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Wunschaufstellungen zu Energie Cottbus – TSV 1860 München

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Wunschaufstellungen TSV 1860

Zuletzt spielten die Löwen zweimal 2:2, konnten dabei vier Führungen nicht verteidigen. Diesmal geht es auswärts zum Tabellendritter, der auf einer Euphoriewelle surft und sich bislang äußerst torhungrig präsentierte. Welcher Elf schenkt Argirios Giannikis diesmal sein Vertrauen? Tunay Deniz und Florian Bähr sind wieder einsatzbereit und somit stehen dem Trainer alle Spieler zur Verfügung. Diesmal präsentieren gleich fünf sechzger.de Redakteure ihre Wunschaufstellungen für die Partie des TSV 1860 München beim FC Energie Cottbus.

Wunschaufstellungen zu Energie Cottbus – TSV 1860

Bernd Winninger

Bei Bernd kehren Florian Bähr, Tunay Deniz und Julian Guttau für Kwadwo, Frey und Schröter in die Startelf zurück. Soichiro Kozuki wechselt dadurch wieder auf den rechten Offensivflügel und soll die einzige Spitze Patrick Hobsch mit Vorlagen füttern. David Philipp darf sich wieder auf der 10 beweisen.

Stefan Kranzberg

Auch Stefan setzt auf das bewährte 4-2-3-1 und bringt Bähr, Guttau und Deniz von Beginn an. Bei ihm bleibt Marlon Frey jedoch in der Startelf, sodass Deniz auf die 10er Position rutscht und zusammen mit Guttau (links) und Kozuki (rechts) für Offensivpower sorgen soll. Vierter Wechsel bei Stefan: Schifferl darf wieder anstelle von Reinthaler ran!

Christian Jung

Gleich fünf personelle Änderungen nimmt Christian vor: Neben Guttau, Deniz und Bähr rotieren auch Wolfram und Reich in die Startelf. Mal schauen, ob Wolfram nach seinem Jokertor vom Mittwoch diesmal von Beginn an nachlegen kann. U19-Nationalspieler Reich soll auf der rechten Defensivseite durch seine Unbekümmertheit für Akzente sorgen.

Thomas Enn

Thomas schließt sich bezüglich der Aufstellung dem Kollegen Christian an, nimmt aber auch auf der Torhüterposition einen Wechsel vor. Statt Rene Vollath darf diesmal Marco Hiller zwischen den Pfosten stehen.

Marko Weiß

Einen komplett anderen Ansatz wählt Marko bei seiner Aufstellung. Er probiert es im 3-4-1-2 und setzt dabei auf die kopfballstarke Abwehrkette mit Schifferl, Reinthaler und Verlaat. Links gibt Bähr den Schienenspieler, rechts muss Kozuki die Linie rauf und runter. Vor dem 10er David Philipp sollen Patrick Hobsch und Youngster Raphael Ott auf Torejagd gehen.

Eure Meinungen sind gefragt

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt Eurer Wunschelf am nächsten? Oder habt Ihr ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge!

Grafiken: meineaufstellung.de

Sechzig am Wochenende: Herbstmeister U21 startet in die Rückrunde

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Tsv 1860 Sechzig Wochenende Profis U21 Dritte III Vierte IV NLZ U19 U17 Löwinnen Löwen

Insgesamt 17 Spiele weist der Spielplan für die Fußballer*innen des TSV 1860 an diesem Wochenende aus. Während die Amas und die Löwinnen schon am Samstag zu Heimspielen einladen, steht am Sonntag – neben dem Auftritt der Profis von Argirios Giannikis – vor allem das Derby der U17 am roten Campus im Mittelpunkt.

Amas starten in die Rückrunde

Auch dieses Wochenende haben die Löwenfans die Chance, die derzeit so erfolgreichen Amas zu begutachten, da die Profis erst am nächsten Tag antreten. Mit dem Heimspiel (in Gilching) gegen den Aufsteiger und Tabellenvorletzten TSV Grünwald startet das Team von Felix Hirschnagl in die Rückrunde in der Bayernliga Süd.

U19 gegen Regensburg, U17 im Derby

Die U19 empfängt – nach dem offenen Schlagabtausch gegen den Tabellenvorletzten aus Fürth am vergangenen Samstag – dieses Wochenende das Schlusslicht aus Regensburg. Aber Vorsicht: Seinen einzigen Saisonsieg erzielte der Jahn ausgerechnet im Hinspiel gegen Sechzig! An den Campus des Vereins aus der Seitenstraße reist die U17 am Sonntag Vormittag. Die Roten dominieren die Gruppe F der U17-Nachwuchsliga offensichtlich nach Belieben, haben alle zehn Spiele meist überdeutlich (dreimal mit acht Toren Differenz!) gewonnen. Das knappste Resultat gegen den FCB gelang bislang den Junglöwen: Am 2. Oktober unterlag die U17 im Heimspiel am Trainingsgelände knapp mit 3:4.

Alle Löwinnen im Einsatz

Das Löwenwochenende eröffnen die Mädels von der U15 mit ihrem Flutlichtspiel gegen TuS Holzkirchen. Die etwas älteren Junglöwinnnen von der U17 sind am Samstag Mittag gegen den Kirchheimer SC im Einsatz. Einen Doppelheimspieltag absolvieren Löwinnen I und II. Zuerst darf die Zweite gegen die auf den durchaus komplexen Namen hörenden Spielgemeinschaft des TSV München-Ost, des “Team München” und des MSV Bajuwaren ran. Zwei Stunden später dann die ersten Löwinnen gegen den SV Dornach.

