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Youtube-Tipp: “Befreiungsschlag! 1860 München nach Ismaik – Die ganze Geschichte der Krise.”

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Eine wohl selten dagewesene Flut an Analysen der aktuellen Situation beim TSV 1860 München rund um die nicht erhaltene Drittliga-Lizenz und das bevorstehende endgültige Aus von Gesellschafter Hasan Ismaik geistert derzeit durch das World Wide Web. Die Detailtiefe ist dabei sehr unterschiedlich. Im Prinzip kann (oder muss?) man ja über ein Vierteljahrhundert zurückgehen, um an den Ausgangspunkt der heute so brutal drückenden finanziellen Probleme zu gelangen. Wir möchten Euch am heutigen (vielleicht mal etwas ruhigeren) Sonntag einen Beitrag von Löwenfan Flo Haas ans Herz legen, der in nur 23 Minuten sehr viele Zusammenhänge zur aktuellen Situation und wie es zu ihr gekommen ist, erklärt.

Man kennt sich…

Den meisten unserer Leser*innen dürfte Flo kein ganz unbekannter sein. Schon im sechzger.de-Talk 23, aufgezeichnet Mitte August 2021 war er unser allererster externer Gast in diesem Format und berichtete dabei unter anderem über ein eigenes Podcastprojekt zum Thema Groundhopping. In der jüngeren Vergangenheit verbrachte er 18 Monate in Argentinien und beschäftigte sich sehr intensiv mit Land, Leuten und natürlich dem Fußball dort, worüber er im April in einem Vortrag im Bamboleo berichtete. An dieser Stelle können wir – ganz am Rande – verraten, dass wir in dieser Sommerpause, sofern es die Ereignisse rund um 1860 zeitlich erlauben, einen sechzger.de Talk zu genau diesem Thema aufzeichnen wollen. Vielleicht erhöht es ja die Realisationschancen, wenn wir das hier schon mal offensiv ankündigen…

Beschreibung des Videos

Aber zurück zum aktuellen Thema. Seine Analyse auf Youtube beschreibt Flo folgendermaßen:

1860 München steht erneut vor einem der dunkelsten Kapitel seiner Vereinsgeschichte. Nach dem verpassten Zulassungsverfahren für die 3. Liga droht der nächste Neustart in der Regionalliga. Wieder steht Hasan Ismaik im Zentrum der Debatte. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? In dieser Grounded-Dokumentation wir es persönlich und wir schauen auf 15 Jahre Investorengeschichte bei den Löwen. Von Ismaiks Einstieg 2011 über den Absturz 2017 bis zur aktuellen Krise. Wir analysieren die wirtschaftlichen Abhängigkeiten, die politischen Grabenkämpfe im Verein, die Rolle der verschiedenen Verantwortlichen und die Ereignisse, die letztlich zum zweiten Absturz geführt haben. Außerdem gehen wir der Frage nach, ob 1860 München mittlerweile zu einem Lehrbeispiel für die Chancen und Risiken von Investoren im deutschen Fußball geworden ist und warum die Diskussion um die 50+1-Regel aktueller ist denn je. War die aktuelle Entwicklung vermeidbar? Welche Verantwortung trägt Hasan Ismaik? Welche Fehler wurden auf Vereinsseite gemacht? Und wie realistisch ist ein Neuanfang ohne den jordanischen Investor?

Klingt recht vielversprechend, oder?
Weitere interessante Beiträge findet Ihr sowohl auf Flos YouTube-Kanal grounded_fussball als auch auf Instagram unter woist_flo.

 

 

DFB-Pokal Auslosung: Die Löwen ziehen Holstein Kiel

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Zwischen den vielen Meldungen in diesen Tagen rund um die – finanzielle und organisatorische – Zukunft des TSV 1860, soll ein wichtiger – sportlicher – Termin nicht vernachlässigt werden. Am Samstag Abend fand im Rahmen der ARD-SPORTSCHAU die Ziehung der 1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2026/27 statt. Und die Löwen lagen erstmals seit vier Jahren endlich wieder mal im Lostopf.

Spieltermine am vorletzten August-Wochenende

Gespielt wird die 1. Hauptrunde in der kommenden Saison am Wochenende zwischen Freitag, dem 21. und Montag, dem 24. August. Da an jenem Samstag ein – extrem wichtiges und interessantes (Achtung, Ironie!) – Supercupfinale zwischen Borussia Dortmund und einem hier nicht näher zu nennenden Verein stattfinden wird, müssen die Gastgeber für diese beiden Vereine in der 1. DFB-Pokal-Runde auf Dienstag/Mittwoch, den 1./2. September ausweichen. Den konkreten Termin für das Spiel der Löwen erfahrt Ihr natürlich hier auf sechzger.de, sobald er feststeht.

Leser*innen wollten die Roten – Redakteure auf keinen Fall

In unserer Umfrage zum Wunschlos der Löwenfans, die wir im Laufe der zu Ende gegangenen Woche – in vier einzelnen Runden -durchgeführt hatten, konnte sich der Stadtrivale aus der Seitenstraße knapp gegenüber dem 1. FC Nürnberg durchsetzen. Unsere Leser*innen wünschen sich also ein Stadtderby. Die fünf Redakteure hingegen, die sich am Donnerstag Abend zum sechzger.de Talk 265 zusammenfanden, machten bei ihrer Beschäftigung mit diesem Thema (in den letzten gut zehn Minuten der Sendung) keinen Hehl aus ihrer Haltung: Auf keinen Fall gegen die!

