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Offener Brief an Oberbürgermeister Dieter Reiter

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Nach den Einlassungen von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zur Stadiondiskussion rund um das Grünwalder Stadion im Interview mit der Abendzeitung, über das wir gestern berichteten, haben sich die Organisationen PRO1860, Sechzig im Sechzger und die Freunde des Sechzgerstadions heute mit einem offenen Brief an Reiter gewendet. Wir dokumentieren diesen Brief hier.

“Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Reiter,

seit Jahren wird die dringend notwendige Ertüchtigung des Grünwalder Stadions hinausgezögert. Bis heute fehlen nachvollziehbare und belastbare Hintergründe zu Aussagen über Kapazität und Lärmschutz. Zwar gab es ein zahlreiche Ankündigungen zum Ausbau des Sechzgerstadions – echter politischer Wille ist bisher jedoch kaum zu erkennen. Wir, PRO1860, Sechzig im Sechzger (SiS) und Freunde des Sechzgerstadions (FdS), haben in den vergangenen Wochen intensive Gespräche in der Löwenfanlandschaft geführt. 

Schon im Vorfeld wurde deutlich, dass eine mögliche Olympiabewerbung abseits von Aspekten wie dem Ausbau des ÖPNV oder einer geringen Chance auf zusätzlichen Wohnraum unter Löwenfans – Stand jetzt – wenig bis gar keine Zustimmung findet. Unsere frühere Anfrage an Sie, wie die Landeshauptstadt München bei erfolgreicher Olympiabewerbung mit den Rugby-Wettbewerben im Sechzgerstadion verfährt und wie stimmberechtigte Fans für den Bürgerentscheid gewonnen werden können, blieb bislang unbeantwortet.

In Ihrem Interview mit der Abendzeitung vom 7. September betonen Sie nun, die Entscheidung zum Umbau sei „tatsächlich unabhängig von Olympia“. Aus diesem Grund sehen wir derzeit keinen Anlass, die Diskussion über eine Olympiabewerbung fortzuführen. Dabei geht es um weit mehr als ein Bauprojekt: Es geht auch um Ihre Rolle als Oberbürgermeister.

Viele Löwenfans nehmen Sie heute weniger als Gestalter, sondern eher als Verwalter wahr – jemand, der Infrastrukturprojekte nicht nachhaltig vorantreibt.

Ihr Wahlkampfversprechen, das Sechzgerstadion ernsthaft auszubauen, ist bisher nicht eingelöst. Wir fordern klare Prioritäten: Erst die Umsetzung des Stadionausbaus, der wöchentlich Fußball und gelebte Tradition in München verankert, dann die Diskussion über Großprojekte wie Olympia – oder eine transparente Strategie, die Synergien nutzt.

Solange das Sechzgerstadion in der Schwebe bleibt, können wir keine positive Argumentation zugunsten einer Olympiabewerbung finden oder gar unterstützen. Zeigen Sie, dass die Stadt München Fans, Tradition und Sport nicht nur im Wahlkampf ernst nimmt. 

Wir erwarten, dass die Stadt nun endlich konstruktiv gemeinsam mit dem TSV 1860 nach Lösungen sucht. Der Ansatz, die Kapazität auf 25.000 zu erhöhen, sollte dabei nochmals intensiv und ergebnisoffen geprüft werden. 

Nutzen Sie die Chance – für das Stadion, für die Löwen, für München und nicht zuletzt für Ihre mögliche Wiederwahl.

Mit freundlichen Grüßen PRO1860 / Sechzig im Sechzger / Freunde des Sechzgerstadions”

sechzger.de Talk 227: Sieg in Illertissen, vor TSV 1860 – Havelse

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Sechzger.de Talk Folge 227 Nach Dem Sieg Im Toto Pokal Achtelfinale Gegen Den FV Illertissen Und Vor TSV 1860 München TSV Havelse Mit Florian Riedel

Nach dem Sieg im Toto-Pokal Achtelfinale gegen den FV Illertissen empfängt Jan drei Auswärtsfahrer und spricht mit ihnen im sechzger.de Talk 227 über die Partie. Im weiteren Verlauf der Sendung stößt Havelse-Sportdirektor Florian Riedel zu der Runde hinzu und berichtet unter anderem ausführlich über die Vandalismus-Schäden sowie die Hintergründe.

