Die Zukunft des Grünwalder Stadions bleibt ein zentrales Thema der Münchner Stadtpolitik – auch nach der Oberbürgermeisterwahl. Nachdem im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit erreicht wurde, kommt es zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber Dieter Reiter und Dominik Krause. Parallel dazu sorgen auch neue Aussagen aus dem Umfeld des TSV 1860 für Diskussionen.
Neues zur Zukunft des Grünwalder Stadions
Wie die Abendzeitung berichtet, hat sich Walter Lechner, Vorsitzender der Stadionkommission des TSV 1860 München, ausführlich zur Strategie der Löwen beim möglichen Ausbau des Grünwalder Stadions geäußert. Demnach liege man weiterhin im Zeitplan. Grundlage der Gespräche mit der Stadt sei unter anderem die laufende Machbarkeitsstudie sowie die Idee eines Erbpachtmodells.
Dabei greifen die Löwen weiterhin ein Argument von Reiter auf: Der Münchner Oberbürgermeister hatte erklärt, dass die Stadt ohnehin rund 40 Millionen Euro investieren müsste, um das Stadion langfristig zu sanieren. Aus Sicht der Stadionkommission könnte genau dieser Betrag Teil einer Lösung sein. Sollte der TSV 1860 das Stadion über eine Erbpacht übernehmen, würde der Verein die nötige Sanierung selbst durchführen und gleichzeitig den Ausbau auf rund 25.000 Plätze realisieren.
Lechner verweist zudem auf mögliche wirtschaftliche Effekte für München. Ein erfolgreicher Profiklub bringe Aufmerksamkeit, Image, Tourismus und zusätzliche Steuereinnahmen für die Stadt.
Parteiübergreifendes Netzwerken der Löwen
Bemerkenswert ist zudem laut Felix Müller, wie intensiv die Löwen zuletzt parteiübergreifend Kontakte in die Politik geknüpft haben. Es waren in den vergangenen Wochen zahlreiche Kommunalpolitiker rund um das Grünwalder Stadion zu Gast – darunter etwa Ex-Bunte-Chefin Patricia Riekel (FDP), Michael Piazolo (Freie Wähler), CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner sowie mehrere Vertreter der Grünen. Die Löwen hätten “so engagiert und parteiübergreifend genetzwerkt wie nie” und viele Politiker zu Gesprächen eingeladen.
Das könnte sich noch als kluger Schachzug erweisen – denn ein einfaches “Nein” zu möglichen Ausbauplänen dürfte dadurch politisch deutlich schwieriger werden, sollte das Thema noch in diesem Jahr im Stadtrat landen.
Atmosphäre im Stadion “immer Champions League”
Kandidat Dominik Krause, der in der Stichwahl gegen Amtsinhaber Dieter Reiter antritt, hat sich kürzlich in einem vielbeachteten Video auf TikTok und Instagram klar positioniert. Mit rund 244.000 Aufrufen auf Instagram gehört der Clip zu seinen meistgesehenen Beiträgen.
Darin beschreibt Krause, warum er so gerne in Giesing lebt: Das Grünwalder Stadion sei etwas Besonderes für den Stadtteil. An Spieltagen verwandle sich die Tegernseer Landstraße in eine große Party. Ohne das Stadion wäre Giesing “nur halb so schön”, das Lebensgefühl ein anderes. Die Atmosphäre im Stadion sei “immer Champions League”. Gleichzeitig betont Krause aber auch, dass es bei der Infrastruktur Verbesserungsbedarf gebe – und spricht sich deshalb für einen Ausbau des Stadions aus.
Bereits im Vorfeld der Wahl hatten sich zahlreiche Münchner OB-Kandidaten zur Zukunft des Grünwalder Stadions positioniert. Einen Überblick über die damaligen Aussagen findet Ihr HIER!
















