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Giesinger Gedanken: Und was machen wir jetzt damit?

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TSV 1860 München Alemannia Aachen Spielerkreis der Löwen nach Abpfiff

Am Samstag spielte der TSV 1860 München zum dritten Mal in Folge unentschieden und tritt daher in der 3.Liga eher auf der Stelle. Die Einordnung nach der Partie fiel den Löwenfans nicht gerade leicht. Überall in Giesing waren die Diskussionen nach Abpfiff geprägt von der Fragestellung: was machen wir jetzt mit diesem Remis?

Unentschieden gegen Aachen: was machen wir mit diesem Resultat?

Eigentlich begann der Spieltag gestern großartig. Mit 1860 Running drehte ich früh am Vormittag zwei Runden im Flaucher-Bereich. Viele trugen Kleidung mit dem Löwen-Logo, sodass Spaziergänger und andere Läufer durchaus wahrnahmen, wer da gerade gemeinsam unterwegs ist. Die kommende neue Abteilung beim TSV München von 1860 e.V. legt derzeit einen guten Start hin und sorgt für weitere Vernetzung unter den Fans. So auch bei mir: spontan konnte ich im Anschluss für einen Löwenfan, der seit wenigen Wochen in München wohnt, ein Ticket für das spätere Heimspiel gegen Alemannia Aachen besorgen.

Nach einer Dusche ging es bei strahlendem Sonnenschein ans Trainingsgelände, wo sich die U21 in der Vorbereitung mit dem TSV Buchbach maß. Bei den ersten Gesprächen stellte sich relativ schnell die Erwartungshaltung für das Heimspiel der Profis im Sechzgerstadion heraus. Ein Heimsieg sollte es heute bitteschön sein, wenngleich man in Giesing auch die Auswärtsstärke der Alemannia wahrgenommen hatte. Zu Fuß ging es nach dem Abpfiff auf Platz 2 in Richtung Stadion und hinein in die Westkurve.

Nach weiteren 90 Minuten plus Nachspielzeit steht ein weiteres Unentschieden zu Buche, das dritte in Folge. Die gute Stimmung vom Vormittag war erst einmal etwas verflogen, der Kopf ratterte und konnte sich nicht so recht entscheiden. Punkt mitnehmen, weil Aachen insbesondere vor dem Halbzeitpfiff mehrfach gute Gelegenheiten ausließ und womöglich den nächsten Auswärtssieg unter Dach und Fach gebracht hätte? Ärgern über den Schiedsrichter, dem die Partie in den letzten Minuten zunehmend entglitt? Analysieren, wieso die Löwen-Mannschaft deutlich unsicherer und/oder fahrlässiger agierte als in den Duellen gegen Essen und in Osnabrück? Hinterfragen, ob die eigene Erwartungshaltung zu hoch war? Vermuten, dass eben jene Erwartungshaltung sich auch auf die Mannschaft übertragen hat und für ein weniger befreites Auftreten gesorgt hat?

So reicht es nicht für ganz oben

Am Ende liegt die Wahrheit vermutlich irgendwo in der Mitte. Man hätte sich nicht wundern dürfen, wenn die Alemannia im Sechzgerstadion gesiegt hätte. Das lag zum einen am mutigen Auftreten der Gäste, die mit Kontersituationen die Löwen-Defensive immer wieder vor Herausforderungen stellte. Das lag zum anderen aber auch daran, dass das von Markus Kauczinski trainierte Team nicht seinen besten Tag erwischte. Insbesondere die vielen Einladungen an die Aachener durch Fehlpässe oder missglückte Befreiungsschläge sorgten für Unmut unter den 15.000 Zuschauern, die es mit den Gastgebern hielten.

Wenn man sich nun einen Tag später mit der Partie befasst und überlegt, was man mit diesem Ergebnis nun machen soll, dann ist das aus meiner Sicht Folgendes. Als einzelnes Spiel gesehen mag das kein Beinbruch sein, gegen eine auswärtsstarke Alemannia nur einen Punkt mitzunehmen. Dennoch ist das Ergebnis irgendwie ein Sinnbild für die gesamte Spielzeit: für ganz oben reicht es einfach nicht. Das muss man nach dem dritten Remis in Folge einfach auch so festhalten. Verloren ist natürlich noch nichts, aber wenn man wirklich den möglichen Aufstieg in die 2.Bundesliga im Mai feiern möchte, dann müssen solche Spiele einfach gewonnen werden. Dazu braucht es über mehrere Wochen hinweg ein gutes und konzentriertes Auftreten unserer Mannschaft. Ansonsten heißt die Realität auch in der Saison 2026/27 wieder 3.Liga.

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Stimmen zum Spiel: TSV 1860 – Alemannia Aachen

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In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute beschäftigen sich die Statements mit dem 2:2 des TSV 1860 gegen Alemannia Aachen am Samstag Nachmittag auf Giesings Höhen.

Bernd Winninger (die TAKTIKTAFEL):

Was soll man dazu sagen? Das Spiel war eins aus der Kategorie Grottenkick. Die Leistung beider Teams möchte ich als limitiert bezeichnen. In vielen Situationen fehlten den Löwen einfach die Anspielstationen. Es war streckenweise einfach kollektiv zu wenig Bewegung im Mittelfeld. Es halfen über weite Strecken nur Standards, um zu den wenigen Chancen zu kommen. Man merkt zwar, dass der Wille da ist. Die Fähigkeit es besser zu machen, fehlte leider. Auf der anderen Seite waren es genau solche Spiele, die unter anderen Übungsleitern verloren wurden. So bin ich doch zufrieden, den Punkt zu haben. Einen Sieg hätten die Gäste auch nicht verdient. Auf Rafatis Auswertung zur Schirileistung bin ich mal wieder extrem gespannt.

