Dass die fünf Meister der Regionalligen nicht direkt in die 3. Liga aufsteigen können, ist seit Längerem ein Ärgernis im deutschen Fußball. Um eine fairere Aufstiegsregelung zu finden, hat sich vor ein paar Wochen die Initiative “Aufstiegsreform 2025” gebildet.
Weitere Mitglieder schließen sich “Aufstiegsreform 2025” an
Die Initiative wurde von zahlreichen Vereinen aus der Regionalliga Nordost im Februar ins Leben gerufen. Mittlerweile schlossen sich weitere Vereine auch aus der 3. Liga und anderen Regionen Deutschlands an. Jüngst assoziierten sich Hansa Rostock, der SV Meppen, der 1. FC Bocholt und die Würzburger Kickers. Damit sind erstmals auch Verteter der Regionalliga Nord und der Regionalliga Bayern Mitglied der Initiative. Tommy Haeder vom Chemnitzer FC, der als Sprecher der Initiative auftritt, zeigte sich erfreut. “Unsere Forderung nach einer fairen Aufstiegsregelung und der damit verbundenen Strukturreform wird nicht nur gehört, sondern auch geteilt. Die Bewegung gewinnt weiter an Fahrt, wächst stetig – und auch im Hintergrund laufen täglich viele Gespräche, die Mut machen. Wir sind noch lange nicht am Ziel, aber wir kommen der Gerechtigkeit im Regionalliga-Fußball Schritt für Schritt näher.”
Konkretes Konzept zeichnet sich ab
Inzwischen zeichnet sich auch ein Grobkonzept ab, wie die Reform konkret aussehen könnte. Nachdem die 3. Liga einen fünften Absteiger kategorisch ablehnte, soll die Anzahl der Regionalligen auf vier reduziert werden. Dazu existiert folgender Vorschlag:
Regionaliga Süd mit Bayern und Baden-Württemberg
Regionalliga Ost mit Hessen, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
Regionalliga Nord mit Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen
Regionalliga West mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Eine Variante wäre auch Rheinland-Pfalz und das Saarland der Regionalliga Süd anzugliedern.
Anwendung ab 2027/28?
Sollte die Reform kommen, steht im Raum die vier Staffeln zunächst in ein Übergangsjahr mit je 22 Mannschaften zu teilen. Nach dem Übergangsjahr sollte die Anzahl der Mannschaften je Staffel auf 20 reduziert werden. So würde sich die Anzahl der Regionalligisten von aktuell 90 auf vorerst 88 verringern und schlussendlich dann bei 80 liegen. Die Reform soll auf dem DFB-Bundestag am 7. November beschlossen werden und möglicherweise in der Saison 2027/28 zur Anwendung kommen.
Wie steht Ihr der Reform gegenüber? Welche Option würdet Ihr bevorzugen?
Sommerpause! Zeit für Transfers, Vertragsverlängerungen und Vertragsauflösungen. Beim TSV 1860 München gab es gestern immerhin Transfers und eine wichtige Vertragsverlängerung zu vermelden. Sean Dulic verlängerte seinen Vertrag bei 1860.
Dulic bleibt ein Löwe: Vertragsverlängerung bei 1860
Eigengewächs Sean Dulic wird den Löwenfans noch länger erhalten bleiben. Wie gestern bekannt gegeben wurde, wird Dulic auch in Zukunft das Trikot von 1860 tragen. Wie lange genau, wurde nicht bekannt gegeben. Der Münchner Merkur spekuliert, dass Dulics neues Arbeitspapier bis zum Ende der Saison 27/28 gültig ist.
Reich vor Abgang bei 1860
Beim zweiten großen Abwehrtalent stehen die Zeichen dagegen wohl auf Trennung. Wie der Münchner Merkur berichtet, soll Lukas Reich in der Sommerpause verkauft werden. Offenbar gibt es Unstimmigkeiten zwischen 1860 und dem Spieler, dessen Vertrag noch bis Ende der kommenden Saison läuft. Da Reich 2026 das Abitur machen möchte, käme ihm ein Vereinswechsel wohl eher ungelegen. Bisher konnten sich beide Seiten wohl auch nicht auf einen Kompromiss wie zum Beispiel einen Verkauf mit Rückleihe für eine Saison oder eine Vertragsverlägerung mit Ausstiegsklausel einigen.
