Die 4:0-Klatsche des TSV 1860 München in Saarbrücken scheint Konsequenzen nach sich zu ziehen. Wie der Münchner Merkur berichtet, soll Löwentrainer Argirios Giannikis kurz vor der Entlassung stehen.
Giannikis-Entlassung am morgigen Montag?
Nach dem sang- und klanglosen 4:0 zum Rückrundenauftakt scheint das Vertrauen von Dr. Christian Werner in Argirios Giannikis zu schwinden. Giannikis leitete am heutigen Sonntag zwar noch das Auslaufen der Löwen-Profis an der Grünwalder Straße und sah sich das Spiel der U19 gegen Landsberg an. Doch nach Informationen des Münchner Merkur soll die Entlassung von Giannikis an morgigen trainingsfreien Montag erfolgen. Nach dem Debakel machte Giannikis in der Pressekonferenz einen ratlosen Eindruck und wollte die Mannschaft im Training mit “Basiselementen” für das kommende Spiel gegen den VfB Stuttgart II auf Drittliga-Niveau zurück bringen.
Spieler mit harscher Selbstkritik
Auch die Spieler selbst sahen ihr Auftreten im Saarland sehr kritisch. Leroy Kwadwo sagte: „Heute hat es an allen Ecken gefehlt“. Max Reinthaler blies in selbe Horn: „Alles hat gefehlt“. Torwart Marco Hiller hatte bereits direkt nach dem Spiel seinem Team “Alibi-Fußball” vorgeworfen.
Dotchev soll angeblich Nachfolger werden
Einen möglichen Nachfolger präsentiert der Merkur auch noch. Pavel Dorchev, der kurz vor der Winterpause vom FC Erzgebirge Aue entlassen wurde, soll das Amt von Giannikis übernehmen. Dotchev gehört zu den erfahrendsten Trainern der dritten Liga. Der Bulgare bringt es aktuell auf 366 Spiele an der Seitenlinie in Deutschlands dritthöchster Spielklasse. Er coachte in der dritten Liga bisher Erzgebirge Aue (bereits zwei Mal), den MSV Disburg, Viktoria Köln, Hansa Rostock, Preußen Münster, den SV Sandhausen und den SC Paderborn. Aktuell steht Dotchev noch bis zum 30.06.2025 bei Aue unter Vertrag. Das dürfte eine Verpflichtuing nicht einfacher machen. Sind wir gespannt, ob 1860 Giannikis morgen freistellt und wer in diesem Falle sein Nachfolger wird. Die besorgniserregende Leistung im Ludwigspark und das anstehende Spiel gegen die sich ebenfalls im Tabellenkeller befindenden kleinen VfB-ler verlangen nach einer schnellen Lösung in der Trainerfrage.
Als wäre die 0:4-Niederlage des TSV 1860 in Saarbrücken nicht schon ärgerlich genug, muss man sich auch diesmal mit dem Thema Polizeigewalt auseinandersetzen. Am Saarbrücker Bahnhof wurde ein Löwenfan von einem Polizist die Treppe runtergetreten und kam zum Glück mit nur leichten Verletzungen davon.
Polizeigewalt gegen einen Fan des TSV 1860
Gott sei Dank wurde das unverhältnismäßige Vorgehen des Polizisten in einem Video festgehalten. Ein Augenzeuge, der sich in unmittelbarer Nähe des Opfers befand, berichtet:
Die Anfahrt bis Saarbrücken verlief völlig normal, bemerkenswert war aber, dass trotz der Zusammenkunft von drei Fangruppen – Sechzig, Ulm und die ersten Lauterer – und gemeinsamer Anreise ab Mannheim – alles völlig friedlich blieb. In Mannheim null Polizei am Bahnhof, trotzdem alles okay! Die Ulmer und Lauterer sind dann in Kaiserslautern ausgestiegen und so verblieben geschätzt etwa 200 Löwenfans im Zug, die dann pünktlich um 11.15 Uhr in Saarbrücken am Hauptbahnhof ankamen. Dieses Stück der Fahrt verlief auch ohne jegliche negativen Zwischenfälle.