Markus Kauczinski (nach dem Spiel bei MagentaSport):

Das ist ein gerechtes Ergebnis. Wir haben heute nicht mehr verdient. Wir hatten Probleme, Aachen zu greifen, die haben uns zwischendrin schön durcheinander gewirbelt. Wir haben dann einfach viel zu viele Bälle verloren, leichte Bälle verloren, Risiko gespielt, wo man keines muss. Das war dann einfach insgesamt auch nicht gut genug, um zu gewinnen.

Sigurd Haugen (der Mann mit der Maske nach dem Spiel bei MagentaSport):

I think, maybe overall a bit disappointing offensively. You know, I think we should create a little bit more against this team, but maybe we don’t deserve a win, but I think from the chances… yeah, they have this crazy shot and many situations against us. I think maybe a draw is fair. But if we want to climb the table, we need three points. A draw get’s you nowhere!

Thomas Enn (Reakteur bei sechzger.de):

Es war ein gerechtes Unentschieden in einem chaotischen Spiel. Beide Mannschaften hatten wenig Ordnung im Spiel und keine spielerischen Mittel, um aus dem Spiel heraus Chancen zu kreieren. Bei Sechzig war der Spielaufbau ungenügend, da von hinten heraus viel zu viele Fehlpässe gespielt wurden. Die Löwen hätten den Gegner viel höher attackieren müssen, um ihrerseits Fehler im Spielaufbau der Alemannen zu erzwingen. Wie zum Beispiel vor dem Elfmeter zum 2:1. Nach dem vierten sieglosen Spiel in Folge kann man sich wohl abschminken, vorne nochmal eingreifen zu können.

Mersad Selimbegovic (Trainer Aachen bei MagentaSport):

Das war sehr, sehr gut in vielen Belangen. Schade, muss ich echt sagen, dass wir nur mit einem Punkt heimfahren, denn wir waren die bessere Mannscaft. Sechzig hat wieder aus wenig viel gemacht. Das ist genau, was ich gesagt habe: Die sind in der Lage, aus wenig viel zu machen. Wir haben natürlich auch kräftig mitgeholfen, vor allem beim zweiten Gegentor. Aber die Moral, dass wir wieder zurück gekommen sind und wirklich dann auf den dritten gedrückt haben. Aber Punkt ist Punkt. Den nehmen wir mit.

Sebastian (Löwenfan aus der Westkurve):

Ehrlich gesagt weiß ich nicht so recht, was ich vom gestrigen Auftritt halten soll. Auf dem Papier sollte das eigentlich eine klare Sache für unsere Löwen sein, aber so wirklich in Tritt wollen wir nicht wirklich kommen. Spielerisch fand ich das teilweise leider ziemlich schwach und erschreckend zu sehen, wie unkreativ wir die meiste Zeit beim Spielaufbau sind. Wenn die Taktik daraus besteht, nur hohe, weite Bälle zu schlagen, dann können wir uns definitiv auf ein weiteres Jahr dritte Liga einstellen obwohl ich nach wie vor der Meinung bin, dass mit diesem Kader mehr drin sein sollte. Es beginnt bei den Verteidigern und zieht sich übers Mittelfeld, sodass die Stürmer einfach nicht mit den richtigen Bällen gefüttert werden, oder aus dem Zentrum gezogen werden, dazu teilweise amateurhaftes abwehrverhalten, sodass man auch Glück hatte, nicht noch ein, zwei Tore mehr zu kassieren.

Positiv sind die Aktionen der Fanszene in Bezug auf einen Stadionneubau in Giesing mit Blick auf die kommende Wahl zu bewerten. Hier geht es nicht um Fußballromantik oder Wunschdenken, sondern es ist die Realität, dass ein Sechzger-Neubau mit reellen Dimensionen etwas positives für diesen Verein sein wird! Einen Neubau auf der grünen Wiese oder sonst wo halte ich für nicht sinnvoll und unrealistisch. Es scheint, als ziehen aktuell alle Protagonisten an einem Strang und nun gilt es die Weichen zu stellen, und wirklich alle Möglichkeiten auszuschöpfen, solange diese einmalige Chance auf eine echte Heimat besteht!

01.02.1992: TSV 1860 schlägt Casino Salzburg im Grünwalder Stadion

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

In der Saison 1993/94 erreichte Casino Salzburg unter Trainer-Legende Otto Baric nach unvergessenen Schlachten das Finale des UEFA-Pokals. Dort zogen die Mozartstädter zwar gegen Inter den Kürzeren, sorgten aber dennoch für eine der größten Überraschungen des österreichischen Fußballs. Nur wenige Monate zuvor gastierte Casino Salzburg an der Grünwalder Straße und musste sich dem TSV 1860 mit 0:1 geschlagen geben.

Fußball in der Mozartstadt

Was waren das doch für Zeiten, als man den Salzburger Fußball nicht mit einem Getränkehersteller aus Fuschl assoziieren musste. Damals brauchte es noch keine Flügel verleihende Brause, um zu sportlichen Höhenflügen anzusetzen. Der Club hieß noch Austria (ergänzt durch einen Sponsorennamen), ehe 2005 die Übernahme durch Mateschitz & Co erfolgte und die Geschichte des Vereins einfach adaptiert wurde.

Die Kritik verpuffte, was nicht passte, wurde passend gemacht… Und in der Mozartstadt gründete sich die violette Austria neu und spielt inzwischen wieder in der 2. Liga.

