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Sechzig um Sieben: Niederlage bei Dynamo +++ Training +++ Penta1860

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Ohne Punkte kehrten die Löwen gestern aus Dresden heim, was zwar einerseits verdient, andererseits jedoch auch absolut unnötig war, da Dynamo nun wirklich (noch) nicht als die Übermannschaft auftrat, die man vor der Saison erwartet hatte. Wie dem auch sei: Der TSV 1860 steht nachwievor auf dem 2. Tabellenplatz und übertrifft damit sämtliche Erwartungen. Wie eng es in der 3. Liga zugeht, erkannt man jedoch nicht zuletzt daran, dass unser nächster Gegner, der KFC Uerdingen, als Tabellenneunter nur drei Zähler hinter uns liegt und am Samstag somit theoretisch zu den Löwen aufschließen könnte.

Training am Montag Vormittag

Damit es dazu nicht kommt, wird Michael Köllner die Seinen während der bevorstehenden Woche ordentlich auf den Gegner vorbereiten. Das erste Training auf dem Weg zum nächsten Heimdreier steht bereits heute Vormittag auf dem Programm.

Nicht dabei sein wird Martin Pusic; wie wir bereits gestern im Live-Ticker aus Dresden berichteten, brach sich der Österreicher im Abschlusstraining die Mittelhand, wird noch heute operiert und somit vermutlich rund zwei Wochen ausfallen.

Aufstieg für Penta1860

Während es am Wochenende auf dem grünen Rasen (oder dem, was im Rudolf-Harbig-Stadion davon noch übrig war) für unsere Fußballer kein Erfolgserlebnis gab, feierte Penta1860, die eSports-Abteilung des Vereins den Aufstieg in die Pro Division (vergleichbar mit der 1. Bundesliga). Die Jungs von der Konsole setzten sich in einer hart umkämpften Partie gegen Flayn eSports durch und dürfen sich in Zukunft mit den Besten messen. Herzlichen Glückwunsch!

Rückkehr mit leeren Händen: Erste Auswärtsniederlage in Dresden

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Die Löwen müssen sich mit leeren Händen auf den Heimweg aus der Elbmetropole machen. Gegen keineswegs überlegene Dresdener setzte es eine etwas unnötige 1:2-Niederlage. Damit kassiert Sechzig die erste Auswärtsniederlage der laufenden Saison.

Kaum Strafraumszenen in Halbzeit eins

In der ersten Halbzeit spielte sich das Spiel hauptsächlich zwischen beiden Strafräumen ab. Beide Teams griffen etwa ab der Mittellinie die Gegner an. Damit setzten beiden Teams den gegenerischen Spielaufbau so gut unter Druck, dass sich kaum ansehnliche Kombinationen entwickeln konnten

Die Löwen legten in der 27. Minute durch einen sehenswerten Fernschuss von Steinhart mit rechts (!) aus ca. 20 Metern das 0:1 vor; vorausgegangen war ein unpräzisierer Klärungsversuch von Mai.

Leider hielt die Führung nicht lange, denn nur fünf Minuten später zog Ex-Löwe Stark vom linken Flügel in die Mitte. Dabei wurde er von Wein, Neudecker und Dressel nicht entscheidend attackiert und markierte unbedrängt per Fernschuss aus etwa 18 Metern den Ausgleich. Das Tor weckte die bis dahin harmlosen Dresdner und bis zur Pause kam Mai noch zu zwei Chancen. Erst scheiterte er mit einem Fernschuss an Hiller (42. Minute), kurz drauf setzte er einen Kopfball an die Latte. Trotzdem ging es leistungsgerecht mit 1:1 in die Kabinen.

Das verpasste 1:2

Kurz nach der Pause hatte Mölders die erneute Führung für die Blauen auf dem Fuß. Nach einem hohen Ball von Tallig in den Strafraum, kam er aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch Broll konnte mit einem Reflex auf der Linie parieren. Es sollte die letzte Chance für die Löwen sein.

Rückstand durch Zufallstreffer

Das Spiel blieb weiterhin zerfahren und es gab kaum schön vorgetragene Angriffe auf beiden Seiten zu sehen. Die Entscheidung fiel dann in der 70. Minute nach einer Ecke. Mölders lenkte diese unglücklich Richtung Pfosten. Königsdörffer musste den Ball zur Führung für Dynamo nur noch ins Tor drücken. Ein ziemlicher Glückstreffer…

Kein Aufbäumen in der Schlussphase

Danach gelang es den Löwen nicht mehr, Druck auf das Tor der Sachsen zu entwickeln, gGeschweige denn Chancen zu erarbeiten. So blieb es beim 2:1. Die Löwen mussten sich gegen weitgehend ungefährliche und wenig strukturiert spielende Dresdner zum ersten Mal in dieser Saison auswärts geschlagen geben. Da wäre mehr drin gewesen. Aber letztendlich brachte Sechzig auch nicht das Kombiniationsspiel der letzten Auftritte auf den Rasen und vermochte es erneut nicht, einen Rückstand aufzuholen. Insgesamt eine unnötige, aber nicht unverdiente Niederlage. Mund abwischen und gegen Uerdingen wieder gewinnen!

