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1860 siegt souverän in Forstinning – Hattrick von Ortivero Calderon

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forstinning 1860 ortivero calderon

Runderneuerte Löwen bestritten am Samstagnachmittag bei hochsommerlichen Temperaturen ihr erstes Testspiel und feierten einen ungefährdeten Sieg. Nicht zuletzt dank eines Hattricks von Arian Ortivero Calderon setzte sich der TSV 1860 beim VfB Forstinning mit 4:0 durch.

TSV 1860 besiegt Forstinning zum Auftakt

Obwohl sich nur rund 500 Zuschauer in Forstinning einfanden, war das Spiel natürlich etwas Besonderes. Nach dem Zwangsabstieg setzte Trainer Alper Kayabunar auf ein Gerüst aus U21- und U19-Spielern und auch der mögliche Neuzugang Matthew Collins (bisher Austria Salzburg) kam in der zweiten Halbzeit zum Einsatz und fügte sich ordentlich ein.

Angeführt von Kapitän Lasse Faßmann betraten die Teams den Rasen und in der ersten Hälfte zeigte sich der Klassenunterschied doch recht deutlich. Phasenweise praktizierten die Löwen Einbahnstraßen-Fußball und fast schon zwangsläufig vielen einige Tore. Angetrieben von Samuel Althaus und Emre Erdogan tat sich dabei besonders Arian Ortivero Calderon hervor, dem vor der Pause eine Hattrick gelang (14., 37., 42.).

Tekin trifft zum Endstand

In der 2. Halbzeit blieb der Spielfluss ein wenig auf der Strecke, was zum Einen der Hitze, zum Anderen aber auch den zahlreichen Wechseln geschuldet war. Nun kam auch der VfB Forstinning gelegentlich zum Abschluss, Stefan Musa im Tor der Löwen hielt den Kasten jedoch sauber.

Den letzten Treffer der Partie erzielte der kurz zuvor eingewechselte Mustafa Tekin, der von der Strafraumkante aus zum 0:4-Endstand einnetzte (80.). In der kommenden Woche wird auch Routinier Alexander Benede wieder ins Training einsteigen, der heute verletzungsbedingt pausieren musste.

Giesing spricht: TSV 1860 lädt Anwohner zum Dialog über Stadionpläne

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Giesing spricht

Unbeeindruckt von den “sportlichen Umständen” treibt der TSV München von 1860 e.V. seine Stadionpläne voran. Das Projekt ist zu groß und auf zu lange Frist ausgelegt, als dass man es vom Tagesgeschäft abhängig machen könnte. Nachdem nun die Machbarkeitsstudie abgeschlossen wurde, gab es nach der Pressemitteilung am frühen Abend auch die erste Veranstaltung auf der Details und Pläne zur Zukunft des Grünwalder Stadions mit der Öffentlichkeit geteilt wurden. Noch vor der Mitgliederversammlung lud man die Anwohner der beiden Giesinger Bezirke zu “Giesing spricht” in die Alm am Trainingsgelände. Rund 250 Menschen folgten der Einladung und konnten sich schon in der Frühphase der Umbauplanungen informieren und einbringen.

Grußworte und einige Eckpunkte zu den Plänen

Nach der Begrüßung durch das Moderationsteam sprach zuerst Präsident Gernot Mang einige Worte und Sportbürgermeistern Verena Dietl richtete sich mit einer Videobotschaft an die Versammelten. Für das geplante Panel hatte sie ihren Büroleiter nach Giesing geschickt. Den inhaltlichen Teil begann Roman Beer, der als Architekt, Mitglied der Stadionkommission und Experte für das Grünwalder einen kurzen Abriss der Geschichte des Stadions auf Giesings Höhen gab.

Dann ging es ans Eingemachte und der Leiter der Stadionkommission, Walter Lechner, übernahm das Mikrofon. Er präsentierte das weitere Vorgehen und zeigte den langfristigen Zeitplan auf:

  • Die Machbarkeitsstudie, erstellt von der Powerhouse Company, ist fertig und wird in zwei Wochen freigegeben
  • Direkt anschließend erfolgt die Vorstellung vor der Lokalbaukommission
  • Der Antrag zum Bauvorbescheid soll dann bis Ende Juli 2026 eingereicht werden
  • Währenddessen beginnen die Verhandlungen mit der Stadt München über den Erbpachtvertrag. Die Verhandlungsdauer wird auf gut sechs Monate prognostiziert. Danach geht es an die Ausgestaltung der Finanzierung des Umbaus.
  • Baugenehmigung soll Ende 2027 vorliegen
  • Baustart Mitte 2028 –> zwei Saisonen im Olympiastadion –> Eröffnung “Sechzger NEU” August 2030

Weitere Details findet ihr auf den folgenden Bildern:

Weiter Phasen der Bürgerbeteiligung – Giesing spricht weiter?

