Eine “positive Anspannung” verspürt Löwen-Trainer Maurizio Jacobacci vor dem ersten Match im heimischen Stadion. Am Samstag um 14:03 Uhr beginnt die neue Drittliga-Saison für den TSV 1860 München mit einem Heimspiel. Zu Gast ist, wie es der Zufall will, genau wie am letzten Spieltag der vergangenen Spielzeit der SV Waldhof Mannheim.

Positive Anspannung bei Jacobacci vor dem Saisonstart

Wie die Löwen-Aufstellung im Detail aussehen wird, entscheidet sich erst im Lauf des morgigen Vormittags, klar ist aber, dass Marco Hiller im Tor stehen wird.

Marco Hiller wird gegen Mannheim im Tor stehen

“Er hat eine große Drittliga-Erfahrung und wir hatten einen großen Umbruch, daher wird er im Tor stehen. Dennoch war es richtig, dass wir David Richter verpflichtet haben, denn so ist ein Konkurrenzkampf entstanden und ich hoffe, dass sich die beiden gegenseitig pushen”, sagte Jacobacci bei der Löwenrunde vor dem ersten Spiel und fügte an: “Aber auch David Richter wird im Laufe der Saison seine Chancen bekommen. Marco Hiller hat sich natürlich gefreut, als ich ihm mitgeteilt habe, dass er spielt. Aber auch David Richter hat die Entscheidung professionell aufgenommen.”.

“Es hat sich eine Hierarchie herauskristallisiert”

Auf Nachfrage von sechzger.de erklärte der Löwen-Coach, dass sich in der Vorbereitung eine gewisse “Hierarchie in der Mannschaft herauskristallisiert hat”. Zwar seien noch nicht alle Spieler physisch auf dem gleichen Level, “aber da sind wir nicht die einzigen, denen es so geht”, so der Italo-Schweizer. Die letzte Zeit sei nicht leicht gewesen und er erwarte von jedem Spieler “dass er sich in das Spiel reinkämpft und hundert Prozent gibt. Wenn die Luft dann nicht reicht, haben wir Qualität von der Bank”.

“Wollte jedem Spieler die Chance geben, sich zu präsentieren”

Ebenfalls auf Nachfrage von sechzger.de berichtete Jacobacci, warum die morgige Formation bislang in keinem Testspiel zusammen über die komplette Spielzeit zum Einsatz kam: “Ich wollte jedem Spieler die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren. Bis zum letzten Wochenende sollte jeder Spieler seine Minuten bekommen. Bei den Turnieren haben wir bewusst zwei Teams aufgestellt.”. Zudem gebe es mit Steinhart, Rieder, Winkler und Frey wichtige Spieler, die ausfallen.

Mannheim mit ähnlichen Problemen wie die Löwen

Auch die Gäste haben ähnliche Probleme wie die Löwen und es gab einen großen Umbruch in der Mannschaft. “Mannheim kommt aus einer geordneten Defensive und ist sich nicht zu schade, auch mal einen langen Ball zu spielen. Wir dürfen ihnen nicht in die Falle tappen. Wir wissen was es braucht, um das Spiel für uns zu entscheiden”, sagte Jacobacci zu den Pressevertretern.

Wichtige Rolle für den Kapitän und die Fans

Eine wichtige Aufgabe kommt gegen Mannheim dem neuen Kapitän Jesper Verlaat zu. “Er hat eine große Verantwortung und wird einer der Taktgeber für die Mannschaft sein”, versicherte der Löwen-Chefanweiser. Zudem hofft Jacobacci auf die Unterstützung der Fans im Grünwalder Stadion: “Ich erwarte von meinen Spielern Tugenden wie Lauf- und Kampfbereitschaft, Leidenschaft und dass sie sich in jeden Zweikampf hauen. Diese Tugenden sind ein Muss, denn wir müssen über den Kampf ins Spiel finden. Das wird sich wie ein roter Faden durch die Saison ziehen, dann stehen auch die Fans als zwölfter Mann hinter uns”.

Jacobacci zufrieden mit den Trainingsleistungen

Der 1860-Trainer schöpfe Mut und Zuversicht aus den Trainingsleistungen seiner Truppe, erklärte Jacobacci: “Ich bin zufrieden mit der Einstellung der Spieler. Sie haben sich voll ins Zeug gelegt und wir haben minutiös gearbeitet. Wir haben viel an der Physis gearbeitet und haben in der Vorbereitung gewusst, dass es vielleicht gegen die starken Gegner nicht so läuft. Ich bin überzeugt, dass wir jetzt die Frische haben werden, um zu starten. Das Team wird alles raushauen und ich wünsche mir, dass wir da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Denn die letzten vier Spiele zu Hause haben wir gewonnen”, sagte Jacobacci.

Kein Saisonziel für die Löwen – ähnlich wie beim Waldhof

Ein detailliertes Saisonziel wollte Jacobacci für sein Team noch nicht ausgeben. “Dafür ist es zu früh. Das Team muss sich noch finden. Wir sind noch nicht komplett, haben verletzte und gesperrte Spieler und werden vielleicht noch einen Stürmer holen. Das Gesicht der Mannschaft wird sich noch verändern. Wir werden erst einmal von Spiel zu Spiel schauen und alles dafür tun, den Klassenerhalt zu sichern, dann können wir uns neue Ziele setzen”, sagte der Schweizer. “Ich bin mir sicher, dass die Fans verstehen, dass wir einen großen Umbruch hatten und dies einschätzen können. Die neue Mannschaft hat eine oder sogar zwei Chancen verdient. Ich bin mir sicher, dass unser Publikum wie eine Wand hinter uns stehen wird.

Die Wahrheit liegt auf dem Platz

Wie weit die Löwen wirklich schon sind, wird das erste Saisonspiel zeigen. Ebenso wird man sehen, ob sich die “positive Anspannung” bei Jacobacci vor dem Saisonstart auch in einem positiven Resultat beim ersten Heimspiel niederschlägt. Dafür gibt es noch eine zweistellige Zahl an Tickets in der Stehhalle im Mitgliederverkauf. Zudem weist der TSV 1860 noch einmal darauf hin, dass die Trambahnen aufgrund von Bauarbeiten nicht wie gewohnt verkehren.

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Löwe Straubing

“…alles dafür tun, den Klassenerhalt zu sichern, dann können wir uns neue Ziele setzen”, sagte der Schweizer. In der Sache völlig richtig. Letzte Saison sorgte Reisinger mit der gleichen Aussage, als man in der Tabelle auf Talfahrt war, noch für einen Sturm der Entrüstung.

Last edited 11 Monate zuvor by Löwe Straubing