Foto vom Gästeblock aus auf das Spielfeld und Stadionrund beim Sechzig in Duisburg beim Auswärtsspiel in der Saison 2019/2020
Vor einem Jahr spekulierten wir hier bei sechzger.de am Tag der Bekanntgabe des Bundesliga-Spielplans über etwaige Auswirkungen von diesem Spielplan auf die Möglichkeit eines Heim- bzw. Auswärtsspiels unserer Löwen zum Saisonauftakt in der 3. Liga (hier nachzulesen: Löwen mit Auftakt & Saisonfinale in Giesing?). Und die Spekulationen und theoretischen Überlegungen entpuppten sich damals als komplett richtig. Was also im Vorfeld der Saison 2024/25 funktioniert hat, klappt ja vielleicht auch heuer wieder.
Rot und blau nicht gleichzeitig in München
Eigentlich ist es ganz einfach: Es soll ja bekanntermaßen vermieden werden, dass der Verein aus der Seitenstraße am gleichen Wochenende vor den Toren Münchens am Müllberg antritt, wie unser TSV 1860 in Giesing. Das wünschen sich die Sicherheitsbehören so, damit rote und blaue Anhängerschar nicht in der Stadt massenhaft aufeinandertreffen. Die DFL hat heute Vormittag den Spielplan für die Bundesliga veröffentlicht. Und obwohl diese Terminierungen den meisten Löwenfans durchaus egal sind, werfen wir einen Blick drauf. Um schon vorab mal Rückschlüsse auf den Spielplan der 3. Liga ziehen zu können, der voraussichtlich in der kommenden Woche vom DFB dann endlich auch mal veröffentlicht wird.
Spielplan Bundesliga: Die Roten starten am Müllberg
Die Seitenstraßler starten – wie schon im Laufe dieser Woche bekannt gegeben wurde – in die neue Bundesligasaison am Freitag, den 22. August mit dem offiziellen Saisonauftaktspiel einem Heimspiel gegen RB Leipzig. Zwei Ligen tiefer steht an genau diesem Wochenende bereits die dritte Runde auf dem Terminplan. Nachdem mal also davon ausgehen darf, dass Sechzig an diesem Wochenende ein Auswärtsspiel zu absolvieren hat, dürfte es drei Wochen vorher zum Saisonauftakt ebenfalls auf Reisen gehen. Die saisonale Heimpremiere in Giesing steigt dann am Wochenende 6.-8. August.
Saisonfinale wohl auch auswärts
Am letzten Spieltag, der in allen drei Profligen am Wochenende 16./17. Mai ausgetragen wird, rechnen wir für die Löwen diesmal – nach den beiden Heimfinals gegen Bielefed und Aue in den letzten zwei Jahren – mit einem Auswärtsspiel. Warum? Na, wieder sind die Roten “schuld”. Sie bestreiten ihr letztes Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 16. Mai 2026. Entsprechend dürften die Löwen dann auf Reisen gehen. Und irgendwo in der Republik die Rückkehr in die 2. Bundesliga feiern?
Letztes Jahr: Serie durchbrochen
In den ersten sechs Jahren der Löwenzugehörigkeit zur 3. Liga wurde übrigens in schöner Regelmäßigkeit zwischen Heim- und Auswärtsspielen zum Saisonauftakt und -ende gewechselt. Diese Serie wurde letztes Jahr – mit dem zweiten Heimstart und Saisonende in Giesing in Serie – durchbrochen. Auf diese Logik kann man sich also leider nicht mehr verlassen. Wird – nicht nur aus diesem Grund – irgendwie Zeit, dass wir die 3. Liga mal wieder verlassen, oder?
Den womöglich finalen Test zur Vorbereitung auf die Drittligasaison 2025/26, die am ersten Augustwochenende beginnt, absolviert der TSV 1860 am Samstag, den 26. Juli 2025 bei Jahn Regensburg. Das gab der Verein soeben bekannt. Das für 16 Uhr im Jahnstadion angesetzte Spiel beim Absteiger aus der 2. Liga dürfte der finale Härtetest für eine Woche später beginnende Spielzeit sein. Und eine Standortbestimmung kurz bevor es ernst wird.
