Habt Ihr schon mal was von Günter Hiermaier gehört? Oder von Florian Baur? Christian Bernhardt, Adolf Roesch, Matthias Pusch? Andreas Höttler vielleicht? Ich ehrlich gesagt auch nicht bis zur Recherche für diese Giesinger Gedanken. Diese sechs zufällig ausgesuchten Herren haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind a) Geschäftsführer vom Hauptsponsor eines Profivereins und b) mischen sich dort nicht in die Vereinspolitik ein.
Gräfer als Unruheherd beim TSV 1860
Bereits Mitte Dezember 2025 bezeichnete mein Kollege Jan Schrader Martin Gräfer, Vorstandsmitglied von die Bayerische, als neuen Unruheherd beim TSV 1860. Damals hatte der Vertreter des Löwen-Hauptsponsors inmitten des sportlichen Höhenflugs des Teams von Markus Kauczinski völlig unnötig eine Stadiondiskussion losgetreten, obwohl in den vergangenen Monaten gerade in diesem Bereich Fortschritte erzielt worden waren.
Im Gespräch mit dem Merkur legt Gräfer nun nach und sorgt sich um die Fairness bei Abstimmungen im Rahmen der Mitgliederversammlung:
“Wenn von 27.000 Mitgliedern nur rund 500 abstimmen, dann sind das keine zwei Prozent. Also stimmen 26.500 Leute nicht ab. Sind die alle desinteressiert? Das glaube ich nicht. Mit einer Hybridversammlung glaube ich an eine Wahlbeteiligung von bis zu 40 Prozent.”
Dass es jedem Mitglied freisteht, die Versammlung zu besuchen und dort seine Stimme abzugeben, verschweigt Gräfer ebenso wie den Fakt, dass sich die Mitglieder in der Vergangenheit bereits mehrfach gegen eine Brief- oder Onlinewahl ausgesprochen haben. Bei den letzten Mitglierversammlungen waren nicht einmal mehr entsprechende Anträge gestellt worden. Wieso also sollte das Präsidium eine Änderung in die Wege leiten, selbst wenn es möglich wäre?
Warum der Weg über die Medien?
Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden, wenn der Hauptsponsor bzw. dessen Vertreter eigene Ideen und Vorstellungen einbringt. Wenn dies jedoch über die Medien bzw. die Öffentlichkeit geschieht, bekommt das einen faden Beigeschmack, weil es eben eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber den gewählten Vereinsvertretern zum Ausdruck bringt. Da hilft es dann auch nichts, wenn Gräfer zu Protokoll gibt:
“Der Verein hat eine gute Ausgangsposition und die Substanz des Vereins ist noch immer groß. Wir haben ein kommunikatives Präsidium, mit dem man es gerne zu tun hat.”
Soweit mir bekannt ist, haben die Herren Hiermaier (Liqui Moly/SSV Ulm 1846), Baur (JobRad/SC Freiburg), Bernhardt (Netto/Jahn Regensburg), Roesch (LEAG/Energie Cottbus), Pusch (SLT/Hansa Rostock) und Höttler (Matthäi/Werder Bremen) sich bislang in der Öffentlichkeit nicht über die Vereinspolitik “ihres” Clubs beschwert.
Warum nicht einfach nur Sportsponsoring?
Martin Gräfer ist definitiv zu intelligent und zu sehr Geschäftsmann, um nicht zu verstehen, dass Sportsponsoring in erster Linie ein Marketinginstrument ist, mit Hilfe dessen die Bayerische ihren Bekanntheitsgrad steigern und ihre Produkte verkaufen möchte. Das finanzielle Engagement beim TSV 1860 ist die Gegenleistung dafür. Andere Sponsoren belassen es folglich auch bei diesem Deal, nicht aber Gräfer. Warum ist das so?
Sitzt der Stachel der deutlichen Wahlniederlage im Jahr 2024 wirklich so tief, als das Bündnis Zukunft keinen einzigen Vertreter im Verwaltungsrat platzieren konnte? Bereitet sich Gräfer schon auf den nächsten Wahlkampf vor und möchte die seit Jahren verbal strapazierte, aber de facto nie in Erscheinung getretene “schweigende Mehrheit” hinter sich versammeln? Dass völlig unbedeutende Fanvereinigungen aus dem Olchinger Umland und der wohl erfolgloseste Influencer im Löwenkosmos auf Gräfers Äußerungen anspringen, verwundert selbstredend nicht.
die Bayerische als Mitgesellschafter der Löwen?