Im Anschluss wurde von Margarete Stadlbauer, ebenfalls Mitglied der Stadionkommission, das weitere Vorgehen in Bezug auf Bürgerbeteiligung und Sozialraumplanung vorgestellt. Aktuell werden die Anwohner*innen in einer so frühen Phase eingebunden, wie es sonst bei fast keinem Projekt der Fall ist. Gesetzlich ist eine solche Beteiligung nämlich erst rund um die Genehmigungsphase vorgeschrieben, einem Zeitpunkt, an dem schon der Großteil des Projekts unverrückbar fixiert sind. Der TSV 1860 und die beratenden Organe wollen in diesem Fall echte Beteiligung und Gestaltungsmöglichkeiten für die Giesinger*innen bieten. So soll das Stadion noch mehr mit dem Viertel verwachsen.

Ein großer Schritt in diesem Vorhaben ist eine umfassende Sozialraumanalyse unter der Leitung von Frau Prof. Dorit Sing von der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH). Im kommenden Wintersemester wird diese Analyse von 180 Studierenden der KSH in Giesing durchgeführt und im Anschluss der Öffentlichkeit präsentiert werden. Hier wird u.a auf die Themen Fan-Arbeit, Soziale Einrichtungen, Mobilität eingegangen und z.B. Anwohnerbefragungen durchgeführt. Wenn euch also ab Herbst 2026 Studenten von der Kath. Hochschule in Giesing ansprechen, seid freundlich und nehmt euch die Zeit!

Panel steht Frage und Antwort – Giesing spricht nun wirklich

Im Anschluss konnten die anwesenden Anwohner*innen nun dem Panel zuerst Fragen stellen und dann in einem zweiten Teil eigene Anregungen und Wünsche zum neuen Stadion äußern. Das Panel bestand aus:

  • Walter Lechner (Leiter Stadionkommission)
  • Peter Schaefer (Vizepräsident TSV 1860 e.V.)
  • Tom Bieber (Büro der 3. Bürgermeisterin Verena Dietl)
  • Sander Apperlo & Christian Runge (Powerhouse)
  • Roman Beer (Stadionkommission)
  • Prof. Dorit Sing (Professorin für Soziologie in der Sozialen Arbeit an der KSH)

Alle Inhalte des Frage-und-Antwort-Spiels hier wiederzugeben, würde den Rahmen des Artikels sprengen. Folgende Themen wurden angesprochen:

  • Wildbieseln: In der kommenden Saison werden am Spieltag vermehrt mobile Toiletten eingesetzt werden. Außerdem wird es im neuen Stadion mehr Toiletten geben.
  • Fanbusse Auswärtsanhänger: Es werden alternative Stellplätze geprüft, am Mangfallplatz könnten Flächen genutzt  werden
  • Der vielen bekannte “Hohlraum” in der U-Bahn Station Wettersteinplatz ist für Parkplätze eigentlich kein Thema, falls die Stadt sich aber zu einer Nutzung entschließt, wird sich der TSV nicht verschließen
  • Zweitnutzung: Potenziell die Munich Ravens, perspektivisch evtl. auch Rugby, Cricket, o.Ä.; “Non-Sport” Nutzung aktuell nur für die Tribünenräumlichkeiten gedacht. Konzerte sind z.B. aktuell nicht vorgesehen.
  • Die Wünsche reichten von KiTa über Bandräume bis hin zu öffentlichen Toiletten, aber auch über mögliches Gewerbe wie einen Drogeriemarkt wurde gesprochen. Grundsätzlich ist fast alles vorstellbar.

Was sonst noch aus der Veranstaltung hervorging

Das Erdgeschoss der Tribünenbauten an der Ost- und teilweise auch Südseite soll zum Viertel hin geöffnet werden und Gewerbe bzw. öffentliche Einrichtungen beherbergen. Auch ein Vereinsmuseum soll hier seinen Platz finden. Das Stadion sowie das Verkehrskonzept ist klimaneutral geplant und setzt auf erneuerbare Energien und ÖPNV. In all diesen Belangen ist auch wieder Bürgerbeteiligung gefragt!