Dritte erst am Dienstag, Vierte bei Teutonia

1860 III ist an diesem Wochenende nicht im Einsatz. Das Auswärtsspiel bei der DJK Pasing wird am Dienstag (29.10) um 20 Uhr nachgeholt. Die Vierte fährt am Sonntag kurz vor Mittag zum FC Teutonia an den Olympiapark und möchte die im Oktober mit zwei Siegen erfolgte Stabilisierung (nach dem sieglosen September) natürlich fortsetzen. Wird aber nicht einfach: Der Gegner stellt die stärkste Abwehr der Liga und belegt den zweiten Tabellenplatz.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 25.10.

19.30 Uhr: Löwinnen U15 – TuS Holzkirchen -:-

Samstag, 26.10.

12.00 Uhr: U10 – FC Wacker München U11 -:-
13.30 Uhr: Löwinnen U17 – Kirchheimer SC -:-
14.00 Uhr: Amas – TSV Grünwald -:-
15.00 Uhr: Löwinnen II – SG M-Ost/Team M/MSV Bajuwaren -:-
15.00 Uhr: SV Heimstetten U14 – U13 -:-
17.00 Uhr: U19 – Jahn Regensburg -:-
17.00 Uhr: SV Heimstetten U12 – U11 -:-
17.30 Uhr: Löwinnen I – SV Dornach -:-

Sonntag, 06.10.

09.00 Uhr: U9 – FC Bad Kohlgrub 2 -:-
11.00 Uhr: U13 – FC Ingolstadt -:-
11.00 Uhr: Seitenstraße – U17 -:-
11.30 Uhr: FC Teutonia – Vierte -:-
13.30 Uhr: U14 Greuther Fürth U14 -:-
13.30 Uhr: Energie Cottbus – Profis -:-
14.00 Uhr: TSV Peiting U19 – U16 -:-
16.15 Uhr: U12 – TSV 1860 Rosenheim U13 -:-
14.30 Uhr: U11 – SV Waldperlach -:-

Die U10 nimmt außerdem am Sonntag an einem Leistungsvergleich beim SSV Ulm teil.

Energie Cottbus – TSV 1860: Ergebnistipp Milos Cocic

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Milos Cocic TSV 1860

Zwanzig Pflichtspiele absolvierte Milos Cocic für die 1. Mannschaft des TSV 1860, ehe er zur neuen Saison in die Regionalliga Bayern zum FV Illertissen wechselte. Heute tippt der 21-Jährige für uns die Partie der Löwen beim FC Energie Cottbus.

Überraschender Tipp: Auswärtssieg

Am Sonntag muss die Elf von Argirios Giannikis beim Team der Stunde ran. Der FC Energie Cottbus pflügt als Aufsteiger durch die Liga, liegt derzeit auf Rang 3, hat bereits 26 Treffer erzielt und stellt mit Timmy Thiele den Top-Torschützen der 3. Liga. Der TSV 1860 hingegen hat auswärts bereits zehn Punkte geholt, fährt aber dennoch als Außenseiter in die Lausitz. Für Milos Cocic kein Grund, nicht an einen Auswärtssieg für Münchens große Liebe zu glauben.

“Ich tippe auf ein 2:1 für die Löwen.
Torschützen: Guttau und Kozuki!”

Milos Cocic: Sensationelle Bilanz im Toto Pokal

Zehn Mal stand Milos Cocic in der 3. Liga für die Löwen auf dem Platz, sein einziger Treffer gelang ihm im Mai 2023 beim 2:2 in Zwickau. Im Toto Pokal hingegen blühte der Offensivspieler auf und erzielte in zehn Partien gleich sieben Tore. Gerade in den ersten Runden gegen unterklassige Gegner durfte Cocic des Öfteren von Beginn an ran und konnte sein Können unter Beweis stellen.

Zur Saison 2024/25 wechselte der Deutsch-Serbe, der 2016 vom TSV Milbertshofen an die Grünwalder Straße gekommen war, in die Regionalliga Bayern zum FV Illertissen. Dort avancierte er schnell zum Stammspieler und konnte in seinen ersten 14 Einätzen zwei Mal einnetzen. Natürlich klappts auch in Schwaben im Pokal: In der 2. Runde traf er gegen den TSV Grünwald, im Achtelfinale leistete er gegen den TSV Buchbach einen Assist. Nächster Pokalgegner ist die DJK Vilzing am 12. November. Und wer weiß? Vielleicht kommt es im Toto Pokal ja bald zu einem Wiedersehen mit den Löwen!

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA

Sechzig um Sieben: Diskrepanz in der Spielbewertung

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Sechzig um Sieben: Fuchs wechselt zum BvB II

Sechzig um Sieben, heute mit den Giesinger Gedanken, die sich mit der Diskrepanz in der Spielbewertung gegen Osnabrück beschäftigen und weiteren Themen.

Giesinger Gedanken: Diskrepanz in der Spielbewertung

Die gestrigen “Giesinger Gedanken” stammen von Christian Jung. Sie beschäftigen sich mit dem 2:2 Heimremis der Löwen gegen den VfL Osnabrück am vergangenen Mittwochabend. Und hier beobachtet Christian eine Diskrepanz in der Spielbewertung.

Während innerhalb der sechzger.de-Redaktion in deren WhatsApp-Gruppe die Einen für das Dargebotene Begriffe wie “Angsthasenquerpassfußball”“fehlende Überaschungsmomente”“zu wenige schnelle Einzelaktionen” oder “ratloses Mittelfeldgekurke” finden, sahen Andere am Mittwochabend “zwei schön herausgespielte Tore”“eine sichtbare Entwicklung der Spielkontrolle durch das Kollektiv”“eine sichtbare Spielidee” und “den Willen der Mannschaft, den Ball zu erobern und zu behalten” .

Mehr dazu in den gesamten “Giesinger Gedanken” von Christian Jung, die ihr hier nachlesen könnt.

