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TSV 1860 – SpVgg Bayreuth: Ergebnistipp Eroll Zejnullahu

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Tsv 1860 Eroll Zejnullahu

Sowohl für den TSV 1860 als auch für die SpVgg Bayreuth schnürte Eroll Zejnullahu einst die Fußballstiefel. Heute tippt der Mittelfeldspieler das Ergebnis der Partie zwischen seinen beiden Ex-Vereinen.

Eroll Zejnullahu tippt Duell der Ex-Clubs

In der Saison 2023/24 stand der ehemalige Nationalspieler des Kosovo an der Grünwalder Straße unter Vertrag und absolvierte 21 Spiele in der 3. Liga (1 Tor, 3 Assists). Davor und danach zog der gebürtige Berliner im Mittelfeld der Oldschdod die Fäden und kam in 64 Partien in der 3.Liga und Regionalliga Bayern auf unsgesamt 10 Treffer und 20 Vorlagen. Sein Tipp für die Partie am Dienstagabend?

“Mein Tipp ist ein 2:2.
Für 1860 treffen Weber und Niederlechner, für Bayreuth Schwarz und Scheder.”

Ursprünglich hatte Zejnullahu Tunay Deniz als Torschützen auserkoren, seinen Tipp nach der Verletzung des Spielmacher in Illertissen jedoch abgeändert. Apropos Verletzung: Immer wieder wurde Eroll Zejnullahu während seiner Karriere von Verletzungen geplagt, so auch aktuell. Seit der Vorbereitung fällt er aus und kann Drittliga-Aufsteiger Würzburger Kickers derzeit nicht unterstützen.

“Ich arbeite gerade hart an meinem Comeback und schaue, dass ich in diesem Monat noch ins Mannschaftstraining einsteige. Bei Würzburg stehe ich noch bis 2028 unter Vertrag und fühle mich hier auch sehr wohl.”

Auslandserfahrung in der Slowakei

In seiner Laufbahn ist der 31-Jährige ganz schön rumgekommen: Nach diversen Stationen in Berlin wechselte er zum SV Sandhausen und zu Carl-Zeiss Jena, ehe er beim slowakischen Erstligisten FC Nitra gar internationale Erfahrung sammeln konnte.

Über den Berliner AK landete er bei der SpVgg Bayreuth, bei den Löwen und erneut bei der Oldschdod, bevor er sich im Sommer 2025 den Würzburger Kickers anschloss. In der Aufstiegssaison der Unterfranken wirkte Zejnullahu in 19 Spielen mit, in denen ihm 2 Tore und 2 Assists gelangen.

Titelbild: CR-Fotos

Sechzig um Sieben: Neuigkeiten zum Merch

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Alles Interessante rund um den TSV 1860 München gibt es zum Wochenstart hier kompakt bei Sechzig um Sieben.

Nur ein Punkt: 1860 tut sich schwer in Illertissen

Der TSV München tat sich heute Nachmittag bei Auswärtsspiel in Illertissen über weite Strecken schwer. So stand am Ende ein 1:1 auf der Anzeigetafel, das 1860 in der Tabelle nicht recht weiterbringt. Nach der hart erarbeiteten Führung schalteten die Löwen zu früh einen Gang zurück und wurden dafür bestraft. Mehr zum Spiel findet ihr im Spielbericht, den Giesinger Gedanken sowie der Fotogalerie. Im laufe des Tages kommen dann noch die Stimmen zum Spiel.

Warum beim TSV 1860 aktuell keine Fanartikel verkauft werden (können)

Viele Fans des TSV 1860 München kontaktieren sechzger.de in letzter Zeit mit Fragen zum Fanartikelverkauf. Dabei steht eine Frage im Vordergrund: warum gibt es aktuell eigentlich Fanartikel nur in „Sonderaktionen“ wie dem Verkauf des e.V-Shirts oder dem Pre-Sales von Heim- und Auswärtstrikot. Eine besondere Befürchtung, die wir auch immer zu hören bekommen, ist, dass e.V. bzw. Spielbetriebsgesellschaft dadurch viel Geld verloren geht, da aktuell die Nachfrage nach neuen 1860-Fanartikeln sehr groß ist. Wir haben für Euch beim Prädium nachgefragt. Vize-Präsident Peter Schaefer beantwortete uns unsere Fragen dazu.

Ausweichtrikot des TSV 1860 ab 22.10. erhältlich

Passend dazu: Nach dem weiß-blauen Heimtrikot und dem dunkelblauen Auswärtstrikot kann man ab dem 22.10. auch das Ausweichtrikot des TSV 1860 München bestellen. Grundfarbe des Jerseys dürfte hell- oder mintgrün sein, es ist durchzogen von einigen dunklen Nadelstreifen. Das Wappen der FA sowie das Logo des Herstellers Societas sind zentral platziert. Erfreulich ist auch, dass Sponsor Dialog auf sein orangenes Logo verzichtet und ebenfalls nur durch einen dunklen Schriftzug vertreten ist.

Nähere Informationen zum Trikot sowie den Bestellmöglichkeiten werden sicher zeitnah auf den offiziellen Kanälen des TSV 1860 bekanntgegeben.