Dabei ist es so schade, dass Gräfer derart populistisch agiert, denn die Bayerische hat sich in den letzten Jahren (seit 2016) als verlässlicher Partner der Löwen und der vielleicht beste Sponsor, den der TSV 1860 je hatte, präsentiert. Wenn da nur nicht diese (öffentliche) Einmischung in Vereinsangelegenheiten wäre…
Wäre die Ausgangsposition eine andere, wenn die Bayerische als Gesellschafter bei der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA einsteigen würde? Bekanntlich möchte Hasan Ismaik seine Anteile verkaufen, das Versicherungsunternehmen aus Neuperlach wäre ein potentieller Käufer.
Wenn der Hauptsponsor Vereinspolitik betreibt
Auch hier hat Gräfer eine Meinung:
“Wir können nur in Strukturen investieren, die transparent und stabil sind. Konkret heißt das: Wir würden nicht darüber nachdenken, uns zu beteiligen, wenn in der Ausrichtung des Vereins Instrumente wie die hybride Mitgliederversammlung weiterhin nicht zugelassen sind. Wer Investoren will, muss auch moderne Mitbestimmung zulassen.”
Die Antwort, inwiefern die aktuellen Strukturen nicht transparent sein sollen, bleibt Gräfer indes schuldig. Und vielleicht wäre es nicht so ganz schlecht, sich vor einem möglichen Einstieg nochmal intensiv mit der 50+1-Regel vertraut zu machen. Dann wäre auch Hasan Ismaik (und dem TSV 1860) so einiges erspart geblieben…
Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.











Also die Einmischung von Hr. Gräfer empfinde ich mittlerweile als unerträglich. Mal eine Frage an die Redaktion: ich bin mir sicher, dass Gräfer sich da keiner Schuld bewusst ist, insofern wäre es ja mal interessant, wie ein Aufsichtsrat der Basyerischen darüber denkt. Habt ihr da mal eine Anfrage gestartet? Die Antwort wird sicher blabla sein, aber zumindest hätte man dann mal intern den Fokus auf Gräfer. Sein Verhalten verstößt da ja sicher gegen Governance/Compliance Regeln…
Erstmal wünsche ich euch allen ein gutes neues Jahr 2026. Ich sehe das Gebären des Herrn Gräfe unter einem anderen Gesichtspunkt. Das Präsidium ist in Gesprächen mit der Stadt. Irgendwann wird es Neues an der Imvestorenfront geben (Hoffnung) und bei beiden Themen darf die Bayerische nicht mitmachen. Sie kann weder die Anteile komplett übernehmen, noch einen 100 Mio Ausbau stemmen. Wenn ein neuer Investor auch noch Konsumgüter im Portfolio hat, dann wird die Bayerische vom Trikot verschwinden. Also bleibt nur noch dieses Gebären um wenigstens Lärm um nichts zu machen…
Martin Gräfer ist definitiv zu intelligent….
Ich kenne einige Firmen die sind trotz ihrer eher unfähigen Geschäftsführung erfolgreich. Vielleicht auch die Bayrische?
Die genannten Sponsoren mischen sich deshalb nicht ein, weil dort eine kompetente Vereinsführung zur Verfügung steht, im Gegensatz zu unserer vergangenen. Im übrigen, selten so einen einseitigen und schlechten kommentatgeleden.
Du hast was mit dem Kommentar gemacht?
Ist dir die Funktion eines Kommentars bekannt? Ein Kommentar ist immer einseitig, spiegelt er doch die EIGENE Meinung wieder….
Oh je, geht das im neuen Jahr weiter…..
Das mit der einseitigen Darstellung haben Kommentare so an sich. So auch Deiner hier.
Selten einen so einseitigen und schlechten (faktenlosen) Kommentar (wie den von Josefbrd) gelesen.
Bleiben wir bei den Fakten:
Ismaik und die seinerzeitigen Präsidenten, zuletzt mit Cassalette) haben zwischen 2011 und 2017 die Schulden der TSV KGaA um 45 Mio. € (i. D. pro Jahr ca. 7,5 Mio. €) explodieren lassen und den Klub wirtschaftlich zerstört. Sportlich haben sie den Profifußball um zwei Klassen zu den Amateuren degradiert.
Nach 2017 bis 2024 (weitere Jahresabschlussdaten wurden bisher nicht vorgelegt), hat die Verschuldung dank Konsolidierung lediglich um 5 Mio. € (i. D. 0,7 Mio. € pro Jahr, Reduzierung um 90 %) zugenommen und der Klub ist in die 3. Liga aufgestiegen und hat sich dort etabliert. Natürlich kann dieses Ergebnis nicht mit dem Größenwahn der realitätsfernen Wildmoser-Fantasten mithalten.