Test gegen Ligagegner Regensburg
Vielleicht kommt es schon wenige Wochen nach diesem Freundschaftsspiel dann gleich zum nächsten Duell mit dem Jahn – im Punktspiel der 3. Liga. Darüber wissen wir voraussichtlich spätestens Mitte der kommenden Woche Bescheid, wenn der DFB den Spielplan veröffentlicht. Ob der Testkick in der Oberpfalz womöglich wieder abgesagt wird, sollte genau dieses Duell bereits in den ersten Runden der Saison angesetzt sein, bleibt abzuwarten. Die vielen Löwenfans im Raum Regensburg dürften sich auf alle Fälle darüber freuen, dass in der kommenden Saison zwei Gastspiele von Volland & Co. im Jahnstadion anstehen.
Letzter Test gegen Regensburg erst im Januar
Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten fand – ebenfalls im Rahmen eines Tests – erst vor einem knappen halben Jahr statt. Allerdings am Trainingsgelände des Jahn und ohne Zuschauer. Die Löwen unterlagen mit 1:2. Das letzte Spiel um Punkte ist wiederum ein gutes Jahr her. Am Sonntag, den 14. April trennten man sich im Jahnstadion mit 1:1. Speziell die Löwenfans legten dabei einen beeindruckenden Auftritt im Gästeblock hin, worüber auch unsere Fotogalerie danach Zeugnis ablegte. Gern nochmal reinklicken und in Erinnerungen schwelgen! Der Jahn verabschiedete sich bekanntermaßen dann für eine Saison in die 2. Bundesliga und ist nun wieder zurück.
Test gegen Vaduz ebenfalls offiziell bestätigt
Neben der Bekanntgabe des Spiels in Regensburg, gab 1860 auch den – bereits vor genau einer Woche hier bei sechzger.de kommunizierten – Test gegen den FC Vaduz in Chur in der Schweiz bekannt. Unsere Leser wussten schon frühzeitig darüber Bescheid, dass am Samstag, den 19. Juli um 16 Uhr der liechtensteiner Verein, der allerdings am schweizerischen Ligabetrieb teilnimmt, die Löwen im Stadion Obere Au begrüßt.
Nach etwa 220 Folgen ist es soweit: Der sechzger.de Talk wird erstmals in Präsenz aufgenommen. Am Montag, den 28.Juli können interessierte Hörerinnen und Hörer ab 19:30 Uhr im Bamboleo live vor Ort mit dabei sein, wenn Christian, Jan, Peter und Thomas Spiesl über den bevorstehenden Saisonstart beim TSV 1860 München sprechen.
In Corona-Zeiten ging vor ein paar Jahren mit dem sechzger.de Talk ein neues Podcast-Format rund um den TSV 1860 München online. Seitdem sind deutlich über 200 Folgen erschienen, nahezu jede Woche gab es eine neue Ausgabe. Manchmal unterhielten sich die Redaktionsmitglieder einfach nur über das letzte und das nächste Spiel von Münchens großer Liebe, regelmäßig konnten wir Funktionäre, Podcaster oder sogar Spieler des jeweiligen Löwengegners begrüßen. In den Fußballpausen näherten wir uns gerne speziellen Themen, wie z.B. der 50+1-Regel im deutschen Fußball an. Mit prominenten Gästen mit oder ohne direkten Löwenbezug, wie beispielsweise Markus Rejek, Necat Aygün, Alexander Klich, Robert Reisinger, Robert Schäfer oder zuletzt Robin Krakau gelang es, spannende Einblicke in Abläufe und Sichtweisen zu geben, die Fußball-Fans normalerweise eher verborgen bleiben.
Live-Talk inklusive der beliebten Raterunde
Aufgrund der damaligen Gegebenheiten startete das Format im Frühjahr 2021 bei den Aufnahmen komplett digital. Diese Form wurde zur Gewohnheit und wird bis heute in jeder Aufnahme genutzt. Nach mehreren Jahren und vielen Überlegungen ist es nun aber endlich soweit: Der Termin für den ersten sechzger.de Talk, der in Präsenz stattfinden soll, ist fixiert. Die Aufnahme findet am Montag, den 28. Juli im Bamboleo statt. Beginn ist um 19:30 Uhr. Die Redaktion freut sich über alle Löwenfans, die vor Ort live mit dabei sein wollen. Am Talk teilnehmen werden Christian, Peter, Jan und Thomas Spiesl. Die Schnellfragerunde für diese besondere Podcast-Folge befindet sich bereits in der Ausarbeitung – live mitraten ist im Bamboleo ausdrücklich erwünscht.
