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Müller gegen TSV 1860 GF-GmbH: Dritte Runde vor dem Landgericht

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Heute um 9:30 Uhr ging es am Lenbachplatz 7 vor dem Landgericht München I vor elf Zusehern in den zweiten Termin des Prozesses Oliver Müller gegen die TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH. Insgesamt ist es der dritte Termin, der erste fand noch vor dem Arbeitsgericht München statt. Der vorsitzende Richter König hatte ein Heimspiel, fand die Verhandlung diesmal in “seinem” Sitzungssaal 601 statt. Oliver Müller war wie gewohnt mit seinem Anwalt Christian Vogt (Partner bei Michael & Siebert in Frankfurt am Main) vor Ort, während 1860 wieder von Dr. Kathrin Bürger vertreten. Sie saß allein auf der Beklagtenseite, Gernot Mang war im Gegensatz zum Oktober nicht verfügbar.

Detaildiskussionen und allgemeine Verwirrung

Wie auch in den Terminen davor, war die gesamte Verhandlung von Diskussionen über Kleinigkeiten und die Klärung von Vertragsdetails geprägt. Alle Parteien, inklusive den Richtern, wirkten nicht wirklich mit der Materie vertraut und in Grundpositionen uneins. Im Vorhinein waren Hinweise des Gerichts verschickt worden, deren Gegenstand leider nicht bekannt ist. So konstatierte das Gericht erst einmal, einem Teil der Argumentation des Klägers nicht wirklich folgen zu können – sollte sich dann aber trotzdem meist seiner Sicht anschließen.

Weiters wurde wieder mehrmals über den eigentlichen Gegenstand des Vorwurfs der GF-GmbH gegenüber Oliver Müller diskutiert. Das Gericht hatte endlich den Großteil der verlangten Unterlagen erhalten und beschränkte seine Nachforschungen auf die Begründung der zur fristlosen Kündigung herangezogenen Verfehlung. Die Studien, Grafiker oder das Sozialverhalten Müllers spielten überhaupt keine Rolle mehr. Trotzdem gab Richter König wieder zu Protokoll, dass man mit den beigebrachten Unterlagen “hadere”. Immer wieder sei von der Fortführungsprognose die Rede, gesehen habe man eine solche aber nie.

Der genaue Vorwurf gegen Müller

In diesem Punkt wurde etwas Licht ins Dunkel gebracht, wenn man sich als Außenstehender nicht zwischen aus verschiedenen Anlagen entnommenen Budgetzahlen und Daten verhedderte. Auch die Beteiligten waren nicht immer sicher, in welcher Anlage man sich gerade befand. Die GF-GmbH behauptet also, dass der Teil-Abruf (“Ziehung”) von 2,9 Mio. € aus dem Überbrückungsdarlehen von 2023 unrechtmäßig war, da der Ziehungsmitteilung von Müller eigenmächtig eine neue Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) aus der Budgetplanung beigefügt wurde, die für die geplanten Ausgaben für den Posten Personalaufwand Spielbetrieb 4,9 Mio. € statt 4,5 Mio. € enthielten.

Die ursprüngliche Planung sei aber Grundlage für den Darlehensvertrag gewesen, weshalb ein solches eigenmächtiges Vorgehen eine Pflichtverletzung bedeute, die zur fristlosen Kündigung ausreicht. Mit der späteren Planung als Grundlage wäre das Darlehen womöglich nicht gewährt worden. Als Zusatzpunkt wurde noch angefügt, dass durch dieses Handeln der neue Darlehensvertrag 2024 inklusive des vorher nicht enthaltenem Sonderkündigungsrechts notwendig wurde, der für die Fußballfirma (KGaA) möglicherweise existenzbedrohend sein könnte.

Vertragsprobleme und fehlende Anhänge

Die Gesamtsituation wird durch die eigenwilligen Vertragskonstruktionen bei den Löwen verkompliziert. Die Darlehen 2021 und 2023 sind keine eigenständigen Verträge, sondern bauen aufeinander auf. Anlagen und Teile wurden übernommen, andere geändert – der Vertrag von 2021 aber grundsätzlich einfach fortgeführt. In welcher Art die ursprüngliche Budgetplanung mit 4,5 Mio. € hier eingebunden war, blieb unklar.

Das Gericht war der Meinung, dass dies unzureichend bzw. überhaupt nicht geschehen sei, da in einem individuellen Abkommen die Anlagen explizit benannt und per Unterschrift gültig verankert werden müssten. Dies war im Darlehensvertrag 2023 nicht der Fall. Zwar wird von Anlagen gesprochen, diese exisitieren aber nicht. Jegliche kolportierte Verbote zur Verwendung dieser Gelder für Spielbetrieb oder die Fixierung auf ein vorher festgelegtes Budget wären hiermit hinfällig.

Richter König meinte dazu: “Das Gericht weißt darauf hin, dass der Darlehensvertrag 2023 ausdrücklich keinen Bezug nimmt auf Planungen für den Spielbetrieb, insbesondere ist keine GuV Vertragsbestandteil”. Dem schloss sich die Löwenseite naturgemäß nicht an. Ob die zusätzlichen 400.000 € überhaupt verwendet wurden, steht zudem noch im Raum. Eine missbräuchliche Verwendung scheint also gar nicht möglich gewesen zu sein, von einem wirschaftichen Schaden ganz zu schweigen.

Müller wiederspricht, Gericht zeigt sich skeptisch

Die Müller-Seite widerspricht diesen Einlassungen natürlich vehement und führt an, dass mit der geänderten Anlage eine Mitteilung erfüllt wäre. Außerdem handele es sich um eine Planung, deren Aufstellung und Änderung zu den Kernaufgaben eines kaufmännischen Geschäftsführers gehöre. Eine wirkliche Änderung des Budgets sei eigenmächtig außerdem gar nicht möglich.

