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Saisonrückblick 2025/26: FloBu

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Auch heuer blicken die sechzger.de-Redakteure wieder zurück auf die abgelaufene Spielzeit und präsentieren Ihre Highlights und Enttäuschungen der Saison 2025/26. Heute ist FloBu dran, der für Euch die Fragen in unserem Saisonrückblick beantwortet.

Saisonrückblick 2025/26: FloBu

Welches war Dein Löwenspiel der Saison?

Das 3:2 gegen Havelse. Ich habe selten so einen Jubel erlebt. 96. Minute Patrick Hobsch. Wahnsinn! Da dachten wir: Jetzt steig ma auf!

Wer war Dein Spieler der Saison?

Leider mit weinendem Auge: Clemens Lippmann. Weinend natürlich nur, weil wir ein Talent nicht halten konnten oder wollten. Klar hätte es auch ein sich aufopfernder Haugen verdient, aber wenn ich Ablöse zahle, erwarte ich das irgendwie auch. Für mich ist Lippmann ganz klar ein Lichtblick und ein guter Beweis für unser starkes NLZ.

"Keine Identifikation aufgebaut" - Lippmann-Abgang fix

Späte Tore früh in der Saison

Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?

Positiv war teilweise der Wille am Ende der Spiele. Am Anfang der Saison konnten wir uns mit späten Toren Punkte holen, die wichtig fürs Selbstvertrauen waren. Wer weiß, wie es ohne diese Tore in der Nachspielzeit gelaufen wäre.

Negativ war die Spielweise. Nach der Saison zu sagen, wir müssen in Zukunft nach vorne spielen, ist ein Armutszeugnis mit dem Kader.

Was war für Dich das schönste Tor der Saison?

Letzte Saison hatten wir hier ja einige Brecher drin, aber dieses Jahr ist es deutlich schwerer. Ich denke “schön” ist für mich dieses Jahr wohl “wichtig” und dann ist es das Tor von Sigurd Haugen im Halbfinale vom Totopokal in Regensburg. Endlich wieder DFB Pokal!

Am Ende steht Platz 8. Bist Du zufrieden mit dieser Saison?

Die Antwort kann hier nur “Nein” sein. Wir sind als Redaktion nicht ganz unschuldig an der Erwartungshaltung vor der Saison. Ich habe als einer der wenigen von Spieltag eins bis zum Spiel in Cottbus immer gesagt: Wir steigen auf! Glaube, da hat mein jugendlicher Leichtsinn und auch das Wunschdenken mit rein gespielt. Aber mit dem Kader und der Erwartungshaltung zu Beginn hätte man besser abschneiden müssen. Damit ist nicht nur die Tabellensituation gemeint, sondern generell die Leistung, die unsere Mannschaft auf dem Platz gezeigt hat.

Junge Spieler fördern!

Wie schätzt Du die Arbeit von Markus Kauczinski und seinem Trainerteam ein?

Er hat einen Aufstiegskader in einer Notsituation stabilisiert. Das muss man ihm anrechnen und schätzen, jedoch hat er die die einzelnen Spieler und Mannschaft als Ganzes nicht besser machen können und das unterscheidet einen Trainer von einem guten Trainer.

Was wird Dir von der Saison 2025/26 besonders in Erinnerung bleiben?

Dass bei Sechzig nichts sicher ist, außer das Hasan weg muss! Dieses Chaos vor der Saison von “Geil, er ist weg. Kann das sein? Endlich!” zu “Ah, shit, here we go again”
Aber das wird, während ich diese Zeilen am 28.05. im Australischen Outback tippe, wohl noch interessanter die nächsten Tage.

Was rechnest Du Dir in der kommenden Saison aus?

Stand jetzt bin ich froh, wenn es uns nicht zerreißt. Bei uns weiß man ja nie und gerade jetzt kann man das wohl nicht sagen. Falls wir in der 3. Liga bleiben, sollten wir nicht wieder Unsummen verbrennen, sondern uns stabilisieren. Junge Spieler fördern und mal ein Jahr nicht den Aufstieg mit aller Gewalt durchdrücken wollen.

Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2026/27 besonders viel?

Da gibt’s einige. Ich hoffe das die Jungen wie Althaus und Kiefersauer ihren Durchbruch haben und Dulic zu seiner Form zurückkehren wird. Denn auf die Jugend ist als einziges Verlass bei uns!

Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?

Naja, bevor ich mir bei Sechzig was wünsch’, kann ich mir auch bei der Zahnfee oder bei Gott was wünschen. Genauso unrealistisch…

Alle Saisonrückblicke 25/26

In diesem Frühsommer 2026 erschienen bereits folgende Saisonrückblicke unserer Redaktion:

Saisonrückblick 2025/26: Stefan Kranzberg
Saisonrückblick 2025/26: Thomas Spiesl
Saisonrückblick 2025/26: Christian Jung
Saisonrückblick 2025/26: Thomas Enn

BILD: Kommt Matthew Collins zum TSV 1860?

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Nächste drei Heimspiele restlos ausverkauft Faninformationen 1860

“Another day in Paradise” kennt jeder, in diesem Fall passt “Against all Odds” aber besser: Trotz der aktuell unklaren Situation bei den Löwen steht Matthew Collins, Sohn von Weltstar Phil Collins, laut BILD vor einem Wechsel zum TSV 1860 München.