Löwen schlagen Illertissen und stehen im Viertelfinale

Mit einem 3:1 setzte sich der TSV 1860 München am zurückliegenden Wochenende gegen den FV Illertissen im Toto-Pokal durch. Der Titelverteidiger ist damit ausgeschieden, die Löwen stehen hingegen im Viertelfinale. Christian, Flo und Edge, die Jan als seine Gäste im sechzger.de Talk Nummer 227 empfängt, waren allesamt vor Ort und schildern von ihren Eindrücken. Zu Beginn der aktuellen Folge erzählt Christian von Groundhopping in Albanien, wo er den diesjährigen Sommerurlaub verbracht hat. Fünf Spiele verfolgte er bei dieser Gelegenheit live in verschiedenen Stadien.

Vorschau TSV Havelse

Pünktlich nach der Schnellraterunde trifft dann ein weiterer Gast im Talk ein. Florian Riedel ist beim kommenden Gegner des TSV 1860 Sportdirektor und Spieler in Personalunion. Aufgrund der aktuellen Geschehnisse beim TSV Havelse geht es zunächst aber gar nicht wirklich um sportliche Themen, sondern die Vandalismus-Schäden am Wilhelm-Langrehr-Stadion. Anhänger des VfL Osnabrück hatten dort immense Schäden hinterlassen, die die kommenden Gäste im Grünwalder Stadion noch länger beschäftigen werden. Riedel erklärt dabei auch die Hintergründe und gibt Einblicke, die es sonst wohl in der Form noch nicht gab.

Danach richtet sich der Fokus mehr auf die sportlichen Themen und Aufgaben, die der 35-Jährige tagtäglich auf dem Schreibtisch vor sich findet. Dabei äußert er sich auch über einen Austausch mit Markus Schwabl von der SpVgg Unterhaching, der in der Vorstadt eine ähnliche Konstellation durchlebt. Nachdem die Zeit gegen Ende bereits stark vorangeschritten ist, geben die Teilnehmer in der aktuellen Folge ihre Erwartungshaltung für das Duell mit dem TSV Havelse ausnahmsweise nicht mehr bekannt. Klar dürfte dennoch sein, dass sich die Löwenfans über einen Heimsieg ganz sicher nicht beschweren würden.

Der sechzger.de Talk 227 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Tickets für Aue online erhältlich

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Das nächste Auswärtsspiel der Löwen findet bekanntlich – extrem fanunfreundlich – kommende Woche am Mittwoch Abend um 18.60 Uhr im fernen Rostocker Ostseestadion statt. Die Anzahl der Auswärtsfahrer wird an diesem Tag – allein aus organisatorischen Gründen – sicher leider eher überschaubar bleiben. Deutlich einfacher wird es dann genau zehn Tage später, wenn der Löwentross ins weniger als halb so weit wie Rostock von München entfernte Aus reist, um beim FC Erzgebirge weitere Auswärtszähler einzuheimsen. Am mittleren Wiesn-Wochenende, am Samstag, den 27. September um 14 Uhr tritt das Team von Patrick Glöckner in Sachsen an. Für dieses Spiel gibt es bereits Eintrittskarten, die online über den Ticketshop des Gastgebers erworben werden können.

Hier gibt’s Tickets für Aue

Unter diesem Link können Stehplatzkarten im Block G1 zum Preis von 16,- € (regulär), 12,- € (ermäßigt) oder 9,- € (Kinder bis 14 Jahre) im print@home-Verfahren erworben werden. Die exakt 157 in Block G2 zur Verfügung stehenden Sitzplätze kosten 24, 20 bzw. 14 Euro. Allerdings sollten sich sitzwillige Löwenfans sputen. Hier sind zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels schon mehr als drei Viertel des Kontingents verkauft.

Bilanz in Aue

Zum 13. Mal seit der Premiere im August 2004 treten die Löwen am 27.09. im Erzgebirgstadion an. Bei sechs Niederlagen gelang 1860 dort nur zweimal ein Sieg. Zuletzt am 18. März 2023, was den ersten Dreier für den damals neuen Coach Maurizio Jacobacci bedeutete. Das letzte Spiel in Aue, gleichzeitig der vorletzte Einsatz für Jacobaccis direkten Nachfolger Argirius Giannikis, verlor Sechzig am 21. Dezember letzten Jahres unglüchlich mit 1:3. Zeit, die Bilanz aufzubessern. Mit der zahlreichen Unterstützung der Löwenfans sollte das ja durchaus möglich sein.

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Titelbild: Blick aus dem Gästeblock im Erzgebirgstadion beim letzten Auftritt der Löwen in Aue im Dezember 2024.

Vitus Eicher ist zurück beim TSV 1860!

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Vitus Eicher ist zurück beim TSV 1860!

