannheim: mit Janne Sietan präsentierten die Barackler gestern den ersten neuen Spieler. Der 21-Jährige kommt aus der Regionalliga vom SV Babelsberg und spielt in der Abwehr. Andere Akteure sollen den SVW hingegen verlassen – nicht aber Ex-Löwe Martin Kobylanski. Mit dem 30-Jährigen befinden sich die Mannheimer in den Verhandlungen demnach auf der Zielgeraden. Ein Wackelkandidat ist Luca Bolay, der auf der Liste des TSV 1860 stehen soll. Bis Donnerstag wird hier eine Entscheidung erwartet.

Götze wechselt nach Paderborn

Nicht zu halten war Felix Götze für Rot-Weiss Essen. Der 26-Jährige informierte die Verantwortlichen bereits in der vergangenen Woche über seinen Wechselwunsch. Nun ist klar, wohin es ihn zieht. Der SC Paderborn freut sich künftig auf die Dienste von Götze zurückgreifen zu können.

Die Ansprache von Hasan Ismaik in deutscher Fassung

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

In einer Ansprache hat sich Hasan Ismaik, Mitgesellschafter beim TSV 1860 München, an die Löwenfans gewandt. Darin verspricht er unter anderem die Summe von 100 Millionen Euro – allerdings unter bestimmten Bedingungen. Mittlerweile ist die deutsche Fassung verfügbar.

Ismaik kündigt Besuch der Mitgliederversammlung an

Knapp einen Monat vor der Mitgliederversammlung im Zenith hat sich Hasan Ismaik in einem etwa 15-minütigen Video zu der aktuellen Situation beim TSV 1860 München geäußert. Darin kündigt er unter anderem an, die MV selbst besuchen zu wollen. Mit besonderer Spannung wird dabei die Wahl des neuen Verwaltungsrats erwartet. Sollte die Wahl wie vom Jordanier gewünscht ausfallen, kündigt er weitere Investitionen bis zu 100 Millionen Euro an.

Mittlerweile hat die Presseabteilung von Hasan Ismaik seine Ansprache in deutscher Fassung an die Medien verschickt. sechzger.de dokumentiert die Mitteilung im Folgenden.

Die Ansprache von Hasan Ismaik in deutscher Fassung

Liebe Löwen,
vor mehr als 13 Jahren, im April 2011, hatte ich das erste Mal direkten Kontakt mit den Löwen. Ich wurde in die Allianz Arena eingeladen, eines der populärsten Stadien der Welt. Ich war sehr stolz.
Die Mannschaft gewann mit 4:0 gegen Energie Cottbus, und die Löwenfans waren glücklich. Aber was für mich noch viel wichtiger war: Mir gegenüber saßen Vereinsfunktionäre, die mich wertschätzend behandelten beziehungsweise hofierten.

Ich kannte natürlich ihre Not, aber das war mir in diesem Moment egal: Ich wollte helfen, den Funktionären, aber noch vielmehr den Fans und der Stadt München, damit sie alle ihren liebenswerten und geschichtsträchtigen Traditionsverein nicht verlieren. Hätte ich nicht geholfen, wäre der Verein möglicherweise liquidiert worden.
Es war alles in Gefahr: das Logo, das Trainingsgelände, der Spielbetrieb und natürlich das Leben der Fans.

So habe ich mich entschieden, sofort zu helfen, auch weil die Stadt München in meiner Heimat und in meinem Herzen einen ganz großen Stellenwert genießt. Bayern ist für uns das heilige Land, umringt von Seen, Bergen und vielen freundlichen Menschen. Ich hatte mich vorher nicht mit dem deutschen Fußball in dieser Ausführlichkeit auseinandergesetzt, war aber verwundert, dass es an der Spitze eigentlich immer nur eine Mannschaft gibt: den FC Bayern. Ab und zu auch Borussia Dortmund. Aber sonst?
Dieses Jahr sehe ich als einen Ausrutscher: Bayer Leverkusen ist zum ersten Mal deutscher Meister. Mit Dortmund und Leverkusen stehen sogar zwei deutsche Teams in einem Europapokal-Finale. Glückwunsch!

Aber zurück zu meiner Geschichte: Als ich mit 1860 den Deal einging, hatte ich natürlich auch einen großen Traum: die Löwen wieder zu dem Verein zu machen, der sie in den 1960er Jahren waren und dann unter Werner Lorant vor und nach der Jahrtausendwende. Genau deswegen habe ich auch nicht lange überlegt, meinen Einstieg zu beschleunigen. Leider hatte ich die Verträge nicht richtig gelesen, weil 1860 in Not war und ich sofort helfen musste. Vor allem, weil ich den Verein liebte. Es ging schließlich auch um viele Arbeitsplätze und das Leid der Fans. Und so wurde ich Investor und Partner bei 1860 München, ohne zu wissen, dass die 50+1 Regel alles außer Kraft setzt und die Mitglieder indirekt Einfluss auf das Unternehmen nehmen.

Dass sich der Fußball in Deutschland – anders als in England, Spanien oder Italien – gegen Investoren sträubt, konnte ich nicht ahnen. Trotzdem bereue ich meine Entscheidung bis heute nicht. Und werde ich es auch nicht in der Zukunft bereuen. Als ich dann die Verträge unterschrieben hatte, lernte ich schnell das wahre Gesicht der e.V.-Funktionäre kennen: Sie sagten zu mir, sie planen mit einem 15 Millionen-Euro-Budget. Ich sagte meine Unterstützung zu. Als ich dann aber anfing, Fragen zu stellen, sagten sie zu mir, dass sie nicht wollen, dass ich alles hinterfrage. Ich solle Geld zahlen, im Gegenzug dürfe ich die Spiele besuchen, Stellt Euch das mal vor…ohne aber die Ergebnisse auf dem Platz anzuzweifeln, egal ob Sieg oder Niederlage.

