Start Blog Seite 1119

Live-Ticker: TSV 1860 München – Hallescher FC, 9. Spieltag 2020/21, 07.11.2020, Live aus dem Stadion

2
Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Der TSV 1860 München empfängt am 09. Spieltag den Halleschen FC im Sechzgerstadion – sechzger.de tickert für euch wieder live auf dem Stadion bzw. startet wie gewohnt hier am Vortag mit der Vorberichterstattung:

TSV 1860 – HFC live im BR Fernsehen

0

[dt_gap height=”10″ /]

Aufgrund der Absage der Partie zwischen Hansa Rostock und Türkgücü München, das der Bayerische Rundfunk ursprünglich live übertragen wollte, hat sich der Sender dazu entschlossen, morgen das Match der Löwen gegen den Halleschen FC live aus dem Grünwalder Stadion zu präsentieren. Auch sechzger.de wird live vor Ort sein und fleißig für Euch tickern!

[dt_gap height=”10″ /]

[dt_gap height=”10″ /]

 

Stadionzeitung gegen den Halleschen FC online verfügbar

0
Geisterspiele: Keine Stadionauslastung auf Giesings Höhen

[dt_gap height=”10″ /]

Bekanntermaßen werden auch morgen keine Zuschauer im Sechzgerstadion anwesend sein, wenn die Löwen den Halleschen FC empfängt. Dennoch hat der TSV 1860 auch diesmal wieder eine Stadionzeitung mit interessanten Themen zusammengestellt, das online einsehbar ist und zum Download bereitsteht.

[dt_gap height=”10″ /]

Die Themen:

[dt_gap height=”10″ /]

Servus – Vorwort von Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer
Sechzge – Alle Löwen-Spieler mit Rückennummern
Die Andern – Hallescher FC: Kein Bock auf eine Chaossaison
Wissenswert – Leader Julian Derstroff – Der Trainer & Kurioses
Teamcheck – Hallescher FC – Zu- und Abgänge
So schaugt‘s aus – Tabellen und Spielschemata
Zahlen & Fakten – Löwen-Statistik
Spielplan – Alle fix terminierten Partien im Überblick
Spielervorstellung – Johann Ngounou Djayo: „Ich war positiv schockiert!“
Poster zum Herausnehmen – Richard Neudecker
Neues aus Giesing – Vertrag für 1860-Talent | Sechzig live
Statistik – Tabellen & Spielplan der U-Teams
U21 – Spektakel in Pullach
1860-Partner – Alle im Überblick
Löwenfreunde – Übersicht
SECHZGER Alm – Business Partner
Alte Liebe rostet nicht – Magische Momente – 1965: Großer Showdown in Zürich
Teamhistorie – Saison 1967/1968

[dt_gap height=”10″ /]

 

9. Spieltag: Expertentipps

0

[dt_gap height=”10″ /]

Am 8. Spieltag lagen Daniel Bierofka (Wacker Innsbruck) und Jonas Niefeld (Hallescher FC), die einen Heimsieg gegen den MSV Duisburg vorhergesagt hatten, leider samt und sonders daneben. Auch zur neuen Spielrunde haben einige Experten ihre Tipps zum der Löwen gegen die Saalestädter aus Halle abgegeben, u.a. Kristian Böhnlein, Aaron Berzel und der ehemalige Kapitän des TSV 1860, Bernhard Trares.

[dt_gap height=”10″ /]

Derr 55-Jährige, der zuletzt als Trainer des SV Waldhof Mannheim tätig war, sieht die Löwen als Favorit; laut seines Tipps kehrt das Team von Michael Köllner auf die Erfolgsspur zurück und behält am Samstag mit 4:2 die Oberhand.

[dt_gap height=”10″ /]

Auch Ex-Löwe Kristian Böhnlein, der unter der Woche mit dem FC Schweinfurt 05 gegen Schalke 04 im DFB-Pokal den Kürzeren zog, ist optimistisch. Er tippt exklusiv auf sechzger.de auf einen 2:1-Sieg der Löwen! Diesem tippt schließt sich ein weiterer ehemaliger Spieler des TSV 1860 an: Aaron Berzel, der nun bei Ligakonkurrent Türkgücü unter Vertrag steht, sieht ebenfalls die Löwen als Sieger und tippt auf einen 2:1-Heimerfolg – auch das exklusiv bei sechzger.de! Berzel selber hat am Wochenende übrigens spielfrei, da die Partie seines Teams in Rostock aufgrund einiger Corona-Fälle bei Hansa abgesagt wurde.

