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Giesinger Gedanken: Auf Regen folgt Befreiungskampf

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Ein Tag nachdem ich im Giesinger Regen das Lizenz-Aus erfahren musste, habe ich angefangen die Zeit bis zur Mitgliederversammlung in einer persönlichen Chronologie der Ereignisse und meiner Gefühlswelt niederzuschreiben. Ein Glück bin ich zufälligerweise auch noch Redaktionsmitglied bei sechzger.de, und habe somit eine Plattform um sie zu veröffentlichen:

Eine persönliche Chronologie 

02.06.2026, München-Giesing:  

Mit meinem Redaktionskollegen Peter bespreche ich, ob er denn morgen am Trainingsgelände sein wird. Klar wird er das, genauso wie mindestens ein Dutzend mir persönlich Bekannte. An diesem Abend lag die erste Nachricht von der Darlehenskündigung eine Woche zurück. In der Zeit dazwischen habe ich das Geschehen eher nebenbei verfolgt, so richtig damit beschäftigen wollte ich mich aber nicht. Hauptsächlich der Umstand, dass ich nur machtlos zuschauen kann, während ein Möchtegern-Investor meinen Verein erpresst, führte dazu, dass ich mich anderen Dingen in meinem Leben gewidmet habe. Dementsprechend war auch meine Antwort auf die Frage, ob ich denn am Trainingsgelände sein werde: „eher nicht“. 

03.06.2026, am Schreibtisch:  

Sogenannter Schicksalstag. Welchem Journalisten schickt Ismaik diesmal kommentarlos eine Zahl? Während der Arbeit werfe ich immer mal wieder einen Blick in den sechzger.de-Liveticker und merke, wie meine Anspannung Stunde für Stunde steigt. Irgendwann schickt Ismaik dem BR eine „3“. Später wird er diese wieder löschen. So weit, so Hasan-like. Es tut sich weiterhin nichts Stichfestes und mit jeder Stunde denke ich weniger daran, dass man sich einigen wird. Um kurz nach 16 Uhr schicke ich also Peter eine Nachricht, dass ich doch noch vorbeikomme, wenn sich bis kurz vorher nichts bewegt. Also zum Rosenheimer Platz zur Tram eilen, um Punkt 17 Uhr am Trainingsgelände aufzukreuzen. 

03.06.2026, Trainingsgelände:  

Pünktlich angekommen, verbringe ich die Zeit damit, bekannte Gesichter zu grüßen, über das aktuelle Geschehen zu fachsimpeln und immer wieder nach oben Richtung Treppenhaus zu schauen, während der Regen in mein Gesicht prasselt. Gut, zeitweise stand ich auch unter einem schützenden Dach, aber so klingt es dramatischer, oder? Anyway: Kurz bevor sich ein Teil der Funktionsträger den wartenden Fans stellt, macht bereits die Meldung die Runde, dass das Lizenz-Aus besiegelt ist. Meine Gefühlslage zu diesem Zeitpunkt habe ich gar nicht mehr so richtig im Blick, aber einen positiven oder negativen Ausbruch gab es nicht wirklich. Einmal noch kurz den sogenannten Mehrheitsgesellschafter besingen, Gernot Mangs Statement bei YouTube hochladen – und schon sitze ich zusammen mit meinen Redaktionskollegen im Löwenstüberl. Der Abend besteht aus sowas wie Gruppentherapie in den diversen Giesinger Lokalitäten. 

04.06.2026, Zuhause:  

Der TSV München von 1860 e.V. kündigt den Kooperationsvertrag mit HAM International Limited. GEIL! JAAA!! Danke an den e.V.! Danke dafür, dass klare Kante gezeigt wird, danke, dass man diese ermüdenden Spiele nicht mehr mitspielt! Die Zukunft scheint ungewiss, aber man hat das Gefühl, dass wir uns nun unsere Selbstbestimmung zurückholen. Der restliche Tag besteht daraus, alles aufzusaugen, was dazu kommuniziert, kommentiert und diskutiert wird. Die gesamte Trägheit, die mich die vergangene Woche begleitet hat, wurde auf einmal von einer unfassbaren Euphorie und Aufbruchsstimmung zur Seite gedrängt. 

05.06.-20.06.2026: 

Die Tage zwischen dem großen Knall und der Mitgliederversammlung sind in jedweder Hinsicht verrückt. Einerseits lese ich über aus dem Boden gestampfte Spendenaktionen, über 1.000 neue Mitglieder, einen leergekauften e.V.-Shop, und spüre einen unfassbaren Zusammenhalt unter den Löwenfans. Und ich weiß, es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, aber ich nehme diesen ausgerufenen Befreiungskampf gerne an. Andererseits stehen da aber auch höchst peinliche „Fragen zum Nachdenken“ von Hasan Ismaik, der nun mit Gauweiler einen Anwalt engagiert hat, bei dem man auch abseits seiner aktuellen Tätigkeit genügend Grund zur Verachtung findet. 