News aus der Regionalliga

Schlusslicht zieht die Reißleine: TSV Landsberg trennt sich von Trainer René Schröder

Der TSV Landsberg hat am Sonntag die Trennung von Trainer René Schröder bekanntgegeben. Damit reagiert der Verein auf eine sportlich desolate Hinrunde: Nach zwölf Spielen in der Regionalliga Bayern steht Landsberg mit lediglich einem Sieg auf dem letzten Tabellenplatz (Rang 18). Bis zur Winterpause übernimmt Muriz Salemovic die Mannschaft.

Ergebnisse aus der Regionalliga

Freitag 1:1 Seitenstraße 1b – Haching
1:1 Schweinfurt – Eltersdorf
Samstag 3:3 Burghausen – Fürth II
1:0 Memmingen – Eichstätt
0:1 Ansbach – Nürnberg II
1:1 Vilzing – Buchbach
0:3 Schwaben Augsburg – Bayreuth
2:2 Landsberg – Aubstadt
1:1 FV Illertissen – TSV 1860 München
Spielfrei Augsburg II

 

Ausweichtrikot des TSV 1860 ab 22.10. erhältlich

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1860 ausweichtrikot societas

Nach dem weiß-blauen Heimtrikot und dem dunkelblauen Auswärtstrikot kann man ab dem 22.10. auch das Ausweichtrikot des TSV 1860 München bestellen.

Ausweichtrikot des TSV 1860 ab 22.10.

Wie man dem Social Media-Account eines Mitarbeiters entnehmen kann, haben die Fans des TSV 1860 am 22. Oktober ab 18.60 Uhr die Möglichkeit, das neue Auswärtstrikot zu bestellen. Grundfarbe des Jerseys dürfte hell- oder mintgrün sein, es ist durchzogen von einigen dunklen Nadelstreifen. Das Wappen der FA sowie das Logo des Herstellers Societas sind zentral platziert. Erfreulich ist auch, dass Sponsor Dialog auf sein orangenes Logo verzichtet und ebenfalls nur durch einen dunklen Schriftzug vertreten ist.

Nähere Informationen zum Trikot sowie den Bestellmöglichkeiten werden sicher zeitnah auf den offiziellen Kanälen des TSV 1860 bekanntgegeben.

Warum beim TSV 1860 aktuell keine Fanartikel verkauft werden (können)

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Viele Fans des TSV 1860 München kontaktieren sechzger.de in letzter Zeit mit Fragen zum Fanartikelverkauf. Dabei steht eine Frage im Vordergrund: warum gibt es aktuell eigentlich Fanartikel nur in „Sonderaktionen“ wie dem Verkauf des e.V-Shirts oder dem Pre-Sales von Heim- und Auswärtstrikot. Eine besondere Befürchtung, die wir auch immer zu hören bekommen, ist, dass e.V. bzw. Spielbetriebsgesellschaft dadurch viel Geld verloren geht, da aktuell die Nachfrage nach neuen 1860-Fanartikeln sehr groß ist. Wir haben für Euch beim Prädium nachgefragt. Vize-Präsident Peter Schaefer beantwortete uns unsere Fragen dazu.

Warum gibt es aktuell quasi keine Fanartikel mit dem Logo der FA zu kaufen?

Der Aufbau eines Fanshops bei einem Verein wie dem TSV 1860 München ist ein zeitlich wie organisatorisch aufwändiges und inhaltlich komplexes Unterfangen, das man nicht innerhalb weniger Wochen aus dem Boden stampfen kann. Derzeit arbeiten wir an der Erstellung eines ersten Sortiments, sodass zumindest die Nachfrage für das Weihnachtsgeschäft bedient werden kann. Die Löwenfans benötigen also bitte noch ein wenig Geduld. Ein vollständig ausgestatteter Fanshop innerhalb weniger Wochen hätte nur unter Verwirklichung eines langjährigen Masterplans funktioniert.

Da ein solcher nicht existierte, dürfen wir nicht vergessen, wo wir herkommen: Im Sommer mussten wir unter höchstem Zeitdruck für die Etablierung eines geordneten Spieltriebs auf professionellem Niveau klare Prioritäten setzen: Ticketing, Stadionvertag, Mannschaft, Sponsoren, Ausrüster, Vereinbarungen mit dem Insolvenzverwalter, etc. Der Aufbau des Merchandise folgte unmittelbar, nachdem das Ticketing initiiert war und eingespielt lief und legte sodann den Fokus auf den Verkauf der Trikots. Die nächsten Schritte sind nun, wie gesagt, angelegt.

Seht Ihr es auch so, dass die Kaufbereitschaft der Fans aktuell sehr hoch ist und man die Erlöspotentiale ungenutzt lässt?

Natürlich sehen wir das und wir sind uns der Dringlichkeit bewusst, schließlich haben wir seit 14 Jahren zum ersten Mal die Möglichkeit, diese wichtige Einnahmesäule für den Fußballspielbetrieb zu nutzen. Andererseits atmen sicher auch einige Fans nach Spenden, teilweise doppeltem Jahreskartenkauf und Trikotbestellungen finanziell auch gerne einmal kurz durch. Wir können hier nur erneut um ein wenig Geduld bitten und für Verständnis werben.