Foto-Finish in der österreichischen Bundesliga

Aber wie gesagt: 1992 war die Salzburger Fußballwelt noch in Ordnung und die Truppe von Otto Baric kämpfte um die Meisterschaft in der Alpenrepublik. Am Ende der Saison standen drei Teams punktgleich an der Tabellenspitze. Den Titel holte sich die Austria, Zweiter wurde Salzburg, Dritter Swarovski Tirol mit Stürmer Peter Pacult.

In der Winterpause testete Casino Salzburg auch beim TSV 1860 und brachte u.a. Spieler wie Wolfgang Feiersinger oder Heribert Weber mit an die Grünwalder Straße.

TSV 1860 schlägt Casino Salzburg

Die Löwen waren damals in der 2. Bundesliga Süd am Start und mussten nach der Winterpause in die Abstiegsrunde. Nach Platz in der regulären Saison folgte Platz 4 in der Abstiegsrunde und schließlich der Abstieg in den Duellen mit dem TSV Havelse und Fortuna Köln.

Im Februar 1992 war das aber noch Zukunftsmusik, die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebte. Als der TSV 1860 heute vor 34 Jahren Casino Salzburg im Sechzgerstadion empfing und das österreichische Spitzenteam sogar besiegte, glaubte man fest an den Klassenerhalt. Horst Schmidbauer schoss die Löwen mit seinem Treffer in der 43. Minute zum Testspielsieg und ließ 2.500 Zuschauern jubeln.

Die Aufstellung der Löwen

Folgende Spieler des TSV 1860 setzte Trainer Karsten Wettberg beim Sieg gegen Casino Salzburg ein.

Heid – Hinterberger (46. Störzenhofecker), Miller, Maurer (65. Hecht) – Hainer, Brunner, Zeiler (46. Koutsoliakos), Berg (77. Haslbeck) – Heisig, Ziemer (46. Kneißl), Schmidbauer (46. Gröber)

Tor:
1:0 Schmidbauer (43.)

Sechzig am Samstag: Vier Löwen-Teams im Einsatz

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U21 gegen Buchbach 4:0 - Sechzig am Samstag

Bislang sind die Profis des TSV 1860 München die einzige Löwen-Mannschaft, die bereits zurück im Punktspielbetrieb ist. Zahlreiche andere Teams der Sechzger bereiten sich aktuell auf den Rückrunden-Auftakt vor. Wir fassen für Euch unter der Motto “Sechzig am Samstag” alle Ergebnisse kurz zusammen. Einen Spielbericht vom 2:2-Unentschieden der Profis in der dritten Liga findet ihr bereits auf unserer Homepage.

Amas siegen mit 4:0 gegen Buchbach

Bereits vor dem Spiel der Profis traten die Amateure auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße gegen den TSV Buchbach an und setzten sich gegen das Team des TSV Buchbach aus der Regionalliga Bayern klar mit 4:0 (2:0) durch. Arin Garza und Luis Pereira de Azambuja trafen bereits vor der Pause, die Gäste hatten bis auf einen verschossenen Elfmeter kaum Offensiv-Aktionen. Nach dem Seitenwechsel wurde es vor etwa 150 Zuschauern mehrmals hektisch, unter anderem gab es einen Buchbacher Ellenbogen-Schlag. Fabio Wagner und erneut Luis Pereira de Azambuja trafen zum in dieser Höhe verdienten 4:0-Endstand.

U19 schlägt Kirchanschöring mit 5:1

Einen klaren Sieg feierte auch die A-Jugend der Löwen. Die U19 setzte sich gegen den SV Kirchanschörig mit 5:1 (3:0) durch und erzielte dabei sogar alle sechs Treffer selbst. Sturm, Krasniqi und wiederum Sturm schossen den 3:0-Pausenstand heraus. Nach dem Seitenwechsel legten Bannert und Lippmann zwei weitere Treffer für die Sechzger nach, der Ehrentreffer für die Gäste zum zwischenzeitlichen 4:1 fiel durch ein Eigentor der Hausherren. Das Abendspiel der U17 gegen Ulm war noch nicht beendet. Das Ergebnis reichen wir nach.

Auch Dritte und Vierte im Einsatz

Auch die Dritte und die Vierte waren am Samstag im Einsatz. Die Dritte kam dabei zu einem 2:2 (2:2)-Unentschieden gegen den SB DJK Rosenheim aus der Bezirksliga Ost. Jannis Schloßer und Daniel Deis hatten dabei einen 0:2-Rückstand noch vor der Pause egalisiert. Die Vierte setzte sich gegen die SVG Erl aus Tirol mit 2:0 (1:0) durch. Die Torschützen waren dabei Seymen Celik und Sevastian Zaho.

 

Wilder Kick gegen Aachen endet mit 2:2-Remis

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Wilder Kick gegen Aachen endet mit 2:2-Remis

Das Positive vorab: Der TSV 1860 München bleibt in der 3. Liga auch am dritten Spieltag nach der Winterpause ungeschlagen. Allerdings warten die Löwen auch weiterhin auf den ersten Sieg. Ein wilder Kick auf Giesings Höhen endete gegen die Alemannia aus Aachen mit einem letztlich leistungsgerechten 2:2-Unentschieden. Die Gäste gingen durch einen Strafstoß in Führung, Philipp Maier glich nach einer Ecke zum 1:1-Pausenstand aus. Nach dem Seitenwechsel verwandelte Thore Jacobsen einen Elfmeter zur Führung für den TSV 1860, doch Aachen kam durch einen Sonntagsschuss noch zum 2:2-Endstand. Letztlich zu wenig, um nach oben aufzuschließen.