Diese zwei Wochen sind auch aufreibend. In der sechzger.de Redaktion laufen die Tastaturen heiß, und ich bin unfassbar dankbar dafür hier meinen Beitrag leisten zu können. 

In diesen Tagen wird mir auch immer bewusster, worum es jetzt eigentlich geht. Natürlich diskutieren wir darüber, welche Spieler bleiben, wie konkurrenzfähig die Mannschaft nächste Saison sein wird oder wo wir denn eigentlich trainieren. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr erscheinen mir diese Fragen als Nebenschauplätze. 

Was hier passiert, das ist größer als die Kaderplanung für die kommende Saison. Zum ersten Mal seit langer Zeit besteht die Chance, die Weichen für eine selbstbestimmte Zukunft zu stellen. Es geht darum, sich von Altlasten zu lösen, die uns seit Jahrzehnten begleiten. Um einen echten Neuanfang also – nicht den nächsten Versuch, kurzfristig finanzielle Löcher zu stopfen, sondern den Verein so aufzustellen, dass er nie wieder von den Entscheidungen oder Launen einzelner Personen abhängig ist. 

21.06.2026, Kulturhalle Zenith: 

Der große Tag! Auch dank der hervorragenden kulinarischen Verpflegung, die von Freunden mitgebracht wurde, ließ sich das Geschehen in der angenehm kühlen Halle gut verfolgen. Während der Aussprachen kam von der “schweigenden Mehrheit” kein einziger substanzieller Beitrag. Dabei wäre eigentlich Raum für kritische, aber sachliche Nachfragen gewesen. Die wurden am Ende auch gestellt – nur eben von den angeblichen „gehorsamen Anhängern des Giesinger Staates“. Die Wortbeiträge von einigen der Unverbesserlichen, welche zufälligerweise ein paar Reihen vor mir saßen, beschränkten sich stattdessen auf „Pfui“-Rufe und Getuschel, sobald e.V.-Funktionäre oder Mitglieder in Vereins-Merch an ihnen vorbeiliefen. Es hat sich halt einmal mehr gezeigt: Es gibt sie nicht, die oft heraufbeschworene „schweigende Mehrheit“. Sie sind schlichtweg in der Minderheit – auch wenn sie in den Kommentarspalten und beim Pöbeln laut auftritt. Lustig anzusehen war es aber teilweise allemal, auch wenn ich mich währenddessen oft gefragt habe, wie man denn überhaupt so wird. 

Nach der erfolgreichen Zustimmung zur Gründung der beiden Gesellschaften und der Wahl meiner Wunschkandidaten blickte ich am Sonntagnachmittag nun endgültig optimistisch in unsere Zukunft. Nachdem Peter Schaefer am frühen Abend die Versammlung für beendet erklärt hatte, packten Funktionäre, Mitarbeiter, das Fanprojekt und Mitglieder gemeinsam mit an und stapelten die Stühle, um die Halle aufzuräumen. Zum Ausklang des Tages – und gewissermaßen der gesamten letzten Wochen – ging es mit ein paar Redaktionskollegen und Freunden noch auf ein verdientes Bier in einer nahegelegenen Gaststätte.

Auf die (selbstbestimmten) Löwen!  


Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Gernot Mang: “Es ist der Moment gekommen, neue Wege zu gehen.”

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Rund 40 Minuten lang sprach Gernot Mang auf der gestrigen Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. unter dem Tagesordnungspunkt 8a) Bericht des Präsidenten zu den über 1.000 Anwesenden. Und seine Rede kann aufgrund ihrer Inhalte in diesen bewegten Zeiten durchaus als historisch bezeichnet werden. Ein wichtiger kommunikativer Schritt im Befreiungskampf des Vereins. Hier gehen wir ausführlich auf die Ansprache des Oberlöwen ein.

Wenig Schlaf, viele Gespräche

Gleich zu Beginn seiner Ausführungen sprach Mang über seine ganz persönlichen Empfindungen angesichts der Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit und kündigte maximale Offenheit an. Die Mitglieder lauschten gebannt. Immer wieder wurden die Ausführungen aber auch von lautstarkem Applaus unterbrochen. Kritische Zwischenrufe gab es auch, allerdings nur sehr vereinzelt und selten.

Die letzten Wochen waren hart für uns als Verein, für das gesamte Präsidium und für viele Mitarbeiter. Und ich bin mir sicher, auch für viele von euch. Ich habe in diesen letzten Wochen wirklich sehr wenig geschlafen. Ich habe, wie wir alle, viele Gespräche geführt. Wie lange haben wir einfach gewünscht, heute hier stehen zu können und zu dürfen und einfach nur über sportliche Erfolge zu sprechen. Aber das wäre nicht ehrlich und Ehrlichkeit sind wir diesem Verein und seinen Mitgliedern schuldig. Deshalb ist heute der Moment gekommen, in dem ich offen, transparent über die Lage sprechen möchte. Ihr habt ein Recht darauf zu erfahren, was in den vergangenen Monaten und vor allem in den letzten Wochen wirklich passiert ist, was hinter den Schlagzeilen stand, was verhandelt wurde, welche Entscheidungen getroffen wurden und vor allem warum diese Entscheidungen getroffen wurden.