Aufbau des kompletten Sortiments an Fanartikeln für 1860 wird noch etwas dauern

Gibt es einen konkreten Zeitplan, wann man mit einem kompletten Merchandising loslegen will?

Ein „komplettes“ Merchandising wird sicher noch etwas dauern. Andere Clubs haben Jahre Zeit, um eine professionelle Vertriebsstruktur aufzubauen. Aber es wird demnächst schrittweise weitere Artikel im Shop geben, ohne dass ich jetzt allzu hohe Erwartungen schüren möchte.

Will man vielleicht ganz bewusst mehr auf Qualität und weniger auf Masse setzen?

Beides schließt sich nicht aus. Mit Sicherheit wollen wir uns qualitativ und optisch positiv vom Sortiment der Vergangenheit abheben. Wir dürfen uns aber nichts vormachen, der Fanshop eines Vereins wie Sechzig München sollte keine Boutique sein, sondern muss eine große Bandbreite an Fans jeder Geschmacksrichtung und Kaufkraft bedienen können.

Welches Sortiment schwebt Euch da vor? Wieder das komplette vom Feuerzeug über den Gartenzwerg, den Fanschal und T-Shirts bis hin zu großen Fahnen für den Schrebergarten oder ein eher kleines, aber feines Sortiment?

Wir wollen allen Fans etwas anbieten können. Da gehört der berühmte Gartenzwerg genauso dazu wie besondere Schals, Caps, aber auch Business- oder Kinder/Babyartikel. Aber wie bereits erwähnt, alles auf einmal wird nicht klappen, das wird Schritt für Schritt erfolgen.

Im Umfeld des TSV 1860 gibt es viele bekannte kreative Köpfe mit Erfahrung in Design und Umsetzung solcher Produkte. Wäre es nicht sinnvoll dieses Potential anzuzapfen bzw. hat man das schon getan?

Das wäre mit Sicherheit sinnvoll und wird zu gegebener Zeit auch passieren.

Produkte für alle Zielgruppen angestrebt

Zu den aktuellen Produkten von Societas ist das Empfinden einiger Fans, dass diese vor allem auf eine eher die hippere, jüngere, modebewusste Zielgruppe abzielen. Wie möchte Sechzig die Fans von „klassischem Fußballmerch“ abholen?

Mit einer Bandbreite an Artikeln, bei der sich jede Zielgruppe wiederfindet und wo jeder Fan das findet, was ihn oder sie anspricht.

In wie weit müssen die textilen Fanartikel vom neuen Ausrüster Societas sein? In der Vergangenheit gab es auch viele Textilien, die nicht vom jeweiligen Ausrüster (Joma, Nike, Macron etc.) stammten?

Societas ist unser offizieller Ausrüster für Trikots und Team- bzw. Funktionswear. Es werden sich bestimmt darüber hinaus noch Sonderkollektionen dieses Labels im Shop wiederfinden, darüber hinaus haben wir eine ausgeprägte Bandbreite an verschiedenen Designs und Textilien im Sinn.

Will man das Merchandising in eine eigene Gesellschaft auslagern?

Das wäre wenn für einen späteren Zeitpunkt angedacht und sinnvoll, steht jetzt aber nicht auf der Prioritäten-Liste. Die Gründung von Tochterfirmen setzt ja auch immer gewisse vereinsinterne Prozesse in Gang, die zeitlich herausfordernd sein können.

Über welche Kanäle sollen die Fanartikel vertrieben werden (online, Shop, Stadion mit Fanartikelwagen o.Ä)? Wird dafür ggf. auch ein Stamm an Mitarbeitern aufgebaut?

Der Fokus liegt derzeit auf dem Onlineshop, der zweite Schritt wäre der Verkauf im Stadion bzw. mit mobilen Ständen, Pop-up-Stores oder auch Drittpartnern. Vieles hängt auch davon ab, wie sich die Situation auf anderen Spielfeldern, die wir nur bedingt beeinflussen können, entwickelt, das gilt gleichsam für physische Stores als auch für Personal.

Vielen Dank für das Interview!

Giesinger Gedanken: Von Byzanz bis Giesing – warum die Kurve schon immer mehr war als nur Sport

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Giesing Grünwalder Stadion

Wer am Wochenende im Grünwalder Stadion steht, umgeben von Schals, wehenden Fahnen und den Gesängen der Kurve, der fühlt sich oft als Teil einer ganz eigenen Welt. Doch was wir heute als Ultra- oder Fankultur bezeichnen, ist keine Erfindung der Neuzeit. Die wahren Erfinder der organisierten Kurve lebten vor fast 2000 Jahren in Rom und Konstantinopel. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Die Stadien waren schon immer politische Pulverfässer – und interessanterweise spielten „die Roten“ damals irgendwann keine Rolle mehr.

Von Byzanz bis Giesing

Wenn im antiken Rom oder im byzantinischen Konstantinopel die Wagenrennen im Circus Maximus oder im Hippodrom stattfanden, ging es um weit mehr als um Pferde. Es war der wichtigste Treffpunkt der Gesellschaft. Die Rennställe waren in sogenannte Zirkusparteien unterteilt, die man sich exakt wie heutige Fußballvereine vorstellen muss.