Viele Themen direkt vor dem Saisonstart
Gesprochen wird über alle Themen rund um den Saisonstart in der 3. Liga Anfang August. Dazu gehören der Spielplan (erscheint Anfang Juli) mit besonderem Fokus auf das erste Spiel der Löwen, die Änderungen im 1860-Kader sowie im Trainerteam, die Vorbereitung mit mehreren Testspielen sowie natürlich die Erwartungen an die Spielzeit 2025/26. Vielleicht reden wir auch über die neuen Trikots, was ja häufig durchaus zu Kontroversen führt. Es gibt also mehr als genug Themen für den ersten sechzger.de Talk im Bamboleo.
Anmeldung erwünscht
Zur besseren Planung freuen wir uns über eure Voranmeldungen per E-Mail an redaktion@sechzger.de oder über die sonstigen, bekannten Kontaktmöglichkeiten.
Ein erster Dank der Redaktion geht schon jetzt an das Team vom Bamboleo, das diese Veranstaltung überhaupt erst ermöglicht!
Und all jene, die beim ersten sechzger.de Talk in Präsenz nicht dabei sein können, müssen sich nicht grämen: Natürlich wird die Sendung zeitnah nach der Aufzeichnung im Bamboleo dann auf allen Plattformen, auf denen sie üblicherweise zu finden ist, hochgeladen und bereitgestellt.
Die DFB Nachwuchsliga geht in ihre zweite Saison und die Löwen mischen auch diesmal wieder munter mit. Nun wurden auch die Gruppen für die U19 und U17 des TSV 1860 München eingeteilt.
DFB Nachwuchsliga: U19 in Gruppe E
In der regionalen Vorrundengruppe E trifft die U19, die in der Vorsaison die Hauptrunde zur Deutschen Meisterschaft (Liga A) mit einem 3. Platz in ihrer Vorrundengruppe erreichte und dort nur knapp die Qualifikation für das Achtelfinale verpasste, auf sechs Kontrahenten. Neben dem Derby gegen den FC Bayern tritt die Elf von Trainer Jonas Schittenhelm gegen den FC Augsburg, die SpVgg Unterhaching, den SSV Ulm 1846, den SC Freiburg und die Stuttgarter Kickers an. Die vier erstgenannten Vereine sind “alte Bekannte”, mit denen sich die Junglöwen auch im Vorjahr duellierten. Freiburg und Stuttgart waren in der letzten Saison in eine andere Gruppe eingeteilt.
U17 in Achter-Gruppe
Die U17, die sich im Vorjahr lediglich für die Liga B qualifizierte, diese dann jedoch klar dominierte, bekommt es in Vorrundengruppe D mit dem 1. FC Heidenheim, dem 1. FC Nürnberg, dem FC Augsburg, der SpVgg Bayreuth, der SpVgg Greuther Fürth, Jahn Regensburg und der TSG Hoffenheim zu tun. Hier sind mit Nürnberg, Bayreuth, Fürth und Hoffenheim vier Gegner dabei, mit denen man sich in der Vorrunde der Vorsaison nicht traf. Zu einem Derby mit den Nachbarn aus der Seitenstraße kommt es hingegen in der Vorrunde heuer nicht. Die U17 der Roten wude in Gruppe E eingeteilt.
Ein weiteres Talent verlässt die Löwen: Der 20-jährige Mike Gevorgyan wechselt vom TSV 1860 in die Regionalliga zur SpVgg Unterhaching.
Mike Gevorgyan wechselt nach Unterhaching
Der Kader für die kommende Saison nimmt immer deutlichere Formen an. Mike Gevorgyan wird jedoch kein Teil dessen sein und verlässt den TSV 1860 nach nur zwei Kurzeinsätzen in der 3. Liga. Der 20-Jährige wechselt zur SpVgg Unterhaching.
U23-Regel als Stolperstein für die Löwen?
Acht externe Neuzugänge präsentierten die Löwen bislang für die kommende Saison und haben ihren Kader damit nominell verstärkt. Auffällig dabei ist, keiner der Neuen unter 25 Jahre alt ist, während etliche junge Spieler den Club verlassen haben. Fällt dem TSV 1860 die U23-Regel in der 3. Liga auf die Füße?
Kehrt Abiama zurück?
