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Generalprobe gelungen: 1860 gewinnt 4:0 in Regensburg

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Knapp eine Woche vor dem Saisonauftakt bei Rot-Weiss Essen zeigte sich der TSV 1860 München bereit für den Saisonstart. Gleich mit 4:0 besiegte 1860 Jahn Regensburg im letzten Testspiel der Saisonvorbereitung 2056/26.

Glöckner beginnt mit möglicher Startelf für Essen

Patrick Glöckner verzichtete bei der Generalprobe für die Mission Aufstieg bei Jahn Regensburg auf Experimente in der Aufstellung. Dähne hütete das Tor, davor agierten in der Dreierkette Dulic, Verlaat und Voet. Auf der Doppelsechs starteten Jacobsen und Deniz, auf den Flügeln kamen Danhof (rechts) und Pfeifer (links) zum Einsatz. Hinter den Spitzen Haugen und Niederlechner zog Kevin Volland im offensiven Mittelfeld die Fäden. Eine durchaus denkbare Startelf auch für das Spiel an der Hafenstraße am Freitag.

Intensive Anfangsphase

Beide Seiten gingen mit Volldampf ins Spiel. So entwickelte sich ein übersurchschnittlich intensives Testspiel in den ersten 25 Minuten. Es wogte hin und her und es gab einige sehenswerte Strafraumszenen für beide Teams. Die besten Chancen hatten Niederlechner für 1860 (Latte, 22. Minute) und Stolze für Regensburg, dessen Abschluss Zentimeter vor der Torlinie parallel am Tor vorbei trudelte. Dann war es Kevin Volland, der die Löwen in Führung brachte. Er jagte einem Regensburger im Mittelkreis den Ball ab und sah, dass Gebhardt zu weit vor seinem Kasten stand. Wie Jacobsen und Deniz in der Vorsaison hielt er von der Mittellinie drauf und erzielte über Gebhardt hinweg das 1:0 für die Löwen.

1860 dominiert Regensburg nach dem Führungstreffer

Danach wirkte der Jahn angeknockt und die Giesinger übernahmen die Spielkontrolle und gaben sie nicht mehr her. Löwen-Leader Volland legte aus dem Gewühl per Abstauber vor der Pause noch das 2:0 nach. Das war gleichzeitig der Halbzeitstand. Im zweiten Durchgang konnte Sechzig es sich leisten, einen Gang zurückzuschalten von Regensburg kam nur noch ganz wenig. Zusätzlich störten auch einge Wechsel den Spielfluss beider Mannschaften. Besonders auffällig war die Löwendefensive in dieser Spielphase, die den Regensburgern durch brilliantes Stellungsspiel keinerlei offensiven Zugriff erlaubten.

Verlaat und Kozuki machen es deutlich

Nach einem Deniz-Freistoß machte Verlaat endgültig Alles klar, als er einen Ball per Kopfball Bogenlampe zum 3:0 für Sechzig ins Regenburger Netz verlängerte. Dulic hatte dabei ein Missverständnis zwischen Pollersbeck und einem Regensburger Verteidiger provoziert. Es folgten weitere Wechsel. Am Ende wechselte Glöckner bei 1860 alle Feldspieler aus. In der 91. Minute zirkelte Philipp dann einen ganz feinen Pass in die Tiefe auf Kozuki, der seinen Gegenspielern enteilte und den Ball überlegt von der Strafraumlinie über den herausstürmenden Pollersbeck zum Endstand von 4:0 ins Tor hob.

Sechzig ist gerüstet für den Saisonstart

1860 zeigte in Regensburg ein ganze reife Leistung. Neben der Offensive, die natürlich mit vier Auswärtstoren aufhorchen lässt, muss man auch die Defensive der Löwen explizit loben. Im Defensivverbund stand Sechzig extrem sicher und die Regensburger fanden in der zweiten Hälfte keine Mittel, um gefährlich in den Strafraum der Löwen eindringen zu können. Fazit: Die Hausaufgaben sind gemacht, es kann losgehen!

Liveticker: Jahn Regensburg – TSV 1860 München (Testspiel)

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Liveticker Jahn Regensburg TSV 1860

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem SSV Jahn Regensburg und dem TSV 1860 München! Die beiden Ligakonkurrenten treffen eine Woche vor Saisonstart in einem Testspiel aufeinander.

