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Profisport mit Zuschauern bereits wieder ab Oktober?

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Fußball gehört den Fans
Fußball gehört den Fans

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Dürfen schon bald wieder Zuschauer ins Grünwalder Stadion, um die Löwen bei ihren Heimspielen in Giesing zu unterstützen? Maximilian Deisenhofer, Sportpolitischer Sprecher der Grünen im Bayerischen Landtag, setzt große Hoffnungen in die heutige Konferenz der 16 Leiter der Senats- und Staatskanzleien und geht davon aus, dass auch Bayern dem Konzept zustimmen wird. “Innenminister Joachim Herrmann hat sich ja schon länger dafür eingesetzt und aufgrund des öffentlichen Drucks wird hoffentlich auch Ministerpräsident Markus Söder einlenken”, so der Politiker und bekennende Löwenfan.

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Konkret nannte Deisenhofer (ebenso wie Söder) dabei circa ein Drittel der Kapazität “als Probebetrieb bis Ende Oktober”; das hieße, dass schon bald rund 5.000 Löwenfans pro Heimspiel die Möglichkeit hätten, ihr Team live zu unterstützen. Inwiefern dann die Zugangsberechtigungen unter den Dauerkarteninhabern und Sponsoren geregelt würde, obliegt natürlich der KGaA, aber mit Sicherheit haben Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer und sein Team hierfür bereits Vorkehrungen getroffen.

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Bislang gelten in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Vorschriften: Während in Bayern im Profibereich keinerlei Zuschauer zugelassen sind, gibt man sich in anderen Ländern wie Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt nicht zuletzt aufgrund der deutlich niedrigeren Corona-Zahlen entspannter. So durften beispielsweise Hansa Rostock (7.500), der Chemnitzer FC (3.100), der 1. FC Mageburg (5.000) und Dynamo Dresden (10.000) in der 1. Runde des DFB-Pokals bereits größere Zuschauerzahlen in ihren Stadien begrüßen.

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Sechzig um Sieben: Merchandising GmbH zieht Klage zurück + Training + Dauerkarten

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Sechzig um Sieben: Terminierungen bis zur Wiesn
Sechzig um Sieben: Wer wird die Nummer eins im Tor?

Viel war in den letzten Tagen unternommen worden, um die Berufungsklage der TSV 1860 Merchandising GmbH gegen die Löwen-Fans gegen Rechts (LFGR) doch noch irgendwie vom Eis zu bekommen, nun bestätigte auch Hasan Ismaik auf seinem Twitter-Account, dass die Klage zurückgezogen wurde. Der heutige Termin vor dem Oberlandesgericht Nürnberg (11 Uhr, Saal 333) ist jedoch nur dann hinfällig, wenn dies auch schon offiziell eingereicht wurde.

Zur Erinnerung: Es handelte sich um die Berufungsklage, den Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth um die angebliche Markenrechtsverletzung der Löwen-Fans gegen Rechts hatte die Merchandising-GmbH des TSV 1860 bereits verloren.

Aus unserer Sicht eine sehr gute Entscheidung zum Wohle des TSV 1860!

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Nach dem gestrigen trainingsfreien Montag steigen die Löwen heute in die intensive Vorbereitung auf den Start der Punktrunde ein. Das Trainerteam um Michael Köllner begrüßt die Mannschaft am Nachmittag zu einer Trainingseinheit und hat sich sicher schon reichlich Gedanken gemacht, wie der SV Meppen am Samstag zu knacken sein wird.

Die Trainings finden weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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Über 9.000 (!) Saisonabos hat der TSV 1860 trotz der ungewissen Zuschauersituation bereits verkauft, heute startet nun auch der freie Dauerkartenverkauf. Das Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt hat gezeigt, wozu die junge Truppe in der Lage ist, also nicht zögern, sondern zuschlagen!

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Wer sich vor dem Training noch stärken möchte, kann dies gerne im Löwenstüberl tun. Auf der Karte stehen heute Kartoffel-Brokkoliauflauf mit Salat (8,00 Euro) und Pfannengyros vom Huhn mit Gemüsereis und hausgemachtem Zaziki (8,80 Euro).

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Und noch ein kurzer Blick über den Tellerrand: MIt dem SV Wehen Wiesbaden (1:0 gegen Heidenheim) und Dynamo Dresden (4:1 gegen den HSV) haben lediglich zwei Drittligisten den Sprung in die 2. Runde des DFB-Pokal geschafft. Zudem gelang drei Regionalligisten eine Überraschung, sodass Rot-Weiß Essen, die SV Elversberg und der SSV Ulm auf einen weiteren attraktiven Gegner in der nächsten Runde hoffen dürfen.

Sechzig@18:60 – Neues aus Meppen & Saarbrücken + Taktikanalyse

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Das Pokalwochenende liegt hinter uns, das doch etwas unglückliche 1:2 gegen Eintracht Frankfurt ist halbwegs verdaut und mit Hilfe unserer Analyse der Partie gegen den Erstligisten wird auch klar, dass es eine Partie auf Messers Schneide war, in der unsere Löwen durchaus mehr verdient gehabt hätten. Wie dem auch sei: Nun gilt es, die Konzentration auf den Saisonstart in der 3. Liga zu richten und am kommenden Wochenende topfit und bestens vorbereitet zu sein. Aber wie wir Michael Köllner kennen, hat er sich schon einen Plan zurecht gelegt, um seine Mannschaft ideal auf den SV Meppen einzustellen.