Rückblick auf die vergangenen zehn Monate

Gernot Mang regte an, statt des Worts “Krise” von einem “Aufbruch” zu sprechen und die sich jetzt bietende Chance, einen “eigenen Weg zu gehen, ein neues Kapitel aufzuschlagen,” zu nutzen. “Wirtschaftlich solide, sportlich ambitioniert, transparent, unabhängig und getragen von den Menschen, die diesen Verein wirklich lieben.”  Dann blickte er nochmal zurück auf die vergangenen zehn Monate, die bisherige Wirkenszeit seines Präsidiums. Mang erinnerte an die Euphorie vom Sommer 2025 mit einer sportlich ambitionierten Mannschaft, an die Neubesetzung des Aufsichtsrats nach dem gescheiterten Anteilsverkauf und den anfangs durchaus konstruktiven Austausch mit Hasan Ismaik: “Es war nicht alles negativ.” Nach der sportlich schlechten Entwicklung im Spätsommer und der gemeinsam beschlossenen Freistellung von Trainer Patrick Glöckner und Geschäftsführer Christian Werner nahm bekanntlich Manfred Paula seine Arbeit auf.

Mit der Bestellung von Manfred Paula wurde zum ersten Mal seit Jahren die Zusammenarbeit mit dem NLZ ernsthaft vorangetrieben. Die künstlichen Grenzen zwischen KGaA und NLZ sind gefallen. Das ist ein Fundament, das längst überfällig war!

Von der Gründung einer “Task Force” im Herbst 2025 berichtete Mang, die zum einen den geplanten Anteilsverkauf Hasan Ismaiks “wohlwollend unterstützen und begleiten” sollte. Zum anderen wurde damals mit der ernsthaften Sanierung der KGaA begonnen. Das operative Defizit der Gesellschaft konnte deutlich reduziert werden. Aufgrund bestehender Verträge könne allerdings das Defizit nicht innerhalb einer Saison auf Null reduziert werden. Auch diesen Teil der Zusammenarbeit mit HAM bezeichnete Mang als “professionell”. Bis zum 21. Mai diesen Jahres. Zur Verantwortung für den danach aufgetretenen Konflikt zwischen den Gesellschaftern erläuterte Mang:

Die hohen Ausgaben und damit das operative Defizit wurde über Jahre hinweg im dafür zuständigen Aufsichtsrat beschlossen. Und zwar stets mit der Mehrheit der HAM als sechzigprozentigem Gesellschafter und nicht selten gegen die Stimmen der VR-Vertreter, die vor der fehlenden Deckung warnten. Dies ist auch so protokolliert. (…) Und deshalb bitte ich wirklich darum, nicht reflexartig auf den e.V. zu zeigen, wenn es um Verantwortung geht. Und noch eine Richtigstellung: Es ist schlichtweg falsch, wenn in einem BR-Interview behauptet wird, die HAM habe nicht einmal eine Kaffeemaschine kaufen dürfen. Der Mehrheitsgesellschafter hatte in den letzten Jahren stets Budgethoheit. Das hat nichts mit der 50+1 zu tun. Alles andere ist eine bewusste Falschdarstellung.

Die Geschehnisse rund um den 3. Juni

Dass die kurzfristige Kündigung der Darlehen Ende Mai unwirksam war, haben mittlerweile drei unabhängige Anwaltskanzleien bestätigt. Als “kurios” bezeichnete Mang, dass der Vertrag von Geschäftsführer Manfred Paula noch wenige Tage vor dieser Kündigung vom Beirat einstimmig beschlossen wurde. Ausführlich und chronologisch ging er schließlich auf die  Vorgänge rund um den 3. Juni 2026 ein. Man habe  teilweise bis in die Morgenstunden in Meetings zusammengesessen und nach Lösungen gesucht, um den Nichterhalt der Drittligalizenz abzuwenden.

Am Morgen des 3. Juni haben wir einen vollständig ausformulierten Vertragsentwurf vorgelegt, freigegeben vom Aufsichtsrat, Verwaltungsrat, Präsidium und – und das ist ganz, ganz wichtig – von den insolvenzrechtlichen Beratern der KGaA. Der Entwurf war der HAM-Seite bereits seit Nachmittag, 2. Juni bekannt. Er wurde sofort abgelehnt, ohne Diskussion. Obwohl dieser Entwurf 90 % der Forderungen enthielt.

Die unvermeidbare Kündigung des Kooperationsvertrags

Die HAM-Vertreter bestanden auf die Streichung der Einschränkung ‘soweit verbandsrechtlich zulässig’ bei den Vereinbarungen, was allerdings für das Präsidium des e.V. nicht akzeptabel war, da man den Regularien des DFB und der DFL unterliege und sich darüber nicht hinwegsetzen könne. “Das ist keine Frage des guten Willens, sondern des Rechts.” Auch über die von HAM verlangte Verpfändung der Ticketeinnahmen der kommenden zwei Spielzeiten an einen den e.V.-Vertrtern “völlig unbekannten Dritten”, der anschließend die für den Lizenzerhalt nötigen Millionen bereitstellen sollte, berichtete Mang in seiner Rede. Und erläuterte nochmal, dass diese Forderungen – auch aufgrund persönlicher Haftung der Vertreter des Muttervereins – nicht erfüllbar waren.