Am kommenden Freitag eröffnen die Löwen in Essen die neue Drittliga-Saison und beide Teams gelten bei den Buchmachern durchaus als Kandidaten für den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Genau dort spielte auch der SSV Jahn Regensburg in der vergangenen Saison noch, bevor sie den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten mussten. In der Generalprobe vor dem Saisonstart reist der TSV 1860 heute in die Oberpfalz – ein sicherlich interessanter Gradmesser, bevor es in der Liga wieder ernst wird.

Mögliche Aufstellung:
Dähne – Dulic (87. Reinthaler), Verlaat (87. Schifferl), Voet (87. Maier) – Jacobsen (84. Wolfram), Deniz (80. Christiansen) –  Danhof (72. Schröter), Volland (72. Philipp), Pfeifer (80. Jakob) – Haugen (80. Kozuki), Niederlechner (72. Hobsch)

Bank:
Bachmann (TW), Philipp, Steinkötter, Christiansen, Kozuki, Reinthaler, Schröter, Jakob, Maier, Wolfram, Hobsch, Schifferl

Tore: 0:1 Volland (26. Minute), 0:2 Volland (38. Minute), 68. 0:3 Verlaat (68. Minute), 0:4 Kozuki (91. Minute)

 

Die Personalsituation

Es fehlen:
Miran Qela hat sich einen Finger gebrochen und kann daher vorerst nicht zum Einsatz kommen. Zudem hat Patrick Glöckner angekündigt, die Partie unter Wettkampfbedingungen bestreiten zu wollen und deshalb nur 20 Spieler mit in die Oberpfalz zu nehmen. Es könnte also bereits zu den ersten Härtefällen kommen, da es in der Liga ja die U23-Regel zu beachten gilt.

Wo könnt ihr das Spiel Jahn Regensburg – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Spiel in Regensburg wird live auf Löwen-TV übertragen, dafür wird jedoch eine geringe Gebühr fällig. Der sechzger.de Liveticker hingegen ist natürlich wieder kostenlos und ohne Werbung!

TSV München von 1860 e.V. wird aktiv gegen Hass&Hetze im Netz

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TSV 1860 München e.V.

Hass und Hetze sind insbesondere im Internet immer wieder zu beobachten und kein Phänomen, das sich auf den TSV München von 1860 e.V. beschränkt. Die Löwen allerdings wollen dagegen nun aktiv vorgehen und suchen Rechtsrefendare, die ein Pflichtpraktikum  bei München großer Liebe absolvieren wollen.

Pflichtpraktikanten gegen Hass und Hetze beim TSV 1860 gesucht

Verbale Abrüstung fordert das neue Präsidium um Gernot Mang, Peter Schaefer, Christian Dierl und Heinz Schmidt seit ihrer Wahl Anfang Juli. Im persönlichen Umgang könnte die gewünschte Maßnahme derzeit durchaus fruchten, da die Euphorie und Vorfreude auf die neue Spielzeit riesig ist. In der Anonymität des Internets bleibt ein solcher, geäußerter Wunsch allerdings oft unerhört. Doch dass es das Gremium ernst meint mit ihrer Abrüstung, zeigt nun eine am Freitag veröffentlichte Stellenanzeige auf der Homepage des TSV München von 1860 e.V.

Angeboten wird dabei ein “Pflichtpraktikum für Rechtsreferendare (m/w/d)“. Es wartet eine vielfältige Aufgabe auf die Kandidatinnen und Kandidaten. In der Stellenausschreibung ist nicht nur das Gesellschafts- und das Allgemeine Zivilrecht genannt, sondern auch das Vereinsrecht. Mit all diesen Bereichen würden die Praktikanten in Berührung kommen. Darüber hinaus wären “Strafrechtliche Bezüge” ein Thema. Die Stellenanzeige wird dabei noch konkreter und spricht von “modernen Bedrohungsszenarien“.

Wirft man einen Blick in die Kommentarbereiche bei Facebook, Instagram oder den Blogs rund um die Löwen wird deutlich, dass diese Formulierung keine Übertreibung ist. Hass & Hetze im Internet ist rund um den TSV 1860 München wahrlich kein Einzelfall. Zur Einordnung gehört allerdings auch, dass dies derzeit einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung entspricht und das Phänomen nicht nur bei den Löwen auftritt. Dennoch möchte das Präsidium hier eine klare Grenze ziehen und künftig deutlich stärker gegen entsprechende Kommentare vorgehen. Dies wurde bereits bei der Mitgliederversammlung angekündigt, nun folgt eine erste konkrete Maßnahme. Dass es Mang & Co. ernst meinen, ist alleine schon an einem Aspekt abzulesen. Unter dem Abschnitt “Deine Aufgaben” heißt es unter anderem: “Mitwirkung bei der Koordination und dem Austausch mit den zuständigen Strafverfolgungsbehörden“. Ähnliche Bedrohungen und Beleidigungen, wie sie beispielsweise Ex-Präsident Robert Reisinger über sich ergehen lassen musste, sollen künftig an der Grünwalder Straße der Vergangenheit angehören.