Direkt nach dem Aussteigen war am Bahnsteig schon eine äußerst unangenehme, aggressive Stimmung seitens der eingesetzten Polizeikräfte zu spüren. Besonders drei Hundeführer, die am abgewendeten Geländer des einen Treppenabgangs postiert waren, fielen mir extrem negativ auf. Das war ein einziges Gebelle und die drei hatten offensichtlich große Probleme, ihre Hunde unter Kontrolle zu bringen. Ob es da sofort nach dem Aussteigen an der zweiten Türe des Zuges zu Provokation seitens Löwenfans kam, kann ich nicht sagen, aufgefallen ist mir aber nichts. Es gab aber z.B. keine Schubsereien oder lautes Gebrüll.
Aggressives Auftreten der Hundeführer
Die einzige Provokation seitens eines einzelnen, offensichtlich angetrunken Löwenfans waren drei bis vier laute “ACAB“-Rufe in Richtung der eingesetzten Polizeibeamten, auch gegenüber den Hundeführern. Absolut unnötig und dumm!
Zwei der drei eingesetzten Hundeführer zeigten sich danach extrem aggressiv und waren gefühlt auf Eskalation aus. Bei einem der beiden muss man wirklich sagen, dass ihm da der Gaul durchging und er die Kontrolle über sich selbst zeitweise verloren hat.
Sein Hund (mit Maulkorb) sprang Löwenfans bis auf Brusthöhe an und er musste die Leine mit beiden Händen halten, um den Hund nicht zu verlieren. Zudem schrie er Löwenfans aus wenigen Zentimetern laut und aggressiv ins Gesicht. Die Polizei wollte jetzt den Bahnsteig komplett räumen und drängte alle Fans recht ruppig zur Treppe. Unsere kleine Gruppe (4 Personen) befand sich jetzt ganz am Ende vor den ersten Polizeibeamten. Der Grund dafür: Ich hab noch ein Bahnhofsschild “Saarbrücken” fotografiert. Man konnte sich bis dahin als Löwenfan noch frei bewegen. Auf der Treppe dann die völlige Eskalation seitens des eingesetzten Hundeführers.
Tritt in den Rücken des Fans
Aus meiner Warte gab es keine weitere Provokationen der Löwenfans, einzig wurde immer wieder – auch von mir – aufgefordert, weniger aggresiv vorzugehen. Auf der Treppe wurde dann einem Löwenfan völlig unvermittelt von hinten durch den Hundeführer der Polizei brutal in den Rücken getreten. Der Löwenfan, der mit dem Rücken zu den Polizeibeamten stand, hatte aufgrund des überraschenden Tritts keine Möglichkeit, sich irgendwie zu schützen und flog völlig ungebremst und unvermittelt die restlichen 5-6 Stufen der Treppe mit voller Wucht zu Boden und blieb dort regungslos liegen.
Der Hund des Polizisten setzten dem am Boden liegenden Fan sogar noch nach, der Hundeführer hatte große Mühe, seinen Hund zurückzuhalten. Nach einem kurzen Schockmoment kamen ich und ein weiterer Fan dem am Boden Liegenden zu Hilfe. Wir versuchten ihm aufzuhelfen und zugleich, uns zwischen ihm und dem Polizeibeamten zu positionieren, um ihn zu schützen.
Ein Detail zeigt besonders die Einstellung des Hundeführers: Bei seiner Attacke verlor er seine Taschenlampe, die dann direkt neben dem am Boden liegenden Fan auf der Treppe lag. Der Hundeführer schrie uns sehr aggresiv an, dass dies seine Lampe sei und wir die liegen lassen sollen. Wir wollten uns aber nur um den Verletzten kümmern. Seine Taschenlampe war ihm wichtiger als der verletzte Fan.
Einbeziehung des Fanbeauftragten
Am Bahnhofsvorplatz machten wir mit Hilfe des Fanbeauftragten den Einsatzleiter auf das aggressive Verhalten des einen Hundeführers aufmerksam. Nach einigen Diskussionen kam der Vorwurf auf, es sei nach dem Hund getreten worden. Das geht aber weder aus meinen Wahrnehmungen noch aus dem Video hervor und klingt nach einer reinen Schutzbehauptung.
Da der Löwenfan natürlich aufgebracht war und den Hundeführer zur Rede stellen wollte, gab es sogar noch eine Personalienfeststellung gratis dazu.
