Start Blog Seite 35

Kein Reisestress! So viele Kilometer legen die Löwen 2026/27 in der Regionalliga zurück

19

Ein Gutes hat der Zwangsabstieg der Löwen in die Regionalliga Bayern (von dem wir aktuell ausgehen, gleichwohl natürlich noch nicht völlige Klarheit darüber besteht): Reisestrapazen zu den Auswärtsspielen gehören der Vergangenheit an! Nachdem der Löwentross in der vergangenen Saison 2025/26 noch insgesamt 17.072 Kilometer für Hin- und Heimreise für die 19 Auswärtsspiele der 3. Liga absolvieren musste, sind es bei den 18 Gastauftritten in der kommenden Spielzeit nur 5.077 km. Weniger als ein Drittel! Ausgangspunkt für die hier angestellten Berechnungen ist jeweils die Grünwalder Straße 114 und angesetzt wurde die jeweils kürzeste Strecke per PKW laut Google Maps.

Nur dreimal mehr als 400 km für Hin- und Rückweg

In der vergangenen Saison betrugen lediglich die (einfachen) Distanzen nach Ingolstadt, Ulm und Regensburg weniger als 200 Kilometer. Heuer hingegen gibt es nur drei Spiele, für welche die einfache Strecke länger ist. Zum TSV Aubstadt sind es 302 km, nach Schweinfurt (die einzige Fahrt, die wir auch aus der Vorsaison von einem Ligaspiel kennnen) 289 km und ins ehrwürdige Hans-Walter-Wild-Stadion der SpVgg Bayreuth 240 km. Gefühlte Weltreisen quer durch die ganze Republik nach Rostock (1.580 km hin und zurück) oder Meppen (1.512 km) bleiben Sechzig in den kommenden zehn Monaten erspart.

Zweimal im Großraum München am Ball

Für das vermeintliche Auswärtsspiel gegen die kleinen Roten, das natürlich auch auf Giesings Höhen stattfinden wird, wurden hier die 1,3 km einfache Wegstrecke vom Trainingsgelände ins Sechzgerstadion angesetzt, die die Mannschaft ja von den Heimspielen schon kennen wird. Die zweitkürzeste Fahrt in den Sportpark Unterhaching schlägt mit nur neun Kilometern zu Buche. Weitere vier Ziele sind mit einer einfachen Strecke von unter 100 Kilometern zu erreichen: Landsberg, Buchbach und die beiden Auftritte in Augsburg gegen die Zweitvertretung des FCA bzw. Schwaben Augsburg.

Insgesamt sieben Mal nach Franken

Viermal reist der TSV 1860 nach Mittelfranken in den Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, was jeweils mit rund 350 km für beide Wegstrecken auf dem Tacho vermerkt wird. Die zweiten Mannschaften des Club und der Kleeblätter, die SpVgg Ansbach und der Aufsteiger SC Eltersdorf warten dort auf die Löwenfans. Die drei weiteren Auftritte im Frankenland wurden eingangs bereits bei den weitesten Fahrten benannt und führen uns nach zweimal nach Unter- und einmal in die Hauptstadt Oberfrankens.

Durchschnittlich 615 Kilometer weniger pro Auswärtsfahrt

Im Mittel legen die Spieler, Offiziellen und Anhänger in weiß und blau pro Auswärtsfahrt in der Saison 2026/27 nur 282 Kilometer für Hin- und Rückweg zurück. 615 weniger, als noch in der 3. Liga. Die “durchschnittlichste” Reise ist somit das Gastspiel im Vöhlinstadion in Illertissen (145 km von München Giesing entfernt), wo wir ja bekanntlich auch in der Vorsaison im Achtelfinale des Totopokals gastierten.

Baldmöglichst wieder raus aus Bayern

Gleichwohl diese Zahlen natürlich auf eine sehr entspannte Spielzeit hindeuten, was die Wege zu den Partien der Löwen anbelangt, wünschen sich die bekanntermaßen aüßerst reisefreudigen Anhänger von Münchens Großer Liebe, dass es für sie in möglichst naher Zukunft wieder auf große Fahrten quer durch die Republik geht. Bayern ist ein schönes (Reise-) Land! Aber Fahrten nach Essen, Saarbrücken, Dresden oder Rostock fühlen sich dann doch deutlich mehr nach der großen Fußballbühne an.

