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Giesinger Gedanken: “Eine Bereicherung für die Regionalliga…”

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Giesinger Gedanken Bereicherung

In den Giesinger Gedanken befasst sich Thomas Spiesl heute mit den Löwen-Fans, die in dieser Saison bislang in allen Belangen glänzten.
Von wegen Randalierer, Pyromanen, Ärger suchende Löwenfans… Die Sechzger reisen nach dem Neustart in der Regionalliga Bayern durch den Freistaat mit Fangruppen, die die meisten Clubs bislang selten zu Gesicht bekommen haben. Jeweils etwa 4.000-4.500 Löwen-Fans begleiteten die junge Truppe von Trainer Alper Kayabunar zu den ersten beiden Auswärtsspielen nach Schweinfurt und zum ersten Saisonsieg in Memmingen und machten ganz nebenbei einigen Dorfclubs im Pokal die Kassen voll. Die Stimmung im Löwen-Block ist so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr, die Fans stets vorbildlich und friedlich. So wünscht man sich das als Löwen-Anhänger und sicherlich auch als Heim-Verein, der es mit dem TSV 1860 zu tun bekommt.

“Eine Bereicherung für die Regionalliga…”

Auf der Pressetribüne in Memmingen kam ich mit einem Ehrenamtlichen der Hausherren ins Gespräch. Dieser schwärmte in den höchsten Tönen von den Löwenfans. “Das ist eine Bereicherung für die Regionalliga. So ein Spiel hatten wir schon ganz lange nicht mehr, vielleicht damals in der Regionalliga Süd gegen Eintracht Frankfurt II”, erzählte mir der Memminger. In der Tat glänzen die Löwen-Fans seit dem Neustart mit vorbildlichem Verhalten. Keine Spur von Aggressivität, kein Ärger beim Einlass, keine Pyrotechnik auf den Rängen, nicht einmal in den Regionalzügen gab es Ärger – mit einer Ausnahme auf die ich später noch kurz eingehe.

Sechzger-Kurve sorgt für Gänsehaut-Momente

Nicht nur auswärts sorgt die Sechzger-Kurve für Gänsehaut-Momente. Auch der Heimspielauftakt im Grünwalder Stadion war stimmungsvoll wie lange nicht mehr. Gänsehaut ist aktuell garantiert, wenn man die Sechzger live verfolgt. “Man hatte über 90 Minuten Gänsehaut, wenn das Echo von den Fangesängen zurückkam. Jeder hatte im Block richtig Bock und hat mitgemacht”, so lautete der Stadionbericht eines Löwen-Fans nach dem Spiel in Memmingen. Das kann man nur bestätigen. Was die Fans auf den Rängen in den ersten drei Spielen bisher abgerissen haben, war phänomenal und sicherlich auch wichtig für die junge Truppe auf dem Feld, wie der Coach auch immer wieder betont.

Überreaktion im ICE als einziger Vorfall

Die einzige negative Meldung gab es aus einem ICE auf der Heimreise aus Schweinfurt, der vorzeitig gestoppt wurde, weil Löwenfans im Speisewagen Fangesänge anstimmten. Welch Verbrechen, da hat die Staatsmacht wohl ein klein wenig überreagiert. Das mussten die Beamten vor Ort dann wohl auch selbst feststellen, denn die Reise konnte ohne große Diskussionen umgehend fortgesetzt werden.

Zero Tolerance bei Pyrotechnik

So sehr meine Kollegen und auch ich Pyrotechnik als sehenswertes und stimmungsvolles Instrument in den Kurven erachten, so wichtig ist es auch, dass die Sechzger-Fans in dieser Saison so weit wie möglich darauf verzichten. Während in der 3. Liga Geldstrafen fällig wurden fährt der BFV eine Zero-Tolerance-Politik und droht bei Spielunterbrechungen wegen Pyro-Einsatz mit sofortigem Punktabzug. So wie die 1860-Kurve aktuell performt, geht es problemlos auch ohne…

Griesgram-Fans sind verzichtbar

Was momentan niemand braucht sind griesgrämige Fans, die versuchen alles schlecht zu reden. Die Sektion “Alles außer Profi-Fußball ist unter unserer Würde” ist mehr als nur verzichtbar. Diese Kleingruppe an grauhaarigen Greisen treibt zwar noch vereinzelt im Internet ihr Unwesen, daran stört sich die Fanszene aber nicht. Wer mit dem “TSV 1860 NEU”, den Löwen auf dem Feld und ihren Fans keinen Spaß hat in der Regionalliga, der hat den Fußball und die Sechzger nie geliebt und darf sich gerne abwenden. Wohnortnahe Alternativ-Vereine gibt es ja in Bayern bekanntlich genug…

Weiter so Löwenfans

Man kann nur den Hut ziehen, wie die Löwen-Fans in den letzten Monaten hinter ihrem Verein stehen, an einem Strang ziehen, anstandslos doppelt für ihre Dauerkarte bezahlten, mit 4.000 Fans auswärts fahren und in der 4. Liga problemlos das heimische Sechzger-Stadion mit 15.000 Zuschauern voll machen. Die Euphorie ist ungebrochen, nicht zuletzt aufgrund des Siegs in Memmingen. Die Löwen sind in der Liga ungeschlagen, daran haben die Fans einen großen Anteil, zumal sie bedingungslos hinter ihrem Team stehen. Deshalb kann das Motto nur lauten “Weiter so Löwenfans!”, dann werden wir in dieser Saison gemeinsam mit der jungen Mannschaft noch jede Menge Spaß haben.


Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Amas mit spätem Punktgewinn gegen Hankofen

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Amas mit spätem Punktgewinn gegen Hankhofen

In letzter Minute kamen die Amas des TSV 1860 München am Freitagabend zu einem Punktgewinn gegen die SpVgg Hankofen-Hailing. Die Gäste waren nach einer halben Stunde in Führung gegangen. Mustafa Tekin glich in der Nachspielzeit per verwandeltem Elfmeter aus zum 1:1-Endstand. Trotz des späten Treffers war der Punktgewinn für die Junglöwen verdient. “Wir waren schon dominierend, hatten mehr Ballbesitz. Mit dem 1:1 sind wir aufgrund des späten Ausgleichs zufrieden”, resümierte Trainer Christoph Rech nach dem Schlusspfiff.