Wir haben uns nach diesem Scheitern zusammengesetzt und hier ist etwas zusammengewachsen. Präsidium und Verwaltungsrat haben die Lage ehrlich bewertet. Ein ‘Weiter so’ war nicht möglich. Am 4. Juli um 19:15 hat das Präsidium den Kooperationsvertrag von 30. Mai 2011 mit der HAM fristlos gekündigt. Diese Entscheidung war das Ergebnis einer klaren Analyse. Ein Verein, der zum zweiten Mal in die Viertklassigkeit geschickt wird, der mit einem Partner zusammenarbeitet, der DFB-Richtlinien ignorieren will, der Ehrenamtliche in strafrechtliche Haftung zu drängen versucht und das Geld der Fans in Form von Ticketeinnahmen verpfänden will… Dieser Verein kann so nicht weitermachen! Nach 15 Jahren müssen wir uns eingestehen: Es war ein Missverständnis. Und jetzt ist der Moment gekommen, neue Wege zu gehen im Sinne des TSV München von 1860.

An dieser Stelle erhielt Gernot Mang wohl den lautesten Applaus seiner gesamten Rede. Dann widmete er sich der wichtigen Frage, wie es nun weitergehe mit dem TSV 1860. Eine Frage, die sich naturgemäß viele Fans im Moment stellen.

Wir haben noch einiges vor uns. Wir haben in der vergangenen Woche noch einmal alles versucht, um eine Einigung mit Hasan Ismaik zu erzielen. Konkret: Wir haben als e.V. Mitte dieser Woche ein Güteangebot abgestimmt mit Erwerb der 60% Anteile, inklusive des Merchandising gegen eine faire Vergleichszahlung im mittleren einstelligen Millionenbereich. Um Hasan einen guten Weg aus der Partnerschaft zu ermöglichen. Auf dieses Angebot wurde bislang von Seiten Ismaiks nicht ernsthaft eingegangen. Seit Mittwoch ist es da. Das finde ich auch sehr, sehr traurig. Dabei lag – nach den vorliegenden Informationen – gleichzeitig ein Angebot eines externen Investors mit deutlich geringeren finanziellen Gegenleistungen auf dem Tisch. Ich habe das Gefühl, dass Hasan Ismaik seine Anteile lieber jemandem anderen verkaufen will, als dem e.V. Das sagt vieles aus. Eine schnelle und gütliche Trennung von Hasan Ismaik, vielleicht das, was man als ‘Märchenlösung’ bezeichnet hat, bei der die Anteile in die Hände der Fans zurückgehen, ist damit in sehr weite Ferne gerückt. Die Zeit drängt! Nach aktuellem Stand wird die KGaA in der kommenden Woche Insolvenz anmelden müssen.

Anschließend ging Mang auf die ganz konkreten zu tätigenden Schritte nach der möglichen Anmeldung der Insolvenz ein. Den “Abschied vom Investorenmodell der vergangenen 15 Jahre” und die Gründung einer Spielbetriebsgesellschaft (zu der die Mitgliederverammlung ja später am Tage mit überwältigender Mehrheit die Zustimmung gab) benannte er konkret. Man wolle sich dann schnellstmöglich mit dem zuständigen Insolvenzverwalter zusammensetzen, um über die Themen Markenrechte, Dauerkarten und natürlich den Spielbetrieb in der bevorstehenden Saison zu sprechen. Eine “schlagkräftige Mannschaft” soll aufgebau werden, die diesem Verein auf dem Platz würdig sei. “Das schulden wir ihnen. Das schulden wir uns allen. Und das werden wir auch einhalten!”

Rekordmitgliederzahl: 29.000

Zum Ende seiner Rede wollte Gernot Mang – als Präsident des gesamten Turn- und Sportvereins – natürlich auch noch auf Themen eingehen, die explizit den Verein in seiner Breitensportausrichtung betreffen. Die erreichte Rekordmitgliederzahl von 29.000 wurde vermeldet, aber ebenso die den Verein bedrohende Zahl von 1,4 Millionen Euro Verlust, die man in den letzten Jahren angehäuft habe. “Jeder Stein” sei umgedreht worden, man habe Strukturen hinterfragt und sei nun auf dem guten Weg keine Verluste mehr zu machen. Im kommenden Geschäftsjahr rechne man für den e.V. mit einem Plus, was lediglich durch die Unsicherheit von Anwalts- und Gerichtskosten aus den möglichen Auseinandersetzungen mit dem KGaA-Gesellschafter noch in Gefahr geraten könne.