Dem ersten Teil der Äußerungen schlossen sich die Richter*innen größtenteils an und forderten die Beklagte zur Klärung auf. Wenn das Verhalten wie von Müller geschildert schon eine Pflichtverletzung darstelle, wäre eine sinnvolle Geschäftsführung nicht mehr möglich. Eine solche Konstellation käme einer Zwangsjacke gleich. Außerdem hätte die Darlehensgeberin sich nach der Durchsicht der Ziehungsaufforderung wegen der veränderten Zahlen erkundigen können.

Auch die angeblich von ihm verursachte, neuartige Gefährdungssituation wies Müller zurück. Die finanzielle Extremsituation existiere wiederkehrend seit 2011. Außerdem sei eine Existenzgefährdung aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit reell überhaupt nicht gegeben, da HAM ihr Invest nicht gefährden wolle. Die Richter stellten außerdem in Frage, ob Müller für dieses neue Darlehen in irgendeiner Weise verantwortlich sein könnte.

Anderweitige Motive auf der Investorenseite

Im Zuge dieser Beiträge, die zwischendurch auch in einer wilderen Diskussion der Parteien aufgingen und Oliver Müller auf einige Verwechslungen von Dr. Bürger ungehalten reagieren ließen, warf das Gericht in den Raum, ob es nicht auch anderweitige Motive gegeben habe, Müller loswerden zu wollen. Aus der Presse habe man erfahren, dass die Bestellung Müllers als Geschäftsführer gegen den Willen der HAM erfolgte, außerdem sei die Kündigung ja Bedingung für das neue Darlehen 2024 gewesen. Das hier kein Zufall zeitlicher Natur vorlag, wurde von beiden Seiten bestätigt.

Da im neuen Darlehensvertrag von 2024 nun eine Summe von 4,5 Mio. € beim Budget verankert war, legte das Gericht nahe, dass hierdurch die Grundlage für eine verpflichtende Kündigung nachwirkend erzwungen und “nachbereitet” werden sollte. Oliver Müller sprach von einer “Postrationalisierung” seiner Kündigung. Außerdem schien einem der Handelsrichter der fragliche Betrag von 400.000 € in Relation zum Gesamtinvest von Hasan Ismaik nicht als relevant genug, um eine solche Verärgerung und Vertrauensverlust hervorzurufen, dass man fristlos kündigt und die weiteren Maßnahmen ergreift.

Keine guten Argumente bei 1860 – wieder Gefeilsche um Zahlen

Andere überzeugende Argumente kamen von 1860 nicht und man drohte sich noch weiter in – man entschuldige die Wortwahl – Tipferlscheißerei zu verrennen, sodass eine recht abrupte Wendung hin zu möglichen Vergleichssummen vollzogen wurde. Hier kam nach einigem Hin-und-Her heraus, dass die Löwen zuletzt 300.000 € geboten hatten – weit weg von den anfangs im Raum stehenden 50.000 €. Müller verlangt aber insgesamt mindestens 450.000 € (nach seiner Rechnung wären es eigentlich 534.000 €), es seien allein 35.000€ Kosten für seinen PR-Anwalt entstanden. Hier wurde es wieder konfus. Zum einen stritt man über die Berechnungsgrundlagen, gab aber zum anderen bekannt, nur Gesamtbeträge (welche aber teilweise nicht in Euro ausdrückbar seien?) herumgeworfen zu haben.

Diese Vorgehensweise sahen die Richter als eher unpassend an und schlugen ihrerseits ca. 360.000 € als Vergleichsbertrag vor, was abgelehnt wurde. Spannend wurde es kurz, als die Müller-Seite der GF-GmbH ein Geschmäckle bzw. Drohungen im Verhandlungsprozess vorwarf. Hierbei soll es um die schon bekannten Schadenersatzforderungen durch den Aufsichtsrat, eine Berufung und aber eine versandfertige Strafanzeige gehen.

Kein Weiterkommen, Verkündungstermin für das Urteil steht.

Insgesamt gab es am heutigen Tag kein Weiterkommen in Sachen Einigung. Während manche Sachverhalte klarer erschienen – und die Richter den Kündigungsgrund eigentlich kassierten, waren andere Themen noch immer so unsortiert und konfus wie in der vorherigen Verhandlung. Viele Verwechslungen, Kleinigkeiten und Detailstreits bestimmten das Geschehen. Mit Ruhm bekleckert sich – insbesondere der TSV 1860 – in dieser Sache freilich niemand. Die extreme Steigerung des Vergleichsangebots wirkt wie ein Schuldeingeständnis. Auch die Müller-Seite erscheint nicht immer souverän, wirkt aber siegessicher und zerstreut die dünnen Argumente der GF-GmbH ohne selbst große argumentative Sprünge oder Gegenangriffe zu fahren. Es ist zu erwarten, dass das Gericht scheint ihr dabei folgt.

Der Verkündungstermin für das Urteil wurde festgesetzt, davor soll sich aber auch noch außergerichtlich beraten werden. Eine Einigung wäre für alle Seiten wünschenswert. Die Urteilsverkündung ist andernfalls am 09.04.2026 um 11:00 Uhr, wieder am Lenbachplatz 7, Saal 601.

 

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Der Artikel wurde nach Veröffentlichung am 26/02/26 um 16:00 Uhr um 17:45 Uhr noch einmal verändert und aktualisiert.

Der Mann an der Pfeife (in Hoffenheim): Jonah Besong

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Jonah Besong pfeift am Freitag Abend das nächste Auswärtsspiel des TSV 1860 bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim (18.60 Uhr – im sechzger.de Liveticker). Nachdem es zuletzt mehrmals zu einem Wiedersehen zwischen den Schiedsrichtern und dem TSV 1860 in der laufenden Saison gekommen war, gibt es in dieser Hinsicht hier gar nichts zu berichten. Der 28jährige Duisburger, der seit dieser Spielzeit in der 3. Liga im Einsatz ist, hat die Löwen noch nie gepfiffen. Mit dem Linienrichter Besong kam es in der vergangenen Saison 24/25 zu zwei Begegnungen – beide mit erfreulichem Ausgang aus unserer Sicht.