Löwen starten mit unveränderter Aufstellung

Die Löwen gingen mit unveränderter Aufstellung im Vergleich zum 1:1 beim VfL Osnabrück in der Vorwoche ins Spiel. Dieses nahm schnell Fahrt auf. Wirklich hochklassig war es selten, dafür bekamen die Zuschauer über 90 Minuten viele Nicklichkeiten, viele Fouls, viele Zweikämpfe, viel Einsatz aber auch viele Torchancen zu sehen. Für den Fan war das 2:2 sicherlich interessanter anzuschauen, als ein torloses Remis. Coach Markus Kauczinski war nach der Partie jedoch nicht zufrieden. Kein Wunder, denn die Löwen ließen hinten viel zu viel zu und konnten nicht an die sortierten Defensiv-Auftritte der letzten beiden Wochen anknüpfen.

Klarer Strafstoß an Philipp nicht gepfiffen

Bereits nach neun Minuten hätten die Löwen einen Elfmeter bekommen müssen. Nach einer hektischen Anfangsphase steckte Jacobsen durch auf Philipp, der wurde im Strafraum klar am Sprunggelenk getroffen, doch Schiedsrichter Wilke ließ weiterlaufen. Wobei man dem Unparteiischen auch zu Gute halten muss, dass das Spiel mit seinen vielen kleinen Foulspielen alles andere als leicht zu leiten war. Elfmeter gab es dann auf der anderen Seite. Die Löwen leiteten diesen durch einen unnötigen Ballverlust in der Box selbst ein, Maier riss seinen Gegenspieler am Trikot klar nieder und Gindorf vollstreckte zum 0:1.

Maier trifft nach einer Ecke zum Ausgleich

Doch die Löwen glichen wenig später aus. Nach einer Ecke stand Maier am langen Fünfer blank, zog ab und sein Schuss wurde zum 1:1 in den Aachener Kasten abgefälscht. Beide Fanlager peitschten ihr Team unermüdlich nach vorne, sorgten im Grünwalder Stadion über 90 Minuten für eine tolle Atmosphöre. Chancen gab es im weiteren Verlauf immer wieder auf beiden Seiten. Doch letztlich ging es mit dem verdienten 1:1-Unentschieden in die Katakomben.

Zwei Wechsel und die Löwen-Führung

Kauczinski wechselte zur Pause doppelt. Dordan und Rittmüller kamen für Maier und Jakob ins Spiel. Doch die Defensive der Heimischen blieb weiterhin anfällig. Aachen begann etwas schwungvoller, dann legten die Gäste die Löwen-Führung auf – quasi auf dem Silbertablett. Aachens Keeper senste Patrick Hobsch nach einem Rückpass seiner Mitspielers auf der Strafraumlinie um, sah dafür richtigerweise nur Gelb – Stichwort Doppelbestrafung. Jacobsen verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 2:1.

Sonntagsschuss bringt den Ausgleich

Etwa zehn Minuten später kamen die Gäste noch einmal zurück. Durch einen Sonntagsschuss von Schroers, der genau im Kreuzeck einschlug, fiel das 2:2. Kurz darauf hätten die Gäste in Führung gehen können. Sie scheiterten aber im Abschluss. Dann kamen Steinkötter und Masken-Mann Haugen für die Schlussphase aufs Feld. Haugen hatte auch gleich das dritte Tor auf dem Fuß, wurde aber im letzten Moment behindert.

Weitere Fehlentscheidung kurz vor Schluss

Ein weiteres Mal stand Rückkehrer Haugen im Blickpunkt. Nach einem langen Ball war er auf dem Weg aufs Aachener Tor, wurde dabei rüde umgecheckt. Doch auch hier ließ Wilke weiterlaufen. Eine weitere klare Fehlentscheidung. So wurde es in der Schlussphase immer noch hektischer und Wilke entglitt die Partie immer mehr. Als die Partie auf den Rängen und auch auf dem Feld fast noch zu eskalieren drohte, pfiff er nach vier Minuten Nachspielzeit ab. Es blieb also beim letztlich leistungsgerechten 2:2-Unentschieden.

Zu wenig um nach oben aufzuschließen

Es sei aber noch einmal betont, dass man dem Schiedsrichter nicht die Schuld für zwei verlorene Punkte geben darf, denn das Unentschieden war nach 90 hektischen Minuten für beide Seiten verdient. Die Löwen überzeugten zwar kämpferisch, sowohl spielerisch, als auch in Sachen Ordnung in der eigenen Defensive, war das aber einfach zu wenig, um in der Tabelle nach oben aufzuschließen. Wie der Kollege Stefan Kranzberg letzte Woche schon ausgeführt hatte: Zum Leben zu wenig zum Sterben zu viel. Aber bleiben wir optimistisch, nächsten Samstag geht es zur Stuttgarter Zweitvertretung nach Großaspach. Dann muss wirklich der erste Dreier her, wenn die Löwen in der Tabelle noch einmal nach oben schielen wollen…

Liveticker: TSV 1860 München – Alemannia Aachen (22.Spieltag)

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liveticker tsv 1860 alemannia aachen

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und Alemannia Aachen! Die beiden Mannschaften treffen am 22. Spieltag der 3. Liga im Grünwalder Stadion aufeinander.

Nach zwei Unentschieden zum Start in das Jahr 2026 soll heute möglichst ein Heimsieg her. Zu Gast im Sechzgerstadion ist heute Alemannia Aachen. Die Löwen empfangen den aktuellen 15. der 3.Liga. Klingt also nach einer machbaren Aufgabe, doch die Gäste können im Abstiegskampf jeden Punkt gut gebrauchen. Außerdem sollte der TSV 1860 gewarnt sein: Während zuhause fast gar nichts funktioniert (sechs Punkte aus zehn Heimspielen), ist die Alemannia auswärts stark unterwegs und hat erst drei Partien verloren. Folgt heute Nummer 4 oder können die Gäste den ein oder anderen Punkt aus Giesing entführen?

