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15.01.1950: TSV 1860 besiegt Waldhof Mannheim in der Oberliga

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

Heute vor 75 Jahren empfingen die Löwen Waldhof Mannheim an der Grünwalder Straße. Damals gastierte der Waldhof in der Oberliga Süd beim TSV 1860 und musste sich den Löwen mit 1:3 geschlagen geben.

TSV 1860 besiegt den SV Waldhof

Am Ende der Spielzeit 1949/50 belegten die Barrackler den 6. Platz in der Oberliga Süd, waren damit aber nur die Nummer 2 der Stadt. Lokalrivale VfR Mannheim kam nämlich als Vierter ins Ziel – keine große Überraschung, war der VfR im Jahr 1949 sogar Deutscher Meister geworden! Die Löwen beendeten die Saison auf Platz 9 und somit vier Plätze vor dem FC Bayern. Wie sich die Zeiten doch ändern…

Am 15.01.1950 stand jedoch der erste Spieltag nach der Winterpause auf dem Programm und 20.000 Zuschauer strömten ins Grünwalder Stadion. Hans Brück brachte die Löwen nach 12 Minuten in Führung, doch die Gäste aus der Kurpfalz glichen nach einer guten halben Stunde aus. Nach dem Seitenwechsel sorgten Link und Thanner aber doch noch für den Heimsieg des TSV 1860 München.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Dr. Max Schäfer setzte heute vor 75 Jahren auf folgende Elf des TSV 1860:

Strauß – Glas, Müller – Hammerl, Seemann, Schmidhuber – Thanner, Sommer, Link, Brück, Fottner

Tore:
1:0 Brück (12.), 1:1 Hölzer (33.), 2:1 Link (58.), 3:1 Thanner (70.)

Ausrüsterwechsel: Trikots des TSV 1860 ab 2025/26 von Joma

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TSV-1860-Trikot-Wunschaufstellungen (9)

Noch werden die Löwen von Nike beziehungsweise 11teamsports ausgestattet. Damit ist ab der kommenden Saison allerdings Schluss. Ab der Spielzeit 2025/26 heißt der Ausrüster des TSV 1860 München Joma. Das spanische Unternehmen gestaltet dann unter anderem die Trikots.

TSV 1860 ab der Saison 2025/26 mit Ausrüster Joma

Von 1995 bis 2006 lief der TSV 1860 München schon einmal mit Trikots des Herstellers Nike auf. Zur Saison 2020/21 war es wieder soweit. Offiziell übernahm 11teamsports als Ausrüster die Löwen, sie veredelten Ware von Nike und bestimmten fortan das Erscheinungsbild des Drittligisten. Der neue Ausrüster weckte unter den Fans gemischte Gefühle. Während einige aufgrund des großen Namens und der Bekanntheit von Nike zufrieden waren, trauerten andere schnell dem kreativeren Design des italienischen Herstellers macron nach. Tatsächlich handelt es sich bei vielen Nike-Produkten um Stangen-, also Massenware, die unter anderem mit dem Logo des TSV 1860 München sowie den Sponsoren-Logos veredelt wird. Die Sondertrikots wie das weiße Weihnachtstrikot oder Wiesn-Trikots bildeten dabei zum Teil eine willkommene Abwechslung.

Ab dem Sommer dürfen die Löwenfans gespannt sein, dann nämlich endet der Vertrag mit dem bisherigen Ausrüster. Sein Nachfolger steht bereits fest. Wie footyheadlines und das deutsche Pendant nurfussball.com berichten, stammen die Trikots des TSV 1860 München ab der Saison 2025/26 von Joma. Die Portale berufen sich dabei auf Insider-Berichte in einem Forum. Dies deckt sich mit Informationen von sechzger.de.
Im deutschen Profifußball ist Joma als Ausrüster bereits für Hoffenheim und den SC Verl tätig. International stattet das Unternehmen außerdem Villareal, die rumänische Nationalmannschaft, Swansea City, Atalanta Bergamo und weitere Vereine aus. Joma ist zudem in anderen Sportarten wie Tennis oder Rugby vertreten.

Das erste Trikot des neuen Ausrüsters wird im Sommer erwartet. Im Juli könnte es soweit sein – dann können sich die Löwenfans ein erstes Bild von der neuen Kooperation zwischen dem TSV 1860 München und Joma machen.

Tor des Jahres 2024 – Stimmt für Thore Jacobsen ab!

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Jacobsen Interview: "Sind enger zusammengerückt"

Bei der Wahl zum “Tor des Jahres 2024” trifft Thore Jacobsen auf starke Konkurrenz. Kann sich der Löwe gegen Harry Kane, Florian Wirtz, Niclas Füllkrug & Co. durchsetzen? Eure Stimme zählt!

Tor des Jahres 2024 durch Thore Jacobsen?

Am 21.09. traf Thore Jacobsen in der 88. Minute zum wichtigen 1:0-Sieg der Löwen auf der Bielefelder Alm. Sein Schuss aus rund 60 Metern wurde kurze Zeit später zum “Tor des Monats” gewählt. Damit staubte der Norddeutsche als achter Spieler des TSV 1860 diese Auszeichnung ab. Vor ihm wurden bereits Jan Höjland Nielsen, Wolfgang Sidka, Thomas Riedl, Benjamin Lauth, Klaus Fischer, Matthias Lehmann und Florian Neuhaus geehrt.

Das bislang einzige “Tor des Jahres” eines Löwen gelang übrigens Benjamin Lauth, der im Dezember 2002 für die deutsche Nationalmannschaft gegen eine Auswahl in der Bundesliga spielender Ausländer per Fallrückzieher einnetze.

Eure Stimme entscheidet!

Wie Ihr für Thore Jacobsen abstimmen könnt? Ganz einfach

Folgt einfach diesem Link und gebt dem Mittelfeldspieler des TSV 1860 Eure Stimme!