Kommt Matthew Collins zum TSV 1860?

Mit 21 Jahren steht der britisch-schweizerische Doppelstaatsbürger zwar noch am Anfang seiner sportlichen Karriere, einen großen Namen trägt er jedoch schon. Vater Phil Collins verkaufte mit Genesis und als Solokünstler Millionen von Platten.

Solche Meriten muss sich Matthew Collins erst noch verdienen, zuletzt stand er beim österreichischen Zweitligisten Austria Salzburg unter Vertrag. Dort kam der gebürtige Genfer jedoch lediglich auf vier Einsätze. Zuvor stand er bei der WSG Wattens unter Vertrag, wurde dort jedoch nur in der 2. Mannschaft in der Regionalliga eingesetzt. Seine fußballerische Ausbildung genoss Collins unter anderem bei Astoria Walldorf und Hannover 96.

Zunächst ist beim TSV 1860 ein Probetraining angedacht, denn: “You can’t hurry Love”!

Kleiner Scherz am Rande: Ob Phil Collins gesteigerten Wert darauf legt, sich mit einem Angebot an Hasan Ismaik zu wenden, ist nicht bekannt.

Titelbild: CR-Fotos

Saisonrückblick 2025/26 Thomas Enn

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Auch diesmal blicken die sechzger.de-Redakteure wieder zurück auf die abgelaufene Spielzeit und präsentieren Ihre Highlights und Enttäuschungen der Saison 2025/26. Heute ist Thomas Enn dran, der auf eine für ihn desaströse Saison zurückblickt.

Saisonrückblick 2025/26: Thomas Enn

Welches war Dein Löwenspiel der Saison?

Ich sag Euch einfach, was der schönste Moment dieser Desaster-Saison für mich war. Es war der 01.08.2026 kurz nach Abpfiff im Stadion an der Hafenstraße. 1860 hatte ein 1:1 bei Rot-Weiss Essen erkämpft. Dabei zeigten sie keine Glanzleistung, aber dank großer Effektivität holten sie auswärts einen wichtigen Punkt (aus damaliger Perspektive) bei einem Mitfavoriten im Aufstiegskampf. Als die Löwen sich von den mitgereisten Fans verabschiedeten, blickte mein Sohn mich mit hoffnungsvollen Augen an (siehe Titelbild) und sagte: “Papa, dieses Mal schaffen wir’s!”. Das war so ein unglaublich schöner Moment für mich. Diese Hoffnung, dieser Kader, der gelungene Saisonauftakt! Tja, so kann man sich täuschen… Diesen Moment hat unser Freund Buschi zufällig in einem meiner absoluten Lieblingsphotos für die Ewigkeit festgehalten. Da war die Löwenwelt noch in Ordnung!

Wer war Dein Spieler der Saison?

Thomas Dähne. Er machte Marco Hiller vergessen und war aus meiner Sicht der einzige, der die ganze Saison über konstant gute Leistungen brachte.

Eigentlich keine positive Überraschung

Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?

Von Volland und Niederlechner kam aus meiner Sicht viel zu wenig. Wer hätte gedacht, dass Florian Niederlechner nach besagtem Spiel in Essen – wohlgemerkt am ersten Spieltag – schon ein Drittel seiner Saisontore auf dem Konto hatte… Insgesamt brachten es die beiden auf magere sieben Törchen. Als positiv würde ich diese Saison einfach vermerken, dass Althaus und auch Kiefersauer sich im Kader festgespielt haben. Allerdngs ist das für mich streng genommen keine Überraschung, denn im NLZ wird gute Arbeit geleistet und es müssten aus meiner Sicht mehr Eigenwächse bei den Profis integriert werden.

Was war für Dich das schönste Tor der Saison?

Da bin ich bei Stefan Kranzberg. Der Strich von Christiansen gegen Viktoria Köln war ein tolles Tor!

Am Ende steht Platz 8. Bist Du zufrieden mit dieser Saison?

Ganz klares nein! Ich finde, die Mannschaft hat nicht annähernd ihr Potential ausgeschöpft. So einen Kader werden wir lange nicht mehr haben und es wurde aus meiner Sicht schon eine einmalige Chance verpasst, sich aus dieser dritten Liga nach oben zu verabschieden. Besonders genervt hat mich, dass seit der Entlassung von Dr. Werner und Patrick Glöckner der natürlich etwas suboptimal zusammengestellte Kader als Ausrede für Alles hergenommen wurde. Dennoch hätte von der Mannschaft viel mehr kommen müssen. Die miesen Leistungen wurden gerade von der sportlichen Leitung offenbar toleriert und man hat überhaupt nicht eingegriffen.

Meine Mutter hatte Recht

Wie schätzt Du die Arbeit von Markus Kauczinski und seinem Trainerteam ein?

