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Schifferl für zwei Spiele gesperrt – ein Blick auf die Alternativen

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24 Schifferl Raphael

Es war der große Wendepunkt im Spiel des TSV 1860 München gegen die Zweitvertretung von Hannover 96: die rote Karte für Raphael Schifferl in der 70. Minute. Danach bekamen die bisher offensiv weitgehend ungefährlichen 96er die zweite Luft und setzten die Löwen gehörig unter Druck. Gestern wurde Schifferl nun für zwei Spiele gesperrt.

DFB sperrt Schifferl für zwei Spiele

Nach der Notbremse, die Schifferl nach einem Abstimmungsproblem mit Torhüter Rene Vollath ziehen musste, sprach das DFB-Sportgericht eine Sperre von zwei Spielen aus. Damit hatte Trainer Argirios Giannikis in der Löwenrunde vor dem kommenden Spiel bei Borussia Dortmund II (Samstag 14:00h im sechzger.de Liveticker) schon gerechnet. Wenig überraschend stimmte 1860 dem Urteil bereits zu. “Ausgerechnet jetzt”, schießt es einem als Löwenfans da durch den Kopf, wo es scheint, dass Giannikis mit den zwei Siegen in Folge und einem Hauch von Aufwärtstrend seine Stammelf gefunden zu haben scheint. Aber den Löwenfans muss nicht bange werden. 1860 hat einige Alternativen im Kader, die sicher darauf brennen werden, ihre Chance im Stadion Rote Erde zu bekommen und zu nutzen.

Der Nachwuchsspieler: Sean Dulic

Eine Überraschung wäre sicher der erste Startelf-Einsatz von Sean Dulic. Der 19-jährige Innenverteidiger mit bosnischen Wurzeln kickt seit 2021 im NLZ der Löwen. Vorher schnürte er beim Sendlinger Traditionsverein FC Wacker die Schuhe. Dulic saß bei den Profis beim Spiel gegen Viktoria Köln auf der Bank, ansonsten kam er zwei Mal im Toto-Pokal zum Einsatz. In der U21 gehört Dulic zum Stammpersonal und stand in sieben Spielen über 90 Minuten auf dem Feld. Da Dulic diese Woche krankheitsbedingt nicht am Training teilnehmen konnte, scheint ein Einsatz unwahrscheinlich.

Der Youngster: Tim Kloss

Tim Kloss steht seit letzter Saison im Kader der Profis und ist ein Sechser, der aber auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann. Das stellte er letzte Saison im Spiel gegen Saarbrücken eindrucksvoll unter Beweis, als er zur Halbzeit kam und nach einer roten Karte gegen Leroy Kwadwo dessen Position in der Innenverteidigung übernahm. Kloss gelang sogar in der 85. Minute der Ausgleichstreffer zum 1:1. Diese Saison kam der 20-Jährige auf drei Einsätze in der Startelf im defensiven Mittelfeld. Auch seinen Einsatz auf der Innenverteidigerposition halten wir für eher unwahrscheinlich.

Der Allrounder: Leroy Kwadwo

Leroy Kwadwo war über weite Strecken der letzten Saison Stammkraft in der Abwehr des TSV 1860. Er kann dabei sowohl als Innenverteidiger als auch als linker Vertediger eingesetzt werden. Kwadwo zählte zu Saisonbeginn zur Stammelf und kam als linker Verteidiger zum Einsatz. Nach seiner eher dürfrtigen Leistung im Spiel gegen Dresden verlor er seinen Stammplatz an Florian Bähr, der seine Sache bisher gut machte und vor Allem dank seiner weiten Einwürfe auch im Offensivspiel der Löwen gewisse Akzente setzen konnte. Kwadwo stellte jedoch seine Fährigkeiten als Innenverteidiger schon unter Beweis ist sicher eine Alternative für Schifferl.

Der Favorit: Max Reinthaler

Der Italiener aus Südtirol kam letzte Saison in der Winterpause vom SV Wehen nach Giesing. Reinthaler zeigte in seinen ersten Spielen ansprechende Leistungen, zog sich aber im März eine Verletzung zu und fiel über weite Teile der Rückrunde aus. Durch den Transfer von Raphael Schifferl rückte er ins zweite Glied und wurde in der dritten Liga bisher “nur” drei Mal eingewechselt. In der Startelf stand er lediglich im Spiel gegen Viktoria Köln. Reinthaler ist sicherlich Favorit auf den vakanten Platz in der Innenverteidigung und wird darauf brennen, sein Können zu zeigen, um wieder dauerhaft einen Stammplatz in der Innenverteidigung zu ergattern.

 

 

 

TSV 1860 – Hannover II, (1:0) die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Heimsiegs (endlich!) unseres TSV 1860 München gegen Hannover 96 II. Der verdiente, mutig erkämpfte Sieg ließ die Löwen auf Tabellenplatz 10 klettern.

Der TSV 1860 München schlug Hannover II am Mittwoch Abend unter Flutlicht auf Giesings Höhen verdient mit 1:0. Lange dominierten die Löwen das Geschehen auf dem Platz, am Ende sorgte mutiger Kampf und Einsatz für die zweite weiße Weste in Folge und drei wichtige Punkte.

Hannover 96

Die im 4-2-3-1 von Trainer Stendel ins Spiel geschickten Hannoveraner setzten wie erwartet auf eine hohe und aktive Pressinglinie, die den Aufbau der Löwen unterbinden sollte. Das gelang den Jungprofis aus Niedersachsen zwar teilweise, aber am Ende doch nicht so, wie es vermutlich geplant war.

Im letzten Drittel der Löwen verschoben die variablen Hannoveraner sowohl über den ballfernen Flügel als auch aus dem Zentrum nach vorne, sodass bis zu vier Offensivspieler asymmetrisch auf der vordersten Linie zu finden waren. Allerdings verpufften deren Offensivbemühungen in der ersten Halbzeit nahezu komplett. Außer zwei Schüssen von jenseits der Strafraumgrenze trugen die Angriffe der Gäste keine Früchte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde das noch deutlicher und nun nicht nur im Schussverhältnis, sondern auch beim Ballbesitz sichtbar. Dann kam der Bruch im Spiel mit zunächst einer extrem gefährlichen Konterchance für die Gäste und der kurz darauf folgenden unnötigen roten Karte für Schifferl, ebenfalls während eines Gegenstoßmoments für Hannover.

