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Vorerst 10% Kapazität im Sechzgerstadion – sagt OB Dieter Reiter

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Bleiben die Kurven auch nach Corona leer? 1860
"Fußball gehört den Fans" - Bild von Anne Wild

Der TSV 1860 München darf im Heimspiel gegen Magdeburg nächstes Wochenende das Sechzgerstadion mit 10% der Kapazität füllen – das sagte Münchens Oberbürgermeister Christian Reiter am Rande, als es um das Auftaktspiel der 1. Bundesliga FC Bayern – Schalke 04 ging -die Information kommt von muenchen.de.

Wie sechzger.de bereits heute morgen berichtete, ist die Corona-Zahl in München derzeit eigentlich zu hoch für Fußballspiele mit Zuschauern – am Freitag beim FC Bayern gilt eine Ausnahme. Mal schauen, was Söder, Reiter & Co. in einer Woche sagen wenn es um die Löwen geht.

Sechzig um Sieben: Kastaniengarten verabschiedet Weber & Weeger + Heute Training + Münchner Corona Zahl über Grenze – Bayern spielt trotzdem vor Zuschauern

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Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer
Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer

In der Giesinger Kneipe Kastaniengarten sind gestern Felix Weber & Eric Weeger von den Wirtsleuten (glühende Löwen-Fans) und weiteren Löwen-Fans verabschiedet worden – klickt euch rein ins Video:

https://www.facebook.com/aufGiesingsHoehen/posts/657135371590139

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Die Profis des TSV 1860 trainieren heute am Nachmittag – freilich wegen Corona weiterhin unter Ausschluß der Öffentlichkeit, es gibt keine Möglichkeit beim Training zuzuschauen.

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Trotzdem freut sich das Löwenstüberl über euren Besuch – heute gibt es:

Ofenkartoffel mit Sauerrahm und Salat (7,90)

und

Großer Salatteller mit Chicken-Wings und Dip (8,50)

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Wer erinnert sich noch? Vor einigen Wochen haben DFB & DFL einen Corona-Leitfaden zum Spielbetrieb mit Zuschauern während Corona vorgestellt – sechzger.de berichtete. Darin enthalten:

Die Zuschauerkapazität soll stufenweise an das lokale Infektionsgeschehen angepasst werden.

Hohes Pandemielevel (mehr als 35 Infektionen auf 100 000 Einwohner in München und Landkreisen außenrum)  = keine Zuschauer

Am 10. August teilte Bundesgesundheitsminister Spahn mit, dass es auf  absehbare Zeit – mindestestens bis 31. Oktober – keine Fans in den Stadien geben werde. Das würde nicht zum aktuellen Infektionsgeschehen und den steigenden Corona-Zahlen passen.

https://www.tagesschau.de/inland/bundesliga-zuschauer-debatte-103.html

An diesem Tag gab es in München 27 neue Corona-Infektionen, die 7-Tage-Inzidenz betrug 7,07.

Nun einigte man sich auf eine probeweise Fan-Rückkehr – wenn die 7-Tage-Inzidenz nicht über 35 liegt.

Dienstag wurden 169 neue Corona-Infektionen in München gemeldet, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 45,53 – Tendenz derzeit: stark steigend.

https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Coronavirus-Fallzahlen.html

Kein Problem, wenn der FC Bayern ein Heimspiel hat: Da legt sich Markus Söder dann höchstpersönlich ins Zeug und legt einfach eine weitere Reduzierung fest – so nah an der Grenze, da kann man dann schon einmal mit der Hälfte der Zuschauer – also 7500 – Fußball spielen.

Zur Erinnerung: Das ist der gleiche Söder, der noch vor wenigen Wochen Amateur-Spiele in Bayern, geschweige denn mit (wenigen) Zuschauern kategorisch ausgeschlossen hat.

Wollen wir mal hoffen, dass diese Ausnahme-Regelungen auch noch in einer Woche gelten, wenn die Löwen gegen Magdeburg spielen. Da wird der Wert dann noch einmal ein paar Prozent höher liegen – und 3000 oder 1500 Leute auf einmal, die irgendwie auch An- und Abreisen müssen…. das geht dann wirklich nicht. Wetten?