Live-Ticker: SG Dynamo Dresden – TSV 1860 München, 10. Spieltag 2020/21, 15.11.2020, Live aus dem Stadion

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Servus Löwenfans!

Heute Nachmittag (14 Uhr) steht für unsere Löwen das schwere Auswärtsspiel bei der SG Dynamo Dresden auf dem Programm. Wir berichten für Euch live aus dem Rudolf-Harbig-Stadion.

Wie gewohnt hat unser Experte Bernd Winninger den Gegner bis ins letzte Detail analysiert und wir präsentieren Euch unsere Ergebnisse in unserer Taktiktafel.

Den Vorbericht zum Spiel findet Ihr seit heute Morgen auf unserer Homepage und ab dem frühen Nachmittag gibt’s dann alles live aus dem Stadion.

Aufstellung:

1 Hiller – 17 Wein, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 13 Erdmann (85. 21 Djayo), 14 Dressel, 31 Neudecker (72. 11 Greilinger), 8 Tallig – 7 Lex, 9 Mölders (C)

Bank:

40 Kretzschmar, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 33 Klassen

Tore:

0:1 Steinhart (27.)
1:1 Stark (32.)
2:1 Königsdörffer (70.)

Sechzig um Sieben: Dynamo Dresden – TSV 1860 München

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Premierentag: Zum ersten Mal in dieser Saison treten die Löwen an einem Sonntag an. Und ebenfalls zum ersten Mal treffen sie in der 3. Liga auf Dynamo Dresden. Freilich empfing 1860 diesen Gegner schon einmal als Bayern- also ebenfalls Drittligist, nämlich im August 1992 zu einem DFB-Pokal-Duell der ersten Runde. Die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt allerdings stolzer Bundesligist und konnten sich – nach großem Kampf der Löwen – letztlich standesgemäß mit 2:1 durchsetzen. 14.000 Zuschauer wohnten diesem allerersten Spiel zwischen 1860 und Dynamo Dresden an einem Dienstag Abend im August vor 28 Jahren im Sechzgerstadion bei. Verdammt lang her…

Gut zwei Jahre später traf man sich dann in der Bundesliga wieder. Für den TSV 1860 begann 1994 das zehnjährige Gastspiel, für Dresden war 94/95 die Abschiedssaison aus dem Oberhaus – nach vier Jahren Zugehörigkeit. Die Duelle der beiden Abstiegskandidaten endeten im alten Rudolf-Harbig-Stadion am 30. September mit 1:1 und am 1. April 1995 in Giesing mit 3:1 für unser Team – Dresden stieg ein paar Wochen später als Tabellenletzter ab.

Erst im neuen Jahrtausend, am 1. November 2004 traf man sich dann das nächste Mal in München – allerdings nicht im Sechzger- sondern im Olympiastadion: Nach dem Abstieg aus der Bundesliga hatte 1860 zwar sinnvollerweise die überdimensionierte Schüssel am Oberwiesenfeld verlassen, allerdings fanden sechs der 17 Heimspiele damals – offiziell aus Sicherheitsgründen – doch noch im Olympiastadion statt. Und der Kick gegen Dynamo – mit seinem berüchtigten Anhang – gehörte dazu. Mit 2:0 im Oly und einem 4:0-Sieg in Sachsens Hauptstadt im Rückspiel behielten die Löwen in dieser Saison zweimal deutlich die Oberhand, was aber bekanntermaßen dennoch nicht zur direkten Rückkehr in die Bundesliga reichte. In der Folgespielzeit 2005/06 sollte dann die „goldene Ära“ in der Allianz Arena beginnen. Der Kaiserpalast war am 9. September 2005, als Dresden dort zum ersten Mal auflief, immerhin mit 66.000 Zuschauern ausverkauft – 1860 unterlag jedoch mit 1:2. Auch das Gastspiel in Sachsen verlor 1860 Anfangs Februar mit 0:2. Am Ende dieser Saison stieg aber Dynamo – übrigens mit einem gewissen Peter Pacult auf der Trainerbank – in die damals zweistaffelige Regionalliga ab, Sechzig rettete sich in der 2. Bundesliga mit einem 13. Rang.

Im Sommer 2008 konnten sich die Dresdner als Tabellenachter der besagten Regionalliga Nord für die neu gegründete 3. Liga qualifizieren und erzielten – Achtung: unnützes Fachwissen – auch den allerersten Treffer in dieser Liga. Seitdem kehrte die SGD immerhin zweimal in die 2. Liga zurück – und stieg zweimal wieder ab, zuletzt diesen Sommer.

Entsprechend folgte ab 2011 noch das eine oder andere Duell der heutigen Opponenten in der 2. Liga, bei denen sich 1860 zumeist mit wenig Ruhm bekleckerte und den zahlreichen Dresdner Anhängern auch in der Fröttmaninger Einöde angenehme Stunden bescherte. Von fünf Aufeinandertreffen dort gewann 1860 tatsächlich nur ein einziges. Aber ausgerechnet in der Katastrophensaison 2016/17, die letztlich bekanntermaßen mit dem Abstieg und der „4“ endete, fuhren die Löwen sogar wieder einmal zwei Siege gegen Dynamo ein.

Summa summarum kommt es heute zum immerhin 16. Duell zwischen dem TSV 1860 und Dynamo Dresden und die Bilanz ist absolut ausgeglichen: Jeweils sechs Siegen und sechs Niederlagen stehen drei Unentschieden gegenüber.