Nur zwei Siege aus den letzten zwölf Spielen sagen für mich viel aus. Ich habe auch keine spielerische Entwicklung gesehen. Selbst die Siegesserie nach der Winterpause hat mich nicht vom Hocker gerissen, da ein doch ziemlich simples Kick-and-Rush gespielt wurde, das zu sehr auf Sigurd Haugen ausgerichtet war. Somit machte man es den Gegnern leicht, sich auf das Spiel der Löwen einzustellen, was diese auch taten. Für mich hat Kauczinski darauf keine Antworten gefunden. Auch sein Thema “Spannung hochalten” bis zum Toto-Pokal-Finale ist gründlich schief gegangen. Für mich befand sich die Mannschaft seit dem Cottbus-Spiel in der Sommerpause.

Was wird Dir von der Saison 2025/26 besonders in Erinnerung bleiben?

Die unglaubliche Enttäuschung und dass ich deswegen erstmals in meinem Leben anderen Dingen höhere Priorität als dem Spielplan von 1860 eingeräumt habe. Meine Mutter hatte doch Recht, dass das Leben außer Fußball noch andere Dinge zu bieten hat… Und natürlich jetzt die aktuellen Entwicklungen um die neueste Scharade von Hasan Ismaik.

Was rechnest Du Dir in der kommenden Saison aus?

Die antworte reiche ich nach dem 03.06. nach…

Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2026/27 besonders viel?

Je nach dem, wo wir spielen und wer in Giesing bleibt, hoffe ich, dass sich Dulic, Althaus, Kiefersauer sowie weitere Eigengewächse bei uns gut entwickeln.

Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?

OHNE HASAN in einem modernisierten Grünwalder Stadion spielen. Die Liga ist mir egal! Aber da das Leben ja bekanntlich kein Wunschkonzert ist, stelle ich mich auf Regionalliga mit Hasan ein. Eigentlich die Kombination, auf die ich am wenigsten Bock habe…

Überblick Saisonrückblicke von Thomas Enn

In den vergangenen Jahren erschienen (außer nach der Saison 2021/22) alljährlich Saisonrückblicke der sechzger.de-Redakteure.
Auf Wunsch zahlreicher Leser*innen verlinken wir unter den aktuellen Artikeln des jeweiligen Autors dessen Rückblicke aus den vergangenen Jahren:

Thomas Enns Blick auf die Saison 2020/21

Thomas Enns Blick auf die Saison 2022/23
Thomas Enns Blick auf die Saison 2023/24
Thomas Enns Blick auf die Saison 2024/25

Alle Saisonrückblicke 25/26

In diesem Frühsommer 2026 erschienen bereits folgende Saisonrückblicke unserer Redaktion:

Saisonrückblick 2025/26: Stefan Kranzberg
Saisonrückblick 2025/26: Thomas Spiesl
Saisonrückblick 2025/26: Christian Jung

Jetzt offiziell: SC Paderborn verpflichtet Clemens Lippmann

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1860 clemens lippmann

Als erster Abgang beim TSV 1860 München stand Clemens Lippmann schon relativ früh fest und wurde daraufhin wochenlang nicht mehr eingesetzt. Wie bereits vermutet, wechselt Lippmann zur neuen Saison zum SC Paderborn.

Lippmann unterschreibt beim SC Paderborn

Im Sommer 2023 war der gebürtige Münchner vom FC Deisenhofen an die Grünwalder Straße gewechselt und hatte über die U19 und U21 den Sprung in den Profikader geschafft. Nachdem er in der Saison 2024/25 bereits drei Mal auf der Bank gesessen hatte, kam Lippmann ausgerechnet beim desaströsen 1:5 gegen Hoffenheim II zu seinem Debüt in der 3. Liga. Es folgten weitere 24 Einsätze in der Liga (1 Tor), zudem stand der 19-Jährige im Toto Pokal vier Mal für den TSV 1860 auf dem Platz.

Nun freut sich Sebastian Lange, Geschäftsführer des SC Paderborn, auf den Neuzugang:

“Clemens bringt enorm viel Potenzial mit. Er passt sehr gut in unser Anforderungsprofil sowie zu unserem Paderborner Weg und ist auf den Außenbahnen flexibel einsetzbar. Clemens besticht durch Power und eine hohe Intensität. Wir sind froh und davon überzeugt, dass er bei unserem Sportclub den nächsten Entwicklungsschritt macht.”

29.05.2004: Die Amateure des TSV 1860 kehren in die Regionalliga zurück

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TSV 1860 München U23 Amateure SpVgg Unterhaching

Eine Woche zuvor waren die Löwen im Tal der Tränen. Die Profis waren soeben aus der Bundesliga abgestiegen und der Schock noch nicht ganz verdaut. Positive Nachrichten waren also dringend nötig und die U23 sorgte dafür. Nach einer fulminanten Aufholjagd machten die Amateure des TSV 1860 heute vor 22 Jahren die Rückkehr in die Regionalliga perfekt. Damals stieg man als Meister der Bayernliga noch auf, weil die 1. Mannschaft noch höherklassig aktiv war…

Aufholjagd wird gekrönt

Nahezu uneinholbar mit neun Zählern Vorsprung lag die Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg zwischenzeitlich in der Tabelle voran – und brach dann plötzlich ein. Punkt um Punkt pirschten sich die kleinen Löwen an den Club heran und zogen kurz vor der Ziellinie an den Franken vorbei. Am letzten Spieltag fehlte der U23 des TSV 1860 nur noch ein Sieg, um den Aufstieg in die Regionalliga klarzumachen.