Auch die Vertreter des Planungsbüros Powerhouse legten einige ihrer Prioritäten dar. So soll die Form der Westkurve definitiv beibehalten werden, die weiteren Ecken geschlossen und andere prägende Merkmale wie das Relief an der Fassade und die Anzeigetafel beibehalten werden. Die Firma wird selbst keine Bautätigkeiten übernehmen (Bausparte ist aktuell noch nicht in Deutschland tätig), steht aber schon in Kontakt mit möglichen Partnern für eine Umsetzung und wird den Weg weiter intensiv begleiten. Hier wird z.B. schon mit der großen Münchner Bau- und Projektmanagementfirma Drees und Sommer an einer Baukostenprognose gearbeitet.

Wie geht es weiter?

In den nächsten Monaten und Jahren sind weiter Termine zur Bürgerbeteiligung geplant. Außerdem kann man sich unter der eMail stadionumfeld@tsv1860.org mit Anregungen oder Fragen melden. Unter diesem Link kann man außerdem dem an einer schriftlichen Erstbefragung beteiligen, die erste Anhaltspunkte für die große Sozialraumanalyse liefern soll. Teilnehmen dürfen nicht nur Anwohner, am Ende ist aber unbedingt anzugeben, aus welcher Position man sich äußert (Fan, Anwohner, Gewerbetreibende).

20.06.1971: 1860 gewinnt Testspiel bei FSG 1921 Wisselsheim

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

Quiz am frühen Morgen: Wie viele Freundschaftsspiele absolvierte der TSV 1860 nach Abschluss der Saison 1970/71? Während sich die Spieler heutzutage nach dem letzten Pflichtspiel in der Regel in den Urlaub verabschieden, ließ Trainer Hans Tilkowski damals munter weiterspielen. Zum letzten Testspiel trat Münchens große Liebe heute vor 55 Jahren bei der FSG 1921 Wisselsheim an.

Kantersieg des TSV 1860 in Wisselsheim

Die Regionalliga-Saison verlief für die Löwen alles andere als gewünscht. Statt des erhofften Wiederaufstiegs fand sich der TSV 1860 zwischenzeitlich auf Platz 15 unter 19 Mannschaften wieder. Zwar fing sich die Tilkowski-Elf und landete am Ende auf Platz 4, das Saisonziel wurde aber dennoch verpasst.

Ob der Testspiel-Marathon nach Saisonende als Strafe zu verstehen war, entzieht sich unserer Kenntnis, so wirklich Freude dürfe er aber keinem der Spieler bereitet haben. Zum Abschluss reisten die Löwen nach Bad Nauheim, um sich dort mit der heimischen FSG 1921 Wisselsheim zu messen. Standesgemäß siegte der TSV 1860 mit 13:1 und verabschiedete sich damit in die nun redlich verdiente Sommerpause.

Die Aufstellung der Löwen

Für das Spiel in Hessen am 20.06.1971 nominierte Hans Tilkowski folgende Elf:

Deml – Luxi, Wagner, Hiller – Reichenberger (46. Kunz), Brunner, Burghardt, Zacher – Purucker, Bredenfeld, Denz (75. Assfalg)

Tore:
0:1 Zacher (6.), 0:2 Purucker (21.), 0:3 Burghardt (51.), 0:4 Zacher (53.), 0:5 Purucker (57.), 0:6 Burghardt (60.), 0:7 Zacher (63.), 0:8 Brunner (68.), 1:8 Helfl (70., Elfmeter), 1:9 Klischat (72., Eigentor), 1:10 Zacher (74.), 1:11 Hiller (75.), 1:12 Bredenfeld (80.), 1:13 Purucker (82.)

Testspiel-Marathon nach Saisonende

Ach ja, es fehlt noch die Auflösung des Quiz zu Beginn des Artikels: Sage und schreibe 13 Freundschaftsspiele mussten die Spieler des TSV 1860 nach Saisonende noch über sich ergehen lassen, ehe sie in den Urlaub starten durften. Nach dem letzten Spieltag am 19.05.1971 (3:1 gegen den FC 08 Villingen) standen noch folgende Partien auf dem Programm:

20.05. FC Schrobenhausen 6:1
22.05. Grazer AK 3:1
26.05. VfR Aalen 5:1
02.06. TSV Milbertshofen 2:0
05.06. FV Lahr 03 2:1
06.06. Auswahl Albtal 7:2
08.06. Xamax Neuchatel 9:3
10.06. Wacker Augsburg 6:0
13.06. SV 03 Tübingen 4:1
16.06. Schwarz-Weiß München 1:1
18.06. TSV Wendlingen 8:1
19.06. 1. FC Eutingen 4:1
20.06. FSG 1921 Wisselsheim 13:1

