Beschweren durfte sich der TSV 1860 am Samstag über Schiedsrichter Timo Gerach sicher nicht. Besonders vor der Pause entschied der Unparteiische im Zweifelsfall – zumindest hatten wir den Eindruck – eher für die Gäste aus München. Experte Babak Rafati nahm nun die Leistung seines Kollegen unter die Lupe und kommt zu dem Schluss, dass Stefan Lex be der Vorbereitung des ersten Treffers nicht im Abseits stand, während das dritte Tor der Löwen wegen eines Handspiels von Fynn Lakenmacher irregulär war.

Strittige Szenen mit Lex und Lakenmacher

Abseits ja oder nein? So lautete die Frage nach dem 1:0 der Löwen in Dresden in der 8. Minute? War Stefan Lex schon einen Schritt zu weit?

Babak Rafati erklärt auf liga3-online.de:

“Zum Zeitpunkt des Abspiels von Steinhart auf Lex steht dieser nicht in Abseitsposition, sodass eine richtige Entscheidung vorliegt, den Treffer für 1860 München anzuerkennen.”

Kevin Ehlers hatte nach der Vorarbeit von Lex ins eigene Tor getroffen und die Löwen somit früh in Führung gebracht.

Kein Foul, aber Handspiel

Beim dritten Tor des TSV 1860 hingegen widerspricht Rafat der Entscheidung seines Kollegen Timo Gerach.

“Die erste Aktion ist keine Regelwidrigkeit von Bär an Akoto, denn dieses kurze “Bearbeiten” am Trikot stellt kein Foulspiel dar. Somit richtig, weiterspielen zu lassen. Bei der zweiten Aktion spreizt Lakenmacher den Arm sehr weit aus, sodass der Arm eine unnatürliche Bewegung macht und zur Vergrößerung der Körperfläche eingesetzt wird. Damit wird in Kauf genommen, den Ball mit der Hand zu spielen. Es liegt somit ein strafbares Handspiel vor. Eine Fehlentscheidung, weiterspielen zu lassen und den daraus resultierten Treffer anschließend anzuerkennen.”

Bitter für Dynamo, Glück für die Löwen. Aber wie es ist, vom Schiedsrichter benachteiligt zu werden, musste der TSV 1860 ja in der Vorsaison zur Genüge erleben…

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Lex war im Abseits, in der Sportschau gab es die Linie.
Das Hand von Lakenmacher war m.E. keines.
Daß Rafati nicht mehr pfeift, hat mich noch nie traurig gestimmt, was sich mit seinen Statements auch diesmal wieder erhärtet.

Die Linie in der Sportschau ist nicht kalibriert. Das ist mehr eine illustrative Grafik.

Ist trotzdem besser als nichts.

Mittlerweile wurde ergänzt, dass Park beim Foul gegen Deichmann hätte rot sehen müssen.

In der Szene die Rafati meint, wird Lakenmacher von Akoto angeschossen und zwar auf die Brust, von dort springt ihm der Ball an den unteren Oberarm. Da der Arm von Lakenmacher weit nach oben zeigt, dürfte es schwierig sein, dass er damit seine Körperfläche vergrößert. Auch keiner der Reporter sah in dieser Aktion ein Handspiel, nur Akoto, was aber verständlich ist, weil er den Ball vertendelt hat. Meiner Meinung nach ist das ne 50/50 Entscheidung.
Aber o.k. Rafati ist der Spezialist…

Ich hab auch schon öfter Entscheidungen von Rafati angezweifelt. Aber wie du sagst, ist hier vermutlich eh eine 50/50-Geschichte.