Die Amateure des TSV 1860 München marschieren in der Bayernliga Süd weiter! Am vergangenen Wochenende feierte das Team von U21-Coach Alper Kayabunar einen 2:1-Auswärtssieg beim FC Deisenhofen und baute den Vorsprung auf den Tabellenzweiten bereits auf vier Punkte aus. Finn Fuchs hatte früh zum 1:0 getroffen, das 2:0 markierte wenig später Noah Klose. Der Anschlusstreffer der Deisenhofener fiel erst spät in der Nachspielzeit, die Führung der Löwen geriet nicht mehr in Gefahr.
Löwen mit starkem Auftakt in Deisenhofen
Die kleinen Löwen kamen in Deisenhofen gut ins Spiel, ließen ihre erste Gelegenheit aber noch aus. 24 Minuten waren dann gespielt, als Finn Fuchs seinen Gegenspieler aussteigen ließ und aus 15 Metern zum 0:1 ins kurze Eck traf. Genau fünf Minuten später legte die U21 des TSV 1860 nach. Justin Thönig legte nach einem geblockten Schuss ab auf Noah Klose und der schoss aus sieben Metern ein zum 0:2. Bis zum Pausentee versäumten es die Gäste dann, trotz etlicher guter Möglichkeiten nachzulegen und es ging mit dem 0:2 in die Kabinen.
Deisenhofen startet druckvoll in die zweite Halbzeit
Die Hausherren starteten druckvoll in den zweiten Durchgang, bissen sich aber an der Löwen-Defensive ein ums andere Mal die Zähne aus. Auf der anderen Seite hatten auch die kleinen Sechzger noch Möglichkeiten, mit dem dritten Treffer alles klar zu machen. Sie ließen diese jedoch liegen. In der dritten Minute der Nachspielzeit glückte Deisenhofen nach einer Ecke per Kopf doch noch der Anschlusstreffer. Doch kurz danach war Schluss und die Löwen fuhren den nächsten Dreier ein.
Amas weiterhin Tabellenführer
Mit dem Auswärtssieg bauten die kleinen Löwen ihre Tabellenführung weiter aus und haben nun bereits vier Zähler Vorsprung auf Tabellenplatz zwei und den SV Kirchanschöring. Der Vorsprung auf den drittplatzierten SV Erlbach beträgt nach acht Spielen sogar bereits sieben Punkte. Coach Alper Kayabunar war mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden und sage nach dem Spiel: “Wir freuen uns natürlich über den Sieg, wenngleich uns das Gegentor am Ende ärgert. Es war wirklich eine sehr schwere Aufgabe. Man hat uns angemerkt, dass wir am Mittwoch ein sehr schweres Spiel hatten. Am Ende bekamen wir etwas Probleme.”
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen
Erfreuliche Nachrichten zum Start in eine neue Woche: der TSV 1860 München steht im Toto-Pokal Viertelfinale. Gegen den FV Illertissen sicherten sich die Löwen den Einzug in die nächste Runde. Auch die U21 und die Löwinnen siegten, keine Punkte gab es dagegen für die Dritte und Vierte.
Löwen siegen in Illertissen
Auch im bayerischen Toto-Pokal ist der TSV 1860 München in dieser Saison weiterhin ungeschlagen. Gegen den Regionalligisten und Titelverteidiger FV Illertissen gab es am Wochenende einen 3:1-Sieg zu bejubeln. Entsprechend zufrieden äußerte sich Trainer Patrick Glöckner und auch der ein oder andere Löwenfan in den Stimmen zum Spiel. Bereits online zu finden ist zudem die Fotogalerie zu der Partie.
Mögliche Gegner des TSV 1860 im Viertelfinale
Sechs Mannschaften stehen bereits fest, die als möglicher Gegner für den TSV 1860 München im Toto-Pokal Viertelfinale infrage kommen. Ermittelt wird noch der Sieger zwischen Viktoria Aschaffenburg und dem 1.FC Schweinfurt am morgigen Dienstag. Bereits weiter sind der 1.FC Ingolstadt, Jahn Regensburg, Wacker Burghausen, die Würzburger Kickers, die SpVgg Unterhaching und der TSV Aubstadt.