Von Deeskalation keine Spur
Zum Allgemeinen: Ich fahre jetzt seit über 45 Jahren (zu Beginn als kleiner Bub an Vaters Hand) auch zu Auswärtsspielen und habe ganz, ganz selten so einen aggressiven Empfang durch die eingesetzten Polizeibeamten erlebt. Besonders kurios, da es eben auf der Anreise mit drei Fangruppierungen keine Probleme gegeben hatte. Bei den betroffenen Fans handelte es ausschließlich um “Normalos”, niemanden aus der aktiven Fanszene – um hier gleich einigen Gscheidhaferln den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Ich bin gestern 55 Jahre alt geworden und bin daher aus einer Generation, der Respekt vor der Polizei gelehrt wurde. Ich war nie ein Freund der ACAB-Schreier, ein Teil der eingesetzten Beamten gestern und auch z.B. in Essen tut aber alles, um meine Einstellung grundlegend zu überdenken.
Alle ankommenden Fans mit blauem Schal oder Mütze werden in Sippenhaft genommen und behandelt wie eine rauflustige Horde Gewaltverbrecher, von Deeskaltion seitens der eingesetzten Beamten keine Spur.
Linus Straßer vom TSV 1860 München konnte den Aufwärtstrend der letzten beiden Rennen in Madonna di Campiglio und Adelboden nicht fortsetzen. Beim klassischen Slalom im schweizerischen Wengen wurde er 13. Atle Lie McGrath (im Teitelbild rechts) konnte den Sieg feiern.
Straßer mit guter Ausgangsposition nach dem ersten Durchgang
Straßer gelang ein fehlerfreier erster Durchgang. Jedoch fehlte der letzte Punch, um noch weiter vorne zu landen. Letztendlich klasierte sich Straßer auf dem 7. Rang mit 0,94 Sekunden Rückstand auf den Halbzeitführenden Atle Lie Mc Grath aus Norwegen. Das Stockerl lag aber absolut in Reichweite für den Skilöwen. Lediglich ,041 Sekunden trennten ihn von Tanguy Nef (CH), der nach dem erstenLauf auf Rang 3 lag. Neben Straßer konnte sich auch Anton Tremmel für den zweiten Durchgang qualifizieren (26., 1,78 Sekunden Rückstand).
Straßer mit schwerem Fehler im zweiten Durchgang
Für Tremmel reichte es am Ende zu Rang 28 und 3 Weltcup-Punkten. Straßer startete gut in den zweiten Lauf. Jedoch hob es ihn nach einem Geländeübergang kurz nach der ersten Zwischenzeit aus. Straßer konnte zwar den Ausfall vermeiden, aber das Rettungsmanöver kostet ihn viel Zeit, so dass er am Ende auf den 13. Rang mit 0,81 Sekunden Rückstand zurückfiel. Gegenüber der ARD äußerte sich Straßer wie folgt: “Es waren sehr gute Passagen dabei, vom Skifahren her passt es auch. Was fehlt, sind zwei komplette Läufe, die ich auf dem Niveau runterbringe.”
Erster Sieg für McGrath nach drei Jahren
Atle Lie McGrath konnte am Ende seine Halbzeitführung verteidigen und seinen ersten Sieg seit fast drei Jahren feiern. Für das norwegische Team gab es gar einen historischen Dreifach-Sieg zu bejubeln. Das Stockerl komplettierten Timon Haugen (+0,18 Sekunden) und Henrik Kristoffersen (+0,29 Sekunden).
Nächstes Rennen in Kitzbühel
Der Weltcup-Tross zieht weiter nach Kitzbühel, wo am nächsten Wochenende die Hahnenkamm-Rennen auf dem Programm stehen. Am Sonntag wird der Slalom am Ganslern-Hang stattfinden, wo Linus Straßer letztes Jahr siegen konnte.
In der Pressekonferenz nach der 0:4-Niederlage des TSV 1860 München in Saarbrücken äußerte sich Löwentrainer Argirios Giannikis zum Debakel. Die Gastgeber siegten durch Treffer von Vasiliadis, Civeja, Rahibic und Multhaup hochverdient gegen schwache Löwen.