U21 – Geretsried: Starkregen sorgt für Spielabbruch

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Tsv 1860 U21 Tus Geretsried Starkregen Spielabbruch

Als Tabellenführer startete die U21 des TSV 1860 in den 2. Spieltag der Bayernliga Süd. Auch gegen den TuS Geretsried waren die Löwen auf der Siegerstraße, ehe der Starkregen einsetzte und nach 65 Minuten für einen Spielabbruch sorgte.

Lange Warteschlange am Eingang

Aus dem erweiterten Profikader konnte Trainer Alper Kayabunar diesmal auf Torwart Paul Bachmann und die beiden Abwehrspieler Lasse Faßmann und Finn Fuchs zurückgreifen. Aufsteiger TuS Geretsried, der sich zum Auftakt 1:1 vom FC Ismaning getrennt hatte, versteckte sich jedoch keineswegs und wollte dem letztjährigen Bayernliga-Vizemeister Paroli bieten.

Vor dem Spiel hatten sich lange Schlangen am Kassenhäuschen an der Grünwalder Straße 114 gebildet, kurze Zeit später gingen die Eintrittskarten aus und manch Zuschauer kam erst auf den Fünfer-Platz, als die Partie bereits 20 Minuten lief. Insgesamt fanden sich rund 400 Zuschauer am Trainingsgelände ein, um die U21 zu unterstützen.

Starkregen sorgt für Spielabbruch

Auf dem Platz waren die Löwen zwar über weite Strecken spielbestimmend, taten sich gegen couragiert und konzentriert agierende Gäste jedoch schwer. So dauerte es eine halbe Stunde, bis Xaver Kiefersauer die Löwenfans mit seinem zweiten Saisontor erlöste (31.). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen und es sah so aus, als sei die U21 mit dem Führungstreffer auf die Siegerstraße eingebogen.

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich jedoch die Gäste aus Geretsried in der Offensive und Löwen-Torwart Paul Bachmann musste nach einer knappen Stunde sein ganzes Können aufbieten, um einen Kopfball aus nächster Nähe zu entschärfen. Und dann kam der Regen… Was als leichtes Tröpfeln begann, entwickelte sich schnell zum Starkregen und sorgte nach 65 Minuten erst für eine Unterbrechung der Partie und dann folgerichtig auch zum Spielabbruch. Wann das Spiel wiederholt wird, wird in den kommenden Tagen festgelegt.

Tsv 1860 U21 Tus Geretsried Torjubel
Nach dem 1:0 gab es für die Löwen noch Grund zum Jubeln

Ticketinfo für TSV Geiselbullach – TSV 1860 München (Toto-Pokal)

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Geiselbullach Aufstieg 2025

In der zweiten Runde des bayerischen Toto-Pokals bekommt es der TSV 1860 München mit dem TSV Geiselbullach zu tun. Die Gastgeber haben nun ein erstes Update zu Tickets veröffentlicht. Die Partie findet Anfang August auf der Anlage des Bezirksligisten statt.

Tickets für TSV Geiselbullach – TSV 1860 München

Nach dem deutlichen Sieg gegen den Kreisligisten SC Reichmannsdorf wurde in dieser Woche bereits der Gegner in der zweiten Runde des Toto-Pokals ermittelt. Als einziger Kreispokalsieger verblieb der TSV Geiselbullach nach einem Sportgerichtsurteil im Wettbewerb. Regionalligist Buchbach hatte unerlaubterweise einen gesperrten Spieler eingesetzt und schied daher trotz eines 1:8-Erfolges aus dem Wettbewerb aus. Der Bezirksligist durfte sich daher seinen nächsten Gegner aussuchen und wählte dabei standesgemäß die Löwen. Die Begegnung wurde bereits final terminiert, Anpfiff ist am Dienstag, den 05.August um 18:15 Uhr.