– – – – –
Titelbild: Die weiteste Anreise haben die Löwen in der kommenden Saison nach Aubstadt. Einfach sind dafür 302 Kilometer zurückzulegen

 

Abstimmung zur Regionalligareform verkommt zur Farce

4

Die geplante Regionalligareform ist nach monatelangen Verhandlungen vorerst gescheitert – und mit ihr auch die Hoffnung vieler Vereine und Fans auf eine transparentere und sportlich fairere Aufstiegsregelung. Ärger gibt es wegen kurzfristigen Änderungen am Kompassmodell und Querschüssen von süddeutschen Lokalfürsten.

Kurzfristige Änderungen am Kompassmodell sorgen für Unmut

Von der vom DFB eingesetzten Arbeitsgruppe – bestehend aus Vertretern der Regional- und Landesverbände – wurde in den letzten Monaten das Kompassmodell erarbeitet. Das Konzept sieht vier Regionalliga-Staffeln mit je 20 Teams und einer dynamischen Zuordnung vor, die sich an den Entfernungen zwischen den Spielorten orientiert.

Nun wurde das Kompassmodell jedoch vier Tage vor der Abstimmung entscheidend verändert:

  • Statt der ursprünglich vorgesehenen 20er-Staffeln sollten es plötzlich nur noch 18 Teams pro Liga sein.

  • Auch die Abstimmungsregeln wurden verschärft: Aus einer bundesweiten Abstimmung wurde eine Befragung der einzelnen Regionalverbände, was diesen de facto ein Vetorecht einräumte.

Dass Vereine und Verbände über ein Modell abstimmen sollten, das unmittelbar vor der Entscheidung modifiziert wurde, sorgte vielerorts für Kopfschütteln. Entsprechend laut fiel anschließend die Kritik aus mehreren Regionalligen aus.

Fanbündnis protestiert, Vereine boykottieren die Abstimmung

Das Bündnis Fanszenen Deutschlands, welches den Prozess bereits im Vorfeld kritisch verfolgt hatte, meldete sich nach Bekanntwerden der Änderungen gewohnt kämpferisch zu Wort und prangerte das Vorgehen an. Zudem riefen die Fans die Vereinsvertreter dazu auf, „die anstehende Abstimmung unter diesen Umständen nicht durchzuführen“.

Unter anderem der Drittligist Hansa Rostock schloss sich diesem Aufruf prompt an und teilte auf seiner Website mit:

„Wenn diese Grundlagen kurz vor der Abstimmung verändert werden, wird aus Reformpolitik ein Machtspiel – und genau das machen wir nicht mit.“

Der Protest wirkte zumindest teilweise: Die Verbände wurden durch den Aufruf der Fanszenen sowie den Zusammenhalt einer Mehrheit der Vereine massiv unter Druck gesetzt und kehrten schließlich zum Modell mit 20er-Staffeln zurück.

Bayern und Südwest blockieren Kompassmodell

Im Südwesten stimmten die Vereine mit einer großen Mehrheit (93,1%) für das Regionenmodell. Dieses würde vorsehen die Regionalligen Nord, Nordost und Bayern in zwei neue Staffeln zusammenzuführen. Die Regionalligen West und Südwest bleiben hingegen in ihrer bisherigen Form bestehen. Die Vereine des BFV stimmten mehrheitlich (52,4%) für die Ausarbeitung neuer Modelle. Die Regionalverbände aus Südwest und Bayern fielen schon während dem Ausarbeitungsprozess immer wieder mit augenscheinlichen Verschleppungstaktiken auf.

Währenddessen stimmten die Regionallverbände West (60,9%), Nord (61,5%) und Nordost (76,3%) mit breiter Mehrheit für das Kompassmodell mit 20er-Staffeln.

Deutschlandweit fordern 95,6 % der befragten Vereine ein neues Regionalligasystem. In dieser vereinsübergreifenden Abstimmung erhielt das Kompassmodell mit 50,9 % die absolute Mehrheit. Dahinter folgen das Regionenmodell (23,3 %) und der Ruf nach einem völlig neuen Entwurf (21,3 %).