Zum Ende der Partie hin wurden die Gäste dann mit der numerischen Überzahl, der jugendlichen Leidenschaft einer Nachwuchsmannschaft und dem Mut der Verzweiflung im Rücken sehr drückend und immer wieder gefährlich. Am Ende nutzte es den Gästen nichts.

TSV 1860

Die Löwen spielten im 4-2-3-1 mit Verschiebungen nach vorne, die hauptsächlich aus dem Zentrum und von der rechten Seite kamen. Selbst pressten die Löwen vor allem in der ersten Halbzeit kaum, allerdings agierten die Sechzger im Gegenpressing nach Ballverlusten überall auf dem Feld extrem aktiv. Das änderte sich zu Beginn der zweiten Hälfte zeitweise, riss aber nach dem Platzverweis wieder ab.

Der TSV 1860 nutzte jedenfalls das hohe Pressing von Hannover II bzw. deren Plan, hoch und aggressiv zu pressen, zu seinem eigenen Vorteil, indem man nach tiefem Ballgewinn die Muster im Aufbau zwischen langen Bällen über den Torwart und Positionsspiel variierte.

Wenn lange Bälle im Aufbau dann und wann zunächst den Kopf oder die Brust eines Gegners fanden, konnten die Sechzger extrem häufig mit Tempo im Kampf um den zweiten Ball brillieren. Dies brachte Dynamik ins Spiel. Die Angriffe wirkten zudem trotz zwischenzeitlichen Unterbrechungen meist flüssig.

Mit viel Ballbesitz und deutlicher Feldüberlegenheit fanden die Sechzger in der Viertelstunde nach Wiederanpfiff und bis kurz vor Schifferls Platzverweis weiterhin souverän in die Box des Gegners und behielten auch in dieser Phase die Oberhand was das Chancenverhältnis betrifft.

Danach versuchte Hannover zwar alles, um sich gegen die Niederlage zu stemmen, mit weiterhin gutem defensiven Einsatz und großem Kampf hielten die Sechzger ihren Kasten jedoch sauber.

Bevor wir nun zur genauen Analyse kommen, wie immer die statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte TSV 1860 – Hannover II

  • Ballbesitz: TSV 48% – H96 52%
  • Passgenauigkeit: TSV 72% – H96 73%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 53% – H96 62%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 18/5 – H96 15/2
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 11,82 – H96 8,62

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (48%:52%)

Nahezu ausgeglichener Ballbesitz zeigt die Statistik. Dieser teilt sich in drei Phasen auf, die aus diversen Gründen unterschiedlich zu bewerten sind.

Halbzeit 1

Phase eins war die komplette erste Halbzeit. In dieser sahen wir von beiden Teams zwischen den Strafräumen ein dynamisches Fußballspiel. Die Löwen zeichneten sich allerdings gegenüber Hannover in zwei Dingen aus. Den Unterschied machte zum ersten die direktere Spielweise im letzten Drittel, die zu viel Aktionen in und um den Strafraum führte. Ecken und strafraumnahe Freistöße wurden gerne angenommen und gut ausgeführt. Zweitens waren die Sechzger im eigenen letzten Drittel gegen den Ball abgeklärter und ließen zwar einerseits durchaus Ballkontakte im Strafraum zu, aber andererseits kamen die Hannoveraner wie oben erwähnt nur zu zwei ungefährlichen Abschlüssen.

Zusammenfassend und kurz kann man zum Ballbesitz während dieser Phase sagen, dass sich beide Mannschaften ein gutes Spiel mit Licht und Schatten auf beiden Seiten lieferten. Häufige Ballbesitzwechsel in unterschiedlichen Zonen, die Sechzig dynamischer nutzen konnte, halfen vor der Pause, Hannover immer stärker unter Druck zu setzen.

Halbzeit 2

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte bis zum Platzverweis drehten die Löwen dann auf, was den Ballbesitz anbelangt. 20% mehr Ballbesitz verzeichneten die Sechzger im Vergleich zu Hannover in dieser Phase. Nichtsdestotrotz wurden die Gäste mit ihren schnell vorgetragenen Angriffen nun auch gefährlicher. Die letzten beiden Angriffe vor dem Platzverweis ließen bei vielen schon die Alarmglocken schrillen.

Dann kam die bittere aber berechtigte Hinausstellung von Raphael Schifferl und das Spiel kippte. Der Ballbesitz lag für die letzten 25 Minuten der Partie plus Nachspielzeit bei rund 60:40 zugunsten der Hannoveraner. Diese drehten nun auf und wollten mit allen Mitteln die Überzahl auszunutzen. Den Löwen gelang es, sich dagegenzustemmen und so retteten sie gegen am Ende ebenfalls zu zehnt spielende Gäste drei Punkte.

Es gab also drei unterschiedlich starke Ballbesitzphasen für die Teams. Die genaueren Gründe dafür sehen wir uns im Folgenden an.

Passgenauigkeit (72%:73%)

Sehr ähnlich und sich auf niedrigem Niveau neutralisierend, könnte man sagen. Bevor wir diese These aber als festgemauert ansehen, werfen wir einen genaueren Blick auf die Einzelwerte in den drei oben genannten Phasen.

Kurioserweise hat Hannover II in der ersten Phase, somit in der ersten Halbzeit eine generell bessere Passgenauigkeit vorzuweisen als unsere Löwen. Grund dafür ist ein wenig die Spielweise des TSV 1860, die oft lange Bälle des Keepers und Kampf um den zweiten Ball im Anschluss mit sich brachte. Dies haben die Löwen aber meist gut zu ihren Gunsten gelöst und konnten mit den oft in den Halbräumen oder in der Zentrale erarbeiteten Bällen direkt weiter mit Tempo gefährlich werden.

In der zweiten Phase, die balldominante Löwen, aber ein ausgeglicheneres Schussverhältnis sah, liegt die Passgenauigkeit im Vergleich der beiden Teams da, wo man sie vermutet. Mit deutlichem prozentualen Überschuss neigt sich die Waage hier in jeder Kategorie in Richtung TSV 1860 München. Einzig bei den Rück- und Querpässen verzeichnet Hannover bessere Werte. Das liegt hauptursächlich an den Zonen, in denen diese Pässe von den beiden Teams gespielt wurden. Während vor allem die Querpässe hier ins Gewicht fallen, findet man die in dieser Phase vor allem in den defensiveren Bereichen der Niedersachsen, während sich das bei den Sechzgern mit leichter Tendenz in die eigene Hälfte doch gut über den ganzen Platz verteilt.