Den TSV Geiselbullach haben bereits zahlreiche Ticketanfragen für das Spiel gegen den TSV 1860 München erreicht. Wie die kommenden Gastgeber nun mitteilten, findet am Mittwoch eine Begehung mit der Stadt und der Polizei statt. Erst wenn alle Details zur Austragung geklärt sind, kann der Kartenvorverkauf offiziell beginnen. Bis dahin ist also noch ein wenig Geduld gefragt. Für den Bezirksligisten dürfte die Partie eine logistische Meisterleistung werden. Schließlich sind es nur noch elf Tage, bis der Ball im Toto-Pokal wieder rollen wird.

Sobald die Modalitäten zum Ticketverkauf bekannt sind, werden sie in diesem Artikel ergänzt.

Update 05.08.2025: Mittlerweile steht fest, dass wenige Karten für Löwenfans am Donnerstag, den 07.August direkt am Trainingsgelände erhältlich sein werden. Die Partie wurde um eine Woche verlegt und wird nun am 12.08.2025 in Geiselbullach ausgetragen.

Titelbild: Meisterfeier des TSV Geiselbullach 

Karl Christian Bay: Der Käufer wurde überprüft

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In einem Interview mit der Abendzeitung, das am heutigen Freitag veröffentlicht wurde, äußert sich Ex-Vizepräsident und -Aufsichtsrat Karl Christian Bay – hinter der Bezahlschranke – zu den Vorgängen rund um den geplatzen Verkauf der Anteile von Hasan Ismaik an der TSV 1860 KGaA.

Die Bombe platzt am letzten Freitag

Heute vor einer Woche platzte die Bombe. Der schon sicher geglaubte, und zwei Wochen zuvor am Wochenende der Mitgliederversammlung des TSV 1860 e.V. öffentlich gewordene Investoren-Deal platzte. Hasan Ismaik bleibt den Löwen – vorerst – erhalten. Viel wurde in der vergangenen Woche spekuliert. Wie schon in den beiden Wochen zuvor, als es allerdings noch um die Frage ging, wer der ominöse Geldgeber denn sein könnte. Nach den Meldungen des vergangenen Freitags ging es um die Schuldfrage für das Scheitern. Und das Warum. Im Fokus stand dabei speziell das ehemalige, auf besagter MV durch vier Nachfolger ersetzte Präsidium der Löwen. Ex-Vize Karl Christian Bay zog noch am besagten Freitag die Konsequenzen und trat von seinem Amt als Aufsichtsrat der KGaA zurück.

Aussagen von Karl Christian Bay

Im Interview mit der Abendzeitung äußert er sich nun…

…zum Ausgangspunkt der Idee des Verkaufs von Ismaiks Anteilen:

Ich habe im Herbst 2024 (…) mitgeholfen, eine drohende Insolvenz abzuwenden. In diesem Kontext haben wir (…) auch über einen möglichen Verkauf der Anteile von HAM gesprochen. Vor dem Hintergrund persönlichen Vertrauens und nachgewiesener Bereitschaft zur Lösungsfindung wurde ein Investorenprozess gestartet. In der Folge hat sich eine ganze Bandbreite von Investoren gemeldet. Das Präsidium hat dabei eine Reihe von Investoren empfohlen.

…woher der Kontakt zu Matthias Thoma kam:

…dieser Kontakt kam nicht von uns (dem ehemaligen Präsidium, Anm.d.Red.), auch an der Auswahlentscheidung waren wir nicht beteiligt. Ich war zu diesem Zeitpunkt in Verhandlungen mit einem anderen, von der Vereinsseite präferierten Investor. Die Gespräche mit Herrn Thoma waren aber offensichtlich ebenfalls schon weit fortgeschritten.

…die Seriösität des Käufers. Stichwort “Briefkastenfirma”:

Zum Zeitpunkt als ich die Gespräche eingebunden war, lag bereits eine Prüfung des potenziellen Käufers durch eine renommierte Anwaltskanzlei vor. Zudem haben wir im Rahmen der Verhandlungen und Gespräche mehrfach nachgefragt, ob entsprechende Compliance-Prüfungen erfolgt sind. Aus diesen Ergebnissen ergaben sich keine entsprechenden Erkenntnisse zu einer “Briefkastenfirma”.

…aufkommende Zweifel an der Seriösität Thomas’ als Vermittler:

Ja, es sind ernstzunehmende Zweifel entstanden und wir haben diese täglich mit Vertretern der HAM besprochen.