Tatsächlich zeigten die Löwen Nervenstärke und besiegten die Reserve der SpVgg Unterhaching vor 2000 Zuschauern im Grünwalder Stadion mit 3:0. Das war auch zwingend nötig, denn zeitgleich gewann der Verfolger aus der Frankenmetropole mit 5:1 beim SC Fürstenfeldbruck.

Erfolgstrainer Klaus Koschlick

Mit Trainer Reiner Maurer waren die Amateure in die Saison gestartet, nach dessen Aufstieg zu den Profis kehrte jedoch einmal mehr Klaus Koschlick auf die Bank der U23 zurück – und brachte den Erfolg. Beim Saisonfinale saß Maurer dann aber wieder als Gast auf der Ersatzbank und strahlte angesichts der Rückkehr in die Regionalliga.

“Die Mannschaft hat über die gesamte Saison prima mitgezogen. Man darf nicht vergessen: Wir stellten meist das jüngste Team der gesamten Liga und es kamen immer wieder viele Junioren zum Einsatz.”

Nach der Saison kehrte Koschlick übrigens wieder ins zweite Glied zurück und Alfons Higl übernahm die Löwen-Amateur.

U23 des TSV 1860 steigt in Regionalliga auf

Gegen die Hachinger Reserve sorgten Torjäger Marcel Richter und Lance Davids bereits vor der Pause für die Vorentscheidung. Den Schlusspunkt setzte Nicky Adler, damals noch für die A-Junioren spielberechtigt.

Die beeindruckendste Karriere des damaligen U23-Teams legte hingegen Marcel Schäfer hin, der später Nationalspieler und Deutscher Meister wurde. Auf der legendären Aufstiegsfeier im Kunstpark Ost reifte bei drei Fans übrigens die Idee, man könne doch zur neuen Saison eine Stadionzeitung für die Amateure herausbringen. Und siehe da: Zum Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers am 1. Spieltag der folgenden Regionalliga-Saison erblickte der Ama-Lion das Licht der Welt…

Die Aufstellung der Löwen

Mit folgender Elf stiegen die Amateure des TSV 1860 heute vor 22 Jahren in die Regionalliga Süd auf:

Horn – Burkhard, Rasch, Janker, Schäfer – Jörg (73. Okeke), Wörle, Holzer, Enckell (84. Pickel) – Davids (80. Adler), Richter

Tore:
1:0 Richter (22.), 2:0 Davids (41.), 3:0 Adler (83.)

Hasan Ismaik bestätigt Verzicht auf Wegfall des Vorkaufsrechts

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TSV 1860 München Ismaik GmbH KGaA

Nach seinem gestrigen Post in den sozialen Medien legte Hasan Ismaik heute nochmal ausführlich nach und präsentierte der Öffentlichkeit seine Sicht der Dinge. Ein wichtiges Detail fehlte dort jedoch, das in einer zusätzlichen Nachricht an sechzger.de und andere Medienvertreter enthalten war. Demnach konnte seitens des Präsidiums ein Verhandlungserfolg erzielt werden und Ismaik verzichtet bei seinen Forderungen auf den Wegfall des Vorkaufsrechts.

sechzger.de nimmt Kontakt zu Hasan Ismaik auf

Nachdem uns Hasan Ismaik gestern Abend auf unsere Anfrage hin an Herbert Bergmaier, den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, verwiesen hatte, dieser jedoch nicht auf unser Ansinnen reagierte, wendeten wir uns erneut an den Mehrheitsgesellschafter der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA:

“Sehr geehrter Herr Ismaik,

leider hat uns Herbert Bergmaier bisher nicht geantwortet. Daher möchten wir Sie bitten, einige Fragen zu Ihrer Erklärung von gestern zu beantworten:

  • Warum haben Sie Ihre Forderungen nicht schon früher gestellt? Jetzt bleibt wenig Zeit, sie zu erfüllen und sogar ein Lizenzentzug erscheint möglich.
  • Wie sieht das neue Finanzierungsmodell aus, von dem Sie schreiben? Sie sprechen von besseren Konditionen und zusätzlicher finanzieller Unterstützung. Können Sie uns Details zu diesem neuen Konzept nennen?
  • Welche Lösungen haben Sie ergriffen, um die Insolvenz zu verhindern?
  • Sie schreiben: „Manchmal ist es notwendig, einen Schritt zurückzugehen, um eine solide und stabile Zukunft aufzubauen.“ Heißt das, dass erneut mit einem Abstieg in die vierte Liga zu rechnen ist?
  • Sie fordern auch Umstrukturierungen. Welche Bereiche wollen Sie umstrukturieren?
  • In Ihrem Text schreiben Sie nichts zu Ihrer 7. Forderung „Exit-Unterstützung“: Warum ist es für Sie so wichtig, dass der Verein auf sein Vorkaufsrecht verzichtet?

Wir würden uns sehr über Antworten von Ihnen freuen.”

Zwangsabstieg – oder doch nicht?