Sechzig@18:60 – Trikotnummern Pusic & Linsbichler + Interview 11FREUNDE + Timo Gebhart unterschreibt in Memmingen

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Nachdem wir gestern gar nicht damit nachkamen, alle Informationen des Tages in unserer Abendrubrik Sechzig@18:60 aufzuarbeiten, ging es heute doch deutlich ruhiger zu an der Grünwalder Straße. Gerne verweisen wir deshalb nochmal auf die News, die wir heute Morgen um Sieben für Euch zusammengestellt haben.

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Bei den Löwen war der Fokus heute natürlich in erster Linie auf die beiden Neuzugänge Martin Pusic und Tim Linsbichler gerichtet und auch sechzger.de nahm die beiden neuen Angreifer genauer unter die Lupe. Ob die beiden am Samstag in Meppen bereits zum Einsatz kommen werden, steht noch in den Sternen, die Trikotnummern der Österreicher stehen indes fest. Der routinierte Pusic wird mit der #19 auf Torejagd gehen, Youngster Linsbichler trägt die #22.

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Gerne weisen wir Euch an dieser Stelle auch auf die neue Printausgabe des Magazins 11FREUNDE hin, die den Löwen – mal wieder – ganze drei Seiten widmet. Unter der Überschrift Stammtisch 1860 unterhalten sich die beiden Allesfahrer Maximilian Hesel und Franz Hell, sowie Stephan Tempel (sechzger.de) über die Löwen und ihre Protagonisten. Prädikat lesenswert!

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In letzter Minute kam noch hinein: Timo Gebhart unterschreibt in Memmingen – das berichtet all-in.de. Timo verpflichtete sich dort erst einmal bis zum Winter – alles Gute, Timo, und danke für alles.

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Pusic & Linsbichler im sechzger.de-Check!

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Löwen Fans im Grünwalder Stadion TSV 1860 Heimspiele
Löwen Fans im Grünwalder Stadion

Die Nachricht schlug am gestrigen Spätnachmittag ein wie eine Bombe: Gleich zwei Stürmer präsentierte Günther Gorenzel als Neuzugänge beim TSV 1860 München und ließ so manchen Kritiker verstummen. Aber was dürfen wir uns von den beiden neuen Österreichern erwarten?

Martin Pusic, 1,85m großer Mittelstürmer, Linksfuß und Wandervogel. Vierzehn Profistationen in dreizehn Jahren sind eine ganz schöne Menge. Daran will ich mein Urteil über Martin Pusic jedoch ganz bestimmt nicht festmachen.

Er erfüllt jedenfalls ganz klar das Anforderungsprofil, das die Löwen an einen Stürmer haben. Flexibel im Sturm einsetzbar, robust (nur 27 Spiele verpasste der 32-Jährige verletzungsbedingt in seiner Profikarriere) und torgefährlich: 118 Treffer in 358 Profipflichtspielen bedeuten in jedem dritten Spiel ein Tor.

Der erfahrene Austro-Kroate aus Wien, der zuletzt beim SV Mattersburg in der österreichischen Bundesliga unter Vertrag stand, kann im Sturmzentrum sowohl den klassischen Mittelstürmer bzw. Stoßstürmer, als auch den Zielspieler geben. Hängende Spitze und Linksaußen wären seine Nebenpositionen, dort ist er jedoch in seiner langen Karriere nicht oft in der taktischen Grundaufstellung zu sehen gewesen. Die Bewegungsprofile der Spiele seiner Karriere verraten aber doch, dass er auch auf den Flügel ausweichen kann, wenn es nötig ist.

Je eher Michael Köllner diesen Spieler in die Mannschaft einbinden kann, desto schneller wird das Spiel der Löwen noch weniger ausrechenbar für die Gegner sein, als es mit den Systemwechseln, die Köllner gerne „on the fly“ im laufenden Spiel vornimmt, ohnehin schon der Fall ist.

Den erst 20-jährigen Tim Linsbichler sehe ich als entwicklungsfähigen Perspektivspieler. Er ist ebenfalls Mittelstürmer und wie auch Pusic gebürtig aus Wien. Seit der U 17 schnürte er allerdings die Fußballschuhe im NLZ der TSG 1899 Hoffenheim. Im letzten Jahr stieg sein Marktwert um satte 50%, dennoch gelang es den Löwen, den talentierten Jungspund ablösefrei an die Grünwalder Straße zu holen.