Holstein Kiel als Gegner für 1860

Auf ein attraktives Los hofften im Vorfeld der Auslosung vor allem die vom Zwangsabstieg in die Regionalliga geschockten Löwenfans. Unter den 18 Bundes- und 14 Zweitligisten, die sich vorab im Profitopf befanden, aus dem 1860 der Gegner zugelost werden sollte, befanden sich natürlich einige klangvolle Namen, die einen Feiertag auf Giesings Höhen versprochen hätten. Geworden sind es letztlich die Störche aus Kiel, die bereits im August 2018 in der 1. Runde nach Giesing reisten. Die Löwen waren kurz zuvor in die 3. Liga aufgestiegen und unterlagen mit 1:3. Vier Jahre zuvor waren die Verhältnisse zwischen beiden Vereinen noch umgekehrt. In der 1. Runde der Saison 2014/15 empfing Holstein als Drittligist den Zweitligisten 1860 und verlor knapp mit 1:2. Am Ende genau dieser Saison mussten die Löwen in die Relegation gegen die Norddeutschen antreten und setzten sich nach einem 0:0 im Hinspiel in allerletzter Sekunde durch ein unvergessenes Tor von Kai Bülow in der Arena am Müllberg mit 2:1 durch. Außer einem 2:0 der Löwen gegen Holstein Kiel am 31. Mai 1931 (im Rahmen der k.o.-Spiele um die Deutsche Meisterschaft) gab es im 20. Jahrhundert keinerlei Duelle zwischen den beiden heute nun gezogenen Gegner für die erste Pokalrunde. Erst in den letzten zwölf Jahren traf man dann viermal aufeinander.

Alle Paarungen im Überblick

Dies sind die Paarungen für die 1. Runde im DFB-Pokal 2026/27:

TSV 1860 München – Holstein Kiel
SC St. Tönis – Eintracht Frankfurt
Erzgebirge Aue – TSG Hoffenheim
Eintracht Braunschweig – Union Berlin
Eintracht Trier – RB Leipzig
HEBC Hamburg – Borussia Dortmund
TSV Schott Mainz – Borussia Mönchengladbach
Fortuna Düsseldorf – SC Freiburg
Rot-Weiss Essen – FC St. Pauli
Sonnenhof Großaspach – Arminia Bielefeld
SSV Jeddeloh II – 1. FC Heidenheim
Wehen Wiesbaden – Bayer Leverkusen
Hallescher FC – Schalke 04
Energie Cottbus – FC Augsburg
VfB Krieschow – FSV Mainz 05
Greuther Fürth – VfL Bochum
SV Hemelingen – Hannover 96
Preußen Münster – Karlsruher SC
1. FC Saarbrücken – Hertha BSC
Viktoria Köln – 1. FC Nürnberg
MSV Duisburg – SV Elversberg
VfL Osnabrück – Seitenstraße
Lüneburger SK Hansa – Werder Bremen
SC Verl – Hamburger SV
Hansa Rostock – VfB Stuttgart
Carl-Zeiss Jena – Darmstadt 98
Bahlinger SC – 1. FC Magdeburg
Waldhof Mannheim – 1. FC Kaiserslautern
Westfalia Rhynern – Dynamo Dresden
1. FC Phönix Lübeck – SC Paderboring
VSG Altglienicke – VfL Wolfsburg
Würzburger Kickers – 1. FC Köln

 

 

 

06.06.1976: TSV 1860 schlägt Kaiserslautern beim Pfingstturnier in Singen

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Heute vor 50 Jahren begann das Pfingstturnier in Singen und zum Auftakt musste Zweitligist TSV 1860 München gegen den Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern ran. 5.000 Zuschauer fanden sich im Hohentwielstadion ein und sahen einen 2:1-Sieg der Löwen.

Undankbarer 4. Platz in der Liga

In der 2. Bundesliga blieb Münchens große Liebe leider einmal mehr hinter den hohen Erwartungen zurück. Finanziell sah es bei den Löwen zudem zappenduster aus. Der neue Präsident Dr. Erich Riedl, immerhin Mitglied des Bundestages und Haushaltsexperte, versprach den Fans, den Verein zu sanieren. Dass dies natürlich am schnellsten und einfachsten in der Bundesliga zu erreichen gewesen, liegt auf der Hand

Geld für große Verstärkungen fehlte jedoch an allen Ecken und Enden. Dennoch zeigte sich Trainer Heinz Lucas optimistisch: “Ich sehe zuversichtlich in die Zukunft.” Hans Haunstein, der mit dem KSC in der Saison zuvor den Bundesliga-Aufstieg perfekt gemacht hatte, wechselte aus Baden nach Giesing und vom VfB Stuttgart kam Nachwuchstalent Heinz Tochtermann. Zudem verstärkte ab der Winterpause Peter Falter, der mit Bayer Uerdingen in der Bundesliga spielte, die Offensive.

Dennoch reichte es am Ende nur zu Platz 4, der Aufstieg wurde verpasst und die finanzielle Situation verschärfte sich weiter.

