Ein Gutes hat der Zwangsabstieg der Löwen in die Regionalliga Bayern (von dem wir aktuell ausgehen, gleichwohl natürlich noch nicht völlige Klarheit darüber besteht): Reisestrapazen zu den Auswärtsspielen gehören der Vergangenheit an! Nachdem der Löwentross in der vergangenen Saison 2025/26 noch insgesamt 17.072 Kilometer für Hin- und Heimreise für die 19 Auswärtsspiele der 3. Liga absolvieren musste, sind es bei den 18 Gastauftritten in der kommenden Spielzeit nur 5.077 km. Weniger als ein Drittel! Ausgangspunkt für die hier angestellten Berechnungen ist jeweils die Grünwalder Straße 114 und angesetzt wurde die jeweils kürzeste Strecke per PKW laut Google Maps.
Nur dreimal mehr als 400 km für Hin- und Rückweg
In der vergangenen Saison betrugen lediglich die (einfachen) Distanzen nach Ingolstadt, Ulm und Regensburg weniger als 200 Kilometer. Heuer hingegen gibt es nur drei Spiele, für welche die einfache Strecke länger ist. Zum TSV Aubstadt sind es 302 km, nach Schweinfurt (die einzige Fahrt, die wir auch aus der Vorsaison von einem Ligaspiel kennnen) 289 km und ins ehrwürdige Hans-Walter-Wild-Stadion der SpVgg Bayreuth 240 km. Gefühlte Weltreisen quer durch die ganze Republik nach Rostock (1.580 km hin und zurück) oder Meppen (1.512 km) bleiben Sechzig in den kommenden zehn Monaten erspart.
Zweimal im Großraum München am Ball
Für das vermeintliche Auswärtsspiel gegen die kleinen Roten, das natürlich auch auf Giesings Höhen stattfinden wird, wurden hier die 1,3 km einfache Wegstrecke vom Trainingsgelände ins Sechzgerstadion angesetzt, die die Mannschaft ja von den Heimspielen schon kennen wird. Die zweitkürzeste Fahrt in den Sportpark Unterhaching schlägt mit nur neun Kilometern zu Buche. Weitere vier Ziele sind mit einer einfachen Strecke von unter 100 Kilometern zu erreichen: Landsberg, Buchbach und die beiden Auftritte in Augsburg gegen die Zweitvertretung des FCA bzw. Schwaben Augsburg.
Insgesamt sieben Mal nach Franken
Viermal reist der TSV 1860 nach Mittelfranken in den Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, was jeweils mit rund 350 km für beide Wegstrecken auf dem Tacho vermerkt wird. Die zweiten Mannschaften des Club und der Kleeblätter, die SpVgg Ansbach und der Aufsteiger SC Eltersdorf warten dort auf die Löwenfans. Die drei weiteren Auftritte im Frankenland wurden eingangs bereits bei den weitesten Fahrten benannt und führen uns nach zweimal nach Unter- und einmal in die Hauptstadt Oberfrankens.
Durchschnittlich 615 Kilometer weniger pro Auswärtsfahrt
Im Mittel legen die Spieler, Offiziellen und Anhänger in weiß und blau pro Auswärtsfahrt in der Saison 2026/27 nur 282 Kilometer für Hin- und Rückweg zurück. 615 weniger, als noch in der 3. Liga. Die “durchschnittlichste” Reise ist somit das Gastspiel im Vöhlinstadion in Illertissen (145 km von München Giesing entfernt), wo wir ja bekanntlich auch in der Vorsaison im Achtelfinale des Totopokals gastierten.
Baldmöglichst wieder raus aus Bayern
Gleichwohl diese Zahlen natürlich auf eine sehr entspannte Spielzeit hindeuten, was die Wege zu den Partien der Löwen anbelangt, wünschen sich die bekanntermaßen aüßerst reisefreudigen Anhänger von Münchens Großer Liebe, dass es für sie in möglichst naher Zukunft wieder auf große Fahrten quer durch die Republik geht. Bayern ist ein schönes (Reise-) Land! Aber Fahrten nach Essen, Saarbrücken, Dresden oder Rostock fühlen sich dann doch deutlich mehr nach der großen Fußballbühne an.
– – – – –
Titelbild: Die weiteste Anreise haben die Löwen in der kommenden Saison nach Aubstadt. Einfach sind dafür 302 Kilometer zurückzulegen











Auch der Umgang mit Kundenfeedback lässt Rückschlüsse auf die internen Abläufe zu. Auf dem Instagram-Kanal der Merchandising GmbH werden kritische Nachfragen zu den KI-Bildern oder den Lieferbedingungen derzeit systematisch gelöscht. Zahlreiche Nutzer, darunter auch Accounts von Mitgliedern unserer Redaktion, wurden im Zuge dessen blockiert. Eine offene, sachliche Kommunikation zu den offensichtlichen Mängeln der Präsentation findet nicht statt.






















Ohne den dreifachen Torschützen des ersten Spiels, Arian Ortivero Calderon, der aufgrund schulischer Verpflichtungen fehlte, traten die Löwen im Erdinger Moos an und mussten sich zu Beginn den Angriffen der Gastgeber erwehren. Danach aber übernahm die Elf von Alper Kayabunar die Kontrolle und hatte in der 11. Minute Pech, als ein Freistoß von Raphael Wach von der Unterkante der Latte deutlich vor die Torlinie sprang. Es blieb also bis zur ersten Trinkpause beim torlosen Remis, in der 33. Minute war es dann aber so weit. Vor den Augen der beiden Ex-Löwen Sascha Möders und Lukas Reich war es der quirlige Emre Erdogan, der den TSV 1860 sehenswert in Führung brachte.
Nach dem Seitenwechsel gab es zahlreiche Wechsel bei den Löwen und die Partie war über weite Strecken ziemlich verfahren. Dennoch dürfte man auf Seiten des TSV 1860 durchaus zufrieden gewesen seinm, denn auch die Ergänzungsspieler fügten sich vor 611 Zuschauern ordentlich ins Team ein. Nach dem 1:2 durch Erdogan (49.) trugen sich auch Arin Garza (52.), der demnächst nach Kanada wechseln wird, Lucas Grancay (73.) und Rron Gosalci (82.) in die Torschützenliste ein.