Die Statistiken des 1,93m großen und beidfüßigen Österreichers lesen sich sehr ordentlich: Er hat letztes Jahr mit Hoffenheim II zum ersten Mal in einer Herrenliga (Regionalliga Südwest) gespielt und kam dort in 19 absolvierten Spielen auf 1215 Einsatzminuten, was einem Schnitt von 64 Spielminuten pro Einsatz entspricht. Über die vollen 90+ Minuten durfte er viermal ran, zehnmal wurde er vor Spielende aus- und fünfmal eingewechselt.

Dass die Tore bei einem gerade in die Liga gekommenen jugendlichen Stürmer noch nicht am Fließband fallen können, dürfte jedem klar sein. So ist es nicht verwunderlich, dass nur drei Treffer aus der vergangenen Saison auf seinem Torekonto zu verbuchen waren. Andere statistische Werte lassen einen dagegen sehr wohl aufhorchen: 34 erfolgreiche Balleroberungen in des Gegners Hälfte sind für einen Stürmer in zwanzig Spielen ein klasse Wert. 32,1% seiner Schüsse gingen aufs Ziel. Daran kann man erkennen, dass Tim Linsbichler durchaus weiß, wo der Kasten steht. Bis jetzt konnte das junge Sturmtalent den Torhüter der Gegner leider zu selten überwinden, mit Hilfe der alten Hasen beim TSV, allen voran Sascha Mölders, und einem Trainer wie Michael Köllner, der junge Spieler weiterbringen kann, wird er sich da über kurz oder lang steigern. Die Passgenauigkeit von nahezu 80% und annähernd 60% gewonnene Dribblings, bestätigen, dass Günther Gorenzel da einen Rohdiamanten aus Hoffenheim zum TSV geholt hat, der nun durch Michael Köllner seinen Schliff erhalten wird und an dem wir in Zukunft (hoffentlich) sehr viel Freude haben werden.

Sechzig um 7: Spende an die Boxabteilung + Marktwerte 3. Liga + FIFA 21

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Sechzig um Sieben: Neuzugänge unter der Lupe
Sechzig um Sieben: Neuzugänge unter der Lupe

Guten Morgen allerseits! Nach dem überaus ereignisreichen gestrigen Tag sind wir gespannt, was uns heute erwartet und beginnen mit drei Meldungen, die im gestrigen Trubel etwas zu kurz gekommen, aber dennoch eine Erwähnung wert sind.

Zum Einen freut sich die Boxabteilung des TSV 1860 München über eine großzügige Spende durch die Blue Vikings. Drei Mitglieder des Fanclubs besuchten die Boxer am Montag Abend in der Auenstraße und überreichten Abteilungsleiter Ali Cukur und Raschad Pekpassi in Anwesenheit von Präsident Robert Reisinger einen Spendencheck in Höhe von 2600 Euro. “Wir wollen mit der Spende zeigen, dass uns nicht nur der Profifußball, sondern der gesamte Verein am Herzen liegt“, erklärt BV-Mitglied Florian. Eine klasse Aktion, die der Boxabteilung in ihrer Jugendarbeit und bei der Erreichung ihrer ehrgeizigen Ziele (Bundesliga!) enorm weiterhelfen wird.

Zum Anderen veröffentlichte transfermarkt.de die aktualisierte Liste der Marktwerte der 3. Liga. Erwartungsgemäß wird diese von den Spielern des FC Bayern München II dominiert; Spitzenreiter ist Leon Dajaku, der vor einem Jahr für 1,5 Mio. Euro vom VfB Stuttgart an die Säbener Straße gewechselt war und seinen Wert mittlerweile auf 2,3 Mio. Euro gesteigert hat.

Unter den Top 50 der Liste befinden sich auch drei Löwen: Richard Neudecker (475.000 Euro) belegt Platz 19, Stephan Salger und Dennis Dressel (beide 350.000 Euro) folgen auf den Plätzen 41 und 44.