Erst sieben Einsätze in der 3. Liga

Erst siebenmal stand Jonah Samuel Njie Besong, wie sein vollständiger Name lautet in der 3. Liga bislang als Hauptschiedsrichter auf dem Feld. Er ist damit nach Cengiz Kabalakli (im Heimspiel gegen Stuttgart II) und Lennart Kernchen (gegen Schweinfurt) der drittunerfahrenste Referee, der Sechzig in dieser Saison pfeifen darf. Allerdings blickt er schon auf fast 100 geleitete Partien in der Regionalliga West (seit 2021) und in der Oberliga Niederrhein (seit 2019) zurück. 

Durchsschnittliche Verwarnungsstatistik

Mit 32 gezeigten Gelben Karten in seinen sieben Drittligaspielen liegt Besong exakt im Ligadurchschnitt von 4,6 pro Spiel. Auch bei den verhängten Strafstößen ist er mit bislang insgesamt zwei entsprechenden Entscheidungen im Ligaschnitt. Glatt Rot hat Besong noch nie gezeigt. Zwei Gelb-Rote Karten sind dagegen in sieben Partien relativ viel. Mit dieser Ausbeute gehört er – rein statistisch – noch zu den strengsten Regelhütern der Liga. Dies kann sich aber logischerweise mit ein paar Einsätzen ohne Ampelkarte schnell relativieren. Vielleicht beginnt das ja schon am Freitag im Kraichgau.

Zwei Löwensiege mit Besong als Linienrichter

Dem TSV 1860 ist Besong, wie eingangs erwähnt – als Schiedsrichter noch nie begegnet. Allerdings war an seinen insgesamt 24 Drittligaeinsätzen als Linienrichter zweimal der TSV 1860 beteiligt. Erstmals Ende September 2024, als Thore Jacobsen auf der Bielefelder Alm mit dem Tor des Monats kurz vor Schluss die drei Punkte sicherte. Und dann nochmal ein paar Wochen später, beim 3:0 gegen Waldhof Mannheim auf Giesing Höhen. Erfreuliche Erinnerungen!

Ganz junge Unparteiische

Unterstützung von der Seitenlinie erhält der Mann an der Pfeife am Freitag Abend in Hoffenheim von Maximilian Lotz (24) aus dem Hessischen Bauerbach und von Jan Peter Weßels (25) aus Moers. Die beiden Unparteiischen sind erst seit dieser Saison in der 3. Liga als Linienrichter im Einsatz und blicken auf vier bzw. sieben Einsätze zurück. Bei den letzten vier Spielen von Jonah Besong als Schiri gehörten Lotz und Weßels zu dessen Team. Berührungspunkte mit dem TSV 1860 München sind für beide Linienrichter keine verzeichnet.

Ein erfahrener Vierter Offizieller

Etwas mehr Erfahrung, als die drei unmittelbar am Spielgeschehen beteiligten Männer in Schwarz bringt der vom DFB eingeteilte Vierte Offizielle mit. Asmir Osmanagic ist mit 34 Jahren schon deutlich älter und hat seit 2016 schon 47 Spiele in der 3. Liga hauptverantwortlich begleitet. Den Löwen ist der Stuttgarter dabei aber auch erst ein einziges Mal begegnet: Im Januar 2021 bei einem 1:1 gegen den SV Meppen im Sechzgerstadion, bei dem allerdings pandemiebedingt keine Zuschauer dabei waren. Da wir damals allerdings einen Fan-Fotografen im Stadion dabei hatten, existiert wenigstens eine Fotogalerie von diesem Geisterspiel.
In seiner Rolle als Linienrichter gibt es mehrere Berührungspunkte zwischen Osmnagic und Sechzig. Erst in dieser Saison winkte er das Fähnchen beim 2:0-Sieg in Aachen und beim 3:0-Heimerfolg gegen Energie Cottbus.

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Titelbild: Das Unparteiischen-Team vor dem Heimspiel der Löwen gegen Waldhof Mannheim am 9.11.2024. Ganz links steht Jonah Besong, der diesen Freitag die Partie des TSV 1860 bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim als Hauptschiedsrichter leiten wird.

 

Löwenrunde vor Hoffenheim: “Keine Schwäche erlauben”

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Am Freitag um 18:60 Uhr brüllt der Löwen vor gut 2.000 mitreisenden Fans in Hoffenheim. Bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim wollen die Münchner nach dem 1:0-Heimsieg gegen Hansa Rostock nachlegen. Personell gibt es keine großen Änderungen. Alle angeschlagenen Spieler stehen zur Verfügung, auch Kapitän Verlaat ist wieder eine Alternative. „Wir dürfen uns keine Schwäche erlauben“, erklärte Trainer Markus Kaczinski bei der Löwenrunde am Donnerstag-Vormittag.

Muntere Runde mit dem Coach

Obwohl die Löwenrunde aufgrund der parallel stattfindenden Gerichts-Verhandlung gegen einen ehemaligen Geschäftsführer nur von den Vertretern von Merkur, AZ und sechzger.de besucht war, entwickelte sich eine muntere Runde mit Coach Kauczinski. Der sich selbst auf die Frage zu seiner Historie gegen den nächsten Gegner vorbereitet hatte. „Das war eine intensive Zeit, damals habe ich gerade den Fußball-Lehrer gemacht. Aber an die Spiele selbst kann ich mich leider nicht mehr erinnern“, erklärte Kauczinski. Seine Bilanz mit dem KSC II gegen Hoffenheim II ist jedenfalls positiv (zwei Siege, eine Niederlage). “Jetzt werden ich schon über meine eigene Vergangenheit gebrieft”, schmunzelte der TSV-Coach.

Personelle Lage unverändert

In Sachen Kader hat sich in den letzten Tagen nichts geändert. Deniz und Christiansen fallen weiterhin aus, Dulic und Althaus sind noch nicht so weit. Pfeifer hat inzwischen wieder Teile des Trainings wieder mitgemacht. Die angeschlagenen Spieler wie Wolfram (Magen-Darm) oder Jacobsen (Hüfte) haben sich inzwischen wieder fit zurückgemeldet. Zu einer möglichen Ausfallzeit bei Youngster Dulic erklärte Kauczinski: „Es wird wohl noch etwa zwei Wochen dauern. Das hat sich alles verzögert, bei ihm hat es leider am längsten gedauert. Ich hoffe, dass er nach der Englischen Woche wieder zurückkehrt.“. Ob Verlaat in die Startelf rückt, ließ Kauczinski offen: „Jeder Spieler ist wichtig, wir dürfen uns keine Schwäche erlauben“.