Es gab Capos, die auf den Rängen die Gesänge koordinierten. Es gab feste Stammplätze (die antike Fankurve), choreografierte Beleidigungen gegen gegnerische Fahrer und Schiedsrichter. Man trug die Farben seines „Clubs“ auch im Alltag auf der Straße – spezielle Haarschnitte und farbige Tuniken waren die Kutten und Trikots der Antike. Und nach den Rennen kam es in den Gassen der Stadt regelmäßig zu handfesten Auseinandersetzungen. Hooliganismus, anno 300 nach Christus.

Das historische Schicksal der „Roten“

Ursprünglich gab es vier große Fraktionen: Die Blauen (Veneti), die Grünen (Prasini), die Weißen (Albati) und die Roten (Russati). Wer jetzt als Sechzger-Fan hellhörig wird: Ja, die Geschichte hält eine wunderbare Pointe bereit.

Während die Blauen und Grünen mit der Zeit zu riesigen, alles dominierenden Volksbewegungen anwuchsen, die von Leidenschaft und massiver Anhängerschaft getragen wurden, verloren „die Roten“ zunehmend an Relevanz. Sie wurden schließlich in die Bedeutungslosigkeit gedrängt und als eine Art Juniorpartner von den Grünen geschluckt. Ein historisches Schicksal, das man aus Giesinger Sicht manch anderem roten Konstrukt der Gegenwart durchaus auch wünschen würde. Am Ende regierten Blau und Grün die Stadt.

Das Stadion als politisches Pulverfass

Was die Zirkusparteien aber wirklich zum Vorläufer unserer heutigen Ultrabewegungen macht, ist ihr direktes Verhältnis zur Macht. Das Stadion war der einzige Ort im Reich, wo der einfache Bürger direkt auf den Kaiser traf. Dementsprechend war die Kurve hochpolitisch.

Das Verhältnis war dabei keineswegs stringent, sondern völlig ambivalent: Oft versuchten Kaiser, die Fanlager zu instrumentalisieren. Kaiser Justinian zum Beispiel war glühender Anhänger der Blauen und nutzte sie quasi als seine inoffizielle Schlägertruppe auf den Straßen, um politische Gegner einzuschüchtern. Man ließ sich von der Obrigkeit vereinnahmen, genoss Privilegien und Immunität.

Doch dieser Pakt mit der Macht konnte auch kippen. Als der Kaiser die Fanszene durch harte Strafen gegen einige Fans gegen sich aufbrachte, passierte das Unfassbare: Die verfeindeten Blauen und Grünen schlossen sich zusammen. Beim sogenannten Nika-Aufstand (532 n. Chr.) brannte die vereinte „Fanszene“ das halbe Zentrum Konstantinopels nieder. Es war ein blutiger Kampf der Kurve gegen den Staat, der fast den Kaiser stürzte.

Bis nach Istanbul, Kiew und Bergamo

Diese Mechanismen – die Vereinnahmung durch die Politik einerseits und die revolutionäre Wucht der Kurve andererseits – sehen wir bis heute weltweit. Ultras sind oft die am besten organisierten Jugendstrukturen einer Stadt. Sie wissen, wie man Massen bewegt, wie man sich gegen Polizei wehrt und wie man Zusammenhalt organisiert.

Wenn es gesellschaftlich brennt, stehen diese Strukturen plötzlich im Zentrum der Politik:

  • Der Schulterschluss in Istanbul: Bei den Gezi-Park-Protesten 2013 in der Türkei passierte etwas, das an den Nika-Aufstand erinnerte. Die zutiefst verfeindeten Ultras von Fenerbahçe, Galatasaray und Beşiktaş (Çarşı) legten ihren Hass beiseite. Sie bildeten mit ihrer Stadionerfahrung die vorderste Verteidigungslinie gegen Wasserwerfer und Tränengas der Regierung Erdoğan.
  • Der Maidan in der Ukraine: Beim Euromaidan 2014 in Kiew waren es organisierte Fußballfans und Ultras verschiedenster ukrainischer Clubs, die als Ordner fungierten und die Zivilisten vor den Schlägertrupps der prorussischen Regierung beschützten. Auch hier wurde die Kurve zum politischen Faktor.
  • Soziale Verantwortung in Bergamo: Wie tief die Verwurzelung in der Stadtgesellschaft reicht, zeigte die Curva Nord von Atalanta Bergamo während der ersten, tödlichen Corona-Welle. Während die Politik versagte, packten die Ultras an, bauten in Rekordzeit Feldlazarette auf und organisierten die Nachbarschaftshilfe.

Die dunkle Seite: Paramilitärs und Nationalisten

Doch die Macht der Kurve lässt sich, wie schon im alten Byzanz, auch für dunkle Zwecke missbrauchen. Wo organisierte, gewaltbereite junge Männer zusammenkommen, wittern Extreme ihre Chance.