Nach dem Platzverweis hatten wir dann genau umgekehrte Vorzeichen mit kompletter Dominanz im Passspiel für Hannover über einen etwa gleichlangen Zeitraum bis zum Schlusspfiff. Dank der Nehmerqualitäten und des Einsatzes jedes einzelnen Spielers retteten die Löwen einen zunächst sicher scheinenden Sieg über die Ziellinie.

Defensive Zweikampfquote (53%:62%)

Mit den erwähnten Nehmerqualitäten wären wir bei Kampf und Einsatz. 53% gewonnene Zweikämpfe klingt erst einmal nicht nach gutem Kampf. Werfen wir einen genaueren Blick darauf. Dazu finden wir zunächst einmal heraus, ob es im Verhältnis der Zweikampfbilanz in den verschiedenen Phasen Unterschiede gab. Und ja, die gab es.

Halbzeit 1

In der ersten Halbzeit liegt die Zweikampfquote für die Löwen mit einem Plus von sieben Prozent deutlich über der von H96. Hier gibt es abgesehen vom relativen Wert, der trotzdem unter 60% liegt, keine Kritik was Einsatzwillen betrifft. In der Ausführung ist noch Luft nach oben. Allerdings ist es wie so oft, dass auch verlorene Duelle gegen den Ball das Spiel des Gegners verzögern können oder auch im Nachgang zum Ballgewinn durch einen Mitspieler führen.

Sehen wir uns die deutlich schlechteren beiden Phasen der zweiten Halbzeit an. Ist das in einem Aufwasch möglich, oder muss man auch hier wieder Unterschiede machen? Ja, das muss man.

Halbzeit 2

Bis zur 71. Minute mussten die Sechzger nicht viele Duelle führen, um nach einem Ballverlust wieder in Ballbesitz zu kommen. In dieser Phase kam Hannover allerdings auch immer wieder zügig durch die Reihen der Löwen, was auch in Abschlüssen endete. Zu deren Genauigkeit und Gefährlichkeit weiter unten mehr.

Nach der Roten Karte waren die Löwen weiterhin nicht gut im Spiel, was das Gewinnen von Defensivzweikämpfen betrifft. Die Zweikampffrequenz, die knapp an 1,5 Zweikämpfe gegen den Ball pro Minute gegnerischen Ballbesitzes für diese Phase heranreicht, war absolut in Ordnung. In Folge dessen gelangen Ballgewinne leider häufig erst in riskanten Situationen bzw. in gefährlichen Zonen. Die durch die Überzahl begünstigt größer werdenden Räume wussten die Hannoveraner gut zu bespielen und die Löwen fanden oft erst spät – wenn überhaupt – Mittel dagegen.

Es gab nun Schussgelegenheiten für Hannover II. Das einzige was den Hannoveranern fehlte, war ein wenig das Zielwasser bzw. der Mut, im richtigen Moment abzuziehen.

Kommen wir also zur Schussverteilung und blicken wir auch ein wenig auf die Schussgenuaigkeit.

Schüsse/aufs Tor (18/5:15/2)

Halbzeit 1

Die Schussverteilung in den Phasen des Spiels sieht in der ersten Halbzeit ein klares Plus für die Löwen und ja auch das Siegtor zur 1:0 Führung durch Hobsch. Schauen wir genauer drauf.

In der ersten Hälfte der Partie gab es vom TSV 1860 München acht Schüsse auf den Kasten der Gäste. Hannover kam zu zwei mehr oder weniger „Verzweiflungsschüssen“. Beide Schüsse kamen zwar aus zentraler und damit potentiell gefährlicher Position, jedoch knapp von außerhalb des Sechzehners abgefeuert.

Schauen wir hier aber mal genauer auf die Löwen und vergessen wir nicht die Gelegenheiten, in denen zwar eine Schusschance bestand, diese jedoch entweder von Hannover im letzten Moment vereitelt oder aber leider, wenn auch selten, selbst vertändelt wurde.

Drei hochkarätige Torchancen im Zentrum per Fuß und Kopf, zwei Schüsse aus Halbpositionen und drei Schüsse von außerhalb des Sechzehners ist die Ausbeute der ersten Halbzeit für die Löwen. Die Hannoveraner konnten keinen Schuss blocken, hatten allerdings mit Stahl einen Keeper zwischen den Pfosten, der einige gute Reaktionen zeigen musste, um seinem Team die Null zu halten, was ihm bis zum Gegentreffer und danach zum Leidwesen der Löwenfans allerdings gut gelang. Insgesamt war die Torausbeute für die Chancenqualität und -dichte, leider – und so kritisch muss man sein dürfen – zu gering. In der ersten Halbzeit hätten die Sechzger von den vier wirklich guten Gelegenheiten (eine davon wurde Beute des Torwarts, bevor geschossen werden konnte) mindestens zwei nutzen müssen.

Halbzeit 2

Nach der Halbzeit hatte weiterhin der TSV 1860 bis zum Platzverweis ein Chancenplus gegenüber Hannover II. Leider war aber die Schussgenauigkeit bei den Löwen nun in der Kabine geblieben. Hannover wurde besser was die Schusshäufigkeit und die Genauigkeit anbelangt. Das half Hannover jedoch nicht gegen einsatzfreudige Löwen, die in dieser Phase die gefährlichen Schüsse in der Box mit einer Ausnahme alle blocken konnten.

Nach dem Platzverweis kamen die Einschläge näher, aber nicht in höherer Frequenz. Dass sich die Schussfrequenz nicht erhöht hat, spricht für die Defensive in der Mittelfeldzentrale und auf den tiefen Flügeln. Trotz deutlicher spielerischer Überlegenheit konnten die Niedersachsen ihre Torgefählichkeit nicht wirklich steigern. Natürlich wirken Schüsse in Strafraumnähe oder sogar im Strafraum selbst speziell in Unterzahl in subjektiver Sicht immer wahnsinnig gefährlich für die eigenen Mannschaft.

Die Schüsse nach der 71. Minute und die zuvor hatten allerdings nicht nur im Schnitt, wo der xG Wert bis auf die zweite Nachkommastelle exakt gleich ist, sondern auch im Einzelvergleich mit minimalen Abweichungen nahezu die gleiche Chancenqualität und auch die Positionen ähneln sich. Hätten die Hannoveraner hier möglicherweise für das mutige Spiel selbst einen Treffer verdient gehabt? Möglicherweise. Sie haben aber keinen geschossen. Und das vor allem deshalb, weil die Sechzger es nicht zugelassen haben. Das gilt es festzuhalten.