Revanche-Gedanken gerne ausleben

Bei der deutlichen Pleite im Hinspiel war Kaucszinski noch nicht der Trainer. „Revanche-Gedanken gibt es wenn dann bei den Jungs, die können sie gerne ausleben. Es ist für uns ein wichtiges Spiel gegen einen spielstarken Gegner, der nach wie vor seine Stärken im Offensiv-Bereich hat. Das Spiel verlangt von uns wieder vollen Fokus, Konzentration und Disziplin“, erläuterte der Löwen-Dompteur.

Vorfreunde auf ein Heimspiel in der Fremde

Gut 2.000 Löwenfans werden morgen in Hoffenheim mit dabei sein. Auf Rückfrage von sechzger.de sagte Kauczinski zu seinen Empfindungen bezüglich der Stimmung: „Man ist natürlich fokussiert auf das Geschehen auf dem Feld, aber das kriegt man schon mit. Ich habe immer wieder solche Flashlights von den Fans, beispielsweise wie sie in Havelse schunkeln und „Nie mehr dritte Liga“ singen. Oder in der zweiten Halbzeit gegen Rostock als der Funke zwischen Fans und Mannschaft gegenseitig übergesprungen ist. Das ist schon geil.“.

Lob für Joker Steinkötter

Auffällig war in den letzten beiden Spielen als Joker Justin Steinkötter, für ihn hatte der Trainer ein Lob parat: „Es hat sich zu Herzen genommen was ich gesagt habe. Er hat mehr Momente im Training und zeigt das auch im Spiel, ist mutig im Eins-gegen-Eins und im Abschluss. Ich bin froh, dass wir von der Bank nachlegen können“. Auch über Verlaats Rückkehr freute sich Kauczinski. Der Kapitän bringe eine gute Physis mit, ergänzte der Trainer.

Konsequent verteidigen und gut Fußballspielen

Für die Partie am Freitag in Hoffenheim fordert Kauczinski: „… dass wir wieder kosequent verteidigen und gut Fußballspielen. Das muss die Marschroute sein. Gegen Rostock hat das in der zweiten Halbzeit gut geklappt. Wir müssen uns auf die eigenen Stärken besinnen, man hat gegen Stuttgart II gesehen, wie schnell es gehen kann“. Wie gut dies gelingt könnt ihr morgen natürlich wieder bei uns im Live-Ticker verfolgen.

Wunschaufstellungen zu TSG Hoffenheim II – TSV 1860 München

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tsv 1860 trikot münchens große liebe wunschaufstellung wunschaufstellungen

Nach dem knappen aber sicher nicht unverdienten Heimsieg gegen den FC Hansa Rostock wollen die Löwen am Freitag natürlich auch im Kraichgau dreifach punkten. Nimmt Markus Kauczinski Änderungen an der Startelf vor oder vertraut er der selben Mannschaft, die am Sonntag die Kogge versenkt hat? Wie sehen die Wunschaufstellungen der Redaktion für das Spiel des TSV 1860 München bei der TSG Hoffenheim II aus?

Wunschaufstellungen zu TSG Hoffenheim II – TSV 1860

Thomas Enn & Thomas Spiesl

Die beiden Thomasse verfahren mal wieder nach dem Motto “never change a winning team” und setzen folglich exakt auf die Elf, die am vergangenen Wochenende drei Punkt einfuhr.

Leon Kleemann, Jan Schrader & Stefan Kranzberg

Auch Leon, Jan und Stefan sind sich einig, nehmen jedoch eine Änderung vor und bringen Patrick Hobsch von Beginn an, der Räume für Sturmpartner Sigurd Haugen schaffen soll. Für David Philipp bleibt somit trotz ansprechender Leistung gegen Rostock vorerst nur ein Platz auf der Bank.

Benedikt Niedergünzl

Bene setzt zwaru die siegreiche Elf vom Rostock-Spiel, möchte aber Kevin Volland endlich mal in der Spitze sehen. Bei ihm rückt Sigurd Haugen folglich eine Position nach hinten, kann aber jederzeit in die vorderste Front nachstoßen.

Peter Gratz

Auch Peter möchte das 3-4-2-1 vom Rostock-Spiel nochmal sehen, nimmt jedoch gleich drei personelle Änderungen vor. Im defensiven Mittelfeld gibt er Damjan Dordan eine Chance, während rechts Marvin Rittmüller mit seiner Schnelligkeit für Gefahr sorgen soll. Zudem ersetzt Justin Steinkötter Routinier Kevin Volland hinter der einzigen Spitze Sigurd Haugen.

Deine Meinung ist gefragt!

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt deiner Wunschelf am nächsten? Oder hast du ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf deinen Vorschlag!

Grafiken: meineaufstellung.de

Sechzig um Sieben: Reaktionen auf Merch-Abmahnung

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Sechzig um Sieben: Fuchs wechselt zum BvB II

Die Merchandising GmbH des TSV 1860 München machte mal wieder Schlagzeilen, es wurden Fans für die Verwendung der Wortmarke TSV 1860 München abgemahnt. Gestern veröffentlichten der e.V. und die KGaA eine gemeinsame Pressemitteilung. Die Merchandising GmbH reagierte wiederum mit einer Erklärung auf Instagram darauf. Inzwischen wurde das Verfahren gegen Zahlung von 300,- Euro eingestellt.

Merchandising GmbH mahnt wieder Fans ab

Es war der Aufreger des gestrigen Mittwochs, die Merchandising GmbH hat wieder eine Abmahnung wegen missbräuchlicher Verwendung der Markenrechte des TSV 1860 München an einen Fan der Löwen verschickt. Alle Informationen dazu und die Reaktionen von e.V. und KGaA lest ihr in unserem Artikel hierzu.