Heute folgte dann der in Einleitung verlinkte neue Post von Hasan Ismaik auf Social Media, der sehr viele Spekulationen zulässt. Während viele Löwenfans schon davon ausgehen, dass der TSV 1860 in der kommenden Saison in der Regionalliga oder tiefer antreten müssen, sind wir diesbezüglich optimistischer.

Offensichtlich befinden sich Hasan Ismaik und das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. in intensiven Verhandlungen, denn ein Detail, dass es nicht in die sozialen Medien geschafft hat, macht Mut, dass Mang, Schaefer und Co. auf einem guten Weg sind.

Ismaik forderte Exit-Unterstützung

Gestern berichtete die SZ unter der Überschrift “Exit Unterstützung” von einer heiklen Forderung Ismaiks. „Der ordnungsgemäßen Abwicklung halber bestätigen die Parteien in Textform, dass das Vorkaufsrecht bereits ordnungsgemäß ausgeübt und abgewickelt wurde, sodass für Transaktionen, die innerhalb eines Zeitraums von 18 Monaten ab dem Datum der Unterzeichnung eines endgültigen Vertrags durchgeführt werden, kein weiteres Vorkaufsrechtsverfahren erforderlich ist“, ließ die HAM die KGaA im Rahmen der Kündigung der beiden Darlehensverträge wissen.

Ismaik bestätigt Verzicht auf Wegfall des Vorkaufsrechts

Wie Ismaik unserem Redakteur Thomas Enn auf seine Frage antwortete, verzichte er nun auf den Wegfall des Vorkaufsrechts für den Verein:

“Sehr geehrter Herr Enn,

(…)

Klarstellen möchten wir lediglich, dass wir entgegen der kursierenden Information von dem e.V. nicht den Verzicht auf Vorerwerbs- und/oder Vorkaufsrechte fordern. Sämtliche Rechte des e.V. sollen insofern erhalten bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Hasan Ismaik”

Gibt es doch bald ein Happy End und die Löwen dürfen sich in der kommenden Saison mit Fortuna Düsseldorf, Rot-Weiss Essen, Hansa Rostock, Preußen Münster, Fortuna Köln und anderen attraktiven Gegnern in der 3. Liga messen?

Deutscher Meister 1966 – Zeitzeuge Jost Kleeberg erinnert sich

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jost deutscher meister 1966

Heute vor 60 Jahren krönte sich der TSV 1860 München durch ein 1:1 gegen den Hamburger SV zum Deutschen Meister. sechzger.de hat einige Zeitzeugen gebeten, ihre Erinnerungen an diesen besonderen Tag und diese unvergessliche Spielzeit in der Historie der Löwen niederzuschreiben. Im dritten Teil berichtet Euch Jost Kleeberg, wie er die Meistersaison erlebte.

Zeitzeuge Jost Kleeberg erinnert sich

Es gibt Erinnerungen, die bleiben ein Leben lang. Bei mir sind es die Nachmittage im Grünwalder Stadion, damals, als ich als Elfjähriger regelmäßig ins „Sechzger“ pilgerte. Meistens kam ich mit der Tram, bei schönem Wetter auch mal mit dem Radl. Vom Waldfriedhof aus zog sich der Weg zwar ordentlich – aber für die Löwen nahm man das natürlich auf sich.

Im Stadion stand ich dann meistens mit ein paar Spezln rechts neben der Haupttribüne oder ziemlich weit unten unter der Uhr. Direkt darunter war schon damals der „harte Kern“ zuhause, mit den großen Fahnen. Wir hatten, wenn überhaupt, nur die kleinen. Aber das tat der Begeisterung keinen Abbruch.

„Die Blaue – die Genaue“

Zum Stadionerlebnis gehörten damals auch die fliegenden Händler mit ihren Bauchläden. Lautstark boten sie „Zigaaan – Zigaretten“ an oder verkauften „Die Blaue – die Genaue“ mit der Mannschaftsaufstellung. Diese „Blaue“ war bei uns sehr beliebt, auch wenn sie nicht immer ganz hochaktuell war. Der medientechnische Fortschritt war eben noch nicht so weit.

Da war man schon froh, wenn in der Nähe jemand ein Radio dabeihatte und man ein bisschen mithören konnte, was „Heute im Stadion“ vermeldete. Mit großer Spannung erwarteten wir auch die Durchsagen in der Halbzeitpause und nach Spielende: „Der Sportinformationsdienst gibt bekannt…“ Dann kamen die aktuellen Ergebnisse – soweit man sie eben damals aktuell nennen konnte.

Autogramme am Spielerausgang

Nach dem Spiel ging es für mich meistens weiter zum Spielerausgang hinter der Tribüne. Dort konnte man die Spieler noch ganz direkt und ungeschützt ansprechen. Mit etwas Glück ergatterte man ein Autogramm – manchmal sogar auf einer Würstl-Pappe.

Würstl konnten wir uns nur selten leisten. 1,50 DM kosteten sie, glaube ich, dazu noch 20 Pfennig für eine zweite Semmel. Und natürlich: viel Senf, damit man auch satt wurde.

Wenn das Geld ganz knapp war, warteten wir manchmal einfach vor dem Stadion, bis nach etwa einer Stunde die Ausgänge geöffnet wurden. Dann konnten wir wenigstens noch eine halbe Stunde Stadionluft schnuppern. Auch das war Sechzig. Auch das war Glück.