PPDA (11,82:8,62)

Halbzeit 1

Zunächst zurückhaltende Sechzger entdeckten nach der Halbzeitpause das höhere Pressing auch gegen das Positionsspiel der Hannoveraner und nicht nur in Gegenpressingmomenten nach eigenen Ballverlusten.

Vor der Halbzeit, vor allem deswegen, weil viele Balleroberungen erst im Mittelfeld oder tief gelangen, das war der Höhe der Pressinglinie der Löwen, die wieder tief stand, nach zu urteilen auch so beabsichtigt.

Die Hannoveraner liefen wie erwartet hoch an und versuchten, möglichst früh im Aufbau der Löwen so zu stören, dass ein Ballgewinn entweder tief in der gegnerischen Hälfte erzwungen werden kann oder tiefe Pressingfallen zuschnappen. Dadurch, dass die Löwen mit den weiten Abschlägen, Abstößen und Abwürfen des Torhüters aber eine Waffe zum Aufbau wählten, die vielelicht nicht attraktiv ist, die aber auch bei korrekter Ausführung keine Überzahl dort entstehen lässt und der Kampf um den zweiten Ball nach einem langen Abschlag etc. meist von der Anzahl beteiligter Spieler ausgeglichen ist, lief dieser Plan ins Leere, da diese Ausgeglichenheit den Löwen in die Karten spielte.

Halbzeit 2

Nach dem Seitenwechsel bis zum Platzverweis sehen wir ein exakt gegenteiliges Bild. Und auch nach dem Platzverweis schnellt der PPDA Wert der Hannoveraner nicht mehr über die Marke von 15 zugelassenen Pässen. In der indirekt proportional zu lesenden Statistik müsste es eigentlich unter die Marke von 15 heißen, denn, zur Erinnerung, hier ist weniger mehr. Der geringere Wert ist also theoretisch der Bessere. Zumindest wenn Angriffspressing auf dem Plan stehen sollte.

Genau das war nun bei den Löwen der Fall. Bis der Unparteiische, der generell ein gutes Spiel lieferte (von der Länge der Nachspielzeit mal abgesehen), die Rote Karte zücken musste, lag die PPDA der Löwen in der zweiten Hälfte fast durchgängig bei einem Wert von 6. Danach fielen die Sechzger verständlicherweise wieder auf das Niveau vor dem Pausentee.

Die Hannoveraner versuchten zwar nach der roten Karte in einigen Momenten produktiv anzulaufen, lange Bälle oder schnell durchgeführte Angriffe ließen das aber wiederum ins Leere laufen. In der Hälfte des TSV 1860 München konnten die 96er in den 25 Minuten nach dem Platzverweis den Ball lediglich fünf Mal erobern, zwei Mal häufiger, wenn man die Balleroberungen in den sogenannten pressingrelevanten Zonen mit einbezieht.

Das Tor

Hier könnt ich euch den Kopfballtreffer von Patrick Hobsch nach einem Eckball, den Tunay Deniz hereingab, noch einmal ansehen.

Es war ein erlösender Moment, in dem das Stadion zu explodieren schien.

Dass das Tor fiel, war zu diesem Zeitpunkt keine Überraschung mehr, die Sechzger hatten in der ersten Halbzeit mit diversen guten Chancen den Kasten der Gäste „sturmreif“ geschossen, aber leider zu wenig aus den Chancen gemacht.

Somit blieb es dank einer grandiosen Leistung gegen den Ball, bei der auch viel Leidenschaft und Kampf diverse Fehler auszubügeln half, beim 1:0 Heimsieg unseres TSV 1860 gegen Hannover II.

Das fiel auf

Wieder eine gute kämpferische und geschlossene Mannschaftsleistung, bei der am Ende zwar auch mit etwas Glück, das sich die Mannschaft aber ebenfalls erkämpft hat, endlich der erste Heimsieg herausspringt. Weiter so.

Das Spiel wird flüssiger, die Spielweise mutiger. Einen großen Anteil hat dabei Kozuki, der auf seiner Position sehr intelligent spielt, aber auch in manchen Situationen Ideen hat, auf die sich seine Mannschaftskameraden noch einstellen müssen. Trotz dieser sporadischen Abstimmungsschwierigkeiten auf der Seite war das Offensivspiel dort sehr lebhaft und oft schön anzusehen.

Gegen den Ball kann man, abgesehen vom tollen Einsatz jedes einzelnen Spielers, vor allem das wieder gut abgeriegelte Zentrum als auffällig nennen. Von 34 Positionsangriffen der Hannoveraner, die bis ins letzte Drittel der Löwen kamen, wurden lediglich acht durch die Mitte gespielt.

Fazit

Der TSV 1860 München schlägt Hannover II, macht Fortschritte und trotzdem sind einige nicht zufrieden. Worauf ich anspiele ist den Giesinger Gedanken meines Kollegen Stefan Kranzberg zu entnehmen.

Die kleine Pflanze Spielkultur, die bei Sechzig gedeiht, konnte man vor allem in den ersten 25 Minuten der zweiten Hälfte sehen. Hoffen wir, dass keiner den Steckling niedertritt und sich das weiterhin mit kleine Schritten vorwärts entwickelt.

Am Samstag bitte genau so weiter.

Datenquelle: Wyscout

Sechzig um Sieben: Raphael Schifferl fällt aus, Giannikis in der Löwenrunde

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Sechzig um Sieben – Alles zu den Löwen auf einem Blick. Am morgigen Samstag steht die zweite Partie dieser Woche an. Für die Fans und die Mannschaft des TSV 1860 geht es nach Dortmund zur Zweitmannschaft der Borussia. Doch bevor es ins Wochenende geht, noch einmal die wichtigsten Nachrichten aus dem Umfeld des Turn- und Sportvereins.

Raphael Schifferl fällt aus

Beim letzten Spiel des TSV 1860 gegen Hannover II mussten die Löwen einen Rückschlag in Kauf nehmen. Obwohl man seit langem endlich wieder einen Heimsieg feiern konnte, schwang auch ein fader Beigeschmack mit. So musste Raphael Schifferl in der 70. Minute eine rote Karte, nachdem er einen vorpreschenden Hannoveraner zu Fall bringt. Jetzt ist klar: Der Österreicher wird für zwei Spiele ausfallen. Gegen Dortmund auswärts und gegen Wehen Wiesbaden zu Hause wird Schifferl nicht für die Löwen auflaufen.