Giannikis über Saarbrücken-Debakel: “Phasenweise zu mutlos gespielt”
Ein sichtlich konsternierter und ratlos wirkender Giannikis führte aus, dass seine Mannschaft trotz vieler Ballgewinne zu mutlos agiert habe und die frisch gewonnen Bälle immer wieder nach hinten gespielt hätte. So habe sich der 1860-Trainer den Auftritt in Saarbrücken nicht vorgestellt. Eigentlich wollten die Löwen auch “in dieser Personalkonstellation” wegen der zahlreichen Ausfäle und Sperren im Kader des TSV 1860 München dem 1. FC Saarbrücken “Parolie bieten“. Das klappte allerdings überhaupt nicht.
In der 65. Minute nicht mehr an den Sieg geglaubt
Auf Frage von sechzger.de, warum Giannikis in der 65. Minute nicht offensiver wechselte, antwortet der Übungsleiter, dass man “irgendwann anerkennen müsse, dass nicht mehr viel zu holen ist“. Der Löwentrainer hatte also zu diesem Zeitpunkt wie die über 1.500 mitgereisten Löwenfans nicht mehr an den Sieg geglaubt.
“Basiselemente mehr in den Fokus stellen”
Der Weg aus der Krise führt für Giannikis über Grundlagenarbeit. Vor dem richtungsweisenden Spiel gegen den VfB Stuttgart II (Samstag, 14:00 Uhr sechzger.de Liveticker) möchte Giannikis im Training die “Basiselemente mehr in den Fokus stellen“. Der Zeitpunkt “Basiselemente” nach der Winterpause zu üben, überrascht doch ein wenig. Dafür sollte ja in der Wintervorbereitung genug Zeit gewesen sein.
Giannikis hinterlässt ratlosen Eindruck
Zudem wurde Giannikis gefragt, wie er der Mannschaft nach dem Saarbrücken-Debakel neues Leben einhauchen will. Eine wirkliche Antwort hatte er darauf nicht parat. Der 44-Jährige wich aus und verwies darauf, dass man das 4:0 schnellstmöglich aufarbeiten müsse, um die Fehler für das wichtige Spiel gegen den VfB Stuttgart II abzustellen. Vier Punkte trennen die beiden Kontrahenten derzeit voneinander. Die Zweitvertretung der Schwaben belegt derzeit den ersten Abstiegsrang.
0:4 hieß es am gestrigen Samstagnachmittag aus Sicht des TSV 1860 München im Ludwigsparkstadion. Über 1500 Löwenfans im Gästeblock sahen eine ungenügende Vorstellung ihrer Mannschaft. Das hatte man sich eigentlich ganz anders vorgestellt – oder etwa doch nicht? Von Erwartungen und einem Tagtraum im Saarland.
Klare Niederlage zum Auftakt 2025 gegen Saarbrücken
Eigentlich fing der erste Spieltag im Jahr 2025 ganz ordentlich an. Früh am Vormittag erreichte mich auf der Fahrt doch noch die Nachricht, dass meine Akkreditierung genehmigt wurde. Es ging also mal wieder auf die Pressetribüne. Für unseren Liveticker war das eine sehr gute Nachricht – dass es dann später so gar keinen Spaß machen würde, konnte man zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht ahnen. Oder etwa doch? Dazu kommen wir gleich.
Zunächst aber schwelgte ich auf der Anfahrt in positiven Erinnerungen. Genauer gesagt war ich gedanklich beim 24.Mai 2018. Ich machte mich damals zusammen mit vielen anderen auf den Weg nach Völklingen. Ein Ticket hatte ich keines – bis, ja bis zu diesem Rastplatz, den ich gestern wieder erspähte. Alle Erinnerungen kamen wieder hoch: das glückliche Gefühl, live mit im Block dabei sein zu können, das frühe Führungstor durch Sascha Mölders, das Bangen im Gästeblock, schlussendlich der ungläubige Jubel über den Sieg gegen den 1.FC Saarbrücken im Hinspiel der Relegation.