Zu guter Letzt noch News für die Gamer unter Euch: Am 08.10. erscheint FIFA 21 und auch diesmal wird die 3. Liga wieder spielbar sein. Wenn Ihr die Löwen also zum Aufstieg führen wollt, dann nur zu…

 

 

Sechzig@18:60 – was für ein ereignisreicher Tag beim TSV 1860

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Es gibt diese Tage, da fällt es uns schwer überhaupt einen Artikel für “Sechzig um Sieben” oder “Sechzig@18:60” zu finden – und dann gibt es Tage wie heute, wo sechzger.de eine hauptberufliche Redaktion brauchen würde. Aber der Reihe nach:

Früh am Morgen kam die Mitteilung, dass die Merchandising-GmbH des TSV 1860 München die Klage gegen die Löwen-Fans-Gegen-Rechts bzw. die Berufungsklage zurückzieht – wenige Stunden vor dem Prozess. TSV 1860-Investor Hasan Ismaik hatte dies bereits in der Nacht via Facebook mitgeteilt. Kurz vor Sechzig@18:60 erreichte uns die abschließende Stellungnahme von Rechtsanwalt Nicolai Walch und Ulla Hoppen (LFGR) – bei dieser abschließenden Stellungnahme wollen wir es dann auch bitte belassen:

https://sechzger.de/abschliessende-stellungnahme-in-sachen-loewenfans-gegen-rechts-tsv-1860-merchandising-gmbh/

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Wenig später veröffentlichte der TSV 1860 das Sondertrikot, welches die Käufer der Herz-Karte bekommen. Dies sorgte jedoch nicht gerade für Begeisterungsstürme beim Löwen-Anhang:

https://sechzger.de/tsv-1860-praesentiert-herz-trikot-eher-enttaeuschung-bei-den-loewen-fans/++

Deutlich positiver wurde da schon die Nachricht aufgenommen, dass eine begrenzte Anzahl Fussball-Fans zum Saisonstart wieder in die Stadien darf – aber gilt dies auch für München? Die Infektionszahlen der letzten 7-Tage würden unserer Ansicht nach dagegen sprechen – mal sehen was da kommt:

https://sechzger.de/eilmeldung-fussball-zum-saisonstart-wieder-mit-fans/++

Es gibt noch eine richtig gute Nachricht zum Schluss – der TSV 1860 präsentiert zwei neue Stürmer:

https://sechzger.de/linsbichler-und-pusic-wechseln-zum-tsv-1860/

Abschließende Stellungnahme in Sachen „Löwenfans gegen Rechts“ ./. TSV 1860 Merchandising GmbH

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(Foto von Anne Wild – dient zur Illustration)

Folgende Stellungnahme der LFGR erreichte uns von Rechtsanwalt Nicolai Walch, die wir an dieser Stelle kommentarlos veröffentlichen können:

Nach mehreren Ankündigungen und weiterem Zögern, hat die Berufungsklägerin TSV 1860 Merchandising GmbH am Morgen des heutigen Verhandlungstages vor dem Oberlandesgericht Nürnberg die Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth zurückgenommen.

Die Rücknahme beruht maßgeblich auf einer aufopferungsvollen und friedenstiftenden Intervention des neuen Geschäftsführers der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, Marc-Nicolai Pfeifer.

Die Berufungsklägerin ist damit des Rechtsmittels verlustig und hat sämtliche Kosten beider Rechtszüge zu tragen. Das erstinstanzliche Urteil ist rechtskräftig.

Im Frühjahr 2018 wurde anlässlich des Freundschaftsspiels TSV 1860 – Chemie Leipzig der aktiven Fanszene die Gestaltung der Stadionzeitung überlassen. Die Rohversion enthielt unter anderem eine Panoramaaufnahme der Fankurve, auf der als Beiwerk ein Plakat mit der Aufschrift „50+1 muss bleiben“ zu sehen war. In der Druckausgabe wurde dieses Plakat ohne Rücksprache zensiert.

Im Frühjahr 2019 war in der Westkurve ein investorenkritisches Plakat unter Verwendung des Vereinswappens zu sehen. Dieses Plakat wurde in der anschließend veröffentlichten, offiziellen Fotogalerie wiederum zensiert.