Ott und Bangerter mit neuen Vereinen in der kommenden Saison
Nachdem Raphael Ott und Moritz Bangerter keinen neuen Vertrag mehr bei 1860 bekommen haben, ist nun bekannt, wohin sie wechseln. Ott wird der dritten Liga erhalten bleiben und sich Viktoria Köln anschließen. Bangerter wird in die Regionalliga Bayern wechseln und nächste Saison bei Wacker Burghausen spielen.
Senioren E netzen neun Mal ein
Die Senioren E des e.V. konnten einen Kantersieg feiern. Sie gewannen bei der SG Lerchenauer See/Fasanerie-Nord mit 9:2.
Saisonrückblick von Christian Jung
Christian Jung lässt Euch an seinen Gedanken zur Saison 24/25 teilhaben. Neben schönen persönlichen Erlebnissen ist der Redakteur doch auch ziemlich enttäuscht von der Leistung der Löwen in der vergangen Saison. Insbesondere von der katastrophalen Heimbilanz. Wenn es nach Christian geht, könnte aber in der kommenden Saison “wirklich was gehen!”
News aus der dritten Liga
Tipico neue Liga-Sponsor
Der DFB stellte den Wettanbieter tipico als neuen “Hauptpartner der 3. Liga” vor. Das Unternehmen wird auf dem rechten Trikotärmel aller Drittligisten präsent sein. Außerdem sicherte sich tipico “die TV-relevante Sichtbarkeit des Markenlogos in den Stadien durch Bandenwerbung sowie digitale Rechte.” Wie viel Geld das Sponsoring-Paket umfasst, wurde nicht bekannt gegeben. Ein Großteil der Erlöse geht direkt an die 20 Drittligisten. Der Vertrag läuft bis 2028.
Saarbrücken geht optimistisch in die Relegation
Am letzten Spieltag überholten die Saarbrücker noch Energie Cottbus und sicherten sich so die Teilnahme an der Relegation. Für das heutige Hinspiel sind die Saarländer optimistisch und gehen mit “breiter Brust” ins Spiel. “Wir sind guter Dinge, gut gewappnet und haben auch gut trainiert”, fasste Trainer Alois Schwartz die Lage bei FCS zusammen. Schwarz fehlen vor heimischem Publikum lediglich die Langzeitverletzten Amine Naïfi (Kreuzbandriss), Jacopo Sardo (Außenbandriss), Richie Neudecker (Adduktorenverletzung) und Chafik Gourichy (krank).
Neuer Torwart für Schweinfurt 05
Der Aufsteiger meldet einen neuen Keeper für die kommende Saison. Toni Stahl wechselt von Hannover 96 II zu den 05ern.
Damit geht Ihr bestens informiert in diesen Freitag!
Die Polizeikosten bei Hochrisikospielen werden in Bayern nicht auf die Vereine umgelegt. Das verkündete der bayerische Innenminister Joachim Hermann (CSU) am gestrigen Mittwoch in einer Sitzung des bayerischen Landtags. Die Profiklubs im Freistaat, insbesondere die finanziell schwächeren Drittligisten, können also aufatmen. Außerdem kündigte Hermann noch eine Ausweitung des Pilotprojekts Stadionallianzen auf alle Spiele der ersten drei Ligen in Bayern an.
Bayern verzichtet auf Kostenumlage
Nach dem viel beachteten Urteil des Bundesverfassungsgericht zur Praxis der Stadt Bremen, die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen dem Veranstalter in Rechnung zu stellen, ist nun die endgültige Entscheidung gefallen. Obwohl das Höchstgericht eine solche Umlage als rechtmäßig anerkannt hat, wird der Freistaat Bayern nicht von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.