Dynamo Dresden ist als der Topfavorit auf den Aufstieg in die 2. Liga in diese Saison gestartet, wie auch unser Trainer Michael Köllner am Freitag ganz aktuell nochmal deutlich unterstrich. 14 Trainer der Liga erwarteten schon vor der Saison ein nur ein Jahr währendes Gastspiel der Sachsen. Dass es nicht ganz so einfach wird, wie die Konkurrenz zunächst vermutete, zeigte sich in den ersten Wochen der Saison aber relativ schnell: Einem Sieg auf dem Betzenberg im Saisoneröffnungsspiel (eine Woche zuvor hatte man auch noch den HSV mit 4:1 aus dem DFB-Pokal entfernt) folgten durchwachsene Leistungen, zuletzt drei Pleiten aus vier Spielen. Insofern stehen die Gastgeber heute Nachmittag schon ein wenig unter Zugzwang, ihrer Favoritenrolle in der 3. Liga gerecht zu werden. Vielleicht nicht die unangenehmste Situation für unsere Löwen.

Neben dem direkten Traditionsduell auf dem Rasen geht es dann auch darum, den Abstand auf Tabellenführer Saarbrücken nicht zu groß werden zu lassen. Die Saarländer haben nach ihrem Sieg in Köln am Freitag Abend nun schon fünf Punkte mehr auf der Habenseite, als die Verfolger Sechzig und FC Ingolstadt (der ja am Samstag in Mannheim mit 1:4 unter die Räder kam). Da heißt es für uns Löwen: Dran bleiben! Ob dies gelingt, könnt Ihr ab kurz vor zwei bei uns im Liveticker verfolgen. Wir sind – natürlich auch wieder mit der Kamera – vor Ort und halten Euch auf dem Laufenden. Besonders wichtig für alle Nicht-MAGENTA-Kunden, da der BR das Spiel heute nicht überträgt.

20 Tore am Samstag Nachmittag: Die heutigen Spiele der 3. Liga

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Die einzige Fußballliga Deutschlands, die an diesem Wochenende gegen den Ball tritt, fabrizierte am Samstag Nachmittag in sechs Partien immerhin 20 Treffer.

Nachdem der Tabellenführer 1. FC Saarbrücken am Freitag Abend schon seinen Spitzenplatz mit einem 2:0 bei Viktoria Köln für mindestens eine weitere Woche gesichert hatte, war es nun an den Verfolgern aus Ingolstadt und Rostock, an den Saarländern dran zu bleiben, was beiden misslang. Zur Freude für uns Löwen: 1860 geht als weiterhin Tabellenzweiter in das morgige Duell mit Dynamo Dresden (zu verfolgen im sechzger.de-Liveticker). Die Schanzer kamen bei Waldhof Mannheim mit 1:4 unter die Räder und die Hanseaten nicht über ein 1:1 in Halle hinaus. Es war übrigens Ex-Löwe Korbinian Vollmann der in der 51. Minute mit einer Kopfball-Bogenlampe den Ausgleich für Hansa besorgte.

Ebenfalls ein ehemaliger Akteur des TSV 1860 – an den allerdings die meisten Löwenfans weniger positive Erinnerungen haben dürften – traf beim Auftritt der SpVgg Unterhaching in Düsseldorf ins Tor. Der Gegner des TSV 1860 am kommenden Wochenende, der KFC Uerdingen schlug die Münchner Vorstädter mit 3:1. Adriano Grimaldi machte in der 90. Minute – zwölf Minuten nach seiner Einwechslung – für die Krefelder den “Deckel drauf”, wie man so schön sagt. Für Haching geht es – nach vier Pleiten in Serie – deutlich in Richtung Tabellenkeller.

Ebenfalls mit 3:1 endete die Partie in Wiesbaden gegen den FSV Zwickau. Der Absteiger aus Hessen ist nach zwei Pleiten damit wieder in der Spur, für die Westsachsen war dies schon die dritte Niederlage in Folge und Joe Enochs Team orientiert sich wohl auch eher wieder nach unten.

Warum Türk Gücü heute Nachmittag mal nicht den zweiten Untermieter auf Giesings Höhen gab und seinen 2:1-Heimsieg gegen den MSV Duisburg im Sechzgerstadion absolvierte, sondern im weiten Rund des Oly, ist dem Verfasser dieser Zeilen leider nicht ganz klar. Sachdienliche Hinweise gerne in den Kommentaren. 🙂 Der andere Untermieter ist übrigens keine Erklärung: Die kleinen Roten hätten den SV Meppen – ohne die Corona-bedingte Absage – sowieso erst morgen begrüßt. Der neue Coach der Zebras, Gino Lettieri, der das Team morgen übernimmt, erfüllte sich übrigens einen Traum vieler Groundhopper und sah seiner zukünftigen Mannschaft am Oberwiesenfeld live zu. Gesehen hat er dabei unter anderem zwei Tore des Ex-Duisburgers Petar Sliskovic, der damit die Torschützenliste der 3. Liga mit acht Treffern anführt.