Machbarkeitsstudie sieht Erstligatauglichkeit für das Grünwalder Stadion vor

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Grünwalder Stadion Machbarkeitsstudie Westkurve

Während am heutigen Freitag in der 60er Alm an der Grünwalder Straße die Nachbarschaftsversammlung “Giesing spricht” läuft, hat der TSV 1860 München wegweisende Neuigkeiten veröffentlicht. Ein soeben präsentiertes “Fact Sheet” fasst die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zum Stadionausbau zusammen. Die zentrale Erkenntnis: Das Sechzgerstadion kann auf 27.000 Plätze ausgebaut werden und würde dann eine vollumfängliche Erstligatauglichkeit aufweisen.

Architektonische Vision: Sanierung im Bestand und Respekt vor der Historie

Die technische Machbarkeitsstudie zur Sanierung und zum Ausbau des Grünwalder Stadions liegt vor. Die Fakten, die der Verein nun parallel zum aktuell laufenden Anwohner-Dialog veröffentlicht hat, skizzieren eine äußerst positive, zukunftsorientierte Perspektive für die traditionsreiche Spielstätte auf Giesings Höhen. Die Machbarkeitsstudie belegt, dass eine Modernisierung möglich ist, die sowohl wirtschaftliche als auch infrastrukturelle Anforderungen des Profifußballs erfüllen soll.

Die Entwürfe der Powerhouse Company unter dem Leitmotiv “Ein Vorzeigeprojekt für STADT und VEREIN” setzen offenbar auf eine Sanierung im Bestand, die eine harmonische Einfügung in die bestehende Nachbarschaft gewährleisten soll. Ein zentraler planerischer Ansatz dürfte dabei die Fortführung des charakteristischen Erscheinungsbildes der bestehenden Stehhalle sein. Das neue Stadiondach sitzt optisch auf einem durchgehenden Band aus Glas auf.

Eine Heimat für die Fans

Es scheint, als würde sich der neue Entwurf bewusst an der Formensprache der historischen Stehhalle orientieren, die im Jahr 1978/1979 von den Architekten Werner Böninger und Peter Biedermann konzipiert wurde. Damit soll der unverwechselbare Charakter des Standorts bewahrt werden und das Stadion, wie es in der Präsentation heißt, “eine Heimat für die FANS” bleiben.

Wie man Illustrationen entnehmen kann, sollen auch die traditionelle Anzeigetafel in der Westkurve sowie die Reliefs an der Fassade der Ostkurve erhalten bleiben.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im Überblick

Aus dem veröffentlichten Dokument des Vereins gehen folgende Kernpunkte hervor:

  • Erst- und Zweitligatauglichkeit: Der wichtigste Punkt für die sportliche Perspektive des Vereins: Das umgebaute Stadion wird die Richtlinien der DFL erfüllen und ist somit vollumfänglich erst- und zweitligatauglich.
  • Deutlicher Kapazitätsausbau: Das Stadion soll nach dem Umbau 25.000 Zuschauer fassen.
  • Zusätzliche Vermarktungspotenziale: Neben den regulären Plätzen wird es zusätzlich ca. 2.000 Plätze für Business-Seats und Logen geben, was für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und Erschließung neuer Einnahmequellen von enormer Bedeutung ist.
  • Erweiterung der Westkurve: Die Westkurve soll auf ein Fassungsvermögen von 13.000 Zuschauern erweitert werden.
  • Moderne Infrastruktur: Um den Komfort und die Abläufe im Stadion zu verbessern, ist auf halber Höhe ein kompletter Umlauf geplant. Dieser wird ein umfangreiches Gastronomieangebot sowie ausreichend sanitäre Anlagen bieten.
  • Nachhaltigkeit im Fokus: Auch ökologisch soll das umgebaute Stadion zukunftsfähig aufgestellt werden. Durch eine großflächige Photovoltaik-Anlage (PV) und die entsprechende Netzeinspeisung wird das Stadion CO2-neutral betrieben. 

Weitere Details am Sonntag auf der Mitgliederversammlung

Mit diesen Ergebnissen untermauert der TSV 1860 München, dass die Vision eines modernen und rentablen Grünwalder Stadions baulich umsetzbar ist. Wie es aussieht, vereint das Modell die wirtschaftlichen Notwendigkeiten des Profifußballs mit einer signifikanten Kapazitätserweiterung.