Von da an kam ich mir vor wie ein stummer Geldautomat. Als ich mich dann irgendwann weigerte, weiter Geld zur Verfügung zu stellen und weitere Einzelheiten wollte, warum immer wieder Geld notwendig wäre, begann die Presse, mein Engagement erstmals zu hinterfragen. Ich fragte mich: „Warum? Ich habe euch doch nichts getan!“ Es wurden viele Lügen in dieser Zeit über mich verbreitet: Dass ich das Logo verändern wolle. Dabei wusste ich ganz genau, dass der Löwe das Markenzeichen des Vereins ist und weltbekannt ist. Dann kam die Story, dass ich die Farben des Klubs ändern wolle. Von Blau in eine andere Farbe ändern. Ich wusste wirklich nicht, wer diese Lügen streute. Aber diese Behauptungen waren völlig absurd.

Liebe Löwen, Ich habe es immer wieder erlebt, wie Funktionäre mit zwei verschiedenen Gesichtern auftraten: das, wenn sie mit mir redeten und das, wenn sie mit der Presse sprachen oder mit Fans, um ihnen gezielt falsche Informationen zu geben. Ich sage jetzt: Trotz aller Erlebnisse hat sich mein Traum nicht geändert. Ich will mit 1860 so schnell es geht aus der Dritten Liga und irgendwann ein Münchner Stadtderby erleben. Zwischen FCB und 1860. Die Menschen, mit denen ich spreche, schwärmen von dieser Zeit, in der sich 1860 und Bayern auf Augenhöhe duellierten. Aber dieser Wunsch wird nur Realität, wenn wir Hand in Hand und uns nicht mit quälender Einbahnstraßen-Politik aufhalten. Das bringt uns nicht weiter.

Liebe Löwen, Leider ist es aber so, dass es in unserem Verein Ideologen gibt, für die der Fußball keine große Rolle spielt. Dazu zähle ich auch die Experten von Pro1860, die sich für ihre Satzungsänderungen über all die Jahre feiern lassen. Und das ist eine Schande. Diejenigen, die das tun, Ich kenne diese Menschen nicht persönlich. Was ich aber bis heute nicht vergessen habe: Eine Frau mittleren Alters hatte bei der Mitgliederversammlung 2017 die Mitglieder dazu aufgerufen, den Kooperationsvertrag zu kündigen. Das war Populismus, um die Mitglieder gegen mich aufzuhetzen und mich zur Aufgabe zu zwingen. Das hat dem e.V. im Nachhinein sehr viel Geld gekostet, einen hohen fünfstelligen Betrag. Es ist das Geld, das den Mitgliedern für ihre Jahresbeiträge abgebucht wird. Ihr sollt das genau überlegen, wofür das Geld der Mitglieder verwendet wird, für den Sport oder politische Träume von Pro1860 und dem Verwaltungsrat? Dabei sollte das Geld in den Sport investiert und nicht für die Anwälte aufgebraucht werden.

Was hat diese Vereinigung von Pro1860 dem Verein in den letzten 18 Jahren gebracht? Warum bin ich für diese Leute der Böse und sie sind die Guten, die Retter des Systems? Die aktuellen Verwaltungsräte profitieren von Freikarten für die Spiele von 1860 München und bekommen kostenloses Essen und Trinken. Ab und an dürfen sie sich auch in der Zeitung lesen, ohne aber jemals 1860 in eine positive Richtung entwickelt zu haben. Fragen Sie sich nicht: Warum klebt Robert Reisinger nach Jahren des Misserfolgs weiterhin an seinem Stuhl? Warum meidet er die Öffentlichkeit? Warum können die ehemaligen Bundesliga-Stars des TSV 1860 mit Reisingers Arbeit nur wenig anfangen? Wie kann es sein, dass mit Nicolai Walch ein amtierender Verwaltungsrat so despektierlich gegen den Hauptsponsor Die Bayerische wettert und mein Engagement abkanzelt mit den Worten „der vermeintliche Geldkoffer aus Abu Dhabi“. Das ist ein Skandal.

Jeder, der die Bilanzen der KGaA lesen kann, weiß, dass ich selbst in den letzten Jahren immer wieder geholfen habe. Das wird aber leider ganz bewusst verschwiegen. Das hat System. Wer Ismaik offen gegenüber steht, wird als Feind ausgemacht. Daniel Bierofka, Michael Köllner, Hans Sitzberger oder Marc-Nicolai Pfeifer sind einige Beispiele. Und da wäre noch eine andere wichtige Sache…

System hat aber bis heute auch, dass der Profibereich bis heute keine klare und umsetzbare Vision hat. Der einzige Plan ist: Wie können wir Hasan Ismaik losbekommen? Ich muss leider meine Gegner enttäuschen: Hasan Ismaik wird immer bleiben, auch wenn der Hass weiter steigt. Ich bleibe standhaft und bedanke mich bei allen die sich mit dem aktuellen erfolglosen Kurs nicht identifizieren können. Ihr seid wahre Löwen.

Liebe Löwen, Ideologie ist keine gute Software für 1860. Es wird von dieser Szene auch immer wieder behauptet, dass ich gar nicht wisse, was in unserem Verein geschieht und dass ich nicht selbst meine Posts verfasse. Das ist wie so vieles gelogen. Ich bin über alles informiert, was relevant und wichtig ist. Es gibt genug Menschen, die sich mittlerweile gegen die aktuelle Politik sträuben. Sie erfahren meinen allergrößten Respekt. Die Demokratie, meine Lieben, ist ein hohes Gut. Lasst euch nicht beirren und geht weiter euren Weg. Der wahre und erfolgreiche Weg für 1860. Deswegen bitte ich euch: Und das ist eine persönliche Bitte an Euch: Ich hoffe Ihr enttäuscht mich nicht. Geht zu dieser Wahl und wählt die Menschen, die 1860 besser machen wollen. Egal ob Bündnis oder neutrale Kandidaten. Alle sind willkommen. Unser Verein hat Besseres verdient als in den letzten Jahrzehnten.