Faninformationen zum Spiel in Sinsheim

Am kommenden Freitag ist der TSV 1860 München gegen die Zweitvertretung des selbsternannten “Dorfvereins”, die TSG Hoffenheim II, gefordert. Diese ist katastrophal in die Rückrunde gestartet, in sechs Spielen konnte nur ein Punkt geholt werden. Gute Voraussetzungen also für die Münchner Löwen, um mit einem Auswärtssieg weiter oben mitzuspielen. Hier geht es zu den Faninformationen. 

Kapitän Verlaat muss sich hinten anstellen

Am Sonntag stand Jesper Verlaat nach seiner langen Verletzung erstmals wieder im Spieltags-Kader. Zu einem Einsatz reichte es zwar noch nicht, aber aufgeschoben ist bekanntlich ja nicht aufgehoben. Dennoch ist beim eigentlichen Kapitän des TSV 1860 vorerst Geduld gefragt, da die Kollegen Reinthaler, Schifferl und Voet überzeugt haben. Weitere Infos findet ihr in unserem Bericht. 

Viktoria Köln siegt im Landespokal

Am Mittwochabend hat sich der übernächste Gegner des TSV 1860, der FC Viktoria Köln, mit 2:1 gegen den Siegburger SV durchgesetzt und ist damit ins Halbfinale des Landespokals Mittelrhein eingezogen. Hier geht es zur Statistik der Partie.

In Unterzahl siegte die Viktoria in Siegburg

Bestens informiert in den Donnerstag

Damit geht ihr top informiert in den Donnerstag. Heute erwarten Euch unter anderem “Der Mann an der Pfeife” und alle Infos aus der Löwenrunde mit Coach Markus Kauczinski, bei der wir für Euch vor Ort sind.

Merchandising GmbH mahnt wieder Fans ab

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Fanshop der Merchandising GmbH am Trainingsgelände

Anthony Power ist zwar weg, die Merchandising GmbH hat jedoch erneut Fans abgemahnt. Nun äußert sich der TSV 1860 dazu und stellt klar: “Die Löwenfamilie lebt vom Miteinander. Unrechtmäßige Abmahnungen spalten – wir setzen auf Aufklärung, Rechtssicherheit und den Schutz unserer Mitglieder und Fans.”

Merchandising GmbH mahnt wieder Fans ab

Das offizielle Statement des TSV 1860 im Wortlaut:

Das Präsidium des TSV München von 1860 e.V. und die Geschäftsführung der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA nehmen mit großer Sorge zur Kenntnis, dass es in jüngster Vergangenheit erneut zu rechtlichen Abmahnungen durch eine von der TSV 1860 Merchandising GmbH beauftragten Rechtsanwaltskanzlei gegen Fans des TSV 1860 München gekommen ist.

Die Abmahnungen richten sich gegen Personen, welche Fanartikel oder Liebhabereien wie Pins, Aufnäher oder Sticker mit 1860-Bezug über Plattformen wie z.B. “eBay” zum privaten Verkauf angeboten haben bzw. anbieten. Dabei werden seitens der TSV 1860 Merchandising GmbH angebliche Markenrechtsverletzungen geltend gemacht und über die beauftragte Rechtsanwaltskanzlei empfindliche Geldforderungen gestellt.

Die TSV 1860 Merchandising GmbH ist nicht aktivlegitimiert

Wir stellen unmissverständlich klar: Diese Abmahnungen entbehren einer rechtlichen Grundlage. Die TSV 1860 Merchandising GmbH ist nicht aktivlegitimiert, das bedeutet, sie ist nicht berechtigt, im eigenen Namen Rechte aus den Marken des TSV 1860 München geltend zu machen und entsprechende Forderungen zu stellen. Eine solche Legitimation wurde ihr zu keinem Zeitpunkt eingeräumt.

Bereits in einem Verfahren vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth (Az.: 19 O 2230/19) im Jahr 2019, das in ein rechtskräftiges Urteil zum Nachteil der TSV 1860 Merchandising GmbH mündete, konnte die TSV 1860 Merchandising GmbH in einem ähnlich gelagerten Fall eine Befugnis zur Geltendmachung markenrechtlicher Ansprüche hinsichtlich der Marken der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA nicht nachweisen. An dieser Rechtslage hat sich bis heute nichts geändert. 

Schriftliche Aufforderung zur Einstellung

Zudem weisen wir darauf hin, dass die Geschäftsführung der TSV 1860 Merchandising GmbH weder dem TSV München von 1860 e.V., noch der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA weisungsunterstellt ist. Sowohl die TSV 1860 Merchandising GmbH als auch die von ihr beauftragte Rechtsanwaltskanzlei wurden bereits schriftlich zur sofortigen Einstellung sämtlicher einschlägigen Abmahnungsaktivitäten aufgefordert.

Im Falle klarer gewerblicher Produktpiraterie ist die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA selbstverständlich bereit, gemeinsam mit der TSV 1860 Merchandising GmbH eine Lösung zum Schutze der Marken des TSV 1860 München zu finden – vorausgesetzt, es liegt ein nachvollziehbarer und begründeter Einzelfall vor, bei dem eine Rechtsdurchsetzung verhältnismäßig und wirtschaftlich sinnvoll ist. In diesen Fällen behält sich die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA vor, entweder eine entsprechende Legitimation zu erteilen oder selbst tätig zu werden.

Löwenfamilie lebt vom Miteinander

Für uns steht fest: Die Löwenfamilie lebt vom Miteinander. Unrechtmäßige Abmahnungen spalten – wir setzen auf Aufklärung, Rechtssicherheit und den Schutz unserer Mitglieder und Fans.

Diese Meldung stellt keine Rechtsberatung dar. Es obliegt allen Empfängern entsprechender Schreiben selbst, sich entsprechenden Rechtsrat einzuholen, sofern dies für notwendig und geboten erachtet wird.