Schon in den vergangenen Monaten hatte es in dieser Richtung immer wieder Signale seitens der Entscheidungsträger gegeben. Nun hat sich das Kabinett offiziell zu diesem Vorgehen entschlossen. Wie die Münchner Abendzeitungberichtet, war diese Entscheidung den bayerischen Profivereinen schon vor einigen Wochen bei einem Termin im Innenministerium mitgeteilt worden. Eine Rolle in der Entscheidungsfindung soll auch der Umstand gespielt haben, dass die Einstufung von Spielen in die relevante Kategorie fast ausschließlich im Gefährdungspotential durch die jeweiligen Gästefans begründet liegt.
Kosteneinsparungen durch Stadionallianzen
Da die Kosten für Polizeieinsätze beim Fußball trotzdem sinken sollen, werden andere Wege bestritten. Aus diesem Grund wird das Pilotprojekt Stadionallianzennun für alle Profispiele im Freistaat eingeführt. Die Idee stammt aus Baden-Württemberg und soll dort schon zu Minderausgaben von ca. 2 Mio. Euro geführt haben.
Doch was verbirgt sich hinter diesem Namen? In die Risikobewertung vor den Heimspielen sollen nun auch die Fanprojekte der beteiligten Vereine intensiv eingebunden werden. Diese verfügen aufgrund ihrer Arbeit und Ausbildung über eine bessere Einschätzungsfähigkeit in Bezug auf das Konfliktpotential zwischen den Fanlagern als Polizei und Behörden. Völlig überzogene Polizeiaufmärsche, wie sie besonders in der jüngeren Vergangenheit oft zu beobachten waren, werden so hoffentlich eher wieder zur Ausnahme.
Außerhalb der südlichen Bundesländer wird das Konzept noch in Hessen, Niedersachsen Berlin, Bremen und Sachsen angewendet bzw. erprobt. Im Gegensatz zu BW macht das Beispiel Niedersachsen im Hinblick auf die Maßnahmen bei den letzten großen Derbies leider wenig Hoffnung auf fundamentale Veränderungen.
Während sich die Profis und die U21 bereits im Sommerurlaub befinden, geht es für anderen Mannschaften des TSV 1860 noch um (wichtige) Punkte. So wollen die Löwinnen I am vorletzten Spieltag der Kreisliga die Voraussetzungen schaffen, um in der letzten Partie aus eigener Kraft den Aufstieg zu realisieren.
Vorletzter Spieltag für die Löwinnen
Um als Spitzenreiter in die letzte Runde zu starten benötigen die Löwinnen am vorletzten Spieltag einen Heimsieg gegen die SG Sentilo-Blumenau/Pullach. Nach dem 9:0 in Dornach sind Frauen des TSV 1860 gegen den Tabellenachten auch diesmal Favorit. Anpfiff auf dem Sechser-Platz ist am Samstag um 17.30 Uhr. Bereits um 15 Uhr empfangen die Löwinnen II den TSV Eintracht Karlsfeld.
Nachtrag: Die SG Sentilo-Blumenau/Pullach tritt nicht an, die drei Punkte gehen kampflos an 1860.
Alle Spiele im Überblick
Freitag, 23.05.
19.30 Uhr: SG Dietersheim/Garching – Senioren A -:-
20.00 Uhr: Senioren C – FC Türk Sport Garching -:-
Samstag, 24.05.
09.45 Uhr: U11 – SV Italia 1965 U13 -:-
11.00 Uhr: SpVgg Unterhaching – U10 -:-
12.00 Uhr: FC Eintracht München U10 – U9 -:-
13.00 Uhr: U16 – FC Schweinfurt 05 U17 -:-
13.30 Uhr: Löwinnen U17 – SG Aßling/Grafing -:-
14.45 Uhr: Löwinnen U15 – SG Tegernseer Tal -:-
15.00 Uhr: Löwinnen II – TSV Eintracht Karlsfeld -:-
17.30 Uhr: Löwinnen I – SG Sentilo-Blumenau/Pullach -:-
Zudem tritt die U13 in einem BFV-Förderturnier in Grünwald an und trifft dabei auf die SpVgg Unterhaching, die FT Freiham, den TSV Grünwald und den SV Heimstetten.