Sechzig um Sieben: Jakob bleibt bis Saisonende in Aue

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Drei Tage sind es noch bis die Löwen wieder in der 3.Liga gefordert sind. Ex-Löwe Kilian Jakob wird dabei nicht unterstützen, er bleibt bis zum Sommer bei seinem aktuellen Verein Erzgebirge Aue. Dann aber scheint sich ein Wechsel zurück nach München anzubahnen. Außerdem ist ein neuer Podcast online und es sind die nächsten Tickets erhältlich.

Kein vorzeitiger Wechsel von Kilian Jakob – Verbleib in Aue bis zum Sommer

Wie die AZ berichtet, scheint der Wechsel von Kilian Jakob im Sommer zum TSV 1860 München unter Dach und Fach zu sein. Im Raum stand zudem eine vorzeitige Rückkehr nach München, sodass Jakob bereits in der aktuellen Winterpause zu den Löwen gewechselt wäre. Diesem Vorhaben erteilte sein aktueller Verein Erzgebirge Aue nun allerdings eine Absage. Jakob bleibt daher bis zum Sommer beim Ligakonkurrenten der Löwen.

sechzger.de Talk Folge 193 online

Seit den späten Abendstunden ist der nächste Podcast online zu finden. In Folge 193 spricht Jan mit drei Gästen über die Vorbereitung des TSV 1860 München sowie das anstehende Duell mit dem 1.FC Saarbrücken. Thematisiert werden zudem die Gerichtsverhandlung mit Oliver Mueller sowie die mögliche Beteiligung der Profivereine an Polizeieinsätzen bei Hochrisikospielen.

Tickets für Heimspiel gegen Ingolstadt

Ab dieser Woche, genauer gesagt ab heute sind Tickets für das Heimspiel gegen den FC Ingolstadt erhältlich. Das Duell steigt am Samstag, den 08.Februar um 16:30 Uhr. Im Hinspiel konnten die Löwen durch einen 2:1-Erfolg den ersten Saisonsieg feiern.

Neues aus dem Viertel: Ehemaliges Lucullus öffnet im neuen Gewand

Vielen war der Grieche Lucullus in Giesing ein Begriff – kein Wunder, denn ganze 37 Jahre lang wurden die Gäste dort verköstigt und versorgt. Ende letzten Jahres war damit Schluss, nun hat sich ein Nachfolger gefunden. Während der Sanierungsphase des Gebäudes wird eine Pop-Up Bar in den Räumlichkeiten zu finden sein, die Eröffnung ist im März geplant. Darüber berichtet die SZ.

Groundhopping in Thailand

Die Winterpause nutzt der ein oder andere für einen Urlaub irgendwo auf der Weltkugel. Nach einem Bericht aus Algerien folgte am gestrigen Tag ein Artikel von Fußball in Thailand. Thomas ist dort zu Besuch und nicht zum ersten Mal bei den Dolphins aus Pattaya zu Gast. Interessant sind seine Eindrücke und Schilderungen dennoch. Heute geht es am nachmittag im Übrigen gleich weiter mit dem nächsten Groundhopping-Bericht.

News aus der 3.Liga

Tallig unterschreibt in Cottbus

Ex-Löwe Erik Tallig hat nach seinem zweiten Kreuzbandriss einen neuen Verein gefunden. Der Mittelfeldspieler konnte im Probetraining bei Energie Cottbus überzeugen und erhielt nun einen Vertrag. Tallig läuft also für den aktuellen Tabellenzweiten der 3.Liga auf und könnte Anfang April auf seinen ehemaligen Verein treffen.

 

Aue stellt klar: Kilian Jakob bleibt bis Saisonende!

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Dass Linksverteidiger Kilian Jakob im kommenden Sommer nach acht Jahren zum TSV 1860 zurückkehrt, hat die Presseabteilung der Löwen noch nicht offiziell verkündet. Der ablösefreie Wechsel wurde allerdings am heutigen Dienstag Vormittag bereits vermeldet. Früh steht damit der erste Neuzugang für die Saison 2025/26 fest. Den Bemühungen von Geschäftsführer Dr. Christian Werner, den aktuell noch 26jährigen gebürtigen Bad Neuenahrer schon jetzt, also während der laufenden Saison zurück an die Isar zu holen, erteilte Jakobs aktueller Verein, der FC Erzegbirge Aue am heutigen Nachmittag direkt eine Absage, die über die Website  kommuniziert wurde.

Jakob mit Löwenvergangenheit

Kilian Jakob, der auch offensive Positionen auf der linken Außenbahn ausführen kann, kam im Sommer 2010 in das NLZ der Münchner Löwen und durchlief in sieben Jahren die Jugendmannschaften des TSV 1860. Am 28. Oktober 2016 debütierte er beim 6:2 gegen seinen aktuellen Verein bei den Löwenprofis in der 2. Bundesliga. Darüber hinaus kam er in dieser, seiner bislang letzten kompletten Saison für Sechzig auf zehn Regionalliga-Einsätze für die Amateure unter Daniel Bierofka. 21 Mal lief er außerdem für die U19 auf. Nach dem historischen Doppelabstieg im Sommer 2017 gehörte Jakob zunächst auch noch zum Kader der ersten Mannschaft des TSV 1860 (unter Trainer Bierofka) und bestritt bis zu seinem Abschied sieben Spiele in der Regionalliga Bayen. Dabei gelang ihm beim 4:1 in Schalding und beim 5:0 gegen Illertissen jeweils ein Treffer.