Laut Sportdirektor Marcel Klos wäre der 1. FC Kaiserslautern einem Wechsel von Dickson Abiama zu den Löwen nicht abgeneigt: “Ich habe bisher noch keinen Anruf von 1860 München bekommen wegen Dickson Abiama. Das habe ich bisher auch nur aus den Medien mitbekommen, genauso wie bei Jan Gyamerah und Preußen Münster. Natürlich, wenn am Ende ein Paket stimmt und der Spieler einen Wechselwunsch äußert, werden wir ihm keine Steine in den Weg legen. Der Kader soll grundsätzlich auch noch verkleinert werden, ohne dass ich jetzt schon eine Anzahl nennen möchte. Wir sind heute ins Training gestartet – viele Dynamiken beginnen jetzt erst.”
Kandidaten für MV 2025 stellen sich vor
Am Mittwochabend lud PRO1860 alle interessierten Mitglieder des TSV 1860 zu einer Veranstaltung in die NachtKantine im Münchner Werksviertel. Es ging um die Vorstellung der Kandidaten für die drei verschiedenen Wahlen auf der anstehenden Mitgliederversammlung des e.V. am Sonntag, den 6. Juli im Zenith. Knapp 100 Gäste folgten der Einladung und erfuhren, warum sie den Kandidierenden auf der MV ihre Stimme geben sollten.
Neues aus der 3. Liga
Schweinfurt verpflichtet Erik Shuranov
Aufsteiger FC Schweinfurt 05 verpflichtete Eric Shuranov von Maccabi Haifa. Einst lief der Stürmer für den 1. FC Nürnberg in 57 Spielen in der 2. Bundesliga auf, feierte dabei zwölf Treffer und bereitete vier weitere vor.
MSV Duisburg holt Borkowski
Nach Tim Heike wechselt auch Dennis Borkowski vom FC Ingolstadt zum MSV Duisburg. Bei den Zebras soll der 23-jährige Stürmer die Offensive des Aufsteigers verstärken.
Kayo wechselt von Osnabrück nach Leuven
Nach nur einer Saison verlässt Bryang Kayo den VfL Osnabrück und wechselt zum belgischen Club OH Leuven. Der Mittelfeldspieler war zuvor vom FC Ingolstadt ausgeliehen, bis die Niedersachsen im Mai die Kaufoption zogen.
Hansa siegt deutlich
Hansa Rostock hat sein erstes Testspiel gegen Oberliga-Absteiger Rostocker FC deutlich mit 7:0 gewonnen. Die Tore erzielten Voglsammer, Hummel, Ruschke, Carstens, Wallner, Kinsombi und Stock.
Der Kader für die kommende Saison nimmt immer deutlichere Formen an. Mike Gevorgyan wird jedoch kein Teil dessen sein und verlässt den TSV 1860 nach nur zwei Kurzeinsätzen in der 3. Liga. Der 20-Jährige wechselt zur SpVgg Unterhaching.
Mike Gevorgyan verlässt den TSV 1860
Seine sportliche Laufbahn begann Mike Gevorgyan beim TSV 1860 München, ehe er 2017 über die Grenze zum FC Liefering und anschließend in die Akademie von Red Bull Salzburg wechselte. 2021 kehrte er nach Deutschland zurück und schloss sich dem TSV 1860 München an, wo er die weiteren Stationen des NLZ durchlief. Nach ansprechenden Leistungen in der U19 wurde Gevorgyan in den U21-Kader von Felix Hirschnagl übernommen und empfahl sich dort für höhere Aufgaben.
In der abgelaufenen Saison stehen für den 20-Jährigen mit armenischen Wurzeln in der Bayernliga Süd acht Tore und sechs Assists zu Buche. Bei den Profis feierte er im Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück sein Debüt in der 3. Liga und kam auch in der Partie bei Hansa Rostock zum Einsatz. Darüber hinaus saß er neun Mal ohne Einwechslung auf der Bank.
Obwohl Gevorgyan alle Anlagen mitbringt, um im Profikader eine gute Rolle zu spielen und zudem die Vorgaben erfüllt, die der U23-Quote in der 3. Liga entsprechen, trennen sich nun die Wege, da sich der TSV 1860 und der Spieler nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnten. Nun wechselt der Offensivspieler in die Regionalliga Bayern zur SpVgg Unterhaching, wo er u.a. auf Ex-Löwe Erion Avdija treffen wird.