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Apropos Meppen – hier ließ uns heute Mittag eine Meldung mit Schnappatmung aus dem wohlverdienten Büroschlaf hochschrecken: “SV Meppen verlost Tickets” hieß es bei liga3-online und kurzzeitig keimte die Hoffnung auf, dass vielleicht doch der ein oder andere Löwenfan im Emsland live dabei sein könne, obwohl man sich ja ligaweit darauf verständigt hatte, dass keine Gästefans zugelassen werden. Der verlinkte Artikel klärt dann aber auch schnell auf, dass die angesprochene Verlosung von 150 Eintrittskarten ausschließlich unter den letztjährigen Dauerkarteninhabern des SV Meppen erfolgt, sodass neben dem Sponsorenkontingent (350 Karten) auch einige Normalsterbliche den Löwensieg im Emsland (Hoffnung muss sein!) verfolgen dürfen.

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Neuigkeiten gibt es auch aus Saarbrücken: Dort wurde nun endlich bestätigt, was bereits seit Wochen gerüchteweise im Umlauf war. Aufsteiger 1. FC Saarbrücken wird bereits zum Saisonstart in den heimischen Ludwigspark zurückkehren, nachdem man zuletzt fast fünf Jahre im Exil in Vöklingen (wir erinnern uns…) gekickt hatte. Wir wissen nur zu gut, wie emotional die Rückkehr in die Heimat ist und freuen uns mit den Saarländern und ihren Fans, die bei ihrem ersten Heimspiel am 26.09. den FC Hansa Rostock begrüßen werden.

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TAKTIKTAFEL – Die Analyse vom Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Nachdem wir Euch mit der ersten TAKTIKTAFEL vor dem Pokalspiel schon einen Ausblick gegeben haben, was die Löwen zu erwarten haben würden, präsentieren wir heute nun die taktische und statistische Analyse der Partie.

Frankfurts von uns so erwartetem 3-4-1-2-System stellten die Löwen ein flexibles 4-2-3-1 mit offensiv ausgerichteten Außenverteidigern entgegen. Bei eigenem Ballbesitz wurde – je nachdem ob der Ballgewinn im Zentrum oder auf den Flügeln erfolgte – entweder auf eine 4-4-1-1-Raute mit hängender Spitze und Zielspieler oder auf ein 4-1-2-3 hoch mit Außenstürmern gewechselt. Diese Flexibilität im Offensivspiel unserer Löwen ist auch heute noch absolut beeindruckend. Adi Hütter schickte übrigens eine nur in einer Position anders aufgestellte Adler-Truppe aufs Feld, als wir dies am Freitag Mittag prognostiziert hatten (Bas Dost spielte anstatt dem verletzten Ragnar Ache im Sturm).

In den ersten 15 Minuten konnte die Eintracht dem TSV 1860 bis zum eigenen Strafraum nicht das Geringste entgegenstellen. Hinten half den Frankfurtern bei den Welle um Welle anbrandenden Angriffen bissiger Löwen die Ungenauigkeit der Zuspiele im letzten Spielfelddrittel. 45% der Pässe von Michael Köllners Team fanden dort ihr Ziel, was zu nur zwei weiß-blauen Abschlüssen in der ersten Viertelstunde führte. An der Genauigkeit der Flachpässe in die rote Zone des Gegners werden die Löwen arbeiten müssen. Bei Flanken in den Strafraum hingegen, kamen zwei von drei zum Mitspieler.

Im eins gegen eins während der ersten Viertelstunde des Spiels haben sich die Löwen nichts vorzuwerfen. Bei zwei von sechs gewonnenen Dribblings kann man gegen einen Bundesligisten schon von einer guten Quote sprechen. Defensiv war Sechzig mit vier von sieben gewonnene Situationen ebenfalls voll auf der Höhe. Den besten Wert konnte unsere Mannschaft bei ihren Steilpässen verbuchen: In der Anfangsviertelstunde lag dieser bei 100%. 14 von 14 Steilpässen fanden ihr Ziel. Besser geht es nicht!

Die Frankfurter Angriffsbemühungen endeten bis Minute 15 meist schon zehn Meter vor der Strafraumgrenze und es begann eine hessische Quer- und Rückpassorgie. Aufgrund eben dieser vielen Quer- und Rückpässe lag der Ballbesitz – auch wenn es vielleicht anders wirkte – bei knapp 61 Prozent zugunsten der Eintracht. Bei 62 angekommenen eigenen Pässen in der Anfangsviertelstunde kam Frankfurt auf gerade einmal 15 die auch nach vorne gespielt wurden und den Mitspieler fanden. Nicht ein einziges Mal schossen die Männer in rot und schwarz in dieser Zeit auf den Kasten von Marco Hiller.

Auch die Lufthoheit gehörte in den ersten 15 Minuten absolut der Mannschaft in weiß-blau: Vier von fünf Kopfballduellen entschieden Michael Köllners Jungs für sich.