TürkGücü, Karlsruhe, Aue

Ende August 2017 wechselte Jakob dann nach Augsburg, wo er sich allerdings nicht bei den Bundesligaprofis durchsetzen konnte, sondern meist für die zweite Mannschaft der Fuggerstädter im Einsatz war (u.a. auch im Spiel gegen seine Ex-Kollegen im Oktober). In den folgenden Jahren war Jakob verletzungs- bzw. Corona-bedingt nur wenig auf dem Fußballplatz anzutreffen. Nach einer Leihe zum damaligen Drittligisten TürkGücü München im Frühjahr 2021, wo er im April erneut auf seinen Ex-Verein 1860 traf, führte ihn der Weg im Sommer 2021 dann zum Karlsruher SC und zwei Jahre später ins Erzgebirge.

Aue: “Jakob will nicht unbedingt weg”

Auf seine endgültige Rückkehr nach Giesing müssen die Löwenfans noch ein bisschen warten. Den kursierenden Gerüchten, der Wechsel könne noch diesen Winter, womöglich noch vor dem am kommenden Wochenende anstehenden Rückrundenauftakt in der 3. Liga über die Bühne gehen, schob sein aktueller Verein mit der eingangs erwähnten Erklärung einen Riegel vor. Darin wird Aues Sportgeschäftsführer Matthias Heidrich mit folgenden Worten zitiert: „Wir haben ambitionierte Ziele und werden unsere Mannschaft zum jetzigen Zeitpunkt nicht unnötig schwächen. Zumal sich Kilian hier sehr wohl fühlt und keineswegs den Eindruck vermittelt, unbedingt weg zu wollen.“

Torschütze am 21. Dezember

Eher ungern erinnern sich die Löwenfans an das letzte Aufeinandertreffen zwischen 1860 und seinem Ex- und zukünftigen Spieler Kilian Jakob. Beim letzten Drittligaspiel des kürzlich zu Ende gegangenen Kalenderjahres 2024 zwischen Aue und den Löwen hatte er sein Team in der siebten Spielminute mit dem 1:0 auf die Siegerstraße gebracht.

Tickets für TSV 1860 – FC Ingolstadt 04 ab Mittwoch verfügbar

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TSV 1860 FC Ingolstadt

In der Hinrunde konnte sich der TSV 1860 in einem gefühlten Heimspiel beim FC Ingolstadt 04 durchsetzen, Tickets für das Rückspiel am 08.02. (16.30 Uhr) sind ab Mittwoch erhältlich.

Tickets für TSV 1860 – FC Ingolstadt 04 ab Mittwoch

Nach Angaben der Löwen startet der Mitgliederverkauf für das Match gegen die Schanzer am Mittwoch um 14 Uhr. Je Mitglied können vorerst maximal 4 Tickets erworben werden. Sollten bis zum 22.01. noch Eintrittskarten verfügbar sein, startet dieser dann ebenfalls um 14 Uhr.

Tickets für die Heimspiele des TSV 1860 München sind auf den bekannten Wegen erhältlich:

  • Online unter www.tsv1860-ticketing.de
  • Telefonisch unter 01805 – 60 1860
  • Persönlich im Ticketing an der Grünwalder Straße (Mi. – Fr. 9-17 Uhr)

Groundhopping Thailand: Abstiegskampf bei den Dolphins

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Groundhopping Thailand
Groundhopping Thailand

In den letzten Tagen erschienen auf sechzger.de die Groundhopping-Berichte unseres Lesers Stefan über seine Erfahrungen in Algerien und Tunesien. Weiter geht es in unserer losen Serie über Fußball-Erlebnisse im Ausland mit dem Bericht von Thomas Spiesl über seinen Abstecher in die thailändische Welt des Fußballs zum Zweitliga-Match zwischen Pattaya United und dem FC Trat. Viel Spaß beim Lesen des Berichts über Groundhopping in Thailand bei den Pattaya Dolphins.

Wieso Thailand? Wieso die Dolphins?

Groundhopping Thailand Pattaya DolphinsAuch heuer führt mich mein alljährlicher Winter-Urlaub wieder nach Südostasien. Wie schon in den letzten beiden Jahren vor allem, um einen alten Schul-Spezl zu besuchen, der mit seiner Familie am Lake Map Phrachan in der Region Pattaya lebt. Nicht fehlen darf dabei natürlich der Besuch eines Spiel der Pattaya Dolphins. Es war bereits mein viertes Match dieses Clubs in den letzten drei Jahren. So habe ich das Team quasi aus der dritten Liga in die Thai League 2 begleitet, wenn auch vor allem aus der Ferne. Erstmals mit dabei war ich am 22. Januar 2023 gegen Chanthaburi United (2:0), damals noch in der dritten Liga. Es folgte der Aufstieg als Nachrücker, da ein anderer Verein keine Lizenz für Liga zwei erhielt. Im Januar 2024 konnte ich dann sogar gleich zwei Spiele sehen. Erst das Auswärtsmatch beim Rayong FC, das die Dolphins, unterstützt von etwa 200 Auswärtsfans mit 0:1 gewannen und dann das 1:1 beim Heimspiel gegen den Krabi FC.

Abstiegskampf in der Thai League 2

Heuer läuft es nicht so rund bei den Dolphins. Das Team aus Pattaya steckt im Abstiegskampf. Dies liegt wohl auch am Abgang von Top-Torjäger Judivan, der den Club nach der letzten Saison verlassen hat. An der Seitenlinie steht heuer sogar ein deutscher Coach, Dennis Amato. In der Winterpause haben sich die Dolphins noch einmal verstärkt, aber so recht läuft es einfach nicht. Auch das Spiel gegen den Trat FC im Nongprue Stadium war eher schwere Kost. Letztlich holten die Dolphins einen Punkt, die Partie endete 1:1. Aber hier geht es ja mehr um das Stadionerlebnis als das Spiel selbst, so wie das beim Groundhopping ja auch sein soll und muss.

