Wieder einmal wurde der Aufstieg in die 2. Bundesliga als Ziel ausgerufen – und einmal mehr wurden die Löwen am Ende der Saison 1986/87 bitter enttäuscht. Obwohl das Team von Neu-Trainer Fahrudin Jusufi selten guten Fußball spielte, blieb man fast die ganze Hinrunde ohne Niederlage. Auch den Saisonauftakt konnte der TSV 1860 mit einem Auswärtssieg beim SC Fürstenfeldbruck erfolgreich gestalten.

Verlorenes Endspiel in Bayreuth

Trotz der Heimniederlage gegen die SpVgg Bayreuth am letzten Vorrundenspieltag standen die Löwen zur Winterpause mit einem Punkt Vorsprung auf die Oberfranken auf Platz 1 der Bayernliga-Tabelle. Nach einem von Präsident Karl Heckl gesponsorten Trainingslager in Abu Dhabi war beim TSV 1860 jedoch ordentlich Sand im Getriebe.

Es folgten einige ebenso überraschende wie unnötige Niederlagen und Ende April war die Ära Jusufi bei den Löwen nach einer 1:2-Niederlage gegen die SpVgg Weiden schon wieder beendet. Nachfolger Thomas Zander führte Münchens große Liebe als Spielertrainer zwar nochmal in Schlagdistanz zur SpVgg Bayreuth, am letzten Spieltag unterlag man den punktgleichen Oberfranken jedoch mit 1:3 und beendete die Saison sogar nur als Dritter.

TSV 1860 gewinnt beim SC Fürstenfeldbruck

Doch das war zum Saisonauftakt alles noch nicht absehbar. Am 02.08.1986 gastierte der TSV 1860 im Stadion an der Klosterstraße beim SC Fürstenfeldbruck und 5.000 Zuschauer wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Und siehe da: Die Löwen erwischten einen Traumstart und gingen bereits in der 2. Minute durch Grünwald in Führung.

Anschießend kamen jedoch die Gastgeber besser ins Spiel und nicht ganz unverdient auch zum Ausgleich. Brieger traf in der 20. Minute für FFB zum 1:1 und dabei blieb es bis zum Pausenpfiff. Nach dem Seitenwechsel war es Wild vorberhalten, doch noch für den ersten Saisonsieg der Löwen zu sorgen.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Fahrudin Jusufi setzte zum Auftakt der Spielzeit 1986/87 in Fürstenfeldbruck auf folgende Mannschaft des TSV 1860:

Zander – Prokes, Schepers (38. Seidel), Goldstein, Jaxt – Grünwald (80. Aigner), Bruckhoff, Wild, Geesdorf – Brandenburger, Löbmann

Tore:
0:1 Grünwald (2.), 1:1 Brieger (20.), 1:2 Wild (56.)

Zeitstrafe:
Lachauer (64., FFB)

Die statistischen Daten entstammen dem Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys.

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Man stelle sich vor, Ismaik wäre damals schon in Abu Dhabi über die Löwen gestolpert und hätte da seine große Liebe entdeckt

Dann hätte er als 9-Jähriger in Löwen-Bettwäsche schlafen können.

Ob er damals allerdings überhaupt schon dort lebte, wage ich zu bezweifeln.

Last edited 2 Monate zuvor by Steffen Lobmeier