Die Regionallverbände müssen endlich lernen Privilegien aufzugeben

Seit Jahren wird über verschiedene Modelle diskutiert. Immer wieder werden Arbeitsgruppen eingesetzt, Vorschläge ausgearbeitet und Kompromisse gesucht. Am Ende scheitert das Vorhaben jedoch stets an den Partikularinteressen der einzelnen Landes- und Regionalverbände. Besonders der Südwesten und Bayern geben in dieser Debatte seit Jahren kein gutes Bild ab.

Das Bündnis deutscher Fanszenen, in dem auch die aktiven Gruppen der Westkurve 1860 München vertreten sind, schließt sein Statement passend und mahnend ab:

“Die Verbände dürfen sich sicher sein, dass es keinen Weg mehr an einer grundhaften Veränderung ihrer Ausrichtung und Politik vorbei gibt. Wir werden nicht locker lassen – ihr habt es nicht anders verdient.”

Jetzt offiziell: Sigurd Haugen wechselt nach Nürnberg

10
Tsv 1860 Sigurd Haugen

Bereits Anfang Juni weilte Sigurd Haugen zum Medizincheck in Nürnberg und hat Medienberichten zufolge einen Vertrag beim Zweitligisten unterschrieben. Nun wurde der ablösefreie Wechsel des Norwegers seitens der Franken auch offiziell verkündet.

Sigurd Haugen wechselt nach Nürnberg

Der 28-jährige Stürmer war in der abgelaufenen Saison der entscheidende Faktor im Offensivspiel der Löwen. In 35 Spielen – zu Beginn der Spielzeit oftmals von der Bank – erzielte Haugen 16 Tore und bereitete vier weitere Treffer vor. Darüber hinaus netzte der Norweger im Toto Pokal zwei Mal ein und bescherte dem TSV 1860 durch sein Siegtor im Halbfinale in Regensburg den Einzug in den DFB Pokal.

Nach Hansa Rostock und den Löwen ist der 1. FC Nürnberg nun also der dritte deutsche Club, bei dem Haugen unter Vertrag steht. Nach zwei Stationen in der 3. Liga geht der Norweger erstmals in der 2. Bundesliga auf Torejagd und freut sich auf die Herausforderung:

“Ich hatte zuletzt zwei gute Jahre in der 3. Liga und will meine Qualitäten jetzt auch eine Liga höher zeigen. Der FCN hat sich sehr um mich bemüht und mir dabei das Gefühl gegeben, dass ich hier in Nürnberg die perfekte Chance dazu habe. Ich freue mich darüber, ab sofort beim Club in der zweiten Liga auflaufen zu dürfen.”

Wirtschaftliche Entwicklung beim TSV 1860 e.V.: Rohertrag um 1,1 Millionen Euro gestiegen

26
SV Sandhausen TSV 1860 München 3.Liga Transfers

Dem neuen Präsidium ist es innerhalb von nur einem Jahr gelungen, die wirtschaftlichen Zahlen wieder deutlich ins Plus zu drehen. Nach zwei Geschäftsjahren mit bilanziellen Verlusten weisen die vorläufigen Zahlen des TSV 1860 München e.V. für die Saison 2025/2026 eine klare Trendwende auf. Eine Auswertung der vorliegenden Finanzdaten im Dreijahresvergleich belegt eine wirtschaftliche Konsolidierung, deren Entwicklung sowohl auf Einnahmensteigerungen als auch auf strukturelle Kostenanpassungen zurückzuführen ist.

Deutliche Steigerung der Gesamtleistung und des Rohertrags

Ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Erholung ist die Entwicklung auf der Einnahmenseite. Die Gesamtleistung des e.V. konnte von rund 3,38 Millionen Euro in der Saison 2023/2024 auf nun über 5,01 Millionen Euro (2025/2026) gesteigert werden. Zu diesem Wachstum trugen unter anderem gestiegene Mitgliedsbeiträge und Umlagen bei, die von 1,97 Millionen Euro auf 2,21 Millionen Euro anwuchsen. Zudem wurden deutlich erhöhte Umsatzerlöse erzielt, die im Wesentlichen aus den Bereichen Merchandising, dem Vereinsheim Bamboleo sowie dem Sponsoring stammen.