U21 findet schwer ins Spiel

Zu Beginn der Partie, die aufgrund des Parallelspiels der ersten Mannschaft in Memmingen, nur vor gut 100 Zuschauern an der Grünwalder Straße 114 angepfiffen wurde, taten sich die kleinen Löwen schwer. Die Gäste aus Hankofen-Hailing hatten die ersten Möglichkeiten und Sechzger-Keeper Paul Bachmann hatte jede Menge zu tun. Beim Führungstreffer der SpVgg war er allerdings chancenlos. Die Gäste schalteten schnell um, der Ball kam von rechts in die Box und Baran Berk schob aus zehn Metern ein zum 0:1. Die erste Löwenchance hatte dann Luca Dollinger, der mit dem Pausenpfiff aber nach einem guten Spielzug am Keeper scheiterte.

U21 dominiert die zweite Hälfte

Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Spiel und die U21 dominierte die Partie. Zwingend vor den gegnerischen Kasten kamen die Löwen aber zu selten. So dauerte es bis zur Nachspielzeit, ehe der Ausgleich fiel. Der in die Offensive beorderte Deniz Haimerl verlängerte einen langen Schlag von Ludwig Estermann in den Lauf von Noah Plöttner. Dieser wurde im Strafraum am Fuß getroffen und es gab Strafstoß für Sechzig. Mustafa Tekin vollstreckte sicher zum 1:1-Endstand.

Amas mit spätem Punktgewinn gegen Hankofen

Die Analyse von Trainer Christoph Rech fiel folgendermaßen aus:

“In der ersten halben Stunde hatten wir Probleme, da haben wir einige Chancen zugelassen. Nach dem 0:1 haben wir mehr nach vorne gespielt, uns mehr zugetraut, waren griffiger und hatten kurz vor der Pause die Chance zum Ausgleich. In der zweiten Halbzeit hat das Team das Spiel angenommen und sich gegenseitig gepusht. Es gab aber auf beide Seiten keine großen Torchancen mehr. Wir waren schon dominierend, hatten mehr Ballbesitz. Mit dem 1:1 sind wir aufgrund des späten Ausgleichs zufrieden.”

Löwen liegen auf Rang sechs

Im Klassement der Bayernliga liegen die Amas nach dem Punktgewinn mit acht Punkten aus fünf Spielen auf einem ordentlichen sechsten Tabellenplatz. Weiter geht es bereits am Dienstag um 18:30 Uhr mit dem Auswärtsspiel bei der SpVgg Landshut.

Ex-Löwe Manuel Pfeifer über Aus der KGaA: „Das war schon letztklassig“

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Tsv 1860 Manuel Pfeifer

Manuel Pfeifer hat sich im Gespräch mit dem kicker zu seiner Zeit beim TSV 1860 und dem Aus bei den Löwen geäußert. Der Österreicher war im vergangenen Sommer vom TSV Hartberg nach Giesing gewechselt.

Große Erwartungen, guter Start

Pfeifer kam mit Vorschusslorbeeren nach München, in den Medien wurde von einem „Coup“ gesprochen. Ein Jahr zuvor hatten Rapid Wien und Sturm Graz Interesse an ihm gezeigt, die Erwartungen an ihn richteten sich schnell auch hiernach. Diese Erwartungen konnte er, auch aufgrund einiger Verletzungen, nicht erfüllen. Nach dem Zwangsabstieg war sein Arbeitspapier nicht mehr gültig.

Dabei war auch Pfeifer zunächst mit hohen Ambitionen nach München gekommen. Die ersten Gespräche seien sehr positiv gewesen und auch von der sportlichen Entwicklung habe er sich angetan gezeigt. Schließlich stand man nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen auf dem dritten Tabellenplatz.

„Aber gleich die erste Niederlage gegen Hansa Rostock war ein Knackpunkt, die hat etwas gemacht mit uns. Dass nach einer einzigen Niederlage gleich so viel Kritik auf uns einprasselt, habe ich nicht für möglich gehalten. Von den Medien, von den Fans, auch intern.“

Nach der folgenden 1:5 Heimniederlage zum Wiesnauftakt gegen die Zweitvertretung aus Hoffenheim sei die Kritik nur noch größer geworden.

Trainerwechsel und Verletzungen

Mit der Freistellung von Trainer und Sportdirektor nach drei Niederlagen in Folge verschlechterte sich auch Pfeifers persönliche Situation. Denn die beiden waren diejenigen, die ihn nach München geholt hatten. Unter Nachfolger Markus Kauczinski spielte Pfeifer zunächst keine Rolle.

„Ich habe schnell gemerkt, dass es zwischen uns nicht so harmoniert.“

Als er sich nach mehreren Wochen wieder zurück gekämpft hatte, warfen ihn mehrere Verletzungen – erst im Abschlusstraining gegen Saarbrücken und anschließend ein Muskelfaserriss – wieder zurück. Erst im April war er wieder vollständig fit und konnte regelmäßig auf dem Platz stehen.

Manuel Pfeifer über das Ende der KGaA

Auf das, was nach Saisonende passierte, blickt Pfeifer sehr kritisch zurück. Von der finanziellen Schieflage infolge der Kündigung zweier Darlehensverträge durch Hasan Ismaik habe die Mannschaft zunächst nichts mitbekommen. Erst im Urlaub erfuhr er aus den Medien, dass die Löwen 2,7 Millionen Euro benötigen würden, um den Spielbetrieb in der 3. Liga zu finanzieren. Von Vereinsseite gab es dazu allerdings keinerlei Kommunikation.

„Da habe ich mir noch nichts dabei gedacht, es für das übliche 1860-Theater gehalten und geglaubt, dass man sich am Ende des Tages schon wieder einigen wird.“

Am „schwarzen Mittwoch“ saß Pfeifer mit seiner Freundin im Hotel, als er vom Verpassen der Frist hörte. Doch selbst hier gab es auch für die Spieler noch keinerlei Informationen von ihrem Arbeitgeber.

„Selbst als es vorbei war, hat sich keiner mehr bei uns Spielern gemeldet, das, muss ich sagen, war schon letztklassig.“

Aktuell ist Pfeifer vereinslos und wartet auf ein passendes Angebot. Er wünscht sich, weiterhin im Ausland zu spielen, schließt aber auch einen Wechsel zurück nach Österreich nicht kategorisch aus.