Vor diesem Hintergrund entschloss sich die u.a. vom DFB mit dem Julius Hirsch Preis für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit ausgezeichnete Fangruppierung „Löwenfans gegen Rechts“ dazu, ein Zeichen gegen Zensur und für freie Meinungsäußerung zu setzen. Im Zuge einer ausdrücklich einmaligen Aktion sollten im Rahmen eines Spieltags 100 T-Shirts mit dem vorgenannten, investorenkritischen Fanplakat bedruckt und sodann gegen Spenden für gemeinnützige Zwecke verteilt werden. Die Aktion sollte sich nicht direkt gegen den Investor richten, man wollte vielmehr schlichtweg für die Meinungsfreiheit eintreten.

Zwischen der Ankündigung und der Durchführung der Aktion ließ die TSV 1860 Merchandsing GmbH, an der weder die TSV München von 1860 GmbH & Co. KG noch der TSV München von 1860 e.V. Anteile halten, den Sachverhalt abmahnen. Insoweit wurde ein Vereinsmitglied markenrechtlich vollumfänglich u.a. auf Unterlassung und Schadensersatz in Anspruch genommen. Die Abmahnung war nicht etwa gegen das Vereinsmitglied als Vertreter der Fangruppierung gerichtet. Vielmehr richtete sich das Vorgehen gegen die Privatperson.

Daraufhin bat das Vereinsmitglied den Unterzeichner um Unterstützung. Die Prüfung der Sach- und Rechtslage ergab eindeutig, dass eine Markenverletzung nicht vorlag. Nach diesseitiger Rechtsansicht war bereits im außergerichtlichen Verfahrensstadium klar, dass nahezu kein einziges markenrechtliches Tatbestandsmerkmal erfüllt ist. Hierzu ist Folgendes festzuhalten:

  1. 1)  es fehlte an der Passivlegitimation, da das Vereinsmitglied persönlich überhaupt nichts mit der Aktion zu tun hatte;
  2. 2)  es fehlte an einem relevanten Handeln im geschäftlichen Verkehr;
  3. 3)  es fehlte an der markenmäßigen Verwendung;
  4. 4)  es fehlte nach der vorzunehmenden Abwägung an dem Vorrang des Markenrechts vorder grundgesetzlich geschützten Meinungsfreiheit.

Vor diesem Hintergrund und im Bewusstsein des immensen persönlichen und finanziellen Drucks, den ein markenrechtliches Verfahren auf Privatpersonen ausüben kann sowie nach Rücksprache mit ihm vertrauten Vereinsfunktionären, entschloss sich der Unterzeichner dazu, das sensible Mandat zu übernehmen. Der Mandantin wurde empfohlen, sich nicht zu unterwerfen.

Die diesseitige Rechtsansicht wurde zunächst außergerichtlich kommuniziert. Im nachfolgenden Gerichtsverfahren wurden die markenrechtlichen Ansprüche dann nicht mehr auf das investorenkritische T-Shirt-Motiv, sondern vielmehr auf das „offizielle“ Logo der Fangruppierung gestützt. Dieses zeigt einerseits das Vereinswappen und andererseits eine stilisierte Faust, welche ein Hakenkreuz zerschmettert. Das Logo ist im Vereinsumfeld seit ca. 30 Jahren bekannt und dessen Nutzung durch die Fangruppierung wurde von vormaligen Geschäftsführern nicht nur geduldet, sondern ausdrücklich begrüßt.

Nach erneuter Prüfung der Sach- und Rechtslage, wurde diesseitig die gleiche Rechtsansicht wie hinsichtlich des investorenkritischen Motivs vertreten.

Mit Urteil vom 21.11.2019 wies das Landgericht Nürnberg-Fürth die Klage der TSV 1860 Merchandising GmbH vollumfänglich ab und die diesseitig gestellten negativen Feststellungsanträge hatten vollumfänglich Erfolg.

Im weiteren Verlauf legte die TSV 1860 Merchandising GmbH, für den Unterzeichner überraschend, Berufung ein. Bereits im erstinstanzlichen Verfahren war es der Berufungsklägerin nicht gelungen, deren Aktivlegitimation nachzuweisen. In zweiter Instanz legte die TSV 1860 Merchandising GmbH dann diverse Unterlagen vor, aus denen sich aus diesseitiger Sicht und nach einem klaren Hinweis des Oberlandesgerichts aber ebenfalls nicht die Aktivlegitimation ergibt. Damit wurde klar, dass kein einziges (!) Tatbestandsmerkmal einer Markenverletzung erfüllt war.