[dt_gap height=”10″ /]

Maxi Wittek, der nach seiner Zeit beim TSV 1860 einige Jahre bei der SpVgg Greuther Fürth unter Vertrag stand und nun für Vitesse Arnheim in der niederländischen Eredivisie verteidigt, sagt exklusiv bei sechzger.de einen Heimsieg voraus: “Wir gewinnen das Ding zuhause souverän 2:0.”
Schön, dass der Ur-Löwe immer noch von “wir” spricht…

[dt_gap height=”10″ /]

Mit seinem VfB Lübeck musste Mirko Boland leidvoll erfahren, wie es ist, gegen die Löwen im Grünwalder Stadion zu verlieren. Für das morgige Match prognostiziert der Mittelfeldspieler der Hansestädter einen 2:0-Sieg des TSV 1860. Nehmen wir gerne!

[dt_gap height=”10″ /]

 

TAKTIKTAFEL – Unser nächster Gegner: Hallescher FC

0
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

[dt_gap height=”10″ /]

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel des TSV 1860 München gegen den Halleschen FC. Mit bereits zwei verlegten Spielen aufgrund von CoViD-19 Infektionen beim jeweiligen Gegner (u.a. Unterhaching am vergangenen Wochenende), hat der HFC wie unser Gegner aus der Vorwoche noch Nachholspiele zu bestreiten. Ob diese einwöchige Spielpause für die Hallenser hinderlich oder hilfreich war, wird sich am Samstag ab 14:00 Uhr zeigen

 

Was können wir in diesem Spiel vom HFC erwarten?

Bisher stehen für Halle neun Punkte aus sechs Spielen zu Buche, also drei Siege und drei Niederlagen. Die bisher von Halle besiegten Teams gehörten, bis auf den 1.FC Magdeburg, gegen den trotz guter Leistung vom TSV 1860 München nur ein Remis erzielt werden konnte, auch schon zu den Opfern der Löwen. Gegen Saarbrücken, das Halle mit 4:0 aus dem heimischen Ludwigspark schoß und den FSV Zwickau, der gegen den HFC ein 2:0 errang, zeigten die Löwen – mal abgesehen vom Endergebnis gegen die Saarländer – ebenfalls durchaus annehmbare Leistungen.

 

Halles Statistikwerte

Die bisherigen durchschnittlichen Statistikwerte sehen bei Halle folgendermaßenn aus: Ballbesitz 51%, Passquote 80%, Flankengenauigkeit 40%, PPDA (zugelassene Pässe pro defensiv Aktion) 9,58 (guter Wert). 34% aller abgegebenen Schüsse gehen aufs Tor des Gegners, neunmal konnte der Ball bisher im Kasten des Gegners untergebracht werden; allerdings stehen auch drei Nullnummern für den HFC zu Buche. Bereits elfmal mussten die Keeper Kai Eisele (#1) und Sven Müller (#30), der seit zwei Spieltagen der ehemaligen Nummer 1 Eisele offensichtlich den Rang abgelaufen hat, den Ball aus den eigenen Maschen fischen.

 

Wie spielt der Hallesche FC?

Trainer Florian Schnorrenberg (43) schickt seine Elf bevorzugt in einem 4-2-3-1 System auf den Platz. Die Angriffsbemühungen sind bei Halle eher flügellastig: 39% über links, 24% durchs Zentrum und 37% über rechts. Je nachdem, auf welcher Seite beim Gegner Schwächen ausgemacht werden können, wird bei Positionsangriffen genau dort von den Hallensern angesetzt. Dabei werden beim Spiel über die Flügel die Mittelfeldspieler auch tatkräftig von den bisweilen im Hintergrund überlaufenden Außenverteidigern unterstützt. Um im offensiven Mittelfeld durchs Zentrum eine numerische Überzahl zu erzeugen, schiebt situationsabhängig auch einer der beiden Sechser mit nach vorn, woraufhin dann einer der drei offensiveren Mittelfeldspieler eine räumliche Verbindung zu Terrence Boyd (#13) im Sturmzentrum herzustellen versucht.

Schnelle und präzise Konter gehören ebenfalls zum Angriffsarsenal des Halleschen FC. Bereits siebzehnmal konnte das Team um Kapitän Jonas Nietfeld (#33) mit Tempogegenstößen für Gefahr beim Gegner sorgen und dabei immerhin einen Treffer markieren.