Kayabunar zufrieden: “Sehr wichtiger Sieg für uns”

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Nach dem 3:0-Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim FC Memmingen am Freitagabend zeigte sich Löwen-Coach Alper Kayabunar mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden und sprach bei der Pressekonferenz von einem verdienten Sieg. Dem musste Memmingens Trainer Matthias Günes aufgrund der Qualität der Löwen bei den drei Treffern zustimmen, auch wenn er insgesamt ein ausgeglichenes Match gesehen hatte. Die Stimmen der beiden Trainer von der Pressekonferenz für Euch in Kürze zusammengefasst.

 Kayabunar: “Sehr wichtiger Sieg für uns”

Der Löwen-Coach sagte vor versammelter Presse aus dem Allgäu und der Landeshauptstadt:

“Für uns war es ein sehr wichtiger Sieg heute. Wir haben uns fest vorgenommen zu gewinnen. Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen, nicht das beste Regionalliga-Spiel vom Fußballerischen her. Wir können in einer guten Phase durch eine gute Einzelaktion von Emre das 1:0 machen, mit einer guten Positionierung von Flo. So gehen wir dann in die Halbzeit. Wir haben uns fest vorgenommen, in die zweite Halbzeit besser zu starten. Wir machen mehr Druck auf die Kette von Memmingen, um sie die langen Bälle nicht so kontrolliert schlagen zu lassen. Dann schießen wir in einer wichtigen Phase das 2:0, spielen es clever zu Ende und machen das 3:0. Was mir besonders gefallen hat, dass die Jungs alles getan haben, um das Gegentor zu verhindern. Aufgrund der zweiten Halbzeit war es ein verdienter Sieg.”

Günes: “Wir hatten nicht weniger Torchancen”

Matthias Günes, Trainer des FC Memmingen, sagte nach dem Spiel:

“Insgesamt haben wir zwei Mannschaft gesehen, die relativ baugleich agiert haben und oft den tiefen Ball gesucht haben, um das Risiko zu minimieren. Wir haben gewusst, dass die Sechzger sehr gut auf uns vorbereitet sind. Der erste Qualitätsmoment von Emre Erdogan hat gereicht, dass es 1:0 gegen uns steht. Nach der Trinkpause haben wir das Spiel sehr ausgeglichen gehalten. Ich habe nicht das Gefühlt gehabt, dass die Sechzger überlegen haben. Es war eine offene Geschichte. Aber es waren drei Momente, in denen sie vor dem Tor eine wahnsinnige Qualität zeigen. Wir hatten nicht weniger Torchancen, haben diese aber nicht genutzt. Aufgrund der Qualitätsmomente gewinnt der Gegner dann mit 3:0. Wir hatten vor dem 2:0 die Riesenchance zum Ausgleich.”

Regionalliga Revue: Nur noch vier Teams ungeschlagen

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Da soll noch einer sagen, die Löwen können nicht gewinnen, oder wir würden nicht auf unsere Leser hören… Aus dem Regionalliga-Roundup wird das Regionalliga Revue zum vierten Spieltag. Der Inhalt unseres wöchentlichen Artikels bleibt aber der Gleiche: Wir fassen alle Regionalliga-Spiele der Konkurrenz zusammen. Nach dem 3:0-Auswärtssieg des TSV 1860 München beim FC Memmingen sind in der Liga nur noch vier Clubs ungeschlagen. Dies sind der neue Tabellenführer FV Illertissen, der zehn Punkte aus vier Spielen auf dem Konto hat, der TSV Buchbach mit acht Punkten aus vier Partien, sowie der TSV Aubstadt und die Löwen mit jeweils fünf Zählern aus drei Begegnungen.

Vilzing verliert in Augsburg

FC Augsburg II – DJK Vilzing 3:1 (1:1)
0:1 Özbay (23.), 1:1 Malaj (43.), 2:1 Sakar (63.), 3:1 Dreo (81.)
Vor dem vierten Spieltag langen die DJK Vilzing und der FC Memmingen mit drei Siegen an der Tabellenspitze. Wie die Allgäuer kassierte aber auch Vilzing am Freitagabend die erste Pleite. Die Gäste gingen Mitte des ersten Abschnitts durch einen Treffer von Erol Özbay in Front, doch Aris Isa Malaj traf kurz vor der Pause zum Ausgleich. Im zweiten Durchgang drehten die Augsburger durch Tore von Faik Gazi Jonas Sakar und David Dreo das Spiel und feierten beim 3:1 den ersten Saisonsieg.

VfB Eichstätt – SpVgg Ansbach 2:0 (0:0)
1:0 Mayer (76.), 2:0 Gündling (87.)
Die SpVgg Ansbach steht weiterhin mit null Punkten am Tabellenende der Regionalliga Bayern. Beim Auswärtsspiel in Eichstätt sah es lange so aus, als ob die 900 Zuschauer ein torloses Unentschieden zu sehen bekommen würden. In der Schlussphase schlugen die Hausherren dann doppelt zu und sicherten sich den ersten Dreier der Spielzeit. Johannes Mayer brachte den VfB in Führung, Moritz Gündling machte drei Minuten vor Schluss den Sack zu.

SpVgg Greuther Fürth II – TSV Landsberg 2:0 (2:0)
1:0 Balliu (20.), 2:0 Balliu (39.)
Die SpVgg Greuther Fürth fuhr gegen den TSV Landsberg die ersten drei Punkte der Saison ein. Mann des Spiels war Olgherto Balliu, der bereits vor der Pause einen Doppelpack schnürte. Vor 305 Zuschauern war die Entscheidung damit schon gefallen. Der Aufsteiger aus Landsberg konnte im zweiten Durchgang nicht mehr zulegen und bleibt auch nach dem vierten Auftritt in der neuen Spielklasse sieglos.

Illertissen schießt die Bobfahrer ab

FV Illertissen – SpVgg Unterhaching 3:0 (2:0)
1:0 (8.) Milic, 2:0 Hasler (45.), 3:0 Milic (69.)
Eine klare Sache war das Duell zwischen Illertissen und den Bobfahrern aus Unterhaching. Die Hausherren siegten verdient mit 3:0 und stürmten damit an die Tabellenspitze. Denis Milic brachte die Hausherren früh in Führung, direkt mit dem Pausenpfiff traf vor 517 Zuschauern Alessio Hasler zum 2:0. Spätestens nach dem 3:0, das wiederum Milic erzielte, war das Spiel gelaufen.