Vor diesem prozessualen Hintergrund wurde die Berufung dann zurückgenommen.

Die Mandantin ist damit von dem Vorwurf angeblicher Markenverletzungen vollständig rehabilitiert.

Die Nutzung des streitgegenständlichen Logos durch die „Löwenfans gegen Rechts“ war und ist gesetzeskonform.

Der TSV 1860 GmbH & Co. KGaA wird hiermit nachdrücklich anheimgestellt, künftig markenrechtliche Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche selbst geltend zu machen. Das streitgegenständliche Verfahren hat gezeigt, dass dies auch der geltenden Gesetzes- und Vertragslage entspricht. Hierbei ist es zwingend notwendig, dass künftig eine sensible Prüfung im Einzelfall unter Berücksichtigung von Fanbelangen erfolgen wird. Die Beteiligten sollten aus den negativen Schlagzeilen der Vergangenheit die passenden Konsequenzen ziehen.

Es wird allerdings klargestellt, dass auch nach diesseitiger Ansicht und völlig unabhängig von vereinspolitischen Gegebenheiten, Markenverletzungen nicht zu dulden sind. Ein aktives Vorgehen gegen Verletzer ist für eine erfolgreiche Markenpolitik unabdingbar. Weiter wird klargestellt, dass es sich bei dem nunmehr rechtskräftigen Urteil um eine Entscheidung im Einzelfall handelt, die nur zwischen den Parteien Wirkung entfaltet. Schließlich bedeutet das Urteil auch nicht, dass sämtliche von der TSV 1860 Merchandising GmbH abgemahnten Personen Gegenansprüche aufgrund fehlender Aktivlegitimation geltend machen können. In diesen Fällen kann die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA die entsprechenden Vorgänge im Innenverhältnis mit Wirkung nach außen nämlich problemlos genehmigen.

Diesseitig wurde der Geschäftsführung, dem Präsidium und dem anwaltlichen Vertreter der Berufungsklägerin zugesagt, dass bei einer Rücknahme der Berufung eine Deeskalation für die Zukunft im Vordergrund stehen soll. Diese Zusage soll nicht nur eingehalten werden, sondern sie fühlt sich auch persönlich richtig an.

Das gesamte Vereinsumfeld wird hiermit aufgerufen, auf ein „Nachtreten“ zu verzichten. Unabhängig von der klaren Rechtslage, gebührt der vermeintlichen Gegenseite Respekt für die Entscheidung, die Angelegenheit zu beenden. Das vollumfängliche Anerkenntnis des Urteils hat nämlich nicht nur eine rechtliche, sondern auch eine emotionale Komponente, die bei der Bewertung der Gesamtangelegenheit zu berücksichtigen ist. Zudem wird es ausdrücklich begrüßt, dass am Ende auch Hasan Ismaik persönlich Verantwortung für sein Fanartikelunternehmen und die streitgegenständlichen Vorgänge übernommen hat.

Es ist wichtig, dass der Fokus nunmehr auf den Sport und ein Miteinander ohne Zensur und mit Fingerspitzengefühl gelegt wird. Die sportliche Leitung, die Mannschaft und die treuen Fans haben sich das mehr als verdient.

Der juristische Teil der Angelegenheit ist abschließend geklärt und der Verlauf des Verfahrens spricht für sich. Zur abschließenden Klärung des persönlichen Teils, hat der Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer ein Gespräch zwischen allen Beteiligten angeboten. Obgleich die erfahrenen Ungerechtigkeiten noch stark nachwirken, wird das Angebot hiermit angenommen.

Nicolai Walch LL.M.
Rechtsanwalt
Verwaltungsrat TSV München von 1860 e.V.

mit
Ursula Hoppen Löwenfans gegen Rechts

Linsbichler und Pusic wechseln zum TSV 1860!

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Wie der TSV 1860 München soeben bekanntgab, wechseln die beiden Stürmer Tim Linsbichler (zuletzt TSG Hoffenheim) und Martin Pusic (zuletzt SV Mattersburg) zu den Löwen und sollen Routinier Sascha Mölders entlasten und unterstützen.