Wenn man diese Zahlen betrachtet, darf man mit Fug und Recht behaupten, dass die Löwen eine Klassemannschaft haben, die – bei konzentriertem Vorgehen – jedem Gegner Paroli bieten kann.

Im weiteren Verlauf bekamen die Frankfurter das Spiel zwar besser in den Griff, nach vorne war bei der Eintracht aber bis auf sporadische Aktionen, die meist kleinen Fehlern oder Unkonzentriertheiten der Sechzger geschuldet waren, nicht viel los. Sechs Schussversuche der Hessen führten – bis auf Dominik Kohrs Pfostentreffer aus halblinker Position aus der zweiten Reihe – zu keinerlei Gefahr. Viel Ballbesitz, viele Rück- und Querpässe… Ein wenig erinnerte das was die Elf vom Riederwald in Halbzeit eins zeigte, an die Spielweise der Löwen unter Daniel Bierofka.

Bis zum Pausenpfiff kam der TSV 1860, da die Frankfurter etwas besser im Spiel waren, als zu Beginn und selbst zu viel „hintenrum“ spielte, nur noch zu drei weiteren Versuchen den Ball in die Maschen zu setzen, die leider bekanntermaßen alle das Ziel verfehlten. Der Kopfballpfostentreffer in Minute 23 durch Sascha Mölders war Sechzigs beste Torchance in Hälfte eins.

Die statistischen Zahlen dieser Spielphase sehen aus Löwensicht zu großen Teilen sehr gut aus: 70 gespielte Pässe, zwischen Minute 15 und 45, 37 davon, also knapp über die Hälfte nach vorne gespielt. Frankfurt dagegen: 248 gespielte Pässe, davon 75 nach vorn – weniger als ein Drittel.

Die Löwen ließen den Gegnern in deren Hälfte oft genug Raum um das Leder uneffektiv, aber zeitraubend hin und her zu schieben. Die Statistik der zugelassenen Pässe pro Defensivaktion (PPDA) fällt mit 21 exorbitant hoch aus und zeigt auf, was der Grund war, dass die Löwen bis zur Pause nicht mehr – wie in der Anfangsphase – richtig Gas geben konnten. Dieser statistische Wert bedeutet, dass sich die Spieler der von Adi Hütter trainierten Mannschaft zwischen zwei Defensivaktionen der Löwen (erfolgreich oder nicht spielt keine Rolle) im Durchschnitt 21x den Ball ungestört zupassen konnten. Zum Vergleich: Bis Minute 15 lag der PPDA-Wert noch bei 14,2.

Keine sechs Minuten nach der Halbzeitpause schepperte es leider im Kasten von Marco Hiller. Ein perfekt einstudierter Spielzug über Halblinks, dessen Ausführung aussah als wäre es ein Trainingsspiel, sorgte für das 0:1. Weitere sieben Minuten später fiel schon das 0:2 durch einen lehrbuchmäßigen Angriff von Halbrechts. 1860 hatte die Anfangsphase der zweiten Halbzeit komplett verschlafen. Was genau war da passiert, und was sagt die Spielstatistik dazu? Die Löwen konnten Frankfurt nicht mehr mit ihrer Aggressivität überraschen. Bei der Eintracht stimmte nun all das, was noch in Halbzeit eins zu wünschen übrig gelassen hatte. Sie gewann zu Beginn des zweiten Durchgangs – bis auf zwei – alle defensiven Duelle und auch die Lufthoheit wurde zurückerobert. Lediglich drei Kopfballduelle verlor die SGE in der Zeit nach Wiederanpfiff bis zu Minute 60. Die PPDA lag bei 61! Hinzu kommt, dass alle offensiven Statistiken in diesem Spielabschnitt für die Löwen negativ sind. Ein einziger Schuss, der aber nicht einmal aufs Tor ging gelang Köllners Team – durch einen Konter. Nur zwei weitere Angriffe konnten die Löwen lancieren, wodurch sich aber keine weiteren Schüsse oder Chancen ergaben. Der Bundesligist ließ einfach nichts mehr zu.

Frischen Wind sollten ab der 60. Minute dann die Einwechslungen von Daniel Wein für Dennis Erdmann und Richard Neudecker für Fabian Greilinger bringen. Sofort gelang das nicht, aber mit Wein im defensiven Mittelfeld war nun zumindest ein wenig mehr Passgenauigkeit auf der Sechserposition zu erkennen. Die Einwechslung von Neudecker brachte zudem eine Systemumstellung auf ein 4-1-3-2 offensiv im Spiel mit dem Ball bzw. 4-2-2-2 breit gegen den Ball.