TSV Buchbach – TSV Aubstadt 1:1 (1:0)
1:0 Stoßberger (12.), 1:1 Sturm (66.)
Weiterhin ohne Niederlage blieb das Team aus der Spanferkel-Hauptstadt der Regionalliga Bayern, der TSV Buchbach. Die 564 Zuschauer bekamen gegen den TSV Aubstadt ein leistungsgerechtes Unentschieden zu Gesicht. Tobias Stoßberger ließ die Fans der Hausherren nach zwölf Minuten jubeln, Severo Sturm traf nach einer guten Stunde für Aubstadt zum 1:1-Endstand.

SC Eltersdorf – 1. FC Nürnberg 1:1 (0:0)
0:1 Üstel (29.), 1:1 Fuchs (89./Eigentor)
Eine Minute trennte den letztjährigen Meister 1. FC Nürnberg II vom ersten Saisonsieg. Am Ende mussten sich die kleinen Glubberer beim SC Eltersdorf aber mit einem 1:1-Unentschieden zufrieden geben. Nizar Üstel hatte für Nürnberg den Führungstreffer markiert. Eine Minute vor Schluss fiel dann durch ein Eigentor von Pascal Fuchs der Ausgleich zum 1:1-Endstand.

Burghausen kassiert Heimpleite

SV Wacker Burghausen – TSV Schwaben Augsburg 1:2 (0:1)
0:1 Rehwald (42.), 0:2 Omenlo (52.), 1:2 Schwarzensteiner (72.)
Die Überraschung des vierten Spieltags gelang dem TSV Schwaben Augsburg mit einem 2:1-Auswärtssieg beim SV Wacker Burghausen. Die Schwaben, die bislang erst zwei Punkte auf dem Konto hatten, gingen durch Johannes Rehwald kurz vor dem Pausentee in Führung und legten durch Benjamin Omenlo nach dem Seitenwechsel das 0:2 nach. Mehr als der Anschlusstreffer von Benedikt Schwarzensteiner war für die Hausherren vor 1.087 Zuschauern im Anschluss nicht mehr drin.

1. FC Schweinfurt – SpVgg Bayreuth 2:1 (1:1)
1:0 Ebner (4.), 1:1 Shaquiri (11.), 2:1 Heinle (86./Eigentor)
Den zweiten Sieg der Saison sicherte sich der 1. FC Schweinfurt beim Heimspiel gegen die SpVgg Bayreuth vor 1.932 Zuschauern mit einem 2:1-Sieg. Wie schon beim 2:2 gegen Sechzig legte die Schweinfurter ein frühes Tor nach. Gil Ebner traf nach vier Minuten zum 1:0, doch Erijon Shaqiri egalisierte wenig später. Der Siegtreffer für die Schnüdel fiel in der Schlussphase durch ein Eigentor von Adrian Heinle.

Erlösender Sieg – 1860 gewinnt 3:0 in Memmingen

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1860 gewinnt 3:0 in Memmingen

Das dritte Spiel – das dritte Fußballfest! Am Freitagabend war der TSV 1860 München bei bestem Sommerwetter zum dritten Regionalliga-Spiel der Saison 2026/27 beim FC Memmingen zu Gast. Das schmucke kleine Stadion im Allgäu war mit 5.000 Zuschauer ausverkauft, gefühlt 4.500 davon hielten es mit weiß-blau. Im ersten Durchgang war die Begegnung über weite Strecken ausgeglichen. Den einzigen Treffer markierten die Sechzger. Nach einer flachen Hereingabe von Erdogan von links stand Routinier Niederlechner goldrichtig und grätsche das Leder zum 0:1 über die Linie. Nach einer Drangphase der Heimischen zu Beginn der zweiten Hälfte legte Fiedler das 0:2 nach (57.). Eberwein machte mit einem Traumtor zum 0:3-Endstand endgültig den Deckel drauf. Der erste Saisonsieg der Sechzger war beim Tabellenführer in Memmingen in trockenen Tüchern.

Keine Umstellungen in der Startelf

Trainer Alper Kayabunar schickte die gleiche Startelf aufs Feld wie beim 2:2 gegen den FC Augsburg II vor einer Woche. Erstmals im Kader stand Neuzugang Seiffert, der aus Aue nach Giesing gekommen war. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase bekamen die Münchner etwas mehr Zugriff und nutzten gleich die erste ernsthafte Torchance zur Führung. Erdogan setzte sich auf der linken Außenbahn durch, brachte den Ball scharf und flach in den Strafraum und Niederlechner rutschte mit dem Ball über die Linie. Fortan standen beide Seiten in der Defensive gut und hatten noch Halbchancen, wirklich zwingend wurde aber keine Mannschaft mehr und so ging es beim Stand von 0:1 für Münchens große Liebe in die Katakomben.

Keine Wechsel zur Halbzeitpause

Neben den Feld erwiesen sich die Allgäuer als tolle Gastgeber. Weder beim Parken, noch beim Einlass gab es irgendwelche größeren Probleme. Das Catering klappte hervorragend, sodass alle Löwenfans ein Grinsen auf den Lippen hatten, nicht zuletzt aufgrund des Spielstands. Zur Halbzeit entschieden sich beide Trainer gegen Auswechslungen, die Teams kamen unverändert auf den Rasen zurück. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff schickte Coach Alper Kayabunar dann seine komplette Bank zum Aufwärmen. Zuvor waren die Memminger bei zwei Steckpässen jeweils knapp im Abseits gestanden, die Löwen mussten im zweiten Durchgang erst wieder in die Partie finden. Wagner kam nach knapp 55 Minuten für Wach aufs Feld.

Löwenfans treiben ihr Team zum 0:2

Direkt im Anschluss hatte Pfaumann für Memmingen die Riesenchance auf den Ausgleich, er schob die Kugel aber knapp neben den Pfosten. Umso lauter wurden die Löwenfans auf den Rängen, die ohnehin für sensationelle Stimmung sorgten und trieben ihr Team nach vorne. Die Sechzger wachten auch immer mehr auf und kamen zu Entlastungsangriffen. Genau zum richtigen Zeitpunkt nach 57 Minuten legten die Löwen das 0:2 nach. Kapitän Dressel spielte einen Querball auf Fiedler, der plötzlich durch war und aus 16 Metern überlegt ins lange Eck einschob. Das Spiel wurde etwas hektischer, doch die Münchner ließen sich nicht von ihrer Linie abbringen.