Das dunkelste Beispiel der jüngeren Geschichte liefert Serbien in den 1990er Jahren. Die Ultras von Roter Stern Belgrad (Delije) wurden vom Kriegstreiber und Mafia-Boss Željko Ražnatović (bekannt als „Arkan“) gezielt unterwandert und instrumentalisiert. Aus Capos und Hooligans formte er die paramilitärische Miliz „Arkans Tiger“, die im Jugoslawienkrieg grausamste Kriegsverbrechen und ethnische Säuberungen verübte. Der Nationalismus der Kurve wurde gezielt zur Waffe geschmiedet.

Mehr als 90 Minuten

Ob im Hippodrom von Konstantinopel oder im Stadion an der Grünwalder Straße: Eine Kurve ist niemals nur Kulisse. Sie ist ein Querschnitt der Gesellschaft, ein organisierter Mikrokosmos, der unberechenbar bleibt. Sie kann sich vor den Karren der Politik spannen lassen, sie kann Solidarität leben wie in Bergamo, oder sie kann sich vereinen und gegen die Obrigkeit aufbegehren.

Und vielleicht erinnert man sich beim nächsten Blick auf die Vereinsfarben ja mal an die Antike: Blau hat überlebt – und die Roten sind am Ende in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.

 


 

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und stellen die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors dar. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Fotogalerie zu FV Illertissen – TSV 1860 München

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titelbild fotogalerie fv illertissen tsv 1860

Wieder geführt, wieder nur einen Punkt geholt. Obwohl die Löwen mit stark ersatzgeschwächter Mannschaft antraten, überwog nach dem Remis die Enttäuschung auf Seiten der Giesinger. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim FV Illertissen.

Fotogalerie zu FV Illertissen – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

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Regionalliga-Revue: Sechzig rückt auf Platz drei

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Vilzing TSV 1860
DJK Vilzing - TSV 1860

Viele Unentschieden gab es am 13. Spieltag in der Regionalliga Bayern. Neben dem 1:1 der Löwen beim FV Illertissen kam auch die SpVgg Unterhaching nur zu einem 1:1. Genau wie Buchbach in Vilzing. Einzig der FC Memmingen konnte im Spitzenspiel gegen Eichstätt einen 1:0-Sieg feiern. Der FC schob sich damit näher an den Spitzenreiter heran. Spielfrei war am Wochenende der FC Augsburg II. Sechzig rückt durch den Punktgewinn auf Platz drei des Klassements und empfängt nun am Dienstag die SpVgg Bayreuth um 18:60 Uhr im Grünwalder Stadion.

Zwei Unentschieden am Freitagabend

Seitenstraße 1b – SpVgg Unterhaching 1:1 (1:0)
1:0 Codjo-Evora (24.), 1:1 Pfeiffer (77.)
Vor 2.045 Zuschauern kam die SpVgg Unterhaching im Grünwalder Stadion nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Die SpVgg verpasste es damit, sich näher ans Spitzenduo heranzuschieben. Insgesamt war es ein leistungsgerechtes Remis, denn die erste Halbzeit gehörte den Untermietern im Sechzger-Stadion, nach dem Seitenwechsel waren die Bobfahrer spielbestimmend und kamen durch Cornelius Pfeifer noch zum Ausgleich.

FC Schweinfurt 05 – SC Eltersdorf 1:1 (1:1)
0:1 Jassmann (18.), 1:1 Bausenwein (45.)
Zwei verschenkten Punkten mussten die Schüdel beim Heimspiel gegen den SC Eltersdorf nachtrauern. Die Hausherren hatten eine vielzahl zwingender Möglichkeiten, scheiterten aber an der eigenen Chancenverwertung. Sodass die wacker verteidigenden Gäste nach dem Ausgleich von Lauris Bausenwein vor 1.293 Zuschauern einen Punkt mit nach Hause nehmen konnten.

Torreiche Punkteteilungen am Samstag

TSV Landsberg – TSV Aubstadt 2:2 (2:1)
1:0 Seemüller (29.), 1:1 Endres (34.), 2:1 Seemüller (43.), 2:2 Kireski (90.+2)
Haarscharf an einem Heimsieg vorbei schrammte Aufsteiger Landsberg gegen das Krisen-Team aus Aubstadt. Vor sagenhafte 198 Zuschauern gingen die Hausherren durch einen Doppelpack von Maximilian Seemüller noch vor der Pause mit 2:1 in Führung. Allerdings ruhte man sich zu sehr auf dem knappen Ergebnis aus. So kam Aubstadt dank des Tores von Adrian Kireski in der Nachspielzeit doch noch zu einem Zähler, der beiden Clubs nicht wirklich etwas bringt.

SV Wacker Burghausen – SpVgg Greuther Fürth 3:3 (2:1)
0:1 Günes (22.), 1:1 Agbaje (36.), 2:1 Agbaje (45.), 3:1 Wagner (50.), 3:2 Günes (90.+2), 3:3 Günes (90.+4)
Lange sah der SV Wacker Burghausen gegen die Zweivertretung aus Fürth wie der sichere Sieger aus. Nach Toren von Noah Shwan Agbaje (2) und Noah Wagner führten die Hausherren nach 50 Minuten bereits mit 3:1. Sie hatten zudem weitere Möglichkeiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Dies gelang jedoch nicht, sodass sich Fürth vor 801 Zuschauern und damit exakt 8.000 weniger als beim letzten Heimspiel gegen die Löwen, durch einen Doppelschlag in der Nachspielzeit für den Kampfgeist noch mit einem Punktgewinn belohnte.

