Während das vergangene Wochenende für den TSV 1860 nahezu perfekt lief, hatte der SV Meppen so manche Kröte zu schlucken. Der 1. FC Magdeburg siegte, ebenso der Hallesche FC und sogar die SpVgg Unterhaching wittert Morgenluft im Abstiegskampf. Am heutigen Abend wollten die Emsländer gegen den SV Wehen Wiesbaden wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln.

Druck auf beiden Seiten

Doch nicht nur der SV Meppen wollte unbedingt punkten, sondern auch der SV Wehen Wiesbaden. Die Hessen hatten vor Spielbeginn bereits neun Punkte Rückstand auf Platz 4 (also auf die Löwen), der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt. Rüdiger Rehm hatte in seinem 175. Spiel als Trainer des SVWW also reichlich Argumente, um sein Team zu motivieren.

SV Meppen – SV Wehen Wiesbaden

Während zunächst die Emsländer offensiv aktiver waren, nutzte Wehen Wiesbaden die erste sich bietende Chance – und wie! Korte schickte Phillip Tietz steil und der Angreifer lupfte den Ball butterweich über Keeper Domaschke zum 0:1 in die Maschen (13.). Auf der Gegenseite lag in der 22. Minute gleich zweimal der Ausgleich in der Luft. Erst köpfte Boere den Ball völlig freistehend aus fünf Metern am Tor vorbei. Nur wenige Sekunden später kam wieder Boere zum Abschluss, doch Mockenhaupt rettete in höchster Not.

Die Gäste blieben jedoch in Umschaltsituationen stets gefährlich und stellten die Defensive der Frings-Eld stets vor knifflige Aufgaben. Insofern war die knappe Führung des SV Wehen Wiesbaden sicherlich nicht unverdient.

Tietz legt nach

Keine drei Minuten waren in Halbzeit 2 gespielt, da stand es auch schon 0:2. Nach einem Freistoß köpfte Tietz Richtung Tor und Amin fälschte den Ball durch die Beine seines Keepers ab (48.). Ein weiterer Nackenschlag für den ohnehin schon in der Kritik stehenden Torsten Frings und seine Mannschaft. Am Einsatz haperte es bei den Emsländern nicht, doch gegen konzentriert agierende Gäste fehlten dem SV Meppen die spielerischen Mittel, um gefährlich vor den Kasten der Hessen zu kommen.

Korte macht den Sack zu

Auf der Gegenseite agierte der SVWW deutlich schnörkelloser und erhöhte in der 73. Minute durch Gianluca Korte sogar auf 0:3. Etwas zu hoch zwar, aber die Gastgeber ließen vor allem nach der Pause jegliches Offensivkonzept vermissen. Man wird abwarten müssen, ob und wie lange sich die Verantwortlichen des SV Meppen noch zum Trainer bekennen. Aber andererseits: Was kann der Coach dafür, wenn man vor der Pause zwei 100%-ige Chancen fahrlässig liegen lässt?

Der zweifache Torschütze Phillip Tietz im Gespräch mit Quirin Moll (1860)

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