Grünwalderstadion: “Unsere Zukunft”

Als letzten Themenblock – für den Mang allerdings nur gut fünf Minuten aufwendete, nachdem das Thema ja noch an anderer Stelle in der Mitgliederversammlung ausführlich behandelt werden sollte – ging der Oberlöwe auf das Thema Sechzgerstadion ein. Mit einem Hinweis auf die zentrale Bedeutung des Spielorts der ersten Mannschaft der Löwenfußballer leitete er das Thema emotional ein.

So, eine Sache noch. Es ist etwas, was uns persönlich sehr viel bedeutet. Etwas, das nicht aus einer Notlage entstanden ist, sondern aus Überzeugung. Aus Liebe zu diesem Verein. Aus dem Glauben daran, dass wir eine Zukunft verdienen, die unserem Namen gerecht wird. Das Grünwalder Stadion. Unser Zuhause, unsere Zukunft. Dieses Stadion ist nicht irgendein Spielort. Es ist der Ort, an dem Generationen von Löwen gewonnen und verloren haben, geweint und gejubelt haben. Es ist der Ort, der uns zusammenhält. In guten Zeiten. In schlechten Zeiten. Und es ist der Ort, der uns in Zukunft gehören soll.

Seine Rede beendet Mang mit einer kämpferischen Aussage an die Mitglieder und Fans des TSV 1860 – aber auch an alle Kritiker und Beobachter im Umfeld der Löwen:

Wer am Ende immer noch behauptet, dieser Verein sei am Ende, der soll sich das merken: Der Verein lebt stärker denn je! Befreit sich von seinen Fesseln und zeigt Zähne. Und das sage ich mit vollem Stolz, mit voller Überzeugung: Wir sind der Verein!

 

Ehemaliger sechzger.de Redakteur Jan Walla in Verwaltungsrat gewählt

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heckmair walla seemann verwaltungsrat 1860

Bereits im März hatte sich Jan Walla aus unserer Redaktion verabschiedet, nun wurde der 33-Jährige von den Mitgliedern des TSV 1860 in den Verwaltungsrat gewählt. Ebenfalls neu in diesem verantwortungsvollen Gremium sind Dominik Heckmair und Uwe Seemann.

Geyer zieht zurück, Braumandl abwesend

Bereits vor der Wahl wurde bekanntgegeben, dass Alfred Geyer seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Da auch Matthias Braumandl nicht persönlich anwesend war und Michael Graeter aus unbekannten Gründen etwas länger brauchte, um sich auf die Bühne zu bequemen, war Stefan Hartl der erste Kandidat, der sich der alphabetischen Reihenfolge nach vorstellen durfte.

Der Vater des Framerunners Paul setzte seinen Fokus auf das Thema Inklusion und hinterließ einen sympathischen Eindruck. Wirtschaftsprüfer Dominik Heckmair verwies auf seine berufliche Expertise und versprach, diese in seine Tätigkeit im Verwaltungsrat einzubringen.

Desaströser Auftritt von Graeter

Inzwischen war auch Michael Graeter auf der Bühne eingetroffen und blamierte sich mit seinen Ausführungen bis auf die Knochen. Ich möchte gar nicht näher auf die verbalen Entgleisungen des 85-Jährigen eingehen, aber durch seine Nicht-Wahl bleibt dem Verwaltungsrat und dem gesamten Verein einiges erspart.

Mit Jürgen Pusch wartete direkt das nächste Highlight auf die anwesenden Mitglieder, denn der Initiator eine Fanvereinigung mit rund 400 Followern auf Instagram sprach doch tatsächlich davon, dass die Zusammenarbeit mit Hasan Ismaik nicht beendet werden sollte und die Kündigung des im Großen und Ganzen funktionierenden Kooperationsvertrages ein Fehler gewesen sei. Ähnlich wie Graeter bekam Pusch hierfür lautstarkes (aber wenig positives) Feedback.

Der ewige Kandidat steht wieder zur Wahl

Nicolaus Schrenk kehrte anschließend auf eine sachliche Ebene zurück und legte glaubhaft dar, warum er seinem Verein gerne als Verwaltungsrat zur Verfügung stünde. Uwe Seemann lobte die Arbeit des Präsidiums in den vergangenen Wochen, stellte aber auch klar, dass er im Falle einer Wahl nicht nur zum Abnicken im Gremium sitze.

Dem ewigen Kandidaten Karl Sochurek war vermutlich schon beim Schritt ans Mikrofon klar, dass es auch diesmal nicht mit der Wahl klappen würde, seine Hartnäckigkeit und Motivation ist aber doch bewundernswert.

Der ehemalige sechzger.de Redakteur Jan Walla, auf diesem Portal auch als Jan Schrader bekannt, beendete den Reigen der Kandidaten. Der Teamleiter in der Pharmabranche verwies darauf, dass er sich in den vergangenen Jahren ausgiebig mit der Satzung des TSV München von 1860 e.V. auseinandergesetzt habe und gut im Verein vernetzt sei.