Die Stärken und Schwächen des 4-2-3-1 Systems haben wir schon vor dem Spiel gegen die SpVgg Unterhaching unter die Lupe genommen, der Vollständigkeit halber seien sie hier noch einmal stichpunktartig erwähnt-

Stärken:

  • kompakt im Zentrum und vor der Box gegen den Ball
  • auch gegen Systeme mit mehr als einem Stürmer sicher
  • variabel beim Spielaufbau
  • offensiv schwer ausrechenbar

Schwächen:

  • anfällig und laufintensiv gegen variables Flügelspiel mit Seitenwechsel
  • in der Offensive ist viel Mittelfeldunterstützung für den Stürmer nötig um Gefahr zu kreieren

 

Wie kann man gegen Halle zum Erfolg kommen?

Die Erfahrungen aus den bisherigen Spielen des HFC haben gezeigt, dass vor allem robust geführte Offensivzweikämpfe und gewonnene Duelle im Eins gegen Eins, wozu nicht nur Dribblings, sondern auch Laufduelle gehören, zu Situationen geführt haben, in denen es für die Hallenser brenzlig wurde. Wieder einmal dürfte das die schnellen Techniker der Löwen in den Mittelpunkt des Offensivgeschehens rücken. Neudecker, Lex/Pusic, Tallig und die beiden Flügelverteidiger Willsch (bzw. sein Stellvertreter, sollte Willsch verletzungsbedingt passen müssen) und Steinhart müssen dem Spiel ihren Stempel deutlich aufdrücken, um Chancen zu kreieren. Diagonales Spiel von Flügel zu Flügel – ob mit oder ohne Zwischenstationen, ob über lange Bälle oder kurze Kombinationen – sollte der Schlüssel sein, um Räume zu öffnen. Die alte Devise “Ball und Gegner laufen lassen” klingt möglicherweise sehr platt, wird aber in diesem Spiel eines der Mittel für den TSV 1860 München sein, um zum Zug zu kommen.

Problematisch könnte es werden, wenn Trainer Schnorrenberg auf Mauerei und Konterspiel setzt. Auswärts gegen ein spielstarkes Team wie die Löwen wäre das ein absolut legitimes Mittel. Zu anfällig sind die Löwen für schnelle Gegenstöße, sodass man das unbedingt in den möglichen Matchplan des Gegners einkalkulieren muss. In jedem Spiel bisher gab es brandgefährliche Situationen gegen den TSV aus Konterangriffen des Gegners. Und nur dreimal blieben die Löwen in den bisherigen acht Partien ohne Kontergegentor.

Wie könnte man das verhindern? Zur Gänze sind Konter nie verhinderbar. Denkbar wäre jedoch ein geduldiger Spielansatz, bei dem das Tempo so lange verschleppt wird, bis der Gegner weit genug aus der Reserve gelockt wurde. Dann gilt es, das Tempo schlagartig zu erhöhen, um einen Angriff zu starten, der jedoch mit chirurgischer Präszision durchgeführt werden muss, um vom Erfolg gekrönt werden zu können. Aufgrund des vermutlich schnellen Rückzugverhaltens des Gegners, ist die Passgenauigkeit elementar, um Nadelstiche dieses Verteidigungsbollwerk setzen und am Ende Tore erzielen zu können. Falls Halles Defensive die Löwen zum Brechstangeneinsatz zwingen sollte, wird es möglicherweise wieder ein zähes Ringen um die Punkte.

 

Die Schlüsselspieler des Halleschen FC

Mit dem verletzungsbedingten Fehlen der Flügelverteidiger Lucas Boeder (#29) und Niclas Landgraf (#31) wird die komplette Viererkette zur Schlüsselposition. In der Formation, die gegen den TSV 1860 München auf den Platz geschickt werden wird, hat diese Abwehr in einem Pflichtspiel noch nie zusammengespielt.

Marcel Titsch-Rivero (#26) ist der Abräumer auf der Doppelsechs.

Kapitän Jonas Nietfeld (#33) ist als zurückgezogener Spielmacher meist neben Titsch-Rivero zu finden – jedoch mit gänzlich unterschiedlicher Aufgabenstellung, sowohl im Spiel nach vorn als auch defensiv.

Im Mittelfeld sind Julian Guttau (#24) und Julian-Maurice Derstoff (#7) die Spieler, welche am häufigsten für gefährliche Bewegung nach vorne sorgen.