Ein weiterer Löwe kehrt zurück zu seinen Ursprüngen: Vitus Eicher verstärkt ab sofort das Team der Torwart-Trainer bei Münchens großer Liebe. Neben Eicher unterstützt ab sofort auch Constantin Frommann bei der Torwart-Ausbildung im NLZ der Löwen den “Head of Goalkeeping” Rene Vollath. Dies gaben die Münchner heute in der einer Pressemitteilung bekannt. “Die beiden sind ein absoluter Mehrwert. Ich bin dankbar, dass Vitus und Conny künftig Teil des Projekts sind”, sagt Vollath.

Vitus Eicher ist zurück beim TSV 1860!

Vitus Eicher ist in Giesing alles andere als ein Unbekannter. Der Erdinger kam im Jahr 2000 mit neun Jahren zu Münchens großer Liebe, feierte mit den Amateuren 2013 den Titel und absolvierte insgesamt 118 Spiele in der zweiten, sowie 35 Partien in der ersten Mannschaft des TSV 1860 München. 2018 wechselte er zum 1. FC Heidenheim, wo er bis zum Sommer unter Vertrag stand. “Ich kann mich in der U21 fit halten und parallel dazu das Torwarttrainerteam unterstützen. Für mich ist das eine Win-Win-Situation, indem ich bei meinem Jungendverein mithelfe und gleichzeitig Erfahrung bei der Ausbildung von jungen Torhütern sammle – und das alles bei meinem Herzensverein!”, erklärt Eicher.

Constantin Frommann neu im Torwart-Trainer-Team

Neben Eicher ist auch Constantin Frommann neu im Team der Torwart-Coaches. Frommann ist Torwart-Trainer bei den U16-Juniorinnen des DFB und spielte einst selbst für die Nachwuchs-Nationalmannschaften. Er wurde beim SC Freiburg ausgebildet, spielte dann in der 3. Liga für Großaspach und Meppen. Wegen Hüftproblemen musste er 2023 seine Handschuhe an den Nagel hängen, fortan engagierte er sich als Torwart-Trainer.

Dr. Werner: “Weiterer Schritt der Professionalisierung”

Löwen-Geschäftsführer Dr. Christian Werner zeigt sich begeistert vom Zuwachs im Team der Torwart-Trainer und sagt: “Es ist ein weiterer Schritt der Professionalisierung. Vielen Dank auch an René, der Vitus und Conny von unserem Projekt überzeugen konnte. Wir verfügen damit im oberen Leistungsbereich über ein absolut kompetentes und innovatives Team, das vielleicht auch das eine oder andere Talent dazu bewegt, zum TSV 1860 München zu wechseln.”

Foto-Quelle: TSV 1860 München

Groundhopping Albanien II – Teil 2: Ruinenanbetung und nochmal Dinamo

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Am Sonntag Vormittag war hier bei sechzger.de der erste Teil meines Reiseberichts aus Albanien zu lesen, wo ich mich zusammen mit meinen beiden Söhnen Ende August aufhalten durfte. Heute folgt nun Teil 2.

Vor dem Fußball ein wenig kulturelles Sighseeing

Nachdem das mit dem Besuch eines Zweit- und eines Erstligaspiels am Samstag so gut geklappt hatte, nahmen wir uns das gleiche Programm auch für den Sonntag vor. Aus der Hafenstadt Vlora, die nach der Unabhängigkeitserklärung Albaniens vom Osmanischen Reich im Jahr 1912 kurzzeitig sogar die Hauptstadt war, ging es – nach einem kurzen erfrischenden Abstecher an den Strand – vormittags wieder gen Norden. Und um uns später nicht vorwerfen lassen zu müssen, während unseres Aufenthalts ausschließlich dem Fußball gefröhnt zu haben, machten wir noch einen Abstecher in das wunderschön auf einem Hügel gelegene Kloster Ardenica und in die Stadt Berat (UNESCO-Weltkulturerbe). Bei der ersten Station genossen wir – ganz für uns – klösterliche Ruhe und Entspannung. Berat hingegen ist, speziell am Sonntag auch bei Einheimischen ein extrem beliebtes Ausflugsziel, wo sich dann am Fuße der imposanten Burg die Reisebusse quasi stapeln. Gesehen haben sollte man die “Stadt der tausend Fenster” dennoch.