Der Meistertag – Freude, Gesang und Fähnchen

An den Tag der Meisterschaft selbst habe ich vor allem eines in Erinnerung: unsere riesige Freude, gemeinsam mit allen anderen. Gesang, Fähnchen, Jubel – ein Gefühl, das man nicht vergisst.

Dass diese eine Meisterschaft für ein ganzes Leben reichen müsste, konnte damals natürlich keiner ahnen.

Aber als Löwenfan schraubt man seine Erwartungen wohl zwangsläufig immer weiter zurück. Meine ungebrochene Liebe zum TSV 1860 München gründet sich daher auch nicht allein auf sportlichen Glanz. Sie liegt vielmehr im Gesamtkunstwerk Sechzig: Immer ist etwas los, immer reibt sich irgendwer an irgendwem, dann kehrt vielleicht mal kurz Ruhe ein – und kaum glaubt man daran, geht es doch wieder weiter.

Genau das macht diesen Verein aus. Und genau deshalb bleibt man ihm treu.

Devotionalien, Erinnerungen und Rudi Brunnenmeier

Im Titelbild dieses Artikels sind einige meiner verbliebenen Löwen-Devotionalien zu sehen. Die RADI-Platte ist seine zweite; die erste, „Bin i Radi“, habe ich leider nicht mehr. Die hatte ich mir damals vom Taschengeld fuchzgerlweise zusammengespart, bis ich die fünf Mark beinand hatte.

Auch eine Vereinschronik des Gesamtvereins aus dem Jahr 1960 gehört zu meinen Erinnerungsstücken. Und dann ist da natürlich Rudi Brunnenmeier. Ihn durfte – oder musste – ich von seiner Glanzzeit bis zu seinem Absturz miterleben. Was für eine Tragödie.

Grüße in die alte Heimat

Ich wünsche sechzger.de viel Erfolg bei den weiteren Vorbereitungen und für das gesamte Projekt. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Herzblut dort an der Geschichte und Gegenwart der Löwen gearbeitet wird.

In diesem Sinne: Alles Gute und viele Grüße in die alte Heimat.

Einmal Löwe – immer Löwe. 🦁

Livetalk mit Blick zurück

Auch in der dritten Ausgabe des sechzger.de Livetalks haben wir einen Blick zurück in die Vergangenheit gewagt und mit Zeitzeugen gesprochen. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung im Bamboleo findet Ihr auf unserem YouTube-Channel.

Deutscher Meister 1966 – Zeitzeuge Hajo Fietzek erinnert sich

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fans sechzger jahre 1966 meister

Heute vor 60 Jahren krönte sich der TSV 1860 München durch ein 1:1 gegen den Hamburger SV zum Deutschen Meister. sechzger.de hat einige Zeitzeugen gebeten, ihre Erinnerungen an diesen besonderen Tag und diese unvergessliche Spielzeit in der Historie der Löwen niederzuschreiben. Im zweiten Teil berichtet Euch Hajo Fietzek, wie er die Meistersaison erlebte.

Zeitzeuge Hajo Fietzek erinnert sich

Nach dem Gewinn des DFB-Pokals 1964 und dem 4. Platz in der Saison 1964/65, war die Erwartungshaltung natürlich hoch, zumal der Spielerkader mit Perusic perfekt ergänzt wurde. Meines Erachtens beruhte der Erfolg der Mannschaft jedoch darauf, dass mit Wagner, Steiner, Zeiser, Reich, Grosser, Rebele, Heiß und Brunnenmeier 8 Spieler aus München und der näheren Umgebung spielten, die sich natürlich des Löwen auf der Brust bewusst waren. Meine Lieblingsspieler waren der Radi, Heiß, Brunnenmeier und Perusic. Letzterer war ein wahres Konditionswunder. Beim Fredi Heiß ist mir bis heute unerklärlich, warum er nicht mehr Länderspiele bestreiten durfte.

Wehrdienst statt Meisterfeier

Höhepunkt war natürlich gleich der 1. Spieltag, als es gegen die Nebenstraßler ging. Timo Konietzka erzielte bereits nach 30 Sekunden das 1:0 Siegtor für die Löwen. Über das Rückspiel gegen die Roten (0:3) reden wir lieber nicht. Am 2. Spieltag folgte ein 4:1 Sieg in Nürnberg und am 3. Spieltag ein 5:0 gegen Hannover. Mit 6:0 Punkten und 10:1 Toren waren die Löwen Tabellenführer und die Euphorie entsprechend groß. Am 29. Spieltag gewannen unsere Jungs mit 9:1 bei der Borussia in Neunkirchen. Die Tore erzielten Heiß 4, Grosser 2, Küppers, Konietzka und Rebele. Am vorletzten Spieltag mussten die Löwen zum direkten Meisterschaftskonkurrenten Borussia Dortmund. Unsere Löwen behielten die Nerven und gewannen durch Tore von Brunnenmeier und Grosser.