TSV 1860 beim Pfingstturnier in Singen

Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen nahm der TSV 1860 also am Pfingstturnier in Singen teil. Bemerkenswert daran ist auch die Terminierung. Am Samstag, den 05.06. absolvierten die Löwen den 37. (und somit vorletzten) Spieltag der Zweitligasaison und besiegten Waldhof Mannheim mit 2:1 (Tore: Lubanski, Schuhberth).

Bereits am folgenden Tag, dem Pfingstsonntag 1976, stand das Halbfinale des Turniers in Singen auf dem Programm. Die Löwen liefen quasi mit voller Kapelle im Hohentwielstadion auf, was auch den Gegner aus Kaiserslautern überrascht haben dürfte. Die Roten Teufel beendeten die Bundesligasaison 1975/76 auf dem 7. Platz, den dem TSV 1860 waren sie an diesem Nachmittag in Singen jedoch nicht gewachsen. Haunstein und Nationalspieler Ferdl Keller sorgten für den überraschenden 2:1-Erfolg der Löwen.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Heinz Lucas schickte am 06.06.1976 folgende Elf gegen den FCK ins Rennen.

Eiben – Hartwig, Lubanski (Pelka), Kohlhäufl – Reich, Starzak, Falter, Hörgl – Keller, Haunstein, Schuberth (Tochtermann)

Tore:
1:0 Haunstein (7.), 1:1 Sandberg (31.), 2:1 Keller (43.)

Finalniederlage und letzter Spieltag

Zum Turniersieg in Singen sollte es indes für den TSV 1860 nicht reichen. Am Pfingstmontag unterlagen die Löwen in nahezu identischer Aufstellung dem KSC mit 1:4 (Torschütze: Hartwig).

07.06.: TSV 1860 – Karlsruher SC 1:4 (Finale Pfingstturnier Singen)

Und weils scheinbar eh schon egal war, absolvierte Sechzig am Tag vor (!) und am Tag nach dem letzten Spieltag der Zweitligasaison zwei weitere Testspiele, wobei jeweils auch hauptsächlich die Stammspieler zum Einsatz kamen. Ob das so sinnvoll war?

12.06.: FC Bayern Kitzingen – TSV 1860 0:7 (Testspiel)
13.06.: SV Darmstadt 98 – TSV 1860 5:3 (2. Bundesliga, 38. Spieltag)
14.06.: Hofheimer SV – TSV 1860 1:12 (Testspiel)

“Darf man?” Gastbeitrag von Löwenfan Tobi

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Unser Leser Tobi hat nach den aufwühlenden Ereignissen der vergangenen Tage rund umden TSV 1860 seine Gedanken und Gefühle niedergeschrieben und möchte sie auf diesem Weg mit den sechzger.de Leser*innen teilen. Hier geht es mal nicht analytisch, rational und prosaisch um einen gekündigten Kooperationsvertrag, eine Insolvenz, eine Spielberechtigung für die Regionalliga oder organisatorische Zukunftsfragen, sondern – irgendwie poetisch – um ganz persönliche Emotionen. Und um die Frage, was man darf.

Große Hoffnung noch vor einem Jahr

Darf man?

Das fragt die leise Stimme in meinem Hinterkopf, die mir bei jedem zweiten Gedanken an diesem Abend in mein Ohr flüstert.

Es scheinen sich die Puzzlestücke zu fügen, die negativen Emotionen von gestern umgeschlagen zu sein. Es fühlt sich ganz anders an, als vor circa einem Jahr, als ich mir diese Frage gar nicht mehr gestellt habe. Ich war mir damals so sicher und voller Freude, dass es schlichtweg keine Möglichkeit mehr gab, als hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Ich würde gerne Hoffnung haben.

Aber darf man?

Wandeln zwischen Trauer und Jubel

Unser Verein hat den zweiten Zwangsabstieg innerhalb der letzten neun Jahre hinnehmen müssen.
Wir wandeln seit einer gefühlten Ewigkeit zwischen himmelhochjauchzend und zutiefst betrübt.
Aufstiegsfavorit. Volland und Niederlechner kommen zurück. Ismaik hat verkauft. 4. Platz, aber nächstes Jahr steigen wir ganz sicher auf. Michi Köllner ist der beste Trainer der Welt. Aufstieg mit Biero.
8. Platz trotz Aufstiegskader. Wer zur Hölle ist diese Holding und warum verkündet man sowas ohne, dass alles sicher ist? Wieder nicht aufgestiegen. Michi Köllner will den Papst treffen und muss gehen. Biero wird unter Tränen verabschiedet.

Ich habe mich so oft gefreut, die Welle der Euphorie geritten, nur um kurz darauf wieder auf dem Boden der Tatsachen zu landen.
Ich würde mich gerade so gerne freuen.

Aber darf man?

Ich habe es immer wieder geglaubt. Dass es diesmal anders wird. Dass es uns nicht schon wieder erwischt. Dass die Versprechen ausnahmsweise keine leeren Versprechen sind. Ich würde gerne daran glauben.

Aber darf man?

“Es sollte mich kalt lassen!”

Ich könnte wahrscheinlich noch ewig so weiter machen. Die meisten von euch wahrscheinlich auch. Es ist die Angst, denselben Fehler zum hundertsten Mal zu machen. Zum hundertsten Mal auf die heiße Herdplatte zu greifen und überrascht zu sein, dass man sich wieder die Finger verbrennt. Das Misstrauen gegenüber der Sache, die für uns ein zentraler Lebensinhalt ist.
Diesmal dürfte ich nicht wieder darauf reinfallen. Fool me once, shame on you. Fool me 100 times, what the *** am I still doing here?
Nach allen Maßstäben von Logik und Rationalität sollte es mich kalt lassen.