Wir dürfen kein 0815-Verein mit einem Verlierer-Gen werden, über den sich unsere Gegner amüsieren und Mitleid mit uns haben. Wir sind aber keine Verlierer. Unser Verein ist großartig und kann erfolgreich werden. Wir müssen wieder eine Einheit werden – auf und neben dem Platz. Erst dann können wir wieder klettern.

Ich verspreche euch: Ich werde meinen finanziellen Beitrag leisten, wenn 1860 offen für personelle und strukturelle Veränderungen ist. Nur: Es muss sich etwas ändern! Ich bin bereit für ein Investment in Höhe von 100 Millionen Euro, damit wir 1860 München wieder groß machen. Nur: Es muss sich etwas ändern! Ich komme bald nach München und werde auch am 16. Juni zur Wahl kommen und mit euch für einen Neuanfang stimmen! Ich werde 1860 nicht aufgeben, zumindest so lange nicht, bis der Verein wieder dort ist, wo er hingehört: in die Erste Liga. Erst dann werde ich mich in die Berge Bayerns in mein Haus zurückziehen, begleitet von meinen schönen Hunden und einigen anderen Tieren. Ich liebe die Löwen, Ich liebe Euch alle, und danke allen, die mich immer wieder mit Nachrichten aufmuntern, nicht aufzugeben. Das schätze ich sehr! Nochmal, ich liebe Euch alle.

Einmal Löwe, immer Löwe
Vielen Dank.

Die Nächsten: Fabian Schubert und Maxi Wolfram zum TSV 1860

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Trikot altes Wappen TSV 1860 München Wunschaufstellungen

Der TSV 1860 München zeigt sich weiter äußerst aktiv auf dem Transfermarkt. Mit Florian Bähr und Tunay Deniz wurden bereits zwei Neuverpflichtungen offiziell bekannt gegeben. Nun stehen die nächsten Spieler fest, die in der kommenden Saison für die Löwen spielen werden. Es sind Fabian Schubert und Maximilian Wolfram.

Schubert und Wolfram verstärken den TSV 1860 München

Nach 13 Abgängen, die im letzten Heimspiel gegen Arminia Bielefeld verkündet wurden, ist der TSV 1860 München in der bisherigen Transferperiode sehr aktiv. Zunächst wurde die Verpflichtung von Florian Bähr bekannt gegeben, heute folgte die offizielle Mitteilung zu Tunay Deniz. Der Mittelfeldspieler kommt vom Halleschen FC und war in der abgelaufenen Saison der Topscorer des Absteigers. Zusammen mit Patrick Hobsch, der Medienberichten ebenfalls bereits bei den Löwen unterschrieben hat, wurde die drei Personalien bereits in der aktuellen Folge des sechzger.de Talks besprochen.

Nun zeigt sich: sollten die Gerüchte um Hobsch stimmen, können sich die Löwenfans bereits über fünf Neuzugänge freuen. Denn: die Tinte bei Maximilian Wolfram (kommt vom SC Verl) und Fabian Schubert (ehemals FC St. Gallen) ist ebenfalls bereits trocken. Das zeigt ein Blick auf die Spielplus-Seite des bfv, auf der die Verträge öffentlich einsehbar sind. Demnach haben die beiden Akteure bereits vor einer Woche ihre neuen Arbeitspapiere an der Grünwalder Straße unterzeichnet.

Mit der offiziellen Verkündung durch den TSV 1860 München ist in den kommenden Tagen zu rechnen.

Fabian Schubert (29, Mittelstürmer)

Der gebürtige Österreicher steht aktuell noch beim FC St. Gallen in der Schweiz unter Vertrag. Sein Arbeitspapier läuft allerdings zum 30.Juni aus, sodass der Wechsel an die Grünwadler Straße ablösefrei verlaufen wird. In der aktuellen Spielzeit stand er in insgesamt 25 Spielen auf dem Platz und erzielte dabei drei Treffer. Einmal lieferte er eine Vorlage für einen Kollegen. Weitere, bisherige Stationen waren unter anderem Sturm Graz und Blau-Weiß Linz.

Maximilian Wolfram (27, Mittelstürmer)

Ebenfalls auf der Position des Mittelstürmers zu finden ist Maxi Wolfram, der bislang für den SC Verl auf Torejagd ging und die 3.Liga somit bereits kennt. Er erzielte sieben Treffer und konnte zudem vier Torvorlagen verbuchen. Wie auch bei Schubert läuft sein Vertrag Ende Juni aus, sodass der in Zwickau geborene Rechtsfuß ablösefrei zum TSV 1860 München wechselt. In der Jugend wurde er beim FSV Zwickau sowie Carl-Zeiss Jena ausgebildet. Mit dem FC Ingolstadt steht bereits ein weiterer bayerischer Verein in seiner Vita.

TSV 1860 Saison 23/24 – Sommerpause voraus, ein Fazit

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Eine Analyse wie gewohnt wird es zum Spiel vom Samstag diesmal nicht geben. Bei einem Spiel, in dem mit angezogener Handbremse gespielt wurde, weil es “eh wurscht war“, würde das keinen Sinn ergeben. Aber ganz ohne Schlusswort zur Leistung dieser Saison geht es nicht.

Der TSV 1860 München verlor also am Samstag in einem unwichtigen letzten Spiel der Saison 23/24, bei dem es mehr oder weniger nur um die Ehre ging, mit 0:2 gegen Arminia Bielefeld. Irgendwie kam es einem in der vergangenen Spielzeit öfter mal vor, als wäre es der Mannschaft „eh wurscht“. Es gibt natürlich in jedem Spiel einige Spieler, die immer alles zu geben versuchen. Deren Bemühungen werden dann von den weniger motivierten zunichte gemacht. Schad’ drum. Dass es Spieler gibt, die es nicht schaffen, sich in den 90 Minuten, in denen sie jede Woche tatsächlich ihr Gehalt verdienen sollen, den Hintern so aufzureißen, dass am Ende häufiger etwas Zählbares dabei herauskommt, verstehe ich nicht.