Gräfer benimmt sich hier wie der Pate von Neuperlach. Im Stil von Don Vito Corleone: „I’m going to make him an offer he can’t refuse.“ Das wirkt unanständig und zwielichtig. Damit tut er weder sich noch seinem Arbeitgeber noch dem TSV 1860 München einen Gefallen. Zumal diese Pose bei ihm leider nicht zum ersten Mal vorkommt. Schade, denn “die Bayerische” passt an sich gut zu 1860. Mir scheint, dass Gräfer in den letzten Jahren zunehmend mit dem Hintern einreißt, was er zuvor mühsam mit seinen Händen aufgebaut hat.
Ich würde mir wünschen, dass man die Dinge intern bespricht. Wir gurken seit Jahren in der 3. Liga rum und bekommen keine Lösung in der Stadionfrage zustande. Da kann und soll man schon Kritik üben. Aber: intern klären und an einem Strang ziehen.
Warum zieht also Gräfer vom Leder??? Was will der überhaupt? Demokratie im Verein? Die gibts z.B. auf der MV. Wenn man nach Abstimmungen auf einer für die Mitglieder frei zugänglichen MV hinterher die Abstimmungsergebnisse wegen der Beteiligungsmenge an der MV kritisiert, weil einem die Ergebnisse nicht gefallen, ist “man”, also hier konkret Gräfer, kein Demokrat – wie das übrigens z.B. in der EU u…der Fall ist – Stichwort Scheindemokratie.
Ich glaube das interessiert ihn alles gar nicht. Er will Erfolg, wie alle. Dass man mit dem sportlichen Zustand und der Stadionthematik seit Jahren nicht zufrieden sein kann liegt ja auf der Hand. Ich finde kritische Wörter auch gut. Aber bitte intern…
Ja, genau, intern! Wenn er was positiv bewegen will, dann gemeinsam, mit dem e.V., gerade jetzt. Also, mit Gernot Mang/e V. reden u. positiv handeln u. nicht dagegen!!!🤗
Das sehe ich wie du. Intern die Dinge besprechen und was auf den Weg bringen.
👍👌🤗
Hier wird jeder, dessen Meinung nicht den Mainstream dieses Blogs vertritt, als Populist bezeichnet.
Sowie jemand Anregungen für Neuerungen einbringt, wird das Totschlagargument “Populismus” bemüht.
Irgendwann muss jeder lernen, dass die Forderung : Gib Geld und halt den Mund nur in den seltensten Fällen positive Ergebnisse bringt.
Ich wünsche allen ein frohes und gesundes 2026 und viel Spaß und Erfolg mit unserem Lieblingsverein.
Sich mit Geld Einfluss und Macht kaufen, so wie zur Zeit in den USA empfindest Du als Neuerungen und Anregungen?
Noch werden die Vertreter unseres Vereins demokratisch gewählt.
Ein demokratischer Prozess wäre eine Online Beteiligung auch. Ob man sie gut findet oder nicht steht auf einem anderen Blatt Papier. Demokratisch wäre der Weg dennoch.
Also werden sie jetzt nicht demokratisch gewählt? Wenn etwas funktioniert, wieso sollte man es ändern?
Fällt dir ein Fussballverein ein bei der eine Online/Hybrid-Veranstaltung zur Jahreshauptversammlung abgehalten wird?
Tatsächlich gibt es schon einige, aber neben der Kostenfrage ist halt auch die technische Verlässlichkeit zu klären.
Aus meiner Sicht sollte man auch nicht außer Acht lassen, dass eine Online-Abstimmung deutlich einfacher zu manipulieren ist. Wer sich beispielsweise Anteile leisten kann, der kann sich auch die Finanzierung von Neumitgliedern leisten, die dann im Sinne des Gönners abstimmen.
Oder man macht es wie in den USA und versucht den Zugang zur Wahlen für bestimmte Gruppen zu erschweren um ein gewünschtes Ergebnis zu erhalten. Beispielsweise stundenlanges anstehen vor Wahllokalen, Einschränkung bei briefwahlen etc.. Parallelen sind bei 60 zu erkennen, >10h bis zum Wahlgang , anwesendheitspflicht…Generell spricht nichts gegen eine grössere Wahlbeteiligung durch eine hybride Wahl, wenn die technischen Mittel es zulassen. Dennoch muss die Kommunikation dazu intern erfolgen und nicht über Medien.