Auf der Stelle im Tabellenkeller treten nach einem 1:1 Kaiserslautern und Magdeburg. Der 1. FCK wartet damit weiterhin auf den ersten Heimsieg und der 1. FCM auf den ersten Auswärtserfolg. So gesehen war dieses Unentschieden das einzig logische Resultat, oder?

Das Spiel unserer Löwen ist – aufgrund der oben angesprochenen Absage der Roten für morgen – das einzige Sonntagsspiel. Vorerst abschließen werden diesen zehnten Spieltag dann am Montag Abend die beiden Aufsteiger aus Verl und Lübeck im direkten Duell. Für die Westfalen ist dies erst das achte Saisonspiel – mit einem Sieg könnten sie auf 16 Punkte kommen, was durchschnittlich zwei Punkte Ausbeute pro Spiel bedeuten würde und den zweitbesten Wert der Liga darstellt. Den gleichen Durchschnittswert kann übrigens auch der TSV 1860 mit einem Sieg in Dresden erreichen. Wenn das mal nicht Ansporn genug ist…

Die Ergebnisse vom Samstag in der Übersicht:
Waldhof Mannheim – FC Ingolstadt       4:1
Hallescher FC – Hansa Rostock            1:1
KFC Uerdingen – SpVgg Unterhaching  3:1
Wehen Wiesbaden – FSV Zwickau        3:1
Türkgücü – MSV Duisburg            2:1
1. FC K’lautern – 1. FC Magdeburg       1:1

 

TAKTIKTAFEL – Unser nächster Gegner: SG Dynamo Dresden

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel für das Spiel TSV 1860 München gegen SG Dynamo Dresden. Was können wir von der Sportgemeinschaft aus der sächsischen Hauptstadt erwarten?

Die taktische Aufstellung in den bisherigen Partien

Dynamo brachte zu Beginn der bisherigen neun Partien acht mal mit einem 4-2-3-1 eine eher defensiv ausgerichtete Grundaufstellung, auf den Rasen. Allerdings interpretiert die Mannschaft dieses System sehr flexibel was sie einerseits beim Umschaltspiel schwer ausrechenbar macht, jedoch andererseits wegen oft fehlender Abstimmung nach vorn auch fehleranfällig ist, und bei Ballverlust laufintensiv werden kann.

Je nach gegnerischer Ausrichtung gegen den Ball verschiebt die SGD wenn sie in Ballbesitz ist zu einem im Raum etwas lückenhaften 4-3-3 (DM), 4-4-2 Raute oder 4-1-3-2.

Auch die jeweilige Pressinglinie bei Dresden verschiebt sich gegnerabhängig. Dresdens Coach Markus Kauczinski setzt also sehr stark auf das taktische Verständnis seiner Elf, und hat für jeden Gegner ein angepasstes System im Köcher, ohne jedoch die Qualitäten seines eigenen Kaders aus den Augen zu verlieren.

Bisher spielte die, mit sechs verbliebenen Spielern aus dem letztjährigen Kader, sechzehn Neuzugängen von anderen Clubs und vier Aufrückern aus der eigenen U19 bestückte Elf der Sportgemeinschaft mit eher durchwachsenem Erfolg.

Dresden blieb also, wenn man die aktuelle Tabelle betrachtet, hinter dem, was die Allgemeinheit vom Zweitligaabsteiger erwartet hatte, zurück. Vier Siegen stehen vier Niederlagen und ein Unentschieden gegenüber.

Verloren hat Dresden bisher gegen die Zweitvertretung eines Erstligaclubs, sowie gegen Ingolstadt, Zwickau und Saarbrücken. Mit dem SV Waldhof Mannheim teilte man sich Zuhause zwei Punkte. Gewinnen konnte man die Duelle mit Meppen, Lübeck, Magdeburg und Kaiserslautern.

Die SGD in Zahlen

Die bisherigen Durchschnittswerte bei den relevanten Statistiken sehen wie folgt aus: Ballbesitz 55%; Passquote 80%, 41,5% gewonnene Offensivzweikämpfe – ein sehr starker Wert – 58,1% gewonnene Defensivzweikämpfe – ein eher schlechter Wert. Auch bei den defensiven Kopfbällen im Strafraum sieht die bisherige Bilanz der SGD mit 58% gewonnenen Duellen in der Luft nicht wirklich dominant aus.

Die PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) liegt bei 11,37. Obwohl die bevorzugte Seite der Dresdener, Angriffe vorzutragen die Linke ist, konnte man in den bisherigen Spielen durchaus Variabilität hinsichtlich der Positionsangriffe beobachten. Klar ist jedoch, Flügelspiel (41% links / 35% rechts) wird gegenüber dem Spiel durch das Zentrum (24%) bevorzugt.

Die erwartete Aufstellung der Dresdener

Was können wir aus diesen Informationen für das kommende Duell unserer Sechzger mit der SGD schließen?

Generell ist eine Vorhersage, wie eine gegnerische Mannschaft gegen das variable 4-1-4-1, das Trainer Michael Köllner bei Sechzig spielen lässt, bei eigenem Ballbesitz zu erwarten sein wird schwer zu treffen. Das System des Löwencoaches hat, sieht man von individuellen Fehlern ab, fast keine defensiven Schwachpunkte.