Das Resultat dieser Entwicklung spiegelt sich im betrieblichen Rohertrag wider: Dieser lag im Zeitraum 2023/2024 bei knapp 4,1 Millionen Euro und konnte innerhalb von zwei Jahren um rund 1,1 Millionen Euro auf gut 5,2 Millionen Euro (2025/2026) gesteigert werden.

Wirtschaftliche Entwicklung: Konsolidierung der Kostenstruktur

Parallel zu den Einnahmen wurde auch die Ausgabenseite restrukturiert. Nachdem die Gesamtkosten in der Saison 2024/2025 noch einen Höchststand von 5,52 Millionen Euro erreicht hatten, wurden diese im aktuellen Berichtszeitraum 2025/2026 auf 4,69 Millionen Euro gesenkt.

Die Detailauswertung zeigt dabei, dass diese Einsparungen nicht in erster Linie durch einen signifikanten Personalabbau erreicht wurden. Die Personalkosten beliefen sich in der Saison 2023/2024 auf 2,63 Millionen Euro, stiegen 2024/2025 auf 2,77 Millionen Euro an und liegen im aktuellen Zeitraum 2025/2026 bei rund 2,51 Millionen Euro. Im Verhältnis zu den insgesamt um über 800.000 Euro gesunkenen Gesamtkosten (im Vergleich zum Vorjahr) resultieren die Einsparungen somit nur zu einem kleineren Teil aus dem Personalbereich. Ein wesentlicher Teil der Konsolidierung beruht stattdessen auf reduzierten Sach- und Reisekosten sowie angepassten Strukturen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Ein für die kaufmännische Einordnung relevanter Aspekt des Geschäftsjahres 2025/2026 ist die DFB-Nachwuchsförderung, die im vorliegenden Zahlenwerk derzeit noch mit 0 Euro angesetzt ist. Die positive Entwicklung des Rohertrags wurde folglich komplett ohne diese Einnahmen realisiert. Bis zum endgültigen Jahresabschluss stehen naturgemäß noch finale Buchungen und Abrechnungen aus, die finanzielle Basis für das aktuelle Gesamtergebnis ist den vorläufigen Zahlen zufolge jedoch deutlich stabilisiert.

Titelbild: CR-Fotos

Kleine Mediennutzungsanalyse: Wo lesen die sechzger.de-Leser noch?

23

Schon klar: Dass eine Umfrage auf sechzger.de in welchen Online-Medien sich die Besucher unserer Seite über den TSV 1860 informieren, das Resultat zu Tage fördert, dass sich die meisten hier bei uns schlau machen, ist eine triviale Erkenntnis. Und doch kann man aus dem Ergebnis der Befragung, die in den letzten Tagen auf unserer Startseite zu finden war und an der knapp über zweitausend Personen teilgenommen haben, das eine oder interessante rauslesen. Hier kommt der Versuch einer Interpretation.

Wir und db24 vorn

Für 80,4% der Teilnehmer an unserer Umfrage gehört sechzger.de zu den am häufigsten frequentierten Informationsmedien über den TSV 1860 München. Ganz bewusst wurde nach den vier am häufigsten gelesenen Anbietern gefragt. Alle Teilnehmer konnten – mussten aber nicht – vier Kreuzchen machen. Interessant: Immerhin 316 Personen (also knapp jeder Fünfte) haben bei dieser Frage sechzger.de nicht angeklickt, sondern (bis zu) vier andere Informationsquellen. Obwohl sie gerade zu jenem Zeitpunkt ja bei uns “zu Besuch” waren. Sie lesen also zwar bei uns, haben aber vier andere Seiten, die sie der unseren (noch) vorziehen. Ob dazu auch der kommerzielle, inverstorennahe Blog dieblaue24 gehört, der in unserer Umfrage auf Platz zwei landete und von insgesamt 41,3% der Befragten ausgewählt wurde?

SZ direkt hinter den beiden Löwen-Blogs

Die Bronzemedaille bekommt der Online-Auftritt der Süddeutschen Zeitung umgehängt. 30,8% also fast ein Drittel zählen die SZ zu ihren wichtigsten Informanten. Hier schreiben in der Regel die beiden Journalisten Markus Schäflein und Philipp Schneider (letzterer vielen bekannt aus der ARD-Doku Rise & Fall, aber beide auch als Autoren des sehr hörenswerten, achtteiligen FYEO-Podcastprojekts “Die Löwen, die Arena und das Geld” aus dem Jahr 2021). Die Berichterstattung dort informiert stets sehr differenziert, hintergründig und dennoch zeitnah über alle Vorgänge rund um die Löwen.