Ruinenanbeters Traum

Der anvisierte Zweitligakick war die Partie zwischen KF Lushnja und KF Skenderbeu. Die Stadt Lushnja ist ziemlich genau – jeweils 25 Kilometer entfernt – zwischen den beiden am Samstag besuchten Spielorten in Fier und Rrogozhinhe gelegen, was einiges über die Distanz zwischen den verschiedenen relevanten Fußballstandorten im Land, das flächenmäßig etwa halb so groß wie Bayern ist, aussagt. Und wenn man als Ruinenanbeter, wie wir es ja nun einmal sind, in Albanien sowieso schon voll auf seine Kosten kommt, findet man im Stadion Roza Haxhiu wohl das vollendete GlückOb der bauliche Zustand der Anlage der Grund ist, warum wir kein Kassenhäuschen und keine Einlasskontrollen ausmachen konnten und daher einfach ohne Ticket Einlass fanden oder ob dies eine Methode ist, mehr Zuschauer anzulocken, ist mir leider nicht bekannt. Sollte letzteres aber die Idee dahinter sein, war sie durchaus erfolgreich. Hier in Lushnja waren deutlich mehr Besucher anwesend, als beim tags zuvor besuchten Zweitligaspiel. Ich würde von ein paar hundert Personen ausgehen. Das Spiel, das wir – aufgrund der Entfernung zum Standort des geplanten abendlichen Erstligaspiels – nur bis zum Pausenpfiff verfolgen konnten, endete übrigens 1:1. Zur Pause hatten die Gäste noch geführt. Bei diesem Stadionerlebnis stand allerdings der Sport definitiv im Hintergrund. Hier ging’s wirklich nur um’s Stadion…

Zum Abschluss wieder Dinamo City – in Elbasan

Das fünfte und letzte Spiel unseres Aufenthalts bescherte uns – quasi als inhaltliche Klammer – ein Spiel jenes Teams, das wir schon am Donnerstag Abend in der Conference League Quali gesehen hatten: Dinamo City. Allerdings an einem anderen Standort, nämlich in Elbasan. Die Stadt, deren Bewohner eigentlich – wie mit eigenen Augen gesehen, sehr frenetisch – dem KF Elbasani anhängen (das waren die Jungs mit den vielen Böllern am Samstag Abend beim Auswärtsspiel beim Meister Egnatia) liegt eine gute Autostunde von der Hauptstadt entfernt. Ohne hier zu sehr ins Detail gehen zu wollen, ist Dinamo City wohl ein (albanisches) Beispiel für die Auswüchse des modernen Fußballs. Seit Sommer 2023 gehört man – eigenen Angaben zufolge – der City Group rund um Manchester City an, weshalb man sich vor der Saison 23/24 von Dinamo Tirana in Dinamo City umbenannte. Interessanterweise ist auf der Website besagter City Group der Verein allerdings nicht im weltweiten Netzwerk dieser Gruppe zu finden…

Im fünften Spiel erstmals kein 1:1

Wie dem auch sei. In Elbasan erfreut sich Dinamo City jedenfalls – wenig überaschend – keiner großen Beliebtheit. Waren beim Conference League Spiel in Tiranas Nationalstadion am Donnerstag Abend immerhin über 2.000 einheimische Zuschauer gekommen, die den Führungstreffer für das Heimteam auch durchaus begeistert bejubelten, fanden sich zum Ligaspiel zwischen Dinamo City und KF Vllaznia (dem nördlichsten Profifußballverein in Albanien aus der Stadt Shkoder) nur ein paar Hundert Besucher ein, die dann auch noch überwiegend zu den Gästen hielten. Das half denen aber wiederum nicht viel. Die Gastgeber ließen in dem Spiel gegen die zu Saisonbeginn ebenfalls in der Conference League Quali aktiven Gäste (in Runde zwei an Vikingur Reykjavik gescheitert), nichts anbrennen und siegten verdient mit 3:1. Die Spieler wurden dennoch vom spärlich besetzten Gästeblock (auch die Anhänger von Vllaznia hatten sich, wie wir,  mehrheitlich mit 10,- EURO-Tickets für die Haupttribüne eingedeckt) mit Applaus verabschiedet. Vorher waren aus diesem Bereich des Stadions wieder einige Böller auf die Tartanbahn geflogen, was jedoch (erneut) niemanden aus der Ruhe bringen konnte. Weder Spieler, noch Zuschauer, Balljungen oder Ordner. Und natürlich auch nicht die Hopper aus München, die sich daran inzwischen auch gewöhnt hatten.

Groundspotting auch noch auf dem Programm

Ohne besondere Umwege dafür in Kauf zu nehmen zu müssen, nahmen wir im Rahmen unserer Reise durch’s Land auch noch vier weitere Stadien – ohne Spiele – in Augenschein, womit wir behaupten können, sieben von zehn Erstligastandorte (plus zwei aus der 2. Liga) gesehen zu haben. Keine schlechte Ausbeute für eine gute Woche Urlaub, oder?
Hier folgen entsprechend noch ein paar Impressionen der Plätze des KF Tirana (beliebtester und wohl erfolgreichster Klub im Lande), FK Partizani (im Nordosten der Hauptstadt daheim), KF Teuta (aus der zweitgrößten Stadt in Albanien, Durres, westlich von Tirana an der Adria gelegen) und vom Aufsteiger Flamurtari Vlore, das allerdings aktuell im Umbau ist, weshalb wir hier leider keinen Einlass fanden.