…die nötige Überprüfung eines potenziellen Käufers der Anteile an der KGaA

Ich bedaure persönlich sehr, dass sich berechtigte Fragen im Hinblick auf die Seriösität und Bonität des Käufers erst nach der Verkündung der Transaktion als nicht zufriedenstellend beantwortet herausgestellt haben. Selbstverständlich musste der Käufer umfassend geprüft werden. Vorliegend war bereits eine renommierte Anwaltskanzlei mit dieser Prüfung beauftragt, deren Erkenntnisse sie zudem mit dem Verein geteilt hat. Wir haben im Rahmen der Verhandlungen wiederholt nachgefragt: Habt ihr den Interessenten eingehenden Prüfungen unterzogen? Die Antwort lautete: “Ja, Compliance-Prüfungen sind erfolgt.”

Mindestens eine Frage bleibt stehen

Auch nach diesem Interview mit Karl Christian Bay bleibt die Frage im Raum stehen, wie es möglich war, dass ein offensichtlich höchst unseriöser Interessent an den Anteilen Hasan Ismaiks am TSV 1860 sowohl die mit renommierten Anwaltskanzleien zusammenarbeitende Verkäuferseite, als auch die Vertreter des Vereins so lange und intensiv blenden konnte, dass die Protagonisten bereit waren, die Transaktion am Tag vor der Mitgliederversammlung, also am 5. Juli als gesichert zu verkünden.

Den Tabellenführer 1860 sehen: Amas heute gegen Geretsried

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Zugegebenermaßen ist erst ein Spieltag absolviert und die Tabelle noch nicht sonderlich aussagekräftig. Und doch besteht die Möglichkeit, heute Abend um 18.60 Uhr die U21 des TSV 1860 als Tabellenführer der Bayernliga Süd bei ihrem zweiten Pflichtspiel der Saison zu begutachten. Angenehmerweise muss man dazu nicht bis nach Gilching fahren, sondern der Weg führt die potenziellen Interessenten ans Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114.

Überbrückung bis zum Drittligastart

Genau eine Woche müssen die Löwenfans sich noch gedulden, ehe auch die Profis des TSV 1860 wieder im Ligaalltag unterwegs sind und zum Auftakt (1. August, 18.60 Uhr, im sechzger.de-Liveticker) gleich einen der weiteren Aufstiegsfavoriten, nämlich Rot-Weiss Essen herausfordern. Zur Überbrückung der Wartezeit drängt sich doch ein Besuch der Amas auf, die vergangenen Freitag beim offiziellen Ligaauftakt in Kottern fulminant in die Spielzeit gestartet waren und mit einem 4:1-Erfolg gleich die Tabellenspitze erklimmen konnten.

Nächster Streich zum Saisonauftakt?

Das sah nach der eher durchwachsenen Vorbereitung, die den neuen Coach Alper Kayabunar aber nicht verängstigt hatte, wie er in unserem Interview nach dem Auftaktsieg in Kottern verriet, schon sehr gut aus, was die Junglöwen da im Allgäu auf den Rasen brachten. Wäre zu schön, wenn sie daran heute direkt anknüpfen könnten und dies auch noch vor zahlreichen anwesenden Löwenfans! Wie in der Vorsaison können wir den Besuch der Spiele der zweiten Mannschaft des TSV 1860 allen Anhängern nur ans Herz legen.

Große Vorfreude bei den Amas

Dieser Empfehlung schließt sich Trainer Kayabunar natürlich an. Er tauchte am Montag Abend zur zweiten Halbzeit beim Ligaauftakt seines ehemaligen Teams Türk Gücü gegen den SV Erlbach (0:1) auf. “Gegnerbeobachtung” auf dem Heimweg vom Training mit seiner eigenen Mannschaft, erklärte er vor Ort gegenüber sechzger.de. Zum Heimauftakt der Amas am heutigen Abend sagte er:

Die Vorfreude ist natürlich sehr sehr groß. Ich merk’ das auch an den Jungs, dass die sich, als wir die Nachricht bekommen haben, dass wir am Trainingsgelände spielen, extrem gefreut haben. Wenn wir daheim spielen und viele Löwenfans kommen, ist es umso schöner.