U21 schlägt in der Bayernliga auch Deisenhofen
Der TSV 1860 II bleibt in der Bayernliga Süd das Maß aller Dinge und hat die Tabellenführung ausgebaut. Gegen den FC Deisenhofen siegte das Team von Alper Kayabunar mit 2:1, wobei der Gegentreffer erst in der Nachspielzeit fiel. Es war das erste Tor für einen gegnerischen Spieler seit sechs Partien. So steht aus einer Englischen Woche die Maximalausbeute von neun Punkten zu Buche. Weiter geht es am Freitag mit dem Duell gegen Türkspor Augsburg, das wieder am Trainigsgelände stattfindet.
Dritte und Vierte mit Niederlagen
Nichts zu holen gab es dagegen für die beiden Herrenmannschaften des e.V. am Wochenende. Der TSV 1860 III gastierte beim Tabellenführer FC Fürstenried und zog dabei den Kürzeren. Das gilt auch für die Vierte, die ohne Punkte vom Auswärtsspiel gegen den FC Milbertshofen wiederkehrte.
Frauen schlagen Neuried im Pokal
Erfolgreich waren dafür die Frauen im Kreispokal – und das einmal mehr dank Torschützin Kira Winter. Sie erzielte gegen den TSV Neuried zunächst einen Hattrick (5.,10.,14.), bevor Winter im zweiten Durchgang auch noch den vierten Treffer für die Löwinnen nachlegen konnte. Neuried konnte nach 80 Minuten nur noch etwas Ergebniskosmetik betreiben.
News aus der 3.Liga
Spendensammlungen für den TSV Havelse
Nachdem mutmaßliche Anhänger des VfL Osnabrück in das Stadion des TSV Havelse eingebrochen waren und ein Bild der Verwüstung hinterlassen haben, laufen nun die ersten Spendensammlungen an. Havelse selber hat eine Aktion initiiert, bei der bereits deutlich über 10.000€ zusammen kamen. Außerdem unternehmen auch Fans des VfL Osnabrück etwas und haben bei einer zweiten Sammelaktion bereits über 3.000€ erzielt. Außerdem reiste eine Delegation des VfL nach Havelse, um sich selbst ein Bild der Schäden zu machen und zeigte sich dabei erschüttert von den Ausmaßen.
Nach jeweils einem Remis und einem Sieg zum Saisonauftakt, mussten die 3. und 4. Mannschaft der Löwen am 3.Spieltag die erste Niederlage hinnehmen. Der TSV 1860 III unterlag beim FC Fürstenried, die Vierte verlor beim TSV Milbertshofen.
TSV 1860 III unterliegt beim FC Fürstenried
Bei sommerlichen Bedingungen ging es für den TSV 1860 III am heutigen Sonntag zum Tabellenersten FC Fürstenried. Nach einem Abtasten in der Anfangsphase reichte den Gastgebern in der 17. Minute ein Steilpass auf den letzjährigen Regionalligaspieler Emre Tunc, der dann alleine aufs Tor zulaufen konnte und die Führung erzielte. Nur zwei Zeigerumdrehungen später erhöhten die Hausherren nach einem abgefälschten Torschuss von Benan Sadovic auf 2:0.
Erst nach einer knappen halben Stunde kamen die Löwen das erste Mal gefährlich vors Tor, auch die darauf folgende Ecke war eine gute Chance auf den Anschlusstreffer. Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel und so ging es verdient mit 2:0 in die Pause. Der zweite Durchgang war sehr durchwachsen von beiden Mannschaften und wirklich guten Fußball konnte man nicht mehr bestaunen. Dennoch erzielten die Hausherren kurz vor Schluss noch den 3:0-Endstand. Der FC Fürstenried festigte durch den Heimsieg den Platz an der Tabellenspitze.
Vierte unterliegt beim TSV Milbertshofen
Auch für die 4. Mannschaft des TSV 1860 gab es am Wochenende nichts zu holen. Die Vierte unterlag am Samstag beim TSV Milbertshofen mit 2:3. Für die Löwen trafen Sandro Riedl (13.) und Thomas Papaja (79.) jeweils zum Anschlusstreffer, der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr gelingen.