Klare Reiseempfehlung – nicht nur zum Hoppen

Das Fazit der Reise fällt – natürlich nicht nur in Bezug auf die Fußballerlebnisse, aber um die geht es hier ja – absolut und zu 100% positiv aus: Sehenswerte alte Stadien, bezahlbare Eintrittspreise und Verpflegung, unterhaltsames Geschehen auf dem Rasen und herzliche und wirklich offene Menschen, die sich freuen, Gäste aus dem Ausland bei ihren Lieblingsvereinen begrüßen zu dürfen.
Wir kommen sicher wieder!

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand (Teil I / Teil II)
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau
Groundhopping Frankreich
Groundhopping Kosovo & Nordmazedonien
Groundhopping Bosnien
Groundhopping Taiwan
Groundhopping Tunesien
Groundhopping Algerien
Groundhopping Türkei
Groundhopping Galicien (Teil I / Teil II)
Groundhopping Madrid (Teil I / Teil II)
Groundhopping Ecuador (Teil I / Teil II)
Groundhopping Albanien I
Groundhopping Albanien II (Teil 1 / Teil 2)

 

 

 

 

Sechzig um sieben: Reiter macht 1860 Zeitdruck beim Stadion

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Seit Jahrzehnten schwelt das Thema Stadionausbau vor sich. Nun baut OB Dieter Reiter ziemlichen Zeitdruck in der Stadionfrage auf und möchte die mögliche Kapazität am Standort Giesing nötigenfalls sogar gerichtlich klären lassen.

Reiter macht Zeitdruck beim Stadion

In einem Interview mit der AZ erklärt OB Reiter, dass er die Stadionfrage noch dieses Jahr lösen möchte und setzt den TSV 1860 München somit ganz schön unter Zeitdruck. Aus planungsrechtlicher Sicht sei das Stadion auf nicht mehr als 18.000 Zuschauer zu erweitern. Wenn 1860 eine Kapazität von 25.000 wolle, müsse das notfalls gerichtlich geklärt werden. Außerdem gäbe es nur genau jetzt die Möglichkeit einer alternativen Fläche in Riem, auf der 1860 ein Stadion errichten könne. Der Mietvertrag dieser Fläche laufe aktuell aus und wenn die Stadt ihn verlängert, dann gäbe es in München keine weitere geeignete Fläche für ein Stadion. Viel Gesprächsbedarf also für die Herren Mang und Reiter, wenn sie sich demnächst auf der Wiesn treffen. Was unser Leser Benedikt Niedergünzl von Reiters Interview hält, hat er ein in einem Leserbrief festgehalten.

Amas vergrößern Vorsprung an der Tabellenspitze

Durch den 2:1-Auswärtssieg beim FC Deisenhofen vergrößerte die U21 des TSV 1860 ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf vier Punkte. Denn der SV Kirchanschöring kam zu Hause nicht über ein 1:1 gegen den TSV Landsberg hinaus. Am Freitag um 18:60h bietet sich die nächste Gelegenheit, den Tabellenführer am Trainingsgelände brillieren zu sehen. Dann ist Türkspor Augsburg zu Gast.

U17 gewinnt in Dornach

Die U17 des TSV 1860 München gewann gestern ein Testspiel gegen die U19 des Kirchheimer SC mit 2:1. Das Siegtor für die Junglöwen fiel vier MInuten vor dem Schlusspfiff.

Ramadama am Trainingsgelände

Wer am Freitag zu den Amas geht, wird es merken: das Trainingsgelände wurde aufgehübscht. Zahlreiche Mitgleider diverser Vereinsgremien und enagierte Fans stutzten Hecken, entsorgten Sperrmüll und so weiter. Nach getaner Arbeit genossen die freiwilligen Helfer dann in Benes Kuchl den Pokalsieg der Löwen am TV. Bilder von der Aufräumaktion fndet Ihr hier.

Sechzger.de Talk 227 geht online

Gesternabend wurde der sechzger.de Talk 227 aufgenommen. Und es wurde ein Rekord-Talk. Fast zwei Stunden wird über den Sieg in Illertissen und das anstehenden Spiel gegen Havelse diskutiert. Mit dabei sind Moderator Jan, Flo, Edge und Christian sowie Florian Riedel vom TSV Havelse. Riedel ist – wie Ihr wahrscheinlich wisst – spielender Sportdirektor bei Havelse. Aus aktuellem, traurigen Anlass stellt er auch die Konsequenzen der sinnlosen Attacke auf das Havelser Trainingszentrum dar. Ein besonderer Talk also, den Ihr auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen, wie zum Beispiel:

anschauen bzw. anhören könnt.