Kontrastprogramm zu den Erinnerungen an Völklingen
Gestern nun ging es nicht in das Hermann-Neuberger-Stadion, sondern in den Ludwigspark. Die Statistik der Duelle in der 3.Liga sprach überhaupt nicht für die Löwen, ein Blick auf die Tabelle zur Winterpause verriet Ähnliches. Die Erwartungen also waren schon fest mit einer Niederlage verknüpft. So ist das als Fan des TSV 1860 München: man geht mal lieber vom Schlimmsten aus, damit man nicht zu sehr enttäuscht werden kann. Beim gestrigen Kick allerdings schaffte es das Team, diese Erwartungen noch zu übertreffen – natürlich in negativer Hinsicht. Offensiv brutal harmlos, hinten mit fiesen Stellungsfehlern und generell ideen- und oft auch ratlos. Kein Wunder eigentlich, dass Argirios Giannikis nach dem frühen 3:0 die Partie bereits aufgegeben hatte. Man war es also doch: enttäuscht. Weg waren sie, die schönen Völklingen-Erinnerungen.
Dafür offenbarten sich weitere Emotionen schon während des Spiels. Die Kurve supportete mit dem Rücken zum Spielfeld, in den Kommentarbereichen las man Wut, Trauer und Hoffnungslosigkeit. Vor allem vorhanden ist Angst und die ist nicht unbegründet, wenn man sich die Tabelle vor Augen führt. Osnabrück und Hannover II gewannen ihre Partien, Rot-Weiss Essen ist heute noch im Einsatz. Vor dem Duell mit dem VfB Stuttgart II, die auf dem ersten Abstiegsrang liegen, trennen die beiden Teams gerade einmal vier Zähler. Es kann schnell gehen und die Löwen würden sich ganz tief unten im Abstiegskampf wiederfinden.
Erwartungen sind noch immer zu positiv für den TSV 1860
Mit den derzeitigen Ausfällen scheint die Mannschaft nicht konkurrenzfähig zu sein in der 3.Liga. Eigentlich müsste der Kader andere Leistungen liefern können – wenn da nur dieser Konjunktiv nicht wäre. Gestern sah ich von oben auf der Pressetribüne nichts, was mir Hoffnung für die nächsten Wochen machen würde. Leidenschaftlich und mitreißend ist das Spiel der Löwen schon lange nicht mehr. Doch gerade diese Eigenschaften bräuchte es, um zusammen mit den Fans im Rücken den berühmten Bock umzustoßen. Großartig Lust auf das Heimspiel gegen die Zweitvertretung des VfB hatte vermutlich eh schon niemand so wirklich angesichtes der Tatsache, dass der TSV 1860 zuhause einfach nicht punkten kann. Nach dem Auftritt in Saarbrücken dürfte sich die Vorfreude auf den kommenden Samstag noch mehr in Grenzen halten.
Das ist dann das eigentlich Traurige: man schraubt seine Erwartungen ohnehin schon weit nach unten, um zumindest mit einem Unentschieden überrascht zu werden. Aber es folgt Enttäuschung auf Enttäuschung – es bahnt sich eine Saison an, die in jeder Hinsicht zum Vergessen ist…
Stark ersatzgeschwächt reiste der TSV 1860 zum Rückrundenstart nach Saarbrücken, nach 90 Minuten stand eine vernichtende 0:4-Niederlage zu Buche. Das werden noch richtig harte 18 Spiele bis zum Saisonende…
Guttau an den Pfosten, Vasiliadis ins Tor
Besonders in der Defensive musste Argirios Giannikis auf zahlreiche Stammkräfte verzichten. Zuletzt hatte sich auch noch Lukas Reich abgemeldet, weswegen Sean Dulic auf der rechten Abwehrseite zum Zug kam. Die ersten Minuten gehörten dann erwartungsgemäß den Gastgebern, Brünker verstolperte die erste Großchance, sodass Hiller klären konnte (2.). Die Löwen fanden offensiv kaum statt, bekamen aber immerhin die Defensive zunehmend in den Griff.
Erst nach einer Viertelstunde gelang 1860 der erste Torschuss, der hatte es jedoch in sich. Guttau zog ab, der Ball klatschte an den Pfosten, beim Nachschuss von Bähr stand Keeper Menzel goldrichtig. Die Partie war nun ausgeglichen, doch in der 28. Minute schlug die Kugel hinter Marco Hiller zu Führung der Gastgeber ein. Brünker hatte für Vasiliadis abgelegt und der ließ dem Torwart der Löwen keine Chance.