Statistik

Aufstellung:
Dähne – Schifferl, Reinthaler, Voet – Maier (46. Dordan), Jacobsen – Lippmann, Volland, Jakob (46. Rittmüller) – Philipp (72. Haugen), Hobsch (72. Steinkötter)

Bank:
Bachmann (TW), Danhof, Wolfram, Faßmann,Husic

Tore:
0:1 Gindorf (18./FE), 1:1 Maier (25.), 2:1 Jacobsen (54./FE), 2:2 Schroers (61.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Deniz, Pfeifer, Verlaat, Dulic, Althaus, Christiansen (alle verletzt), Niederlechner (Aufbautraining), Erdogan, Qela (beide nicht berücksichtigt), Vollath (TW-Trainer)

Ausfälle bei Alemannia Aachen:
Heister, Hanraths, Lorch, Torsiello (alle verletzt), da Silva Kiala (Gelbsperre)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Jesper Verlaat, Kevin Volland, David Philipp und Florian Niederlechner haben bereits vier Mal den gelben Karton gesehen und müssen daher aufpassen. Bei der nächsten Verwarnung heißt es ein Spiel Pause. Darüber hinaus wurden Philipp Maier und Marvin Rittmüller bereits drei Mal verwarnt.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Alemannia Aachen außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Match wird im Free-TV (WDR) übertragen. Zudem läuft die Partie wie gewohnt auf MagentaSport, das die Begegnung sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream überträgt.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Löwenrunde vor Aachen: Haugen-Comeback denkbar

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markus kauczinski haugen comeback

Am Samstag um 14:00 Uhr empfangen die Münchner Löwen die Alemannia aus Aachen im Grünwalder Stadion. Bei der Löwenrunde am Freitagnachmittag sprach Coach Markus Kauczinski über die personelle Lage und schätzte den Gegner ein. Dabei sagte der Trainer: „Wir werden gegen Aachen alles reinpacken müssen.“ Dabei erscheint sogar ein Haugen-Comeback (mit Maske) denkbar.

„Die Jungs, die wieder kommen tun uns gut“

Ausfallen werden gegen Aachen definitiv Christiansen, Deniz, Dulic, Verlaat, Pfeifer und Niederlechner, zählte der Löwen-Coach auf. Schröter sei „ein Kandidat“ für den Spieltagskader, „er hatte Höhen und Tiefen“, sagte Kauczinski. Auch Wolfram konnte wieder trainieren und wird wohl im Aufgebot stehen. „Die Jungs, die wieder kommen, tun uns gut in der Breite“, erklärte er auf Nachfrage von sechzger.de und fügte an: „Je besser es läuft, desto schwieriger wird es natürlich für die Rückkehrer, wieder reinzukommen.“

Haugen-Comeback denkbar

Die letzten Tage hatte Angreifer Sigurd Haugen mit einer speziellen Maske trainiert. Ein Haugen-Comeback gegen Aachen ist bereits denkbar. Der Löwen-Coach wollte dies jedenfalls trotz mehrfacher Nachfragen nicht ausschließen. „Er hat mit Maske mittrainiert. Die Maske ist natürlich gewöhnungsbedürftig, weil sie das Sichtfeld einschränkt. Wir haben uns noch nicht entschieden, ob er im Kader steht. Wir müssen uns noch gut überlegen, ob wir mal etwas Verrücktes machen wollen“, sagte Kauczinski.

„Die Türen sind noch nicht geschlossen“

Einen Wintertransfer wollte der Sechzger-Trainer ebenfalls nicht kategorisch ausschließen und erklärte hierzu: „Die Türen sind noch nicht komplett geschlossen. Aber bisher war noch nichts dabei, was uns komplett überzeugt hat.“. Auf der anderen Seite erwartet er auch keinerlei Abgänge mehr. „Ich gehe nicht von Abgängen aus. Wir haben da ja das Heft in der Hand“, sagte Kauczinski weiter.

Aachen wird nicht einfacher als Essen oder Osnabrück

Zugleich warnte er vor dem nächsten Gegner. „Sie sind gut drauf, durch den letzten Sieg in Hoffenheim, haben einen erfahrenen Trainer. Sie sind nach vorne sehr gefährlich, haben schnelle und bewegliche Leute. Wir brauchen nicht glauben, dass es gegen Aachen einfacher wird als gegen Essen oder Osnabrück. Wir werden wieder alles reinpacken müssen an Energie und Leidenschaft“, sagte Kauczinski.

Der Coach ist nie ganz zufrieden

Angesprochen auf die letzten Spiele erläuterte er: „Ich bin nie komplett zufrieden. Wir haben die Spiele beide offengehalten, aber am Ende müssen wir unsere ein, zwei Chancen auch nutzen, die wir kriegen. Ich hatte das Gefühl, wir waren gegen Essen näher dran als in Osnabrück.“. Gegen Aachen erwartet Kauczinski „wieder ein Spiel auf Augenhöhe. Das wird wieder ein hartes Stück Arbeit. Unser Fokus liegt alleine auf diesem Spiel.“

Einzelkritiken zu Osnabrück

„Er hat das ordentlich gemacht. Vom Einsatz ist er immer vorbildlich. Er bringt Tempo und Energie mit“, lobte der Coach David Philipp, der in Osnabrück den Ausgleich vorbereitet hatte. Angesprochen von sechzger.de auf die beiden Schienenspieler Jakob und Lippmann, erwiderte Kauczinski: „Sie haben nicht enttäuscht. Aber die Teams haben sich viel neutralisiert. Ich erwarte mir vielleicht, noch etwas variantenreicher zu sein.“.