Auch die U12 ist bei einem BFV-Förderturnier im Einsatz und misst sich in Rosenheim mit mit den U13-Teams des TSV 1860 Rosenheim, des SB Chiemgau Traunstein, des SV Wacker Burghausen und der FT München.
Schon im fünften Jahr hintereinander blicken die sechzger.de-Redakteure am Ende der Spielzeit in einem Saisonrückblick aus ihrer ganz persönlichen Perspektive zurück auf das, was hinter uns liegt. Heute präsentieren wir die Rückschau von Christian Jung.
Saisonhighlights in Mannheim und (wieder) in Verl
Welches war Dein Löwenspiel der Saison?
Sportlich ist die Auswahl ja nicht all zu groß. Ich würde zunächst mal den 3:0-Sieg in Mannheim am 13. April nennen. Der erste Sieg – vor Zuschauern – beim Waldhof nach fünfzig (!) Jahren, eine richtig starke zweite Halbzeit und großartiger Support der über 3.000 mitgereisten Löwenfans in ihren weißen Mottoshirts. Und ein ganz großer Schritt Richtung Klassenerhalt gegen einen direkten Konkurrenten mit ebenfalls stimmgewaltigem Anhang… Das war schon richtig geil!
3:0 in Mannheim vor über 3.000 Löwenfans.
Aus der reinen “Drumherum-Perspektive” war mein Löwenspiel der Saison das letzte Auswärtsspiel in Verl. Hawai-Motto im Gästeblock (und dank der Gastgeber nicht nur da), wieder zahlreiche sechzger.de-Redakteure an der “längsten Fußballtheke der Welt” und ein lustiges Spruchband mit dem Hinweis auf unser Fanportal, das sogar ausführliche Würdigung in der MAGENTA-Übertragung erfuhr. Mehr geht fast nicht. Nachdem schon in meinem Rückblick auf die Saison 2024 der Tripp nach Verl in dieser Kategorie das Rennen machte, war dies heuer – abseits des Geschehens auf dem Rasen – noch eine Steigerung. Ich bin gespannt, ob Verl in der kommenden Saison den Hattrick einheimsen kann.
Wer war Dein Spieler der Saison?
Ganz eindeutig: Lukas Reich! Auch wenn der im Herbst volljährig gewordene Rechtsverteidiger im Laufe der Saison ein wenig nachließ und der zehn Jahre ältere Kollege Tim Danhof in der Rückrunde immer häufiger seinen Platz einnahm, ist Luki – auch aufgrund seiner super-sympathischen Art – unangefochten mein Löwe der Saison. Ich hoffe inständig, dass er uns auch in der kommenden Saison erhalten bleibt und der ganze Verein einfach den Weg nach oben geht, den man Lukas individuell guten Gewissens prognostizieren kann.
Christians “Löwe der Saison”: Lukas Reich
Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?
Das Aus gegen Unterhaching im Toto-Pokal Mitte November. Nachdem durch die 3:0-Siege in Sandhausen und daheim gegen den Waldhof der Bock umgestoßen schien und die – zu diesem Zeitpunkt in der Liga schon eine gefühlte Ewigkeit sieglosen – Vorstädter im Viertelfinale nach Giesing kamen, stand das Weiterkommen im Landespokal für mich außer Frage! Entsprechend groß war die Enttäuschung angesichts einer desolaten Leistung und des wiederholten Scheiterns auf dem Weg zur DFB-Pokalqualifikation für die kommende Saison. Eine echte positive Überraschung fällt mir ad hoc keine ein. Was insgesamt defintiv nicht für diese Saison spricht.
Was war für Dich das schönste Tor der Saison?