Souverän zogen die Löwen am gestrigen Samstag ins Viertelfinale des Toto Pokals ein und dürfen sich weiterhin berechtigte Hoffnungen auf den Gewinn des bayerischen Landespokals machen. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Auswärtssieg des TSV 1860 München beim Regionalligisten FV Illertissen.
Fotogalerie zu FV Illertissen – TSV 1860 München
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Videos rund um Münchens große Liebe
Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!
In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten rund um den TSV 1860 München eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, junge oder ältere Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu dem hinter uns liegenden Auftritt der Löwen einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Hier geht es natürlich um das gestrige 3:1 in Illertissen, mit dem 1860 ins Viertelfinale im bayerischen Landespokal einzog.
Stefan Kranzberg (Redakteur sechzger.de):
Die Löwen haben sicher nicht geglänzt, das Ding aber doch sehr souverän heimgespielt. Das frühe Tor hat dem Pokalschreck Illertissen schon ein bisschen den Zahn gezogen, wobei ich mir – auch für die eigenen Nerven – einen zweiten Treffer vor der Pause gewünscht hätte. Im Endeffekt fielen die Tore aber jeweils zum richtigen Zeitpunkt und es bestand nie die Gefahr, da auszuscheiden. Ich bin auch froh, dass Patrick Glöckner mehr oder weniger die bestmögliche Startelf aufgeboten hat, um klarzustellen, dass man das Spiel und den Wettbewerb ernst nimmt.
Das war heute ein verdienter und souveräner Sieg, allerdings weitgehend glanzlos. Hinten sind wir insgesamt super gestanden und haben ganz wenig zugelassen. Die Szene des Spiels war für mich der Traumpass von Kevin Volland auf David Philipp vor dem 2:0.
Ebenfalls erfreulich: Das sonnige Spätsommerwetter und zahlreiche Löwenspieler, die sich nach dem Spiel noch Zeit für Fotos zusammem mit meinem vierjährigen Sohn genommen haben.
Sieben Pflichtspiele sind wir jetzt ungeschlagen – weiter so, Löwen!
Patrick Glöckner (Cheftrainer des TSV 1860):
Ich bin sehr zufrieden! In diesen Spielen ist es nur wichtig, dass man weiterkommt. Es war die erwartet schwere Aufgabe und wir wussten, was hier abgeht. Man hat es an Nürnberg gesehen, wie stark Illertissen eigentlich ist. Erste Halbzeit haben wir’s extrem souverän runtergespielt, zweite Halbzeit dann bisschen nachgelassen, aber das spielt keine Rolle. Die Mentalität und Einstellung war da gewesen.
Theo (sechsjähriger Löwenfan, in Illertissen mit dem Papa dabei):
Ich freue mich, dass die Löwen schon wieder gewonnen haben. Schade, dass Flo (Niederlechner, Anm. d. Redaktion) kein Tor geschossen hat. Den mag ich am liebsten!
Sascha Königsberg (Vorsitzender des Verwaltungsrats im TSV 1860 e.V.):
An welchen Begriff denkt man, wenn man zum Pokalspiel nach Illertissen fährt? “Vorfreude” – immerhin waren wir in der sehr erfolgreichen Regionalligasaison auch hier siegreich und die Gastfreundschaft war wie bei fast allen Gegnern damals sehr angenehm? Oder doch etwa “Pokalschreck” – gerade erst ist mit Nürnberg ein Zweitligist im DFB-Pokal beim FVI ausgeschieden und vor drei Jahren hatten wir im Toto-Pokal selbst schon das zweifelhafte “Vergnügen”. Für mich war es ein bisschen was von beidem, mit der nicht ganz ernst gemeinten Hoffnung, dass sich der heutige Gegner auf den DFB-Pokal fokussieren könnte. Nach dem Spiel bleibt bei mir aber vor allem ein Begriff hängen: “Europapokal”! Ne ne, damit ist wahrlich nicht die heutige sportliche Leistung von unserem “weißen Ballett” gemeint. Sondern die zum Kult gewordene Quasi-Vereinshymne der Illertissener, die nach dem Erreichen der nächsten DFB-Pokal-Runde wiederbelebt wurde (auch als heute kaufbares T-Shirt). Kein Wunder, für die Gastgeber sind es auch nur noch 5 Siege bis es tatsächlich heißt: “Illertissen spielt international” (für die Löwen sind es noch 9 Siege 😉).