Geretsried, Liganeuling

Die heutigen Gäste aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind einer von vier Aufsteigern in die Bayernliga Süd. In der Landesliga Südost belegten sie in der Vorsaison den zweiten Platz. Mit satten 15 Punkten Rückstand auf die Sportfreunde Schwaig. In den Finalspielen der Relegation setzten sie sich dann aber relativ problemlos (mit 4:0 und 1:2) gegen den Landesliga Südwest-Zweiten, den TSV Schwabmünchen durch. In den letzten neun Jahren gehörte der TuS Geretsried kontinuierlich der sechstklassigen Landesliga (sechs Spielzeiten im Südosten, drei im Südwesten) an, die man jeweils mit Platzierungen zwischen Rang fünf und elf abschloss, ehe 2025 mit dem Aufstieg in die Bayernliga der größte Erfolg der Vereinsgeschichte gelang.

Auftakt gegen Ismaning

Zum Saisonauftakt empfing Geretsried am vergangenen Samstag im heimischen Isaraustadion den FC Ismaning und trennte sich vor 250 Zuschauern mit 1:1 vom 13. der Vorsaison, der die Abstiegsrelegation im Frühjahr nur knapp vermeiden konnte. In der Vorbereitung auf die Spielzeit konnten der Aufsteiger durchaus überzeugen, musste nur eine Niederlage gegen den Ligakonkurrenten Deisenhofen (1:2) hinnehmen. Die Junglöwen sollten also trotz der – aufgrund des Saisonauftakts – auf dem Papier natürlich vorhandenen Favoritenrolle vor den Gästen gewarnt sein.

Titelbild: Vor knapp einem Jahr trennten sich die Amas in einem Freitagabendspiel am Trainingsgelände im Spitzenspiel torlos vom SV Erlbach.

Neues Ausweichtrikot des TSV 1860: erste Bilder aufgetaucht

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Heimtrikots TSV 1860 München Saison 2025 26 Symbolbild Wunschaufstellungen

Die neuen Heim- und Auswärtstrikots des TSV 1860 München wurden in den letzten Tagen bereits offiziell vorgestellt. Insbesondere das Jersey für die Auftritte im Grünwalder Stadion erfreut sich dabei großer Beliebtheit. Nun sind im Internet auch erste Bilder vom möglichen Ausweichtrikot aufgetaucht.

Neues Ausweichtrikot cremefarben gehalten

In welchem Dress die Löwen in den Heim- und Auswärtsspielen jeweils auf Punktejagd gehen werden, ist seit einigen Tagen bereits bekannt. Das Heimtrikot ist in weißen und hellblauen Streifen gehalten (siehe Titelbild), die Auswärtsvariante ist zu großen Teilen dunkelblau und mit hellblauen Akzenten versehen. Der Ausrüsterwechsel scheint aus optischen Gründen eine gute Entscheidung gewesen zu sein. Die Jerseys des Herstellers Joma erfreuen sich großer Beliebtheit. Sowohl vor Galeria Kaufhof, wo das Auswärtstrikot offiziell präsentiert wurde, als auch vor dem Fanshop an der Grünwalder Straße beim Fanfest bildeten sich jeweils lange Warteschlangen. Viele Löwenfans wollten sich so schnell wie möglich mit den neuen Jerseys versorgen.

Den ersten Ligaauftritt werden die Löwen in einer Woche im dunkelblauen Trikot absolvieren. Der Gegner zum Auftakt ist Rot-Weiss Essen (Freitag 18:60 Uhr sechzger.de  Liveticker). Bereits beim Pflichtspielauftakt in Reichmannsdorf trug die Mannschaft von Patrick Glöckner die Auswärtsvariante.

Nun sind im Internet auf einer englischen Seite auch erste Bilder vom neuen Ausweichtrikot des TSV 1860 München aufgetaucht. Dieses Dress ist cremefarben gestaltet. Die Akzente an Kragen, Ärmeln sowie die Sponsoren- und Herstelleraufdrucke sind in dunkelgrün gehalten. Preislich wird das dritte Trikot dort für 95,99€ angeboten und ist auch bereits bestellbar. Die offizielle Vorstellung seitens der Löwen soll Anfang August erfolgen. Insgesamt dürfte dieses Trikot allerdings nur selten zum Einsatz kommen.

Ergänzung: Der unten als Bildquelle angegebene Link auf classicfootballshirts.com wurde kurz nach Erscheinen dieses Artikels deaktiviert.