Heckmair, Walla und Seemann neu im Verwaltungsrat

Anschließend ging es für die wahlberechtigten Mitglieder an die Urnen. Das Ergebnis:

  1. Dominik Heckmair (888 Stimmen)
  2. Jan Walla (852 Stimmen)
  3. Uwe Seemann (538 Stimmen)

Nicht gewählt:

  1. Nicolaus Schrenk (276 Stimmen)
  2. Matthias Braumandl (132 Stimmen)
  3. Stefan Hartl (104 Stimmen)
  4. Karl Sochurek (95 Stimmen)
  5. Jürgen Pusch (52 Stimmen)
  6. Michael Graeter (37 Stimmen)

22.06.1963: TSV 1860 verspielt Deutsche Meisterschaft in Dortmund

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Es hätte alles so schön sein können… Mit einem Sieg in Dortmund hätte der TSV 1860 am 22.06.1963 ins Finale um die Deutsche Meisterschaft einziehen können. Doch es kam ganz anders: Der BVB erwies sich als zu stark und ein späterer Löwe erwies sich als besonders treffsicher.

Meister der Oberliga Süd

Dass es überhaupt zu diesem Endspiel vor dem Endspiel kommen konnte, war ohnehin überraschend. In der Oberliga Süd hatte sich der TSV 1860 überraschend gegen die Konkurrenz aus Nürnberg und der Seitenstraße durchgesetzt. Dies war letztendlich auch der Grund, warum die Löwen (und eben nicht die Bayern) in die Bundesliga aufgenommen worden, die im Sommer 1963 den Spielbetrieb aufnahm.

Mit drei Punkten Vorsprung auf den Club wurde Sechzig Meister der Oberliga Süd und qualifizierte sich damit direkt für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft.

TSV 1860 gegen HSV, BVB und Neunkirchen

Dort traf der TSV 1860 auf den HSV, Borussia Neunkirchen und Borussia Dortmund. Die Hamburger hatten zuvor die Oberliga Nord für sich entschieden. Die Saarländer hatten sich als Zweiter der Staffel Südwest qualifiziert. Und auch der BVB war im Westen lediglich Zweiter geworden und hatte dem 1. FC Köln den Vortritt lassen müssen.

Den Löwen gelang ein Auftakt nach Maß, denn sie schlugen den BVB durch zweite späte Tore von Küppers und Brunnenmeier mit 3:2. 45.118 Zuschauer im Grünwalder Stadion waren begeistert und träumten schon von der Meisterschaft. Umso größer war die Enttäuschung vier Tage später, als Sechzig beim Hamburger SV mit 0:3 unter die Räder kam. Doch erneut nur drei Tage später war die Welt wieder in Ordnung. Nach seinen beiden Toren gegen Dortmund traf Rudi Brunnenmeier diesmal gleich dreimal für den TSV 1860. Das vierte Löwen-Tor beim 4:0 gegen Borussia Neunkirchen vor 38.149 Zuschauern steuerte Kohlars bei.

Endrunde: Dortmund zu stark für den TSV 1860

Eine Woche später drehten die Saarländer den Spieß jedoch um und fügten Münchens großer Liebe eine empfindliche 1:2-Niederlage zu. Der Anschlusstreffer von Stemmer per Elfmeter kam zu spät, um das Ruder nochmal rumreißen zu können. Gegen den HSV musste also ein Sieg her – und der gelang! Heiß und Rebele sorgten vor 46.408 Zuschauern in Giesing für den knappen 2:1-Erfolg über die Norddeutschen.

Für den TSV 1860 gab es also ein “kleines Finale” gegen Borussia Dortmund. Der BVB ging mit 7:3 Punkten ins Spiel, die Löwen hatten bis dato 6:4 Punkte gesammelt. Erneut war Siegen Pflicht, doch diesmal sahen Radenkovic & Co. kein Land. Bereits in der 10. Minute traf Schütz zum 1:0 für Schwarz-Gelb, in der 21. Minute ließ Timo Konietzka das 2:0 folgen. Konietzka, der 1966 mit dem TSV 1860 Deutscher Meister werden sollte, machte mit dem 3:0 für Dortmund den Deckel drauf. Auch Schütz traf ein zweites Mal und sorgte für den Endstand. Die 42.424 Zuschauer waren, soweit sie es mit dem BVB hielten, natürlich begeistert.

Der Traum von der Meisterschaft war mit Platz 2 in den Gruppenspielen für die Löwen also ausgeträumt. Borussia Dortmund  hingegen qualifizierte sich für das Finale und schlug dort den 1. FC Köln vor über 75.000 Zuschauern im Stuttgarter Neckarstadion mit 3:1.

Die Aufstellung des TSV 1860 in Dortmund

Trainer Max Merkel schickte am 22.06.1963 gegen Borussia Dortmund folgende Elf des TSV 1860 auf den Rasen.

Radenkovic – Wagner, Steiner – Zeiser, Stemmer, Rahm – Heiß, Rebele, Brunnenmeier, Küppers, Anzill

Tore:
1:0 Schütz (10.), 2:0 Konietzka (21.), 3:0 Konietzka (65.), 4:0 Schütz (79.)