Giesinger Gedanken von Stefan Kranzberg

Mit der englischen Woche kommt auch der englische Giesinger Gedanke. Dieses Mal hat Stefan Kranzberg in seinem Text einen Appell an alle Löwinnen und Löwen. Hier könnt ihr seine sehr gelungenen Ausführungen lesen.

Löwenrunde vor dem Spiel

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Einen Tag nach seinem lang erhofften Heimsieg stellt sich Trainer Argirios Giannikis schon zum zweiten Mal in dieser Woche den Fragen der Presse. Neben den Ausfall von Raphael Schifferl ist auch der Einsatz von Morris Schröter noch ungewiss. Genauere Informationen, eine Analyse des Trainwers sowie die Taktikfrage sind hier anzufinden.

Und sonst so

Um unser Sechzig um Sieben abzurunden, folgt noch der Blick zu der Konkurrenz in der dritten Liga.

  • Unterhaching tritt am Freitagabend gegen den Liga-Favorit SV Sandhausen an. In der Partie fallen Leistungsträger, wie beispielsweise Markus Schwabl, aus.
  • Erst letzten Samstag waren die Löwen in der Schüco-Arena in Bielefeld. Wie der Sponsor nun bekannt gibt, wird Schüco auch weiterhin ein Partner der Arminia bleiben.
  • Zur englischen Woche gibt es auch eine Übersicht aller Auswärtsfahrer*innen. Für das kommende Spiel in Dortmund werden über 1000 Löwenfans den Weg zur Roten Erde antreten.

Löwenrunde: “Fans geben die Extra-Prozentpunkte”

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Löwenrunde: "Fans geben die Extra-Prozentpunkte"
Löwenrunde: "Fans geben die Extra-Prozentpunkte"

Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Hannover II war die Stimmung an der Grünwalder Straße am Tag nach dem Spiel gelöster als gewohnt. Keine 20 Stunden nach dem Abpfiff stand bereits die Löwenrunde vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund II auf dem Programm. “Die Fans haben sehr gutes Gespür bewiesen und die Mannschaft durch eine schwierige Phase getragen. Die Fans geben die Extra-Prozentpunkte“, sagte Trainer Giannikis.

“Fans geben die Extra-Prozentpunkte”

Im Fokus stand zu Beginn vor nur drei Medienvertretern (Merkur/tz, AZ, sechzger.de) ein kleiner Rückblick auf das Heimspiel gegen Hannover. “Der Sieg war hochverdient, wir haben den Gegner zu vielen Fehlern gezwungen, uns hat aber im letzten Drittel etwas die Klarheit in den Aktionen gefehlt“, sagte Löwen-Trainer Giannikis und lobte die “sehr gute Atmosphäre“. Weiter sagte der Franke: “Der Funke ist vom Team auf die Fans übergesprungen. Die Fans haben sehr gutes Gespür bewiesen und die Mannschaft durch eine schwierige Phase getragen. Die Fans geben die Extra-Prozentpunkte. Auch wenn wir davor das 2:0 oder 3:0 machen müssen.

Vermutlich zwei Spiele Sperre für Schifferl

Schifferl wird nach seiner Roten Karte wohl zwei Spiele gesperrt werden, bislang gibt es noch keine Entscheidung des Sportgerichts. “Die Regularien sind klar. Er ärgert sich darüber am meisten und wird daraus lernen. Es war eine unnötige Rote Karte. Aber wir haben mit Max Reinthaler einen wichtigen und erfahrenen Spieler. Sperren und Verletzungen gehören dazu“, sagte Giannikis und erklärte über Reinthaler, der wohl in die Startelf rücken wird: “Er hat seine Stärken im Stellungsspiel und im Spielaufbau.” Dass die Fehlerkette von einem falschem Kommando und einem zögerlichen Herauslaufen von Vollath eingeleitet wurde, wollte Giannikis weder bestätigen noch verneinen. “Es gab eine Kommunikation, aber er (Schifferl) hätte den Ball auch einfach wegschlagen können.”, sagte Giannikis.

Schröter in Dortmund noch fraglich

Morris Schröter hatte nach dem Bielefeld-Spiel über Adduktoren-Probleme geklagt und war deshalb nicht im Kader des Heimsiegs gegen Hannover. “Solange er nicht beschwerdefrei ist, werden wir kein Risiko eingehen“, sagte Giannikis. Am Donnerstag absolvierte der Offensiv-Akteur ein Lauftraining. Die Entscheidung, ob er am Samstag gegen Dortmund eine Option ist fällt aber erst nach dem Abschlusstraining am Freitag.

Viel Tempo – stark im Umschaltspiel

In Bezug auf den nächsten Gegner erklärte der Löwen-Dompteur: “Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und uns mit dem Gegner beschäftigt. Dortmund ist zu Hause noch ungeschlagen. Sie kommen offensiv mit sehr viel Tempo und sind stark im Umschaltspiel“. Da kommt es gerade recht, dass es bis auf den gesperrten Schifferl bislang keine Ausfälle für die Partie in NRW gibt. Die Entscheidung wer mitfährt, wird aber erst nach dem Abschlusstraining fallen.

Hobsch wohl im Sturm gesetzt

Lob erhielt Stürmer Hobsch von seinem Coach: “Er hat in den defensiven Abläufen einen Schritt gemacht und wie er für das Team arbeitet. Seine Stärken hat er in den Tiefenläufen und in der Box“. Auf Frage von sechzger.de, weshalb die Löwen als eines von drei Teams noch kein Remis auf dem Konto hatte scherzte Giannikis: “In den ersten drei Spielen und auch gegen Dresden hätten wir gerne ein Unentschieden gehabt und das wäre auch möglich gewesen.“. Es gebe aber keinerlei Vorgaben, dass es verboten sei, Unentschieden zu spielen. Für die Englische Woche sind neun Punkte das Ziel. “Wir stehen defensiv stabiler, gehen weniger Risiken und unser Offensivspiel hat sich entwickelt. Wir haben viele Standards und Aktionen im letzten Drittel“, sagte Giannikis über die bisherigen beiden Partien dieser Woche.