Mit Hintern aufreißen sind übrigens nicht nur die defensiven, kämpferischen Tugenden gemeint. Hier geht es auch um das Mitdenken auf dem Platz, intelligentes Bewegen dorthin, wo man Räume schaffen kann, oder dorthin, wo man einen Gegenspieler vom eigenen Mannschaftskameraden abzieht, um diesem Räume zu verschaffen. Es kann nicht zuviel verlangt sein, dass alle Elf, die auf dem Platz stehen, von An- bis Abpfiff zu 100% konzentriert und motiviert sind.

Allerdings hat es am Samstag – lassen wir die Tore mal außen vor – für die Sechzger wieder zu statistischen Werten gereicht, die sich gar nicht so übel lesen, wenn man sie ohne Kontext alleine stehen lässt. Aber es war am Samstag ganzheitlich betrachtet wie auch über die Saison 23/24 hinweg statistisch nicht das Gelbe vom Ei, was unser TSV 1860 München da auf den Platz gebracht hat.

Statistische Werte im Vergleich

  • Ballbesitz TSV 48% – DSC 52%
  • Passgenauigkeit TSV 84% – DSC 85%
  • defensive Zweikampfquote TSV 64% – DSC 73%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 13/6 – DSC 15/6
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 13,24 – DSC 14,6

Im Vergleich dazu sehen wir uns mal die Werte der gesamten Saison im Schnitt an.

  • Ballbesitz TSV 45% – Gegner 55%
  • Passgenauigkeit TSV 78% – Gegner 82%
  • defensive Zweikampfquote TSV 60% – Gegner 63%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 12/4 – Gegner 13/4
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 11,86 – Gegner 8,66

Große Unterschiede gibt es da grundsätzlich nicht, aber die Zahlen, die uns die relativen Prozentwerte nicht zeigen, sind bei der Saisonbilanz extrem wichtig und da blicken wir nun drauf.

Das Hauptaugenmerk legen wir auf die defensive Zweikampfintensität und Schüsse. Bei der defensiven Zweikampfquote, sowohl am Samstag als auch über die Saison hinweg, gibt es nichts zu kritisieren. Was allerdings durchaus kritikwürdig ist, ist die Zweikampfintensität, also wie viele Zweikämpfe pro Minute gegnerischen Ballbesitzes gesucht werden. Aber anders als man es sich denken könnte.

Zweikämpfe

Im Schnitt führten unsere Sechzger in dieser Saison pro Spiel 17% weniger Zweikämpfe gegen den Ball als die Gegner. Die Quote von 60% ist dabei grundsätzlich an der unteren Grenze dessen, was im Saisonschnitt als noch ausreichend angesehen werden kann. Nichtsdestotrotz dürfte die Quote für meinen Geschmack ein paar Prozentpunkte höher liegen.

Die Sechzger haben trotzdem defensiv mit den drittwenigsten Gegentreffern eigentlich über die Saison hinweg eine annehmbare Leistung gezeigt. Das liegt vor allem an den offensichtlich hochmotivierten Abwehrspielern. Vor der Hintermannschaft unseres Vereins ziehe ich, was diese Saison angeht, den Hut. Natürlich machen auch die Spieler in der Abwehr und im Tor Fehler, aber am Ende war die stabile Abwehr die Lebensversicherung des TSV 1860 München in dieser Saison.

Wenn die Abwehr stabil war, warum ist dann die defensive Zweikampfintensität so ein großes Problem? Das hat drei Gründe. Einerseits ein Ökonomisches, das mit Kondition zu tun hat. Je später ich einen gegnerischen Angriff zum Erliegen bringe, desto größer ist die Distanz, die ich überbrücken muss, um wieder in der Nähe des gegnerischen Tores agieren zu können. Das ständige Anrennen aus der Tiefe des eigenen Raumes kostet das Team insgesamt mehr Kraft, als durch gelungenes Pressing erkämpfte Umschaltsituationen in den pressingrelevanten Zonen. Zweitens erlaubt das dem Gegner in den Momenten, in denen er sich in Ballbesitz befindet, in der eigenen Defensive Stress abzubauen und so konzentrierter zu bleiben. Und drittens bringt es den gegnerischen Spielern auch eine Portion Selbstsicherheit, wenn sie wissen, dass sie bis zu einer gewissen Höhe auf dem Platz ungestört agieren können.

Wie wars in der Vergangenheit?

Wenn wir uns hier die Zahlen unserer Löwen und deren Gegnern im Schnitt in den Saisons, die mit Platz 4 beendet werden konnten, ansehen, fällt auf, dass nicht etwa die Löwen plötzlich weniger Intensität an den Tag legen, sondern die Gegner der Sechzger in den Spielen gegen Sechzig mehr dafür tun, die Löwen zu stressen und so eine deutlich höhere Intensität gegen den Ball auf den Platz bringen als in der Saison 20/21 oder 21/22.

In den Saisons, die man mit Platz 4 abschloss, war die Zweikampfintensität unseres TSV 1860 München gegen den Ball fast gleich hoch wie in diesem Jahr, allerdings die der Gegner im Schnitt in deren Spielen gegen Sechzig deutlich schlechter als dieses Jahr. Warum war das so? Weil man dadurch, dass man, so lange es in den Spielen unentschieden stand oder man hinten lag, meistens ein aggressiveres Defensivverhalten mit gleichen Ergebnissen bei der Ausführung zu sehen bekam und der Ball somit viel häufiger pro Spiel in den vorderen Zonen des Platzes erobert wurde.

So war der TSV 1860 in der Saison 20/21 und 22/23 bei der defensiven Intensität nicht weit vom Wert der Saison 23/24 entfernt, nur die Gegner waren in diesen Saisons im Schnitt deutlich passiver gegen den Ball gewesen. Das macht hier den Unterschied. Und diese Diskrepanz zieht zwar nicht alles, aber viel anderes, was schief lief, nach sich. Vor allem die Umschaltmomente, aus denen sich in den Jahren zuvor oft gute Angriffe entwickelten, fanden nun oft zu tief in der eigenen Hälfte statt. So war der Weg zum Tor oft zu weit und der Gegner hatte durch den Zeitgewinn bessere Karten, sich zur Abwehr eines solchen Umschaltangriffs zu formieren.