Civeja und Rabihic legen nach
Die Löwen zeigten sich beeindruckt, Saarbrücken wollte direkt nachlegen, ließ jedoch die letzte Konsequenz vermissen. Alles in allem erinnerte Vieles an die Vorrunde, denn Überraschungsmomente waren gerade in der Offensive Mangelware. Quasi mit dem Halbzeitpfiff dann der nächste Nackenschlag für 1860, als Civeja aus kurzer Distanz zur 2:0-Halbzeitführung für die Saarländer einschob.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber los wie die Feuerwehr: Zunächst klärte Dulic in höchster Not (46.), dann zimmerte Civeja den Ball an die Latte (47.). Besser machte es dann Rabihic, der in der 54. Minute auf 3:0 erhöhte.
TSV 1860 in Saarbrücken völlig chancenlos
Von den Löwen war weiterhin wenig Gegenwehr zu erkennen, einzig der Pfostenschuss von Philipp (63.) fiel positiv ins Gewicht. Saarbrücken musste gar nicht arg viel zu zeigen, um das Spiel zu kontrollieren, Sechzig enttäuschte auf ganzer Linie. Die logische Konsequenz: das 4:0 durch Multhaup in der 75. Minute.
Es war weitestgehend Fußball zum Abgewöhnen, den die Löwen ihren Fans lieferten. Die kehrten dem Spielfeld nach dem vierten Gegentreffer den Rücken zu – völlig verständlich. So kann und darf es nicht weitergehen, sonst wird man auch am kommenden Samstag gegen den VfB Stuttgart II mit leeren Händen dastehen.
Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem 1.FC Saarbrücken und dem TSV 1860 München! Die beiden Teams treffen am 20.Spieltag der Saison 2024/25 im Ludwigparksstadion aufeinander.
Der erste Auftritt in der 3.Liga im Jahr 2025 steigt für den TSV 1860 München in Saarbrücken. Im Ludwigsparkstadion treffen die verletzungsbedingt dezimierten Löwen auf den aktuellen Tabellendritten. Nur ein Sieg dürfte die aktuell dürftige Stimmung rund um Münchens große Liebe etwas bessern, doch die Aufgabe wird alles andere als leicht. Die Gastgeber haben seit Ende September nicht mehr verloren – doch jede Serie endet auch irgendwann einmal…
Es fehlen:
Verlaat, Schifferl, Bangerter, Reich, Danhof (alle verletzt oder krank), Kozuki (Rotsperre), Deniz (Gelbsperre), Muteba (freigestellt), Avdija (U21 Nationalmannschaft Kosovo)
Ausfälle bei Saarbrücken: Naifi, Uaferro, Neudecker, Günther-Schmidt (alle verletzt)
Diesen Löwen droht eine Sperre
Patrick Hobsch und Florian Bähr haben bereits vier gelbe Karten gesehen. Bei einer weiteren Verwarnung müssen sie daher eine Partie aussetzen. Darüber hinaus haben Raphael Schifferl und Morris Schröter je dreimal eine gelbe Karte gesehen.
Wo könnt ihr das Spiel 1.FC Saarbrücken – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?
Das Match wird heute vom SWR im Free-TV übertragen. Außerdem ist MagentaSport natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.
Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.
sechzger.de berichtet über die Free-TV Spiele (Fernsehen und Online-Stream) des TSV 1860 München.
Morgen rollt in der 3. Liga wieder der Ball für die Löwen – und wer sich nicht auf den Weg ins Saarland macht, kann das Spiel im Free-TV verfolgen. Zwar hat der Bayerische Rundfunk die Partie nicht im Programm, der SWR hingegen berichtet live vom Auftritt des TSV 1860 in Saarbrücken. sechzger.de wird natürlich auch vor Ort sein und berichtet per Live-Ticker aus dem Ludwigsparkstadion.
1. FC Saarbrücken – TSV 1860 auf SWR und Magenta
Pünktlich um 14 Uhr steigt der SWR in die Berichterstattung aus Saarbrücken ein.
Außerdem ist MagentaSport natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.
Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.
Selbstbewusst und optimistisch startet der 1. FC Saarbrücken in die Rückrunde der 3. Liga. Anders als bei vielen andere Spitzenteams wird im Saarland inzwischen klar und deutlich das Ziel “Aufstieg” ausgegeben. Vor der Partie gegen den TSV 1860 morgen Nachmittag (14.00 Uhr – im sechzger.de Liveticker) plagen Trainer Rüdiger Ziehl allerdings – wie seinen Münchner Kollegen Argirios Giannikis Verletzungssorgen. Auf der Absenzenliste beim FCS, die auf der heutigen PK in Saarbrücken – wie gestern bei der LÖWENRUNDE in München – ein wichtiges Thema war, steht auch ein den Löwenfans vertrauter Name.
Verletztenliste in Saarbrücken
Dass Linksaußen Armini Naifi und Innenverteidiger Boné Uaferro wegen langfristiger Verletzungen gegen die Löwen nicht zur Verfügung stehen, war bereits länger klar. Nun sind ganz aktuell drei weitere Akteure zur Verletztenliste hinzu gekommen: Innenverteidiger Dominik Becker, Offensivkraft Julian Günther-Schmidt und Ex-Löwe Richard Neudecker. Zwar gab Rüdiger Ziehl in der Pressekonferenz zu verstehen, dass er noch auf einen Einsatz des gebürtigen Altöttingers gegen seinen alten Verein hofft. Allerdings scheint ein Ausfall Neudeckers “für eine Woche” sehr realistisch.
Stabile Abwehr – Garant für den Aufstieg
Rüdiger Ziehl berichtete, dass er mit dem Testspiel gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart, das der 1. FC Saarbrücken im Rahmen seines Trainingslagers in Andalusien bestritt, keineswegs zufrieden war. Die Saarländer unterlagen mit 2:3. Dass die beste Defensive der 3. Liga (nur 18 Gegentore) gegen den Ligakonkurrenten gleich drei Treffer kassierte, ärgerte den Übungsleiter. Warum ihm das Abwehrverhalten seiner Mannschaft ganz besonders wichtig ist, kann er mit einer interessanten Statistik aus der 3. Liga untermauern: “In den letzten zehn-zwölf Jahren hat die beste Abwehr immer mindestens den Relegationsplatz erreicht. Auf dem stehen wir jetzt.” Dass man beim FCS das Ziel Aufstieg – anders als in den letzten Jahren – so klar und deutlich formuliert – wird an dieser Stelle nochmal betont. Und begründet.
Schlussendlich haben es in dieser Liga die ersten acht, neun Mannschaften definitiv als Vorgabe und Ziel. Jeder eiert rum, haben wir in den letzten zwei Jahren auch gemacht mit: ‘Wir wollen bis in den April vorne dabei sein’. Das haben wir jetzt verändert, weil wir überzeugt sind von der Qualität der Mannschaft.
Einschätzung der Löwen
Befragt nach dem morgigen Gegner warnt Ziehl davor, den TSV 1860 aufgrund der langen Verletztenliste zu unterschätzen. Er sehe den Löwenkader so breit aufgestellt, die aktuellen Ausfälle gut ersetzen zu können. Die in der Hinrunde in den Resultaten in München noch gänzlich fehlende Konstanz erklärt der Saarbrücker Trainer auch mit der so häufig angeführten Ausgeglichenheit der 3. Liga.
Sechzig ist eine Mannschaft, die im Vorfeld mit Sicherheit ähnliche Ambitionen hatte, wie wir. Die auch eine gute Qualität hat in ihren Reihen und das zeigt einfach, wie ausgeglichen die Liga ist. (…) Sechzig ist ein Spiegelbild, was möglich ist für Mannschaften, die eine Serie spielen können – im positiven, wie im negativen Sinne. Es liegt an uns, zu schauen, dass wir einfach untermauern – mit einer guten Leistung – dass wir morgen gewinnen können!