Trotzdem will ich eine Prognose wagen. Gehen wir davon aus, dass die Grundaufstellung der Dynamos beim 4-2-3-1 bleibt, und bei Ballgewinn so verschoben werden muss, dass man gegen den TSV 1860 eine Chance hat, mit Ball effektiv in die Box zu kommen, um dort den Abschluss zu suchen. Da kommt für mich von den bisher gezeigten Varianten der SGD nur das 4-1-3-2 in Betracht.

Dabei schiebt, wenn sich Dresden im Angriff befindet, Yannick Stark (#5) ins Zentrum vor und Christoph Daferner (#33) oder Ransford Königsdörffer (#35) bzw. Panagiotis Vlachodimos /#7) rücken als zusätzliche Spitze aus dem Mittelfeld in den Sturm auf. Daferner würde dann eher als hängende Spitze, und Königsdörffer/Vlachodimos als Flügelstürmer in Erscheinung treten.

Aufgrund der dann entstehenden numerischen Ausgeglichenheit, die sich dadurch für die Offensivspieler der SGD ergäbe, könnte Dynamo so individuelle Fehler in der Hintermannschaft der Löwen am wahrscheinlichsten zu ihren Gunsten ausnutzen, ohne selbst zu anfällig für Konter zu werden.

Die Stärken und Schwächen des 4-2-3-1 haben wir in mehreren vorangegangenen Artikeln der Rubrik Taktiktafel schon ausführlich beleuchtet, deshalb gibt es heute wieder nur Stichpunkte zur Orientierung:

Stärken:

  • kompakt im Zentrum und vor der Box gegen den Ball
  • auch gegen Systeme mit mehr als einem Stürmer sicher
  • variabel beim Spielaufbau
  • offensiv schwer ausrechenbar

Schwächen:

  • anfällig und laufintensiv gegen variables Flügelspiel mit Seitenwechsel
  • in der Offensive viel Mittelfeldunterstützung für den Stürmer nötig, um Gefahr zu kreieren

Wie schon gegen unsere Gegner aus dem bobfahrenden Dorf und aus Halle, wird man mit diagonalem Spiel die größten Erfolgsaussichten haben. Angriffe, die nach dem Eindringen in die gegnerische Spielfeldhälfte die defensiven Mittelfeldspieler erst zu starken Verschiebungen in der horizontalen Ebene zwingen und dann zügig auf die schwache Seite des Spielfelds wechseln haben gegen ein 4-2-3-1 die größten Erfolgsaussichten.

Welchen Spielern Kauczinski am Sonntag in der Startelf den Vorzug geben wird, war seinen Aussagen während der Pressekonferenz am Freitag leider nicht zu entnehmen. Stefaniak wird aber offensichtlich eine Pause bekommen. Drei weitere nicht näher genannte Spieler sind wohl Wackelkandidaten.

Begründet hat das Kauczinski mit der inkonstanten Leistung aufgrund des jugendlichen Alters bei einigen Spielern. Jonathan Meier (#19), Paul Will (#28), und Ransford Königsdörffer (#35) könnte es also zusätzlich zu Stefaniak treffen.

Die Schlüsselspieler der SG Dynamo Dresden

Torwart Kevin Broll (#1) behielt in den bisherigen neun Spielen bereits viermal eine weiße Weste, und hat sowohl in der Strafraumbeherrschung als auch im Eins gegen Eins, sowie bei der Reaktionsschnelligkeit bei Schüssen aus der Nahdistanz große Stärken. Bei 1,86 m Größe bringt Broll nur 77 kg Gewicht mit und ist somit für einen Torhüter heutzutage eher schmächtig. Die Genauigkeit bei langen Abschlägen ist verbesserungswürdig.

Innenverteidiger und Kapitän Sebastian Mai (#26) ist formmäßig eine Wundertüte. An einem guten Tag gewinnt er mehr als 75% seiner Zweikämpfe, an schlechten Tagen fällt dieser Wert aber auch gerne mal auf 60% und darunter.

Abwehrtalent Kevin Ehlers (#39) mit einem Marktwert von 1,5 Mio € der teuerste Spieler der dritten Liga wird seinen Gegenspielern in weiß-blau mit Sicherheit alles abverlangen. So ein Prädikat wird seine Kontrahenten aber sicherlich auch dazu anstacheln selbst Höchstleistungen auf den Platz zu bringen.

Ex-Löwe Yannick Stark (#5) kam im Sommer aus Darmstadt an die Elbe. Der Allrounder im defensiven Mittelfeld ist der Dreh- und Angelpunkt im Aufbauspiel der SGD. 73% erfolgreiche Aktionen, eine Passquote von 85%, 68% gewonnene defensiv Duelle, zehn Balleroberungen und Rund fünf abgefangene Pässe im Schnitt pro Spiel sprechen eine deutliche Sprache. Hinzu kommt, dass seine Werte von Spiel zu Spiel besser werden.

Ebenfalls mit Löwengenen behaftet ist Christoph Daferner (#33) – er spielt nominell auf der linken offensiven Mittelfeldseite, ist aber bei vielen Angriffen als hängende Spitze zur Unterstützung Hosiners eher im Zentrum zu finden. Er hat bereits zwei Treffer und zwei Assists auf dem Konto.