Buchbach nur Remis in Vilzing

SpVgg Ansbach – FC Nürnberg II 0:1 (0:1)
0:1 Rau (36.)
Nur einen einzigen Treffer sahen die 932 Zuschauer zwischen Ansbach und dem kleinen Glubb. Diesen erzielte Nürnbergs Eliyah Rau zehn Minuten vor dem Pausentee. Die Gäste hatten über 90 Minuten die reifere Spielanlage, während Ansbach nie wirklich zu seinem Spiel fand. So setzte sich der Titelverteidiger in einer kampfbetonten Partie am Ende auch verdient durch.

DJK Vilzing – TSV Buchbach 1:1 (0:0)
1:0 Meyer (63.), 1:1 Heiland (74.)
Wie einst die Löwen musste sich auch Tabellenführer Buchbach mit einem Unentschieden in Vilzing zufrieden geben. Die Heimischen waren vor 679 Zuschauern sogar nach einer Stunde in Führung gegangen. Doch Buchbach glich wenig später durch Tobias Heiland aus. Insgesamt war es eine leistungsgerechte Punkteteilung in einem Duell auf Augenhöhe.

Bayreuth schießt sich warm für die Löwen

TSV Schwaben Augsburg – SpVgg Bayreuth 0:3 (0:1)
0:1 Doll (27.), 0:2 Scheder (47.), 0:3 Lennerth (90./FE)
Die SpVgg Bayreuth schoss sich im Augsburger Rosenaustadion vor 211 Zuschauern warm für das Duell mit den Münchner Löwen am Dienstag. Niklas Doll und Patrick Scheder trafen vor und nach der Pause. Den Schlusspunkt setzte dann Tino Lennerth per Elfmeter in der Schlussminute. Der Sieg war auch in der Höhe verdient. Die Schwabenritter waren zwar bemüht, kamen die gesamte Spielzeit über aber zu keiner einzigen nennenswerten Möglichkeit.

FC Memmingen – VfB Eichstätt 1:0 (0:0)
1:0 Kresin (66.)
Der FC Memmingen siegte im Spitzenspiel gegen den VfB Eichstätt mit 1:0 und schloss damit zu Spitzenreiter Buchbach auf. Constantin Kresin traf vor 540 Zuschauern zum 1:0-Heimsieg. Für die Memminger war es eine kleine Erlösung nach fünf sieglosen Begegnungen im heimischen Stadion.

 

Nur ein Punkt: 1860 tut sich schwer in Illertissen

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Der TSV München tat sich heute Nachmittag bei Auswärtsspiel in Illertissen über weite Strecken schwer.

Vier Änderungen in der Startelf

Löwentariner Alper Kayabunar musste notgedrungen vier Veränderungen in der Startelf vornehmen. Das in der Löwenrunde angesprochene Virus hatte zugeschlagen und Lance Fiedler, Mark Gevorgyan und Eric Uhlmann außer Gefecht gesetzt. Zusätzlich fehlte Raphael Ott, der sich gegen Ansbach am Sprungegelenk verletzt hatte. Dafür begannen Moritz Seiffert, Julian Bell, Dennis Dressel und Fabio Wagner. Sie ersetzten die absenten Spieler positionsgenau, so dass 1860 im gewohnten 4-2-3-1 antrat.

Ereingnislose erste Hälfte

Im ersten Durchgang neutralisierten sich Illertissen und der TSV 1860 weitgehend. Somit ging es wenig verwunderlich mit einem torlosen Remis in die Kabinen. Vor dem Illertisser Toren kam lediglich Erdogan nach schöner Kombination von Deniz und Wagner zu einem Abschluss per Kopfball, der aber das Gehäuse deutlich verfehlte (17. Minute). Auf der Gegenseite schlossen Milic und Qenai vielversprechende Gelegenheit kläglich ab.

1860 macht mehr Druck nach Pause

Kayabunar verzichtete zur Pause auf Wechsel. Dennoch kamen die Löwen mit mehr Power aus der Kabine und verstärkten die Angriffsbemühungen. In der 48. Minute scheiterte Dressel mit einen Fernschuss an FVI-Keeper Adamczyk. Eine Minute später näherte sich auch Niederlechner dem Gehäuse gefährlich an. Adamczyk behielt aber wie gegen Erdogan in der 54. Minute die Oberhand. In der 65. Minute setzte Deniz Niederlechner per Lupfer schlau ein, aber der Abschluss des Routiniers konnte zur Ecke geblockt werden.

Niederlechner bringt 1860 in Führung

In der 67. Minute blieb den Löwenfans dann das Herz fast stehen. Milic brachte den Ball vom lienken Flügel flach auf Hasler, der vor dem leeren Tor um Zentimeter am Ball vorbeigrätschte. Ganz viel Glück für 1860, dass Illertissen nicht gegen den Spielverlauf in Führung ging. Nach einer Deniz-Ecke erlöste Florian Niederlechner dann die etwa 3.500 mitgereisten Löwenfans. Zunächst wurde der Kopfball des kurz zuvor eingewechselten Leone noch geblockt, aber Weber behielt die Übersicht und legte den Ball Kopf auf Niederlechner, der per Seitfallzieher zum Führungstor für die Löwen traf (70. Minute).