Weiter geht’s bei der Wahl zum beliebtesten Kurven-Song beim TSV 1860 München. Heute stehen etwas neuere und textlastige Lieder auf dem Programm. Wie schon bei den vorangegangenen Runden (Oldies und Anti- & Schmähgesänge) haben wir intensiv nach den Original- oder Vorlagemelodien gesucht und sind erneut bei fast allen Liedern fündig geworden. Die entsprechenden Youtube Links findet Ihr unten. Die Abstimmung läuft ab sofort im Bereich AKTUELLE UMFRAGE auf unserer Startseite.
Diesmal weniger Auswahl
Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass wir bei der letzten Kategorie, bei der 14 von 15 Kurven-Song Vorschlägen unseren “Freunden” aus der Seitenstraße gewidmet waren, besonders viele Lieder zur Auswahl stellen konnten. Einen Anspruch auf absolute Vollständigkeit erheben wir mit dieser Abstimmung aber sowieso nicht. Für die heutige, vorletzte Kategorie stehen leider nur sieben Titel auf der Auswahlliste. Dafür habt ihr vielleicht weniger Qual bei der Wahl.
Anklicktipp bei Youtube
Bei Vorschlag Nummer vier (Wir sind die Löwen, wir lieben unser Giesing und das Grünwalder Stadion…) muss man beim von uns identifizierten Original schon recht genau hinhören, um zu erkennen, dass dies wohl die melodische Vorlage dieses Kuven-Songs ist. Allerdings sind wir bei der Recherche über ein hörenswertes Fundstück mit der gleiche Melodie gestoßen, das wir Euch auf keinen Fall vorenthalten wollen. Die Directivo Ultras XXI von Sporting Lissabon singen jenes Lied, das bei uns ja auch einen freundlichen Gruß an den Investor und die Seitenstraße enthält… Unbedingt mal hier reinklicken und -hören!
Die Vorschläge der Kategorie “Neue und textlastige Lieder”
Vier Spiele, vier Siege, Spitzenreiter – durch den 4:1-Sieg bei NK Dinamo in der Hitzeschlacht von Lochhausen übernahmen die Senioren E des TSV 1860 die Tabellenführung in der Kreisklasse.
Senioren E gewinnen Hitzeschlacht bei NK Dinamo
Im Spitzenspiel der Kreisklasse, das Anfang des Monats wegen eines Unwetters abgebrochen werden musste, setzten sich die Löwen beim bisherigen Spitzenreiter NK Dinamo durch und übernahmen mit nunmehr 12 Punkten aus vier Partien ihrerseits die Tabellenführung. In der Lochhausener Gluthitze hatte die Ü50 des TSV 1860 alles in allem mehr mit den äußeren Bedingungen zu kämpfen als mit dem Gegner. Die Löwen ließen ihre Kontrahenten kaum ins Spiel kommen und bestimmten das Geschehen weitestgehend. Als logische Folge brachte Zoubeir Ben Jemia Sechzig in der 18. Minute mit 1:0 in Führung.
Zwar glich NK Dinamo kurze Zeit später durch Duro Nedic aus (23.), doch noch vor der Pause stellte Stefan Donaubauer die Weichen wieder auf Löwensieg (43.). Nach dem Seitenwechsel sorgten Rene Gomis (51.) und Helmut Wirth (85.) für den 4:1-Auswärtssieg des TSV 1860.
Die Löwen führen durch den Auswärtssieg nun das Klassement der Kreisklasse an (4 Spiele, 12 Punkte), der NK Dinamo liegt mit 10 Zählern aus 5 Partien auf Rang 2. Nächster Gegner des TSV 1860 ist am kommenden Montag der Tabellendritte SG Grasbrunn/Haar. Anpfiff im Sportpark Grasbrunn ist am 30.06. um 19 Uhr.
Am gestrigen Mittwoch Abend lud PRO1860 alle interessierten Mitglieder des TSV 1860 zu einer Veranstaltung in die NachtKantine im Münchner Werksviertel. Es ging um die Vorstellung der Kandidaten für die drei verschiedenen Wahlen auf der anstehenden Mitgliederversammlung des e.V. am Sonntag, den 6. Juli im Zenith. Knapp 100 Gäste folgten der Einladung und erfuhren, warum sie den Kandidierenden auf der MV ihre Stimme geben sollten.