„Wer eine Pause braucht, kann zu Hause bleiben“

Auch auf die nächste Frage, ob es Spieler im Kader gibt, die nach zwei harten Duellen mit wenig Auswechslungen nun eine Pause bräuchten, ging der Löwen-Trainer näher ein. „Es sind jetzt erst zwei Spiele. Wer jetzt eine Pause braucht, der kann zu Hause bleiben“, gab Kauczinski zu Protokoll. Das Team mache auf ihn aktuell „einen fokussierten Eindruck und tritt geschlossen auf.“.

Heimspiel im WDR oder im Live-Ticker

Hoffen wir, dass dem auch morgen so ist und die Löwen gegen Aachen den ersten Dreier des Jahres 2026 einfahren können. Alle, die nicht im Grünwalder Stadion mit dabei sein können, haben die Möglichkeit, die Partie auf MagentaSport oder im WDR zu verfolgen. Oder ihr lest einfach bei uns im Live-Ticker mit; dort verpasst ihr sicher nichts rund um das Match auf Giesings Höhen.

Exklusiv-Interview mit Jacobsen: “Sind enger zusammengerückt”

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Jacobsen-Interview: "Sind enger zusammengerückt"

Seit der Verletzung von Jesper Verlaat im September vergangenen Jahres führt Thore Jacobsen die Löwen als Kapitän aufs Feld und gehört zu den Stabilisatoren im Zentrum. Der 28-Jährige ist unter Trainer Markus Kauczinski eine absolute Stammkraft bei den Sechzgern. Im Gespräch mit sechzger.de-Redaktionsleiter Thomas Spiesl unterhielt sich Jacobsen über das Team, die aktuelle Verletztenmisere, und was ihm am TSV 1860 München besonders gefällt.

“Es ist schon eine andere Hausnummer hier in München”

Seit November spielst Du im Zentrum mit Philipp Maier, in Euren sieben gemeinsamen Spielen holten die Löwen 13 Punkte und spielten zwei Mal zu null. Was schätzt Du an Deinem Neben-Mann besonders und warum funktioniert es mit Euch beiden also Duo bislang so gut?

„Philipp schätze ich sehr, man weiß immer, was man von ihm bekommt. Er ist ein sehr abgebrühter Spieler und weiß ganz genau, worauf es in der 3. Liga ankommt. Das hat sich eingegroovt in den letzten Spielen, dass wir ein gutes Team geworden sind. Er ist für mich immer anspielbar, hilft mir und macht seinen Job sehr, sehr zuverlässig.“

Du bist damals aus der 2. Liga von der SV Elversberg zu den Löwen gewechselt. Was hat Dich damals zu dem Wechsel bewegt? Eigentlich sollte man doch meinen, dass man sich als Profi und Stammspieler für den Aufstieg belohnen möchte, statt zurück in die 3. Liga zu wechseln.

„Das habe ich schon öfter gehört (lacht). Für mich persönlich war es kein Schritt zurück, wenn man die Größe und die Reichweite der Vereine vergleicht. Es ist schon eine andere Hausnummer hier in München. Wenn man die Ligazugehörigkeit sieht, kann man es natürlich schon erstmal so sehen, dass es ein Schritt zurück ist. Aber ich denke, dass wir alle hier sind, mit dem Traum mit dem TSV 1860 eine Liga höher zu spielen. Und dieser Gedanke war damals ausschlaggebend für den Wechsel.“

“Der Verein ist mir schnell ans Herz gewachsen”

Für Dich ist es bereits die zweite Saison bei 1860, Du hast die Mannschaft zuletzt als Kapitän aufs Feld geführt. Was bedeutet Dir der Club und was macht die Löwen so besonders?

„Der Verein ist mir relativ schnell ans Herz gewachsen. Man hat einfach gemerkt, durch die Leute, die ich hier privat kennengelernt habe, was der Verein in der Stadt für eine Strahlkraft hat. Wenn man sich auf das Ganze einlässt und den Verein ein bisschen besser versteht, kann man auch ganz schnell merken, was den Verein ausmacht und was die Fans und die Spieler hier so fasziniert.“

Wie ist es für Dich in so einer Mannschaft mit so vielen starken Charakteren und erfahrenen Spielern der Kapitän zu sein? Wie hältst Du das Team zusammen auf und neben dem Platz, sprich was ist Dein Führungsstil?

„Ja das stimmt, wir haben viele gestandene Spieler, die natürlich alle ihre Meinung vertreten. Deswegen können wir uns extrem gut untereinander austauschen und auch mal angeregt diskutieren. Was ich gut finde, dass eine gewisse Dynamik in der Mannschaft ist. Ich glaube, da muss man gar nicht so viel eingreifen. Einfach laufen lassen, es sei denn, dass es Übermaße annimmt und man merkt, dass wir auf und neben dem Platz nur noch am Diskutieren sind. Mein Motto ist eigentlich laufen lassen, es sei denn es ist etwas Auffälliges über mehrere Tage, dann wird es natürlich angesprochen.“

“Wir sind enger zusammengerückt”

Die Löwen haben in dieser Saison massives Verletzungspech. Sportlich ist das sicherlich eine Schwächung, aber man hat von außen das Gefühl, dass die Mannschaft dadurch enger zusammengerückt ist. Stimmt das oder täuscht diese Wahrnehmung?