Illertissen gleicht noch aus

In der 76. Minute musste die Löwen-Defensive eine brenzlige Situation überstehen. Nach einen Gewühl im Strafraum konnten die Löwen in höchster Not zur Ecke klären. Die Gastgeber drückten in dieser Phase auf den Ausgleich. Eine Freistoßflanke, die an Freund und Feind vorbeistrich, trudelte wenige Zentimeter an Eichers Kasten vorbei (79. Minute). In der 83. Minute war es dann soweit. Milic traf nach eine gut getimten Flanke per Kopf zum 1:1. Gerechte Strafe für zu viel Passivität der Löwen in dieser Spielphase. In der Schlussphase setzte Leone nach einem Pass von Eberwein einen Schuss im Strafraum knapp über das Tor. In der Nachspielzeit setzte Erdogan erneut einen Kopfball nach perfekter Hereingabe von Bell am langen Eck vorbei. Das wäre der Lucky Punch für 1860 gewesen!

Gerechte Punkteteilung

So stand am Ende ein 1:1 auf der Anzeigetafel, das 1860 in der Tabelle nicht recht weiterbringt. Nach der hart erarbeiteten Führung schalteten die Löwen zu früh einen Gang zurück und wurden dafür bestraft. Weiter geht’s am Dienstag um 18:60h im Sechzgerstadion gegen die SpVgg Bayreuth.

 

Liveticker: FV Illertissen – TSV 1860 München (13. Spieltag)

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Liveticker FV Illertissen TSV 1860

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem FV Illertissen und dem TSV 1860 München! Die beiden Mannschaften treffen am 13. Spieltag der Regionalliga Bayern im Vöhlinstadion aufeinander.

Das deutliche 4:0 gegen die SpVgg Ansbach war die passende Antwort der Löwen auf die unglückliche Niederlage in Burghausen am Wochenende zuvor. Nun gilt es nachzulegen, doch mit dem FV Illertissen wartet ein Gegner auf den TSV 1860, gegen den man sich schon des Öfteren schwer tat. In der Vorsaison trafen die Löwen im Toto Pokal auf die Schwaben und gewannen – damals noch als Drittligist – durch Tore von Reinthaler, Philipp und Jacobsen mit 3:1. Und diesmal? Auf geht’s, Löwen, kämpfen und siegen!

Statistik

Aufstellung:
Eicher – Bell, Weber, Faßmann, Seiffert – Dressel, Wach – Wagner (69. Leone), Deniz (89. Calderon), Erdogan – Niederlechner (78. Eberwein)

Bank:
Bachmann (Tor), Hoppe, Calderon, Eberwein, Leone, Collins, Krasniqi

Tore:
0:1 Niederlechner (70. Minute), 1:1 Milic (83. Minute)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Ott, Musa (beide verletzt), Klose (Trainingsrückstand), Estermann, Krasniqi, Moumou (alle 2. Mannschaft)

Ausfälle bei Illertissen:
Hausmann, Fofanah (beide verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre:
Noch sind keine Löwen von einer Gelbsperre bedroht. Kapitän Dennis Dressel und Mark Gevorgyan stehen bei drei Verwarnungen, Julian Bell und Emre Erdogan sahen zwei Mal Gelb.

Wo könnt ihr das Spiel FV Illertissen – TSV 1860 außer im Liveticker noch verfolgen?

Die Partie im Vöhlinstadion wird von DF1 live im TV und im Stream übertragen. Auch im Livestream der BR24 Mediathek sollte das Spiel zu sehen sein.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Gegnervorstellung 26/27: Fußballverein Illertissen 1921 e. V.

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Illertissen Stadioneingang

Der klare Sieg gegen Ansbach setzte wieder einmal Euphorieschübe im Löwenkosmos aus. In den Gazetten wird über die Top-Team-Tauglichkeit der Mannschaft debattiert und das Spiel der Sechzger entwickelt sich auch wirklich kontinuierlich weiter. Jetzt ist aber Vorsicht angesagt, denn der kommende Gegner ist eine Mannschaft mit hohem Spielverderber-Potenzial, fragt mal in Nürnberg nach. Die Mannschaft wird wieder eine Top-Leistung brauchen, um gegen den Fußballverein Illertissen 1921 e. V. den nächsten Sieg einzufahren!

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Mit den Schwaben wartet ein weiterer Top-Gegner auf unsere Löwen. Illertissen steht aktuell mit 18 Punkten auf Rang sechs, was sich aus einer Bilanz von 5-3-3 ergibt. Sowohl offensiv als auch defensiv ist man mit einem Torverhältnis von 20:15 im oberen Tabellenbereich angesiedelt. Wo der FVI spielt, scheint ihm eher egal zu sein, so holten die Schwaben daheim und auswärts jeweils neun Punkte.