Sommer(ferien)zeit heißt in unserer großen sechzger.de-Redaktion immer, dass viele neue Eindrücke in aller Herren (und Frauen) Länder gesammelt und dann später hier der interessierten Leser*innenschaft präsentiert werden. Erst Ende Mai diesen Jahres war der Kollege Stefan Kranzberg in Albanien unterwegs und ließ uns in seinem Artikel Länderpunkt im Zeichen der Jugend an seinen Erlebnissen teilhaben. Ich habe es ihm nun gleich getan und mich mit meinen beiden Söhnen für eine Woche in das Land auf dem Balkan begeben. Dass dabei auch Fußballspiele besucht wurden, versteht sich von selbst. Am Ende wurden es fünf Stück.
Conference League Playoff in Tirana
Los ging es direkt mit – Achtung, Trommelwirbel – EUROPAPOKAL! Also konkret mit den finalen Playoffs zur Qualifikation für das “richtige” internationale Geschäft. Ich hatte vorab von daheim aus ordentlich mitgezittert mit einem der Hauptstadtklubs, Dinamo City, der in der Runde zuvor das gefühlt Unmögliche möglich gemacht und den – vom Kaderwert fast zehnmal so schweren – Dritten aus der kroatischen HNL, Hajduk Split aus dem Wettbewerb geworfen hatte. So kam es am Donnerstag, den 28. August zum Playoff-Rückspiel gegen den polnischen Vorjahresdritten, Jagiellonia Bialystok. Leider hatte Dinamo City, selbst im Frühsommer 2025 übrigens Verlierer des Spiels um Platz 3 in der im Playoff ausgetragenen albanischen Meisterschaft, das Hinspiel in Polen eine Woche zuvor schon mit 0:3 verloren. Die Chancen auf’s Weiterkommen war also eher gering an diesem Donnerstagabend in Tiranas AirAlbania-Stadion, einem super-modernen Bauwerk, das 2019 eröffnet wurde und drei Jahre später sogar Austragungsort des ersten Conference-League-Endspiels zwischen dem AS Rom und Feyenoord Rotterdam (1:0) war. Für umgerechnet 10,- EURO fanden wir Einlass.
Dinamo City scheitert
Die Geschichte des Spiels in diesem – wie ich finde – sehr gelungenen modernen Stadion ist schnell erzählt. Die 2.200 Einheimischen, die in dem 22.000er-Stadion auf Haupt- und Gegentribüne untergebracht waren, hofften auf ihre Mannschaft, die aufopferungsvoll kämpfte, aber fußballerisch meist zu ungenau und überhastet agierte. Das schnelle Tor, das vielleich eine Aufholjagd einläuten würde, wollte nicht fallen. Erst nach 68 gespielten Minuten fiel es. Und die Gäste wirkten plötzlich nervös. Ging da noch was? Zwei Tore in 20 Minuten? Nicht absolut unmöglich. Doch die Hoffnung währte nur elf Minuten, dann erzielte ein Holländer mit griechischen Wurzeln den Ausgleich für die Polen und sicherte so Bialystok die Quali für die Conference League 25/26. Nach dem Spiel gab es sowohl im mit rund 500 Fans besetzten Gästeblock, als auch auf der Heimseite viel Applaus für die 22 Akteure. Dass es später beim Transport der Fanbusse der polnischen Anhänger auf der Autobahn Richtung Flughafen Tirana zu einem direkten Angriff durch albanische Hools kam, erfuhr man am nächsten Morgen über die Sozialen Medien. Ob die Angreifer zum Spiel selbst im Stadion anwesend waren, entzieht sich meiner Kenntnis.