Um darauf zu reagieren, wechselte der Gästetrainer in der 70. Minute ebenfalls doppelt, und brachte Djibril Sow für Sebastian Rode und Timothy Chandler für Steven Zuber. Er stellte somit auf 4-4-2 um. Ab etwa Minute 75 war Sechzig wieder voll da und erspielte sich bis in die Schlussphase hinein Schusschancen. Die Giesinger gewannen wieder mehr Zweikämpfe, ließen einer behäbiger auftretenden Eintracht nicht mehr so viel Zeit, sich die Bälle zuzuspielen und schafften es sogar zweimal den Ball im Tor unterzubringen. Sascha Mölders Treffer wurde wegen angeblichem Handspiel vom ansonsten souverän und weitgehend fehlerfrei leitenden Schiedsrichter Petersen zurückgepfiffen. Der nach einem Foulspiel des Frankfurter Keepers an Stefan Lex fällige Elfer wurde von Phillipp Steinhart in der 78. Minute eiskalt versenkt.

Hütter brachte daraufhin mit Stefan Ilsanker für Dominik Kohr einen richtigen Eisenfuß ins defensive Mittelfeld und wenig später Aymen Barkok für Daichi Kamada. Das waren positionsgetreue Wechsel und änderten nichts am System.

Der Ballbesitz in der Schlussviertelstunde war mit 55:45% zugunsten der Frankfurter Eintracht von den Löwen wieder auf ein erträgliches Niveau gebracht worden und bis in die Nachspielzeit hinein blieb die Partie auf Messers Schneide. Mit ihrem beherzten Auftreten hätten die Löwen eine Verlängerung absolut verdient gehabt – leider hatte die Unkonzentriertheit der Mannschaft von der Grünwalderstraße in der Frühphase des zweiten Durchgangs dem verdienten Lohn einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Sechzig um Sieben: Kein Löwen-Training heute + Unternehmer für Sechzig mit prominenten Gästen + Taktiktafel-Rückschau auf´s Frankfurt-Spiel

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Sechzig um Sieben: Terminierungen bis zur Wiesn
Sechzig um Sieben: Wer wird die Nummer eins im Tor?

Die Löwen haben heute Trainingsfrei.

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Gestern gab es ein Zusammenkommen der Unternehmer für Sechzig im Augustiner-Biergarten mit Prominenten Gästen – auch der neue Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer stattete einen Besuch ab. Ein kurzer Bericht folgt noch.

 

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Ebenfalls im Laufe des Tage kommt die taktische Nachlese des Frankfurt-Spiels – schauen wir doch mal, ob Bernd Winninger mit seiner Einschätzung vor dem Spiel richtig lag.

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Im Löwenstüberl gibt es heute Fussili mit Kürbispesto mit Kernen, Parmesan und Salat (8,20 Euro)

oder

Hausgemachte Tellersülze vom Schwein mit Bratkartoffeln (8,90 Euro)

TSV 1860 vs. SG Eintracht Frankfurt – Mein Fazit

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1860 dfb pokal

TSV 1860 scheitert im DFB Pokal an Eintracht Frankfurt

“Sechzig applaudiert sich trotzig selbst” überschrieb die Süddeutsche Zeitung ihren Spielbericht vom Pokal-Aus der Löwen vom TSV 1860 gegen Eintracht Frankfurt gestern Nachmittag. Und dieser Satz bringt auf den Punkt, was zahlreiche Löwenfans  empfanden, die sich das Spiel in einer der Kneipen Rund um den Ort des Geschehens, etwas weiter entfernt oder vielleicht zu Hause vor dem TV-Bildschirm angesehen haben.

Weit trauriger als das Ausscheiden unserer Mannschaft wog und wiegt allerdings die Tatsache, dass dieser Pokalknaller zweier Traditionsvereine mit reichhaltiger Pokalgeschichte – auch und vor allem im direkten Vergleich – gestern Nachmittag ein weiteres stimmungsvolles Kapitel hinzugefügt worden wäre, wenn… ja wenn nicht weiterhin der Covid 19-Erreger ein Fußballspiel vor Zuschauern (zumindest im Freistaat Bayern) verhindern würde. Was wären das für gesangliche Duelle zwischen Westkurve und Stehhalle und den Gästefans in der Ostkurve geworden? Gänsehaut garantiert! Und vielleicht hätten ja 13.500 frenetischen Löwenfans die letzten fehlenden Reserven auf weiß-blauer Seite mobilisiert, die am Ende für die Pokalsensation gefehlt haben.

Haben in der Vergangenheit nicht schon häufig gefühlt die Zuschauer im Giesinger Fußballtempel den Ball über die Linie gedrückt und damit das Stadion erst Recht zum Tollhaus gemacht? Aber Lammentieren hilft nichts. Genausowenig übrigens über die Leistung des Schiedsrichters von gestern Nachmittag. Gleichwohl die Aberkennung des Anschlusstreffers durch Sascha Mölders nach 64 Minuten eine Fehlentscheidung war, sollten wir aus dieser Partie ehobenen Hauptes herauskommen und nicht den Fehler beim Unparteiischen oder sonstigen Widrigkeiten suchen.

Unter dem Strich habe ich gestern einen Bundesligisten gesehen, der gegen einen aufopferungvoll Fußball arbeitenden Drittligisten exakt so viel Engagement auf den Rasen brachte, um den Einzug in die nächste Runde zu realisieren. Im Prinzip genügte den Hessen die Viertelstunde nach der Pause, um Sechzig auf die Verliererstraße zu schicken. Wie sagt man so schön: Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss.