Diese Schüsse aus extremer Distanz, die den Weg ins gegnerische Tor fanden (und nicht ins Löwentor, wie am 11. August gegen Stuttgart II in Großaspach), waren schon etwas ganz besonderes. Beide passierten ja an zwei Samstagen direkt hintereinander im September. In Bielefeld und in Dortmund. Das Rennen macht für mich hier letztlich das 1:0 auf der Alm, als Thore Jacobsen zwei Minuten vor Schluss aus über sechzig Metern den Siegtreffer erzielte. Dass es für den von der ARD zum “Tor des Monats September” gekürten Treffer nicht auch zum “Tor des Jahres 2024” reichte, sondern irgend so ein Vogel aus der Seitenstraße diesen Titel für ein absolut fades Dantel-Kopfballtor erhielt, spricht nicht für das fußballästhetische Bewusstsein der ARD-Zuschauer!
Am Ende stand Platz 11. Bis Du zufrieden mit dieser Saison?
Bin gespannt, ob einer der geschätzen Kolleg*innen hier mit “ja” antwortet… Ich bin natürlich nicht zufrieden! Obwohl ich nicht zu den Leuten gehöre, die seit acht Jahren vor jeder neuen Saison den Aufstieg fordern und als selbstverständlich erwarten, wäre mit diesem im Sommer 2024 frühzeitig und sinnvoll zusammengestellten Kader defintiv mehr drin gewesen, als die Tabellenführung der zweiten Tabellenhälfte der 3. Liga.
Wie schätzt Du die Arbeit von Patrick Glöckner und seinem Trainerteam ein?
Ist aus der Außenperspektive natürlich immer extrem subjektiv, aber Glöckner ist es auf jeden Fall gelungen, die Mannschaft direkt nach der Winterpause zu stabilisieren und dann vorzeitig zum Klassenerhalt zu führen. Was andererseits – siehe oben – mit diesem Kader auch noch kein ganz großes Hexenwerk war. Ich bin gespannt, wozu der Coach mit einer kompletten Vorbereitung und dem einen oder anderen eigenen Wunschspieler in der Lage ist.
Was wird Dir von der Saison 2024/25 besonders in Erinnerung bleiben?
Die katastrophale Heimbilanz. Acht Niederlagen auf Giesings Höhen, ausgerechnet in einer Saison, in der ich selbst – nach über 30 Jahren – mal wieder alle Heimspiele live miterleben durfte. Das geht gar nicht! Der verdiente Lohn ist ein Abstiegsplatz in der Heimtabelle. Darüber hinaus bleiben aber natürlich die vielen Begegnungen und Gespräche mit anderen Löwenfans am Rande der Spiele und auch die gemeinsame Arbeit mit extrem netten Leuten am Projekt sechzger.de immer in Erinnerung. Auch in dier Saison 2024/25.
Große Hoffnungen auf Kevin Volland
Was rechnest Du Dir in der kommenden Saison mit den Rückkehrern Volland, Niederlechner und Jakob aus?
Für mich ist das völlig offen. Alles kann komplett nach hinten losgehen, wenn die drei Rückkehrer die Erwartungen nicht erfüllen, sich z.B. frühzeitig verletzen und es nicht gleich von Anfang an sportlich gut läuft. Andererseits dürfte die Liga – mit den Abgängen von Bielefeld, Dresden und eventuell Saarbrücken – nominell ein wenig schwächer sein, als in den letzten Jahren bzw. sind es einfach weniger Teams, die per se, schon aufgrund des klangvollen Namens Aspiraten auf den Aufstieg in die 2. Liga sind. Vielleicht geht also wirklich was in der neuen Saison…
Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2025/26 besonders viel?
Natürlich von Kevin Volland. Ein Mann mit seiner Erfahrung und Klasse, noch dazu ein wirklich sympathischer Typ, der eine Mannschaft mitreissen kann und sich bei den Mitspielern (und Fans) großer Beliebtheit erfreut. Das sind ja eigentlich die besten Voraussetzungen für eine richtig starke Performance!
Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?