 

Ausweichtrikot TSV 1860 München Saison 2025 26 VorderseiteAusweichtrikot TSV 1860 München Saison 2025 26 Rückseite

Bildquelle: https://www.classicfootballshirts.co.uk

Sechzig um Sieben: Löwen im Pokal nach Geiselbullach

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Sechzig um Sieben: Fuchs wechselt zum BvB II

Das Wochenende naht und damit das erste Bayernliga-Heimspiel der Löwen-Amateure am heutigen Freitag um 18:60 Uhr am Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 gegen den TuS Geretsried. In Sechzig um Sieben informieren wir Euch wie immer über alles, was rund um den TSV 1860 München am gestrigen Donnerstag passiert ist. Unter anderem steht nun fest, dass die Sechzger in der zweiten Runde des Toto-Pokals in Geiselbullach ran müssen.

Löwen im Pokal nach Geiselbullach

Den Löwen bleibt in der zweiten Runde des Toto-Pokals eine weite Reise erspart. Sie müssen beim TSV Geiselbullach ran. Eigentlich hatte der Kreis-Sieger aus dem Kreis Zugspitze sein Erstrundenspiel gegen den TSV Buchbach mit 1:8 verloren. Da Buchbach aber einen Spieler eingesetzt hatte, der zuvor in einem Testspiel im Ausland Rot gesehen hatte und gesperrt war, zog Geiselbullach in die zweite Runde ein und sicherte sich dort ein Duell gegen Münchens große Liebe. Gespielt wird am Dienstag, 5. August, um 18:15 Uhr in Geiselbullach.

Verwaltungsrat äußert sich zum gescheiterten Ismaik-Deal

Nachdem der Verkauf der Ismaik-Anteile gescheitert ist, geht die Analyse weiter. Nun meldet sich der Verwaltungsrat zu Wort und kritisiert, nicht über den bevorstehenden Kauf informiert worden zu sein. Noch seien Dokumente vorgelegt worden. Man geht auf Seiten des Verwaltungsrats davon aus, dass man wenigstens Zeit hätte gewinnen können. Und damit den potenziellen neuen Investor einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Die Antworten des Verwaltungsrats auf den Fragenkatalog von sechzger.de findet ihr hier!

Live-Talk am Montag im Bamboleo

Nächste Woche steigt die große Premiere. Um Euch den Start in die Woche zu versüßen veranstalten wir am Montag im Bamboleo der erste sechzger.de Live-Talk. Erstmals sprechen Christian, Jan, Peter und Thomas S. vor Euch live über die neuen Trikots, den Kader und den Saisonstart. Bei der Schnellraterunde ist dann auch das Publikum gefordert und ihr dürft Euch auf einen prominenten Überraschungs-Gast freuen, alle Infos findet ihr hier!

Heute geht’s am Fünfer um Punkte

Das war’s auch schon für heute bei Sechzig um Sieben. Wir sehen uns heute Abend auf dem Fünfer am Trainingsgelände zum Match der Löwen-Amateure gegen den TuS Geretsried, oder am Samstag zur Generalprobe der Profis in Regensburg. Einen schönen Freitag Euch allen – auf die Löwen!

Gescheiterter Anteilsverkauf: Das sagt der Verwaltungsrat

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Verwaltungsrat TSV München Von 1860 E.V. Nach Der Mitgliederversammlung 2025

Seit mittlerweile sechs Tagen steht fest, dass der geplante Verkauf von Hasan Ismaiks Anteilen an der TSV 1860 München KGaA vorerst gescheitert ist. Täglich kommen neue, teils äußerst dubiose Details ans Licht. Auf Anfrage von sechzger.de äußert sich nun der Verwaltungsrat zu den Geschehnissen.

Fehlende Einbindung in den Investorendeal

Am Freitag, den 18.Juli beherrschte der TSV 1860 München auf einmal erneut deutschlandweit die Sport-Schlagzeilen. Nachdem man bereits dachte, die Anteile von Hasan Ismaik seien so gut wie verkauft, wurde man eines Besseren belehrt. Der Verkauf platzte, da die vereinbarte Kaufsumme nicht überwiesen wurde. Seitdem wird vortrefflich über die Umstände diskutiert. Eine zentrale Rolle spielt dabei, wieso das ehemalige Präsidium um Robert Reisinger den Verwaltungsrat mutmaßlich nicht mit einbezog sowie zudem die Mitgliederversammlung nicht zu dem Deal befragte. Hätten diese Punkte zwingend erfolgen müssen?