Fakten, Fakten, Fakten und nicht ganz so viele Emotionen findet Ihr in der TAKTIKTAFEL-Analyse. Die Zahlen sprechen eigentlich eine deutliche Sprache…

Video- und Fotogalerie vom Spiel gegen Osnabrück

Die Löwenfans gaben trotz Regen, Anpfiff abends unter der Woche und einer dürftigen Leistung auf dem Platz am Mittwochabend trotzdem Alles. Bereits vor dem Spiel wurde es stimmungsvoll auf Giesings Höhen. Noch mehr Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Hier geht es zur Fotogalerie vom 2:2 gegen Osnabrück.

 

TSV 1860 – VfL Osnabrück (2:2), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafel Analyse des 2:2 Unentschieden zwischen dem TSV 1860 München und dem VfL Osnabrück am Mittwochabend. Dieses Unentschieden ist für den Gegner ein schmeichelhaftes Ergebnis. Dennoch muss man leider auch in einigen Punkten Kritik an der Mannschaft von Argirios Giannikis üben.

Der TSV 1860 München empfing den VfL Osnabrück im Nieselregen von Giesing am Mittwochabend unter Flutlicht. Am Ende trennten sich die Mannschaften höchst unverdient für den Gast mit 2:2 Unentschieden.

Die Gäste aus Niedersachsen begannen wie erwartet im 4-3-3 offensiv durchaus bemüht und während der Anfangsphase auch aggressiv, jedoch erfolglos im Pressing agierend, und ungenau im Spiel nach vorn.

Unsere Löwen wurden vom Coach im 4-2-3-1 ins Rennen geschickt. Zu Beginn auch druckvoll nach vorn, mit etwas weniger Spielanteilen, im Verlauf des Spiels sich stetig steigernd, schlug sich der TSV am Ende selbst, dominierte jedoch den Gegner streckenweise, konnte sich aber aufgrund zu vieler kleiner, individueller Fehler bzw. falscher Entscheidungen – vor allem im letzten Drittel des Gegners – nicht belohnen. Und das ist das, was wahrscheinlich jeden am meisten ärgert. Die Mannschaft belohnt sich nicht für die Leistung auf dem Platz. Aber der Reihe nach.

Es entwickelte sich in der Anfangsphase ein Spiel, das von den Löwen mit leicht vorgeschobener Pressinglinie, ohne direkt aggressiv anzulaufen über Ballgewinne in der Tiefe oder im Mittelfeld defensiv zunächst leicht abwartend gestaltet wurde und später immer aggressiveres Pressing seitens der Löwen offenbarte. Nach Ballgewinn schnell wieder in die Osnabrücker Hälfte zu kommen, gelang den auch im Gegenpressing engagierten Sechzgern in den meisten Fällen auch relativ gut, sich dort dann für längere Druckphasen festzusetzen, zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Später jedoch umso besser.

All diese Faktoren stabilisierten sich bei den Löwen während der Partie bis auf wenige kurze Phasen, in denen die individuelle Qualität des Zweitligaabsteigers aufblitzte und einige wenige brenzlige Situationen entstehen ließen.

Zweimal ging der TSV 1860 München verdientermaßen in Führung, zweimal ließ man sich die Butter vom Brot nehmen. Osnabrück nutzte eine Konzentrationsschwäche der Abwehr und einen Elfmeter, um auszugleichen.

Am Ende trennen sich der VfL Osnabrück und der TSV 1860 München für die Gäste unverdient mit 2:2. Sehen wir uns die statistischen Werte an.

Statistische Werte TSV 1860 – VfL Osnabrück

  • Ballbesitz: TSV 59% – VfL 41%
  • Passgenauigkeit: TSV 86% – VfL 79%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 62% – VfL 55%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 15/5 – VfL 8/2
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 6,87 – VfL 12,19

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz: TSV 59% – VfL 41%

Abgesehen von der Anfangsviertelstunde liegt die Ballbesitzmehrheit über das gesamte Spiel bei unseren Löwen. Während der zweiten halben Stunde der ersten Halbzeit schraubten die Sechzger ihre Spielanteile auf über zwei Drittel hinauf. Bis zur 60. Minute etwa hielt diese Balldominanz an. Ein Indikator für bei viel Ballbesitz verschlepptes Spiel sind immer die Rück- und Querpässe, die innerhalb der eigenen Defensive gespielt werden. Sowie natürlich der Index Spieltempo (Passfrequenz pro Minute eigenem Ballbesitzes).

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Effektivität des Ballbesitzes: War der Ballbesitz also ineffektiv oder wurde häufig erfolgreich das letzte Drittel des Gegners erreicht? Der Anteil der Rückpässe innerhalb der eigenen Defensive inkl. defensives Mittelfeld beträgt 9%, die Querpässe in diesen Mannschaftsteilen haben allerdings einen Anteil von 20% am Gesamtvolumen der Pässe.

Halten wir also zunächst ohne Wertung fest: sehr wenige Rückpässe, leicht überdurchschnittlich viele Querpässe im Verhältnis zur Gesamtanzahl der gespielten Pässe.

Ein weiterer Indikator, der hier wichtig ist, ist die Anzahl der bis ins letzte Drittel durchgebrachten Angriffe im Vergleich zum Gegner und natürlich auch in Abhängigkeit vom Ballbesitz. Im Vergleich zum Gegner konnten die Löwen 57% mehr Angriffe im gegnerischen letzten Drittel beenden. In Abhängigkeit vom Ballbesitz waren das 0,59 Angriffe pro Minute eigenen Ballbesitzes, die im gegnerischen Drittel endeten. Runden wir auf 0,6 auf. Das bedeutet, dass die Löwen wenn sie fünf Minuten in Ballbesitz waren, drei Mal im gegnerischen letzten Drittel aufgetaucht sind. Die Bewertung hier sollte klar sein.

Osnabrücks Wert hier liegt bei 0,52. Der Gegner brauchte also etwas eine Minute länger am Ball, um die gleiche Anzahl Angriffe zu erreichen.