Dass die internen Streitereien auf allen Ebenen aufhören und dass man – auch in diesem Verein – lernt, respektvoll und kooperativ zu kommunizieren und zu handeln. Das ist ein sehr allgemein formulierter und sicher auch etwas naiver Wunsch, aber mir persönlich einfach der dringlichste!
Bisher erschienener Saisonrückblick der sechzger.de-Redaktion auf die Saison 2024/25:
Das Ziel des nächsten Abgangs beim TSV 1860 München ist bekannt. Moritz Bangerter wird in Zukunft seine Stiefel für Wacker Burghausen schnüren.
Bangerter unterschreibt für zwei Jahre in Burghausen
Wie Wacker Burghausen auf seiner Homepage heute vermeldet, wechselt Löwen-Eingengewächs Moritz Bangeter von Giesing nach Burghausen. An der Salzach unterschrieb er einen Vertrag für zwei Jahre plus Option. Der defensive Mittelfelspieler wurde seit 2015 im NLZ an der Grünwalder Straße ausgebildet. 2022 gehörte er zur U19 des TSV 1860 München, die den Aufstieg in die Junioren-Bundesliga schaffte. Danach stand Bangerter 20 Mal für die U19 in der Junioren-Bundesliga auf dem Feld. Für die U21 der Löwen absolvierte er 23 Spiele und konnte dabei fünf Scorerpunkte erzielen. In der dritten Liga war er insgesamt drei Mal für die Löwen im Einsatz. Unglücklicherweise fiel er wegen einer Hüftverletzung in der vergangen Saison lange aus und hatte so wenig Chancen, sein Können bei den Profis unter Beweis zu stellen.
Neustart in der Regionalliga Bayern
Nun möchte Bangerter sein Potential also in der Regionalliga Bayern unter Beweis stellen. Bangerter blickt seiner Zeit an der Salzach positiv entgegen: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung sowie die gemeinsame Zeit beim SV Wacker Burghausen und möchte mich bei den Verantwortlichen für die sehr angenehmen Gespräche und das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Für mich war es an der Zeit, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu gehen”. Andreas Huber, der Geschäftsführer der Wacker Burghausen Fußball GmbH zeigte sich erfreut über den Neuzugang: „Mit Moritz ist es uns gelungen, einen weiteren jungen Spieler mit extrem viel Potential zu verpflichten. Beim TSV 1860 München hat er trotz seines jungen Alters bereits Drittliga-Luft geschnuppert und ist als Abräumer im defensiven Mittelfeld sowie in der Innenverteidigung flexibel einsetzbar. Wir sind davon überzeugt, dass er unser Team ab Sommer verstärken und uns bei der Erreichung der ambitionierten Ziele weiterhelfen wird“.
Lukas Reich hat eine starke Saison beim TSV 1860 München hinter sich – und das Beste kommt für den 19-jährigen Rechtsverteidiger noch. Er wurde für die Europameisterschaft der U19 in Rumänien nominiert. Nun mehren sich die Gerüchte, dass Reich in der Sommerpause verkauft werden soll.
Verlängerung mit Dulic, Trennung von Reich?
Heute gaben die Löwen bekannt, dass der Vertrag mit Sean Dulic vorzeitig verlängert wurde. Der Münchner Merkur berichtet von einer Verlängerung bis Ende der Saison 27/28. Ob eine festgeschriebene Ausstiegsklausel enthalten ist, scheint bisher nicht bekannt zu sein. So hält 1860 wenigstens eines seiner beiden großen Abwehrtalente und kann es später gegebenenfalls zu Geld machen. Im Falle von Lukas Reich soll das wohl bereits während der Sommerpause geschehen.
Reich mit Vertrag bis Ende der Saison 25/26
Lukas Reichs Arbeitspapier läuft aktuell Ende der kommenden Saison aus. Eine gewisse Zwickmühle für beide Seiten. Denn Reich könnte so den TSV 1860 im Sommer 2026 ablösefrei verlassen. Sechzig würde also mal wieder leer ausgehen, wenn eines der großen Talente aus dem NLZ den Verein wechselt. Andererseits möchte Reich dem Vernehmen nach sein Abitur 2026 im gewohnten Umfeld machen und steht so einem Vereinswechsel vor der nächsten Saison eher kritisch gegenüber.