Memmingen rennt an – Sechzig wechselt

Die Hausherren versuchten nun mehr Druck zu machen, wurden aber erst einmal nicht gefährlich. Dann wechselte Kayabunar nach der obligatorischen Schalparade in der 60. Spielminute doppelt. Ortivero Calderon und Deniz kamen für Niederlechner und Husic aufs Feld. Mit seinem ersten Abschluss aus 18 Metern verfehlte Routinier Deniz den dritten Treffer für die Sechzger nur knapp. Mit dem 2:0 im Rücken wurden die Löwenfans immer noch lauter und sorgten bei untergehender Sonne für eine tolle Kulisse. Auf dem Feld hatten die Gäste alles im Griff, Memmingen war zwar bemüht, aber nicht wirklich zielstrebig. Nach vorne hatte Ortivero Calderon die nächste Gelegenheit, sein Schuss aus spitzem Winkel wurde aber zur Ecke abgewehrt.

Sensationeller Support in der Schlussphase

Mit den euphorischen Fans im Rücken zischte eine Direktabnahme von Dressel knapp am Kasten vorbei. Für die Schlussphase kamen Seiffert und Hoppe und für Erdogan und Weber aufs Feld, die letzten beiden Wechsel der Sechzger. Auch Memmingen brachte drei frische Kräfte, ohne aber wirklich neuen Schwung ins Offensivspiel zu bringen. Die langen Bälle der Heimischen landeten stets bei den Löwen, die hinten gut standen. Zwei Ecken der Allgäuer sorgten nochmal für Gefahr im Löwen-Strafraum, konnten aber wegverteidigt werden.

Sechzig macht mit dem 3:0 den Sack zu

Die Memminger warfen in den letzten zehn Minuten alles nach vorne. Doch die Löwen standen gut und ließen kaum Abschlüsse zu. Immer hatten die Münchner ein Bein dazwischen und ließen nichts mehr anbrennen. Eberwein machte mit einem Sahnetreffer zum 3:0 (89.) endgültig den Sack zu. Nach dem Schlusspfiff war die Erleichterung bei Trainer Kayabunar und seinen Schützlingen natürlich riesig. Die Löwen bejubelten ihren ersten Saisonsieg (zudem zu Null, was dem Coach besonders wichtig gewesen sein dürfte) und haben nach drei Spielen nun ordentliche fünf Punkte auf dem Konto. So konnten sich Mannschaft und Fans glücklich auf den kurzen Nachhause-Weg in die Landeshauptstadt machen.

Liveticker: FC Memmingen – TSV 1860 München (4. Spieltag)

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Liveticker Memmingen 1860

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem FC Memmingen und dem TSV 1860 München! Die beiden Mannschaften treffen am 4. Spieltag der Regionalliga Bayern in der e-con Arena aufeinander.

Drei Spiele, drei Siege – so die beeindruckende Bilanz des bisherigen Tabellenführers FC Memmingen. Doch auch die Löwen sind noch ungeschlagen (allerdings auch ohne Sieg) und so dürfen sich die Zuschauer in der Memminger Arena auf eine spannende Partie freuen. Nachdem etliche Stammkräfte beim Pokalsieg in Wendelstein geschont wurden, dürfte im Vergleich zur Partie am Dienstag wieder ordentlich zurückrotiert werden. Also: Gemma, Löwen!

Statistik

Aufstellung:
30 Eicher – 2 Bell, 33 Faßmann, 4 Weber (6 Hoppe (74.), 47 Fiedler – 14 Dressel (C), 22 Husic (36 Deniz (63.)– 8 Wach (9 Wagner (52.)), 13 Eberwein, 19 Erdogan (34 Seiffert (74.) – 7 Niederlechner (12 Ortivero Calderon (63.))

Bank:
23 Musa (TW), 17 Leone, 18 Collins, 24 Gevorgyan

Tore:
0:1 Niederlechner (12.), 0:2 Fiedler (57.), 0:3 Eberwein (89.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
25 Dordan, 20 Klose, 11 Moumou (alle Trainingsrückstand), 1 Bachmann, 34 Krasniqi (beide 2. Mannschaft)

Ausfälle beim FC Memmingen:
Spitzlberger, Gerhardt (beide verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Nach zwei absolvierten Partien in der Regionalliga ist noch kein Löwe von einer Sperre bedroht.

Wo könnt ihr das Spiel FC Memmingen – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Duell der Löwen mit den Rand-Allgäuern (oder sind es doch Oberschwaben?) wird bei BR24Sport im Stream live übertragen.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Gegnervorstellung 2026/27: Fußballclub Memmingen 1907 e.V.

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Fahnenschwenker FC Memmingen

Es geht wieder auswärts! Nachdem Schweinfurt noch Drittliga-Flair versprühte, geht es nun auch vom Ambiente erstmals richtig mit Regionalliga los. Wir fahren diesmal außerdem nicht als haushoher Favorit ins Allgäu, sondern für einen mittelmäßig gestarteten Löwen geht es zum Tabellenführer. Das ist der Fußballclub Memmingen 1907 e.V..

Wo spielen wir da eigentlich?

Memmingen ist eine recht bekannte Stadt und für die Löwen auch kein Neuland. Sowohl Profis als auch Amateure hatten schon des Öfteren mit den Allgäuern zu tun. Die kreisfreie Stadt ist umgeben vom Landkreis Unterallgäu, direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg und hat gut 46 000 Einwohner.

Die Ursprünge der Stadt gehen bis in die Römerzeit zurück, auch die Alemannen und Franken spielten ab dem 5. Jhdt., wie im gesamten Allgäu, eine Rolle. Erstmals unter dem heutigen Namen erwähnt wurde sie allerdings im Jahre 1128 und durch die Lage an der Salzstraße nach Lindau gewann der Ort an Bedeutung. Eine Hochzeit erlebte die damalige Reichsstadt in ihrer wechselhaften Geschichte in der Renaissance und gelangte zu Bedeutung und Reichtum. Heute ist das Oberzentrum besonders durch den von vielen Billig-Fluglinien genutzten Flughafen bekannt.