Was können wir nun aus dieser Masse an Einzeldaten kombinieren? Das Spiel bis ins letzte Drittel funktionierte im Positionsspiel deutlich besser als beim Gegner. Die Häufigkeit, mit der die Sechzger im gegnerischen Drittel auftauchen, ist mit 0,59 Angriffe pro Minute oder rund sechs Angriffen alle zehn Minuten eigenen Ballbesitzes auf einem durchaus hohen Niveau.

Zu den Abschlüssen der Angriffe kommen wir weiter unten.

Kümmern wir uns zunächst um die oft stark mit dem Ballbesitz zusammenhängende Passgenauigkeit.

Passgenauigkeit (86%:79%)

Die Anteile der Rück- und Querpässe innerhalb der eigenen Defensivabteilung haben wir nun schon eine Kategorie weiter oben abhandeln müssen. Werfen wir noch einmal ein kurzer Blick zurück.

„Der Anteil der Rückpässe innerhalb der eigenen defensive incl. Defensives Mittelfeld beträgt 9%, die Querpässe in diesen Mannschaftsteilen haben allerdings einen Anteil von 20% am Gesamtvolumen der Pässe.“

Warum tun wir das? Sehr einfach: Jeder erfolgreiche Rückpass innerhalb der Defensive erfordert einen mehr oder weniger gering riskanten Vorwärtspass. Diese Vorwärtspässe rechne ich als ebenso unproduktiv wie Rückpässe innerhalb der Defensivabteilung, von daher wird diese Anzahl an Vorwärtspässen in den folgenden Rechnungen zur Genauigkeit nicht berücksichtigt.

Sicherheitspassbereinigt beträgt die Passgenauigkeit der Löwen insgesamt immer noch 80% – ein Top-Wert!

Der Gegner kommt bei der gleichen Berechnung auf eine Passgenauigkeit von 75%. Das ist Durchschnitt.

Richtet man den Blick auf einzelne Passkategorien, die in der offensiven Progression wichtig sind, wie die Pässe ins letzte Drittel, die Pässe für großen Raumgewinn, wobei nicht nur lange Bälle gemeint sind, sondern alle Pässe, die je nach Zone, in der sie gespielt werden, für einen die Entfernung des Balles zur Torauslinie in einem bestimmten Verhältnis verkleinern. Das ist eine sehr komplizierte Erklärung. Beispielhaft gesprochen ist im gegnerischen Strafraum ein Pass, der einen Raumgewinn von drei Metern bedeutet, gemeint, in der eigenen Spielfeldhälfte sollten bis zur Mittellinie mindestens zwanzig Meter am Stück, besser mehr, überbrückt werden, damit man statistisch von großem Raumgewinn sprechen kann. Und auch die Flanken müssen heute hier eine Rolle spielen.

Beginnen wir mit dem Spiel ins letzte Drittel. Wie oben schon besprochen, schafften es unsere Löwen, sich eine durchaus hohe Frequenz von Ballbesitzphasen im letzten Drittel zu erspielen. Die Passgenauigkeit in dieses letzte Drittel erreicht bei den Löwen 83%. Das ist der Saisontopwert. Auch die Anzahl der erfolgreich dorthin gespielten Pässe ist die höchste bisher in dieser Spielzeit.

Die Pässe für großen Raumgewinn erreichen sogar eine um 3% bessere Genauigkeit. Das ebenfalls bei einer Steigerung der insgesamt gespielten Pässe in dieser Kategorie.

Rund 11% aller Pässe, die der TSV 1860 München gespielt hat, waren lange Bälle. Diese mit einer Genauigkeit von 74% (ebenfalls ein Saisontopwert) gespielten Pässe drücken die Gesamtperformance im Passspiel nach vorne ein wenig.

Alle Vorwärtspässe zusammengerechnet, die unsere Löwen gespielt haben, erreichen sicherheitspassbereinigt nun eine Genauigkeit von 78%. Die Einordnung dieses Wertes überlasse ich auch hier wieder dem Leser.

Defensive Zweikampfquote (62%:55%)

Mit einer guten Quote von 62 Prozent ist noch nicht viel über die Defensivarbeit ausgesagt. Wichtig ist immer auch die Zweikampffrequenz. Im Vergleich mit dem Spiel in der Vorstadt am Sonntag hat sich die Mannschaft des TSV 1860 München deutlich gesteigert. Der Wert, der gegen Haching noch bei unterirdischen 0,7 lag, kletterte auf rund 1,3 nach oben. Eine Steigerung von ca. 85%!

Diese Giftigkeit gegen den Ball diesmal bitte unbedingt konservieren.

Dass trotzdem Fehler in der Zweikampfführung passieren, liegt in der Natur des Sports.

Dem VfL Osnabrück sind davon deutlich mehr unterlaufen als unseren Löwen, leider am Ende ohne Nutzen für den TSV 1860 München.

Schüsse/aufs Tor (15/5:8/2)

Womit wir bei den Schüssen und der Schussgenauigkeit angekommen wären. In 96 Minuten Spielzeit und während 57 Minuten eigenen Ballbesitzes erspielten sich die Löwen 15 Schüsse. Das ergibt alle 3,9 Minuten eigenen Ballbesitzes bzw. alle 6,4 Minuten der Gesamtspielzeit einen Schuss des TSV 1860 München.

Die Osnabrücker brauchten pro Schuss den Ball rund 4,8 Minuten in den eigenen Reihen bzw. 12 Minuten der Gesamtspielzeit, um selbst einen Schuss abzufeuern.

Kommen wir nun zur Schussgenauigkeit und zur Schussqualität. 33% Schussgenauigkeit stehen für die Löwen zu Buche. Dem gegenüber verzeichnen wir 25% bei den Osnabrückern. Einer der beiden Schüsse aufs Löwentor war ein Elfmeter. Den müsste man theoretisch aus der folgenden Rechnung eliminieren, wenn man die Torgefahr der beiden Teams aus dem Spiel heraus ermitteln möchte.