Allen voran ist Terrence Boyd (#13) der wohl wichtigste Spieler für die Hallenser, was die Offensive betrifft. Zwei Tore und zwei Vorlagen hat er bisher verbucht und auch vor Körpereinsatz oder robustem Spiel schreckt der Stürmer sich nicht zurück.

Nicht nur die beiden Verteidiger Landgraf und Boeder sind momentan auf der Verletztenliste zu finden; auch vier weitere Hallenser sind aufgrund diverser Verletzungen nicht einsatzfähig. Den Gelb-Rot gesperrten Antonios Papadopoulos (#8) miteingerechnet, erhöht sich die Anzahl der Akteure, die gegen den TSV 1860 München ausfallen werden, auf sieben Spieler.

 

Was bedeutet das für Samstag?

Der TSV 1860 München wird sich gegen die Saalestädter wahrscheinlich erneut auf einen Gegner einstellen müssen, der das Spiel selbst so wenig wie möglich in die Hand nehmen wird und seine Chance in Fehlern der Sechzger beim Spielaufbau sucht, um dann über schnelle Konter zum Abschluss zu finden. Ob die Löwen gegen Halle ein besseres Rezept als gegen Duisburg, Saarbrücken oder Magdeburg finden werden? Michael Köllner wird seiner Mannschaft die richtige Marschroute an die Hand geben. Ob die Spieler dann in der Lage sein werden, das wie vom Trainer geplant umzusetzen, werden wir sehen. Chancenwucher ohne Abschluß aufs Tor gilt es tunlichst zu vermeiden. Aber das ist ja nichts Neues…

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

 

Die wahrscheinliche Aufstellung des HFC

[dt_gap height=”10″ /]

Sechzig um Sieben: Lockdown-Menü + PK, Taktiktafel und Training + Ama-Derby 2013

0
Löwen Sechzig um Sieben

Guten Morgen, Löwenfans!

Vor uns liegt der Freitag, das heißt für die meisten noch einmal den Tag auf der Arbeit (oder im Homeoffice) überstehen und anschließend ins Wochenende starten. Durch den aktuellen Lockdown gibt es aber auch einige unter uns, bei denen der Freitag ganz unfreiwillig zu einem – im wahrsten Sinne des Wortes – frei(en) Tag geworden ist. Zu diesen zählt beispielsweise der Wirt vom Löwenstüberl. Da es ganz ohne Essen ja doch nicht geht, haben wir ersatzweise für euch etwas vorbereitet:

Das sechzger.de-Lockdown-Menü

Vorspeise: Wild-Carpaccio vom Moserhof mit Grantler Padano

Hauptgericht: Zürcher Gorenzeltes mit Pfeiferlingen und Lorantbeeren

Nachtisch: Milchreisinger mit einem Lex Erdbeermousse

Getränke:
Weinbegleitung: Muskathiller
Bier: Corona

An Guadn! Wenn ihr den Tag so mit einem Lächeln startet, hat unser Chefkoch alles richtig gemacht.

++

Heute steht die Pressekonferenz auf der Tagesordnung, aus der wir euch direkt im Anschluss die wichtigsten Erkenntnisse mitteilen werden. Desweiteren hat sich Bernd Winninger natürlich mit dem kommenden Gegner beschäftigt und den Halleschen FC unter die Lupe genommen: heute Mittag erwartet euch die TAKTIKTAFEL!
MIttags bestreitet die Mannschaft ihre Abschlusseinheit, vorher steht noch eine Corona-Testreihe von Mannschaft und Co. an. Ausnahmsweise hoffen wir mal, dass es in diesem Zusammenhang keine positiven Nachrichten zu vermelden gibt. Diese sind in letzter Zeit ja durchaus keine Seltenheit mehr, wie ihr dem gestrigen Sechzig@18:60 entnehmen könnt. Daran muss man sich auch erst gewöhnen…

++

»Amaderby«, TSV 1860 II – FC Bayern II, 2:1, 06.11.2013

Bildquelle: Anne Wild

Heute vor 7 Jahren hatten unsere Amateure die Zweite der Seitenstraße zu Gast im Sechzgerstadion. Nachdem Rot in Halbzeit 1 die Führung erzielen konnte, konnten die kleinen Löwen durch Treffer von Vocaj (47.) und Ott (68.) das Ruder herumreißen und die drei Punkte in Giesing behalten. Die Aufstellung damals: Netolitzky – Bühler – Steinhart – Aygün – Rech – Geipl – Mvibudulu – Weigl – Vocaj – Ott – Knezevic, Trainer: Torsten Fröhling
Als kleine Choreo wurde damals das Spruchband “Fest in blauer Hand” mit einer Faust präsentiert, die dann dem Gegner in der Westkurve den größten Finger entgegenstreckte. Wer auch mit bewegten Bildern in Erinnerungen schwelgen möchte, wird hier oder hier fündig.