Es ist nicht wie vor einem Jahr. Es fühlt sich anders an.
Aber trotzdem habe ich ein Grinsen im Gesicht. Trotzdem habe ich Hoffnung. Trotzdem freue ich mich. Trotzdem glaube ich wieder daran, dass alles besser wird.
Weil ich nicht anders kann. Weil es nichts bringt präventiv enttäuscht zu sein. Weil Sechzig nicht nur irgend ein Investment ist. Weil dieser Funke nie erlischt. Und weil er immer wieder zum Feuer mutiert.

Aber darf man?
Ich glaube nicht.
Wir dürfen nicht.

Wir müssen.

 

06.06.1927: SV 1860 gewinnt das Pfingstturnier in Paris

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

Denkt man heutzutage an Fußball in Frankreich, fällt einem wohl unweigerlich Paris Saint-Germain ein. Seit Jahren dominiert der durch und durch unsympathische Club aus der Seine-Metropole das Geschehen im Nachbarland und spielt auch auf internationaler Ebene eine große Rolle. Vor 99 Jahren war PSG noch lange nicht gegründet und der SV 1860 siegte beim internationalen Pfingstturnier in Paris.

Der SV 1860 beim Pfingstturnier in Paris

Im Halbfinale trafen die Löwen, die damals nach der reinlichen Scheidung als SV 1860 antraten, auf Cercle Athlétic Paris. Vor 6000 Zuschauern, die natürlich den Franzosen die Daumen drückten, sorgte Franz Piehler mit einem Doppelschlag (52., 55.) für den Sieg der Gäste aus München.

Nur einen Tag später, also genau heute vor 99 Jahren, stieg das Endspiel des Pfingstturniers im Stade de Paris. Diesmal trafen die Löwen auf den Gastgeber und Turnierveranstalter Red Star Paris.

Piehler sorgt für den Turniersieg

Bereits nach 14 Minuten brach sich Torhüter Max Kob das Schienbein und musste das Spielfeld verlassen. Für ihn übernahm Mittelfeldspieler Eugen Kling die Position zwischen den Pfosten – und hielt den Kasten sauber.

Immer wieder verzweifelte Red Star an der Defensive der Löwen und in der zweiten Hälfte gelang Piehler sogar das Tor des Tages. Somit siegte der SV 1860 beim Internationalen Pfingstturnier in Paris.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Max Breuning setzte am 06.06.1927 auf folgende Elf der Löwen.

Kob (14. Vogl) – Harlander, Kammerloher – Rechenmacher, Pledl, Kling – Stiglbauer, Hornauer, Piehler, Faubel, Gabler

Die statistischen Daten wurden einmal mehr dem Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys entnommen.

Aufruf des TSV 1860 München e.V.: Wir sind der Verein!

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Tsv 1860 Wir Sind Der Verein

Seit Mittwochabend überschlagen sich die Ereignisse an der Grünwalder Straße 114, und auch zwei Tage später nimmt der Trubel nicht ab. Erst das Lizenz-Aus, dann die Kündigung des Kooperationsvertrags seitens des TSV München von 1860 e.V. Bereits kurz nach dem Lizenz-Aus steckten die Löwenfans am Abend in Giesing ihre Köpfe zusammen und überlegten voller Tatendrang, wie man dem Verein – unserem Verein (!) – helfen kann.

Nun ruft auch der TSV München von 1860 e.V. über seine Vereinskanäle Mitglieder, Fans, Förderer*innen, Sponsoren und Freunde dazu auf, in dieser turbulenten Zeit die Löwen mit Stolz nach außen zu tragen. Diesem Aufruf wollen wir uns anschließen.

Aufruf des TSV 1860 München e.V.: Wir sind der Verein!

Hier findet ihr den Aufruf des Vereins in voller Länge:

Aufruf: Wir sind der Verein!

Liebe Mitglieder, liebe Fans, liebe Förderer/innen, liebe Sponsoren und liebe Freundinnen und Freunde des TSV 1860 München,

unser Verein steht vor einer der größten Herausforderungen seiner jüngeren Geschichte. Die wirtschaftlichen Verwerfungen in der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA haben tiefe Spuren hinterlassen. Sie haben für Unsicherheit gesorgt, Fragen aufgeworfen und manchen Zweifel genährt. Doch eines haben sie nicht zerstört: unsere Gemeinschaft als Sechzger.

Wir als Präsidium versichern euch: Wir unternehmen mit voller Kraft, mit höchster Sorgfalt und mit großem Verantwortungsbewusstsein alle organisatorischen, rechtlichen und formalen Schritte, die notwendig sind, um einen sportlichen Neustart zu ermöglichen. Tag für Tag arbeiten viele Menschen daran, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der TSV 1860 München in Zukunft wieder auf einem stabilen Fundament steht.

Dabei geht es um so viel mehr als nur um Fußball bei 1860: Es geht um unsere Identität. Um unsere Geschichte. Es geht um die Menschen, die diesen Verein über Jahre und Jahrzehnte geprägt haben. Es geht um die Kinder und Jugendlichen, die hier ihre sportliche Heimat haben. Es geht um die vielen Ehrenamtlichen, die ihre Freizeit für unseren Verein opfern, und um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Herzblut bei der Sache sind. Und um euch alle, die den Löwen im Herzen tragen.

