Teil 2 der englischen Woche in der Regionalliga Bayern führte die Löwen nach dem 3:0-Heimsieg in den altehrwürdigen Ronhof. Dort duellierte sich der TSV 1860 München mit der um zahlreiche Profis ergänzten Zweitvertretung der SpVgg Greuther Fürth. Am Ende musste sich die Elf von Alper Kayabunar in Mittelfranken mit einem Remis begnügen.
Unveränderte Startelf bei den Löwen – Eberwein trifft
Im Vergleich zum Sieg am vergangenen Freitag nahm Trainer Alper Kayabunar keinerlei Änderungen an der Startelf vor. Lediglich auf der Bank ersetzte der lange verletzte Damjan Dordan den Kollegen Cristian Leone. Weitere Auffälligkeiten: Der TSV 1860 spielte erstmals in den dunkelblauen Auswärtstrikots, zudem trugen alle Spieler auch die Nummern, die ihnen eigentlich bereits zu Saisonbeginn zugedacht waren. So lief Tunay Deniz mit der 10 auf, Eric Uhlmann hatte die 18 und Matt Collins die 5.
Für den ersten Aufreger sorgten dann auch die Löwen, als Deniz einen Freistoß fast von der Mittellinie in den Strafraum schlug, Fürth-Keeper Prüfrock unzureichend abwehrte und Eberwein zur frühen Führung für 1860 abstaubte (7.). In der Folge versuchten sich die Mittelfranken zwar auch offensiv, gefährlicher blieb aber Münchens große Liebe.
Niederlechner und Ott scheitern
In der 29. Minute scheiterte Niederlechner am diesmal stark reagierenden Prüfrock, nur drei Zeigerumdrehungen später setzte Ott seinen Kapitän Dennis Dressel in Szene, doch dessen Schuss von der Strafraumgrenze wurde geblockt. Wieder nur zwei Minuten später war es dann Ott, der zum Abschluss kam, jedoch an Prüfrock scheiterte. Angetrieben von Tunay Deniz, der phasenweise einen klassischen Libero, kontrollierten die Löwen die Partie.
Überraschend kamen die Kleeblätter dann in der 40. Minute zu einer guten Chance, doch der Kopfball von Megeed, der wie einige andere Fürther bereits über Zweitligaerfahrung verfügt, ging knapp am Pfosten vorbei. So blieb es nach 45 Minuten bei der verdienten Führung für 1860.
Engel gleicht per Elfmeter aus
Zur Pause ersetzte Bell den gelb-rot-gefährdeten Gevorgyan, die erste Gelegenheit bot sich jedoch den Gastgebern. Nach einer Ecke kam Günes zum Abschluss, doch Eicher tauchte die Kugel noch raus und wehrte stark ab. Vor 4825 Zuschauern, von denen wohl rund 3000 den Löwen die Daumen drückten, bestimmte nun das Kleeblatt die Partie, während Sechzig nur noch reagierte. Erst in der 61. Minute folgte wieder eine Offensivaktion des TSV, doch Niederlechner rutschte an einer flachen Hereingabe von rechts knapp vorbei.
Vier Minuten später gab es dann jedoch Elfmeter für Fürth, nachdem Dressel seinen Gegenspieler zu Fall gebracht hatte. Engel ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte souverän zum 1:1 (65.). Beinahe hätten die Löwen die passende Antwort parat gehabt, doch Wagner konnte die Kugel nach toller Vorarbeit von Niederlechner nicht in den Maschen versenken.
TSV 1860 holt nur einen Punkt in Fürth
Fürth war nun am Drücker, doch 1860 bot sich in der 74. Minute eine große Konterchance, als Niederlechner alleine auf Prüfrock zusteuerte. Im letzten Moment passte der Stürmer nach links auf den eingewechselten Erdogan, doch der Keeper passte auf und packte zu. Auf der Gegenseite stand Müller plötzlich im Löwenstrafraum viel zu blank, jagte die Kugel jedoch aus 15 Metern über den Kasten.
In der 79. Minute stand dann wieder Prüfrock im Fokus, der einen Schuss von Niederlechner aus kürzester Distanz sensationell zur Ecke abwehrte. Nur eine Minute später schickte Deniz Erdogan per Steilpass auf die Reise, doch dieser verzog von halbrechts doch recht deutlich. Eberwein bot sich in der 89. Minute nochmal eine gute Gelegenheit, doch sein Abspiel auf Niederlechner misslang und auch Dressel war Sekunden später bei seinem Abschluss glücklos.
Im Endeffekt müssen sich die Löwen also mit einem Zähler in Fürth zufrieden geben und sind selbst schuld, dass sie nach dem ersten Tor nicht konsequenter auf den zweiten Treffer gingen. Nach der Pause war dann zu lange Leerlauf, sodass das Remis im Endeffekt durchaus in Ordnung geht.