In Sachen Ballsicherheit und Passgenauigkeit habe ich über weite Strecken des Spiels den Zweiklassenunterschied deutlich gesehen. Und dennoch war es ein würdiger Auftritt unserer Löwen, der die zumindest aus sportlichen Gesichtspunkten vorhandene Vorfreude auf die nächsten Samstag beginnende Saison nochmal steigern konnte. Und da ich vorher nicht mit einem Weiterkommen im Pokal gerechnet hatte, hält sich die Enttäuschung auch in Grenzen. Mund abputzen – weitermachen. Da war ich in den vergangenen Jahrzehnten, als es dem TSV 1860 als Zweit- oder Erstligisten so häufig nicht gelang, im Pokal zumindest mal zu überwintern, sondern man sich regelmäßig spätestens im Achtelfinale nach Kräften blamierte und gegen irgendwelche “Nonames” ausschied wesentlich entäuschter.

Was gestern auf jeden Fall gewonnen wurde sind Erkenntnisse. Erstens: Michael Köllner hat das Team in der Sommervorbereitung wieder ein Stück weiter entwickelt und hat einen Plan, wie er aus dem vorhandenen Spielermaterial Maximales herausholen kann. Allen Zweiflern und Nörglern zum Trotz. Zweitens: Wir brauchen unbedingt noch einen Stürmer, der den Leitwolf Sascha Mölders direkt unterstützt und entlastet, ihn aber auch mal nach sechzig oder siebzig intensiven Minuten auf dem Rasen komplett ersetzen kann.

Mit Mölders allein dürfte das Beklagen der vergebenen Torchancen in der kommenden Saison häufiger zu hören sein. Günter Gorenzel, bitte übernehmen Sie! Und drittens: Wir brauchen unbedingt wieder Zuschauer im Stadion. So nett auch meine persönliche Gesellschaft im Biergarten des “Agilolfinger” in Untergiesing, der Vereinsgaststädte des SC München auch war – Fußball findet in vollen, stimmungsvollen Stadien statt und ein Traditionsduell wie das gestrige hat vor einer Geisterkulisse nur eines Bruchteil des Reizes, wie vor einer vollen Hütte.

Sechzig um Sieben: Alles zum Pokalspiel TSV 1860 : Eintracht Frankfurt – neues Video um 09:00 Uhr

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Grünwalder Stadion
TSV 1860 Choreographie gegen Bayern2 - Bild von Claude Rapp

(Foto von www.cr-fotos.de)

TSV 1860 München – Eintracht Frankfurt: Was wäre das endlich mal wieder für ein Leckerbissen für die  leidgeprüften Löwenfans – doch Corona macht hier leider mal wieder einen Strich durch die Rechnung: Anstatt “Ausverkauft” und einer brodelnden Löwen-Stimmung in Giesing heißt es wieder mal “Geisterspiel”.

Dass die Fans auf den Spielverlauf einen gewaltigen Einfluss nehmen können, ist ja inzwischen sogar statistisch untermauert: Die Anzahl der Heimsiege bei Fußballspielen ging seit Einführung der Corona-Geisterspiele im Schnitt um 10% runter (Statistik) – dieser Trend zieht sich durch alle europäischen Ligen.

Allerdings haben die Löwen unter Michael Köllner auch schon bewiesen dass man gegen einen sehr guten Gegner auch in einem leeren Stadion noch einmal ein Spiel drehen kann – wir erinnern uns zurück an das Spiel gegen den MSV Duisburg in dieser Saison.

In unserer Rubrik “Taktiktafel” haben wir ja bereits gestern vorgestellt, mit welcher Taktik die Frankfurter Eintracht unserer Meinung nach auf Giesings Höhen antreten wird. Heute Nachmittag wissen wir, ob wir mit unserer Einschätzung richtig gelegen sind:

TAKTIKTAFEL – Unser nächster Gegner: Eintracht Frankfurt

Dann war da noch die gestrige Löwenrunde mit Michael Köllner und Günther Gorenzel: Wieder einmal lautet unser Fazit “sehenswert”: toll, dass die Löwenfans die ungefilterten Aussagen sich selber ansehen können:

Wie auf dem Youtube-Kanal des TSV 1860 München “Löwen-TV” desweiteren zu sehen ist, wird um 09:00 Uhr heute ein neues Video zur Einstimmung gezeigt, aktuell sieht man dort schon Michael Köllner. Präsentiert wird das Video von einem Radiosender – M94,5 – die Löwen haben hier eine weitere Vermarktungsmöglichkeit entdeckt.

Es ist nicht bekannt, ob dies auf den neuen 1860-Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer zurückzuführen ist, allerdings hört man in den letzten Tagen von sehr vielen Seiten dass dieser ein absolut krasses Arbeitspensum hat und bei seinen bisherigen Kontakten sehr gut ankommt und sehr gute Arbeit macht. Pfeifer – der von der eV-Seite vorgeschlagen wurde und auf den sich beide Gesellschafter des TSV 1860 verständigen konnten – ist seit 01. Juli beim TSV 1860 und somit seit rund 2,5 Monaten. Es ist also noch etwas Zeit, bis nach 100 Tagen ein erstes Fazit gezogen wird, aber bisher schaut das alles gut aus.