Das heute veröffentlichte Fact Sheet dient als erster, kompakter Überblick für die Öffentlichkeit und die Teilnehmer der Nachbarschaftsversammlung. Wie der Verein ankündigt, wird die Stadionkommission bereits am kommenden Sonntag auf der Mitgliederversammlung des TSV 1860 München weitere, detaillierte Informationen zu den Plänen und dem weiteren Vorgehen präsentieren.

Bilder: TSV München von 1860 e.V.

TSV 1860 legt Beschwerde gegen Lizenzentzug ein

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Blick Auf Leere Westkurve Im Grünwalder Stadion 1860

Auch wenn sich die tatsächliche Chance wohl im Promillebereich befindet, hat der TSV 1860 Beschwerde gegen den Lizenzentzug eingelegt und somit den letzten verbliebenen Rechtsweg ausgeschöpft.

TSV 1860 legt Beschwerde gegen Lizenzentzug ein

Hintergrund der Beschwerde ist wohl tatsächlich weniger die reelle Hoffnung auf eine Begnadigung seitens des DFB als vielmehr eine juristische Absicherung der Geschäftsführung. Vielmehr dürfte es Manfred Paula als Geschäftsführer der KGaA wichtig sein, alle juristischen Mittel auszuschöpfen und sich im Falle einer Insolvenz keinen Vorwürfen ausgesetzt zu sehen, nicht alles versucht zu haben. Auch bezüglich eventuell aufkommender Haftungsfragen ist dieser Schritt nachvollziehbar.

Ob und inwiefern der Hauptgesellschafter der KGaA an der Entscheidungsfindung hinsichtlich der Beschwerde beteiligt war, ist unbekannt. Die Frist wäre am Donnerstag um Mitternacht abgelaufen, nun wird sich das DFB-Bundesgericht mit dem Fall beschäftigen und eine mündliche Verhandlung ansetzen. Entscheidende Frage wird sein, ob der von Investor Hasan Ismaik bereitgestellte Liquiditätsnachweis doch noch berücksichtigt werden kann. Da der Fehlbetrag von 2,3 Millionen Euro jedoch lediglich auf dem Konto der Merchandising GmbH nachgewiesen werden kann, ist davon auszugehen, dass die Entscheidung zum Lizenzentzug und dem Abstieg aus der 3. Liga bestehen bleibt.

Aktive Fanszene ruft zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung auf

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Am Sonntag (21.06.2026, 10.00 Uhr, Einlass ab 8.30 Uhr) findet im ZENITH die diesjährige Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. statt. Neben der Wahl von drei Nachrückern in den Verwaltungsrat stehen dort wichtige Entscheidung zur Zukunft des Profifußballs bei den Löwen und insbesondere zur Thematik des Spielorts Sechzgerstadion auf dem Programm. Trotz angekündigter Hitze sollten sich möglichst viele Vereinsmitglieder schon am Sonntag Morgen auf den Weg in den Münchner Norden machen und dort dann mit über die Zukunft unseres Vereins zu entscheiden. Wir von sechzger.de haben dazu schon Mitte der Woche in einem Artikel aufgerufen. Eine Umfrage zu den Plänen unserer Leser*innen hinsichtlich der MV auf unserer Seite hatte uns ein wenig irritiert. Am heutigen Freitag veröffentlichte nun auch die aktive Fanszene des TSV 1860 einen entsprechenden Aufruf, den wir hier gerne teilen und wiedergeben.

Kämpferisches Statement der Fanszene zur Mitgliederversammlung

Unter anderem im Instagram-Auftritt von weiss_blauer_blog ist der Aufruf zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung hinterlegt, der sich in der Wortwahl vor allem an die jüngeren in der Fankurve aktiven Vereinsmitglieder richtet. In dem Aufruf finden die Autoren entsprechend klare und deutliche Worte bei der Zusammenfassung der Ereignisse der letzten Wochen und platzieren ein kämpferisches Statement mit folgendem Wortlaut:

FREIHEIT FÜR SECHZIG  

Trage auch DU dazu bei – Komme am Sonntag, den 21. Juni, zur Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. ins Zenith!