Spielbesuch mit Löwenfan
Eine nette und wesentlich harmonischere Begebenheit rund um diesen Spielbesuch, sei hier auch noch erwähnt. Da sich schon im Vorfeld unseres Urlaubs herausstellte, dass ein Leser und Freund von sechzger.de an genau diesem Donnerstag den letzten Abend eines Albanien-Aufenthalts verbringen würde, wurde vereinbart, die Partie in Tirana gemeinsam zu besuchen. Gesagt, getan. Wir hatten eine lustige Zeit und erinnerten uns angesichts der sportlichen Ausgangslage (und unseres ähnlichen Alters) natürlich sehr aktiv an das UEFA-Cup-Duell unserer Löwen mit Rapid Wien im Herbst 1997. Grüße gehen an dieser Stelle raus an Anselm!
Vier Löwen beim Europacup in Tirana
Zweite Liga weiter südlich
Nach einem Tag Fußballpause standen dann am Samstag gleich zwei Partien auf dem Programm. Ein Zweit- und ein Erstligakick. Los ging’s in der Stadt Fier etwa 85 Kilometer Luftlinie südlich von Tirana. Ein netter, aber – wie eigentlich die allermeisten Stadien im Land – schon sehr in die Jahre gekommener Ground mit einer Stahlrohrtribüne, auf der sich samstags um vier eine niedrige dreistellige Anzahl an Zuschauern einfand. Viel Emotion auf dem Rasen und am Ende ein schiedlich-friedliches 1:1, das sich die Gastgeber mit einer couragierten Leistung in den Schlußminuten noch wacker und verdientermaßen erkämpften. Sechs Euro hatte uns der Spaß gekostet – und das war er auch Wert. Wir düsten direkt nach dem Abpfiff die 49 Straßenkilometer in Richtung der kleinen Stadt Rrogozinhe, Heimat des amtierenden albanischen Meisters.
Beim albanischen Meister war einiges los
Das atmosphärisch stimmungsvollste und emotionalste Fußballerlebnis dieser Reise durch Albanien bescherte uns – erneut für den Eintritt von umgerechnet 10,- EURO für den Sitzplatz auf Höhe der Mittellinie – am Samstag Abend das Spiel zwischen KF Egnatia und AF Elbasani. Die von Anfang an sehr aufgeheizte Stimmung hat wohl einen historischen Hintergrund, der hier allerdings nicht allzusehr vertieft werden soll. Es geht um einen Spielabbruch in einem Aufstiegsspiel zwischen den beiden Vereinen kurz nach der Jahrtausendwende – wegen einer Rauferei auf dem Rasen! Dass aus den Fanblöcken Albaniens, sofern so etwas wie aktive Fans anwesend sind, ab und an Böller und teilweise wirklich laute Kanonenschläge auf das Spielfeld geworfen werden, gehört dort – anders als “klassische” Pyrotechnik, die in unseren fünf Spielen gar nicht zum Einsatz kam – zum Stadionbesuch offensichtlich dazu. Im konkreten Fall betätigten sich die rund 250 Gästefans aber schon eine halbe Stunde vor dem Anpfiff entsprechend. Auch von den Heimfans, deren “harter Kern” allerdings deutlich weniger Personen zählte, flog immer wieder mal etwas knallendes in den Innenraum. Eine Durchsage, dies doch zu unterlassen, konnten wir nicht ausmachen. Gehört hier wohl einfach dazu.