Anreise mit dem Auto in zehn Minuten

Groundhopping Thailand Pattaya DolphinsDie Anreise gestaltet sich in diesem Fall leicht, weil das Stadion keine Viertelstunde vom Wohnort meines Spezls entfernt liegt. Nach dem Besuch von zwei Kneipen ging es also ab mit dem Auto ins Nongprue Stadium.

Parkplätze gibt es genug und wir waren ohnehin früh dran, weil ich natürlich vorher noch das neue hellblaue Trikot kaufen musste, das durchaus als Design-Vorlage für das Löwen-Trikot der Saison 2025/26 dienen könnte.

Der Preis ist auch absolut in Ordnung: 799 Thai Baht, also umgerechnet etwas mehr als 20 Euro, kostet das neue Leiberl der Dolphins. Zu Beginn der Rückrunde gibt es im Fanshop sogar 20% Rabatt auf alles.

Kurve statt Haupt-Tribüne!

Groundhopping Thailand Pattaya DolphinsIn den letzten beiden Jahren saßen wir immer auf der Haupttribüne, dieses Mal entschieden wir uns für die Stehplatztribüne hinter dem Tor. Auf der Haupttribüne sitze ich normalerweise ja eh schon bei jedem Löwenspielen, also dieses Mal Stehplatz. Eintrittspreis 120 THB (3 Euro), das kann man ebenfalls lassen für die zweite Liga. Auf den Stehplätzen findet sich auch die sogenannte Dangerous Zone – also die Fankurve der Dolphins wieder. Man steht auf einer dort aufgebauten Metall-Tribüne, im Foto auf der linken Seite, wie sie in Deutschland wohl kaum zugelassen werden würde. Direkt dahinter findet sich der Verpflegungsstand, im Foto auf der rechten Seite.

Sanitäre Situation wie im Grünwalder Stadion?

Nicht verkneifen kann ich mir an dieser Stelle auch zwei Bilder zu den sanitären Anlagen, da dieses Thema ja im Grünwalder Stadion immer wieder aufkommt. Aber seht selbst: Links die Toiletten unterhalb der Haupttribüne – immerhin eines von vier Pissoirs ist in Betrieb und rechts der nagelneue Klo-Bus, der seit der letzten Saison im Stehplatzbereich geparkt ist.
Groundhopping Thailand Pattaya Dolphins Groundhopping Thailand Pattaya Dolphins

Bratwurst und Bier – wie daheim!

Was beim Dolphins-Besuch auf keinen Fall fehlen darf ist die ausgezeichnete Stadion-Bratwurst für 100 THB (2,50 Euro), die übrigens von einem deutschen Metzger kommt, mit Bautzener Senf drauf. Eine Viertelstunde vor Spielbeginn ist die Stehplatztribüne vielleicht zu einem Drittel gefüllt, das überrascht mich aber nicht, denn ich kenne das Prozedere ja schon aus den letzten Jahren. Dann geht es los, unter lautem Getrommel, mit Fangesängen und der einen oder anderen Bengalo marschiert die Dangerous Zone ein auf ihre angestammten Plätze. Diese Gruppe besteht vorwiegend aus Thais, aber es sind auch etliche Europäer darunter. Ich bin auch nicht der einzige Groundhopper, der das Spiel verfolgt. Alleine zehn deutsche Accounts haben sich auf Futbology eingeloggt. Einen Capo mit Megafon gibt es auch – und viele Europäer, die das Spiel verfolgen.

“The worst game I have ever seen”

Das Spiel selbst ist eher schlecht. In der Fußball-Whatsapp-Gruppe meines Schulspezls schreibt ein Kollege “The worst game I have ever seen”. Ganz so schlimm empfinde ich den Kick bei angenehmen 27 Grad jetzt auch wieder nicht. Die Dolphins haben im ersten Durchgang mehr vom Spiel, jagen die Bälle aber mehrmals über die Stehplatztribüne in Richtung Bierstand. Von Trat kommt wenig. Doch wie es kommen musste, gehen die Gäste ungefähr zehn Minuten vor Ende der Partie nach einer Standardsituation glücklich in Führung. Immerhin gelingt den Dolphins kurz darauf noch der Ausgleich. Ein Tor haben sie bisher noch immer geschossen, wenn ich im Stadion war. Vom Niveau her würde ich das Match in etwa mit der deutschen Regionalliga vergleichen, aber nochmal – darum geht es ja überhaupt nicht.

Bundesliga und Fassbier zum Abschluss

Nach dem Spiel geht es für mich dann noch in eine Kneipe in der Nähe meines Hotels. Mit zwei Engländern, die ebenfalls in diesem Resort wohnen, verfolge ich die Bundesliga-Konferenz bei Fassbier. Eigentlich fast wie zu Hause. Auf jeden Fall wieder ein gelungener Tag, denn der Stadionbesuch gehört für mich beim Urlaub inzwischen einfach dazu und zur Erholung bleibt in den nächsten Tagen ja noch genug Zeit auf Koh Samui oder in Khao Sok.

Groundhopping Thailand – Pattaya Dolphins ich komme wieder

Auch wenn die Preise in Thailand inzwischen durchaus nah an europäischen Verhältnissen sind, ich komme sicher wieder. Schließlich muss ich ja schauen, was meine Dolphins so machen…

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand I
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau
Groundhopping Frankreich
Groundhopping Kosovo & Nordmazedonien
Groundhopping Bosnien
Groundhopping Taiwan
Groundhopping Tunesien
Groundhopping Algerien

Sechzig um sieben: U19 unterliegt Viktoria Pilsen

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Der Rückrundenstart des TSV 1860 München steht vor der Tür. Am Samstag geht es beim 1. FC Saarbrücken wieder um Punkte in der dritten Liga. Die Profis hatten gestern trainingsfrei und über potentielle Neuzugänge wurde nichts bekannt. So richten wir unsere Blicke auf das Spiel der U19 gegen Viktoria Pilsen.