Anwesenheitspflicht haben die Mitglieder selber so bestimmt, die späten Wahlgänge ergeben sich aus dem Ablauf der Veranstaltung. Das ist sicherlich nicht ideal, aber ist das wirklich problematisch? Ich selber wohne auch gute zwei Stunden entfernt von München und komme nach MVs entsprechend spät nach Hause. Aber meine Verein ist mir das wert. Tatsächlich wird ja auch niemand dazu gezwungen, morgens um 8 bei Veranstaltungsbeginn auf der Matte zu stehen.
Demokratie und demokratische Prozesse, wie Du es formulierst , gab es schon vor dem Internet ,also ist das Argument schon wiederlegt.
Das sind wieder Kosten die meiner Meinung nach unnötig sind.
Kann man aus dieser oder jener Brille sehen. Ich bin auch ein Verfechter von dem “echten” Leben und Präsenzveranstaltungen. Allerdings will sich sonntags halt echt nicht jeder stundenlang in eine Halle setzen um abzustimmen. Ich finde, dass es da schon Wege gäbe es anders zu machen.
Einmal im Jahr kann man für SEINEN Verein schon mal ein paar Stunden “opfern”, meinst nicht?
Außerdem lieb ich die Gespräche und den Austausch mit anderen Löwen. Dazu muss man halt vor Ort sein.
Klar könnte man das. Die Frage ist nur, ob jeder aus Hamburg, Stuttgart, Berlin oder Köln nach München kommen kann und will. Manche müssen arbeiten, andere haben Familie oder evtl auch finanzielle Hindernisse. Und dann überlegt man sich es schon, ob man stundenlang an einem heißen Sommertag in eine Halle sitzen will. Also ich verstehe deine Argumentationslinie schon und ich bin auch auf keiner “Seite”, sondern verstehe beides irgendwo.
Wenn es rein um die Partizipation geht, dann fände ich eine Online Beteiligung eine gelungene Sache. Geht es wiederum rein um ein florierendes Vereinsleben, dann ist die momentane Lösung gut.
Es gibt für beide Wege Pro und Contra. Ich bin jetzt niemand, der den jetzigen Weg undemokratisch oder schlecht findet, aber halt auch niemand, der sich für partizipativere Wege verschließt.
Diejenigen, die für den einen oder anderen Weg argumentieren machen dies zumeist aus dem Grund, dass sie sich halt den ” richtigen” Wahlausgang erhoffen.
Mir persönlich ist es relativ egal, ob eine Mitgliederversammlung in Präsenz oder Online stattfindet. Mir ist es eher wichtig, dass die handelnden Personen uns sportlich nach oben bringen (sprich Aufstiege), Lösungen in der Stadionfrage präsentieren und uns wirtschaftlich gut aufstellen. Da braucht es halt endlich mal eine gelungene Zusammenarbeit und kein “Gegeneinander”.
Für mich auch Jahr für Jahr ein Highlight, obwohl es mit vielen Strapazen verbunden ist. Und diese so gerne an anderer Stelle propagierte aggressive Stimmung gibts halt nicht. Es wird diskutiert, es wird auch mal gestritten und vielleicht auch mal gepfiffen. Gewalt gabs bisher m.W. nicht.
Was spricht aber dagegen, dass Mitglieder, welche weiter entfernt wohnen, arbeiten müssen, finanzielle oder gesundheitliche Probleme haben, Familie haben, im Urlaub sind oder Sonstiges das Online Wahlrecht in Anspruch nehmen können? Die Menschen, die eine Präsenzveranstaltung bevorzugen hätten diese Veranstaltung ja dennoch weiterhin. Bei einer Bundestagswahl gibt es ja auch eine Briefwahl für solche Fälle.
Eine politische Wahl mit der innerhalb eines Vereins zu vergleichen, hat was von Äpfeln und Birnen.
Die Mitglieder des TSV 1860 haben sich in der Vergangenheit stets gegen die Briefwahl entschieden, zuletzt gab es nicht mal mehr entsprechende Anträge.
Gerade bei der Präsenzveranstaltung gibt es oft genug noch so viele Diskussionen, die dazu führen, dass man seine Stimmen dich anders verteilt als im Vorfeld gedacht. Ich erinnere an Bernhard Winkler vor ein paar Jahren. Den hätte ich auf jeden Fall gewählt, bis er sich dann auf der Bühne um Kopf und Kragen geredet hat und klar wurde, dass er keine Ahnung von dem hat, was im Verwaltungsrat seine Aufgabe wäre.
Auch bei Martin Gräfer sind 2024 sicher aufgrund seines Auftretens bei der MV noch einige potentielle Wähler abgesprungen.