Der dritte Ex-Löwe unter den Schlüsselspielern und gefährlichster Dresdner Spieler überhaupt ist zu guter Letzt Mittelstürmer Philipp Hosiner (#14). Vor der Saison aus Chemnitz zur SGD gekommen hat der Österreicher, der von 2006 bis 2009 für die Löwen in der U19 und der 2. Mannschaft auflief, nach Anlaufschwierigkeiten den Stammplatz als Mittelstürmer nun sicher.

Er beweist mit drei Treffern in den letzten fünf Spielen seine Gefährlichkeit sehr deutlich. Gegen den TSV 1860 war Hosiner als er letzte Saison mit Chemnitz zum Duell im Sechzgerstadion antrat bereits mit einer Vorlage und einem Treffer erfolgreich. Das heißt allerhöchste Vorsicht ist geboten.

Abwehrfehler werden von ihm gnadenlos bestraft. Seine Klasse als Stürmer stellte er unter anderem schon den ersten Ligen in Deutschland, Österreich und Frankreich unter Beweis. 60 Treffer in 141 Erstligaspielen hat er auf dem Konto.

Mein Fazit

Aufgrund der Erflogsquote der Löwen gegen Mannschaften, die defensiv ein 4-2-3-1 praktizieren, könnte man leichtfertig von einer gmahden Wiesn sprechen. Das wird aber der mit exzellenten Einzelspielern, die vor der Saison zu einer Mannschaft neu zusammengewürfelt wurden, gespickten SG Dynamo Dresden Elf nicht gerecht.

Die Löwen werden höllisch aufpassen müssen, dass die spielstarken und technisch versierten Offensivspieler der Dresdener sie nicht gehörig durcheinanderwirbeln.

Aus einer soliden Defensive heraus klug zu spielen, das Tempo zu variieren und den Ball nicht leichtfertig abzugeben wird gepaart mit diagonalem Spiel bei den Positionsangriffen für die Sechzger der Schlüssel zum Erfolg sein. Wenn dann in den richtigen Situationen auch noch die Konter sitzen ist mir vor Sonntag nicht bange.

Dresden spielt Zuhause, steht von der Tabellensituation nicht da wo es hinwill, und muss versuchen das Spiel zu machen. Das kommt dem Spiel der Löwen zu Gute. Michael Köllner wird die Mannschaft wie bisher immer taktisch gut einstellen. Ich bin gespannt wie sich unsere Löwen in diesem sicherlich interessanten Duell schlagen werden.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Erwartete Aufstellung der SGD:

Sechzig um Sieben: Fokus auf Dresden + Der 10.Spieltag + TAKTIKTAFEL

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Guten Morgen, Löwenfans! Wochenende – Fußballzeit! Da an diesem Samstag allerdings kein Spiel ansteht, gibt es für euch kurz und prägnant die wichtigsten Informationen.

Berichterstattung zum Spiel gegen Dynamo Dresden
Gestern gab es bei uns den Auftakt zur Berichterstattung rund um unser Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden. Sowohl in der Löwenrunde als auch in der Pressekonferenz von Dynamo Dresden war sechzger.de anwesend. Außerdem haben wir erneut von einigen Experten Tipps eingesammelt.

Der 10.Spieltag der 3.Liga
Dieses Wochenende ist die dritte Liga die einzige in Deutschland, in der Fußball gespielt wird. Grund dafür ist die immens wichtige Nations League, in der “Die Mannschaft” bisher eher schlecht als recht abschneiden konnte. Am Freitagabend wurde der 10.Spieltag eröffnet. Saarbrücken konnte mit einem 2:0-Auswärtssieg bei Viktoria Köln die Tabellenführung festigen, aktuell liegen sie fünf Punkte vor dem Tabellenzweiten Sechzig München.

Heute stehen die folgenden Partien an:

Wiesbaden – Zwickau
Kaiserslautern – Magdeburg
Uerdingen – Bobfahrer
Halle – Rostock
Untermieter II – Duisburg
Mannheim – Ingolstadt

Das ist los an der Grünwalder Straße
Für unsere Mannschaft steht am Vormittag das Abschlusstraining an, bevor es dann am frühen Mittag mit dem Bus in Richtung Dresden geht.

TAKTIKTAFEL
Es ist der Tag vor einem Löwenspiel. Ganz klar, was da kommen muss: Gegen Mittag könnt ihr euch wieder in die taktischen Analysen von Bernd Winninger einlesen. Zu unserer großen Freude konnten wir gestern erfahren, dass auch Coach Michi Köllner die TAKTIKTAFEL verfolgt. Das ehrt uns natürlich sehr, vielleicht können wir ja sogar den ein oder anderen Spieler auf der heutigen Busfahrt unterhalten.

Die PK aus Dresden: Dynamo mit Respekt vor der Löwenoffensive

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Auch in Dresden stellten sich Cheftrainer Michael Kauczinski und Ex-Löwe Christoph Daferner rund 45 Minuten den Fragen der nicht anwesenden Journalisten vor dem ersten Heimspiel ganz ohne Zuschauer.

Zu Beginn wurde die erfreuliche Nachricht verkündet, dass bei der Testreihe am Dienstag lediglich negative Testergebnisse erhalten wurden. Heute stand die nächste Kontrolle an, die Befunde werden für morgen Vormittag erwartet.