Der Befreiungskampf gegen Ismaik und Konsorten befindet sich in der entscheidenden Phase. 15 Jahre Fremdbestimmung, Spaltung und Desinformation haben den TSV mehrmals an den Rand des Abgrundes gebracht. Die Kündigung des Kooperationsvertrages durch das Präsidium war die logische Konsequenz des jüngsten, abermaligen Wortbruchs seitens Ismaiks. Außer Frage steht, dass Ismaik, seine Berater und willfährigen Unterstützer in den kommenden Tagen nichts unversucht lassen werden, um die Mitglieder zu verwirren, aufzuhetzen und zu verängstigen. Hierzu wurde extra eine PR-Agentur engagiert, die für ihr Dirty Campaigning berüchtigt ist. Das Ismaik-Interview im Bayerischen Rundfunk ist dabei nur ein Vorgeschmack dessen, was der Öffentlichkeit an Lügenmärchen aufgetischt wird.

Wir Mitglieder aber lassen uns davon nicht beirren, die Zeit ist reif für ein freies Sechzig München!

Lasst uns ein starkes Zeichen der Selbstbestimmung und Geschlossenheit nach außen senden!

Kommt zahlreich zur Mitgliedversammlung am Sonntag ins Zenith und stärkt unserem gewählten Vereinsvertretern den Rücken.

WIR SIND DER VEREIN – FREIHEIT FÜR SECHZIG!

 

1860-Kapitän Jesper Verlaat wechselt ablösefrei zu Borussia Dortmund II

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jesper verlaat comeback 1860

Für viele Löwenfans kam die Nachricht, dass der Vertrag von Jesper Verlaat nicht verlängert wird, überraschend. Der überaus beliebte Kapitän verlässt den TSV 1860 München nach vier Jahren und wechselt ablösefrei zur U23 von Borussia Dortmund.

Jesper Verlaat wechselt zu Borussia Dortmund II

Im Sommer 2022 war der Niederländer von Waldhof Mannheim an die Grünwalder Straße gekommen und hatte seitdem 108 Drittligaspiele (7 Tore), 5 Partien im Toto Pokal (1 Tor) und eine Begegnung im DFB Pokal für den TSV 1860 absolviert. Für Münchens große Liebe war es bis zu seiner Verletzung nicht nur Leistungs-, sondern auch Sympathieträger und Identifikationsfigur.

Nun schlägt der 30-Jährige also bei Borussia Dortmund ein neues Kapitel seiner Karriere auf und freut sich nach seinem tränenreichen Abschied von den Löwen auf eine neue Aufgabe.

Ingo Preuß, sportlicher Leiter der U23, heißt den Neuzugang herzlich willkommen:

“Mit Jesper gewinnen wir einen erfahrenen Spieler für das Abwehrzentrum. Er wird für unsere jungen Spieler eine wichtige Stütze auf und neben dem Platz sein.”

Wir wünschen Jessi alles Gute und freuen uns auf ein Wiedersehen in Giesing!

Radsportabteilung des TSV 1860 glänzt in Fröttmaning – neues Trikot im Pre-Order

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tsv 1860 radsport

Herausragende Teamleistung der Radsportabteilung des TSV 1860  e.V. beim Donnerstagsrennen der Munich Bike Stars: Michel Hehlke sichert sich beim Kriterium „rund um die Schüssel“ in Fröttmaning einen fantastischen zweiten Platz in der Hobby-Kategorie. Zudem gibt es Neuigkeiten aus dem e.V.-Shop.

Radsportabteilung mit tollem Erfolg in Fröttmaning

Es war ein Renntag, der die Stärken der Löwen auf dem Asphalt perfekt aufzeigte. Beim wöchentlichen Rennen vor den Toren der Allianz Arena bewiesen die Radsportler des TSV 1860 München vor allem eines: taktisches Geschick und grandiosen Teamgeist.

Um die Leistung richtig einordnen zu können, muss man das Format des Rennens verstehen. Hierbei wird auf einem engen Rundkurs gefahren, bei dem jede Runde nur wenige Minuten dauert. Der Clou: Es geht nicht nur darum, wer am Ende als Erster über die Ziellinie fährt. Stattdessen gibt es in regelmäßigen Abständen – oft durch eine Glocke angekündigt – Sprintwertungen.

Dort werden Punkte nach dem Schema 5-3-2-1 verteilt. Die letzte Runde zählt als Zielwertung doppelt. Wer am Ende die meisten Punkte auf dem Konto hat, gewinnt. Das bedeutet: Auch zwischen den Wertungen bleibt das Tempo extrem hoch, da die Fahrer sich für den nächsten Sprint positionieren müssen.

Michel Hehlke sprintet aufs Podest

Das Rennen startete gewohnt schnell. Die ursprüngliche Taktik der Sechzger sah vor, sich auf die Wertungen 2, 3 und die Schlusswertung zu konzentrieren. Doch als Michel Hehlke beim ersten Sprint direkt auf den zweiten Platz vorfuhr, wurde der Plan flexibel angepasst: Hehlke sollte auf die Sprints gehen, während der junge Däne Mark Rüdiger als sein „Lead-Out“ fungierte.