Vertragliche Win-Win-Situation möglich
Rein theoretisch kann man sich von außen für die Konstellation zwei Kompromisslösungen vorstellen, die einerseits 1860 legitimes Interesse durch einen Verkauf von Reich eine Ablöse zu generieren und andererseits Reichs ebenso legitimes Interesse, sein Abitur im gewohnten Umfeld abzulegen, ermöglichen. Die erste Option wäre, dass man Reichs Vertrag bis mindestens 2027 verlängert. Zusätzlich wäre es sicher möglich, eine Klausel mit festgeschriebener Ablösesumme einzubauen, die der KGaA bei einem vorzeitigen Abschied von Reich einen angemessenen Betrag in die Kasse spült und zugleich Reich ermöglicht, bei positiver Weiterentwicklung höherklassig zu spielen. Option Nummer 2 könnte sein, dass man Reich bereits jetzt verkauft und ihn für die kommende Saison zurückleiht. So könnte der Youngster das Abitur in seiner jetzigen Schule ablegen und noch eine Saison für die Löwen spielen, während 1860 das Geld für ihn schon in der Kasse hätte.
Reich soll angeblich trotzdem verkauft werden
Der Merkur spekuliert aber, dass Reich trotz dieser vertraglich möglichen Lösungen schon diesen Sommer verkauft werden soll – und das wahrscheinlich ohne Rückleihe nach Giesing. “Die Beziehung [zwischen Reich und 1860] scheint einen Knacks bekommen zu haben”, schreibt der Merkur. Dass Lukas Reich jetzt schon als Verkaufsobjekt gilt, scheint auch in dessen Umfeld “für Verwunderung” zu sorgen. Denn angeblich war ursprünglich geplant, dass Reich bei 1860 verlängert, um ein Jahr vor dem Abitur nicht noch die Schule wechseln zu müssen. Sollte 1860 ihn jetzt schon ohne Rückleihe abgeben, muss der Abiturient höchstwahrscheinlich die Schule wechseln. Das wäre schon ein ziemlich fragwürdiger Umgang mit einem großen NLZ-Talent. Fraglich ist auch, ob dieses Verhalten negative Auswirkungen auf weitere NLZ-Talente hat, die ihre schulische oder berufliche Ausbildung neben dem Fußball vorantreiben wollen.
Ganze 189 Minuten stand Raphael Ott in der abgelaufenen Saison in der Liga auf dem Rasen, nun wechselt der 19-Jährige zu Viktoria Köln. Dort trifft der gebürtige Weilheimer auf einige weitere Ex-Löwen.
Raphael Ott wechselt zu Viktoria Köln
Nach 14 Drittliga-Spielen verlässt Raphael Ott den TSV 1860 München und wechselt ligaintern von der Isar an der Rhein. Dort trifft er nicht nur auf Neu-Trainer Marian Wilhelm, der auf Olaf Janßen folgt, sondern auch auf einige Spieler, die einst für Münchens große Liebe aufliefen. Neben Kapitän Christoph Greger, der kürzlich seinen Vertrag verlängerte, haben auch Albion Vrenezi, Serhat-Semih Güler und Lex-Tyger Lobinger eine Vergangenheit an der Grünwalder Straße.
Raphael Ott war im Sommer 2016 vom TSV Murnau zu den Löwen gewechselt, hatte seitdem sämtliche Juniorenmannschaften durchlaufen und war im vergangenen Sommer in den Profikader aufgenommen worden. Im Toto Pokal brillierte er mit acht Toren in vier Partien und auch in der 3. Liga sorgte er für ein sportliches Highlight. Bei der 1:3-Heimniederlage gegen – natürlich – Viktoria Köln traf Ott per Fallrückzieher und erzielte eins der schönsten Tore der Saison.