Wir befinden uns in einem Befreiungskampf von den Lasten der Vergangenheit. Einem Kampf, der nicht auf dem Spielfeld, sondern durch Zusammenhalt, Solidarität und den festen Glauben an unsere gemeinsame Zukunft entschieden wird. Deshalb bitten wir euch um ein klares Zeichen: Zeigt eure Verbundenheit im Alltag. Sprecht über unseren Verein. Tragt unsere Farben mit Stolz. Unterstützt uns auf den Sportplätzen, bei Veranstaltungen und in eurem persönlichen Umfeld. Zeigt auf Social Media bewusst und sichtbar, dass ihr hinter dem TSV 1860 München steht. Teilt Beiträge, setzt Zeichen der Unterstützung, widersprecht Mutlosigkeit und verbreitet Zuversicht.

Jeder einzelne Beitrag zählt. Jedes aufmunternde Wort. Jede helfende Hand. Jede Unterstützung aus dem Sponsoring. Jede einzelne Mitgliedschaft. Deshalb richten wir uns auch an alle, die unseren Verein lieben, aber bisher noch kein Mitglied sind. Wer jetzt Mitglied wird, hilft ganz konkret. Jede Mitgliedschaft stärkt unseren Verein, gibt ihm Rückhalt und schafft mehr Planungssicherheit für die Nachwuchsausbildung. Darüber hinaus sendet sie ein starkes Signal: Wir stehen zusammen. Wir glauben an die Zukunft unserer Löwen. Mitglied? Ehrensache!

Den Mitgliedsantrag findet ihr hier zum DOWNLOAD

Die kommenden Wochen und Monate werden Einsatz, Geduld und Zusammenhalt erfordern. Aber wir sind hundertprozentig überzeugt: Wenn wir geschlossen auftreten, uns gegenseitig unterstützen und den Blick nach vorne richten, werden wir diesen Neustart für den TSV 1860 München schaffen. Lasst uns gemeinsam zeigen, wozu wir Löwen fähig sind!

Nicht die Vergangenheit bestimmt unsere Zukunft. Unsere Gemeinschaft bestimmt unsere Zukunft! Seite an Seite können wir diese Herausforderung meistern. Und eines Tages werden wir gemeinsam stolz auf das sein, was wir erreicht haben.

Gemeinsam! Solidarisch! Entschlossen! Wir sind der Verein!

Präsidium des TSV München von 1860 e.V.

Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V.

KGaA vor dem Aus – sagt Ismaik bereits leise Servus?

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Die Ereignisse an der Grünwalder Straße überschlagen sich weiter. Nachdem wir heute Vormittag bereits die vielen Baustellen analysiert haben, die der e.V. nun für den Regionalliga-Start abarbeiten muss, liefert ein aktueller Bericht der Süddeutschen Zeitung neue Einblicke. Während die Löwenfans der taumelnden KGaA offenbar endgültig den finanziellen Stecker ziehen, lassen die neuesten Äußerungen von Hasan Ismaik aufhorchen – denn sie klingen weniger nach einem erbitterten Kampf als vielmehr nach einem resignierten Abschied.

Wie von uns heute Vormittag bereits beleuchtet, liegt das Spielrecht für die Regionalliga Bayern beim e.V. – die aktuelle Spielbetriebsgesellschaft (KGaA) hat damit faktisch ihren Zweck verloren. Nach Informationen der SZ-Journalisten Markus Schäflein und Philipp Schneider steht die Gesellschaft nun unmittelbar vor dem endgültigen Kollaps.

Pflichtschuldige Gegenwehr statt Kampfansage

Gegenüber der SZ hat sich Hasan Ismaik nun erstmals konkret zur fristlosen Kündigung des Kooperationsvertrags geäußert. Wer eine feurige Kriegserklärung erwartet hatte, sieht sich bei genauerem Hinsehen wohl getäuscht. Zwar ließ der Jordanier verlauten:

Wir unsererseits werden diesen Schritt sorgfältig und unter rechtlichen Gesichtspunkten prüfen und dabei alle unsere vertraglichen Rechte wahren.

Liest man jedoch zwischen den Zeilen, klingt das weniger nach einem Investor, der die Klingen kreuzen will, sondern vielmehr nach der pflichtschuldigen Ankündigung von Gegenwehr. Dass Ismaik eigentlich schon “Servus” sagt und sich mit dem Ende der Zusammenarbeit abgefunden hat, zeigt sein darauffolgender Satz. Es stimme ihn traurig, dass „eine fünfzehnjährige Reise zu Ende gegangen ist, ohne dass es uns allen gelungen ist, das Maß an Vertrauen und Zusammenarbeit aufzubauen, das der Verein gebraucht hätte, um voranzukommen.“

Wirtschaftliche Logik: Warum Ismaik keinen Cent mehr investieren wird

Dass Ismaik die KGaA nicht mehr retten will, ist zudem eine rein rationale Entscheidung. Denn hier kommt die bittere juristische Realität für den Investor ins Spiel: Seine millionenschweren Gesellschafterdarlehen, mit denen er die KGaA über Jahre gestützt hat, sind im Falle einer Insolvenz gesetzlich nachrangig.