Hier jetzt aber das Video:

Das Pokalspiel wird heute live bei Sky im Fernsehen gezeigt und natürlich im Löwenradio übertragen.

Von sechzer.de bleibt dies am heutigen Spieltag der einzige Beitrag: Ihr findet uns in der Sky-Wirtschaft unseres Vertrauens, ins Stadion dürfen wir nicht, vor dem Fernseher tickern wir nicht. Wir verweisen an dieser Stelle auf die Groundhoppers 1860 und ihre Facebook-Seite, die sicherlich wieder das eine oder andere Bild aus Giesing und von ihrem Fensterplatz heraus online stellen werden.

Eure Meinungen, Feedback zum Artikel, zu unserer Taktiktafel und Kommentare zum Spiel dürft ihr sehr gerne unter diesem Artikel posten. Der Kommentar erscheint nur hier und nicht im Löwenforum – allerdings benötigt ihr zum Login einen Löwenforums-Account.

Warum dies? Das Löwenforum besteht seit über 20 Jahren, die User die dort schon lange schreiben haben sich eine gewisse Glaubwürdigkeit aufgebaut. Anonyme Schmierfinken steigern zwar den Traffic, wir setzen jedoch auf  Qualität – aus diesem Grunde benötigt jeder der bei uns kommentieren möchte einen registrierten Account.

Sechzig@18:60: Einkaufspolitik & Taktik-Tafel + Stephi Dilba in Task-Force 3. Liga + TürkGücü klagt sich in den DFB-Pokal

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Aus Löwen-Sicht war es am heutigen Tage sehr ruhig: Zeit für uns, euch unseren dritten und letzten Teil “Bilanz der laufenden Transferperiode” und unsere “Taktiktafel” vorzustellen. Schön, wenn man sich bei Sechzig auf das sportliche konzentrieren kann :).

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Stephanie Dilba – Ehrenrätin des TSV 1860 – wurde in die Task Force 3. Liga als Fanvertreterin bestellt.

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes hat in seiner heutigen Sitzung die personelle Besetzung der sogenannten Task Force „Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga“ beschlossen. Zwei Vertreter kommen aus Fan-Kreisen – mit dabei: 1860-Ehrenrätin Stephanie Dilba.

Die Task Force „Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga“ setzt sich aus insgesamt 21 Mitgliedern zusammen und soll sich nach dem Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens mit der Weiterentwicklung der Liga als Profiliga beschäftigen.

Eingesetzt wird das Gremium durch den außerordentlichen DFB-Bundestag auf Anregung des DFB-Präsidiums  – darin finden sich folgende Mitglieder:

Für den DFB

  • Dr. Friedrich Curtius (DFB-Generalsekretär)
  • Dr. Stephan Osnabrügge (Schatzmeister)
  • Peter Frymuth (DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung)
  • Oliver Bierhoff (Direktor Nationalmannschaften und Akademie)

Für die Drittligisten

  • Dr. Markus Merk (1. FC Kaiserslautern)
  • Manfred Schwabl (SpVgg Unterhaching)
  • Christian Seiffert (1. FC Saarbrücken)
  • Frank Strüver (KFC Uerdingen)

Fanvertretungen

  • Oliver Manthey (MSV Duisburg)
  • Stephanie Dilba (TSV 1860 München)

weitere Vertreter

  • Peter Peters (für die DFL als stellvertr. Präsidiumssprecher)
  • Steffen Schneekloth (für die 2. Bundesliga vom KSV Holstein Kiel)
  • Dr. Rainer Koch (als Stimme für die Regional- und Landesverbände)

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Keine Sympathie-Punkte, dafür möglicherweise eine sechsstellige Antrittsprämie für die 1. Runde im DFB-Pokal erhält Aufsteiger Türkgücü München, der sich erfolgreich in den Pokal geklagt hat. Die Hintergründe:

https://www.transfermarkt.de/turkgucu-munchen-klagt-sich-in-den-dfb-pokal-bdquo-wir-sind-zufrieden-ldquo-/view/news/370403

TAKTIKTAFEL – Der nächste Gegner des TSV 1860: Eintracht Frankfurt

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Morgen Nachmittag gastiert in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals mit Eintracht Frankfurt ein Bundesligist beim TSV 1860 auf Giesings Höhen. Wir werden Euch heute erstmalig einen Einblick in die zu erwartende Taktik des Gegners der Löwen geben. Da ist natürlich auch ein wenig Spekulation dabei, insbesondere, wenn es um die Frage geht, welche Spieler konkret eingesetzt werden. Aber sicher interessiert ja – außer unseren Coach Michael Köllner ? – auch den einen oder anderen Fan, womit wir Löwen im anstehenden Spiel zu rechnen haben.

Frankfurts Trainer Adi Hütter lässt in der Abwehr meistens mit einer Dreierkette spielen und im Mittelfeld – je nach Bedarf – mit flacher Fünferkette oder einem 4-1-System, bei dem mit Daichi Kamada (#15) ein sogenannter „Schattenstürmer“ im offensiven Mittelfeld hinter der Doppelspitze agiert.