Sportlich kennt man Memmingen besonders für seinen Eishockeyclub den “ECDC Memmingen”, dessen Frauenteam in der Bundesliga antritt und seit 2023 den Meistertitel gepachtet zu haben scheint. Sehenswürdigkeiten sind die gut erhaltene Altstadt, besonders die St.-Martins-Kirche, sowie zahlreiche Museen. Das Stadttheater wird durch das Landestheater Schwaben bespielt.

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Drei Spiele, drei Siege und eine Tordifferenz von 8:2. Zusammen mit Vilzing ist der FCM die einzige Mannschaft ohne Punktverlust. Nur im Landespokal musste man sich dem FC Ingolstadt mit 0:3 geschlagen geben. In der Liga kommt man den Ergebnissen nach immer besser in Schwung. Nach einem knappen 1:0 beim Aufsteiger aus Landsberg folgten ein 4:1 gegen Ansbach und zuletzt ein klares 3:1 in Bayreuth. Besonders das Umschaltspiel der Allgäuer ist gefährlich. Obacht, Löwen!

Kader & Transfers

Wie in Franken läuft es anscheinend auch im bayerischen Schwaben. Da schieben sich die Memminger und Illertissener die Spieler hin und her. Vier Neuzugänge wagten den Schritt in die Stadt. Darunter auch der frühere Kapitän und Urgestein des FVI Max Zeller (27, IV) und der aktuelle Top-Torschütze des FCM, Luis Pfaumann (24, OM). Das Durchschnittsalter des Kaders ist nur marginal höher als bei unseren Löwen. Interessant ist, dass vergleichsweise viele Spieler eine Vergangenheit auf einem US-College haben. So war z.B. Kapitän Lukas Rietzler (28, ZM) ein halbes Jahr auf der Lynn University in Florida (NCAA Div. II)

Vereinsgeschichte

Zum Start im Jahre 1907 war der FCM eine Abteilung im Memminger Turnverein. Eigenständigkeit erreichten die Fußballer nach einer Ausgliederung im Jahre 1924. Bis zum Ende des Krieges 1945 war man in verschiedensten Ligen erfolgreich, danach verschwand man in der Versenkung. Höhepunkte ereigneten sich erst wieder ab 1970, als man in die Bayernliga aufstieg. Beachtliche 17 Jahre hielt man sich auf der höchsten Ebene Bayerns, ehe man wieder in die Landesliga musste.

Nach zwei Jahren gelang die Rückkehr und man konnte öfter in Richtung Regionalliga schielen. In der Saison 02/03 kam es zu einem kurzen Intermezzo in der Landesliga, seit dem Wiederaufstieg war man immer mindestens in der Bayernliga anzutreffen. Einer der größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte gelang dann 2009/10 mit dem erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga Süd. Danach waren die Memminger Gründungsmitglied der Regionalliga Bayern, mussten aber 2022 zum ersten Mal absteigen. Seitdem sind die Allgäuer etwas zur Fahrstuhlmannschaft geworden. Haben es jetzt aber in der Saison 25/26 geschafft die Klasse zu halten, wodurch das heutige Aufeinandertreffen möglich wird.

Der Verein hat knapp 700 Mitglieder und die Vereinsfarben rot und weiß. Neben der Fußballabteilung wird auch noch Tischtennis angeboten. Deren Herren treten in der Bezirksoberliga an. Im Fußball ist Memmingen DFB-Stützpunkt und BFV-Nachwuchsleistungszentrum.

Stadion

Das Spiel findet im “e-con Arena-Park im Memminger Stadion” statt, hier ist diese unsägliche Bezeichnung wenigstens halbwegs gerechtfertigt. Das Stadion besteht an dieser Stelle seit 1929 und ist seit 2006/2007 von einer Laufbahn befreit. Das Fassungsvermögen beträgt 5 000 Zusehende und ist laut Eigenbeschreibung “[eines der] ansprechendsten Amateur-Stadien in Schwaben”. Der Sportplatz ist in ein größeres Sportzentrum eingebettet. Seit 2023 gibt es auch einen, vom Verein selbst gebauten, VIP-Bereich, der auch für Regionalligaverhältnisse außerirdisch wirkt. Das Funktionsgebäude dient als Eventlocation und Business- bzw. VIP-Bereich. Die 240 Karten werden gut angenommen und ist meist mit Dauerkarten gut ausgelastet.

Trivia – Unnützes Wissen

  • In der Bayernligasaison 23/24 waren oft bis zu  25% der Zusehenden VIPs.
  • Die Wallensteinfestspiele Memmingen sind die größten Historienfestspiele in Europa und existieren seit 1980
  • Die Aufstiegsrelegation zur Regionalliga 1996/97 wurde durch einen Flutlichtausfall mit Spielabbruch zu Ungunsten des FCM beeinflusst.
  • Der FC Memmingen ist ewiger Tabellenführer der eingleisigen Bayernliga.

FCM-Trainer Matthias Günes: “Noch nie vor so einer großen Kulisse gespielt”

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13.7.2017 FC Memmingen - TSV 1860 toto pokal günes

In wenigen Stunden rollt der Ball in der Memminger Arena, wenn Tabellenführer FC Memmingen auf den TSV 1860 München trifft, der seinerseits endlich den ersten Saisonsieg einfahren möchte. Für FCM-Trainer Matthias Günes ist die Partie nicht nur aufgrund der tabellarischen Konstellation etwas Besonderes: “Ich habe noch nie vor so einer großen Kulisse gespielt.”

Matthias Günes fiebert der Partie entgegen und scherzt

Mit drei Siegen aus den ersten drei Partien sind die Rand-Allgäuer perfekt in die neue Saison gestartet, werden dabei aber nicht übermütig, selbst wenn der Trainer zu Scherzen aufgelegt ist:

“Ja, wir sind gut rausgekommen, können aber das Ganze schon auch richtig einordnen. (…) Ich hab schon auf der Pressekonferenz in Bayreuth gescherzt: Alles außer ein Sieg gegen die Sechziger ist nicht akzeptabel! Spaß beiseite. Wir werden versuchen, mit unseren Mitteln auch die Löwen zu ärgern. Mit drei Siegen im Rücken fällt das natürlich leichter, weil Selbstvertrauen da ist. Aber ich sag`s mal so: Die größere Erwartungshaltung liegt sicherlich beim Gegner.”