Lange Einwürfe als neues Stilmittel

Giannikis sprach auch über die neue Variante mit langen Einwürfen von Bähr und Wolfram Torgefahr zu generieren: “Wir werden das weiterhin situativ einsetzen. Solche Einwürfe sind schwer zu verteidigen. Wichtig ist, dass dabei die Restverteidigung stimmt. Das war gestern über weite Strecken gut. Wir hatten bisher bei Ecken viel Pech und der Gegner hat oft auf der Linie geklärt.” Eine Option sei auch Danhof, falls man Reich eine Pause geben wolle. “Aber nur wenn Danhof gesund ist, er ist nach langer Pause erst eine Woche im Training. Reich muss sehr früh viel Verantwortung tragen und er macht das in Summe sehr gut. Aber wir werden die Qualität des ganzen Kaders ausschöpfen“, erklärte der Sechzger-Trainer.

Vor 1.000 Löwen-Fans auf/in Roter Erde

Etwa 1.000 Löwen-Fans werden ihr Team auch in Dortmund im Stadion Rote Erde unterstützen. “Das ist herausragend und ungemein wichtig für das Team. Das gibt die Extra-Prozentpunkte, auch im Kopf. Nach der langen Fahrt ist es schön, wenn man die eigenen Fans sieht und das bringt auch den Spielern etwas“, sagte Giannikis weiter.

Sechzger.de Taktikfrage im Wortlaut

Wie immer gibt es die sechzger.de-Taktikfrage zum Abschluss im Wortlaut.

Es ist natürlich immer ein Zusammenspiel mehrerer spieltaktischer Faktoren, wenn man ein Spiel erfolgreich bestreitet. Welcher taktischer Aspekt war aber isoliert betrachtet ihrer Meinung nach der wichtigste auf dem Weg zum ersten Heimsieg der Saison?

Der wichtigste Aspekt war, dass wir in der Spieleröffnung das Pressing des Gegners überspielt haben. So haben wir uns in Position gebracht und den Gegner sehr oft ins Leere laufen lassen, damit ihre Stabilität nicht auf den Platz gebracht werden kann. Durch geschicktes Nachrücken haben wir auch die schnellen, tiefen Anspiele des Gegners unterbunden. Das war sehr wichtig und die Mannschaft hat es sehr gut umgesetzt. Das war der Schlüssel zum Sieg.

Giannikis: “Viel Leidenschaft reingelegt”

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Giannikis: "Viel Leidenschaft reingelegt"
Giannikis: "Viel Leidenschaft reingelegt"

Nach dem 1:0-Sieg der Löwen gegen Hannover II sprachen in der Pressekonferenz nach der Partie die beiden Trainer über die Begegnung. 1860-Coach Giannikis sagte unter anderem: “Es ging nicht darum zu glänzen, wir wollten gewinnen. Nach der Roten Karte hat die Mannschaft viel Leidenschaft reingelegt, da muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen.”.

Stendel: “In der ersten Halbzeit zu ängstlich”

Gästecoach Daniel Stendel sagte im Detail:

“Wir waren in der ersten Halbzeit zu ängstlich, haben aber in den letzten 20 Minuten alles reingeschmissen. Natürlich auch unterstützt durch die Rote Karte. Es wäre mehr möglich gewesen, wir hatten die große Chance zum Ausgleich.”

Sein Team sei wieder einmal nah dran gewesen, aber man stehe erneut mit leeren Händen da, meine Stendel und ergänzte: “Das ist ärgerlich, aber wir wussten, dass wir Lehrgeld bezahlen müssen. Wir arbeiten weiter und das wird auch belohnt werden.”. Über die Löwen sagte Stendel anschließend: “Wir sind auf ein erfahrenes Team getroffen, das die Partie ordentlich runtergespielt hat, ohne groß zu glänzen”.

Giannikis: “Viel Leidenschaft reingelegt”

Löwen-Trainer Argirios Giannikis erläuterte:

“In Summe haben wir bis kurz vor der Roten Karte ordentlich gespielt und die Räume ordentlich genutzt. Wir hatten aber auch drei oder vier Phasen in denen wir Fehler gemacht haben.”

Weiter sagte Giannikis: “Nach dem 1:0 können wir das 2:0 oder 3:0 machen, dann ist das Spiel gelaufen.”. Man sei aber auch schon vor dem Platzverweis in einen gefährlichen Konter gelaufen. “Nach der Roten Karte wurde es natürlich hektisch und Hannover hat gut aufgespielt. Aber die Mannschaft hat viel Leidenschaft reingelegt, dafür muss ich der ihr ein Kompliment machen.”. Sein Team sei mit dem Druck ordentlich umgegangen, habe es aber verpasst, das zweite Tor zu machen.

Giannikis: “Es ging nicht darum zu glänzen”

“Es ging nicht darum zu glänzen, wir wollten gewinnen. Wir hatten gute Phasen, haben drei der letzten vier Ligaspiele gewonnen und zwei Mal in Folge zu null gespielt”, sagte Giannikis weiter. Nun gehe es darum, schnell zu regenerieren, da man eine lange Fahrt nach Dortmund vor der Brust habe.

Wehwehchen bei Schröter – Missverständnis bei der Roten

Schröter hatte nach dem Spiel in Bielefeld “einige Wehwehchen und war nicht einsatzfähig”, erklärte Giannikis, weshalb die Offensivkraft nicht im Kader stand. Auf Rückfrage zum Platzverweis gegen Schifferl sagte er: “Das war ein Missverständnis. Er (Anm. d. Red.: Schifferl) denkt, dass Rene näher dran ist und will den Ball durchlassen. Es wäre einfacher gewesen, den Ball ins Aus wegzuschlagen. Aber das passiert, er wird uns jetzt zwei Spiele fehlen, wir lernen draus.”.

7. Spieltag: Soichiro Kozuki in kicker “Elf des Tages”

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Kozuki 1860

Einen Scorerpunkt konnte Soichiro Kozuki beim gestrigen Heimsieg gegen Hannover 96 II zwar nicht verbuchen, zur Berufung in die kicker “Elf des Tages” reichte es für den Japaner aber dennoch.

Soichiro Kozuki in kicker “Elf des Tages”

Besonders in der ersten Halbzeit zeigte der Neuzugang eine sehr auffällige Leistung und machte auf der linken Offensivseite ordentlich Betrieb. Das Sportmagazin belohnte die Leistung von Kozuki mit der Note 2,0 und der Berufung in die Spieltagself. Tunay Deniz, Julian Guttau und Jesper Verlaat wurden mit der Bewertung 2,5 bedacht.