Rund 100 Gäste in der NachtKantine
Ein heisser Sommerabend in München und – im Unterschied zu vorangegangenen Jahren – keine wirklich wahrnehmbare Opposition gegen das fünfköpfige Kandidatenteam für das auf der MV in zehn Tagen zu wählende Präsidium des TSV München von 1860 e.V. – Sicher nicht die ganz optimalen Voraussetzungen, um mehr als die dann tatsächlich anwesenden rund 100 Gäste ins Münchner Werksviertel zu locken. Aber all jene, die der Einladung von PRO1860 gefolgt waren, erlebten einen Abend, an dem vor allem vom designierten Präsidium drei wichtige Signale gesendet wurden. Als zu 100% geschlossenes Team wolle man auftreten, die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des e.V. deutlich verbessern und – für die Profifußballer der Löwen – eine klares und dauerhaftes Bekenntnis zum Spielort Giesing aussenden.
Zwei Kandidaten für einen Platz im Wahlausschuss
Michael Huber und Uwe Seemann sind die beiden Kandidaten, die sich um den durch das Ausscheiden von Peter Schaefer frei gewordenen Platz im Wahlausschuss bewerben. Der 52jährige Huber, den man vor den Heimspielen im Sechzgerstadion als Fahnenschwenker bewundern darf, war schon vor über zehn Jahren – vor Abschaffung des Deligiertensystems bei 1860 als Ersatzdeligierter und bei vorangegangenen Mitgliederversammlungen als Wahlhelfer aktiv. Er kennt das Vereinsgeschäft bei 1860. Sein 16 Jahre älterer Gegenkandidat und – wie deutlich wurde – guter Freund, gleichzeitig Vater der derzeitigen Fußballabteilungsleiterin Vroni Seemann bringt ebenfalls viel Erfahrung im Vereinsleben mit. Er war Abteilungsleiter bei den Handballern des TSV Trudering. Die Satzung des TSV 1860 bezeichnete er als “Grundgesetz unseres Vereins”. Welcher Kandidat sich hier durchsetzen wird, dürfte sehr spannend werden.
Michael Huber und Uwe Seemann, die Kandidaten für den Wahlausschuss
Ein Kanditat für die Wahl zum Verwaltungsrat fehlt
Da Christian Dierl für einen Sitz im Präsidium kandidiert, muss einer der erst auf der MV im vergangenen Sommer gewählten neun Sitze im Verwaltungsrat neu besetzt werden. Hierfür gibt es ebenfalls zwei Kandidaten, wobei der eine, Jürgen Pusch die Gelegenheit für sich zu werben, nicht nutzte und der Veranstaltung fernblieb. Wie das Moderatorenteam, das durchaus unterhaltsam durch den Abend führte, berichtete, habe Pusch einer Weitergabe seiner Kontaktdaten innerhalb des Vereins nicht zugestimmt, weshalb eine Kontaktaufnahme im Vorfeld der Veranstaltung nicht möglich war. Umso gespannter darf man auf Puschs Auftritt auf der MV im Zenith sein.
Günther Kreuzhuber, Kandidat für den Verwaltungsrat
Günther Kreuzhuber kandidiert für VR
Direkt begegnen wird er dann nicht nur seinen potenziellen zukünftigen Kolleg*innen im Verwaltungsrat, sondern auch dem anderen Bewerber, Günther Kreuzhuber. Der 66jährige ist seit 1991 (wieder) Mitglied im Verein. In seiner Jugend war er einer der Mitgründer des legendären Fanclubs Löwen 78 und zwischen 1980 und ’86 bereits Löwenmitglied. Nach dem Scheitern in der Aufstiegsrunde trat er damals allerdings zwischenzeitlich aus. Kreuzhuber wurden von den Anwesenden einige – durchaus kritische – Fragen gestellt, die er überwiegend klar beantwortete. Ein deutliches Bekenntnis zum Sechzgerstadion (“die Allianz Arena ist als Spielort für die Profis definitv keine Option”), die Unverhandelbarkeit von 50+1 und das von ihm skizzierte Idealbild eines Investors, das sich diametral von Auftreten Hasan Ismaiks seit dessen Einstieg bei 1860 unterscheidet. Lediglich die – vielleicht etwas irritierende – Frage, ob sich Kreuzhuber im Falle eines T-Shirt-Geschenks für ein grün-goldenes oder ein weiß-blaues entscheiden würde, ließ er unbeantwortet: “Warum bist Du so geizig und schenkst mir nicht beide Shirts?” fragte er zurück. Der Abend in der NachKantine hatte durchaus auch humoreske Züge. Wie so oft beim TSV 1860.