Der xG Wert pro Schuss ist immer ein guter Indikator, was die Chancenqualität zweier Teams im Vergleich betrifft. Die Gäste haben mit 0,15 den Löwen gegenüber hier die Nase vorn. Wohlgemerkt für den Fall, dass man den Elfmeter, der ja in diesem Fall definitiv keine selbst kreierte Chance ist, mitrechnet. Lässt man den außen vor, sinkt die Chancenqualität bei Osnabrück auf 0,06 pro Schuss.

Sucht man einzelne qualitativ gute bis hochwertige Chancen (xG über 0,15) bei Osnabrück, findet man lediglich den Elfmeter und einen Versuch von Zwarts.

Die Sechzger erreichen einen xG Wert pro Schuss von 0,1. Aber die Anzahl der einzelnen qualitativ hochwertigen Chancen aus dem Spiel heraus ist mit vier Schüssen, die alle im Einzelwert knapp 25% Einschlagchance haben, beim TSV 1860 München deutlich besser. Zwei dieser Chancen landeten im Netz der Osnabrücker.

Dass der Schuss von Hobsch (71.) geblockt wird und andere gute Schüsse den Kasten um Haaresbreite verfehlen, möchte ich nicht zu hoch bewerten. Mit drei gut gehaltenen Schüssen hat sich auch der neue Osnabrücker Schlussmann Jonsson beim Einstand zu unserem Leidwesen auszeichnen können.

PPDA (6,87:12,19)

What you see is what you get. Nun ja, nicht ganz. In den ersten 30 Minuten mussten sich die Löwen noch etwas orientieren, wie Osnabrück die Angriffe auslösen möchte. Kaum war das entschlüsselt, sprang die indirekt proportional zu lesende Pressingintensität, die für die erste halbe Stunde bei den Sechzgern einen Durchschnittswert von 12,11 erreichte, für den Rest des Spiels ohne grobe Schwankungen, also ohne Nachlassen der Intensität, auf einen Topdurchschittswert von 4,62 mit einem Minimum bei 3,3 und Maximum bei 6,8.

Bei Osnabrück sieht das insgesamt etwas passiver aus. Bis auf die Anfangsviertelstunde und etwa 15 Minuten Mitte der zweiten Halbzeit, waren die Gäste in einem eher abwartenden Modus, wenn der TSV seine Positionsangriffe abspulte.

Die Tore

Vier Tore beim 2:2 Unentschieden der Löwen. Hier die Highlights.

Sehen wir uns aber die Entstehung des ersten Gegentreffers durch den Ex-Löwen Joel Zwarts einmal genauer an.

Ohne größere Gegenwehr zirkuliert das Spielgerät nach Eroberung eines zweiten Balles von der rechten Seite der Osnabrücker auf die linke. Innerhalb des letzten Drittels der Löwen darf der VfL in dieser Situation einfach mal machen. Die komplette Mannschaft des TSV 1860 München schaut mehr oder weniger andächtig dabei zu, wie das Leder das Geläuf des Sechzgerstadions in der Eigenbewegung – unterstützt durch einen Spieler der Gäste – in der horizontalen Ebene überquert.

Am Ende bekommt Simakala links auf Höhe des Sechzehners den Ball und schlägt eine hohe Flanke in den Fünfmeterraum. Zwarts entkommt in Reinthalers Rücken und kann in der Folge nahezu unbedrängt zum Kopfball hochsteigen. Vollath kann auf der Linie nicht mehr reagieren.

Keiner der Spieler, die sich hier nicht an der Abwehrarbeit beteiligt haben, ist unschuldig am Gegentreffer. Ich denke, am Ende haben Reinthaler und Vollath noch am wenigsten Schuld nach einem Angriff, bei dem die Gäste ohne Gegenwehr agieren könnten. Dass in dieser Situation, so kurz nach der eigenen Führung trotz mehrerer Möglichkeiten, den Angriff zu stören, angefangen bei Jacobsen, dessen Passivität ich wegen der Gelb-Vorbelastung noch am ehesten verstehe, über die komplette Breite des Platzes quasi an den Gegenspielern vorbei getrabt werden durfte, bevor sich Simakala entschloss, die Kugel scharf zu machen und ungestört Zwarts Kopf anvisierte, ist unverständlich. Was geht da in den Köpfen der Spieler vor?

Das fiel auf

Wie gewonnen so zerronnen, ist der Slogan der zum Spiel TSV 1860 München – VfL Osnabrück wie die Faust aufs Auge passt.

In vielen Phasen haben die Löwen klar den Fuß auf dem Pedal, was Spielkontrolle und Spieltempo betrifft. Leider belohnen sie sich aber nicht in ausreichender Form für das gute Spiel.

Ich werde auch heute keinen Spieler einzeln herausheben, obwohl sich einige durchaus ein großes Lob verdient hätten. Die Passivität vor dem ersten Gegentreffer kostet mindestens einem Kandidaten für ein Sonderlob eben dieses.

Fazit

Die Mannschaft verbessert sich stetig weiter. Ja, zwei Gegentreffer sind blöd, sie sind mehr als blöd und ärgerlich, dass man vor Wut im Boden versinken möchte, weil es nicht gelingt, dass sich die Mannschaft für ihre harte, gute Arbeit belohnt.

Der Weg stimmt, das Glück und die großen Erfolge bleiben leider noch aus.

Trotzdem sind die Löwen nur sehr knapp an einem Sieg gegen den Zweiligaabsteiger Osnabrück vorbeigeschrammt, der deutlich mehr Potenzial aufweist, als es der derzeitige Tabellenplatz vermuten lässt.