News aus der dritten Liga

Ingolstadt lange ohne Kaygin

Dennis Kaygin fällt wegen einer Wadenverletzung mehrere Wochen aus. Der Mittelfeldspieler zog sich die Verletzung bereits beim Spiel in Cottbus zu.

Marcel Bär wieder im Training

Der ehemalige Löwen-Torschützenkönig Marcel Bär steht nach seinem Achillessehenriss wieder im Training. Zwar kann der mittlerweile 33-Jährige noch nicht mit der Mannschaft trainieren, aber er wird mit individuellem Training an die Mannschaft herangeführt. Mitte Oktober soll er für Einsätze in der Mannschaft von Erzgebirge Aue bereit sein.

Bethke will in Rückrunde wieder fit sein

Eine ebenso langwierige Verletzung wir Bär erlitte Cottbus’ Torwart Elias Bethke. Nach seinem Sehnenriss hofft der 22-Jährige, dass er in der Rückrunde mindestens wieder am Training teilnehmen kann.

Damit geht Ihr wieder gut informiert in diesen Dienstag!

OB-Reiter: Gericht soll über Kapazität des Grünwalder Stadions entscheiden

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Grünwalder Stadion mit Flutlicht

Wir haben schon einen Leserbrief zum aktuellen AZ-Interview von OB Dieter Reiter von Benedikt Niedergünzl veröffentlicht. Nun fassen wir für Euch noch die Kernaussagen des Oberbürgermeisters zusammen, der es als Option ansieht, dass ein Gericht schlussendlich über die Kapazität eines möglicherweise ausgebauten Grünwalder Stadions entscheiden soll.

“Grünwalder Stadion nicht als Profistadion konzipiert”

Zu Beginn des Interviews stellt Reiter klar, dass für ihn der kurzfristige Ausbau bzw. die Ertüchtigung des Grünwalder Stadions unabhängig von einer möglichen Olympiabewerbung Münchens ist. Dann tut er das, was die Stadt und 1860 seit Jahren sehr zum Leidwesen der Löwenfans veranstalten. Er schiebt den “schwarzen Peter” in der never-ending Story um den Ausbau bzw. die Ertüchtigung des Grünwalder Stadions an den TSV 1860 weiter. Da das “Stadion ist nicht als Profistadion konzipiert” sei, werde die Stadt nur in eine Zweitligatauglichkeit des Stadions investieren. Wenn es mehr werden soll – sprich Bundesligatauglichkeit – “bräuchte es ein klares Signal der Sechzger: Wir bleiben dauerhaft drin.” Reiter sieht das Risiko, dass die Stadt investiere und Sechzig sich dann doch einen anderen Standort suchen könnte. Das Grünwalder Stadion würde dann nur noch für Spiele mit “einigen hundert Zuschauern” genutzt werden.

Reiter will Stadion-Entscheidung noch in diesem Jahr

Der OB möchte dem Stadtrat noch im Jahr 2025 eine Beschlussvorlage zur Zukunft des Stadions vorlegen. Er selbst habe noch nicht mit dem neuen Löwen-Präsident Gernot Mang gesprochen. Dieser stehe ja bereits in Kontakt mit Bürgermeisterin Verena Dietl. Reiter zeigt zwar Verständnis für Mangs Wunsch, das Stadion auf 25.000 Zuschauer zu erweitern, aber er hält aus planungsrechtlicher Perspektive nur den Ausbau auf 18.000 Zuschauer für möglich. Er sieht das Risiko, dass man bei einer Bauanfrage für 25.000 Zuschauer scheitert und in diesem Zuge “die alte Baugenehmigung eventuell dann auch weg ist oder beklagt wird”. So stünde man dann komplett mit leeren Händen da.

Reiter zur Zuschauerkapazität: “Vielleicht muss am Ende ein Gericht entscheiden”

Zur Lösung der Frage der Zuschauierkapazität hat der OB keine Lösung parat. Ob es am Ende die von der Stadt für möglich gehaltenen 18.000 oder die von 1860 gewünschten 25.000 werden, ist für Reiter ein Fall für ein Gericht. “Vielleicht gibt es am Ende tatsächlich keine andere Lösung, als dass ein Gericht entscheidet.” Ein Oberbürgermeister, der nach Kompromissen sucht, klingt anders… Immerhin stellt Reiter in Aussicht, dass die Stadt auch einen Ausbau für 25.000 Zuschauer finanzieren würde, wenn dieser gerichtlich bestätigt ist. Und sich die KGaA auf einen langfristen Mietvertrag einlässt. Es liegt also am TSV 1860 aufzuzeigen, dass er auf eine langfristige Zukunft in einem umgebauten Sechzgerstadion setzt.