Mitgliederversammlung 2026: Informationen aus dem Zenith

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Mitgliederversammlung 2026: Informationen aus dem Zenith

Am heutigen Sonntag fand im Zenith die Mitgliederversammlung 2026 des TSV München von 1860 e.V. statt. Dabei wurden unter anderem drei Verwaltungsräte für eine Nachbesetzung gewählt. Zudem stand die Gründung von zwei Gesellschaften für Spielbetrieb und Stadion auf der Agenda; beide wurden mit überwältigender Mehrheit beschlossen.

Informationen zur Mitgliederversammlung 2026 aus dem Zenith

sechzger.de informiert über die wichtigsten Entscheidungen am heutigen Tag.

Besondere Beachtung erfuhren bei der Mitgliederversammlung die Punkte 11-13 der Tagesordnung. In den Verwaltungsrat (TOP 11) gewählt wurden Dominik Heckmair (888 Stimmen), Jan Walla (862) und Uwe Seemann (598). Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle den Gewählten und viel Erfolg im neuen Amt.

Der TOP 13a zur Gründung oder dem Erwerb einer Spielbetriebs-Gesellschaft für den Profi-Fußballs der Löwen erhielt bereits in offener Abstimmung eine mehr als deutliche Mehrheit. Mehr als 99,4% der anwesenden 1.100 Mitglieder stimmten dem Antrag des Präsidums zu.

Auch beim Punkt 13b, der Gründung einer Stadionbetriebs-Gesellschaft für den Bau, Erhalt und Betrieb des Grünwalder-Stadions als GmbH aus e.V.-Mitteln, die ausdrücklichen nicht den Mitgliedsbeiträgen entstammen, erhielt der Antrag der Vereinsspitze eine deutliche Mehrheit. Die für eine Zustimmung nötige Dreiviertel-Mehrheit wurde auch hier weit übertroffen. Erneut stimmten über 99,4% für den Antrag.

Zuvor waren die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für das Sechzger-Stadion in Giesing vorgestellt worden. Walter Lechner sprach über den 27.000 Zuschauer fassenden Löwen-Tempel, der das erste CO2-neutrale Stadion Deutschlands sein könnte. Die Westkurve soll dann 13.000 Zuschauer fassen. Weitere Details zur Machbarkeitsstudie zum Sechzger-Stadion lest ihr in unserem separaten Bericht vom Samstag.

Gegen 16:30h wurde über die drei vorliegenden Anträge auf Satzungsänderung abgestimmt, die man hier im Detail nachlesen kann. Darin ging es darum, sich als e.V. in der Satzung zur demokratischen Grundordnung der BRD zu bekennen, sowie politisch neutral zu sein. Zudem ging es um das Prozedere und die Möglichkeiten bei Wahlen der Abteilungen und im dritten Antrag der Sechzger-Musikanten um die Schaffung der Möglichkeit, eine Abteilung für musikalische Zwecke oder die Erinnerungskultur zu gründen. Allen drei Anträgen wurde mehrheitlich mit mehr als der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit zugestimmt.

Weitere Artikel in den kommenden Tagen

Zusammenfassungen der heute gehaltenen Reden, z.B. des kämpferischen und ehrlichen Bericht von Präsdient Gernot Mang, aber auch Analysen und Einordnungen durch unsere Redaktion findet Ihr natürlich – wie gewohnt – in den kommenden Tagen bei uns auf sechzger.de. Am heutigen Sonntag sind wir auch – und in erster Linie – als Mitglieder des TSV 1860 im Zenith dabei und wollen dieser Rolle – neben der Befriedigung des Informationsbedarfs unserer Leser*innen – natürlich voll und ganz gerecht werden.

Die Tagesordnung in der Übersicht

 

TOP 1
ERÖFFNUNG UND BEGRÜSSUNG DURCH DEN PRÄSIDENTEN,
BESTÄTIGUNG DES VERSAMMLUNGSLEITERS

TOP 2
FESTSTELLUNG DER ORDNUNGSGEMÄSSEN EINBERUFUNG UND DER BESCHLUSSFÄHIGKEIT

TOP 3
GENEHMIGUNG DER TAGESORDNUNG

TOP 4
BESTELLUNG EINES PROTOKOLLFÜHRERS

TOP 5
GENEHMIGUNG DES PROTOKOLLS DER MITGLIEDERVERSAMMLUNG VOM 6. JULI 2025

TOP 6
TOTENEHRUNGEN

TOP 7
EHRUNGEN
a) Ernennung der Ehrenmitglieder
b) Beschlussfassung über die Befreiung der Ehrenmitglieder von der Beitragspflicht
c) Ehrung der aktiven Sportler*innen

TOP 8
BERICHTE
a) des Präsidenten
b) des Schatzmeisters über den Jahresabschluss Geschäftsjahr 2024 / 2025
c) Bericht des Vizepräsidenten
d) aus den Abteilungen (Zusammenfassung durch das Vereinsmanagement)
e) des Verwaltungsrates
f) der Kassenprüfer