Faninformationen TSG Hoffenheim II – TSV 1860 München

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TSG Hoffenheim II (1)

Zwei Siege in Folge, zuletzt einen enorm wichtigen über den einstigen “Angstgegner” von der Ostsee. Für die Optimisten unter uns Grund genug wieder nach oben zu schauen. Am kommenden Freitag ist der TSV 1860 München dann gegen die Zweitvertretung des selbsternannten “Dorfvereins”, die TSG Hoffenheim II, gefordert. Diese ist katastrophal in die Rückrunde gestartet, in sechs Spielen konnte nur ein Punkt geholt werden. Gute Voraussetzungen also für die Münchner Löwen, um mit einem Auswärtssieg weiter oben mitzuspielen.

Für alle Auswärtsfahrer*innen, die im Sinsheimer Ortsteil Hoffenheim live mit dabei sind, gibt es an dieser Stelle die wichtigsten Faninformationen. Auch auf der Homepage der Kraichgauer sind Infos verfügbar.

Faninformationen TSG Hoffenheim II – TSV 1860 München

Tickets

Rund 2000 Löwenfans haben sich bislang mit Karten versorgt. Die Partie im Dietmar-Hopp-Stadion ist aber noch nicht ausverkauft. Vor Ort wird folglich zur Stadionöffnung um 17:00 Uhr eine Tageskasse öffnen, sodass sich auch eine spontane Anreise lohnt. An dieser kann allerdings nur mit Bargeld gezahlt werden.

Anreise

Die Adresse für die Anfahrt lautet wie folgt: Silbergasse 45, 74889 Sinsheim

Für Autos, Neuner und Busse stehen die kostenlosen Parkplätze an der Zuzenhäuser Straße zur Verfügung. Von dort aus sind es etwa 10 Minuten zu Fuß zum Gästeeingang. Der Waldparkplatz P3 an der B45 ist primär für die Löwenfans vorgesehen. Die Zufahrt auf die Parkplätze P0, P1, P2 und P Presse am Dietmar-Hopp-Stadion ist nur mit Berechtigungsnachweis möglich. Es werden frühzeitig Absperrungen und Zufahrtskontrollen eingerichtet. Wir bitten darum, die Parkplätze am Dietmar-Hopp-Stadion nur mit gültigem Parkschein anzufahren.

Aufgrund der begrenzten Parkmöglichkeiten in Hoffenheim wird zudem ein Shuttle-Verkehr zwischen PreZero Arena und Dietmar-Hopp-Stadion eingerichtet, um eine reibungslose An- und Abreise zum Spielort zu gewährleisten.

Der kostenlose Bus-Shuttle startet am Freitag um 16:45 Uhr an der PreZero Arena. Letzte Abfahrt in Richtung Dietmar-Hopp-Stadion ist um 18:30 Uhr. Abfahrtsort ist die ausgeschilderte Bushaltestelle auf dem Parkplatz Arena VIP1 direkt an der PreZero Arena. Das Parken an der PreZero Arena am Freitag ist kostenfrei.

Es werden zwei Omnibusse eingesetzt. Die Busse werden bis zum Anpfiff der Partie (19:00 Uhr) im Pendelverkehr von der PreZero Arena direkt an das Dietmar-Hopp-Stadion (Haupteingang) fahren.

Die Rückfahrten vom Dietmar-Hopp-Stadion an die PreZero Arena im Anschluss an die Partie beginnen ab 21:00 Uhr. Die letzte Rückfahrt ist um 21:45 Uhr.

Für Bahnfahrer*innen sind es vom Bahnhof Hoffenheim ausgehend ca. 20 Minuten Fußmarsch zum Stadion.

Barrierefreihe Parkplätze für Inhaber*innen des blauen Parkausweises stehen am Haupteingang zur Verfügung.

Hinweise zum Stadionbesuch

Stadionöffnung ist um 17:00 Uhr. Vor Ort gibt es eine begrenzte Möglichkeit, seine Taschen abzugeben. Bis zur Größe DIN A4 dürfen diese im Stadion mitgeführt werden, auch Taschen mit einem Fach wie Stoffbeutel dürfen mitgenommen werden.

Direkt neben dem Gästeeingang befindet sich die Materialkontrolle für Zaunfahnen, Schwenker und sonstige Fanmaterialen.

Im Stadion kann ausschließlich mit Bargeld gezahlt werden. Das gilt sowohl für die Tageskassen als auch das Catering. Es wird Vollbier ausgeschenkt.

Livestream und Liveticker

Das Spiel zwischen der TSG Hoffenheim II und dem TSV 1860 München wird nicht live im Free-TV ausgestrahlt. MagentaSport wird die Partie hingegen sowohl im Fernsehen als auch im Live-Stream übertragen.

Alle Spiele der 3. Liga können zudem bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

sechzger.de ist in Sinsheim natürlich erneut live mit dabei und berichtet wie gewohnt bereits von der Anfahrt im Liveticker. Im Anschluss gibt es dann zahlreiche Bilder direkt aus dem Stadion.

Jesper Verlaat: Geduld ist gefragt

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jesper verlaat comeback 1860

Am Sonntag stand Jesper Verlaat nach seiner langen Verletzung erstmals wieder im Spieltagskader. Zu einem Einsatz reichte es zwar noch nicht, aber aufgeschoben ist bekanntlich ja nicht aufgehoben. Dennoch ist beim eigentlichen Kapitän des TSV 1860 vorerst Geduld gefragt, da die Kollegen Reinthaler, Schifferl und Voet überzeugt haben.

Mit Geduld und Kampf in die Startelf

Von der Dreierkette, mit der die Löwen in die Saison gestartet waren, ist inzwischen nur noch der Belgier Siemen Voet übrig. Jesper Verlaat hatte sich im Hinspiel in Rostock verletzt, U20-Nationalspieler Sean Dulic erwischte es beim Testspiel gegen den FC Winterthur in Belek. Der TSV 1860 machte indes aus der Not eine Tugend, bestellte Max Reinthaler zum neuen Abwehrchef und der Südtiroler rechtfertigte das Vertrauen mit starken Leistungen. Bereits fünf Nominierungen für die kicker “Elf des Tages” sprechen eine deutliche Sprache.