Die Gründe für dieses Ergebnis sind zwar alle auf dem Platz zu finden – und die meisten habe ich auch schon erläutert – jedoch trugen nicht alle spielentscheidenden Akteure auf dem Platz ein Trikot in den ein oder anderen Vereinsfarben, gell Herr Oldhafer… Wir kennen uns ja schon aus anderen Taktiktafelanalysen und seltsamerweise sind, wenn Sie Pfeifen, immer deutliche Unterschiede bei der Situationsbewertung auszumachen. Sei es die gelb-rote Karte für Steinhart damals in Rostock oder andere merkwürdige Bewertungen von gleichwertigen Szenen, die in meinen Augen auffällig zu oft zu Ungunsten der Sechzger ausfielen.

Sei’s drum. Wenn sich wirklich all das irgendwann ausgleicht, wie es immer heißt, ist ja alles gut. Darauf wetten würde ich nicht.

Worauf ich aber wette ist, dass die Mannschaft des TSV 1860 München in der Liga noch eine tragende Rolle spielen kann, wenn die Verbesserungen endlich auch im Ergebnis erkennbar werden. Dass das passiert, ist lediglich eine Frage der Zeit. Der Knoten platze eher früher als später.

Man merkt, dass das Potential dieser Mannschaft explodieren will. Noch steckt der Korken im Flaschenhals, aber der Druck steigt und früher oder später sprengt diese Mannschaft die sich selbst auferlegten Fesseln und wird viele ihrer Kritiker mundtot machen.

Wieder nur ein 2:2 – Löwen mit Remis gegen Osnabrück

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Wieder nur ein 2:2 - Löwen mit Remis gegen Osabrück
Wieder nur ein 2:2 - Löwen mit Remis gegen Osabrück

Die Stimmung vor dem Spiel war gut im Grünwalder Stadion, das trotz Nieselregen und zehn Grad ausverkauft war beim Flutlicht-Duell des TSV 1860 München gegen den VfL Osnabrück. Beim Wiedersehen mit David Richter, der aber nur auf der Gästebank saß und Joel Zwarts, der einmal für die Niedersachen traf, kamen die Münchner am Ende zu einem 2:2-Remis gegen Osnabrück.

Guter Start der Gäste

Mit Reinthaler, Frey, Schröter und Philipp für Schifferl, Guttau, Wolfram und den gesperrten Deniz gingen die Löwen ins Spiel, taten sich aber zu Beginn schwer. Was auch daran lag, dass die Gäste gut ins Spiel kamen. Zwingende Möglichkeiten blieben aber auf beiden Seiten Mangelware. Philipp und Zwarts gaben je einen Fernschuss ab, blieben aber erfolglos. Als sich die 15.000 Zuschauer bereits mit dem torlosen Remis zur Pause abgefunden hatten, fielen die ersten Tore.

Hobsch trifft – Zwarts gleicht aus

Vier Minuten vor der Pause brach der gefällige Schröter auf dem rechten Flügel durch und schlug den Ball scharf in die Box, wo Hobsch zum 1:0 verwandelte. Aber wie schon in Unterhaching fiel der Ausgleich postwendend. Osnabrück flankte von links, Vollath klebte beim auf der Linie, Reinthaler kam nicht in den Zweikampf und Zwarts traf per Kopfballaufsetzer zum 1:1. In einer hektischen Schlussphase hätten die Löwen noch einen Handelfmeter zugesprochen bekommen müssen, wie auch Babak Rafati auf seiner Analyse bei Liga3-online.de bestätigte. Aber Schiedsrichter Oldhafer hatte – vermutlich als einziger im Stadion – ein Stürmerfoul von Hobsch gesehen.

Sechzig gewinnt die Oberhand

Im zweiten Durchgang hatten die Hausherren mehr vom Spiel und kamen auch zu Möglichkeiten. Philipp scheiterte knapp und so dauerte es bis zur Schlussphase, ehe die Löwen erneut in Führung gingen. Wolfram marschierte auf dem linken Flügel, sein Gegenspieler fiel einfach um und Wolfram vollstreckte ins lange Eck. Ärgerlich, dass die nächste Fehlentscheidung wieder postwendend zum Ausgleich führte. Nach einem Zweikampf von Kozuki, der den Ball im eigenen Strafraum spielte, gab es Strafstoß für Osnabrück und Simakala verwandelte.

Schubert mit Chancen

Der eingewechselte Schubert hatte noch zwei Möglichkeiten zum Siegtreffer, er scheiterte aber im Abschluss, sodass es beim 2:2-Unentschieden blieb. Eigentlich zu wenig, da die Löwen mehr vom Spiel hatten und sich gegenüber der Partie in Unterhaching verbessert gezeigt hatten. Aber fehlende Effizienz im Abschluss und ein wieder einmal überforderter Schiedsrichter Oldhafer, verhinderten den zweiten Heimsieg in dieser Saison. Die Heimbilanz fällt mit vier Punkten aus sechs Spielen damit weiterhin äußerst mäßig aus. In den Giesinger Gedanken findet ihr Christians Analyse der Partie am Mittwochabend.

Giannikis ärgert sich

“Wenn Du zwei Mal führst und innerhalb von einer Minute dann das Gegentor bekommst, ist das richtig ärgerlich”, resümierte Löwen-Coach Giannikis nach dem Schlusspfiff. Die nächste Chance es punktemäßig besser zu machen haben die Löwen nun am Sonntag um 13:30 Uhr beim Auswärtsspiel in Cottbus.