Warum Äpfel mit Birnen? Letztendlich sind beides Wahlen, sodass man das Prozedere bzw. den Vorgang schon vergleichen kann.
Die andere Argumentationskette kann ich schon nachvollziehen. Das ist rein subjektiv aber auf dich bezogen. Eventuell haben andere Mitglieder ihren festen Kandidaten, den sie so oder so wählen würden, egal wie er oder sie sich “präsentiert”. Da kann man den Blickwinkel schon öffnen. Jeder denkt da anders.
Mir ist es persönlich relativ egal, ob es eine Briefwahl gibt oder nicht. Ich finde es nur wichtig, dass man den Blickwinkel für andere Lebenssituationen oder Meinungen öffnet.
Wenn die Mitglieder sich mehrstimmig dagegen ausgesprochen haben, dann habe ich überhaupt kein Problem damit. Eine Argumentation für eine Briefwahl gibt es dennoch.
Äpfel und Birnen deswegen, weil man bei einer politischen Wahl ja automatisch aufgrund der Nationalität bzw. des Wohnortes wahlberechtigt ist, während man seine Mitgliedschaft in einem Verein aktiv beantragt und dieser Verein nun mal auch an einem Ort ansäßig sein kann, der fernab des Wohnortes liegt.
Ja. Dennoch kann eine Briefwahl für manche Menschen dahingehend die leichtere Lösung sein.
Streiten und diskutieren macht doch einen lebendigen Verein aus.
Ich habe auch noch keine Gewalt erlebt und freue mich immer wieder über neue Erkenntnisse die man durch Gespräche von anderen, nicht aus dem eigenen Umfeld kommenden Löwen erfährt.
Es heißt, die Bayerische würde pro Jahr ca. 1,1 Mio. für das Sponsoring leistet.
Im Geschäftsjahr 2023/24 hat die KGaA insgesamt Erlöse von 18 Mio. € eingenommen. Die Bayerische hat somit lediglich einen Anteil von ca. 6 % an den gesamten Einnahmen geleistet.
Es ist doch wohl an Unverfrohrenheit nicht zu überbieten, was Gräfer sich leistet. Als ein kleiner Sponsor will er dem Verein vorschreiben, wie er geführt werden soll. Es ist an der Zeit, dass Gräfer vom Präsidium wenigstens die gelbe Karte gezeigt bekommt.
Dass die Aussagen von Gräfer unterirdisch sind, steht ja ausser frage. Offensichtlich hat er sie aber schon vor Wochen, während seiner nervigen “Sturm und Drangzeit” geäußert.
Was mich daher ebenso nervt ist, weshalb dieser leidige Uncles das Thema ausgerechnet gestern vor den Latz haut. Absolut ätzendes Gebaren, ist das wirklich notwendig?
Für Krawalljournalisten ist einer mit dem Sendungsbewusstsein von Gräfer ein gefundenes Fressen.
Gräfer hat sich schon längst disqualifiziert u. ist alles Andere als ein Fortschrittsmotor für 60! Der ist einfach nur peinlich…!
Es ist schon interessant, unter welchen Umständen sich manche Protagonisten zu heftigen Verfechtern demokratischer Prinzipien aufschwingen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass dem werten Herrn Gräfer die tatsächliche Höhe der Wahlbeteiligung bei einer Mitgliederversammlung unseres Vereins an seinem Allerwertesten vorbei geht.
Für ihn entscheidend ist alleine das Abstimmungsergebnis unabhängig von der Frage, ob über seine Pläne und die von ihm präferierten Kandidaten nun 20, 200 oder 20.000 Vereinsmitgliedern abgestimmt haben.
Herr Gräfer verspricht sich (aus welchen Gründen auch immer) Vorteile von der Implementierung einer Brief- oder Onlinewahl.
Was ihn dann aber eher suspekt macht ist der Umstand, dass er seine wahren Motive für sein Plädoyer für eine Brief- oder Onlinewahl nicht offen legt. Die hehren Grundsätze der Demokratie werden es wohl nicht sein.
So etwas ist, mit Verlaub gesagt, eher hinterfotzig und wenig vertrauensbildend.
Ganz ignorieren sollte man die Vorstöße solcher selbsternannten Demokratieschützer aber nicht.
Ich musste spontan an die von mir geschätzten Borussen aus Dortmund denken. Da stand der Watzke Aki auch kurz vor einer durchaus schmerzlichen Wahlniederlage.
Der Rheinmetall-Deal und Watzkes Handling eines eher ungeheuerlichen Missbrauchsskandals im Verein hatten dem langjährigen Alleinherrscher in Dortmund soviel Kredit gekostet, dass seine Wahl zum Vereinspräsidenten auf des Messers Schneide stand.