U19 unterliegt Viktoria Pilsen mit 1:3

Da Argirios Giannikis einigen Spielern der U19 Einsatzzeiten beim Test der Profis bei der SpVgg Fürth ermöglichte, musste die U19 ersatzgeschwächt im ihrem Testspiel gegen Viktoria Pilsen auflaufen. Das Fehlen von Erdogan, Lippmann, Fassmann und Fuchs machte sich deutlich bemerkbar. So hatte die Elf von Jonas Schittenhelm den Gästen aus Tschechien wenig entgegen zu setzen und verlor verdient mit 1:3. Die U17 unterlag ebenfalls am Trainingsgelände dem 1. FC Heideheim mit 2:4. Ansonsten waren die meisten U-Mannschaften bei Hallenturnieren im Einsatz. Alle Ergebnisse vom Wochenende findet Ihr hier.

Groundhopping Nordafrika

Unser Leser Stefan war in den Weihnachtsferien in Nordafrik unterwegs. Wie so oft bei seinem Fußballreisen lässt er die sechzger.de-Leserschaften an seinen Erlebnissen in fremden Stadien und Ländern teilhaben. Seine reiseberichte aus Tunesien und Algerien sind absolut lesenswert! Vielen Dank an Stefan für diese zwei beeindruckenden Blicke über den Tellerrand!

News aus der dritten Liga

Ferati zurück zum SV Waldhof

Der SV Waldhof Mannheim holt Arianit Ferati zurück an den Neckar. Der 33-jährige offensive Mittelfeldspieler stand schon von 2019 – 2021 beim Waldhof unter Vertrag. Dabei bracht er es auf 21 Scorerpunkte in 62 Spielen. Ferati spielte bis zum Sommer bei Fortuna Sittard in der ersten holländischen Liga und war seit der Sommerpause vertragslos.

Aachen sucht weiteren Stürmer

Alemannia Aachen gelangen nur 18 Toren in den 19 Spielen der Hinrunde. Auch beim Gastspiel des TSV 1860 in der Kaiserstadt wäre für die Alemannia bei besserer Chancenverwertung mehr drin gewesen als ein Punkt. In den drei Vorbereitungsspielen auf die Rückrunde konnte die Alemannia keinen einzigen Treffer erzielen. Der Schuh drückt also gewaltig in der Offensive. “Wir haben ein extremes Abschlussproblem”, brachte es Trainer Backhaus auf den Punkt. Allerdings gestaltet sich die Suche nach dem Goalgetter schwierig, da der finanzielle Rahmen eng ist und man eine echte Verstärkung sucht.

Testspielergebnisse der Drittligisten

Am Wochenende vor dem Rückrundenauftakt gab es einige Testspiel von Drittligisten. Hier sind die Ergebnisse für Euch:

Dynamo Dresden – Rot-Weiss Essen 1:1

Hansa Rostock – Hillerød Fodbold 2:1

Arminia Bielefeld – TSV Havelse 5:1

Eintracht Braunschweig – Energie Cottbus 4:2

SpVgg Unterhaching – SSV Jahn Regensburg 1:4

Hannover 96 II – FC Teutonia 05 9:0

SC Paderborn – SC Verl 2:1

Damit geht Ihr gut informiert auf die Zielgeraden der Winterpause!

Groundhopping Algerien: Bengalfeuer, Blinker & Silvesterfeuerwerk

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Titelbild Groundhopping Algerien

Vergangene Woche berichtete Euch unser Leser Stefan von seinen Erlebnissen in Tunesien – und tatsächlich war das der bislang meistgeklickte Groundhopper-Bericht hier auf sechzger.de. Mit “Groundhopping Algerien” legt er nun direkt nach und entführt Euch in ein Land, das in Sachen Fußball-Tourismus noch ordentlich Nachholbedarf hat. Viel Spaß beim Lesen!

Warum eigentlich Algerien?

Um den ökologischen Fußabdruck nicht überzustrapazieren, indem man nur für den Besuch einer Stadt soweit fliegt, war neben dem Trip nach Tunis unbedingt noch ein weiteres Abenteuer notwendig. Die Entscheidung fiel auf Algerien. Warum? Ja, warum eigentlich? Algerien liegt üblicherweise so gar nicht im Blickfeld Europäischer Touristen, oder gar Fußballbeobachter. Da es sich bei Algerien und Tunesien um Nachbarländer handelt und die beiden Hauptstädte in nur einer Flugstunde zu verbinden sind, ist ein nicht unwesentlicher Grund. Aber was sonst spricht für ein Land, das mal so überhaupt nicht in den Katalogen einschlägiger Reiseveranstalter liegt?

Lasst es uns so ausdrücken: Irgendwann während der Planungen kam da so ein Moment, in dem der Kampfgeist und das Interesse stieg und man da unbedingt hinwollte. Und wenn man jetzt zurückblickt: Zurecht, denn wir wurden nicht enttäuscht.

Erschwerte Rahmenbedingungen

Dass Tunesien aufgrund des frühzeitig angesetzten, aber letztendlich verschobenen Lokalderbies in den Planungen safe war (wir berichteten), hatte ich ja bereits geschrieben. Es gibt relativ kostengünstige Direktflüge aus München, die touristische Infrastruktur scheint ausgebaut und die Einreise mit deutschem Reisepass läuft unproblematisch. Klar, es kann zu Problemen bei Spielansetzungen kommen, aber … this is Africa …

Das Abenteuer Algerien stellte uns da schon vor etwas größere Herausforderungen. Einerseits ist die Einreise nur mit einem Visum möglich. Um dieses beantragen zu dürfen, muss bereits eine bestätigte Hotelreservierung vorliegen, welche aufgrund der Stornierungsmöglichkeiten nicht durch booking oder sonstige einschlägige Portale durchgeführt werden soll, sowie eine bestätigte Flugbuchung. Nach Zahlung von 100 Euro darf man den Wisch dann entweder persönlich im Konsulat in Frankfurt beantragen oder – wenn man dafür keinen Urlaub nehmen will – unter Hinzuziehung weiterer 70 Euro eine Agentur damit beauftragen. Die Berichte mehren sich, dass einem die Ausstellung eines Visums dann dennoch ohne Angaben von Gründen verwehrt werden kann. Die Bearbeitungszeit beträgt im Anschluss 21 Werktage (!!!).