Giesinger Gedanken: Diskrepanz in der Spielbewertung

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Einer Tatsache kannst du dir als Löwenfan gewiss sein: Es wird niemals langweilig mit deinem Lieblingsverein. Münchens Große Liebe hält immer wieder Überaschungen für dich bereit – mal positive, häufig leider auch sehr negative. Und immer wieder erlebst du etwas Neues mit dem TSV 1860. Diesmal ist das – für mich – die wirklich eklatant unterschiedliche Bewertung der Leistung der Mannschaft von Argirios Giannikis beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück gestern Abend auf Giesings Höhen. Am Ende stand ein 2:2. Ob das Resultat nun leistungsgerecht oder eher unglücklich war? Schon darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Und an so riesige Abweichungen in der eigentlichen Spielbewertung kann ich mich ehrlicherweise gar nicht erinnern! Ob noch vor Ort im Stadion, beim Bier nach dem Spiel an der Tanke (und leider nicht am Grünspitz) oder später in den Sozialen Medien. Die Interpretation des gestern Abend Gezeigten ist extrem unterschiedlich.

Spielbewertung in der sechzger.de-Ratschgruppe

Beispielhaft sehe ich da unsere sechzger.de-Redaktion. Sehr kontrovers, aber – anders als an manch anderer Stelle – jederzeit sachlich, respektvoll und konstruktiv wurde in der internen Whats-App-Ratschgruppe heute Früh die Leistung vom Mittwoch Abend und das Gesamtbild, das die Löwen in diesen Tagen auf dem Rasen abgeben, diskutiert. Dabei ging es übrigens – auch das ist für diesen Verein überaschend – ausschließlich um den Fußballsport und das Geschehen auf dem Rasen. Und kein bisschen um Vereinspolitik, Gesellschafterkonflikte etc. Diese Themen werden ja auch gerne mal zur Analyse des großen Ganzen herangezogen, wenn es doch eigentlich nur um die Spielbewertung der vergangenen neunzig Fußballminuten geht.

Ein paar O-Töne aus der Diskussion der Redaktion

Wo stehen die kontroversen Lager? Die einen beklagen “Angsthasenquerpassfußball”, “fehlende Überaschungsmomente”, “zu wenige schnelle Einzelaktionen” oder “ratloses Mittelfeldgekurke”. Die anderen haben gestern “zwei schön herausgespielte Tore”, “eine sichtbare Entwicklung der Spielkontrolle durch das Kollektiv”, “eine sichtbare Spielidee” und “den Willen der Mannschaft, den Ball zu erobern und zu behalten” gesehen. Wird da wirklich über ein- und dasselbe Spiel gesprochen?

Ein Punkt gegen den Letzten – zu wenig!

Und wer hat nun Recht? Geht man davon aus, dass Fußball ein Ergebnissport ist und letztlich nur die Punkte zählen, die am Ende eines Spiels auf der Habenseite sind, dann haben die Löwen gestern Abend gegen den Tabellenletzten im sechsten Heimspiel der Saison erst den vierten Punkt geholt. Obwohl – Dank des Torverhältnisses – die Rote Laterne in der Heimtabelle nach Hannover weitergereicht wurde, ist das natürlich viel zu wenig! Auch mit ganz niedrigen Ansprüchen. Und mit dieser legitimen Perspektive fällt es wahrscheinlich auch sehr schwer, dem Gezeigten etwas Positives abzugewinnen.

Geduld beim Aufbau einer Spielidee?

Wenn man sich jedoch wünscht, dass hier in Ruhe – zugegebenermaßen: In Giesing völlig undenkbar! – etwas aufgebaut und entwickelt wird, ein Spielsystem, das dann im Laufe dieser Saison auch vollständig funktionert, sodass am Ende dieser Saison ein gesicherter Mittelfeldplatz und idealerweise die Qualifikation für den DFB-Pokal (über den Totopokal) steht und dass dann in der Saison 2025/26 mit einer eingespielten, nur dezent und punktuell verstärkten Mannschaft die Rückkehr in die 2. Liga anvisiert wird, dann war das gestern Abend ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung. Ohne eine Garantie, dass diese Richtung auch gehalten werden kann.

Die Zukunft wird Antworten geben

Fazit: Wer in seiner Spielbewertung letztlich Recht hat, lässt sich im Moment noch gar nicht bestimmen. Die kommenden Wochen (oder gar Monate) könnten helfen, die Frage zu beantworten. Schon in drei Tagen steht mit der Partie bei Energie Cottbus die nächste Bewährungsprobe für die Löwen auf dem Spielplan. Dann geht’s zum Tabellenführer nach Sandhausen und vor der nächsten Englischen Woche – in der das Totopokal-Viertelfinale gegen Haching ausgetragen wird – kommt Waldhof Mannheim, nach dem Wechsel auf Trainerbank zuletzt sehr erfolgreich, nach Giesing. Alles keine Laufkundschaft…

Kritik an der Defensive – und am Auftreten Vollaths

Einig ist man sich in unserer Redaktion übrigens auch in einigen Punkten: Zum Beispiel in der Bewertung der Defensivarbeit des Teams: In den letzten beiden Spielen wurde viermal (!) eine Löwenführung vom Gegner postwendend ausgeglichen. Dreimal innerhalb weniger Minuten. Die 1:0-Führung in der Vorstadt hielt auch nur 15 Spielminuten und die Dauer der Halbzeitpause. Das deutet auf eklatante – meist individuelle – Konzentrationsschwächen hin, die umgehend abgestellt werden müssen, will sich das Team nicht immer wieder um den Lohn der eigenen Arbeit, teilweise schön herausgespielte Treffer, bringen.

Hadern mit den Schiris?

Und zur Wahrheit der ersten zwei Drittel der aktuellen Englischen Woche gehört leider auch – und das fällt speziell mir besonders schwer zu schreiben, weil das Gejammer über Benachteiligungen durch die Schiris gar nicht mein Ding ist – dass sowohl in Haching, als auch gestern jeweils äußerst zweifelhafte Elfmeterentscheidungen gegen uns getroffen wurden. Ob das unsportliche Verhalten von Rene Vollath vor der Ausführung dieser Strafstöße angebracht ist – darüber gibt es in der Redaktion übrigens ebenfalls keine zwei Meinungen. Das sollte er zukünftig unterlassen!