Was macht man in so einem Fall?
Auch der Herr Watzke entdeckte auf einmal die deutlichen Vorzüge einer hybriden Abstimmung, stellte das Wahlsystem kurzfristig um und sicherte sich so seine Wahl zum neuen Vereinspräsidenten.
Wenn in Dortmund nur die Stimmen der in der Westfalenhalle anwesenden Vereinsmitglieder gezählt hätten, wäre der Herr Watzke durchgefallen.
Vor diesem Hintergrund steht auch der Herr Gräfer bei mir ab sofort auf der Watchlist.
Weitere dubiose Winkelzüge ohne plausible Erklärung sollte er sich besser nicht leisten.
Danke!!!
Du sprichst mir aus der Seele.
Ich bin schon der Meinung, dass ein hochkarätiger Geldgeber seine Meinung und seine Wünsche äußern darf.
Steht ja auch so im Artikel. Aber halt intern, nicht als Druckmittel über die Öffentlichkeit.
Natürlich kann ein Sponsor seine Wünsche äußern, aber nicht als verdeckte Erpressung.
Um Einfluss im Verein zu nehmen muss man schon Mitglied und gewählt worden sein.
Glückwunsch Stefan, du bekommst auf einer bestimmten Seite in einem von haarsträubender Orthographie geprägtem Beitrag die Meinung gegeigt.
Da sage ich nur, weiter so
Auf die Löwen 🦁
Sogar das Pseudonym ist falsch. Gutes neues Jahr Herr Kranzberger. 😜
Besonders witzig ist ja, dass er zur Stütze seiner These hauptsächlich Personen anführt, die tatsächlich Ämter in den jeweiligen Vereinen innehatten, was bei Gräfer ja nicht der Fall ist. Aber was will man erwarten?
Wie immer beim Falschparker. Viel Meinung, keine Ahnung.
Eins muss ich aber schon sagen, ich bin vom Präsidium mega enttäuscht. Dachte nach der Pressemeldung, wo er den Verein verklagt hat kommt endlich richtig was in Gang gegen ihn vorzugehen leider läuft alles wie gehabt. Es hieß er steht unter Beobachtung und was findet man, da täglich?Hetze und Gepöbel gegen etliche Vereinsverantwortliche und nichts geschieht.
Nur weil man öffentlich nichts mitbekommt, heißt das mitnichten, dass nicht gehandelt wird 🙂
Das hab ich in all den Jahren nun wirklich oft genug gelesen. Deutlich sichtbar war seitdem nie wirklich was. Und ehrlich, solange ein jahrelanger Hetzer und Brandstifter als Belohnung immer noch zu Pressekonferenzen ” darf” kann ich das Präsidium nicht ernst nehmen, egal was im Hintergrund so laufen möge.
Oder findest du so eine Unterstellung normal?
“miauvor einer Stunde
würde mich mal interessieren, wieviel die Leute vom VR die gegen jeden fortschritt bzw. Erfolg des TSV 1860 München arbeiten und sich einsetzen von den umliegenden Gastronomen kassieren.
Nein, definitiv nicht. Es ist immer auch die Frage, wie lange so etwas online zu finden ist. Da gibt es ja bestimmte Zeitvorgaben, bis wann Löschungen erfolgen müssen. Man kann ja nicht bei jedem Kommentar innerhalb von Minuten handeln.
Das ist ja noch harmlos und auch nicht unbedingt neu. Ich staune immer wieder, wie im Prinzip ca fünfzig offensichtlich ältere Herren dort beinahe täglich ihren immer gleichen Stuss wiederkäuen
Lustig finde ich die Diskussion von zwei Dullys unter dem Geschreibsel heute, die sich nicht einigen können, ob die Redaktion hier jetzt links oder rechtsradikal ist.
Es geht doch nicht drum, ob es eher harmlos ist, denn dann fängt man das zu relativieren, und damit macht man eigentlich schon den ersten Fehler. Es sollte und darf sowas überhaupt nicht dort stehen, weil ein tägliches Verunglimpfen gegen Vereinsvertreter einfach grundsätzlich nicht tolerierbar ist.