Diese Rolle füllte Rüdiger in Perfektion aus. Er fuhr Ausreißer souverän zu und ließ in den Wertungsrunden niemanden mehr an sich vorbei, sodass Hehlke immer in idealer Position auf die Zielgerade einbiegen konnte. Die Ausbeute sprach für sich: Platz 2 bei der zweiten Wertung und der volle Punktesieg (Platz 1) bei der dritten Wertung.

Um Kräfte zu sparen, ließ das Team die vierte Wertung aus. Bei der doppelt zählenden Schlusswertung leistete Rüdiger erneut perfekte Vorarbeit. Hehlke sprintete auf Platz 2 – nur winzige 10 bis 20 Zentimeter fehlten ihm zum finalen Sprint-Erfolg, der gleichzeitig auch den Gesamtsieg bedeutet hätte. So stand am Ende ein hochverdienter 2. Platz im Gesamtklassement zu Buche. Eine herausragende Teamleistung und ein Rennen, das angesichts der guten Gruppenverhältnisse richtig Spaß gemacht hat.

Neues Trikot: Grün-Gold auf den Sattel

Passend zu den sportlichen Erfolgen gibt es auch modische Neuigkeiten. Die Radsportabteilung hat ein brandneues Trikot mit dem ikonischen Radsport-Logo (das viele schon von den Shirts kennen) releast. Wer sich das neue Jersey sichern möchte, muss sich beeilen: noch bis Montag läuft die Pre-Order!

Hier geht es direkt zur Vorbestellung im Shop des e.V.:
TSV 1860 Radtrikot 26/27 (Pre-Order)

Spezielle Ausrüstung wie Sweater, Hosen, Einteiler oder Westen sind exklusiv den Mitgliedern der Abteilung vorbehalten. Wer diese Stücke tragen will, hat also gleich den perfekten Grund, der Radsportabteilung des TSV 1860 München beizutreten!

TSV 1860 e.V. als Mitinitiator: Gemeinsam konsequent gegen Hass im Netz

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peter schaefer 1860 hass im netz

Der TSV München von 1860 e.V. geht aktiv gegen strafbare Inhalte im Internet vor. Als Mitinitiator des neuen Pilotprojekts „Justiz und Sport – konsequent gegen Hass“ setzen die Löwen ein wichtiges Zeichen für mehr Respekt im digitalen Raum.

Gemeinsam konsequent gegen Hass im Netz

Das Internet ist leider nicht immer nur ein Ort für sachlichen Austausch über unseren Lieblingsverein. Immer öfter werden Grenzen überschritten, und Sportler, Funktionäre sowie Fans werden zur Zielscheibe von strafrechtlich relevanten Hasskommentaren. Dem stellt sich der TSV 1860 München e.V. nun gemeinsam mit starken Partnern aktiv entgegen.

Wie der Hauptverein auf seiner Website bekanntgab, beteiligt sich der TSV 1860 e.V. an dem neuen Projekt „Justiz und Sport – konsequent gegen Hass“. Ins Leben gerufen wurde diese Initiative von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz.

Das Ziel ist klar formuliert: Sportvereine und -verbände sollen im Umgang mit strafbaren Hasskommentaren gezielt unterstützt werden. Neben unseren Löwen sind auch der FC Bayern München sowie der Bayerische Landes-Sportverband e.V. (BLSV) als Projektpartner mit an Bord. Die Initiative schafft dabei feste Anlaufstellen und klare Verfahren. Ein zentraler Baustein ist die Möglichkeit, bedenkliche Inhalte zur rechtlichen Prüfung direkt an die Generalstaatsanwaltschaft München weiterzuleiten, um sie konsequent verfolgen zu lassen.

Erste Erfolge: Täter auf Drittplattformen ermittelt

Dass dieses Projekt keine reine Symbolpolitik ist, sondern bereits konkrete Auswirkungen zeigt, betonte e.V.-Vizepräsident Peter Schaefer:

„Wir sind froh und stolz, Mitinitiator und Teil dieser wichtigen Kampagne zu sein. Auch im digitalen Umfeld des TSV 1860 München, insbesondere auf Plattformen, die wir nicht selbst unterhalten und kontrollieren, besteht akuter Handlungsbedarf, um die Persönlichkeitsrechte im Internet zu schützen. Im Rahmen der Initiative konnten bereits mehrere Straftaten in Kommentarbereichen von Drittplattformen zur Anzeige gebracht und ebenfalls die Identitäten von Täterinnen und Tätern ermittelt werden.“

Mit dieser Maßnahme setzt der TSV 1860 München ein klares Zeichen gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Miteinander – online wie offline.