Dass das Spiel auch für ihn ein ganz besonderes ist, verhehlt Günes nicht:

“Ich habe noch nie vor so einer großen Kulisse gespielt.”

Kaum Verletzungssorgen beim FCM

Bis auf die langzeitverletzten Jordan Spitzlberger und Mike Gerhardt stehen den Memmingern aktuell alle Akteure zur Verfügung. Entsprechend zufrieden zeigt sich der Memminger Trainer auch bezüglich der Vorbereitung auf das Spiel gegen die Löwen:

“Die Jungs trainieren gut. Du merkst, da steht eine Einheit auf dem Platz und man spürt die Freude bei jedem, für den anderen zu arbeiten oder sich für den anderen einzusetzen. Das ist eine sehr gute Basis, die wir gerade haben. Zudem haben wir kaum Verletzungssorgen. Der Konkurrenzkampf ist groß und leistungsfördernd.”

Anpfiff in der Memminger Arena ist am Freitagabend um 19 Uhr, sechzger.de berichtet via LIVETICKER vom Auftritt des TSV 1860.

TSV 1860: Neue Gesichter und Abgänge von U21 bis U17

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münchens jugend tsv 1860

Nicht nur bei der 1. Mannschaft der neu gegründeten Spielbetriebs GmbH hat sich in diesem Sommer einiges im Kader getan. Auch im Löwennachwuchs gibt es einige neue Gesichter und Abgänge.

U21

Neuzugänge

Fares Ibrahim

Position: Mittelstürmer
Alter: 20 Jahre
Vorheriger Verein: TSV Landsberg

Der 20-jährige Angreifer kennt die Bayernliga bereits bestens. Ibrahim kam in der vergangenen Saison für Landsberg auf 13 Einsätze. In seiner Ausbildung durfte er beim TSV Schwaben Augsburg in der U17 und dann beim SV Darmstadt 98 in der U19 spielen. Bei seinem Debüt für die Löwen gegen Schalding-Heining stand Ibrahim direkt in der Startelf und erzielte kurz vor Schluss die zwischenzeitliche Führung. Auch in seinem Zweiten Spiel gegen den FSV Pfaffenhofen durfte Ibrahim starten und holte den Elfmeter, der zum 1:0 für die Löwen führte raus.

Fabio Rost

Position: Zentrales Mittelfeld
Alter: 19 Jahre
Vorheriger Verein: SSV Jahn Regensburg II

Der variable Mittelfeldspieler, der letztes Jahr auch einige Spiele auf der Sechs und in der Innenverteidigung aushalf, verbrachte den größten Teil seiner Fußballausbildung beim Kleeblatt aus Fürth, bevor er zur zweiten Mannschaft des SSV Jahn Regensburg wechselte. Nach seinem Wechsel am 05.08. durfte er immerhin bereits 13 Spielminuten Löwenluft schnuppern. Besonders interessant: Fabio Rost ist der Sohn des ehemaligen Bundesligaspielers und späteren Trainers Timo Rost, der zuletzt 2022 mit Erzgebirge Aue auf Giesings Höhen zu Gast war.

Deniz Haimerl

Position: Innenverteidiger
Alter: 23 Jahre
Vorheriger Verein: TSV Steinbach Haiger

Mit 23 Jahren ist Deniz Haimerl der erfahrenste der vier externen Neuzugänge in der U21. Der 1,85 Meter große Innenverteidiger bringt bereits reichlich Regionalliga-Erfahrung mit, weshalb er zuerst auch als Neuzugang für die erste Mannschaft der Löwen gehandelt wurde. Er wurde in jungen Jahren in der Seitenstraße ausgebildet, wonach er lange bei Unterhaching verweilte. Er weiß nicht nur mit robustem Zweikampfverhalten, sondern auch mit Führungsspielerqualitäten zu überzeugen. So führte er die zweite Mannschaft der Löwen in den beiden letzten Spielen als Kapitän aufs Feld.

Luca Dollinger

Position: Stürmer
Alter: 19 Jahre
Vorheriger Verein: TSV Landsberg

Ganz frisch verstärkt Luca Dollinger die Löwen, ebenfalls aus Landsberg. Er dürfte den Löwenscouts wohl vor allem aufgrund seiner Torquote aufgefallen sein. Der variable Offensivspieler, der sowohl im Sturmzentrum als auch auf den Außenbahnen spielen kann, steuerte in der Aufstiegssaison der Landsberger 7 Tore in 20 Partien bei. Doch damit nicht genug, denn Dollinger lief bei Landsberg auch noch für die U19 und die zweite Herrenmannschaft auf. Dort konnte er 25 (U19) und 16 (Landsberg II) weitere Treffer erzielen. Nachdem Dollinger erst am 12.08. zu den Löwen wechselte, konnte er noch keine Minuten im Löwendress sammeln.

Abgänge

Arian Garza

Position: Linkes Mittelfeld
Alter: 21 Jahre
Aufnehmender Verein: Simon Fraser (Kanada)

Linksaußen Arin Garza verlässt die Löwen nach sechs Jahren und wechselt nach Kanada zur Simon Fraser University. Der Deutsch-Iraker spielte vor seinem Wechsel zu den Löwen beim SC Arcadia Messestadt München.  In seinen beiden Spielzeiten in der Bayernliga Süd kam Garza auf insgesamt 53 Einsätze. Dabei erzielte er neun Tore und bereitete elf weitere Treffer vor.

Max Jägerbauer

Position: Rechter Verteidiger
Alter: 21 Jahre
Aufnehmender Verein: SV Kirchanschöring

Max Jägerbauer, von seinen Mitspielern auch „Jäger“ genannt, verlässt die Löwen und schließt sich dem Bayernligakonkurrenten SV Kirchanschöring an. Der flexibel einsetzbare Jägerbauer kann sowohl als rechter Verteidiger als auch auf dem rechten Flügel eingesetzt werden. 2022 wechselte er aus der U17 des TSV 1860 Rosenheim zu den Löwen und entwickelte sich dort weiter. Am 12. September 2026 kommt es schließlich zum Wiedersehen mit seinen ehemaligen Mannschaftskollegen, wenn Jägerbauer mit dem SV Kirchanschöring in der Bayernliga auf die Löwen-Amateure trifft.