Auch sowas hat inhaltlich dort nichts zu suchen:
“AnSo1860vor einem Tag
Das ewige Gequake von der Unruhe: Unsere längst gescheiterten Vereinsfunktionäre um PRO1860 und den Mini-Blogs mit ihrem “Konsolidierungskurs” zur angeblichen Bewahrung der Tradition in der Ruinen-Kultstätte klagen immer dreist, wenn sie kritisiert werden. Dabei halten sie sich nur noch im Stil des Politbüros der SED mit kleinen, pöbelnden und manipulierten Mehrheiten auf einer MV und mit vertraglich zugesicherten Millionen-Zuschüssen des Investors zum Profifußball über Wasser. Selbst den e.V. haben sie nun bald ruiniert. Und dazu müssen Wahlen (zum Präsidium) und Abstimmungen höchst undemokratisch bleiben. Und Kritiker mit z.T. üblen Methoden eliminiert werden. Um abseits jeglicher positiver Weiterentwicklung in einer Stadionruine verweilen zu können. Und weil das so grausig ist, haben sich über 20.000 Mitglieder vom aktuellen Vereinsgeschehen beim ehemaligen Deutschen Meister TSV 1860 München längst abgewendet. Die sich jedoch mit einem zeitgemäßen Kurs wieder aktivieren lassen würden. Doch der wird auch mit dem neuen vom Verwaltungsrat bestimmten Präsidium natürlich nicht stattfinden. Vielmehr sollen die Mitglieder nach dem erbärmlich gescheiterten “Investorendeal” erneut mit einer Fata Morgana ruhig gestellt werden: Dem selbstfinanzierten(!) Umbau des GWS für 25 TZ(!) …
“eddie1860vor 52 Minuten
Man muss es ja eigentlich gar nicht erklären, warum kein neuer Spieler mit in die Türkei reist.
1. Null komma Null Kohle vorhanden. Sonst wäre doch schon neues Personal für die Führungsriege eingestellt worden. MANGelhaft ist vermutlich ein guter Lautsprecher aber ein schlechter Rechner.
Gehälter weiter bezahlen für Glöckner, fürn Lehrer, Abfindung fürn Planeten-UE (bekommt der Grieche auch noch Geld bis 06/2025 ???).
2. Gibt es in der Führerlosriege und im Vernichtungsrat keine einzige Person, die aufsteigen möchte.”
“Löwevor 3 Stunden
fürimmerlöwe
Den VR mit dem Rechtsverdreher nicht vergessen! Gehören zu den Hauptverursachern bzgl. Planeten-UE!”
“Max Breuer Frankenlöwe vor einem Tag
Wer nicht im Sinne der Sekte spricht wird rigoros entfernt. So funktioniert der TSV 1860 München e.V.”
Ich habe es ja in meinem ersten Beitrag schon geschrieben, die immer gleichen fünfzig Wutlöwen schreiben Jahr ein Jahr aus den gleichen Dung, ohne das sich irgendwas ändert. Ich kann so Typen wie diesen Anso, der während des Relaunch (😂) behauptet hat, er wäre eigentlich drei Personen nicht für voll nehmen. Ich glaube solange der Falschparker strafrechtlich relevante Sachen zeitgerecht löscht, kann man ihm nicht sanktionieren. Was anderes ist wohl der Anruf bei Mang vor der Verhandlung oder sein widerliches Denunzieren von Nicolai Walch.
Du hast es immer noch nicht verstanden, was das ernste und Grundsätzliche Problem ist. Dass so was überhaupt seit 8 !!!! Jahren läuft ist schon ein Riesenfehler und ein Offenbarungseid für den TSV 1860 als Ganzes auch in der Öffentlichkeit.
Überall gibt es Kampagnen gegen Hass und Hetze im Netz, nur bei uns geschieht nichts, völlig wurscht, ob es 10, 50 oder 80 User sind, sowas relativiert man nicht, wenn man es doch macht hat man das Problem nicht verstanden.
Warum darf er immer noch zu Pressekonferenzen? warum darf er stundenlang ans Trainingsgelände? warum wird die Anwesenheit beim Trainingslager geduldet? In anderen Vereinen gäbe es das mit tausend prozentiger Sicherheit nicht, schon gar nicht über einen so langen Zeitraum.
Nochmal, bei den Zitaten die du bringst, kann ich nichts Strafbares entdecken. Das ist polemischer Mist und großteils einfach falsch, aber sicher nicht justiziabel. In einem Verein mit 27000 Mitgliedern muss man abweichende Meinungen auch mal ertragen, das ist so in einer Demokratie. Natürlich bin ich dafür Griss zu sanktionieren, aber das scheint nicht so einfach umzusetzen zu sein. Was deine Argumentation bzgl Trainingslager betrifft. Niemand kann ihm verbieten sich ein Flugticket nach Belek zu kaufen und sich im gleichen Hotel einzumieten. Der Vergleich mit anderen Vereinen hinkt, weil mir kein Verein einfällt, der sich mit so einer Figur herumplagen muss. Verstehe mich nicht falsch, ich wäre auch froh, wenn er sich ein anderes Betätigungsfeld suchen müsste, aber ihn zum Märtyrer machen und dann eventuell juristisch den Kürzeren zu ziehen, wäre noch viel schlechter.