Das bedeutet: Sollte noch irgendeine verwertbare Insolvenzmasse vorhanden sein, werden daraus zuerst alle anderen Gläubiger bedient – vom Dauerkarten-Käufer über Sponsoren bis hin zu den Angestellten der Geschäftsstelle. Erst wenn alle diese Forderungen zu 100 Prozent beglichen wären (was utopisch ist), würde Ismaik überhaupt einen Cent sehen. Da die KGaA ohnehin ihren eigentlichen Geschäftszweck – den Profispielbetrieb – verloren hat, wäre jeder weitere Euro von HAM sprichwörtlich in den Gulli geworfen. Eine schnelle, schmerzhafte Abwicklung oder Insolvenz der Alt-Gesellschaft ist damit der einzig logische Schritt.

Fans schaffen Fakten: Massenhafte Rückgabe von Dauerkarten

Während Ismaik wehmütige Töne anschlägt, sorgen die Löwen-Fans auf der wirtschaftlichen Ebene für vollendete Tatsachen. Wie die SZ berichtet, geben die Anhänger derzeit scharenweise und hochgradig organisiert ihre bereits erworbenen Drittliga-Dauerkarten für die Saison 2026/27 zurück. Beziehungsweise fordern sie die bereits bezahlten Euro für die Saisonkarten von der KGaA. Dafür kursiert in den Fan-Netzwerken bereits ein formelles Musterschreiben, mit dem die Käufer aufgrund „der aktuellen Entwicklungen und des Entzugs der Drittliga-Lizenz“ den Rücktritt vom Kauf erklären und die Erstattung des Kaufpreises fordern.

Baustelle Ticketing & Finanzen: Der absolute Super-GAU für die KGaA

Diese organisierten Rückforderungen dürften für die alte KGaA nun endgültig den Todesstoß bedeuten. Wir hatten bereits darauf hingewiesen, dass das Ticketing komplett neu aufgerollt werden muss und auf die Mitarbeiter der Geschäftsstelle massive Mehrarbeit zukommt. Die massenhaften Ticket-Stornierungen verschärfen diese Liquiditätskrise nun dramatisch. Zusammen mit der Sonderkündigung von Hauptsponsor „Die Bayerische“ und den nötigen Rückstellungen für den anstehenden Gerichtsprozess gegen den freigestellten Ex-Geschäftsführer Oliver Mueller ist der finanzielle Druck auf die KGaA laut SZ schlicht nicht mehr tragbar.
Der Weg in die Insolvenz ist unausweichlich.

Nach Kündigung des Kooperationsvertrags: Woran 1860 jetzt arbeiten muss

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Ismaik: Geschäftsstelle an der 114
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Seit Mittwochabend überschlagen sich die Ereignisse an der Grünwalder Straße. Nachdem Hasan Ismaik entschied, die geforderten 2,7 Mio. € Liquiditätsnachweis nicht zu bringen, musste der TSV 1860 München in die Regionalliga Bayern absteigen. Gestern Abend platzte dann die nächste Bombe: das Präsidium des e.V. kündigte den Kooperationsvertrag, womit das Ende der Zusammenarbeit zwischen 1860 und Hasan Ismaik endgültig eingeläutet ist. Wir versuchen, Euch einen ersten Überblick zu geben, an welchen Baustellen 1860 nun arbeiten muss, um am 25.07. in der Regionalliga an den Start zu gehen.

Was führte zur Kündigung des Kooperationsvertrags?

Nochmal kurz zusammengefasst, wie es so weit kommen konnte: ursächlich für die aktuellen Entwicklungen ist eine nicht gegenfinanzierte Budgeterhöhung des Spieleretats in Höhe von 1,8 Mio. € für die Saison 25/26. Diese wurde im Mai 2025 durch HAM-Vertreter gegen die Stimmen der e.V.-Vertreter im Aufsichtsrat beschlossen. Im Februar noch hatte HAM-Aufsichtsratsmitglied Biel Ballester Relat bestätigt, dass „wir unseren Verpflichtungen als Darlehensgläubiger wie bisher auch weiterhin nachkommen werden“. Am 21.05. nahm das Unheil dann seinen Lauf, als HAM ohne Angabe von Gründen zwei Darlehen kündigte, wodurch die Liquitätslücke von 2,7 Mio. € entstand.

e.V. und Ismaik konnten sich dann bis zur Deadline nicht auf einen neuen Darlehensvertrag einigen, so dass keine Zahlung einging und der DFB den Löwen die Drittligalizenz entziehen musste. Es lagen zwei Verträge auf dem Tisch. Eine Variante des e.V., die HAM nicht unterschreiben wollte und eine von HAM, die die e.V.-Vertreter wegen Verstößen gegen 50+1 nicht unterzeichnen konnten. Für die KGaA wären beide Varianten OK gewesen. Gestern ließ Hasan Ismaik mit der Nachricht aufhorchen, dass er eine Insolvenz der KGaA nicht verhindern werde. Daraufhin kündigte der e.V. den Kooperationsvertrag mit HAM aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung. Dieser wichtige Grund liegt in der nicht erfolgten Bereitstellung der für die KGaA nötigen Finanzmittel, zu der sich HAM im Kooperationsvertrag verpflichtet hat.

Was sind die Folgen der Kündigung des Kooperationsvertrags?