Satzung des TSV 1860 eindeutig

Nach Ziffer 13.7.1 a) der Satzung des TSV München von 1860 e.V. überwacht der Verwaltungsrat das Präsidium und ihm stehen dazu uneingeschränkte Prüfungs- und Kontrollrechte zu. Nach Ziffer 13.5. ist das Präsidium außerdem dazu verpflichtet, dem Verwaltungsrat sämtliche sachdienlichen Auskünfte zu erteilen. Darüber hinaus gilt nach Ziffer 11.3.6 d) im Innenverhältnis, dass das Präsidium bei der Vornahme von Geschäften, die über den Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs des Vereins hinausgehen, die vorherige Zustimmung des Verwaltungsrats einzuholen hat und anschließend auch noch die Mitgliederversammlung zustimmen muss. Die Satzung spricht in diesen Punkten also eine deutliche Sprache.

Bay berichtet in der SZ über Notartermin in Frankfurt

Dem gescheiterten Investorendeal war ein Notartermin am Donnerstag, den 3. Juli vorangegangen, in welchem nicht nur der Kaufvertrag über die Anteile an der KGaA zwischen HAM und dem Käufer besiegelt wurde. Auch der Kooperationsvertrag mit dem vermeintlichen neuen Investor wurde nach sechzger.de-Informationen seitens des Präsidiums unterzeichnet. Desweiteren wurde eine Verzichtserklärung im Hinblick auf das Vorkaufsrecht, welches explizite Rechte und Fristen zum Schutz des Vereins beinhaltet, abgegeben, wie Karl-Christian Bay später in der Süddeutschen Zeitung ausführte.
Insgesamt stellt sich die Frage, welche Rolle der Verwaltungsrat als Aufsichtsgremium in dieser Angelegenheit gespielt hat. Daher hat sechzger.de dem Gremium offiziell einen umfangreichen Fragenkatalog zukommen lassen, den der Verwaltungsrat wie folgt beantwortet hat.

Verwaltungsrat: “Nicht ansatzweise Kenntnis von dem geplanten Investorendeal”

Wir erhielten zuletzt Fragen aus mehreren Richtungen und möchten diese hiermit insgesamt auf sechzger.de beantworten:

Der Verwaltungsrat hatte bis zu der am 05.07.2025 auf tsv1860.de veröffentlichten Mitteilung (mittlerweile gelöscht, Anm. d. Red.) nicht ansatzweise Kenntnis von dem geplanten Investorendeal, geschweige denn von den seitens des ehemaligen Präsidiums geleisteten Unterschriften. Auch informell hatten weder der Verwaltungsrat noch einzelne Mitglieder Kenntnis vom Sachverhalt und/oder interessierten Investoren und/oder handelnden Personen auf der Käuferseite. Dementsprechend wurden dem Verwaltungsrat auch keinerlei Dokumente zur Prüfung vorgelegt. Dasselbe gilt insbesondere auch für unsere Mitglieder im Beirat und im Aufsichtsrat. Im Ergebnis wurde der Verwaltungsrat weder beteiligt noch auch nur ansatzweise in Kenntnis gesetzt.

Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben ist der Verwaltungsrat auf die satzungsgemäße Einbindung durch das Präsidium angewiesen. Aufgrund des Wechsels im Präsidium kann und muss der Verwaltungsrat im vorliegenden Fall jedoch keine Konsequenzen für die zukünftige Gremienarbeit mehr ziehen. Über eine etwaige nachträgliche Untersuchung der Vorgänge wird in der kommenden Verwaltungsratssitzung zu beraten sein.

Zur Entlastung des ehemaligen Präsidiums (diese Frage stammt nicht von sechzger.de, Anm. d. Red.) ist mitzuteilen, dass die auf der jüngsten Mitgliederversammlung durch die Mitglieder erteilte Entlastung des Präsidiums ein anderes, früheres Geschäftsjahr betraf. Eine Wiederholung der auf der MV erfolgten Entlasung ist damit nicht erforderlich.

 

Keine Prüfung des Käufers durch den VR möglich

Das Gremium stellt also – wie vermutet – klar: Der Verwaltungsrat wurde in den (gescheiterten) Investorendeal zu keiner Zeit eingebunden. Die satzungsmäßen Aufgaben konnten dementsprechend nicht ausgeübt werden. So konnte auch keine Prüfung erfolgen, in deren Rahmen dann ermittelt worden wäre, dass es sich bei der zugrundeliegenden Gesellschaft des potentiellen Käufers um eine Briefkastenfirma in Genf handelt.