Tabellenplatz 13 (36 Punkte) gegen Tabellenplatz 17 (33) Punkte – im Erdgas-Sportpark zu Halle empfing der heimische HFC den KFC Uerdingen. Während der Hallesche FC seit fünf Spielen auf einen Sieg wartet, verloren die Krefelder am vergangenen Samstag gegen den TSV 1860.

Halle mit Boyd, Uerdingen ohne Grimaldi

Die Gäste mussten wieder auf ihre beiden etatmäßigen Stürmer Adriano Grimaldi und Muhammed Kiprit verzichten, HFC-Coach Schnorrenberg hingegen konnte auf den wiedergenesenen Offensivkräfte Terrence Boyd und Braydon Manu zurückgreifen.

Einbahnstraßenfußball des HFC

Wie schon gegen die Löwen musste sich Uerdingen erstmal Richtung eigenes Tor orientieren. Die zuletzt kriselnden Hallenser nahmen zunächst das Heft in die Hand und drängten auf ein frühes Tor. Die größte Chance in der Anfangsphase bot sich Guttau, der nach klasse Vorarbeit von Manu am fantastisch reagierenden KFC-Keeper Königshofer scheiterte (8.). Uerdingen fand in den ersten 25 Minuten offensiv schlicht nicht statt. Dann aber setzte Feigenspan zum Fernschuss an und verzog nur knapp (28.) – Glück für die Gastgeber!

Erstaunlicherweise verflachte die Partie danach etwas, da der HFC nun vorsichtiger agierte. Uerdingen kam besser ins Spiel, wollte Boyd & Co jedoch auch nicht ins offene Messer laufen. Logische Konsequenz: 0:0 zur Pause.

Uerdingen mit überraschender Führung

Im Endeffekt konnten beide Teams zur Pause nicht zufrieden sein, die Gastgeber kamen jedoch erneut etwas aktiver aus der Kabine. Offensiv setzte sich vor allem Halles Topscorer Boyd in Szene, sorgte jedoch nicht wirklich für Gefahr. Erst nach 55 Minuten wagte sich Uerdingen wieder in die gegnerische Hälfte, stellte Halle zunächst aber vor keine Schwierigkeiten. Das änderte sich jedoch in der 61. Minute, als Mike Feigenspan nach Doppelpass mit Wagner vor dem Tor auftauchte und die Kugel aus spitzem Winkel zum 0:1 in die Maschen chippte. Die überraschende Führung der Gäste.

Halle dreht das Match

Die Hallenser agierten auch in der Folge viel zu umständlich, um die Elf von Stefan Krämer ernsthaft unter Druck setzen zu können. Der Einsatz passte, aber spielerisch wars schon arg dürftig. Auf der Gegenseite hatte Feigenspan in der 87. Minute nach einem Konter das 0:2 auf dem Fuß, doch Müller parierte prächtig. Und natürlich kam es, wie es kommen musste: Quasi aus dem Nichts traf der aufgerückte Verteidiger Stipe Vucur aus 16 Metern zum 1:1 (89.). Der sonst starke Königshofer war gegen den abgefälschten Schuss des Austro-Kroaten chancenlos. Doch damit nicht genug, denn den letzten Pfeil hatte Terrence Boyd im Köcher. Der ehemalige amerikanische Nationalspieler drehte in der dritten Minute der Nachspielzeit das Match komplett und sorgte mit seinem 2:1 für den extrem wichtigen Heimsieg der Hallenser.

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