Taktische Vorgabe oder eigene Entscheidung?

Hier ist nun eine wichtige Frage: Ist das eine taktische Entscheidung der Coaches gewesen oder individuell einzelnen Spielern anzukreiden? Vermutlich eine Mischung aus beidem und eine Mentalitätsfrage innerhalb der Mannschaft. Wenn keiner der Häuptlinge diesbezüglich vorangeht, wird auch keiner der Indianer folgen.

Schüsse und deren Genauigkeit

Hier hat der TSV 1860 im Vergleich am Samstag deutlich Besseres gezeigt als im Schnitt der Saison 23/24, nichtsdestotrotz langte es nicht für ein eigenes Tor. Da sag ich auch Schwamm drüber, war ja wurscht. Selbst jubeln zu dürfen wäre zwar zum Saisonabschluss noch einmal schön gewesen, aber am Ende ist das auch nicht weiter wichtig. Was allerdings wichtig werden wird, ist die Schussquote wieder dahin zu bekommen, wo sie in während der besseren Jahre in der Liga gewesen war, denn bei der durchschnittlichen Schussanzahl und der Schussgenauigkeit wurden die Sechzger insgesamt schlechter.

Im Schnitt erzielten die Sechzger in den Saisons, die mit Platz 4 endeten, mit einer Schussgenauigkeit von knapp 35% bei ca. 15 Schüssen pro Spiel 1,82 Tore. Dabei ließ man pro Spiel 11 gegnerische Schüsse im Schnitt mit einer Torausbeute vom 1,25 Treffer pro Spiel zu.

In der vergangenen Saison treffen die Löwen bei rund 12 eigenen Schüssen pro Partie einer Schussgenauigkeit von 33% 1,05 mal pro Spiel ins gegnerische Tor und lassen 13 Schüsse des Gegners zu, aus denen 1,11 Tore im Schnitt entstehen.

Alles in allem zeigen diese statistischen Werte, dass die Defensive der Löwen zwar stärker ist als in den vergangenen Jahren, aber dafür die eigene offensive Durchschlagskraft geopfert wurde.

Wo ist die Lösung für diese Probleme?

Eine Patentlösung gibt es nie.

Die Charakterfrage

Wichtig wird sein, den Charakter der Mannschaft wieder positiver gegenüber den Werten, die den TSV 1860 München auf dem Fußballplatz auszeichnen sollten, einzustellen. Unbedingter Einsatzwille, Laufbereitschaft und vor allem das Credo, dass die Mannschaft über allem steht, muss bei den Fußballern des TSV 1860 München wieder Einzug halten. Falls es sein muss, ist es mir auch recht, wenn Spieler, die noch Vertrag haben, sich aber mit diesem Mindestmaß an Anforderung ihnen gegenüber nicht anfreunden können, abgegeben werden.

Auf dem Platz

Abgesehen von den charakterlichen Werten, die das kommende Löwenteam an den Tag legen sollte, müssen wir natürlich auf die Mannschaftsteile blicken, die nicht so performt haben, wie man es sich wünscht. Das ist vor allem die Mittelfeldzentrale. Und zwar sowohl in der Offensive als auch gegen den Ball. Gegen den Ball waren die Sechzger vor allem in den Frühphasen gegnerischer Angriffe über die gesamte Saison im Zentrum zu passiv, zu unentschlossen und oft zu weit weg von Spielern, die gerade nicht den Ball hatten.

Eine Stärkung der Zentrale ist also wichtig. Mit Tunay Deniz, der aus Halle zu den Löwen wechselt, ist da in Puncto offensive Kreativität schon ein guter Schritt getan. Deniz, statistisch gesehen dieses Jahr bester zentraler Mittelfeldspieler der Liga, ist offensiv mit 17 Scorerpunkten sowieso über jeden Zweifel erhaben. Gegen den Ball macht er für einen Spieler auf seiner Position den Werten nach ebenfalls keinen schlechten Eindruck.

Tore?

Auch in Puncto Trefferquote und Verbesserung derselben hat man mit Hobsch, der voraussichtlich aus Haching nach Giesing wechselt, einen Spieler zum Wechsel bewegen können, der im Strafraum und auch gegen den Ball mehr Arbeiter als Künstler ist, was der Entwicklung der Mannschaft gut tun kann.

Ein weiteres Puzzlestück ist der linke Außenbahnflitzer Florian Bähr. Gerüchteweise gilt die Leihe für zwei Saisons mit anschließender Kaufoption. Der schnelle, sehr zweikampfstarke Linksverteidiger hat auch unübersehbare offensive Qualitäten. Ob er eine tragende Säule werden kann, muss sich natürlich erst zeigen, aber ich denke, da hat die Geschäftsführung der KGaA einen guten Griff getan.

Der aggressive Leader und weitere notwendige Bausteine fehlen allerdings noch. Aber die Sommerpause hat ja gerade erst begonnen und der Start in die Transferperiode lässt Hoffnung keimen.

Sommerpause voraus

Ich bin froh, dass die Saison 23/24 nun hinter dem TSV 1860 liegt. Eine weitere Spielzeit wie die letzten beiden möchte, denke ich, kein Sechzger Fan mehr sehen. Dabei geht es – für mich – weniger um Platzierungen und Endergebnisse, als um das Zustandekommen derselben. Das habe ich in diversen Artikeln aber schon angesprochen. Trotzdem wiederhole ich es gerne. Für mich ist es nicht wichtig, was am Ende auf der Anzeigetafel steht. Für mich ist wichtig, dass ich das Stadion mit dem Gefühl verlasse, dass wirklich jeder der elf Spieler, die auf dem Platz standen, bis zum Umfallen alles dafür getan hat, dass ein Spiel so erfolgreich wie möglich bestritten wurde. Wenn dann nicht mehr als eine Niederlage drin war, kann man über die Niederlage, gegen die man sich mit jeder Faser seines Körpers gestemmt hat, gerne hinwegsehen.