This is Africa…

Zusammengefasst: Um ein Spiel in einem Land besuchen zu können, dessen Ansetzungen – wenn überhaupt – 3 Tage vorher bekannt gegeben werden, muss ich 4-6 Wochen vorher ein Hotel und einen Flug buchen und zahlen, damit ich 170 Euro ausgeben darf, um ein Visum zu beantragen, welches ich möglicherweise gar nicht bekomme, um letztendlich Gefahr zu laufen, kein Spiel zu sehen, weil nix terminiert ist.

Klingt geil? Das machen wir! Und pünktlich 3 Tage vor Weihnachten war auch das Visum im Briefkasten.

Was das Problem mit der fehlenden Ansetzung noch nicht beheben konnte… Zwischenzeitlich wurden Unmengen an Spielen während unserer Anwesenheit aufgerufen und wieder abgesagt, verschoben oder in andere Städte verlegt. This is Africa… Und mit einem süffisanten Lächeln erinnerte ich mich immer wieder an einen Artikel auf sechzger.de, in dem einst gefordert wurde, Spieltage der dritten deutschen Liga hätten gefälligst schon 8 Wochen vorab uhrzeitgenau terminiert zu sein… 😉

Groundhopping Algerien

Nachdem sämtliche Spiele für den Neujahrs- oder Silvestertag wieder mal kurzfristig postponed wurden, kam ein paar Tage vorher wenigstens noch ein Pokalspiel in der ersten Runde des algerischen “Pokals der Republik” rein.

Ben Aknoun – MC Alger 0:3
Pokal der Republik Algerien, Round of 64, Stade du 5 Juillet

Der Flug aus Tunis nach Alger (ich beschränke mich bei der Schreibweise auf die vor Ort verwendete französische Schreibweise) ging leider mit dreieinhalb Stunden Verspätung los. Zusammen mit einer indiskutabel langen Einreiseprozedur und dem nachmittäglichen zu stillenden, schweren Hungergefühl kamen wir am Ankunftstag zwischenzeitlich etwas unter Druck, da der Anpfiff des womöglich einzig machbaren Spiels auf 19 Uhr gelegt worden war.

Wir wurden bereits vorgewarnt, dass es am Nationalstadion “5. Juli” keine Tageskassen geben würde und machten uns daher vorab online auf die Suche nach Tickets. Über die Vereine war nichts möglich und so wurde uns die Plattform digizitickets.dz empfohlen. Diese ist jedoch nur in Algerien aufzurufen und selbst mit einem VPN-Tunnel scheitert man irgendwann an der notwendigen algerischen Telefonnummer. Mehrere Rückfragen über deren Instagram-Account führten dann zum Erfolg: Ohne dass wir damit rechneten, wurden uns vier Freikarten als pdf zugeschickt.

Die Agentur vertreibt laut deren Social Media-Auftritt Tickets für alle großen algerischen Vereine. Da dies alleine in der Hauptstadt mit dem MC in rot-grün, dem USM in schwarz-rot, Belouizdad (rot-weiß) und Paradou (blau-gelb) vier Vereine in der ersten Liga sind, gibt’s wohl einiges zu tun.

“Pokal der Republik” mit dem MC Alger

In der ersten Hauptrunde des algerischen “Pokals der Republik” wurde einem weiteren Zweitligisten der Hauptstadt, dem ES Ben Aknoun, der große MC Alger zugelost. Da das große Nationalstadion – und Heimstadion des MCA – gleichzeitig im gleichnamigen Stadtviertel des Heimvereins lag, wurde das Spiel kurzerhand ins Stadion des 5. Juli (Tag der Unabhängigkeit 1962) gelegt. Das 1974 eröffnete Stadion hat zwar kein Dach, aber drei Tribünen mit Oberrang und verfügte ursprünglich über 66.000 Plätze. Nachdem 2013 aufgrund der Bausubstanz zwei Menschen bei einem Einsturz ums Leben kamen, wurde das Stadion saniert und weist nun 75.000 Sitzplätze auf.

Wir hatten keine Ahnung, wie wir ein Erstrundenpokalspiel “im Vorort” einzuschätzen hatten und rechneten instinktiv mit ein paar Hundert bis ein paar Tausend Zuschauer. Bestärkt wurde das Gefühl dadurch, dass der Stau auf der Hauptstraße bei weitem nicht so gravierend war wie wenige Tage zuvor in Tunis. Da auch die Flutlichtanlage des Stadions nur wenig Licht nach außen transportierte, meinte unser Taxifahrer, dass dort heute gar kein Spiel stattfände.

Eintritt? Frei, aber beschwerlich!

Etwas hektischer wurde es, je näher wir zum Eingang kamen. Nach erfolgter erster Ticket-, Körper- und Reisepasskontrolle (zumindest einer Kopie, das Original hatten wir im Hotel gelassen) wenige Minuten vor Anpfiff, kam auch schon ein irritierter Schutzmann auf uns zu und fragte nach unserem Begehr. Dieser hätte eigentlich logisch gefolgert werden können (“Wir wollen da rein!”), was aber folgte, war ein aberwitziger Staffellauf von einem Schutzmann zum nächsten, wobei an den insgesamt 7 Stationen jedes Mal unsere Eintrittskarten kontrolliert und unsere Reisepasskopien an den nächstfolgenden Schutzmann übergeben wurden. Schön langsam verrann die Zeit. Und so wirklich sicher, ob wir das Spiel mit unseren internet-Freikarten sehen würden, waren wir uns dann irgendwann nicht mehr. Schutzmann Nummer 8 hingegen überraschte uns, indem er uns durch den VIP-Bereich hindurch auf unsere Sitzplätze auf der Ehrentribüne brachte.