Diskussion gegen den Frust

Am Ende der Diskussion um die Spielbewertung in der sechzger.de-Redaktion finden die vorher noch in einer heissen Debatte verstrickten Protagonisten dann natürlich wieder zusammen und einen Konsens. Beispielhaft steht das Statements eines Teilnehmers, der meint: “DANKE! Es war gut, dass wir diese Diskussion hier geführt haben. Schon gehts mir besser und ich bin nicht mehr so frustriert wie gestern.”

Video- & Fotogalerie zu TSV 1860 – VfL Osnabrück

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Titelbild Tsv 1860 Vfl Osnabrück fotogalerie

History repeating! Wieder zweimal geführt und nur 2:2 gespielt. Erneut ein zweifelhafter Elfer gegen Sechzig und einen etwas deutlicheren für die Löwen nicht bekommen. In der Tabelle tritt Münchens große Liebe etwas auf der Stelle, auch wenn der Auftritt gestern insgesamt doch ansehnlicher war als der in Unterhaching. Wir präsentieren Euch in unseren Video- und Fotogalerie die schönsten Impressionen vom Heimspiel des TSV 1860 gegen den VfL Osnabrück.

Video aus dem Grünwalder Stadion

Bereits vor dem Spiel wurde es stimmungsvoll auf Giesings Höhen. Noch mehr Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Fotogalerie zu TSV 1860 – VfL Osnabrück

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Sechzig um Sieben: Enttäuschendes Remis im Flutlicht

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Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer
Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer

Bei Sechzig um Sieben präsentieren wir an diesem Donnerstagmorgen die wichtigsten Nachrichten rund um den TSV 1860 auf einen Blick. Heute im Fokus: Das gestrige Duell gegen den VfL Osnabrück und ein Rückblick auf ein vergangenes Spiel der Löwen.

Remis im Flutlicht

Mittwochabend empfingen die Löwen mit leichten Nieselregen und im Flutlicht den bis dahin Tabellenletzten und Zweitliga-Absteiger Osnabrück. Erst in der 41. Minute konnten die Sechzger dank eines Treffers von Neuzugang Patrick Hobsch jubeln. Zwei Minuten späte war es aber der Ex-Löwe Joel Zwarts, der den Ausgleich für Osnabrück erzielte.

Auch nach Seitenwechsel blieb die Stimmung auf dem Platz eher lauwarm. Den Löwen fehlte es oft an Ideen in der Offensive. Eine Chance nutzen die Sechzger aber: In der 75. Minute hat Maximilian Wolfram freie Bahn und schießt. 2:1 für die Löwen, wenn auch nicht lange. Wieder einmal bleibt es aber nicht lange bei einer Führung. Kozuki mäht einen Osnabrücker Spieler keine zwei Minuten später um, es gibt einen Foulelfmeter für die Gäste. Auch wenn sich die Mannschaft des TSV bemühte doch noch einen Dreier zu holen, fehlte es an der Chancenverwertung. Die letzte Aktion im Spiel, ein gescheiterter Fallrückzieher von Schubert, brachte leider auch nicht die Führung. Ein Punkt für die Löwen zu Beginn der Englischen Woche. Am Sonntag erwartet die Mannschaft dann Energie Cottbus.

Doppelpack von Winkler

Unser Redakteur Stefan Kranzberg schaute gestern auf ein legendäres Spiel des TSV 1860 gegen die Fortuna Köln. Eine Saison vor dem Aufstieg erkämpften sich die Löwen dank eines Doppelpacks von Bernhard Winkler einen wichtigen Dreier. Eine genauere Ausführung findet ihr hier.

Liveticker: TSV 1860 München – VfL Osnabrück (11.Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker am 11.Spieltag der Saison 2024/25 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem VfL Osnabrück!

Ein Unentschieden gab es bei der Spielvereinigung Unterhaching, nur wenige Tage später sind die Löwen schon wieder gefordert. Im Rahmen einer Englischen Woche empfängt der TSV 1860 München am heutigen Mittwoch den VfL Osnabrück im Grünwalder Stadion. Unter Flutlicht möchte die Mannschaft von Argirios Giannikis ihre bislang enttäuschende Heimbilanz aufpolieren. Gegen den Tabellenletzten und auswärts noch sieglosen VfL Osnabrück sollte dies gelingen – doch Achtung: jede Serie endet irgendwann einmal… Wer siegt am Mittwochabend – weiß-blau oder lila-weiß?

0 0 Spielstand Heimspiel TSV 1860 München Liveticker Sechzger.de

Aufstellung:
Vollath – Danhof, Verlaat (C), Reinthaler, Kwadwo – Frey, Jacobsen – Schröter, Philipp, Kozuki – Hobsch

Bank:
Hiller (TW), Guttau, Schubert, Kloss, Reich, Schifferl, Dulic, Ott, Wolfram

Tore:

Die Personalsituation

Es fehlen:
Deniz (Gelbsperre)

Ausfälle beim VfL Osnabrück:
Berger, Kubatta, Oehmichen (alle verletzt), Bohdanov (Rotsperre)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Mit Tunay Deniz setzt der erste Löwe in dieser Saison wegen Gelbsperre aus. Thore Jacobsen hat außerdem bereits drei Mal die Gelbe Karte gesehen. Raphael Schifferl, Patrick Hobsch, Soichiro Kozuki und David Philipp wurden bislang zwei Mal verwarnt.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – VfL Osnabrück außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Grünwalder Stadion ist noch nicht ganz ausverkauft. Die Tageskassen am Stadion öffnen daher. Über den offiziellen Zweitmarkt können Mitglieder zudem bis kurz vor Anpfiff noch Karten in den Heimblöcken kaufen.

Das Match wird nicht im Free-TV übertragen. Allerdings ist MagentaSport natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de