Abendzeitung zuletzt wenig ruhmreich unterwegs

Die trifft leider – insbesondere im Kontext des derzeitigen Insolvenzgeschehens – weit weniger auf die beiden auf den Rängen vier und fünf in der sechzger.de-Leser*innen-Gunst platzierten Seiten der Abendzeitung und der tz zu, die für 17,3% (AZ) bzw. 15,5% (tz) zu den Top-4-Informationsquellen gehören. Gerade bei der AZ kann man sich derzeit nicht des Eindrucks erwehren, Hauptautor Matthias Eicher verarbeite besonders willfährig die von Hasan Ismaiks (neuer) Beratungsagentur Heller & Partner in die Welt gesetzten Narrative über die Geschehnisse der letzten Wochen, die teilweise schon arg verschwörungstheoretisch daherkommen.

Merkur und die beiden 1860-Seiten

Drei Plätze hinter der tz landet bei uns merkur.de, die Onlinevariante des Münchner Merkur, die allerdings zum selben Verlag gehört und oft ähnlich ausformulierte Artikel publiziert. Genau jeder Zehnte hat in unserer Umfrage den Merkur angeklickt. Noch davor liegen im Ranking der kicker (13,8%) und die Website des TSV 1860 e.V. (tsv1860.org – 11,6%). Die Seite der KGaA wiederum (tsv1860.de) landet direkt hinter dem Merkur auf Platz 9 (mit 9,7%). Das Sechzig-interne Duell gewinnt also die e.V.-Seite mit – hier – 37 Stimmen mehr.

BR24 auf dem letzten Platz

Nur von absolut untergeordneter Bedeutung für den Informationsbedarf bei den Löwenfans sind die ebenfalls vorgeschlagenen Medien liga3-online mit 7,4% (aber okay, wir spielen ja auch erstmal nicht mehr in der 3. Liga), BILD.de (6,8%) und knapp dahinter BR24.de (6,3%). Der letzte Platz für den eigentlich auf schnelle und punktgenaue Information spezialisierten Auftritt des Bayerischen Rundfunks überrascht ein wenig. Ob da der von vielen Löwenfans scharf kritisierte wenig kritische und nachhakende Interviewstil mit Hasan Ismaik bei seinem letzten Besuch in München – aber leider auch in den Jahren zuvor – eine Rolle gespielt hat? BR24 erreich hier – in absoluten Zahlen – nur 126 Stimmen. Von 2.003 Personen, die vier Medien auswählen durften. Vielleicht noch ganz interessant, dass im Schnitt von allen Befragten je zweieinhalb (statt der vier möglichen) Antworten ausgewählt wurden. Offensichtlich reichen dem durchschnittlichen Löwenfan also zwei bis drei gut informierte Informationsquellen für die Deckung des Bedarfs. Spricht für einen gewissen Konkurrenzdruck unter den verschiedenen Anbietern.

Danke für’s Mitmachen!

Als Teil dieser Anbieter bedankt sich unsere ganze Redaktion bei der Leserschaft für die Treue beim Lesen – und die Teilnahme an der Umfrage. Besonders würden wir uns freuen, wenn wir beim einen oder anderen, der zwar an der aktuellen Befragung zur Mediennutzung teilgenommen hat, sechzger.de aber bislang noch nicht zu den wichtigsten Informationsquellen zur Befriedigung des Informationsbedarfs über 1860 zählt (siehe oben), in der Gunst noch nach oben klettern könnten!

– – – – –
Aus Gründen der besseren Verständlichkeit wurden hier ausschließlich männliche Formen verwendet, obwohl dies für die Auswertung von Befragungen nicht üblich ist. 

 

Hans Kasparek (KfS): Bierfuizl für den guten Zweck

8
bierfuizl 1860 kasparek

Die Grafiken von Hans Kasparek mit Bezug zu den Löwen sind seit Jahren in Fankreisen ebenso bekannt wie beliebt. Als Mitglied bei den Kreativen für Sechzig hat er dem Verein seine Motive und Designs wiederholt kostenlos zur Verfügung gestellt, um Einnahmen zu generieren. Nun gibt es eine neue Version seiner Bierfuizl, der Erlös geht zu 100 % als Spende an den TSV München von 1860 e.V.!