Und nun auf in den Tag, das Wochenende naht!

 

Sechzig@18:60 – aller guten Dinge sind drei!

0

Corona peinigt die ganze Welt, die Republik, die Löwen und den Fußball. Auch in der dritten Liga wurden wieder zwei Spiele abgesagt: Die Partien SV Meppen gegen Waldhof Mannheim und SpVgg Unterhaching gegen den SC Verl hat es diesmal erwischt – aber es gibt am heutigen Tage auch drei gute Nachrichten:

1. Die erste Nachricht ist nahezu unglaublich: Was waren uns vor exakt vor einem Jahr nicht für Weltuntergangsszenarien am Löwen-Kosmos prophezeit worden: Daniel Bierofka warf hin – da schien für viele der Verein rettungslos verloren. Übel nehmen kann man das niemandem, der Mensch im allgemeinen und der Löwen-Fan im ganz besonderen neigt zur Dramatisierung – entweder Hölle oder Himmel, Bayernliga oder Brasilianer, Allianzarena oder 60er-Stadion-Ausbau – dazwischen gibt es halt nichts, in München-Giesing.

Fakt ist, Daniel Bierofka ging – wir wünschen ihm an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich alles Gute – und Michael Köllner kam. Das Fazit nach einem Jahr nach dem Weltuntergang fällt für uns wie folgt aus:

https://sechzger.de/kommentar-das-jahr-eins-nach-daniel-bierofka-beim-tsv-1860/

2. Marco Mannhardt hat bei den Löwen seinen ersten Profivertrag unterschrieben:

https://sechzger.de/marco-mannhardt-unterschreibt-profivertrag/

3. “Die Löwen können doch noch gewinnen” oder “Die Löwen können vor Gericht doch noch gewinnen” wären ganz witzige Schlagzeilen gewesen – aber wir sind ja schließlich ein ernstes Magazin und würden uns aus diesem Grunde so etwas nie trauen.

Fakt ist aber: Die Löwen haben gewonnen – und das vor Gericht:

https://sechzger.de/tsv-1860-siegt-vor-gericht/

TSV 1860 siegt vor Gericht

1

[dt_gap height=”10″ /]

Nicht nur sportlich läufts diese Saison für den TSV 1860, auch vor Gericht konnte nun ein Sieg eingefahren werden. Die Schmerzensgeldklage eines blinden Fans des SV Waldhof Mannheim wurde abgelehnt.

[dt_gap height=”10″ /]

Marco Mannhardt unterschreibt Profivertrag

1
Grünwalder Stadion Saison 2021/22 Faninformationen 1860

Sehr schön: Das nächste Talent bindet sich an die Löwen! Marco Mannhardt hat seinen ersten Profivertrag beim TSV 1860 unterschreiben und bleibt dem Drittligisten somit erhalten. Dabei wurde sein bereits bestehender NLZ-Fördervertrag in einen Vertragsspielervertrag umgewandelt. Wir sind gespannt, wann der 18-Jährige zu seinem ersten Drittliga-Einsatz unter Michael Köllner kommt und drücken ihm für die Zukunft die Daumen.

 

Kommentar: Das Jahr eins nach Daniel Bierofka beim TSV 1860!

0

Blicken wir ein Jahr zurück: Der TSV 1860 hatte gerade 4:2 gegen Viktoria Köln gewonnen und damit am 14. Spieltag die Abstiegsplätze der 3. Liga verlassen. Man stand auf Platz 15 und somit quasi gleichauf mit dem späteren Meister Bayern II (14.) und dem späteren Aufsteiger Würzburger Kickers (13.). Dennoch: Man hatte bereits ein 0:4 bei Waldhof Mannheim und ein 1:5 beim 1.FC Magdeburg erlitten. Die Stimmung an der Grünwalder Straße war im Keller und sowohl sportlich als auch wirtschaftlich sah es zappenduster aus in Giesing.