Wo wir unseren Augen kaum trauten, als wir die zweistöckige Fankurve rechts von uns, zum Bersten gefüllt mit sicherlich 15.000 Ultras und Fans zum ersten Mal sahen! Wirklich einschätzen konnten wir die Zahl der Fans, die bereits am Singen waren, nicht, da wir nicht sehen konnten, wie weit der Mob über uns im Oberrang reichte. Schutzmann Nummer 9 hatte uns nämlich zielstrebig Plätze zugewiesen, auf denen sicherlich nichts vom Oberrang auf unser herunterfallen könnte, sprich: Genau darunter.

Bengalfeuer, Blinker und Silvesterfeuerwerk

Was sofort ins Auge fiel war die einheitliche Kleiderordnung der Fans: Sämtliche Besucher des Blocks hinter der Fahne der “Green Corsairs” trugen schwarze Kapuzenpullis und grün-weiße Balkenschals. Alle Fans im Block hinter der Fahne von “Twelfth Player” weiße Pullis und rot-grüne Schals. Wieder nebenan bei “Amore e Mentalita Ultras” war die Farbwahl wieder anders. Und im Unterrang zog sich das noch weiter durch.

Während des Spiels wurden durchgehend unzählige Schwenkfahnen gewedelt und Doppelhalter gezeigt, dazu pausenlos Bengalfeuer, Blinker und Silvesterfeuerwerk gezündet. Von mehreren Capos wurden zusammen mit vielen Trommeln, die schon fast an orchestrierte Schlagzeugmelodien erinnerten, die Gesänge einheitlich über alle Ultrasblöcke hinweg koordiniert. Ganz ernst: Das war eine der besten und aktivsten Kurven, die ich bislang zu Gesicht bekommen habe – ganz, ganz phänomenal!

Einseitige Partie auf dem Rasen

Sofern wir unsere Blicke mal von den Rängen wegbewegen konnten, zeigte sich das Spiel einheitlich: MC Alger klar überlegen, ES Ben Aknour nur damit beschäftigt, mit Mann und Maus zu verteidigen. Mit 3:0 waren sie gut bedient, wobei MCA wohl auch ordentlich einen Gang zurück schaltete.

In der Halbzeitpause sahen wir uns ein wenig im VIP-Bereich um, der mit unzähligen Bildern der großen Triumphe der Vereins- und Nationalmannschaftsgeschichte vollgepflastert waren. Ein Bild von Ex-Löwen Karim Matmour (ging mit uns in der Saison 2016/17 “to the top”) suchten wir vergeblich. Was jedoch ins Auge fiel, war ein Bild von Jean-Marie Pfaff in inniger Umarmung mit einem algerischen Fußballer; es handelte sich dabei vermutlich um Rabah Madjer. Nachdem dieser 1987 mit seinem Treffer für den FC Porto im Champions-League-Finale von Wien das Spiel gegen Bayern und dessen Torwart Pfaff entschied, entwickelte sich zwischen den beiden wohl eine Freundschaft.

In Halbzeit 2 zog die Kurve noch etwas an und erhöhte deutlich die Bengalfeuer-Frequenz, während das Spiel auf dem Platz immer mehr an Fahrt verlor. Aber wir waren sowieso nur auf die Kurve fokussiert. Einfach unbeschreiblich.

Code-Wort “Bière”

Nach Spielende wurden wir uns dann selbst überlassen. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen, die wohl vor dem Spiel nur dazu galten, für unsere Sicherheit zu sorgen, waren nun egal, und wir konnten als “freie Menschen” das Stadion verlassen. Es zog uns zuerst zu einem Restaurant, um von dort auf ein Taxi zu warten, das uns in die Innenstadt brachte.

Wir waren gerade erst sechs Stunden im Land und schon total geflasht. Was nun zu unserem Glück fehlte, war eine Länderpunkt-Abschlusshoibe. Doch auch diese Hürde wurde trotz fehlender Sprachkenntnis gemeistert und der Taxifahrer setzte uns zielstrebig in einer unbeleuchteten Straße – knapp 100 Meter von unserem Hotel entfernt – ab und zeigte auf eine verschlossene Tür. Durch Übermittlung des Code-Worts “Bière” öffnete sich die schwere Eisentür und wir standen unversehens in einer unfassbaren Kellerboazn: Laute Musik, vollbesetzt mit einheimischen Frauen und Männern – Erstere eher leicht bekleidet – Bierkästen, die sich bis zur Decke stapelten, und Zigarettenrauch, den man hätte schneiden können. Im zugehörigen Restaurant wurde uns gleich ein Tisch freigeräumt und ein eigener Kellner zugeteilt. Und die Sperrstunde schon zum ersten mal weit überschritten.

Silvesterparty in der Kellerboazn

Den Ort für unsere Silvesterparty am darauffolgenden Tag hatten wir hiermit auch schon gefunden und reservierten sofort. Wir bereuten es nicht, denn den nächsten Abend wurden wir an unserem “Stammplatz” schon mit einer Flasche Wein begrüßt und feierten feuchtfröhlich ins neue Jahr.

