0:3 beim FC Bayern II, 0:1 bei Türkgücü, 0:1 beim TSV 1860. Die Dienstreisen nach Giesing waren für Dynamo Dresden waren in dieser Saison nun wirklich nicht von Erfolg gekrönt. Heute ging es für den Tabellenführer in die Vorstadt zur SpVgg Unterhaching und natürlich hätten die Löwen bestens mit einer weiteren Pleite der Sachsen leben können. Und so kam es dann auch…

FSV Zwickau – Viktoria Köln 1:2 (0:0)

Nach Highspeed- und Adrenalin-Fußball wie bei Lautern gegen Zwickau oder Sechzig gegen Verl tut ein bisschen Ruhe auch mal gut. Und davon gab es in der GGZ-Arena über weite Strecken reichlich. In der ersten Viertelstunde waren die Gäste vom Rhein aktiver, dann kamen die Schwäne besser ins Spiel. In der 29. Minute hatte Könnecke die Führung für die Gastgeber auf dem Fuß, verzog aber völlig freistehend aus acht Metern knapp. Das war fast schwerer, den Ball neben den Kasten zu setzen als ihn einzunetzen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte auch Top-Scorer Morris Schröter bei seiner Möglichkeit das Visier falsch eingestellt und so ging es torlos in die Kabinen.

Nach der Pause ging es ähnlich zerfahren weiter, doch in der 61. Minute brachen die Gäste den Bann. Nach einer Ecke von Risse köpfte Moritz Fritz zum 0:1 ein. Acht Minuten später eine ähnliche Situation: Wieder brachte Risse die Ecke in die Mitte, diesmal jedoch auf Michael Schultz und dieser schädelte zum 0:2 ein. Zwickau war optisch zwar mindestens ebenbürtig, so wirkliche Torchancen waren jedoch Mangelware. Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit verkürzte Lars Lokotsch zum 1:2 – zu spät für einen Punktgewinn.

SpVgg Unterhaching – Dynamo Dresden 2:0 (1:0)

Tabellenletzter gegen Tabellenerster – deutlicher kann die Ausgangsposition in einer Partie kaum sein. Zudem hatte die SpVgg Unterhaching in den letzten 16 Spielen nur einen einzigen Sieg einfahren können. Dennoch sah man eine knappe Viertelstunde lang selten, wer hier um den Auf- und wer gegen den Abstieg kämpft. Dann aber tauchte Stefaniak alleine vor Haching-Keepers Coppens auf, scheiterte jedoch am Belgier. Die Gastgeber zeigten sich jedoch wenig beeindruckt und spielten weiter munter mit. Kurz vor der Pause dann sogar die Führung: Unterhaching kam über rechts, Schwabl flankte in die Mitte, die Abwehr von Dynamo schien unsortiert und Stephan Hain versenkte die Kugel per Kopf zum 1:0 (40.) in die Maschen (siehe Titelbild). Eine Kombination zweier Ex-Löwen also und bereits die zwölfte Torvorlage des Hachinger Präsidentensohnes.

Christoph Greger trifft per Elfmeter zum 2:0

Dynamo brachte nach dem Seitenwechsel mit Sohm und Stor zwei frische Stürmer, Daferner und Diawusie blieben dafür in der Kabine. Zunächst brachte das den Sachsen aber auch nichts – im Gegenteil. Turtschan ging im Zweikampf mit Königsdörffer zu Boden und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Christoph Greger (auch er übrigens Ex-Löwe) ließ sich die Chance nicht entgehen und traf glücklich zum 2:0 (57.).

Die Gäste schienen nur oberflächlich bemüht, vor allem aber frustriert. Unterhaching hatte die Partie nun größtenteils gut im Griff, während Dynamo relativ planlos anrannte. Die SpVgg stand defensiv sicher und setzte offensiv immer wieder Nadelstiche. Insofern geht der 2:0-Sieg des Tabellenletzten vollkommen in Ordnung. Dynamo hingegen ist mittlerweile seit 348 Minuten ohne eigenes Tor und spürt den heißen Atem der Löwen im Nacken.

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