Am Ende erträgt man es wohl mit dem alten bairischen Spruch: „Schwoam ma’s owe!“ auf den Lippen und einer halben Bier in der Hand am besten was uns in den letzten beiden Saisons zugemutet wurde.

Sehen wir optimistisch also in die Zukunft und schwoam ma’s owe.

Datenquelle: Wyscout

Fix: Tunay Deniz wechselt zum TSV 1860

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Tunay Deniz Tsv 1860

Gestern wurde noch spekuliert, jetzt ist es fix: Tunay Deniz wechselt von Absteiger Hallescher FC zum TSV 1860 München.

Tunay Deniz wechselt zum TSV 1860

Der 30-jährige gebürtige Berliner wechselt ablösefrei von der Saale an die Isar und soll bei den Löwen nicht zuletzt durch seine Stärke bei Standards für Impulse sorgen. Dr. Christian Werner äußerst sich geradezu euphorisch über den offensiven Mittelfeldspieler.

“Mit Tunay holen wir einen Mittelfeldspieler, der sehr mit hoher Laufintensität viel Torgefahr ausstrahlt. Beim Halleschen FC war er in der abgelaufenen Saison als Drahtzieher im Mittelfeld zusätzlich noch der zweitbeste Torschütze. Wir freuen uns auf seine Erfahrung und seine Klasse, die er mit nach München bringt.”

Auch der Spieler selbst, der in der abgelaufenen Saison zehn Tore selbst erzielt hat und sieben weitere vorbereitete, freut sich auf die neue Aufgabe.

“Die Gespräche mit Dr. Christian Werner und Argirios Giannikis haben mich schnell davon überzeugt, dass München-Giesing der richtige Ort für mich ist. In meinen bisherigen vier Spielen gegen 1860 München war ich jedes Mal von den Fans begeistert. Ich freue mich, sie künftig im Rücken zu haben und baue auf die Unterstützung.”

Lobende Worte von Meris Skenderovic

Auf Frage von sechzger.de äußerte sich auch Ex-Löwe Meris Skenderovic, der zuletzt mit Deniz in Halle zusammenspielte, sehr positiv über den Mittelfeldspieler.

“Er ist ein sehr guter Passgeber, hat eine gute Übersicht, spielt sehr genaue Diagonalbälle und verfügt über einen sehr starken rechten Fuß.”

Herzlich willkommen in Giesing, Tunay!

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA

Die Satzungs-Serie von sechzger.de: RB Leipzig

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TSV 1860 Trikot Retro

Die Satzung des TSV München von 1860 e.V. wird in Kommentarbereichen kommerzieller Boulevardblogs gerne als undemokratisch bezeichnet. Sechzger.de wagt eine Vergleichsreihe.

Satzung des TSV 1860 wird vielfach kritisiert

Keine Briefwahl, keine Onlineversammlung, keine unbeschränkte Kandidatenauswahl bei der Präsidiumswahl. Das Wehklagen in einschlägigen Blogs rund um den TSV 1860 ist groß, wenn es um die Vereinssatzung geht. Insbesondere vor der anstehenden Mitgliederversammlung treten vermehrt Versuche auf, der “Verfassung” des Vereins die Existenzberechtigung abzusprechen und diese in ein schlechtes Licht zu rücken.

So äußerte sich Verwaltungsratskandidat Klaus Lutz, der jüngst 1860-Fans als “Abschaum” und “Idioten” bezeichnet hatte, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung wie folgt: “Ich (…) bin an manchen Stellen schon verwundert. Was ich hier feststelle, hat mit einer vereinsrechtlich demokratischen Ausrichtung wenig zu tun. (…)

Ist die Kritik berechtigt?

Kritik ohne Faktengrundlage ist man beim TSV 1860 von einigen Seiten leider inzwischen gewöhnt. Umso wichtiger ist es, diesen fundiert auf den Grund zu gehen. Denn die Mitglieder unseres Vereins dürfte durchaus interessieren: ist unsere Satzung wirklich “undemokratisch”?

Wir haben uns die Satzungen diverser Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga vorgenommen und werden diese in einer eigenen Reihe – immer dienstags und donnerstags – auf sechzger.de vorstellen. Stichpunktartig wird unser Fokus auf der Zusammensetzung der Vereinsgremien, deren Berufung in die jeweiligen Ämter, Online-Versammlungen und Mehrheits-Erfordernisse bei Abstimmungen liegen. Wir beginnen mit dem TSV München von 1860 e.V.

Was wir schon verraten können: von den bisher 6 verglichenen Satzungen weist die des TSV München von 1860 e.V. die höchste Direktbeteiligung der Vereinsmitglieder auf.

Es folgen (vorerst) in der Gegenüberstellung:

Die Satzung von RB (Rasenballverein) Leipzig e.V. in der Übersicht

Eine Satzung sucht man auf der Internetseite vergeblich.

Organe (Auszug)

Die Mitgliederversammlung

Das Präsidium:

  • Vorsitzender und 4 weitere Präsidiumsmitglieder

Der Ehrenrat

  • Besteht aus 3 Mitgliedern, die von der Mitgliederversammlung für 7 Jahre gewählt werden.

 

Wahl des Präsidiums:

Der Präsident wird durch den Ehrenrat eingesetzt und abberufen.

 

Besonderheiten:

Die Satzung ist auf der Website von RB nicht auffindbar, gleichwohl muss man diese beim Ausfüllen des Beitrittsformulars (welches es nur für Fördermitglieder ohne Stimmrecht gibt) akzeptieren.

Die Mitgliedschaft bei RB kostet 800 Euro pro Jahr, zzgl. Einer einmaligen Aufnahmegebühr von 100 Euro. Der Vorstand kann jedes Beitrittsgesuch innerhalb eines halben Jahres ohne Angabe von Gründen ablehnen.