Auf die neue Aufgabe freut sich Ott ganz besonders: “Es ist sehr aufregend. Es ist mein erster Schritt von zu Hause weg in eine neue Stadt. Ich freue mich auf die Herausforderung. (…) Die Philosophie des Vereins gefällt mir sehr gut: Junge Spieler bekommen hier ihre Chancen und können sich gut entwickeln. Dazu passt die Art, Fußball zu spielen, zu meinem Spielstil. Das ganze Jahr über hat man schönen Fußball gesehen, hier gibt es eine klare Idee von Fußball. Ich will meine Stärken in der nächsten Zeit genau dort einbringen: Mein Dribbling, mein Gefühl für den Raum, meinen Abschluss.”
In den vergangenen Wochen war spekuliert worden, dass Sean Dulic die Löwen bereits in der Sommerpause in Richtung 2. Liga verlassen könnte. Nun aber steht fest: Dulic bleibt dem TSV 1860 München weiterhin erhalten. Er verlängerte seinen Vertrag über 2026 hinaus.
Sean Dulic bleibt und verlängert beim TSV 1860
Bereits im März hatte sich der Vertrag des Deutsch-Bosniers, der bereits 2014 vom FC Wacker München an die Grünwalder Straße gewechselt war, nach zehn Drittliga-Einsätzen automatisch bis 2026 verlängert. Nun machten Dulic und Geschäftsführer Dr. Christian Werner Nägel mit Köpfen und setzten noch einen drauf. Der neue Kontrakt des Innenverteidigers, der sich in der Rückrunde als Stammspieler etablierte, läuft sogar über 2026 hinaus. Sollte Dulic also dennoch vorzeitig wechseln, wird der TSV 1860 immerhin entsprechend finanziell entschädigt.
Sean Dulic absolvierte in der abgelaufenen Spielzeit 20 Partien in der 3. Liga. Hinzu kamen zwei Spiele im Toto Pokal und er kam zudem 14 Mal für die U21 in der Bayernliga Süd zum Einsatz.
Der 19-Jährige zeigt sich erfreut, dass er weiter bei seinem Ausbildungsverein am Ball bleiben kann:
“Ich freue mich sehr, dass ich mit der Vertragsverlängerung den nächsten wichtigen Schritt in meiner Karriere machen kann. Nun gilt es für mich hart zu arbeiten und jeden Tag den Willen zu haben, mich weiterzuentwickeln. Es ist etwas ganz Besonderes, bei meinem Jugendverein als Profi auflaufen zu dürfen.”
Während andernorts das Finale der Europa League ausgetragen wurde, duellierten sich am Mittwochabend in der Kreisklasse der Senioren E die Ü50-Teams der SG Lerchenauer See/Fasanerie-Nord und des TSV 1860 München.
Senioren E mit Kantersieg am Mittwochabend
Vor rund 30 Zuschauern fuhren die Löwen ein Kantersieg ein, der nur kurzzeitig in Gefahr zu geraten schien. Bereits nach einer Viertelstunde führte die älteste Ligamannschaft des TSV München von 1860 e.V. mit 3:0. Zoubeir Ben Jemia hatte einen Doppelpack geschnürt (4./6.) und Stefan Donaubauer den dritten Treffer folgen lassen (15.). Dann aber hielt der Schlendrian Einzug und die Gastgeber verkürzten bis zur Pause auf 2:3.
Nach dem Seitenwechsel waren die Löwen jedoch wieder voll da und sorgten für klare Verhältnisse. Erneut Zoubeir Ben Jemia traf zum 2:4 (67.) und dann ging es Schlag auf Schlag. Mike Strazky machte mit zwei Toren (68./77.) das halbe Dutzend voll, bevor Helmut Wirth (80.), Elmar Scherer (86.) und Klaus Lohmeyer (89.) für den 2:9-Endstand sorgten.
Nach zwei Spieltagen führen die Löwen die Tabelle mit der Maximalpunktzahl und einem Torverhältnis von 13:4 vor dem N.K. Dinamo München an.