„Das stimmt, es ist wirklich extrem dieses Jahr. Gerade als wir dachten, dass sich das Lazarett wieder lichtet, kamen neue Verletzungen dazu und einige, die länger verletzt waren, haben einen Rückschlag erlitten. Aber es stimmt absolut, dass wir enger zusammengerückt sind. Jeder merkt, das war kein „Bla bla“ vor der Saison, dass jeder wichtig werden wird in der langen Saison. Deswegen glaube ich spürt jeder die Verantwortung, dass er jetzt abliefern muss. Das tut uns allen gut, dass wir alle wissen, dass wir wichtig fürs Team sind.“

Was ist aus Deiner Sicht in dieser Saison noch drin? Und falls es nicht klappt: Wagst Du in der nächsten Saison nochmal einen Anlauf mit dem Löwen? Der Vertrag läuft ja aus…

„Ich möchte mich erstmal zurückhalten. Wenn wir jetzt zwei Spiele gewinnen, spricht das Umfeld vom Aufstieg. Wenn wir ein, zwei Spiele negativ gestalten, sagen wieder alle, wir sollen bloß aufpassen, dass wir nicht absteigen. Wir als Mannschaft schauen von Spiel zu Spiel. Auch wenn sich das nach einer Floskel anhört, ist das momentan die beste Vorgehensweise für uns. Vertraglich kann ich mich noch nicht äußern, da die Gespräche erst anstehen. Aber ich kann sagen, dass ich mich sehr wohl fühle in München und ich die Wertschätzung auch spüre.“

Jacobsen über die Erwartungshaltung bei 1860

Welchen Einfluss auf die Mannschaft hat die Erwartungshaltung im Umfeld des TSV 1860? Vor der Saison war die Euphorie riesig, zwischendurch herrschte nahezu Untergangsstimmung. Lässt man sowas als Spieler an sich ran?

„Das hat auf jeden Fall Einfluss auf einen, auch wenn man sagt, man geht nicht so emotional an die Sache heran und möchte nicht so viel lesen. Hin und wieder kriegt man einfach Sachen von Freunden geschickt, ob es per WhatsApp oder in den sozialen Medien ist. Selbst wenn man sich darauf nicht so einlässt, wird in der Kabine natürlich auch viel geredet und man schnappt das unterbewusst auf. Wenn man ein, zwei Jahre Erfahrung in einem Traditionsverein hat, dann kann man das Ganze ein bisschen besser einschätzen und neutraler damit umgehen.“

“Ich bin ein offener Charakter”

Du warst in der Jugend im NLZ des HSV aktiv, dann aber auch einige Jahre für Werder am Ball. Für welchen der beiden Nord-Vereine im Norden schlägt Dein Fußballherz?

„Da muss ich ganz klar mit HSV antworten, weil ich dort die ganze Jugend durchlaufen habe von der U12 bis zur U19. Ich bin in der Stadt mehr oder weniger aufgewachsen. Mein erster richtiger Stadionbesuch war auch beim HSV.“

In der Öffentlichkeit wirkst du eher zurückhaltend und ruhig, bist aber Vize-Kapitän. Bist du innerhalb der Mannschaft und in der Kabine ein anderer Charakter?

„Das kann ich gut verstehen, dass die Leute denken, dass ich eher zurückhaltend bin. Ich denke, wenn man die Jungs aus der Mannschaft, meine Familie oder Freunde fragt, die wissen, dass ich auch ganz anders sein kann, viel Spaß habe und ein offener Charakter bin. Ich bin eine Person, die ein bisschen braucht, um mit anderen Leuten warm zu werden. Deshalb wirke ich vielleicht am Anfang etwas zurückhaltend und ruhig.“

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für Samstag!

Gegnervorstellung 25/26 Teil 2: Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V.

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Alemannia Aachen im Gästeblock des GWS 24/25

Während ich diesen Text schreibe, strahlt die Sonne durch das Fenster und nährt die Vorfreude auf das morgige Spiel. Es steht ein richtiges Traditionsduell an, gegen einen neuen Lieblingsgegner der Löwen. Seit ihrer Rückkehr in den Profifußball hat der TSV 1860 noch nie gegen die Kaiserstädter verloren und wir hoffen das dies auch morgen so bleiben wird. Auch wenn sich die gut 1500 Gelb-Schwarzen sicher etwas anders wünschen, wenn sie ihrem Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V. hinterher reisen!

Aktuelles – die Ausgangssituation

Zum ersten Mal in dieser Rückrunde gehen die Löwen als klarer Favorit in die anstehende Partie. Die Alemannia steht aktuell auf Rang 15 der Tabelle, was sich in 24 Punkten – 2 Punkte auf einen Abstiegsplatz – und einer Bilanz von 7-3-11 ausdrückt. Die exakt gleiche Bilanz weist der Jahn aus Regensburg auf, die Aachener müssen sich aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses von -8 (31:39) hinter den Oberpfälzern einreihen.

Die als offensivschwach geltenden Westdeutschen haben also genau so viele Tore erzielt wie die Löwen, nur die Defensive steht weniger stabil. Interessanterweise würde man vom öffentlichen Bild der Alemannen das genaue Gegenteil vermuten. Doch es heißt aufpassen, da die Kaiserstädter am letzten Spieltag mit einem Auswärtssieg in Hoffenheim für einen Achtungserfolg sorgen konnten. Davor musste man sich aber Osnabrück klar mit 0:3 geschlagen geben. Die Tests im Trainingslager liefen in Ordnung (Niederlage gegen Bochum, Sieg gegen Jena), im Dezember holte man aber nur magere zwei Punkte.