Der vergangene September verlief für Illertissen durchwachsen. Nach einer Niederlage gegen Eltersdorf folgten Siege im fränkischen Doppel gegen Nürnberg II und Schweinfurt. Zuletzt verloren die Blau-Weißen aber mit 2:0 gegen den Lokalrivalen Memmingen. Am letzten Spieltag gab es dann ein spektakuläres 3:3-Unentschieden in Vilzing.

Kader & Transfers

Die größte Veränderung über den Sommer fand beim FVI auf der Trainerbank statt. Langzeittrainer Holger Bachthaler nimmt ab dieser Spielzeit mit den Stuttgarter Kickers endlich mal einen Aufstieg in Angriff. Sein Vater Karl-Heinz verpflichtet als Nachfolger mit dem 30-jährigen Walid Khaled einen entwicklungsfähigen Coach von der Zweitvertretung des SV Waldhof Mannheim.

Im Kader gab es einen großen Umbruch mit 19 Abgängen und 15 Neuverpflichtungen. Die Transfers fanden größtenteils auf Regionalliganiveau statt, viele Spieler – darunter auch der langjährige Kapitän Max Zeller (27, IV, Memmingen) zog es zu nahen Klubs wie Ulm oder Memmingen. Die prominentesten Neuen sind Stammkeeper Daniel Adamczyk (23) vom Chemnitzer FC und der Liechtensteiner Nationalspieler Alessio Hasler (20) vom FC Vaduz. Der Top-Torjäger ist aber schon länger im Verein. Denis Milic (22) hat diese Saison schon fünfmal getroffen. Dicht dahinter lauert 4-Tore-Mann Eliten Qenaj (23), der Mittelstürmer kam aus dem Nordosten von der VSG Altglienicke.

Vereinsgeschichte

Der FV Illertissen wurde 1921 offiziell gegründet und nahm zu Beginn erst am Spielbetrieb des Württembergischen Fußballverbandes teil. Seinen größten Erfolg der früheren Geschichte feierte er 1963 mit dem Gewinn des WFV-Verbandspokals. In den folgenden Jahren wurde man auch im Ligabetrieb erfolgreicher, besonders in den 1990er-Jahren drang der FVI in den gehobenen Amateurfußball vor.  2003 gewannen die Blau-Weißen die Meisterschaft in der Landesliga Württemberg.

Ein wichtiger Meilenstein war der Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg 2008. 2012 wechselte der Verein zum Bayerischen Fußball-Verband und erhielt aufgrund seiner sportlichen Leistungen einen Startplatz in der neu gegründeten Regionalliga Bayern. Dort etablierte sich der FV Illertissen schnell und erreichte 2013 und 2014 jeweils die Qualifikation für den DFB-Pokal. Gegen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen schied die Mannschaft aber jeweils in der ersten Hauptrunde aus.

In den folgenden Jahren blieb der FV Illertissen ein fester Bestandteil der Regionalliga Bayern. Einen besonderen Erfolg stellte der erstmalige Gewinn des Bayerischen Toto-Pokals 2022 dar, den der Verein 2023 verteidigte und 2025 erneut gewann. Mittlerweile gilt der FVI in Bayern als Pokalspezialist, in der Liga ist man aber am Ende der Fahnenstange angekommen. Infrastruktur und Zuschauerinteresse taugen nicht zur Teilnahme am Profispielbetrieb. 

Das Stadion

Das 1977 eröffnete Vöhlin-Stadion im Sportzentrum Nautilla verfügt über eine Kapazität von 3.000 Plätzen, wovon 2.500 Stehplätze unter freiem Himmel sind und 500 überdachte Sitzplätze auf der Haupttribüne. Vor der Vereinsgaststätte gibt es im regulären Betrieb auch noch das amateurfußballtypische Stehtisch-Eck. Außerdem ist noch immer eine Laufbahn installiert und ein Teil der Zuschauenden steht auf einem Graswall. Letzteres ist einer der Gründe, warum das Stadion nicht die Regularien für die dritte Liga erfüllt. Das Stadion wurde in den 1970er Jahren von der Stadt Illertissen erbaut und nach der früheren Handelsfamilie der Vöhlin benannt.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Der Verein wurde zwar schon 1919 unter Karl Dirr sen. quasi „nicht offiziell“ gegründet, aber erst 1921/22 unter Leonhard Stölzle dem Verband angeschlossen.
  • Das Eröffnungsspiel des Stadions fand am 24. Juni 1977 gegen den damaligen Bundesligisten TSV 1860 München vor 3.500 Zuschauern statt.
  • Illertissen liegt direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg.
  • In Illertissen befindet sich das Vöhlinschloss, das im 12./13. Jahrhundert als Burg Tissen der Grafen von Kirchberg entstanden ist.

Der 13. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr Seitenstraße 1b – Haching
19:00 Uhr Schweinfurt – Eltersdorf
Samstag 14:00 Uhr Burghausen – Fürth II
14:00 Uhr Memmingen – Eichstätt
14:00 Uhr Ansbach – Nürnberg II
14:00 Uhr Vilzing – Buchbach
14:00 Uhr Schwaben Augsburg – Bayreuth
14:00 Uhr Landsberg – Aubstadt 
14:00 Uhr FV Illertissen – TSV 1860 München
Spielfrei Augsburg II