Die letzte Identifikationsfigur

Mit Daniel Bierofka verabschiedete sich am 05.11.2019 dann auch noch der Trainer, der an anderer Stelle gerne als “letzte Identifikationsfigur von 1860” betitelt wurde. Ein dreiviertel Jahr später sollte dies dann Aaron Berzel sein und nochmal ein paar Wochen später durfte sich dann auch Sascha Mölders mit diesem Titel schmücken. Aber das nur am Rande… Ein Jahr ist der Abgang Bierofkas jetzt her und der Untergang des Abendlandes wurde aufgrund dieser Personalie prognostiziert.

Das Jahr eins nach Daniel Bierofka beim TSV 1860

Wie wir heute wissen, kam alles ganz anders. Sportlich setzten die Löwen nach dem Trainerwechsel zu einem geradezu unglaublichen Höhenflug mit 16 Spielen ohne Niederlage an. Man durfte in Giesing sogar bis zum Saisonende vom Aufstieg träumen. Taktisch und spielerisch war (und ist) die Weiterentwicklung unter Michael Köllner deutlich erkennbar und wenn es die Aufgabe eines Trainers ist, seine Spieler jeden Tag noch ein bisschen besser zu machen, dann hat man das Gefühl, dass dies nun der Fall ist. Kurzum: Köllner ist ein Glücksfall für 1860!

Loyaler Bierofka

Jahre zuvor wurde dies auch über Daniel Bierofka gesagt, als er in der schwärzesten Stunde für die Löwen da war, loyal blieb und sich bereit erklärte, seinen Teil zum Wiederaufbau des TSV 1860 München beizutragen, nachdem dieser direkt in die Regionalliga Bayern durchgereicht worden war. Dies kann man Biero gar nicht hoch genug anrechnen, denn die damalige Viertligatruppe trug eindeutig seine Handschrift. Doch bereits nach der schweren Verletzung von Timo Gebhart war zu erkennen, dass Bierofkas taktisches Verständnis limitiert war. Gegen andere spielstarke Teams (in erster Linie die Zweitvertretungen von Profivereinen) reichte es einfach nicht, sich auf die individuelle Überlegenheit der Löwenspieler zu verlassen.

Mangelnde taktische Flexibilität

In der ersten Saison in der 3. Liga wurde dies zunehmend deutlicher ersichtlich. Zunächst kaschierten zahlreiche Tore aus Standardsituationen dieses Manko jedoch. Doch als selbst diese einstige Stärke wegbrach, wurde es dunkel am Löwenkosmos und die Schwächen des Bierofka-Systems umso deutlicher. Keine taktische Flexibilität und Variabilität, viel zu wenige spielerische Elemente im Aufbau, kaum einstudierte Spielzüge und auch der Glaube an die eigene Stärke fehlte. Anders sind die Einbrüche in Mannheim und Magdeburg (s.o.) kaum zu erklären.

Fragiles Umfeld

Natürlich setzte auch das instabile Umfeld der Löwen anno 2019 dem Trainer zu, keine Frage. Allerdings muss er sich auch den Vorwurf gefallen lassen, durch seine eindeutige vereinspolitische Positionierung nicht unbedingt zur Deeskalation beigetragen zu haben. Auch ist es ein offenes Geheimnis, dass Bierofkas Informationspolitik in Richtung mancher Medien deutlich offener war als zu anderen. Das alles konnte auf die Dauer nicht gut gehen und so brach das Kartenhaus heute vor einem Jahr zusammen.

Der Löwe lebt!

Das war die Vergangenheit, im Hier und Jetzt macht es wieder Spaß, den Löwen zuzusehen. Daran ändert auch eine Niederlage wie am vergangenen Wochenende nichts. Das Auftreten der Mannschaft und ihrer Verantwortlichen ist einfach von A bis Z so viel positiver und optimistischer, dass es uns als Fans packt und mitreißt. Und auch wenn man jetzt nicht davon ausgehen sollte, dass Michael Köllner bis an sein Lebensende an der Grünwalder Straße tätig sein wird, so ist dieser Wandel deutlich spürbar und nicht zuletzt auf seine Person zurückzuführen. Aber so ist es nun mal im Fußball. Für jeden Protagonisten gibt es eine richtige Zeit am richtigen Ort. Bei Bierofka war es 2007 bis 2019 – dafür noch einmal ein ausdrücklicher Dank und weiterhin alles Gute. Bei Köllner begann die Erfolgsstory im Jahr 2019 und wird hoffentlich noch sehr lange anhalten!