Das Stadion von Egnatia ist – neben dem oben schon angesprochenen Nationalstadion – die modernste Anlage, die uns bei unserem Aufenthalt, während dem wir uns noch einige Stadien ohne Spielbesuch ansahen, begegnet ist. Sie bietet 7.500 Besuchern Platz, erinnert – rein optisch – an typische Campus-Stadien Deutscher Bundesligisten und die beiden Tribünen waren an jenem Abend zu etwa einem Drittel gefüllt. Den Zuschauern wurde ein durchaus unterhaltsames Match präsentiert, bei dem die Gäste direkt vor dem Pausenpfiff unter großen Jubel mit 1:0 in Führung gingen. Nachdem sie aber im zweiten Abschnitt – ganz ähnlich wie die Gastgeber im Zweitligaspiel am Nachmittag – die knappe Führung nur verwalten wollten und gar nichts mehr für das Spiel taten, fiel folgerichtig in der 83. Minute der Ausgleich. Danach wurde es hektisch und wild. Der Torschütze bejubelte seinen Treffer extrem provokativ vor dem Gästeblock, worauf ihm zahlreiche der oben angesprochenen Böller entgegenflogen, denen er allerdings recht enstpannt auswich. Minutenlange Rudelbildung auf dem Rasen und drei Platzverweise vermittelten einen Eindruck, was wohl in der Vergangenheit bei dieser Partie schon los war.
Drittes Spiel, drittes 1:1
Als Krönung erhielten die Gäste in der neunten Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter, der zunächst verschossen, im Nachschuss aber dann doch zu einem Treffer führte, der wiederum nach minutenlangem frenetischem Jubel im Gästeblock bei gleichzeitig ausführlicher Diskussion unter den Protagonisten auf dem Rasen, zurückgenommen wurde. VAR auf albanisch heißt: Lange Unterbrechungen aber leider keinerlei Informationen an die Zuschauer, was eigentlich los ist. So machten wir uns schließlich leider in Unkenntnis über die Gründe für die Nichtanerkennung des Treffers auf die rund einstündige Fahrt in unser Nachtquartier in der Hafenstadt Vlora.
Fortsetzung folgt…
Über die beiden noch am Sonntag besuchten Spiele wird in einem weiteren Artikel im Laufe der kommenden Woche berichtet. Und ein Fazit zum Groundhopping und -spotting in Albanien gezogen. Dass dies ziemlich positiv ausfallen wird, dürfte wenig überaschen.
Anders als noch vor ziemlich genau drei Jahren hatte der TSV 1860 München am Samstagnachmittag im Toto-Pokal-Achtelfinale vor 3.484 Zuschauern keine großen Probleme mit dem FV Illertissen. Die Löwen hatten alles im Griff, siegten und zogen verdient in die Runde der letzten Acht ein. Nach 90 Minuten auf buckligem Untergrund im Vöhlin-Stadion siegte der TSV 1860 am Ende mit 1:3 und lief dabei keineswegs Gefahr, die frühe Führung noch einmal aus der Hand zu geben.
Reinthaler mit der frühen Führung
Von der ersten Minute zeigten die Münchner, dass sie das Duell an der württembergischen Landesgrenze ernst nehmen. Trainer Patrick Glöckner schickte wie angekündigt fast die komplette A-Elf aufs Feld. Deniz, Niederlechner und Neuzugang Rittmüller saßen erst einmal auf der Bank. Dafür durften Reinthaler, Christiansen, Wolfram und Hobsch von Beginn an ran. Auch auf dem Feld zeigten sich die Löwen dominant. Eine gute Viertelstunde war gespielt, als Voet einen Eckball an den Pfosten köpfte und Reinthaler die frühe Führung für den TSV 1860 markierte. Weitere Möglichkeiten blieben jedoch erst einmal ungenutzt.
Löwen lassen nichts anbrennen
Die Münchner hatten das Spiel im weiteren Verlauf im Griff, Illertissen kam nicht einmal ansatzweise zu einer Torchance. Außer man möchte einen Roller des Ex-Löwen Cocic als solche bezeichnen, als der Ball gerade noch in die Arme von Dähne kullerte. Allerdings war in der letzten Viertelstunde des ersten Durchgangs auch bei den Gästen etwas die Luft raus im Spiel nach vorne. Das Aufbauspiel wurde allerdings auch erschwert durch das holprige Geläuf im Illertissener Vöhlin-Stadion, auf dem das Leder ein ums andere Mal versprang. Der zweite Treffer der Münchner kurz vor der Pause wurde nicht anerkannt, da der Ball vor Pfeifers Flanke bereits die Grundlinie überschritten hatte. So ging es beim Stand von 1:0 für die Münchner in die Kabine. Einen “seriösen Auftritt” nannte ein Löwen-Fan vor Ort sehr treffen den ersten Abschnitt.