Nun ist sie also endlich da, die Rückrunde! Nach einer kurzen Winterpause geht es für die Löwen weiter in der 3. Liga. Richtige Vorfreude mag bei vielen nicht aufkommen, zu tief sitzt die Sorge, dass die Saison ähnlich wechselhaft weitergeht wie sie bis jetzt verlaufen ist. Nichtsdestotrotz ist es also auch wieder Zeit, auf die Gegner unseres TSV zu blicken. Nachdem die meisten Infos ja schon in der Hinrunde abgearbeitet wurden, wird es nun eher Updates und aktuelle Neuigkeiten zu Lesen geben. Vielleicht fallen mir auch noch neue Rubriken und ein besserer Titel ein. Nun erstmal erneut Infos zum 1. FC Saarbrücken.
Aktuelles – die Ausgangssituation
Zu Beginn des neuen Jahres wartet gleich einmal ein echter Gradmesser auf unsere Löwen. Der 1. FC Saarbrücken steht mit 32 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz und stellt mit 18 Gegentreffern die beste Defensive der Liga. Aus diesem Grund fällt die fehlende Offensivkraft weniger ins Gewicht. Mit 24 Treffern haben die Saarländer sogar weniger Tore erzielt als der TSV.
Die Bilanz nach der Hinrunde sieht mit 8-8-3 sehr ansehnlich aus, nur Dresden musste dem Gegner genau so selten sämtliche Punkte überlassen. Seit der Niederlage gegen Cottbus Ende September mussten die Blau-Schwarzen keinen vollen Verlust in einem Pflichtspiel mehr hinnehmen. Die drei Unentschieden zum Jahresende inklusive Testspielniederlage im Trainingslager gegen den VfB II könnten etwas Hoffnung auf Punkte in der Grenzregion machen.
Wintertransfers
Nach den guten Leistungen in der Hinserie sahen die Saarländer anscheinend keinen Anpassungsbedarf und tätigten im Winter keine Transfers.
Stadion
Der 1. FCS trägt seine Heimspiele im neuen “Ludwigsparkstadion” aus, das den alten Ludwigspark von 1953 ablöste und am 26. September 2020 eröffnet wurde. Das neue Stadion verfügt über eine Kapazität von 16.003 Plätzen. Die Heimkurve “Virage Est”, also Osttribüne, ist eine reine Stehplatztribüne mit 4.588 Plätzen, für Gäste gibt es 1.488 Steher und 452 Sitzer. Alles in allem eine große Kapazitätsreduktion im Vergleich zu ca. 35.000 in der alten Arena.
Der Name kommt von Standort im ehemaligen Schlosspark, der unter Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken angelegt, aber 1793 während der französischen Revolution zerstört wurde. Auf einem Teil dieses Areals wurde dann nach dem 2. Weltkrieg bis 1953 das erste Stadion errichtet. Damals noch als Mehrzweckarena mit 50.000 Kapazität, Marathontor und fast nur Stehplätzen. Die Eröffnung erfolgte gegen den damaligen deutschen Meister Rot-Weiss Essen in einem Testspiel.
Der einzige große Umbau fand 1976 statt, als Teile der Gegengerade in 100 Tagen in eine überdachte Gegentribüne mit zusätzlichen Sitzplätzen umgebaut wurden und die Kapazität auf 39.000 sank. Das letzte Spiel fand dann im Dezember 2015 gegen den TSV Steinbach in der Regionalliga statt. Damals kamen nur noch 3.800 Zuschauende.
Das neue Stadion an alter Stelle wurde dann über ca. fünf Jahre hin errichtet und bietet noch Ausbaumöglichkeiten auf rund 18.000 Plätze. Der Neubau war aufgrund von Kostensteigerungen, Planungsfehlern und z.B. Problemen mit der Dachkonstruktion immer wieder gefährdet und verzögerte sich mehrmals. Die Kosten verdreifachten sich im Laufe der Fertigstellung, was immer wieder zu politischen Querelen führte.
Aus diesen Gründen gibt es in Saarbrücken zum einen die lustig anmutenden Rasenflächen (Kuhweiden) in den Ecken und auf der Gegengerade, zum anderen auch keine Drainage für den Rasen. Auch ist das Dach auf der Gegentribüne eigentlich zu kurz, somit kann das Gras der “Kuhweiden” gut wachsen, die Zuschauer im Unterrang sitzen aber im Regen und tauglich für 1. und 2. Liga ist das Stadion damit auch nicht.