 

Key facts:

    • Quasi von reiner Willkür abhängig, stimmberechtigtes Mitglied zu werden
    • Keine Vorstandswahl durch die Mitglieder

 

Gegenüberstellung zur Satzung des TSV München von 1860 e.V.

Die Satzung von RB Leipzig ist in keiner Weise mit der des TSV München von 1860 e.V. vergleichbar. Während bei den Löwen direkte Demokratie groß geschrieben wird und nahezu alle Gremien in einer Wahl mit freien Kandidaturen durch die Mitglieder bestimmt werden, ist es bei RB Leipzig bereits nahezu unmöglich, überhaupt stimmberechtigtes Mitglied zu werden. Dieses Konstrukt ist auch so gewollt, schließlich soll der Konzern Red Bull, der die Hauptanteile an der Profifußballgesellschaft bei RB Leipzig hält, auch die volle Kontrolle über den (für die Lizenz notwendigen) Mutterverein behalten und somit im Einklang mit der “50+1-Regel” ausüben können.

Hasan Ismaik möchte Mitgliederversammlung besuchen

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TSV 1860 Hasan Ismaik

Hasan Ismaik setzt seine Medienoffensive fort und meldet sich diesmal via X (ehemals Twitter). In einem knapp 15-minütigen Video attackiert Ismaik einmal mehr die gewählten Vereinsvertreter, kritisiert die Fanszene und kündigt seinen Besuch für die Mitgliederversammlung am 16.06. im Zenith an.

Kritik an Reisinger, VR und Fanszene

Nachdem Ismaik erläutert hat, wieso er damals als Gesellschafter beim TSV 1860 eingestiegen ist, erklärt er mit Zigarre in der Hand, dass er damals “die Verträge nicht richtig gelesen” habe und somit nicht im Bilde war, welche Auswirkungen die 50+1-Regel habe.

In der Folge attackiert Ismaik u.a. Präsident Robert Reisinger, und wirft ihm “Jahre des Misserfolgs” vor. Des Weiteren lässt er kein gutes Haar am aktuellen Verwaltungsrat und insbesondere an Nicolai Walch.

Zudem übt der Mehrheitsgesellschafter Kritik an der aktiven Fanszene des TSV 1860 und eröffnet die Perspektive, sich finanziell mehr zu engagieren, sollte die VR-Wahl im Juni nach seinem Gusto enden:

“Ich bin bereit für ein Investment in Höhe von 100 Millionen Euro, damit wir 1860 München wieder groß machen.”

Hasan Ismaik möchte Mitgliederversammlung besuchen

Apropos VR-Wahl: Hasan Ismaik kündigt im Video seinen Besuch der Mitgliederversammlung am 16.06. an.

“Ich komme bald nach München und werde auch am 16. Juni zur Wahl kommen und mit euch für einen Neuanfang stimmen! Ich werde 1860 nicht aufgeben, zumindest so lange nicht, bis der Verein wieder dort ist, wo er hingehört: in die Erste Liga.”

Anschließend offenbart Ismaik, dass er ein “Haus in den Bergen Bayerns” (wo wohl auch das Video entstand) besitze, in das er sich dann zurückziehen werde.

Alles in allem einmal mehr ein äußert bizarrer Auftritt…

Bild: CR-Fotos

Phillipp Steinhart: Emotionaler Abschied von den Löwen

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Steinhart

Insgesamt 17 Jahre lang trug Phillipp Steinhart das Trikot des TSV 1860. Am Samstag wurde er vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld im Grünwalder Stadion verabschiedet und kam anschließend zu einem letzten Einsatz für Münchens große Liebe – und das sogar als Kapitän!

Phillipp Steinhart: Emotionaler Abschied von den Löwen

Auf Instagram richtet der 31-Jährige emotionale Abschiedsworte an den Verein und die Fans:

Liebe Löwen,
danke für diese lange, wunderbare, intensive Reise mit euch!
Ich habe in all diesen Jahren viel gelernt, wunderschöne Momente erlebt, aber auch einige Täler durchschritten.
Aber nie alleine! Und das ist das was zählt! Immer zusammen zu stehen, egal was passiert.
Danke an meine Familie und Freunde, die mich in jeder Situation unterstützt und begleitet haben, Kollegen, Fans, Mitarbeiter aus allen Abteilungen, die ich in meinen 17 Jahren in diesem großen traditionsreichen Verein kennen lernen durfte und mich begleitet haben.
Danke!!!
Und jetzt freue ich mich auf eine neue sportliche Herausforderung.

Euer Steini 😉 🦁🤍💙

sechzger.de Talk 158: Niederlage gegen Bielefeld & Saisonfazit

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sechzger.de Talk Folge 158: Niederlage des TSV 1860 gegen Arminia Bielefeld, Saisonfazit 2023/24

Nach dem letzten Saisonspiel und einer weiteren Niederlage des TSV 1860 München gegen Arminia Bielefeld spricht Jan mit drei Gästen im sechzger.de Talk Nummer 158. Neben dem Spiel der U21 in Sonthofen geht es auch um ein Fazit zur Spielzeit 2023/24 sowie den drei ersten Neuzugängen Florian Bähr, Tunay Deniz und Patrick Hobsch.

Die achte Heimniederlage gegen Arminia Bielefeld

Noch einmal 15.000 Zuschauer machten sich am Samstag auf den Weg in das Grünwalder Stadion und sahen die achte Heimniederlage des TSV 1860 München in der Spielzeit 2023/24. Arminia Bielefeld behielt mit dem scheidenden Kapitän Fabian Klos die Oberhand. Während die Gäste die Saison damit auf Platz 14 beenden, liegen die Löwen einen Platz dahinter auf Rang 15. Keine der beiden Mannschaften dürfte damit zufrieden sein.
Ganz und gar nicht zufrieden waren auch die Löwenfans mit der gezeigten Leistung ihrer Mannschaft. Da hatte Thomas Enn die deutlich bessere Idee, zum Abschied von Frank Schmöller alternativ nach Sonthofen zu reisen (Abschiedsinterview siehe hier).