Drei volle Tage verbrachten wir in Alger. Wir hatten vorher nicht viel darüber erfahren und es war schwer, uns vorab ein Bild zu machen. Algerien liegt nicht auf den üblichen Listen der Reiseveranstalter und das Land selbst unternimmt mit seinem strengen Visumsbestimmungen auch nichts, um das zu ändern. Andere Touristen bekamen wir eigentlich gar nicht zu Gesicht, obwohl wir sämtliche bekannte Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt abgeklappert haben. Ähnlich wie in Tunis gibt es eine muslimische Altstadt, die Kashbah. Deutlich größer außenrum ist jedoch der französische Teil, wobei einfach unfassbar viele Gebäude sich nach diesem Architekturstil richten. Sobald man die Unterstadt verlässt und am Hang hochfährt, beispielsweise, um zur Kathedrale zu gelangen, sind die Hauswände mit Fußballgrafittis übersät. Deutlicher Sieger an Qualität sowie Quantität ist auch hier der MC Algers, wobei USM nur knapp dahinter folgt.

Algerien? Eine Reise wert!

Die große Moschee von Alger wurde 2024 erst eröffnet und bietet 120.000 Betenden Platz. Das zugehörige Minarett ist mit 265 Metern deutlich höher als unsere Frauenkirche. Der Stadtpark “Jardain d´Essai du Hamma” wurde 1933 schon genutzt, um die Hintergrundkulisse für “Tarzan” mit Johnny Weissmuller darzustellen, und ist heute noch hoch frequentiert. Der Vorplatz des Märtyrermonuments wird von eifrigen Geschäftemachern, fliegenden Händler und Souvenierverkäufern genutzt. Das Monument selber ist leider aus der Nähe nicht so atemberaubend, wie es von Weitem den Anschein macht. Auf eine Fahrt zur (an und für sich interessanten) römischen Ruinenstadt Tipaza sollte man am Neujahrstag verzichten, sofern man noch unter den Einflüssen der Silvesternacht steht.

Eine preisliche Einordung zu geben fällt schwer: Während man am Geldautomaten für 1 Euro 140 Dinar bekommt, kann man bei den illegalen Geldwechslern am Flughafen oder in einschlägigen Shops in der Stadt gleich 200 Dinar dafür bekommen. Der Preis von einem Bier (400 Dinar) variiert also je nach Herkunft des Geldes zwischen 2 und 3 Euro. Eine gute Burgermahlzeit gibt’s für 600 Dinar und ein ausgedehntes Silvestermenu mit Rindersteak ist für 1.800 Dinar zu haben.

Mit allen Visumsbestimmungen, Regularien, aber auch den Problemen beim Ticketkauf ist Algerien sicher nicht Top1-Land für (Fußball-)Reisen. Es sind aber auch genau diese Herausforderungen und Aufgaben, die zumindest mir bei der Planung Spaß machen. Die Erfahrung, nicht ausgetretene Pfade zu beschreiten, gefällt mir und die Freude, positiv überrascht zu werden, ist mein persönliches Urlaubsfeeling. Algerien hat mich auf sehr vielen Ebenen überzeugt. Einen Minuspunkt gibt’s für die Bettwanzen…

Danke schon vorab für die Kommentare.

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau
Groundhopping Frankreich
Groundhopping Kosovo & Nordmazedonien
Groundhopping Bosnien
Groundhopping Taiwan
Groundhopping Tunesien

Sechzig am Wochenende: U19 chancenlos gegen Viktoria Pilsen

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Tsv 1860 U19 Viktoria Pilsen

Während die U16 einen Heimsieg gegen den Kirchheimer SC feierte und die U14 auswärts deutlich in Memmingen gewann, mussten sich die Profis, die U19 und die U17 geschlagen geben. Die ersatzgeschwächte U19 verlor dabei auf dem Trainingsgelände gegen den FC Viktoria Pilsen.

U19 chancenlos gegen Viktoria Pilsen

Jonas Schittenhelm musste gegen den Nachwuchs des tschechischen Spitzenvereins auf zahlreiche Stammspieler verzichten, die am Samstag bei den Profis gegen die SpVgg Greuther zum Einsatz kamen. Die Abwesenheit von Erdogan, Lippmann, Fassmann und Fuchs machte sich deutlich bemerkbar und so kamen die Gäste zu einem nie gefährdeten 3:1-Sieg an der Grünwalder Straße.

Die Spiele im Überblick

Samstag, 11.01.

10.15 Uhr: U16 – Kirchheimer SC 3:1
12.00 Uhr: FC Memmingen U15 – U14 0:7
13.00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth – Profis 3:2
16.00 Uhr: U19 – Viktoria Pilsen 1:3

Die U13 nahm am Samstag am Hallenturnier des ASV Neumarkt teil und belegte den 3. Platz. In der Vorrunde trafen die Junglöwen auf die SpVgg Greuther Fürth (2:5), den ASV Neumarkt (4:1), die SpVgg Landshut (4:0), die SpVgg Weiden (1:2) und Viktoria Aschaffenburg (2:0). Mit neun Punkten erreichte der TSV 1860 als Tabellenzweiter das Halbfinale. Dort scheiterte man mit 1:2 am späteren Turniersieger Wacker Burghausen, konnte sich im kleinen Finale durch einen Sieg im 9m-Schießen gegen Greuther Fürth immerhin Platz 3 sichern.

Zudem war die U11 in Eisbachtal am Start und erreichte Platz 6. Die U10 kämpfte am Samstag und Sonntag in Ebersberg um den Turniersieg und durfte sich am Ende über den 3. Rang freuen. Die U9 fegte in Ergolding übers Parkett und erreichte ebenfalls Platz 3.

Sonntag, 12.01.

12.00 Uhr: U17 – 1. FC Heidenheim 2:4

Während die U14 am Turnier in Königsfeld teilnahm (Rang 9), traf die U13 in Ansbach auf namhafte Konkurrenz und belegte den 8. Platz. Die U12 war in Neuburg/Joshofen am Start (3. Platz) und die U9 musste sich beim Turnier des TSV Trudering erst im Endspiel geschlagen geben.

Die U17 verlor an der Grünwalder Straße gegen Heidenheim