Gegen Waldhof Mannheim in der letztjährigen 1. Pokalhauptrunde beispielsweise hat die Eintracht dieses 3-4-1-2 System auf den Platz gebracht. Da die SGE auch im letzten Testspiel vor dem morgigen Duell gegen Ajax Amsterdam in dieser taktischen Ausrichtung aufgelaufen ist, darf man annehmen, dass dies auch die taktische Grundausrichtung gegen die Löwen sein wird.

Die Dreierkette in Frankfurts Abwehr wird – je nachdem wie die Löwen ihre Angriffe vortragen – entweder breit, mit einem zentralen Innenverteidiger, oder eng, mit Unterstützung der Mittelfeldaußenspieler gegen den Ball arbeiten. Nach einer Balleroberung verlagern die Hessen das Spielgeschehen schnell ins Zentrum des Spielfeldes, wo sich die flexiblen Akteure Dominik Kohr (#28) und Sebastian Rode (#17), die beide sowohl den Part in der Schaltzentrale als auch im defensiven Mittelfeld spielen können, ihre Aufgaben teilen. Je nachdem, über welche Seite die Löwen ihre Angriffe lancieren, wird entweder der eine oder der andere aus der Mittelfeldviererkette situationsbedingt abkippen und versuchen, zu helfen die Angriffsbemühungen unserer Mannschaft zu unterbinden und Passwege in die Spitze zuzustellen. Von daher wird bei Vorstößen der Löwen einer der beiden als „Staubsauger“ vor der Abwehr fungieren und der andere nach gelungener Abwehraktion im defensiven Zentrum angespielt um den eigenen Angriffsverlauf zu steuern.

Die Mainstädter haben, da ihnen mit Filip Kostic der Topscorer aus der letzten Pokalsaison, wegen einer Rotsperre fehlt, auf der linken Mittelfeldseite eine mittelgroße Baustelle. Wer kann Kostic ersetzen? Qualitativ kann das keiner der anderen im Kader vorhandenen linken Mittelfeldspieler. Ich vermute, Hütter wird Neuzugang Steven Zuber (#11 – kam im Sommer aus Hoffenheim), der in der Vorsaison nicht annähernd an die Quote eines Kostic‘ herankam, die Aufgabe erteilen, diese Lücke zu schließen. Ob und wie gut der Schweizer schon in das Spiel der Frankfurter hineinfindet, wird sich zeigen. Es wird – geht man von dem im Würzburg-Spiel Gezeigten aus – vermutlich die Aufgabe von Erik Tallig und Marius Willsch bzw. Stephan Salger sein, das Flügelspiel auf der linken Frankfurter Angriffsseite zu unterbinden.

Auf der rechten Mittelfeldseite agierte bei der Eintracht gegen Ajax und auch schon zuvor gegen den PSV Eindhoven und den FC Basel Danny da Costa (#24). Etatmäßig ist der in Deutschland geborene Angolaner ein rechter Verteidiger, der allerdings in der Vergangenheit des Öfteren auf der Position im rechten Mittelfeld sein Können unter Beweis stellen durfte. Ob es von dort dann große Gefahr für die linke Löwenabwehrseite geben wird, steht und fällt nicht zuletzt mit dem Personal des TSV 1860 auf dieser Seite. Also mit Phillipp Steinhart, Johann Ngounou Djayo, Dennis Dressel oder Richy Neudecker – wen auch immer Trainer Köllner dorthin stellen wird. Wenn vor allem Steinhart konzentriert und einsatzfreudig an seine Aufgabe herangeht, kann das aus unserer Sicht klappen. Es wird aber kein leichtes Unterfangen, denn bei wettbewerbsübergreifenden acht Vorlagen und vier Toren von Da Costa in der vergangenen Spielzeit ist naturgemäß allergrößte Vorsicht geboten.

Im offensiven Mittelfeld hinter den Spitzen wird – wie schon erwähnt – der Japaner Daichi Kamada seine Kreise ziehen und versuchen die Spitzen zu bedienen oder eben selbst den Abschluss im Strafraum zu suchen. Zwölf Tore und neun Vorlagen stehen bei ihm in 2019/20 zu Buche. Ein ganz schönes Pfund, das da auf die Defensive unserer Löwen, die – wie es aussieht – im Mittelfeld Dennis Erdman bekleiden wird, zukommt.

Die beiden Mittelstürmer Andre Silva (#33) und Ragnar Ache (#22 – kam im Sommer von Sparta Rotterdam) sind – wie im modernen Fußball üblich – nicht auf ihre Positionen festgenagelt und daher ist es durchaus möglich, dass Silva, der auch als hängende Spitze spielen kann und Ache, der sich auch auf der Linksaußenposition wohl fühlt, mit Kamada einen fröhlichen Sturmkreisel bilden. Damit könnten die drei die Ordnung in der Hintermannschaft der Löwen kräftig durcheinanderbringen. Silva brachte es vergangene Saison in allen Wettbewerben auf 16 Tore und vier Vorlagen, Ache konnte für Sparta Rotterdam in der niederländischen Eredivisie in 21 Spielen fünf Treffer und drei Vorlagen verbuchen. Ladehemmung sieht anders aus.