Am letzten Spieltag genügte ein 1:1 im heimischen Grünwalder Stadion zum Gewinn der Meisterschaft. Wie wichtig das Grünwalder Stadion war, zeigt sich an der Heimbilanz der Saison 65/66. So konnten 11 Siege und 6 Unentschieden erzielt werden, bei keiner einzigen Niederlage. Das Bitterste für mich war, dass ich an der Meisterschaftsfeier am 28.05.66 nicht teilnehmen konnte, da ich zum 01.04.66 zum Wehrdienst einberufen worden war. Während der dreimonatigen Grundausbildung war es uns untersagt, den unmittelbaren Kreis des Standortes Ansbach zu verlassen.

Pokalfinale und Europapokalhalbfinale als Highlights

Bei vielen Spielen war ich jedoch live dabei, immer in der Westkurve, direkt unter der Anzeigetafel. In der Regel beschränkte sich das Spieltagserlebnis aber tatsächlich auf den Besuch des Stadions. Als Lehrling verdiente ich damals 120 Mark im Monat, wovon dann auch noch Essensmarken, Monatsticket für Tram und Bus sowie eben die Eintrittskarten gekauft werden mussten. Viel blieb da nicht übrig, obwohl ich damals natürlich noch zuhause in der Tegernseer Landstraße wohnte. Ausflüge wie zum Pokalfinale 1964 oder zum Entscheidungsspiel im Europapokal-Halbfinale gegen Turin in Zürich waren absolute Ausnahmen und Höhepunkte.

Wer während der Saison einen Teil der Löwenmannschaft privat erleben wollte, ging in die Zwickmühle, eine Kneipe an der Barer/Ecke Theresienstraße. Hier traf man unsere Idole fast immer an und konnte so manches Gespräch führen. Das waren halt noch Zeiten!

Livetalk mit Blick zurück

Auch in der dritten Ausgabe des sechzger.de Livetalks haben wir einen Blick zurück in die Vergangenheit gewagt und mit Zeitzeugen gesprochen. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung im Bamboleo findet Ihr auf unserem YouTube-Channel.

Deutscher Meister 1966 – Zeitzeuge Wolfgang Mittermair erinnert sich

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Heute vor 60 Jahren wurde der TSV 1860 München durch ein 1:1 gegen den Hamburger SV Deutscher Meister. sechzger.de hat einige Zeitzeugen gebeten, ihre Erinnerungen an diesen besonderen Tag und diese unvergessliche Spielzeit in der Historie der Löwen niederzuschreiben. Im ersten Teil berichtet Euch Wolfgang Mittermair, wie er die Meistersaison erlebte.

Zeitzeuge Wolfgang Mittermair erinnert sich

Zum diesjährigen Meisterjubiläum ist für jüngere Fans vielleicht besonders spannend, wie klein der Kader damals war: Die Löwen wurden mit nur 15 Spielern Deutscher Meister. Aus heutiger Sicht ist das kaum vorstellbar. Heute sprechen wir von breiten Kadern, Belastungssteuerung, Rotation und fünf möglichen Auswechslungen. Damals war Fußball deutlich einfacher organisiert – und zugleich viel härter.

Keine Auswechslungen im Punktspiel

Was viele vielleicht gar nicht wissen: Bei Punktspielen durfte damals nicht ausgewechselt werden. Ganz egal, ob ein Spieler verletzt war oder einen schlechten Tag erwischt hatte. Wer auf dem Platz stand, musste weiterspielen. Diese Regel wurde erst zur Saison 1967/68 geändert, zunächst allerdings nur für den Fall einer Verletzung. Das führte später nicht selten dazu, dass Verletzungen auch einmal vorgetäuscht wurden.

Für die Spieler bedeutete das: durchbeißen, auch wenn es weh tat. Für die Mannschaft bedeutete es: improvisieren, umstellen, zusammenhalten. Genau solche Umstände machen die Leistungen der damaligen Löwen aus heutiger Sicht noch beeindruckender.

Rudi Steiner verletzt – und trotzdem weiter dabei

Ein Beispiel dafür ist das Pokalfinale 1964 gegen Eintracht Frankfurt. Verteidiger Rudi Steiner war am rechten Oberschenkel schmerzhaft verletzt, musste aber weiterspielen, weil eben nicht gewechselt werden durfte.

Die Folge war eine Notlösung auf dem Platz: Steiner rückte nach links außen, während der eigentliche Linksaußen Fredi Heiß auf die Position des linken Verteidigers ging. Im Grunde spielten die Löwen in dieser Phase fast nur noch mit zehn Mann – und mussten trotzdem bestehen.

Als Radi einen Ausflug machte

Auch aus dem letzten Oberliga-Jahr 1963 ist mir eine Szene besonders in Erinnerung geblieben. In München lagen die Löwen gegen Borussia Dortmund mit 0:1 zurück. Torhüter Radi machte einen Ausflug über das halbe Spielfeld – und prompt stand es 0:2 durch ein Tor des Dortmunders Wosab.

Trainer Max Merkel ging daraufhin hinter Radis Tor. Gelobt hat er ihn dort wohl eher nicht. Eine Coaching-Zone gab es damals schließlich auch noch nicht.