Peter Schaefer, Christian Dierl, Heinz Schmidt und Gernot Mang – die Kandidaten für das neue Präsidium des TSV 1860 München
Einzelvorstellung der Präsidiumskandidaten
Anschließend stellten sich die designierten Mitglieder des Präsidiums dem Auditorium vor. Thomas Probst, der allerdings nicht zur Wahl steht, sondern im Gremium zukünftig als enger Berater in wirtschaftlichen Fragen mitarbeiten soll, machte den Anfang.
Danach kamen Peter Schaefer, Christian Dierl, Heinz Schmid und – last but not least – Gernot Mang ans Rednerpult. Besonders hervorzuheben sind aus dieser Einzelvorstellung die Aussagen von Christian Dierl. Er bekannte offen, dass ihm in der Anfangszeit als Löwenfan – und insbesondere vor seinem Engagement bei den Unternehmern für Sechzig – gar nicht bewusst gewesen sei, dass 1860 so viel mehr ist, als nur Profifußball. Er betonte aber auch, dass für ihn der Breiten- und der Profisport keinerlei Widerspruch darstellen. Das Bamboleo, aus bestimmten Kreisen gerne despektierlich und herabwürdigend beschrieben, ist für Dierl ein leuchtendes Beispiel für beide Aspekte bei 1860: Treffpunkt vor den Spielen der Profifußballer in Giesing aber gleichzeitig eine Heimstatt für Aktive im Verein. Mitten in Giesing.
Heinz Schmidt, nach einem Jahr ein Rückkehrer ins Präsidium erläuterte nochmal, warum er wieder für das Amt kandidiere. Wichtig ist ihm aber, dass er seine Bilanz- und steuerlichrechtliche Kompetenz weiterhin “im Hintergrund” einbringen und nicht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen will.
Gernot Mangs Vorstellung, von Moderator Peter Kveton vom Bayerischen Rundfunk als “Höhepunkt des Abends” bezeichnet, was Mang direkt zurückwies und auf den Teamgedanken des zu wählenden Präsidiums hinwies, schloss die Vorstellungsrunde ab. Ob es sich bei Mangs erstem Spiel im Stadion um das 0:0 gegen den HSV am 6. Juni 1981 gehandelt hat, ist in naher Zukunft noch zu klären.
Informative Talkshow mit den Kandidaten für das Präsidium. Nur die Farbe der Stühle passt nicht ganz.
Abschließende Talkshow
Nach einer – nicht länger als eine Halbzeitpause dauernden – Pause standen die Prasidiumskandidaten geschlossen zu einer Fragerunde zur Verfügung. Aus dieser ausführlichen Befragung ist hervorzuheben, dass das Präsidium im Falle seiner Wahl direkt einiges anpacken wolle. Aktuell stehe man mit dem noch amtierenden Gremium um Robert Reisinger zwar nicht im Austausch, strebe aber einen “geordneten Übergang” an. Die Schärfung und Stärkung der eigenen Identität des TSV 1860, auch und besonders gegenüber dem Branchenprimus des deutschen Fußballs aus der Seitenstraße steht auf der Agenda. Peter Schaefer hob dabei hervor, dass die Basis dafür ja eigentlich schon längst da sei, man diese aber in Zukunft noch stärker kommunizieren wolle. Auch die Unterstützung der Faninitiative Löwenfans gegen Rechts (die erst diese Woche zu Gast im sechzger.de Talk 216 war) beim Einsatz gegen ausgrenzende Tendenzen in der Gesellschaft, aber auch im Stadion, wurde zugesagt. Als “klares Thema des e.V.” bezeichnete Mang den Einsatz für den dauerhaften Spielort Giesing für die Profimannschaft des TSV 1860. Die Frage nach einem zweiten Geschäftsführer für die KGaA wurde – auch von Co-Moderatorin – Ulla Hoppen mit Verweis auf die noch nicht erfolgte Wahl der Kandidaten nicht beantwortet. Dies wurde im Saal etwas verwundert zur Kenntnis genommen, denn alle anderen Pläne und Ziele des designierten Präsidiums können ja auch erst nach der erfolgreichen Inthronisierung angegangen werden.