Glöckner wechselt zur Pause
Nach dem Pausentee kam Münchens große Liebe verändert aus den Katakomben. Trainer Patrick Glöckner wechselte nach einer dominant geführten ersten Halbzeit aus. Maier kam für Reinthaler aufs Feld und übernahm positionsgetreu. Am müden Kick auf dem Rasen änderte sich wenig. Die Gäste kontrollierten die Partie, ließen hinten nichts zu, waren aber vorne auch nicht wirklich zwingend. So plätscherte das Spiel, wie schon in den letzten 20-25 Minuten des ersten Abschnitts, weitgehend vor sich hin. Nach einer knappen Stunde kam Philipp für Haugen ins Spiel.
Sechzig kontrolliert das Spiel und legt nach
Torgefahr war auch im Anschluss auf beiden Seiten Mangelware. Auch die Standards der Sechzger fanden zu selten einen Abnehmer. Auf der anderen Seite stand die Restverteidigung der Löwen gegen die konterstarken Hausherren bombensicher. Nach einer guten Stunde musste Dähne dann doch in ärgster Not retten, als er gegen Glessing stark parierte. Dann kam Neuzugang Rittmüller zu seinem ersten Einsatz im Trikot von Münchens großer Liebe und schon fiel das 0:2 für die Sechzger. Nach einem starken Steilpass von Volland marschierte Philipp alleine auf den Kasten und vollstreckte eiskalt.
Anschlusstreffer aus dem Nichts
Eine Viertelstunde vor dem Ende passten dann in der Löwen-Defensive die Zuordnung nicht und Illertissen kam nach einem Steckpass auf den abseitsverdächtig stehenden Hausmann zum Anschlusstreffer. Plötzlich stand es nur noch 1:2. Illertissen versuchte mehr nach vorne zu machen, kam aber nicht wirklich durch. Zehn Minuten vor Ende kam dann bei den Gästen Niederlechner für Hobsch aufs Feld. Sechzig stand nun etwas tiefer und setzte auf Konter. Drei Minuten vor Ende wurde Voet im Strafraum geklammert und Jacobsen machte per Elfmeter mit dem 1:3 den Deckel drauf. Insgesamt hatten die Löwen keine Probleme mit Illertissen, siegten verdient und zogen mit einer seriösen Vorstellung souverän ins Viertelfinale des bayrischen Landespokals ein.
Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem FV Illertissen und dem TSV 1860 München! Die beiden Teams treffen im Achtelfinale des Toto Pokals aufeinander.
Bislang lief für den TSV 1860 München im Toto-Pokal gegen niederklassige Gegner alles nach Plan. Gegen Reichmannsdorf und Geiselbullach gab es jeweils ungefährdete Siege. Heute aber steht den Löwen ein wahres Pokal-Schwergewicht gegenüber. Der Gastgeber ist der FV Illertissen, der den Wettbewerb in der letzten Spielzeit gewinnen konnte und der den TSV 1860 bereits im September 2022 bezwang. Gibt es heute eine erneute Überraschung oder setzt sich das Team von Patrick Glöckner gegen den Regionalligisten durch?
Es fehlen: Nicht dabei ist heute Sean Dulic, der für die U20 Nationalmannschaft nominiert wurde. Kilian Jakob hat sich ebenso wie Morris Schröter schwerer verletzt und fällt damit vorerst aus, zudem fehlen die angeschlagenen Danhof und Schifferl. Ansonsten kann Patrick Glöckner aus dem Vollen schöpfen, wobei der ein oder andere nominelle Stammspieler eine Pause erhalten könnte.
Wo könnt ihr das Spiel FV Illertissen – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?
Das Spiel in Illertissen wird live und kostenlos vom Bayerischen Rundfunk im Fernsehen und Online-Stream gezeigt.