Auch sechzger.de beteiligt sich an der Initiative

An dieser Stelle möchten wir betonen:

Wir als Redaktion von sechzger.de begrüßen diese Initiative des Vereins ausdrücklich!

Auch wir sehen bei unserer täglichen Arbeit in Foren, Kommentarspalten und sozialen Netzwerken, wie schnell der Ton ins Unerträgliche abrutschen kann. Kritik, Emotionen und hitzige Diskussionen gehören zum Fußball und zu Sechzig München zwingend dazu – Hass, persönliche Beleidigungen und strafbare Hetze jedoch nicht.

Dass unser e.V. hier Verantwortung übernimmt, nicht wegschaut und konsequent gegen solche Grenzüberschreitungen vorgeht, ist ein enorm wichtiges und absolut richtiges Signal. Nicht zuletzt deshalb hatten wir bereits an der ersten Veranstaltung bzw. Schulung der Initiative teilgenommen und versuchen, unsere Kommentarbereiche so achtsam wie möglich zu moderieren.

Frei erfundenes Zitat von Mang beim BR

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Die Berichterstattung rund um den Besuch von Hasan Ismaik in München schlägt weiter hohe Wellen. Auch nach seinem gestern bereits erfolgten Abflug aus der Landeshauptstadt. Am Dienstag hatte ihn der Bayerischen Rundfunk zu einem Interview in seiner Suite im Hotel Charles besucht, in dem er wieder einmal zum Rundumschlag gegen den e.V. ausholen durfte. Über die Art und Weise der Interviewführung durch den BR kann man geteilter Meinung sein. Auch Aussagen wie „Immer wenn ich was sage, sagen sie zu mir 50+1. Wenn ich nur Kaffeemaschine sage, sagen sie zu mir: ’50+1, seit 15 Jahren’…“ kann man mit Humor nehmen und sie bedürfen wohl nicht unbedingt großer journalistischer Einordnung.

Zitat von Mang, das so nie gefallen ist

Wo es dann aber wirklich problematisch wird, ist, wenn Personen Aussagen in den Mund gelegt werden, die diese nie getätigt haben. Insbesondere in einer solch heiklen Phase von Verhandlungen – Stichwort “Märchenlösung” – kann ein derartiger Fehler gravierende Auswirkungen haben. Der Bayerische Rundfunk gab noch am Donnerstag Morgen in einem Online-Artikel (in dem die Passage inzwischen gelöscht wurde) an, dass Löwen-Präsident Gernot Mang in einem Gespräch mit dem BR, das nach dem Interview mit Ismaik stattgefunden haben soll, gesagt habe, dass Ismaiks Aussagen „[…] bodenlos und vereinsschädigend […]“ seien. In der Sache ist diese Einschätzung wohl durchaus zutreffend. Nur hat Gernot Mang diese Aussage nie getätigt! Er hatte nach dem Interview überhaupt nicht mit dem BR gesprochen! Eine lose geplante Stellungnahme des 1860-Präsidenten zum Ismaik-Interview wurde aufgrund der fortgeschrittenen Verhandlungen zwischen den Gesellschaftern sogar ganz bewusst abgesagt.

Keine Anmaßung durch sechzger.de

Da ein einschlägiger Blog die scharfe, aber eben nie getätigte Aussage von Mang fühmorgens am Donnerstag öffentlichkeitswirksam weiterverbreitet hatte (mittlerweile ist der Artikel dort ebenfalls korrigiert) und auch der BR den relevanten Ausschnitt lange nicht aus einem zum Thema erstellten Video entfernt hatte (das aber inzwischen komplett aus der Mediathek verschwunden ist), sehen wir es als notwendig an die Falschmeldung und das frei erfundene Zitat an dieser Stelle klar zu benennen und die korrekte Sachlage wiederzugeben. Außerhalb solch gravierender Fälle maßen wir es uns aber weiterhin nicht an, als Fanportal über die Berichterstattung professioneller Berichterstatter zu urteilen und werden dieser Linie in unserer Berichterstattung auch weiter treu bleiben.

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Titelbild: Screenshot aus dem BR-Beitrag, der inzwischen aus der Mediathek entfernt wurde