Mathias Roithmayr

Position: Offensives Mittelfeld
Alter: 20 Jahre
Aufnehmender Verein: FC Pipinsried

Doch nicht nur Jägerbauer zieht es in die Bayernliga Süd: Mathias Roithmayr wechselt zum ambitionierten FC Pipinsried. Der vielseitig einsetzbare Mittelfeldspieler erzielte in dieser Saison nach vier Spieltagen bereits zwei Treffer und war 2020 vom FC Ingolstadt zu den Löwen gewechselt. Beim FC Pipinsried tritt der 20-Jährige nun ein großes Erbe an: Er soll die Lücke schließen, die Ex-Löwe Nico Karger nach zwei Jahren beim Verein hinterlässt.

Weitere Abgänge

Sandro Porta schließt sich dem 1. FC Penzberg in der Bezirksliga an, während Finn Fuchs zu Borussia Dortmund II in die Regionalliga West wechselt. Evarist Samey und Lars Martini sind aktuell noch vereinslos.

U19

Neuzugänge

In der U19 der Löwen gab es in diesem Sommer noch keine externen Neuzugänge. Der Kader wird damit weiterhin aus Spielern bestehen, die bereits im eigenen NLZ ausgebildet wurden und aus der U17 nachrücken.

Abgänge

Luk Hohmann

Position: Defensives Mittelfeld
Alter: 19 Jahre
Aufnehmender Verein: GW Bulldogs (USA)

Ein weiterer Löwe wechselt nach Nordamerika. Der defensive Mittelfeldspieler Luk Hohmann, der 2020 zu den Löwen kam, geht nun zu den GW Bulldogs, offiziell die Gardner-Webb Runnin’ Bulldogs. Diese sind die Sportmannschaften der Gardner-Webb University im US-Bundesstaat North Carolina.

Olivér Árnits

Position: Rechter Verteidiger
Alter: 19 Jahre
Aufnehmender Verein: Vasas FC II

Der ehemalige ungarische U-Nationalspieler Olivér Árnits wechselt nach Budapest. Der 1,84 Meter große Verteidiger kam 2020 von 1860 Rosenheim zum TSV 1860 München und spielte dort sowohl in der U17 als auch in der U19.

Julian Büsel

Position: Rechter Flügel
Alter: 17 Jahre
Aufnehmender Verein: Deisenhofen U19

Nach nur einem Jahr verabschiedet sich Julian Büsel wieder von den Löwen. Der Flügelflitzer absolvierte in der Herbstrunde der DFB-U17-Nachwuchsliga 13 Spiele und erzielte dabei zwei Tore. In der Frühjahrsrunde lief es für Büsel wesentlich besser. In 12 Partien gelangen ihm acht Treffer und eine Vorlage.

Weitere Abgänge

Auch bei weiteren Spielern gibt es Veränderungen: Fabian Rothermel wechselt in die U19 des FC Gundelfingen. Jonas Körber, Paul Weinelt, Samir Kenzeddine, Georgis Genidis und Mikail Yilmaz sind derzeit noch vereinslos.

U17

Neuzugänge

Adin Hrnjic

Position: Offensives Mittelfeld
Alter: 16 Jahre
Vorheriger Verein: TSV Milbertshofen

Adin Hrnjic ist beidfüßig und soll die Löwen im offensiven Mittelfeld verstärken. Passend dazu wird er die Rückennummer 10 – die bei den Löwen in jüngerer Vergangenheit nicht gerade mit Glück gesegnet war – tragen. Aufgrund einer unbekannten Verletzung konnte der beidfüßige Bosnier bislang noch keine Einsatzminuten im ersten Spiel der Vorrunde gegen Unterhaching sammeln.

Erion Saiti

Position: Linksaußen
Alter: 16 Jahre
Vorheriger Verein: Kirchheimer SC

Auch Erion Saiti ist Offensivspieler, der sich aber eher auf den Außenbahnen als im Zentrum wohl fühlt. Er konnte im ersten Spiel der U17 bereits seine ersten Einsatzminuten sammeln, dort aber noch keine Torbeteiligung verbuchen.

Abgänge

Manchour Tebonou

Position: Offensives Mittelfeld
Alter: 15 Jahre
Aufnehmender Verein: RB Leipzig U17

Ein echtes Juwel verliert der TSV 1860 München an RB Leipzig. Der erst 15-jährige Manchour Tebonou wechselt laut BILD für eine niedrige sechsstellige Ablösesumme nach Sachsen. Der junge Offensivspieler galt bei den Löwen als großes Talent und hatte sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Für 1860 ist der Abgang besonders bitter, gleichzeitig bringt der Transfer dem Verein eine wichtige Einnahme. Anders als bei den Ablösen von Kiefersauer oder Althaus fließt das Geld aus dem Tebonou-Transfer nicht in die Insolvenzmasse der KGaA, sondern direkt an den TSV 1860 e.V.

Benedek Kimmel

Position: Innenverteidiger
Alter: 17 Jahre
Aufnehmender Verein: Honvéd U19

Ein weiterer Ungar verlässt den TSV 1860 München. Kimmel, der im Oktober 2025 sein Debüt für die ungarische U17-Nationalmannschaft feierte, wechselt ebenfalls nach Budapest zu Ex-Löwen-Trainer Maurizio Jacobacci. Dort soll sich der junge Spieler zunächst in der U19 weiterentwickeln, bevor er den Sprung in die erste ungarische Liga schaffen soll.

Leonard Schoierer

Position: Mittelstürmer
Alter: 17 Jahre
Aufnehmender Verein: Hallescher FC U19

Der 2023 von Milbertshofen zum TSV 1860 München gewechselte Stürmer Leonard Schoierer zieht weiter und schließt sich Halle an. In 19 Spielen sammelte der Linksfuß insgesamt fünf Scorerpunkte und kam dabei auf 1.044 Einsatzminuten. Sein Pflichtspieldebüt für seinen neuen Verein könnte Schoierer bereits am heutigen Freitag feiern. In der U19-Nachwuchsliga trifft der HFC dabei auf Hertha BSC.

Weitere Abgänge

Damit steht nur noch ein Abgang aus: Maximilian Frenzel. Er ist aktuell vereinslos und damit der letzte noch offene Abgang.