An 6.7. auf der MV sind die Mitglieder*innen am Zug
Alle Kandidaten, die der Einladung von PRO1860 gefolgt waren, nutzten die Gelegenheit, sich den Wähler*innen näher vorzustellen. Nun sind die Mitglieder des TSV 1860 gefordert, auf der Mitgliederversammlung nochmal die Möglichkeit zum Dialog zu suchen und danach wohlüberlegt von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Acht externe Neuzugänge präsentierten die Löwen bislang für die kommende Saison und haben ihren Kader damit nominell verstärkt. Auffällig dabei ist, keiner der Neuen unter 25 Jahre alt ist, während etliche Junge Spieler den Club verlassen haben. Fällt dem TSV 1860 die U23-Regel in der 3. Liga auf die Füße?
DFB passt Regelung zur Saison 2025/26 an
Zwar wurde die Regelung kürzlich angepasst und ausgeweitet, da sie bislang besagte, dass jeder Drittligist mindestens vier U23-Spieler auf dem Spielberichtsbogen führen musste, der für eine deutsche Junioren-Nationalmannschaft spielberechtigt ist. Ab der Saison 2025/26 entfällt das Kriterium der deutschen Staatsangehörigkeit und wird auf alle Spieler im U23-Alter erweitert, “die Staatsbürger eines EU-Mitgliedsstaates oder eines Landes sind, das mit der EU ein Assoziierungsabkommen über eine Gleichbehandlung hinsichtlich der Arbeitsbedingungen abgeschlossen hat”, wie der DFB zu Wochenbeginn mitteilte.
Auf den TSV 1860 hat dies keinen direkten Einfluss, da alle Kaderspieler unter 23 Jahren ohnehin auch über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügen, selbst wenn sie – wie Emre Erdogan (Türkei) oder Miran Qela (Kosovo) – bereits für andere U-Nationalmannschaften im Einsatz waren.
Viele Abgänge junger Spieler
Bleibt das Kriterium, dass im Spieltagskader jeweils vier Spieler unter 23 Jahren stehen müssen. In der Vorsaison war dies gewährleistet, da mit Lukas Reich und Sean Dulic in der Regel zwei Spieler in der Startelf standen oder zumindest auf der Bank Platz nahmen. Die restlichen zwei Quotenplätze wurden zumeist durch Raphael Ott und Tim Kloss eingenommen. Da nun Reich, Kloss, Ott, aber auch andere U23-Spieler wie Moritz Bangerter, Erion Avdija, Eliot Muteba und Florian Bähr den TSV 1860 verlassen haben und wohl auch Mike Gevorgyan auf dem Absprung ist, muss die Situation neu bewertet werden.
Bekanntlich haben die Löwen mit Miran Qela, Lasse Faßmann, Emre Erdogan und Samuel Althaus vier Spieler aus dem NLZ in den Profikader hochgezogen. Zudem dürfen sich Clemens Lippmann und Finn Fuchs im Training präsentieren und für höhere Aufgaben empfehlen.
Fällt dem TSV 1860 die U23-Regel auf die Füße?
Nichtsdestotrotz besteht nun die Gefahr, dass vermeintlich etablierte Profis keinen Platz im Spieltagskader finden werden, weil vier Youngster verpflichtend sind. Davon ausgehend, dass Sean Dulic seinen Kaderplatz sicher hat, müssen also noch drei weitere U23-Spieler im 20er-Kader auftauchen. Man darf gespannt sein, wie es um die Zufriedenheit der Spieler bestellt ist, wenn beispielsweise ein Morris Schröter auf der Tribüne sitzen muss, weil Emre Erdogan im Kader steht. Ob Philipp Maier erfreut ist, wenn ihm Samuel Althaus aufgrund der Quote bevorzugt wird? Glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass Rene Vollath, der zudem ja auch noch als Torwarttrainer fungiert, frohlockt, wenn er altersbedingt Miran Qela weichen muss?
Klar ist: Nominell hat der TSV 1860 seinen Kader eindeutig verstärkt, die U23-Regel könnte jedoch für reichlich Unruhe sorgen und den Löwen auf die Füße fallen. Patrick Glöckner ist nicht um die Aufgabe zu beneiden, jedem einzelnen seiner Spieler deutlich zu machen, dass er eine wichtige Aufgabe im Kader hat.