Die Spieltagself im Überblick

Bethke (Cottbus) – Ruschke (Rostock), Bichsel (Saarbrücken), Schultz (Essen), Fallmann (Aue) – Schuster (Rostock), Kozuki (1860), Müsel (Essen), Otto (Sandhausen) – Daferner (Dresden), Thiele (Cottbus)

Foto: TSV 1860

Video- & Fotogalerie zu TSV 1860 München – Hannover 96 II

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Titelbild TSV 1860 Hannover 96 II Fotogalerie

Endlich mal wieder ein Heimsieg und der Sprung auf Platz 10 in der Tabelle! Auch wenn sicher noch nicht alles Gold war, was glänzte, war der gestrige Auftritt der Löwen ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. In unserer Video- und Fotogalerie präsentieren wir Euch einige Impressionen von der Partie des TSV 1860 gegen Hannover 96 II im Grünwalder Stadion.

Fotogalerie zu TSV 1860 – Hannover 96 II

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Video aus dem Grünwalder Stadion

Pünktlich zur 60. Minute intonierten die Löwenfans den Klassiker der Vorstadtkönige. Noch mehr Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Giesinger Gedanken: Appell zur Aufbruchstimmung

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Tsv 1860 Hannover 96 Giesinger Gedanken Aufbruchstimmung

Die Woche als Tabellenletzter begonnen, jetzt auf Platz 10 – da kann man nicht meckern. Aber da wir bei den Löwen sind, wird natürlich trotzdem gemeckert. Zu langsam, zu statisch, mit diesem Trainer wird das eh nichts und außerdem haben wir eh bloß sechs Punkte geholt, weil die Gegner so schwach waren. Liebe Löwinnen und Löwen, natürlich ist da spielerisch noch Luft nach oben, aber wollen wir nicht einfach mal versuchen, eine Aufbruchstimmung zu erzeugen, statt alles und jeden schlecht zu reden?

Auf gehts, Löwen, kämpfen und siegen!

Natürlich war der Saisonstart mit vier Niederlagen aus den ersten fünf Spielen ernüchternd und enttäuschend und selbstverständlich war die Art und Weise, wie in diesen Partien oft agiert wurde, alles andere als erfreulich und bot reichlich Gründe, sich aufzuregen und zu schimpfen. Aber irgendwann muss auch mal gut sein, oder? Ist es wirklich so schwer, über seinen eigenen Schatten zu springen und auch mal positive Aspekte anzuerkennen und zu äußern?

Der Sieg bei Arminia Bielefeld kam sicher glücklich zustande und die Vokabel „verdient“ möchte ich gar nicht in den Mund nehmen, aber der Einsatz auf der Alm hat absolut gepasst, die Löwen haben den Kampf angenommen und sich reingebissen. Ja, das sollte man erwarten können, aber in der Situation – als Tabellenletzter beim bis dahin ungeschlagenen Heimteam und bei der destruktiven Stimmung im medialen Umfeld – war ich dennoch positiv überrascht, wie leidenschaftlich die Mannschaft in Ostwestfalen gekämpft hat und am Ende belohnt wurde.

Was trainieren die? Das!

Gestern zeigte sich die Elf von Argirios Giannikis dann endlich mal spielfreudiger, auch wenn natürlich immer noch nicht jeder Ball ans Ziel kam. Aber nein, wir haben das Spiel nicht gewonnen, weil Hannover so schlecht war, sondern weil Sechzig so agiert hat, dass die Gäste ihre Stärken nicht ausspielen konnten. Neuzugang Kozuki machte vor der Pause über links ordentlich Betrieb, die Standards sorgten regelmäßig für Gefahr und die Defensive stand größtenteils sicher. Immer wieder liest man in den Kommentarspalten: Was trainieren die eigentlich die ganze Woche? Das, liebe Löwinnen und Löwen, genau das! Deswegen haben wir auch gestern zu Null gespielt und deswegen fiel das Tor gestern aus einer Ecke.

Selbstverständlich ist jetzt nicht eitel Sonnenschein und niemand erwartet, dass jegliche Kritik eingestellt wird. Kritik ist richtig und wichtig – wenn sie verdient und konstruktiv ist. Wenn ich heute schon wieder lese, wie furchtbar gestern alles gewesen sein soll und dass man sich schämen muss, Löwe zu sein, dann möchte ich – mit Verlaub – kotzen! 1860 hat gestern 70 Minuten lang ein tolles Spiel mit viel Einsatz abgeliefert und „nur“ verpasst, das zweite Tor nachzulegen. Das kann man bemängeln, aber wieso ist es so schwer anzuerkennen, dass gestern im Offensivspiel ein deutlicher Fortschritt zu erkennen war?

Appell zur Aufbruchstimmung

Deswegen mein Appell: Gebt Euch einen Ruck! Bleibt gerne kritisch, aber seht nicht schwarz! Sorgt nach drei Siegen aus den letzten vier Ligaspielen für eine Aufbruchstimmung und/oder lasst Euch davon anstecken. Das tut nicht weh und erleichtert das Leben. Sich nicht ständig zu grämen und zu granteln soll auch gut fürs Herz sein – seid es Euch wert. Auf die Löwen!

Zweiter Sieg in Folge: 1860 besiegt Hannover 96 II

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Am heutigen Mittwoch Abend empfing der TSV 1860 München Hannover 96 II zum ersten Wiesnheimspiel im Jahre 2024. Vor ausverkauftem Haus galt es für die Löwen, nach dem Auswärtssieg in Bielefeld den zweiten Sieg in Folge einzufahren.

Sechzig mit einer Änderung gegenüber der Startaufstellung von Bielefeld

Trainer Argirios Giannikis wechselte im Vergleich zur Startelf gegen Arminia Bielefeld ein Mal. Für Morris Schröter, der heute nicht im Kader stand, begann David Philipp auf der rechten Außenbahn. 1860 spielte wieder im 4-2-3-1 System. Sechzig startete aggressiver ins Spiel als in den letzten Partien und war von Beginn an bemüht, in Führung zu gehen. Nach einer Viertelstunde erarbeiten sich die Löwen dann auch die ersten Chancen. Zunächst prüfte Kozuki mit einem Fernschuss erstmals Stahl im Tor der Gäste. Zwei Minuten später kam Schifferl nach einer Ecke frei zum Kopfball, setzte diesen aber knapp über den Querbalken.