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Der 20-jährige Linsbichler stammt aus der Jugend von Rapid Wien und war zuletzt in der U19 der TSG Hoffenheim im Einsatz. Der 1,93 m große Stoßstürmer passt genau ins Anforderungsprofil der Löwen, da dieser Stürmertyp bislang gefehlt hat.

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Deutlich mehr Erfahrung bring Martin Pusic mit: Der 32-Jährige stammt aus der Jugend der Vienna und der Austria und ist ein echter Wandervogel, der bereits in mehreren Ländern gespielt hat. So war er in seiner Karriere bereits in Österreich, England, Norwegen, Dänemark und den Niederlanden aktiv.

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Wir freuen uns über die beiden österreichischen Neuzugänge und drücken ihnen fest die Daumen!

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Eilmeldung: Fussball zum Saisonstart wieder mit Fans!

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sechzger.de hatte heute morgen darauf getippt dass es ab Oktober wieder Fussballspiele mit Fans geben wird (sechzger.de berichtete) – jetzt soll alles noch schneller gehen: Wie ntv berichtet (und sich dabei auf Informationen der Deutschen Presse-Agentur beruft, diese hat die Informationen aus Teilnehmerkreisen der Beratungen der Chefs der Staatskanzleien), werden bereits zum Saisonstart wieder Fans zugelassen – die Eckpunkte:

– es handelt sich um einen sechswöchigen Testbetrieb
– 20 % der Stadionkapazität
– Alkoholverbot
– scharfe Hygieneauflagen
– personalisierte Tickets
– Sollte die Zahl der Neuinfektionen in einem Ort auf mehr als 35 pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen steigen und das Infektionsgeschen lässt sich nicht lokalisieren, sind keine Zuschauer mehr erlaubt.

In München liegt dieser Wert derzeit bei 40,09: https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Coronavirus-Fallzahlen.html

mehr Informationen findet ihr in diesem Artikel:

https://www.n-tv.de/sport/fussball/Bundesliga-findet-wieder-vor-Zuschauern-statt-article22038563.html

TSV 1860 präsentiert Herz-Trikot – eher Enttäuschung bei den Löwen-Fans

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Ihr bekommt nur mit einem Löwenherz einen Gutschein für ein ganz exklusives Sondertrikot (Herz-Trikot), welches wir zusammen mit der TSV 1860 Merchandising GmbH und unserem neuen Partner 11Teamsports sowie in Abstimmung mit unserem Hauptsponsor „die Bayerische“ in sehr kurzer Zeit entwickelt haben. Es ist ein Trikot entstanden, das es in der Löwen-Historie in dieser Form noch nicht gegeben hat.

Ankündigung Herz-Trikot TSV 1860

 

So schrieb es der TSV 1860 auf der offiziellen Homepage, als die beiden Varianten für die Dauerkarten für die kommende Saison 2020/21 vorgestellt wurden. Heute erfolgte dann die Vorstellung der Trikots auf Instagram:

Eher Enttäuschung bei den Löwenfans

Diese sorgte bei vielen Fans des TSV 1860 dann doch eher für Enttäuschung. Ganz in weiß, keinerlei Design-Element und auf der Brust der Schriftzug “Mein Herz für Sechzig” aufgeflockt. Da hatten die Löwen-Fans dann insbesondere nach dem wirklich cleveren Schachzug mit dem Auswärtstrikot in München-Farben (sechzger.de berichtete) deutlich mehr erwartet.
Freilich: Sollte der Wunsch des TSV 1860 aufgehen und die Löwen können in dieser Saison alle Fans im Stadion begrüßen und jeder zieht das Trikot an, gibt das ein einheitliches Bild. Vielleicht war das ja die Absicht hinter dem Trikot, dann darf das als gelungen bezeichnet werden. Dies hätte aber mit der Präsentation so kommuniziert werden sollen.

Wer die Variante-Kopf genommen hat, kann zu diesem Spieltag dann ja einfach ein weißes T-Shirt anziehen.

Update vom 21.Dezember 2020: Inzwischen hat der TSV 1860 die Größenabfrage bei den Käufern einer Herz-Dauerkarte gestartet.