Doch die Löwen zeigten Moral. Aus dem 0:2 machten sie noch ein 3:2. Diese Mannschaft konnte Rückschläge wegstecken, weil sie zusammenhielt und nie aufgab. Ob so etwas heute noch gelingen würde? Man darf zumindest schmunzelnd darüber nachdenken.

Begegnung mit Rudi Brunnenmeier

Ich habe auch noch ein Foto, das wir Jahre später persönlich von Rudi Brunnenmeier bekommen haben. Es entstand im Zusammenhang mit einem Treffen im Donisl am Marienplatz, zu dem Karl-Heinz Wildmoser eingeladen hatte.

Laut Rudi Brunnenmeier mussten die Anwesenden ihre Rechnung allerdings selber zahlen. Auch das passt irgendwie zu Sechzig: große Namen, große Geschichten – und am Ende bleibt immer noch eine kleine Pointe.

Eine andere Zeit, derselbe Verein

Wenn man heute auf diese Erinnerungen blickt, wird deutlich, wie sehr sich der Fußball verändert hat. Die Kader sind größer, die Regeln andere, das Umfeld professioneller. Aber die Geschichten von damals erzählen etwas, das bis heute gültig ist: Sechzig war nie nur ein Verein für die glatten Wege.

Die Löwen mussten improvisieren, kämpfen, einstecken und wieder aufstehen. Genau darin liegt ein großer Teil ihrer Geschichte – und vielleicht auch ihrer Faszination.

Einmal Löwe, immer Löwe!

Livetalk mit Blick zurück

Auch in der dritten Ausgabe des sechzger.de Livetalks haben wir einen Blick zurück in die Vergangenheit gewagt und mit Zeitzeugen gesprochen. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung im Bamboleo findet Ihr auf unserem YouTube-Channel.

Social Media: Hasan Ismaik meldet sich zu Wort

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Ismaik Millionen-Exit

Lange war es ruhig um Hasan Ismaik, gestern kam dann die überraschende Meldung, der Jordanier habe kurzfristig zwei Darlehen gekündigt, was den TSV 1860 finanziell und zeitlich unter Druck setzt – es geht schließlich um die Lizenz für die 3. Liga. Am späten Mittwochabend meldete sich Ismaik nun via X (ehemals Twitter) etwas ausführlicher zu Wort.

Via X: Ismaik meldet sich zu Wort

Dabei betont Ismaik, dass er den Verein in den vergangenen 15 Jahren mit fast 80 Millionen Euro unterstützt hat, um ein stabiles Fundament aufzubauen. Er räumt jedoch ein, dass die sportlichen und wirtschaftlichen Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien. Dafür übernehme er die volle Verantwortung, sieht die Schuld jedoch in der Verantwortung aller beteiligten Parteien über die Jahre hinweg.

Weiter erklärt Ismaik, dass er die bestehenden Darlehen gekündigt habe, da wichtige vertragliche Verpflichtungen seitens des Vereins nicht eingehalten wurden. Es dürfe nicht wie bisher weitergehen und die Strukturen müssten grundlegend auf den Prüfstand gestellt werden.

Sechs Forderungen neu verpackt

Im Großen und Ganzen wiederholt Ismaik sechs der sieben bekannten Forderungen und möchte offensichtlich Druck auf den e.V. und das Umfeld aufbauen. Aus Ismaiks Sicht benötige “der Verein” (oder meint er hier die KGaA?) eine Restrukturierung, moderne Managementstandards, Finanzkontrollsysteme und Compliance.

Ismaik habe zwei Finanzierungsalternativen vorgelegt, die den Verbleib in der 3. Liga sichern und eine Insolvenz abwenden sollen, heißt es in dem Beitrag auf Social Media. Diese Angebote seien zinslos und böten bessere Konditionen als zuvor.

Diese finanzielle Unterstützung sei an strikte Transparenz und finanzielle Disziplin gekoppelt, so Ismaik. Für beide Alternativen fehle noch die Zustimmung des Vereins.

Steht der Lizenzentzug bevor?

Ismaik plädiert weiters dafür, das Problem nicht mehr von Saison zu Saison durch neue Kredite zu vertagen. Notfalls müsse man einen Schritt zurückgehen, um den Verein von Grund auf neu und solide aufzubauen – die aktuelle Ligazugehörigkeit sei dabei zweitrangig.

Bereitet er den TSV 1860 und die Fans hiermit auf den baldigen Lizenzentzug und den damit verbundenen Abstieg vor?

Warum soll der Verein auf das Vorkaufsrecht verzichten?

Darüber hinaus fordert der Jordanier finanzielle Stabilität, eine Mannschaft mit echtem Teamgeist, die Förderung des Nachwuchsleistungszentrums sowie realistische, klare Zielsetzungen und wirtschaftliches Arbeiten. Inwieweit das bisher im Rahmen der Möglichkeiten nicht der Fall sei, lässt er ebenso offen wie die siebte und brisanteste Forderung.

Leider verliert Ismaik kein Wort darüber, weshalb der Verein auf sein Vorkaufsrecht verzichten sollte, wenn Ismaik seine Anteile veräußern möchte. Gerade dieser Punkt birgt doch große Risiken für den TSV 1860 und lässt allerhand Raum für Spekulationen.