Hobsch köpft die Löwen in Führung

Sechzig machte weiter Druck und nach einem Abspielfehler der Hannoveraner sprang der Ball zu Hobsch, der freien Weg auf den Kasten der 96er hatte. Leider war er wohl etwas zu überrascht, so dass ihm der Ball vom Fuß sprang. Danach verflachte die Partie etwas, aber kurz vor der Pause sollte 1860 der entscheidende Treffer gelingen. Tunay Deniz zog eine Ecke gefährlich in den Fünfer, Hobsch kam aus dem Rückraum angerast und wuchtete den Ball per Kopf zum 1:0 für 1860 in die Maschen des Tors von Hannover 96 II. So ging es in die Kabinen.

Sechzig muss den Sack zu machen

Die zweite Hälfte begann wieder etwas schleppend. Keines der beiden Teams konnte zu geordnetem Spielaufbau finden und gefährlich vor des Gegners Tor auftauchen. Rund um die 60. Minute schaltete 1860 dann einen Gang höher und hatte genügend Gelegenheiten, um den Vorsprung etwas komfortabler zu gestalten. Zunächst scheiterte Schifferl mit einem Kopfball (59. Minute), in der 66. Minute zirkelte Jacobsen einen Freistoß genau auf Bähr am langen Fünfereck, den Stahl hervorragend entschärfen konnte. Auch der eingewechselte Frey versuchte sich mit einem Volleyschuss, der knapp über das Tor der Gäste strich. Nach einer Ecke landete der Ball in der 69. Minute noch an der Latte des Hannoveraner Tores. Sechzig hätte in dieser Phase auf 2:0 stellen müssen.

Rot für Schifferl

Auf der Gegenseite kam Hannover II dann erstmals gefährlich in den Strafraum der Löwen – und hatte prompt den Ausgleich auf dem Fuß. Der vollkommen ungedeckte Sanne wurde im Strafraum von Matsuda frei angespielt und hätte gegen den Spielverlauf den Ausgleich machen müssen. Zum Glück verzog der Hannoveraner und 1860 blieb in Führung (70.Minute). Nur eine Minute später passte die Abstimmung in der Defensive nicht. Schifferl wollte einen Ball für den herauslaufenden Vollath vor dem 96er Kalem blocken. Doch Vollath stoppte ab, Schifferl ließ sich viel zu leicht von Kalem überlaufen und brachte ihn per sanften Hüftcheck zu Fall. Da der Innenverteidiger letzter Mann war, gab es folgerichtig die rote Karte. Amateurhafte Szene der Löwendefensive!

Hannover II dreht auf

Danach wendete sich das Blatt komplett. Hannover machte das Spiel von einer Sekunde auf die andere und drückte vehement auf den Ausgleich. Glücklicherweise ließen die Niedersachen beste Chancen en gros liegen. Besonders den quirligen Matsuda bekam 1860 in dieser Spielphase überhaupt nicht in den Griff. Sechzig hatte ein, zwei Mal im Ansatz gute Kontermöglichkeiten, war aber nicht der Lage, die Situationen zielstrebig zu Ende zu spielen. In der 91. Minute sah Matsuda dann wegen einer offensichtlichen Schwalbe gelb-rot und die gefühlt endlose Nachspielzeit wurde 10 gegen 10 gespielt. Hannover konnte aber nicht mehr gefährlich vor das Tor der Löwen kommen.

1:0-Arbeitssieg von 1860 gegen Hannover 96 II

So brachten die Löwen das 1:0 mit Hängen und Würgen ins Ziel und beendeten die rabenschwarze Serie von fünf Heimniederlagen in Folge. Nach dem Spiel musste man konstatieren, dass 1860 es sich selbst mal wieder selbst deutlich schwerer gemacht hatte als nötig. Zum einen konnten nach der 60. Minute zahlreiche Hochkaräter zum beruhigenden 2:0 nicht genutzt werden. Zum anderen dezimierten sich die Löwen in der Situation der roten Karte quasi freiwillig, weil man den eigentlich ungefährlichen langen Ball vorher problemlos hätte klären können. Um solche Stümpereien in Zukunft zu vermeiden, muss Giannikis weiter an der Abstimmung seiner Elf arbeiten. Durch das am Ende hart erkämpfte 1:0 dringt 1860 bis in die obere Tabellenhäfte vor und liegt aktuell mit 9 Punkten auf Rang 10. Am Samstag um 14:00h geht es gegen den Tabellennachbarn Borussia Dortmund II im Stadion Rote Erde gleich wieder gegen eine Zweitvertretung.

 

Liveticker: TSV 1860 München – Hannover 96 II (7.Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker am 7.Spieltag der Saison 2024/25 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und Hannover 96 II!

Das Wundertor von Thore Jacobsen und der damit verbundene Auswärtssieg in Bielefeld soll den Löwen Auftrieb geben. Im vierten Anlauf visiert der TSV 1860 München auch endlich im Grünwalder Stadion drei Punkte an. Wie passend, dass am heutigen Abend zum ersten Wiesn-Heimspiel der Tabellenletzte der 3.Liga in Giesing zu Gast ist. Doch wird die Partie deswegen ein Selbstläufer? Davon ist nicht auszugehen, die Auswärtsbilanz von Hannover 96 II liest sich stark. Den Löwenfans ist das dennoch egal – es soll endlich wieder Grund zum Jubeln im Sechzgerstadion geben. Ob das klappt, zeigt sich ab 18:60 Uhr auf Giesings Höhen.

mögliche Aufstellung:
Vollath – Reich, Verlaat (C), Schifferl, Bähr – Jacobsen, Deniz – Schröter, Guttau, Kozuki – Hobsch

Bank:
Hiller (TW), Danhof, Philipp, Schubert, Reinthaler, Kloss, Kwadwo, Ott, Bangerter, Frey, Muteba

Tore:
1:0 (41.) Hobsch

Die Personalsituation

Es fehlen:
Sean Dulic (krank)

Ausfälle bei Hannover 96 II:
Walbrecht, Westermeier (Aufbautraining), Babitsch, Busch, Gevorgyan (alle verletzt), Chakroun (Gelb-Rot-Sperre)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Karten werden nicht in die neue Spielzeit übertragen, daher droht keinem Spieler eine Sperre im Falle einer gelben Karte. David Philipp und Raphael Schifferl haben bereits zwei Mal den gelben Karton gesehen.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Hannover 96 II außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Grünwalder Stadion ist ausnahmsweise mal nicht ausverkauft, daher öffnen heute abend ab 17:00 die Tageskassen. Über den offiziellen Zweitmarkt können Mitglieder außerdem bis kurz vor Anpfiff noch Karten in den Heimblöcken kaufen.

Das Match wird nicht im Free-TV übertragen. Allerdings ist MagentaSport natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 3,49€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de