Sean Dulic muss in der Vorbereitung U20-Nationaltrainer Hannes Wolf überzeugt haben. Denn Wolf bot Dulic bei seinem U20-Debüt direkt in der Startelf auf. Wolf ließ sein Team im 4-1-4-1 auflaufen. Dulic trug bei seinem Debüt die Nummer 15 und kam in der Innenverteidigung zum Einsatz. Gemeinsam mit Tim Janisch (1. FC Nürnberg), Leopold Wurm (Jahn Regensburg) und Vitalie Becker (Schalke 04) bildete der Löwenspieler die Viererkette. Er zeigte eine starke Leistung in der Defensive und setzte auch den ein oder anderen Akzent im Spiel nach Vorne. Ein ums andere Mal mussten die Schweizer Offensivspieler gar mit Stürmerfouls operieren, um Zweikämpfe gegen Dulic zu gewinnen. Alles in Allem ein starkes Debüt des Eigengewächses aus dem NLZ an der Grünwalder Straße.
Löwenfans aus der Schweiz zeigten Flagge für Sean Dulic und den TSV 1860
Deutschland gewinnt ungefährdet 5:1
Die deutsche U20 kontrollierte das Spiel gegen die Gastgeber über weite Strecken der ersten Halbzeit und ging kurz vor der Pause in Führung. Das 0:1 erzielte Krattenmacher vor 895 Zuschauern im Stadion Niedermatten in Wohlen in der 44. Minute. Das deutsche Team kam dann deutlich wacher aus der Kabine und stellte per Dreierpack bis zur 51. Minute auf 0:4. Zunächst erhöhte Wätjen per Doppelschlag innerhalb einer Minute auf 0:3 (47. und 48. Minute). Nur drei Munten später ließ Brunner in der 50. Minute Treffer Nummer vier folgen. In der 67. Minute gelang Lubach sogar das 0:5. Wie üblich bei Testspielen war die zweite Hälfte von Wechseln geprägt und so wurde auch Dulic nach 77 Minuten ausgewechselt. In der 88. Minute konnten die Schweizer noch den Ehrentreffer zum 1:5 erzielen.
Nächster Test am Dienstag in Reutlingen gegen Italien
Wer Dulic nochmal im Nationaltrikot sehen will, kann das am kommenden Dienstag tun. Dann empfängt das Team von Hannes Wolf Italien in Reutlingen an der Kreuzeiche. Anpfiff ist um 18:30 und nach seiner heutigen Leistung dürfte Dulic wieder in der Startelf zu finden sein.
Ein herzlicher Dank für die Bilder geht an den heiligen Johann.
Die etwas überraschende Farbkombination Schwarz/Gelb/Blau beinhaltet das Wiesntrikot 2025 des TSV 1860 München. Zudem ist neben dem Löwen auch das Münchner Kindl zu sehen.
TSV 1860 präsentiert Wiesntrikot 2025
Zum neuen Wiesntrikot von Joma schreibt der TSV 1860 auf seiner Homepage:
“Eine tiefe Struktur im schwarzen Trikot, sorgt für edle Eleganz und verleiht zusätzliche Dynamik und Hochwertigkeit.
Optisch setzt man auf die Stadtfarben der Stadt München in Schwarz und Gelb – ein kraftvolles Bekenntnis zur Heimatstadt München. Auf der Brust ragt das traditionelle Löwenlogo in Silikon-Sublimation, begleitet vom Stadtwappen dem „Münchner Kindl“ daneben.
Die Silhouette des Shirts wird vom typischen Löwen-Blau eingerahmt und rundet das Gesamtbild stimmig ab. Ein Trikot, das nicht nur auf der Wiesn getragen werden kann, sondern auch sportlich, kulturell und ökologisch überzeugt.”
Erhältlich sind die Trikots ab Samstag um 10 Uhr in den drei Löwenfanshops in München sowie natürlich auch online.
Die Löwenfans sind ob des Designs zwiegespalten. Während die einen auf Instagram bemängeln, dass es “nicht nach Wiesn aussieht” und den “Ukraine-Kragen” hinterfragen, finden es andere “cool” und konstatieren, dass es “super ausschaut”.
Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & CO. KGaA (Bildausschnitt)