Bierfuizl für den guten Zweck

Das Redesign des HB-Männchens war ursprünglich nur für Instagram angedacht, wurden dann aber zum Selbstläufer, wie Kasparek berichtet.

„Da so viele gefragt haben, wird es eine Version mit zwei Seiten geben. Die neue Version vorne und dir originale Version hinten drauf.“

Die neuen Bierfuizl, die also grün-Gold und weiß-blau vereinen, kann man direkt bei Hans Kasparek bestellen. 10 Stk. kosten 5 €, der Versand ist dabei bereits inkludiert. Die Bezahlung erfolgt direkt via PayPal an hansikasparek@me.com, die Fertigstellung der Artikel wird für den 15.07. erwartet.

Der komplette Erlös abzüglich Produktion und Versand wird im Anschluss an den TSV München von 1860 e.V. gespendet.

KI-Pannen beim Trikot-Launch: Die Widersprüche der Merchandising GmbH

21
1860 merchandising gmbh ki

Die TSV 1860 Merchandising GmbH, die sich zu 100 Prozent im Besitz vom Ex-Mitgesellschafter Hasan Ismaik befindet, hat in diesen Tagen das sogenannte „Traditionstrikot“ zur Vorbestellung (Pre-Order) freigegeben. Die Produktpräsentation und die begleitenden Kommunikation werfen jedoch substanzielle Fragen bezüglich der Professionalität und der wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit der Gesellschaft auf.

Merchandising GmbH: Fehlende Originalbilder und entfremdete Wappen

Zur Vermarktung des neuen Trikots greift die Merchandising GmbH offenkundig auf KI-generierte Bilder und Models zurück. Diese weisen eklatante visuelle Fehler auf: Anstelle des korrekten Gründungsjahres sind auf den Motiven die Jahreszahlen „1660“ oder „1880“ zu lesen. Zudem ist das Wappentier, der Löwe, auf einigen Grafiken derart entstellt, dass die Darstellungen an einen Rüssel erinnern.

Aus journalistischer und kaufmännischer Sicht müssen angesichts einer solchen Präsentation sämtliche Alarmglocken schrillen. Wenn eine offizielle Merchandising-Gesellschaft ein zentrales Produkt launcht, stellt sich unweigerlich die Frage, warum augenscheinlich kein Zugriff auf die offiziellen Produktfotos des Herstellers Joma besteht. Wieso stellt Joma der Merchandising GmbH keine Produktfotos zur Verfügung? Fehlt der Merch selbst das Budget für ein professionelles Fotoshooting? Wurden physische Trikots schlichtweg nicht geliefert? Wenn diese noch nicht geliefert wurden, was ist der Grund hierfür? Handelt es sich bei der Entstellung des eigenen Wappens um eine inakzeptable Gleichgültigkeit gegenüber dem Produkt und der Tradition des Vereins?

Anspruch und Wirklichkeit: Die Aussagen der Geschäftsführung

Die fehlende Sorgfalt bei der Darstellung des Wappens steht in starkem Kontrast zu den jüngsten öffentlichen Aussagen der Verantwortlichen. Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Valentin Pusnava, „CEO“ der Merchandising GmbH, auf seinem LinkedIn-Account ein Video, in dem er seine Aufgaben wie folgt definierte:

„Mein Job ist die Marke Sechzig zu schützen, mein Job ist den Löwen am Leben zu halten!“

Angesichts der aktuellen Veröffentlichung eines KI-generierten und deformierten Löwen wirkt dieses Zitat höchst skurril. Die Diskrepanz zwischen dem formulierten Anspruch, die Marke zu schützen, und der tatsächlichen Präsentation des „Traditionstrikots“ könnte größer kaum sein.

Zensur statt Transparenz auf Social Media

Auch der Umgang mit Kundenfeedback lässt Rückschlüsse auf die internen Abläufe zu. Auf dem Instagram-Kanal der Merchandising GmbH werden kritische Nachfragen zu den KI-Bildern oder den Lieferbedingungen derzeit systematisch gelöscht. Zahlreiche Nutzer, darunter auch Accounts von Mitgliedern unserer Redaktion, wurden im Zuge dessen blockiert. Eine offene, sachliche Kommunikation zu den offensichtlichen Mängeln der Präsentation findet nicht statt.