Unter der Woche wurde erste Kritik am Spielsystem von Trainer Kauczinski laut. Dieses würde nicht auf die vorhandenen Spieler abgestimmt sein. Auf Nachfrage von sechzger.de erklärte der Chefcoach hierzu, dass ihn diese Kritik nicht verwundert. Nach Niederlagen geht “der Daumen runter”, bei Siegen wird gefeiert. Dennoch räumte der Trainer ein, dass einzelne Spieler es noch nicht schaffen, an ihr Leistungsmaximum zu kommen. Gerade die Jugendspieler benötigen hier noch etwas Zeit. Diese individuellen Schwachstellen, die zurzeit noch nicht zu kompensieren sind, wären auch der Grund für die Niederlage in Saarbrücken gewesen. Daher wird es  im Vergleich zum vergangenen Wochenende einige “Veränderungen geben”. Eine Systemumstellung kommt für den Trainer allerdings nicht in Frage, man möchte weiterhin seinen Spielplan durchziehen und sich nicht zu sehr vom Gegner beeinflussen lassen. Die Mannschaft müsse mehr für die Offensive tun und weniger den Ball hinten rum verschieben.
Kauczinski lobte das Team von Michi Köllner als gut eingespielt und sehr offensivstark. Auch Daferner bezeichnete 1860 als Spitzenmannschaft, welche zurzeit vor allem aufgrund ihrer Routine und Konstanz überzeugt. Interessanterweise wurden im Bezug auf die Torabschlussqualitäten immer wieder die Namen Mölders und Lex genannt, um Dressel als besten Torschützen ging es heute nicht.

Christoph Daferner, von 2014 – 2017 Spieler bei den Löwen, wuchs in Pöttmes, Ortsteil Immendorf (120 Einwohner, Landkreis Aichach-Friedberg) auf. Mit 16 Jahren ging es für ihn vom Land in die Großstadt, in der er sein Fachabitur erwarb und wichtige Werte wie Bodenständigkeit für die weitere Karriere mitnahm. Insgesamt blickt er auf eine schöne Zeit in Giesing zurück, bei der Frage nach seinem Lieblingstier antwortete er standesgemäß mit “Löwe”. Seit dem Sommer ist er bei Dynamo Dresden unter Vertrag.
“Natürlich verspüre ich Vorfreude auf Sonntag” erklärte er auf Nachfrage von sechzger.de. Viele Bekannte in seinem Freundeskreis und sein Bruder halten es mit den Löwen. Er betonte aber auch, dass es ihm wichtiger ist, mit seinem aktuellen Team wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden. Zu seinen früheren Teamkameraden von Sechzig hat Daferner zum Teil noch Kontakt, ein Großteil ist mittlerweile aber ebenfalls bei einem anderen Verein untergekommen. Insgesamt bekam man den Eindruck, dass ihn das Interesse an seiner Person fast ein wenig zu viel war; er lenkte den Fokus immer wieder auf die sportlichen Ziele mit der Mannschaft.

Selbstverständlich wurde auch kurz auf das Interview von Dennis Erdmann eingegangen. Grundtenor von Trainer und Spieler war hierzu, dass sie starke Persönlichkeiten mit ehrlichen Worten im heutigen Fußball-Business durchaus zu schätzen wissen.

Insgesamt kristallisierten sich vor allem zwei Dinge heraus:

  1. Man hat in Dresden gehörigen Respekt vor der Offensive der Löwen. Zum jetzigen Zeitpunkt haben die Jungs um Mölders & Co. doppelt so viele Tore wie Dresden erzielt. Nicht zu unterschätzen ist allerdings auch, dass wir der stärksten Abwehr gegenüber stehen werden. Uns erwartet also mit Sicherheit ein interessantes Spiel.
  2. Dresden spielt bisher hinter den eigenen Erwartungen, das merkte man auch anhand der Anzahl an Fragen, die zum Spielsystem gestellt wurden. Die neuformierte Mannschaft, die auf dem Papier vermutlich die stärkste Mannschaft der Liga ist, braucht noch etwas Zeit, um zusammen zu finden. Gerade in der Offensive klappt noch vieles nicht wie gewünscht. Wir hoffen, dass der berühmte Knoten nicht bereits am Sonntag platzt.

 

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Quelle vom Titelbild

PK aktuell: Willsch nicht im Kader +++ Köllner verteidigt Erdmann +++ Dresden für Köllner weiter Topfavorit auf den Aufstieg

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Die Dauer einer Halbzeit nahmen sich Michael Köllner und Günter Gorenzel am Freitag kurz vor Mittag in der LÖWENRUNDE Zeit für die Medienvertreter vor dem Spiel in Dresden am Sonntag. Es gab einiges zu besprechen, das Meiste naturgemäß mit dem Löwendompteur.

Die morgige Busreise nach Sachsen wird – dies die wichtigste personelle Information – ohne Marius Willsch angetreten, der wegen muskulärer Probleme in dieser Woche nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte und insofern auch nicht im Kader steht. Allerdings rechnet Köllner damit, dass der gebürtige Passauer zum Heimspiel gegen den KFC Uerdingen am 21. November wieder am Start ist. Die Frage von sechzger.de, ob Daniel Wein auf der Position des Rechtsverteidigers dauerhaft eine Alternative sein könnte, wies Köllner – mit einem scherzhaften Verweis auf Willschs seelische Gesundheit – deutlich zurück: “Wenn ich das jetzt bejahe, wird Marius zu Hause auf der Couch einen Herzinfarkt kriegen.” Aber natürlich ist Köllner froh, mit Wein einen sehr variablen Akteur im Team zu haben, der die Gabe hat, sich extrem schnell auf neue Situationen einstellen zu können.