Wir möchten vorausschicken, dass die Verträge zwischen HAM und dem e.V. rund um die KGaA sehr komplex sind und wir auch nicht alle Inhalte kennen. Dennoch versuchen wir nun in der Folge, Euch die wichtigsten Auswirkungen der Kündigung darzustellen:

  • Verlust des Vorkaufsrechts auf die Anteile von Hasan Ismaik. Da die Zeichen eh auf Insolvenz oder Liquidation der KGaA stehen, scheint das kein großer Verlust zu sein.
  • Ismaik kann die GF-GmbH bei einem Fallen von 50+1 nicht mehr für 25.000 € übernehmen.
  • Der e.V. ist berechtigt, Mannschaften in jeder Spielklasse antreten zu lassen.

Da der BFV dem TSV 1860 München e.V. bereits schriftlich mitgeteilt hat, dass er das Spielrecht in der Regionalliga Bayern dem e.V. zugeteilt hat, wird also in der Saison 26/27 eine Mannschaft des e.V. und nicht der KGaA an den Start gehen. Dadurch kann die KGaA ihrem wichtigsten Geschäftszweck, nämlich den Spielbetrieb wahrzunehmen, nicht mehr nachkommen. Dennoch ist die KGaA jetzt wie vielfach behauptet keine “leere Hülle”.

Was verbleibt nach aktuellem Stand trotz Kündigung des Kooperationsvertrags in der KGaA?

Die KGaA steht als juristische Person immer noch im Zentrum der wirtschaftlichen und rechtlichen Aktivitäten von 1860 für den Profispielbetrieb sowei die U21 und die U19. So hält die KGaA alle Spieler- bzw. Ausbildungsverträge mit den Spielern der ihr bisher zugeordneten Mannschaften. Das sind bekanntlich die Profis, die U21 und die U19. Außerdem laufen derzeit noch weitere Verträge auf die KGaA, unter anderem:

  • Sponsoring-Verträge rund um die Profis,
  • Arbeitsverträge der Geschäftsstelle,
  • Vermarktungsverträge mit infront
  • Erbpachtvertrag für das Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 und
  • Mietvertrag mit der Stadt München für das Grünwalder Stadion.

Außerdem liegen die Markenrechte wichtiger Marken von 1860 noch bei der KGaA. Ebenso ist die Zukunft der Merchandising GmbH (die ja komplett Hasan Ismaik gehört) komplett unklar.

Woran muss der TSV 1860 nun arbeiten?

Durch den Zwangsabstieg und die Kündigung des Kooperationsvertrag steht der e.V. nun vor einer Vielzahl von Aufgaben. Diese müssen in kürzester Zeit angegangen und abgeschlossen werden, damit die Löwen voraussichtlich am 25.07. ihr Auftaktspiel in der Regionalliga Bayern bestreiten können. Mit größter Priorität dürfte 1860 an der Zusammenstellung einer neuen Mannschaft und deren Finanzierung arbeiten. Schließlich spekuliert die Süddeutsche Zeitung, dass aktuell im Etat für die kommende Saison etwa 2,7 Mio. € fehlen. Von Außen betrachtet sollten also folgende Themen mit größter Priorität abgearbeitet werden:

  • Umstellung der Spieler-/Ausbildungsverträge auf den e.V. Da die KGaA nicht mehr am Spielbetrieb teilnimmt, müssen die Verträge mit den Spielern von KGaA auf den e.V. umgestellt werden. Natürlich müssen die Spieler einer solchen Umstellung zustimmen und können sich auch andere Vereine suchen. So muss wohl ein komplett neuer Kader für die Profis inklusive Trainerteam zusammengestellt werden.
  • Das selbe gilt für die Angestellten der KGaA. Auf diese kommt nun Einiges an Mehrarbeit zu und die KGaA wird höchstwahrscheinlich in Kürze keine Gehälter mehr zahlen können. Das gilt für alle Bereiche vom Ticketing über Finanzen bis zu Marketing und PR.
  • Vertragslage mit infront klären. Wird infront auch als Vermarkter für den e.V. in der vierten Liga agieren? Welche Konditionen gelten für diesen Fall? Oder wird der Verein auf Eigenvermarktung umstellen, um sich die Provisionen für infront zu sparen? Dann müssten allerdings auch entsprechende personelle Kapazitäten im e.V. aufgebaut werden.
  • Sponsoring-Verträge übertragen. Die Sponsoring-Verträge sind nichtig, da die KGaA ja nicht mehr am Spielbetrieb teilnimmt. Diese müssen also im Ideal- und einfach gedachten Fall auch auf den e.V. umgestellt werden.
  • Das Ticketing für die neue Saison muss komplett von vorne angegangen werden.
  • Ganz generell muss noch die bestehende Budgetplanung der KGaA auf die neue Situation angepasst werden.
  • Die Abwicklung der KGaA – sei es als Liquidierung oder als Insolvenz – muss ebenfalls durch den e.V. als Gesellschafter begleitet werden
  • Die zu erwartenden Rechtstreitigkeiten nach Kündigung der Darlehen und des Kooperationsvertrags werden ebenfalls Kapazitäten im e.V. erfordern (besonders für die Markenrechte).
  • Das sind sicher nicht alle Themen, an der TSV 1860 München e.V. nun mit Hochdruck arbeiten muss.