Lieferung unklar: Ein Risiko für den Endkunden?

Darüber hinaus birgt der Bestellvorgang selbst Widersprüche. Im Online-Shop wird das Trikot als „vorrätig“ gekennzeichnet, gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass der Versand erst ab dem 07. Juli erfolgt. Ob und in welchem Umfang physische Ware tatsächlich im Lager der Merchandising GmbH eingetroffen ist, bleibt somit unklar.

Viele besorgte Fans haben uns kontaktiert und sind verunsichert. Was man wissen muss: erst vor Kurzem mussten viele Fans einen massiven finanziellen Schaden hinnehmen, ohne eine Gegenleistung zu erhalten: Durch die von Hasan Ismaik veranlasste Darlehenskündigung und den daraus resultierenden Zwangsabstieg der KGaA verloren die bereits erworbenen Dauerkarten ihre Gültigkeit. Dass Fans nun bei einem Unternehmen, das zu 100 Prozent demselben Eigentümer gehört, in Vorleistung für ein Produkt mit unklarer Liefersituation gehen sollen, bedarf einer sehr bewussten Entscheidung.

Bilder: Löwen-Fanshop (Facebook)

29.06.2003: TSV 1860 feiert 29:0-Rekordsieg in Fischbachau

1
Benjamin Lauth (TSV 1860)
Benjamin Lauth (TSV 1860) nach dem Spiel bei BATE Borisov

Im Laufe der Jahre haben die Löwen zig Testspiele auf der ganzen Welt absolviert. Viele wurden gewonnen, viele verloren. Ein Match sticht aber dennoch heraus, weil das Ergebnis so ungewöhnlich ist. Am 29.06.2003, also heute vor 23 Jahren, siegte der TSV 1860 bei den Sportfreunden Fischbachau mit sage und schreibe 29:0!

Heimat von Benjamin Lauth

Dass die Löwen überhaupt dort antraten, war nicht zuletzt ein Verdienst von Benjamin Lauth. Der damals 21-Jährige war der aufstrebende Stern am deutschen Stürmerhimmel und stammt aus der Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Miesbach. So reiste der TSV 1860 an diesem Sonntag Nachmittag also nach Fischbachau und fabrizierte Historisches.

10:0 nach 17 Minuten

Dass sich ein Schützenfest anbahnt, war bereits früh klar. Bereits nach zehn Minuten hatten die Löwen den bemitleidenswerten Gastgebern fünf Tore eingeschenkt. Nach 17 Minuten stand es gar 10:0 für den TSV 1860 und es sollte noch schlimmer für Fischbachau kommen. Bis zur Pause hatte Münchens große Liebe bereits 18 mal eingenetzt und es war kein Ende in Sicht.

Rekordsieg des TSV 1860 in Fischbachau

Am Ende hieß es gar 29:0 für die Löwen und die Sportfreunde konnten einem nur noch leid tun. Der TSV 1860 zeigte keine Gnade mit den wacker kämpfenden Amateuren aus Fischbachau und schenkte den Gastgeber im Schnitt alle drei Minuten eins ein. Das Löwen Kompendium verzeichnet dieses Ergebnis gar als höchsten Sieg der Löwen aller Zeiten.

Für die 1. Mannschaft dürfte dies auch zutreffen, für die Amateure des TSV 1860 München ist uns jedoch mindestens ein höherer Sieg bekannt. Am 23.01.2004 schlugen sie eine Bundeswehrauswahl aus Fürstenfeldbruck auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße mit 36:0!

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Falko Götz schickte heute vor 23 Jahren folgende Mannschaft des TSV 1860 in Fischbachau aufs Feld.