Alternativer Standort: Riem

Reiter bringt erneut Riem als Standort für ein neus Stadion ins Gespräch. Nicht ohne 1860 die Pistole namens Zeitdruck auf die Brust zu setzen. In Riem handelt es sich um “städtische Flächen, die über einen langfristigen Mietvertrag genutzt werden. Und der steht gerade zur Verlängerung an.” Es sei “Druck auf dem Kessel” und es “ist die einzige, die letzte Möglichkeit [die Fläche in Riem zu bekommen]. Ich habe es den Sechzgern mitgeteilt, dass wir den bestehenden Vertrag verlängern, wenn ich keine klare Aussage habe.” Wie das allerdings mit einem Gerichtsurteil zur Kapazität des Sechzgerstadions in Einklang zu bringen sein soll, weiß wohl nur Dieter Reiter. Es gibt also gehörig Gesprächsbedarf, wenn Dieter Reiter und Gernot Mang sich im Rahmen des Wiesnbesuchs der Löwen erstmals persönlich Treffen.

 

 

 

Ramadama beim TSV 1860: Gemeinsam für ein sauberes Trainingsgelände

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Titelbild Ramadama Tsv 1860

Am vergangenen Samstag hieß es an der Grünwalder Straße 114: Ärmel hochkrempeln und anpacken. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich zahlreiche Löwinnen und Löwen zur großen Aufräumaktion. Unter dem Motto “Ein Verein, ein Sechzig” wurde gesäubert, sortiert, geschnitten und entsorgt. Banner fanden ihren neuen Platz, Hecken wurden gestutzt und Sperrmüll zum Wertstoffhof gebracht – kurz: Das Trainingsgelände des TSV 1860 erstrahlt dank Ramadama wieder in neuem Glanz.

Ramadama beim TSV 1860

Besonders beeindruckend war die große Beteiligung: Von Präsidium, Verwaltungs- und Ehrenrat, FA-Leitung und Kassenprüfern über das gesamte e.V.-Management, PRO1860, KGaA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter bis hin zu Abteilungsleitungen und vielen engagierten Fans – die gesamte Löwenfamilie packte mit an. Eine Aktion, die den gelebten Zusammenhalt und das starke Wir-Gefühl bei Sechzig eindrucksvoll unterstrich.

Nach getaner Arbeit ließen die Helferinnen und Helfer den Tag gemeinsam bei “Bene’s Kuchl” ausklingen. Dort wurde das Toto-Pokal-Spiel gegen Illertissen verfolgt – und der Sieg zusammen gefeiert.

Die nächsten Ramadama-Termine stehen ebenfalls schon fest: Am Samstag, 11. Oktober, und Samstag, 15. November, jeweils in der Länderspielpause, heißt es wieder: anpacken für ein sauberes Trainingsgelände.

Ein Verein. Ein Team. Ein Sechzig.

Leserbrief: OB Reiter – Populismus statt Partnerschaft

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Benedikt Niedergünzl Tsv 1860

In einem Interview mit der AZ äußert sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zur Zukunft des Grünwalder Stadions und mögliche Alternativen zum Standort Giesing. Löwenfan Benedikt Niedergünzl wendet sich in seinem Leserbrief direkt an den OB und wünscht sich eine ergebnisoffenere Herangehensweise des Stadtoberhaupts. Sein Vorwurf: Populismus statt Partnerschaft – Löwen brauchen Unterstützung, keine Ultimaten.

OB Reiter: Populismus statt Partnerschaft

Es sind diese Sätze, die einen fassungslos zurücklassen. Dieter Reiter spricht vom Grünwalder Stadion, als wäre es eine nostalgische Kulisse, ein Ort für Jugendfußball und Erinnerungen, nicht aber das, was es längst wieder ist: die Heimat eines Profiklubs, der Woche für Woche Zehntausende bewegt. “Amateurstadion” nennt er es. Ein Wort wie aus der Mottenkiste, 2011 vielleicht noch zutreffend, heute jedoch blanke Realitätsverweigerung.

Und während er im nächsten Atemzug 25.000 Plätze für “vernünftig” hält, scheut er jeden Versuch, genau dafür einzutreten. Wer so redet, will nicht gestalten, er will verwalten. Reiters Logik: Man lobt die Vision – und blockiert gleichzeitig ihre Verwirklichung.