Die – unvermeidliche – Frage nach Aussagen von Dennis Erdmann, die eine Boulevardzeitung gestern veröffentlicht hatte, wonach die #13 nach seiner Karriere womöglich eine Karriere in der Politik anstrebe, beantwortete Köllner so, wie man ihn in München im letzten Jahr kennengelernt hat: Er stellte sich – als verantwortungsvoller leitender Angestellter – vor seinen Schützling und brach eine Lanze für die charakterlichen Qualitäten von Erdmann. Das in der Öffentlichkeit gezeichnete Bild des Spielers decke sich in keiner Weise mit seiner persönlichen Wahrnehmung, so Köllner. Erdmann sei ein “reflektierter Junge”, der – was Köllner besonders wichtig ist – Verantwortung für und in der Mannschaft übernehme. Auf der anderen Seite forderte der Coach – durchaus mit einem Augenzwinkern – die übrige Mannschaft auf, dem womöglich angehenden Politiker Dennis Erdmann konkrete Inhalte zu liefern, was darauf hindeutet, dass er mit den konkreten Aussagen zur aktuellen gesellschaftlichen Situation in Deutschland nicht vollständig konform geht. Eine ganz starke Kommunikationsleistung des Löwendompteurs in dieser Sache, die damit wohl erledigt sein dürfte.

Zurück zum Sportlichen, über das Köllner naturgemäß eigentlich viel lieber sprechen will als über die bei den Löwen traditionell lautstarken Nebengeräusche: Der Coach unterstrich, dass Dresden – trotz der drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen – weiterhin der Topfavorit auf den Aufstieg, in diesem Fall die sofortige Rückkehr in die 2. Bundeliga sei. Personell sieht er Dynamo im Vergleich der Drittligakader ganz vorn. Dass es für seine Mannschaft ein Vorteil sein könnte, dass am Sonntag in Sachsen ohne Zuschauer gespielt wird, denkt Köllner übrigens nicht. Unter normalen, Corona-freien Bedingungen hätte er einen “Riesensupport” der Löwenfans erwartet und direkt ins Schwärmen kam er auf dem Podium, als er die mögliche “Invasion von Sechzig auf dem Weg nach Dresden” umschrieb. Die Realität sieht – wie wir alle wissen – leider ganz anders aus.

10. Spieltag: Expertentipps

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Besondere Spiele erfordern besondere Maßnahmen und so bieten wir Euch heute geballte Löwen-Experten-Power bei den Tipps zum 10. Spieltag. Der TSV 1860 muss am Sonntag bei Dynamo Dresden, dem Aufstiegsfavoriten in der 3. Liga, ran. Diesen Vorschusslorbeeren wurden die Sachsen um die Ex-Löwen Philipp Hosiner, Yannick Stark, Christoph Daferner und Patrick Weihrauch bislang nur bedingt gerecht, aktuell belegt die SGD mit 13 Punkten den 8. Platz der Tabelle. Ob das der Grund dafür ist, dass unsere Experten durchgehend so positiv gestimmt sind?

Thomas Ziemer (inzwischen als Spielerberater tätig) sieht die Löwen jedenfalls als 2:1-Sieger am Wochenende und auch Sebastian Maier (VfL Bochum) und Necat Aygün (Technischer Leiter Sport beim KSC) tippen auf dieses Endergebnis und eine Fortsetzung der Auswärtsserie. Ebenfalls einen knappen Auswärtssieg prognostiziert Hendrik Bonmann (Würzburger Kickers), der die Löwen mit 3:2 vorne sieht.

Zwei weitere Ex-Löwen trauen dem TSV 1860 sogar einen Sieg ohne Gegentor im Rudolf-Harbig-Stadion zu: Christian Köppel (FC Augsburg II) tippt, dass wir am Ende mit 1:0 die Nase vorne haben werden und sein früherer Abwehrkollege Eric Weeger (SpVgg Ansbach) hofft sogar auf ein 2:0 für Sechzig. “Damit der Marco auch mal wieder zu Null spielt…”, wie er grinsend hinzufügt.

Bei den ehemaligen Spielern des TSV 1860 herrscht nach dem hohen Sieg vom vergangenen Wochenende also durchaus Euphorie, doch wie sieht es denn außerhalb des Löwenkosmos aus?

Alois Schwartz, der zuletzt als Cheftrainer beim Karlsruher SC tätig war, ist weit weniger optimistisch: Er sieht die Sachsen als Favorit und tippt auf einen 3:1-Heimsieg der Kauczinski-Truppe. Auch Jesper Verlaat (Waldhof Mannheim) sieht eher schwarz für die Löwen und prognostiziert einen 3:2-Sieg von Dynamo über den TSV 1860.

Dann wollen wir mal hoffen, dass die Löwen die beiden Lügen strafen und von ihrer Reise nach Dresden mit Punkten zurückkehren!