Vor der Pause:
Hofmann – Görlitz, Hoffmann, Meyer, Saarinen – Wiesinger, Schwarz, Tyce, Weissenberger – Lauth, Schroth

Nach der Pause:
Lenz – Stranzl, Hoffmann, Kurz, Kendrick – Cerny, Lehmann, Borimirov, Shao – Agostino, Richter

Tore:
0:1 Schwarz (3.), 0:2 Schroth (5.), 0:3 Hoffmann (7.), 0:4 Schwarz (9.), 0:5 Weissenberger (10.), 0:6 Schroth (11.), 0:7 Weissenberger (12.), 0:8 Weissenberger (13.), 0:9 Schwarz (15.), 0:10 Tyce (17.), 0:11 Hoffmann (30.), 0:12 Tyce (34.), 0:13 Lauth (37.), 0:14 Schwarz (40.), 0:15 Weissenberger (42.), 0:16 Lauth (43.), 0:17 Unterrainer (44., Eigentor), 0:18 Tyce (45.)

0:19 Agostino (56.), 0:20 Stranzl (60.), 0:21 Cerny (64.), 0:22 Shao (66., Elfmeter), 0:23 Agostino (67.), 0:24 Richter (69.), 0:25 Borimirov (83.), 0:26 Richter (86.), 0:27 Agostino (87.), 0:28 Richter (90.), 0:29 Kendrick (90.)

Fotogalerie zu FC SF Schwaig – TSV 1860 München (Testspiel)

1
fotogalerie FC Sportfreunde Schwaig TSV 1860 Testspiel

Auch im zweiten Testspiel gaben sich die Löwen keine Blöße und fuhren bei Gluthitze im Erdinger Moos einen deutlichen 5:1-Sieg ein. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Auftritt des TSV 1860 München beim FC Sportfreunde Schwaig.

Fotogalerie zu FC SF Schwaig – TSV 1860 München

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben. Darüber hinaus könnt Ihr uns auch auf Instagram oder mittels der sechzger.de App (Android & iOS) folgen!

TSV 1860 siegt im zweiten Testspiel deutlich beim FC SF Schwaig

9
titelbild fc sf schwaig tsv 1860

Nach dem 4:0 beim VfB Forstinning gewannen die Löwen auch ihr zweiten Testspiel deutlich. Beim Bayernligisten FC Sportfreunde Schwaig siegte der TSV 1860 bei hochsommerlichen Bedingungen mit 5:1.

Erdogan als Dosenöffner für die Löwen

Ohne den dreifachen Torschützen des ersten Spiels, Arian Ortivero Calderon, der aufgrund schulischer Verpflichtungen fehlte, traten die Löwen im Erdinger Moos an und mussten sich zu Beginn den Angriffen der Gastgeber erwehren. Danach aber übernahm die Elf von Alper Kayabunar die Kontrolle und hatte in der 11. Minute Pech, als ein Freistoß von Raphael Wach von der Unterkante der Latte deutlich vor die Torlinie sprang. Es blieb also bis zur ersten Trinkpause beim torlosen Remis, in der 33. Minute war es dann aber so weit. Vor den Augen der beiden Ex-Löwen Sascha Möders und Lukas Reich war es der quirlige Emre Erdogan, der den TSV 1860 sehenswert in Führung brachte.

Lange hielt der Vorsprung indes nicht, denn bereits in der 39. Minute glich Robert Rohrhirsch für den FC Schwaig aus. Danach hatte Erdogan zwar nochmal die erneute Führung auf dem Fuß, konnte seinen Alleingang jedoch nicht mit einem Tor krönen.

TSV 1860 siegt deutlich in Schwaig

Nach dem Seitenwechsel gab es zahlreiche Wechsel bei den Löwen und die Partie war über weite Strecken ziemlich verfahren. Dennoch dürfte man auf Seiten des TSV 1860 durchaus zufrieden gewesen seinm, denn auch die Ergänzungsspieler fügten sich vor 611 Zuschauern ordentlich ins Team ein. Nach dem 1:2 durch Erdogan (49.) trugen sich auch Arin Garza (52.), der demnächst nach Kanada wechseln wird, Lucas Grancay (73.) und Rron Gosalci (82.) in die Torschützenliste ein.

Trainer Alper Kayabunar sprach seiner Mannschaft nach der Partie ein Lob aus, denn man habe im Vergleich zur Vorwoche deutlich einen Fortschritt erkannt. Die Antwort auf die Frage nach seiner eigenen Zukunft, ob er nun fix Trainer der Regionalliga-Truppe werde, blieb Kayabunar indes schuldig, verwies jedoch darauf, dass er sehr froh und stolz sei, für den TSV 1860 arbeiten zu dürfen.