Möglich ist natürlich auch, dass der e.V. sich gleich einen neuen Partner sucht, der in eine neue Spielbetriebsgesellschaft investiert. Kaufinteressenten gab es offensichtlich einige. Dieser könnte sowohl Kapital als auch Kapazitäten zur Abwicklung der oben genannten Arbeiten zur Verfügung stellen. Wir halten Euch über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

sechzger.de Talk 265: Am Tag nach dem Lizenz-Aus

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Ganz anders, als eigentlich geplant, verläuft die Sommerpause im Hinblick auf unseren sechzger.de Talk. Aber das gilt ja irgendwie für den ganzen TSV 1860… Eigentlich wollten wir nach dem Livetalk in der vergangenen Woche nun mal ein paar Tage pausieren und dann kommenden Montag wieder mit einem – mehr oder weniger – zeitlosen Thema und einem externen Gast weitermachen. Doch dies ist nach der Entwicklung der vergangenen zehn Tage und insbesondere dem Mittwoch dieser Woche wohl nicht möglich. Daher finden sich am Abend des Fronleichnams-Feiertags fünf Redakteure zusammen, um einen besonderen sechzger.de Talk 265 aufzuzeichnen. In die Rekapitulation der Ereignisse der letzten Woche und des vorherigen Tages platzt dann die Bombe von der Kündigung des Kooperationsvertrags durch den e.V…. Verrückte Zeiten!

Die letzten zehn Tage und der Mittwoch in der Rückschau

Die Moderatoren Peter und Christian begrüßen mit Thomas Spiesl, Thomas Enn und Talk-Rückkehrer Edge drei Gäste, die den Moment der Verkündung, dass Hasan Ismaik die für eine Drittliga-Lizenz nötigen 2,7 Millionen Darlehen endgültig nicht bereitgestellt hat, an unterschiedlichen Orten miterlebt haben. Während der eine Thomas daheim den sechzger.de-Liveticker (mit Rekord-Zugriffszahlen!) betreute, war der andere Thomas mit den beiden besagten Moderatoren am Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 zugegen, als die Bombe platzte. Ausführlich besprechen sie im Podcast nicht nur die Ereignisse vor Ort, sondern gehen natürlich auch nochmal auf die Entwicklungen seit dem 26. Mai ein.

Blick in die Zukunft – und der nächste Hammer

In den anschließend anstehenden Blick auf die Zukunft der Löwen in der Regionalliga Bayern flattert dann – quasi im Hintergrund – die Pressemeldung von der Kündigung des Kooperationsvertrags mit der HAM durch den e.V. Diese Nachricht stimmt die Runde ausnahmslos positiv und dennoch wirft diese nächste Entwicklungsstufe natürlich neue Fragen auf, die versuchsweise in diesem sechzger.de Talk 265 beantwortet werden. Wir geben aber freimütig (und anders als manch wenig reflektierter, selbsternannte Experte im Umfeld des TSV 1860) zu, dass wir beileibe nicht all die offenen Fragen beantworten können. Wir bitten dies zu entschuldigen!

Pokalauslosung am Samstag

Zum Abschluss der Sendung und vielleicht für alle fünf Protagonisten eine Chance, wieder ein wenig in die greif- und klärbare Realität zurückzukehren, reden wir noch über ein ganz ordinäres sportliches Thema: Am Samstag Abend um 18 Uhr wird im Rahmen der ARD-Sportschau die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal ausgelost. Wen wünschen sich Thomas, Thomas, Edge, Peter und Christian als Gegner? Und wen nicht? Und wie votieren die sechzger.de-Leser*innen bei der zu diesem Thema ganz aktuell laufenden Umfrage auf unserer Website? Hier im sechzger.de Talk 265 werden genau diese Fragen beantwortet. Versprochen!

Der sechzger.de Talk 265 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

TSV 1860 e.V. kündigt Kooperations-Vertrag mit HAM auf

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Ismaik-Interview: "Zahle das Geld uns sei still"

Auch am Feiertag wurde an der Grünwalder Straße 114 fleißig gearbeitet. Den gesamten Tag über saßen die Verantwortlichen von e.V. und KGaA beisammen. Es ging darum, die Geschehnisse des gestrigen Tages aufzuarbeiten. Und natürlich darum, Wege zu finden, wie es in finanzieller und sportlicher Sicht weitergehen soll mit den Löwen. Der nächste HAM-mer folgte am Donnerstagabend. Der TSV 1860 München kündigte den Kooperations-Vertrag mit der HAM International Limited, sprich mit Hasan Ismaiks Firma, außerordentlich und fristlos auf.

1860 kündigt Kooperations-Vertrag mit HAM auf

Dies ist ein klares Zeichen, dass man Seitens der Löwen kein großes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Jordanier und seinem Firmenkonstrukt haben dürfte. Hier die am Donnerstagabend veröffentlichte Pressemitteilung im Wortlaut:

TSV München von 1860 e. V. kündigt Kooperationsvertrag

Der TSV München von 1860 e. V. hat den am 30. Mai 2011 geschlossenen Kooperationsvertrag mit der HAM International Limited aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung gekündigt. Mit Blick auf die Saison 2026/2027 ergreift der TSV 1860 München alle organisatorisch und formalrechtlich erforderlichen Maßnahmen. Dem TSV München von 1860 e.V. liegt bereits die Zulassung des Bayerischen Fußballverbandes für die Regionalliga Bayern vor.

Präsidium des TSV München von 1860 e. V.

04.06.2026