Geduld ist nun also gefragt bei Jesper Verlaat, dessen Vertrag beim TSV 1860 im Sommer ausläuft und der sich Fankreisen großer Beliebtheit erfreut. Nichtsdestotrotz fehlen dem Niederländer derzeit ein wenig die Argumente, warum Trainer Markus Kauczinski den Abwehrverbund zerreißen sollte.

Paula lobt die Dreierkette der Löwen

Auch Geschäftsführer Manfred Paula äußerte sich in der AZ voll des Lobes über die Dreierkette der Löwen:

“Die Jungs, die für unsere länger verletzten Spieler in die Bresche gesprungen sind, haben einen richtig guten Job gemacht. Gerade unsere letzte Abwehrreihe hat schon vor und auch nach der Winterpause für Stabilität gesorgt. Da muss man zum Beispiel an Max Reinthaler und Raphael Schifferl ein Lob aussprechen: Die beiden lösen ihre Aufgaben in der Abwehrreihe sehr gut.”

Dass der Kapitän den Kampf um einen Stammplatz (und eine Vertragsverlängerung) annimmt, steht außer Frage. Manfred Paula dazu:

“Jesper Verlaat war zuletzt erstmals wieder im Kader und wird alles geben müssen, um sich seinen Platz in der Kette wieder zu erspielen.”

Aber mal ganz ehrlich: Wer einen Jesper Verlaat auf die Bank setzen kann, der hat echt ein Luxusproblem…

Sechzig um Sieben: Dietl und Mang im Interview

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Zum Start in den Mittwoch gibt es auch heute wie gewohnt die Übersicht aller Themen rund um den TSV 1860 München. Dazu gehören heute unter anderem ein Interview mit Verena Dietl und Gernot Mang, eine neue Podcast-Folge und die Vorschau auf den Pflichtspielauftakt bei den Sechzig Amateuren.

sechzger.de Talk Folge 251 online

In der neuesten Ausgabe des sechzger.de Talks spricht Jan mit vier Gästen. Thomas und Christian aus der Redaktion sind dabei, außerdem auch Bennet aus Rostock und Gerhard von den Unternehmern für Sechzig. Zusammen analysieren sie alle Aspekte rund um die Partie vom vergangenen Sonntag gegen Hansa Rostock. Außerdem wird Gerhard zu seinem Engagement bei den Unternehmern für Sechzig befragt und eine Vorschau auf das Duell mit Hoffenheim II am Freitagabend gibt es natürlich auch noch.

U21 startet am Samstag wieder in der Bayernliga Süd

Nach der Rückkehr am späten Freitagabend können sich die Löwenfans dann am Samstag auf den Weg Richtung Grünwalder Straße 114 machen. Dort empfängt der TSV 1860 München II zum Pflichtspielauftakt im neuen Jahr die Sportfreunde Schwaig. Übrigens werden die nächsten drei Heimspiele in Giesing ausgetragen, sodass eine Anreise nach Gilching nach aktuellem Stand erst wieder im April erforderlich ist.

Interview von Gernot Mang und Verena Dietl

Die Diskussionen rund um das Sechzgerstadion nehmen weiterhin kein Ende. Daran dürfte sich auch mindestens bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie nicht viel ändern. Zuletzt waren nun Präsident Gernot Mang und Bürgermeisterin Verena Dietl zu einem gemeinsamen Interview in der Spielstätte zu Gast. In der Abendzeitung geht es dabei unter anderem um eine mögliche Steigerung der Ticket-Preise und wie die aktuellen Ideen finanziert werden könnten.

Insolvenz bei Austria Klagenfurt

Abschließend noch ein kleiner Blick über den Tellerrand: beim österreichischen Zweitligisten Austria Klagenfurt wurde rechtskräftig ein Insolvenzverfahren eröffnet. Der ehemalige Verein von Peter Pacult und Matthias Imhof steht damit als Absteiger aus der 2.Liga zum Saisonende fest. Betroffen davon ist auch Ex-Löwe Marc Lamberger, der im Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 tätig war. Er verbleibt noch bis zum Saisonende in Klagenfurt, ist aber bereits auf der Suche nach einer neuen, spannenden Aufgabe.

News aus der 3.Liga

Innenraum-Verbot für Shapourzadeh

Der Sportchef von Hansa Rostock, Amir Shapourzadeh, wurde nach seiner Roten Karte im Duell mit den Löwen am Wochenende mit einem Innenraum-Verbot für das kommende Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen bestraft. Außerdem muss er 750€ zahlen. Der 43-Jährige war nach dem Abpfiff energisch in Richtung Schiedsrichter Luca Jürgensen gegangen, um ihn zur Rede zu stellen. Dabei dürfte es um die Elfmeterentscheidung zugunsten des TSV 1860 gegangen sein.

 

“Schau, wie herrlich der Himmel über der Kurve ausschaut”

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Titelbild Fotogalerie TSV 1860 Viktoria Köln

Im AZ-Interview von Felix Müller mit Verena Dietl und Gernot Mang geht es um weit mehr als Zahlen und Baufragen. Es geht um die Zukunft des Grünwalder Stadions als Heimat von Sechzig – also um die Frage, wie ein Umbau gelingen kann, ohne dass das Sechzger am Ende wie ein beliebiger Neubau wirkt. Bevor im AZ-Interview über Machbarkeitsstudie, Erbpacht und Finanzierung gesprochen wird, fällt ein Satz, der den Kern der Debatte besser trifft als jede Zahl: “Schau, wie herrlich der Himmel über der Kurve ausschaut.” Genau darin steckt die Idee, die Gernot Mang und Verena Dietl transportieren: Das Grünwalder soll nicht durch eine beliebige Arena ersetzt werden, sondern als Stadion mit Charakter in Giesing erhalten und weiterentwickelt werden.

Charakter erhalten statt “Baumarkt”-Neubau

Mang macht im Gespräch sehr klar, worum es ihm beim Umbau geht: “Ein Stadion hat einen Charakter. Und dieses Stadion hier darf seinen Charakter niemals verlieren.” Daraus leitet er den zentralen Anspruch ab, dass man die Architektur so weit wie möglich erhalten müsse. Was konkret bestehen bleiben kann und was angepasst werden muss, soll die Machbarkeitsstudie zeigen.