Die Schande der Löwen – Hetzkampagne gegen Präsident Reisinger | OneFootball
“Mit unfassbaren Folgen. Morddrohungen, Angriffe gegen seine Familie und der Aufruf mit einem Mob in Reisingers Wohnort aufzutauchen, sind die Folgen der täglichen Berichterstattung rund um den Präsidenten. Immer und immer wieder werden strafrechtlich relevante und moralisch absolut fragwürdige Kommentare geschrieben. Die Pest der modernen Kommunikationskultur. Die Löwen werden Tag für Tag durch das sprichwörtliche Dorf getrieben, allen voran ihr Präsident. Reisinger gab bei der letzten Mitgliederversammlung im Zenith sogar zu, dass ihm dies mittlerweile privat und beruflich Probleme bereite. Das ist nicht nur für Präsident Reisinger schädlich, sondern für den ganzen TSV 1860 München.”
Findest du das echt normal?
“
Ich glaube, jetzt lassen wir es einfach mal gut sein. Ich habe nirgends geschrieben, dass ich sowas normal finde, oder toleriere! Auf aneinander vorbei diskutieren habe ich keinen
Bock. Ich genieße lieber das schöne Wetter.
Schönes Wochenende noch
Verstehe ich völlig. Ich glaube, dass das aktuelle Präsidium den Worten auch Taten folgen lässt.
Ich habe dem vorherigen Präsident kein Wort geglaubt. Beim aktuellen bin ich noch optimistisch
Schon traurig wenn man sich im neuen ( hoffentlich sehr erfolgreichen) Jahr 2026 schon wieder ärgern muss, wenn es um aller Fussball-Leidenschaft 1860 geht. 10 % Anwesenheitsquote auf der MV 2024 war schon einzigartig viel und der Wahlausgang demokratisch eindeutig.
Somit bleibt wohl aus Vernunftgründen nur die Trennung vom bisherigen Hauptsponsor und es wird auch gewiss wieder ein Partner gefunden, der mit der Marke Sechzig in München und darüber hinaus werben möchte…denn es gab nie zuvor 27 000+ treue Vereinsmitglieder als Basis und daher bleiben wir ruhig und warten der Dinge in Sachen neuer Hauptsponsor sowie weitere neue Investoren an der Seite von München s grosser Liebe.
Herrn Gräfer wird man danach nicht mehr so arg oft im Stadion sehen, wetten.
… es wird ihn auch kaum jemand vermissen.
Es ist wirklich nicht zu fassen.
Ist mal nichts vom Hasan zu hören, haut der Gräfer was raus.
Ein Sponsor hat im Verein kein Mitsprache Recht, wenn er nicht gefragt wird. Punkt!
Diese Einmischung in den Verein ist unerträglich.
Trotz allem, ein gutes neues Jahr für alle Löwen. 🥂🍀
Die “schweigende Mehrheit” ist ein populistisches Konstrukt von Menschen, die sich nicht damit abfinden wollen, dass sie einer Minderheitsmeinung anhängen.
Es wird Zeit dass wieder Fußball gespielt wird.
Gesundes Neues 🍾
Der hat wirklich so unglaublich viel Kredit verspielt als er sich da neben Ismaik gesetzt hat und seine abstrusen Äußerungen abgenickt hat.
Zum Thema hybride Veranstaltung: Gab es da nicht mal das Gerücht, dass viele Mitarbeiter der Bayerischen auch Mitglieder wurden? erhofft er sich dadurch Kontrolle über den Verein?
Klasse Formulierung: “…der wohl erfolgloseste Influencer im Löwenkosmos…”
Bzgl Einmischung:
In Raise and Fall sagte einer sinngemäß:
Die meisten, die bei 60 was zu sagen hatten, waren eher Fans von sich selbst als vom Verein.
Als im Sommer 2024 gut zehn Prozent der Mitglieder auf der MV anwesend waren, gab es eine krachende Niederlage für Herrn Gräfer, auch wenn er als best of the Rest, versuchte das Ergebnis umzudeuten.
Am Ende bleibt auch diesmal nur ein Sturm im Wasserglas, aus Umfragen, Petitionen und hunderten Kommentaren von ein paar Wutlöwen beim Falschparker.
Prost Neujahr allerseits