Vorstellungsrunde PRO1860 & Schnellfragerunde

Im Mittelteil, der wie in der letzten Ausgabe erneut kurz ausfällt, berichtet Jan von der Vorstellungsrunde von PRO1860 vom vergangenen Donnerstag. Insgesamt 19 Kandidaten präsentierten sich dabei den Zuhörerinnen und Zuhörern. So konnte ein besserer Einblick für die Wahl des Verwaltungsrats bei der Mitgliederversammlung am Sonntag, den 16.Juni gewonnen werden.
Außerdem gibt es einen Test im Talk Nummer 158. Thomas Spiesl führt eine Schnellfragerunde ein und zitiert dazu insgesamt fünf Mal aus den letzten 60 Talk-Ausgaben. Der Gewinner in der Runde darf sich über ein Bier beim nächsten Heimspiel freuen. Feedback dringend erwünscht!

Fazit zur Saison 2023/24

Abschließend befragt Jan seine Gäste nach einem Blick auf die wichtigsten Statistiken der Saison 2023/24 zu einem Fazit. Dass Platz 15 nicht der Traum eines Löwenfans war und ist, dürfte dabei klar sein. Daher überrascht es auch nicht, dass die drei Gäste sich im Großen und Ganzen relativ einig sind, was die zurückliegende Spielzeit betrifft – endlich vorbei!

Außerdem besprechen die vier Teilnehmer noch den Abschied von Mansour Ouro-Tagba sowie die drei Neuzugänge Florian Bähr, Tunay Deniz und Patrick Hobsch.

Der sechzger.de Talk 158 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Sechzig um sieben: Möglicherweise schon drei Neuzugänge für 2024/25 bekannt

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TSV 1860 München Sechzgerstadion

Die Saison 2023/24 ging für den TSV 1860 München mit einer weiteren Enttäuschung gegen Arminia Bielefeld zu Ende. Offenbar arbeitet die sportliche Leitung bereits mit Hochdruck an einer schlagkräftigeren Mannschaft für die kommende Saison. Gerüchteweise stehen schon drei Neuzugänge fest.

Schon drei Neuzugänge für 1860 fix?

Am Pfingstmontag wurde bereits der erste fixe Transfer offziell verkündet: Linksverteidiger Florian Bähr wird vom VfL Osnabrück ausgeliehen. Der 21-Jährige stammt aus dem NLZ der TSG Hoffneheim. Außerdem stehen zwei Gerüchte im Raum: Die BILD meldete, dass Tunay Deniz vom Halleschen FC zu den Löwen kommt. Deniz ist zentraler Mittelfeldspieler, der beim Absteiger HFC in der letzten Saison 17 Scorerpunkte sammeln konnte. Außerdem erhärten sich die Gerüchte um Patrick Hobsch, der bis mindestens 2026 an der Grünwalder Straße unterschreiben soll. Hobsch käme mit der Empfehlung von 13 Treffern aus Unterhaching. Wenn die Gerüchte stimmen, hätte 1860 bereits drei Neuzugänge für die kommende Saison unter Dach und Fach.

Letzte Photogalerien der Saison 2023/24

Sehen wir es positiv: Die Löwen machten einem den Abschied von der Saison 2023/24 am Samstagnachmittag gegen Arminia Bielefeld nicht schwer. Querbeet waren die meisten Löwenfans froh, dass diese freudlose Saison endlich zu Ende ging. Dennoch war es ein weitgehend stimmunsgvoller Nachmittag im Sechzgerstadion, dessen beste Impressionen wir für Euch wieder zusammengestellt haben. Fast zeitgleich bescherte die U21 ihren scheidenden Trainer Frank Schmöller einen 2:1 Auswärtssieg zum Abschied. Auch hier waren wir vor Ort und haben auch die besten Bilder und Videos aus Sonthofen für Euch zusammengefasst.

Löwinnen I steigen auf

Neben den Profis und den Amas waren weitere Mannschaften von 1860 im Einsatz. Dabei sorgten die Löwinnen I sicher für die schönsten Neuigkeiten des Wochenendes. Durch einen 8:0 Heimsieg sicherten sie sich nicht auf den Aufstieg, sondern auch den Meistertitel in ihrer Staffel. Die Löwinnen II siegten mit 3:1 bei der SG München-Ost/Team München/MSV Bajuwaren. Wegen der Pfingstferien standen zahlreiche Jugendmannschaften bei Turnieren im Einsatz. Den Überblick über alle Ergebnisse findet Ihr hier.

Sechzger.de Talk 158 im Laufe des Vormittags online

Ein letztes Mal wird bei sechzger.de die Saison 23/24 im Talk besprochen. Jan empfängt, Bernd und die beiden Thomasse (Spiesl und Enn) zur finalen Besprechung der wenig erbaulichen Löwensaison. Die vier besprechen natürlich das abschließende Spiel gegen Bielefeld. Thomas Enn war zu Frank Schmöllers Abschied in Sonthofen und lässt Euch an seinen Eindrücken von der Reise ins Allgäu teilhaben. Den Talk findet Ihr natürlich auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen wie:

News aus der dritten Liga

Skarlatidis bleibt in Unterhaching

Während Patrick Hobsch in der Vorstadt vor dem Absprung steht (siehe oben), wird Simon Skarlatidis in Haching bleiben. Der Mittelfeldspieler verpflichtete sich für zwei Jahre, das Trikot der Elf mit dem Bob im Wappen zu tragen.

Nietfeld reisst sich das Kreuzband

Für HFC-Kapitän Jonas Nietfeld endete die Saison 23/24 doppelt schlimm. Wie bekannt stieg Nietfeld mit seine Team ab, zu allem Überfluss riss sich Nietfeld im letzten Saisonspiel noch das Kreuzband. Der Vertrag des Kapitäns in Halle läuft aus, aber die Verantwortlichen des HFC signalisierten bereits, dass sie mit Noetfeld für die Regionalliga auch unter dem aktuell Umständen verlängern wollen.

Damit wünschen wir Euch einen guten Start in die kurze Arbeitswoche!