Damit sendet er eine Botschaft, die viele Löwen-Fans hören wollen: Es geht ausdrücklich nicht um einen austauschbaren Neubau, sondern um ein modernisiertes Sechzger, das als Sechzger erkennbar bleibt.

Mang sieht breite politische Rückendeckung – kein Wahlkampfgetöse

Auf die im Löwen-Umfeld verbreitete Sorge, man könne kurz vor der Wahl wieder nur warme Worte hören, reagiert Mang deutlich. Sein Eindruck sei das genaue Gegenteil: Gespräche mit allen Fraktionen, Unterstützung im Rathaus und auch in den Giesinger Bezirksausschüssen. Er hält das ausdrücklich nicht für ein kurzfristiges Wahlkampfmanöver, sondern für eine tragfähige politische Basis.

Kapazität: Mang spricht von “mindestens 25.000”

In einem für die Debatte zentralen Punkt wird Mang ebenfalls unmissverständlich: Aktuell geht man von mindestens 25.000 Zuschauern aus. Diese Formulierung wiederholt er im Interview ausdrücklich (“Wir sagen, wir wollen mindestens 25.000”).

Finanzierung: Mang „absolut überzeugt“ – und nennt mehrere Wege

Beim größten Knackpunkt, der Finanzierung, zeigt sich Mang auffallend selbstbewusst. Auf die Frage, wie wahrscheinlich es sei, dass 1860 das stemmen könne, sagt er: “Davon bin ich absolut überzeugt.” Gleichzeitig betont er, dass man jetzt zunächst belastbare Zahlen aus der Studie brauche und dann konkret über das Modell spreche. Als grobe Größenordnung nennt er etwa 100 Millionen Euro Gesamtkosten (nicht ausschließlich von Sechzig allein aufzubringen).

Genannte Finanzierungsmöglichkeiten im Interview

Mang nennt ausdrücklich mehrere Bausteine:

  • Unterstützung von Stadt und Land
  • Vermarktung von Namensrechten
  • Genossenschaftsmodell (wie beim FC St. Pauli)
  • Bankenfinanzierung

Das klingt klar nach einem Finanzierungsmix statt einer Einzellösung.

Was ist mit dem “St.-Pauli-Modell” gemeint?

Mang verweist explizit auf den FC St. Pauli. Gemeint ist dort die Football Cooperative St. Pauli von 2024 eG, also ein Genossenschaftsmodell, über das viele Unterstützer Kapital einbringen. Laut der offiziellen Genossenschaftsseite hat die Genossenschaft als erstes Projekt die Mehrheit am Millerntor-Stadion erworben, vermietet es an den Verein und organisiert Betrieb/Instandhaltung. Zentrales Prinzip ist die genossenschaftliche Mitbestimmung (eine Person, eine Stimme), also nicht die klassische Investorenlogik.

Für Giesing heißt das nicht automatisch “1:1 kopieren”, aber es zeigt ein mögliches Prinzip: stadionbezogene Finanzierung mit starker Fan- und Mitgliederbindung, statt allein auf klassische Kreditgeber zu setzen.

 

Dietl über den Charme des Standorts – und warum das ein echtes Stadtstadion ist

Verena Dietl beschreibt den Reiz des Grünwalders sehr konkret: Gemeinschaftsgefühl in der Kurve, Verbundenheit mit Giesing, das Umfeld mit Kneipen und Wegen vor/nach dem Spiel. Genau das mache den Ort besonders – und sei zugleich ein Vorteil für den Stadtteil, weil auch die lokale Wirtschaft davon profitiere.

Mang ergänzt diese Linie mit dem Blick auf das gesamte Spieltagserlebnis rund um Grünspitz/Bamboleo und nennt das Sechzger einen Ort mit “ganz besonderem Charme” – ein Familienfest, an dem man “richtig Fußball” lebt.

Verbesserungen im Bestand: Gespräche laufen

Für viele Fans besonders relevant ist der Teil zu kurzfristigen Verbesserungen im Bestand. Damit gemeint ist wahrscheinlich eine höhere Kapazität in der Westkurve, der Abbau des Zauns vor der Stehhalle und eine Anpassung der Zäune, die in der Kurve die Blöcke trennt.

Dietl sagt dazu, dass man im Gespräch sei, zugleich aber immer wieder neue Anforderungen dazukämen und alles abgesichert werden müsse. Heißt: Das Thema ist auf dem Tisch, aber eben nicht kurzfristig per Handschlag erledigt.

Warum das Sechzger hier voll ist – und anderswo eben nicht

Eines der stärksten gemeinsamen Argumente von Mang und Dietl: Das Stadion funktioniert nicht nur wegen der Kapazität, sondern wegen Ort und Identität.

  • Dietl sagt ausdrücklich, dass die gute Auslastung auch sehr viel mit dem Standort zu tun habe – viele würden eben nicht zu Löwen-Spielen “auf die grüne Wiese” fahren.
  • Mang setzt noch einen drauf: “Die DNA von Sechzig ist Giesing”; eine Alternativdebatte stelle sich aus seiner Sicht nicht mehr.

Was das Grünwalder trägt, ist nicht nur Fußball, sondern die Kombination aus Verein, Viertel, Wegen, Ritualen und Atmosphäre. Genau das lässt sich nicht einfach an einen anderen Standort verpflanzen.

Klare Ansage an die Fans: Keine Umlage über Ticketpreise

Ein Punkt, der vielen Löwen-Anhängern besonders wichtig sein dürfte: Mang betont im Interview klar, dass der Umbau nicht auf dem Rücken der Fans finanziert werden soll. Wörtlich sagt er sinngemäß, Ziel sei, den Umbau nicht über die Kosten der Fans auszutragen.

Das ist eine bemerkenswert deutliche Festlegung – gerade in einer Zeit, in der Stadionprojekte oft sehr schnell bei Ticketpreisen landen.