Außerdem sammelte der ATSV bisher bei sämtlichen Auswärtsspielen unterhalb Aachens die die volle Punkteausbeute ein. Dagegen sprechen könnten einige Verletzungssorgen im Kader. So fallen unter anderem die Stammkräfte Lorch und Heister aus, auch Mika Hanraths ist noch nicht wieder matchfit.

Wintertransfers

Noch vor dem Winter wurde in Aachen auf der Trainerbank rochiert. Als Nachfolger von Benedetto Muzzicato leitet nun der aus Regensburg bekannte Mersad Selimbegovic das Training am Tivoli. Sonst stand der Winter unter dem Motto Griechenland. Der erste Neuzugang war Innenverteidiger Petros Bagalianis (24) von AE Larisa (1. Liga GRE), danach nahm man Testspieler Fotios Pseftis (22) per Leihe mit Kaufoption unter Vertrag. Der griechische Torhüter kommt vom FC Lugano (1. Liga SWZ) und ist mittlerweile die Nummer 1 in der Kaiserstadt.

Dies liegt vor allem daran, dass Gladbach die Leihe von Jan Olschowsky (24, TW) beendet hat und ein Platz im Torhüterteam freigeworden ist. Olschowksy war in seiner zweiten Saison am Tivoli die klare Nummer 1 und hinterlässt nun eine Lücke. Diese wurde spontan mit viel Routine aufgefüllt. Manuel Riemann (37) ist ab sofort Teil des Kaders und soll als Ersatz für Pseftis fungieren. Der exzentrische Mühldorfer war bislang vereinslos und hat mit dem VfL Bochum schon Bundesliga gespielt.

Das Hinspiel

Das Hinspiel hielt für die vielen mitgereisten Sechzger eine späte Erlösung bereit. Vor dem Spiel zeigte die Karlsbande eine große Choreografie zu ihrem 15-jährigen Bestehen.          In der ersten Hälfte taten sich die Löwen gegen eine mutig aufspielende Alemannia sehr schwer, die Gastgeber konnten sich aber zu selten wirklich gefährlich durchsetzen.

 

Ein ähnliches Bild zeigte sich in der zweiten Hälfte, wobei die Löwen mehr dagegen hielten. Nach der Gelb-Roten-Karte gegen Gaudino in der 64. Minute hatte der TSV 1860 aber Übergewicht und erspielte sich mehr Chancen. Spät in der Partie erzielte dann der eingetauschte Hobsch die Führung, die Philipp dann in der Nachspielzeit noch etwas glücklich auf 2:0 erhöhte. Großer Jubel unter den Löwen – warum dieser Sieg so viel bedeutete, war niemandem ganz klar, es fühlte sich aber super an!

 

Der 22. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr TSV Havelse 1912 – FC Erzgebirge Aue
Samstag 14:00 Uhr 1. FC Saarbrücken – VfL 1899 Osnabrück
14:00 Uhr FC Viktoria Köln 1904 – SV Waldhof Mannheim 07
14:00 Uhr FC Energie Cottbus – TSG 1899 Hoffenheim II
14:00 Uhr TSV 1860 München – Aachener TSV Alemannia
14:00 Uhr FC Hansa Rostock – FC Ingolstadt 04
16:30 Uhr 1. FC Schweinfurt 05 – SSV Jahn Regensburg
Sonntag 13:30 Uhr SSV Ulm 1846 Fußball – MSV 02 Duisburg
16:30 Uhr SC Verl 1924 – VfB Stuttgart 1893 II
19:30 Uhr Rot-Weiss Essen – SV Wehen Wiesbaden

 

TSV 1860 – Alemannia Aachen: Ergebnistipp Gernot Mang

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Gernot Mang Mitarbeit TSV 1860

Kein Geringerer als Präsident Gernot Mang höchstpersönlich gibt seinen Ergebnistipp für das Heimspiel des TSV 1860 München gegen Alemannia Aachen. Dass der Oberlöwe optimistisch auf die Partie im Grünwalder Stadion blickt, versteht sich von selbst.

Ergebnistipp von Gernot Mang

Angesprochen auf die beiden Punktgewinne gegen Essen und in Osnabrück zeigt sich Mang sehr zufrieden:

“Wir haben trotz Personalsorgen zwei Mal gepunktet und jeweils einen Rückstand aufgeholt. Das zeigt, dass die Moral und der Einsatz stimmen. Für uns ist noch alles drin.”

Dafür seien nun aber Siege notwendig und folglich wäre auch ein Heimdreier gegen Alemannia Aachen wichtig:

“Ich tippe auf ein 3:1 für 1860.
Ich glaube, der Hobschi knipst zwei Mal und das dritte Tor macht der Kevin. Der ist jetzt heiß!”

Aktiv in der Stadionfrage

Nachdem Gernot Mang zuletzt nicht in Osnabrück dabei war, sondern stattdessen Löwen-Skistar Linus Straßer bei dessen 3. Platz beim Slalom in Kitzbühel unterstützte, ist der Präsident diesmal wieder live vor Ort im Sechzgerstadion. Apropos: Die Heimat der Löwen ist natürlich eins der großen Themen, die Mang zusammen mit seinen Präsidiumskollegen anpacken möchte und muss. Für den gebürtigen Vorarlberger ist das Grünwalder Stadion “Heimat, DNA und Herz des Vereins”.

Entsprechend fokussieren sich die Bemühungen des Vereins in der Stadionfrage zur Freude vieler Fans aktuell auf den Standort Giesing. Eine Stadionkommission wurde gegründet, eine Machbarkeitsstudie hinsichtlich der Maximalkapazität (gewünscht sind mindestens 25.000) in Auftrag gegeben. Es bleibt spannend, aber Gernot Mang und sein Team sind dran!