Eintracht Frankfurt ist im Duell mit dem Drittligisten natürlich klarer Favorit, aber ich denke mit der Leistung aus dem Totopokalfinale und den weiteren Verstärkungen für Michael Köllners Mannschaft, brauchen die Löwen nicht von vornherein den Kopf in den Sand zu stecken. Wir können uns auf einen spannenden Pokalfight zwischen zwei Traditionsmannschaften, die sich in diesem Wettbewerb nicht zum ersten Mal gegenübertreten, freuen.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Die vermutliche Aufstellung der SGE:

Trapp

 

Abraham      Hinteregger      N‘Dicka

 

Da Costa      Kohr        Rode            Zuber

 

Kamada

 

Ache    Silva

Bilanz der laufenden Transferperiode – Teil 3: Der Handlungsbedarf

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Foto von Anne Wild - Mannschaftsbild TSV 1860 München

In den ersten beiden Teilen unseres Transferanalyse haben wir Euch die Abgänge und die Neuzugänge bei den Löwen vorgestellt. Heute beleuchten wir abschließend, wo der Kader noch sinnvoll verstärkt werden sollte.

Zuerst aber eine kurze Analyse der aktuellen Transferstrategie: Schaut man sich die zahlreichen Abgänge an, stellt man eine Gemeinsamkeit fest: Alle Spieler, die 1860 verlassen haben, sind nicht mehr die jüngsten (Ausnahme: Noel Niemann – aber dessen Abgang war ja von den Verantwortlichen eigentlich auch nicht gewünscht. Hier nochmal unsere kritischen Worte zu diesem Wechsel) und waren deswegen wohl aus Sicht der sportlichen Leitung nicht mehr in der Lage, sich noch substantiell weiterzuentwickeln. Auch wenn’s bei den Abgängen bzw. Nicht-Vertragsverlängerungen einige emotional harte Entscheidungen gab, waren diese dennoch nachvollziehbar.

Bei den Neuzugängen setzen Günter Gorenzel und Michael Köllner bisher auf eine Mischung aus jungen, teilweise sogar sehr jungen Talenten aus dem eigenen NLZ, aus Spielern, die jung und dennoch reif genug für eine Rolle als Stammspieler in der 3. Liga sind (Tallig, Neudecker) und auf erfahrene Spieler, die wiederum die jungen Spieler führen sollen. Außerdem scheint der Löwendompteur mit eine kleineren Team als Daniel Bierofka arbeiten zu wollen. Während beim Vorgänger stets über 30 Spieler im Kader standen, sind aktuell nur 25 Löwen im Kader und es ist nur noch von allerhöchstens zwei oder drei Neuzugängen auszugehen.

Blickt man auf den ganzen Löwenkader, sieht man einige Führungsspieler im besten oder sogar im fortgeschrittenen Fußballeralter (z.B. Mölders, Steinhart, Erdmann, Lex). Dazu kommen junge, hungrige Spieler, die ihre Tauglichkeit für die 3. Liga bereits bewiesen haben (z.B. Hiller, Dressel, Tallig) sowie solche, die ihr Können schon zeigen, sich aber noch nicht für Stammplätze empfehlen konnten, wie Greilinger und Klassen. Hinzu kommt eine ganze Menge junger Talente, die diese Saison ihre Chance bekommen werden, sich für einen Stammplatz zu empfehlen.

Was ein wenig fehlt, sind noch ein paar erfahren Spieler, die Führungsaufgaben in der Mannschaft wahrnehmen und den Jungen den Weg in den Profifußball weisen können. Hier hat die sportliche Leitung den Spagat zu bewältigen, dass diese potentiellen Neuzugänge auch bereit sind, auf Einsatzzeiten zu verzichten, um den jungen Kerlen genügend Einsatzzeiten zu ermöglichen, um sich weiterzuentwickeln.

Blickt man auf die konkreten Positionen auf dem Feld, so erscheinen Verstärkungen im Sturm am nötigsten. Hier hängt zu viel an Sascha Mölders. Sollte der “Fußballgott” verletzt ausfallen, wird es dünn im Sturm. Vor allem im Zentrum. Außerdem sollte bereits jetzt ein Nachfolger für die nächsten Jahre aufgebaut werden. Daher müsste ein erfahrener Stürmer mit Brecherqualitäten die erste Priorität bei der Suche nach finalen Neuzugängen genießen. Ein weiter Stürmer, um die taktischen Möglichkeiten in der Offensive zu erweitern und auch auf Ausfälle von Lex und Greilinger reagieren zu können, erscheint als zweite Priorität.

Das Mittelfeld ist ausreichend besetzt, wenn auch nicht mehr ganz so breit wie in der letzten Saison. Hier scheinen aber weitere Neuzugänge aktuell am wenigstens nötig.

In der Verteidigung hingegen könnte ein weiterer gestandener Innen- oder Außenverteidiger (für die rechte Seite) noch sinnvoll sein, um Ausfälle durch Verletzungen oder Sperren zu kompensieren und Michael Köllner mehr taktische Varianten zu ermöglichen.