Unterstützung statt Ultimaten

Doch was besonders irritiert, ist der Gestus des Ultimativen: Riem oder nichts, Investor oder Ende, jetzt oder nie. Pflöcke einschlagen, noch bevor auch nur ein Gespräch mit dem neuen Präsidenten Gernot Mang geführt wurde – das ist nicht Führung, das ist Pose. Es erinnert an jenen populistischen Auftritt beim Oktoberfest im letzten Jahr: laut, öffentlichkeitswirksam, aber inhaltsleer. Eine Karikatur politischer Verantwortung.

Das Grünwalder Stadion aber ist kein Spielball, kein nostalgisches Hobbyprojekt. Es ist seit acht Jahren das Zuhause einer Profimannschaft. Es war schon einmal ein großes Stadion, es kann wieder eines sein. Alles andere hieße, die eigene Stadtgeschichte zu verleugnen.

Dieter Reiter gibt sich als Freund der Löwen, doch seine Worte verraten ihn. Statt Partnerschaft bietet er Ultimaten, statt Unterstützung Blockaden. Wer 25.000 Plätze für vernünftig hält, muss bereit sein, dafür zu kämpfen. Alles andere ist Rhetorik – und die hat Sechzig schon viel zu lange ertragen.

 

Leserbriefe spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der Redaktion wider, sondern lediglich die des Autors.

Giesinger Gedanken: Wie der Vater so der Sohn

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Giesinger Gedanken Wie der Vater so der Sohn

Bekanntermaßen siegte der TSV 1860 am Samstag bei Favoritenschreck FV Illertissen und zog relativ ungefährdet ins Viertelfinale des Toto Pokals ein. Auf das Spiel möchte ich in meinen Giesinger Gedanken deswegen auch gar nicht groß eingehen, sondern mehr auf das Drumherum. “Wie der Vater so der Sohn” galt im Vöhlin-Stadion nämlich nicht nur für die Familie Kranzberg und so kam es in Illertissen zu einigen sehr netten Zusammentreffen.

Einst Arsenal, nun Illertissen

Flashback ins Jahr 2002: Damals bestritten die Löwen in Innsbruck ein Testspiel gegen den FC Arsenal. Ich war bereits 24, einer meiner Bei- und Mitfahrer war der damals 15-jährige Max, den ich zwei Jahre zuvor bei den Löwen kennengelernt hatte. Für ihn war es eine der  ersten weiteren Auswärtsfahrten, unsere Freundschaft besteht bis heute, auch wenn wir uns leider nicht mehr so oft sehen. Ich wohne 200 km entfernt von München, er sitzt im Bayerischen Landtag, wir haben beide Familie und sind entsprechend eingespannt.

Als die Auslosung des Achtelfinales erfolgt war, riefen wir uns kurz zusammen, als die Tickets freigeschaltet wurden, schlugen wir direkt zu. Endlich ein Wiedersehen und endlich die Möglichkeit, mal seinen vierjährigen Sohn kennenzulernen. Ähnlich wie mein Filius ist auch er Löwenfan – wie sollte es auch anders sein?

Wie der Vater so der Sohn

Als wir nach eineinhalb Stunden Anfahrt am Vöhlin-Stadion ankamen, lief uns erstmal sechzger.de-Kollege Christian samt jüngerem Sohn über den Weg, in der WhatsApp-Bildergruppe versorgte uns einer der Sprösslinge von Mane derweil mit ersten Impressionen aus Illertissen. Da soll nochmal einer sagen, bei Sechzig gäbe es keinen Nachwuchs…

Pünktlich zum Anpfiff traf ich auf Max, zur Pause gesellte sich auch noch Redaktionskollege Edge samt Sohn zu uns. Da standen wir nun: Drei Löwenfans, die schon so einiges mit dem TSV 1860 erlebt haben, alle mit Sonnenbrille und Kopfbedeckung – und daneben drei Jungs (8, 6 und 4 Jahre) im Trikot des Herzensvereins. Gibt es eigentlich was Schöneres, als das Löwe-Sein an den Sohn weiterzugeben, wenn man merkt, dass der das auch will und mit dem Herzen dabei ist? Während Max mit seinem Filius zwischendurch das 1860-Panini-Album füllte, war der Sohn von Edge mit Spielen beschäftigt und mein Bua verfolgte die Partie, auch wenn es ihm – zugegebenermaßen – zwischendrin etwas langweilig wurde.

Nach 90 Minuten war bei uns allen sechs die Freude über das Weiterkommen groß, das Schönste für mich persönlich war jedoch, dass “Wie der Vater so der Sohn” bei uns Löwen trotz dieser scheinbar endlosen Phase der Erfolglosigkeit immer noch Bestand hat. Und irgendwann werden die drei Jungs ihre Geschichten auch beginnen mit “Als kleiner Bub an Vaters Hand”

 

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.