TOP 9
AUSSPRACHE ZU DEN BERICHTEN

TOP 10
ENTLASTUNGEN DES PRÄSIDIUMS UND DES VERWALTUNGSRATES FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2024 / 2025
a) des Präsidiums: Robert Reisinger, Karl-Christian Bay, Norbert Steppe von 16.06.2024 bis 06.07.2025
aa) Vorabentlastung des Schatzmeisters Karl-Christian Bay
ab) Entlastung der übrigen Präsidiumsmitglieder
b ) des Verwaltungsrates: Sebastian Seeböck, Sascha Königsberg, Robert von Bennigsen, Christian Dierl,
Dr. Markus Drees, Gerhard Mayer, Martin Obermüller, Nicolai Walch, Beatrix Zurek von 16.06.2024 bis 18.02.2025
c) des Verwaltungsrates: Sebastian Seeböck, Sascha Königsberg, Robert von Bennigsen, Dr. Markus Drees,
Gerhard Mayer, Martin Obermüller, Nicolai Walch, Beatrix Zurek von 18.02.2025 bis 06.07.2025

TOP 11
ERSATZWAHL VERWALTUNGSRAT
a) Einführung zur Ersatzwahl für den Verwaltungsrat durch den Wahlausschuss
b) Vorstellung der Kandidaten für den Verwaltungsrat, Aussprache und Wahl von drei Ersatzmitgliedern

TOP 12
WAHL DES STELLVERTRETENDEN SENIORENVERTRETERS
a) Einführung zur Wahl des stellvertretenden Seniorenvertreters durch den Wahlausschuss
b) Vorstellung der Kandidatin, Aussprache und Wahl

TOP 13
ZUSTIMMUNG DER MITGLIEDERVERSAMMLUNG
a) Gründung oder Erwerb einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) für den Betrieb des Profifußballs beim
TSV 1860 München, zustimmungspflichtig durch die Mitgliederversammlung gem. Ziffer 11.3.6 Abs. 1 b) Hs. 1 Var. 2
i. V.m. Abs. 3 der Vereinssatzung (nähere Informationen zur GmbH auf der Vereinswebsite)
b) Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) mit dem Namen „Betriebsgesellschaft
Sechzgerstadion mbH“, zustimmungspflichtig durch die Mitgliederversammlung gem. Ziffer 11.3.6 Abs. 1 b) Hs. 1 Var. 2
i.V.m. Abs. 3 der Vereinssatzung (nähere Informationen zur GmbH im Heft und auf der Vereinswebsite)

TOP 14
ANTRÄGE

a) Anträge auf Satzungsänderung
b) Sonstige Anträge

TOP 15
WAHL DES WAHLAUSSCHUSSES
a) Einführung zur Wahl für den Wahlausschuss durch das Präsidium
b) Vorstellung der Kandidaten für den Wahlausschuss, Aussprache und Wahl von fünf Mitgliedern

TOP 16
VERSCHIEDENES

TOP 17
SCHLUSSWORT DES PRÄSIDENTEN

Fotogalerie zu VfB Forstinning – TSV 1860 München (Testspiel)

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fotogalerie titelbild forstinning 1860

Mit einem deutlichen Testspielsieg starteten die Löwen gestern Nachmittag in die Vorbereitung auf die kommende Saison. Trotz Gluthitze zeigte die Elf von Alper Kayabunar eine ordentliche Leistung und gewann am Ende deutlich mit 4:0. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Sieg des TSV 1860 München beim VfB Forstinning.

Fotogalerie zu VfB Forstinning – TSV 1860

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben. Darüber hinaus könnt Ihr uns auch auf Instagram oder mittels der sechzger.de App (Android & iOS) folgen!

21.06.2020: TSV 1860 besiegt Halle vor leeren Rängen

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1860 Grünwalder Stadion Corona

Manchmal blicken wir in unserer Rubrik “Historische Spiele” weit zurück in die Vergangenheit der Löwen. Diesmal jedoch sind es nur sechs Jahre und doch dürfte kaum einer unserer Leser das Spiel damals live vor Ort verfolgt haben. Zu Corona-Zeiten – und folglich vor leeren Rängen – empfing der TSV 1860 die Gäste aus Halle und besiegte das Team aus Sachsen-Anhalt mit 2:1.

Vier Änderungen in Startelf

Nachdem der TSV 1860 unter Michael Köllner 14 Spiele in Folge ungeschlagen geblieben war, setzte es vor dem Match gegen Halle drei Niederlagen in den letzten vier Partien. Der Aufstiegszug war quasi abgefahren, die Gäste aus Halle brauchten hingegen jeden Punkt im Abstiegskampf.

Nach der 0:2-Niederlage bei Viktoria Köln wechselte Köllner sein Team auf vier Positionen aus. Für Böhnlein, Owusu, Erdmann und Willsch rutschten Dressel, Paul, Niemann und Berzel in die Startelf.

TSV 1860 besiegt Halle vor leeren Rängen

Die Löwen erwischten den besseren Beginn und bereits nach acht Minuten traf Stefan Lex zur 1:0-Führung für den TSV. Die Hallenser ließen sich dadurch jedoch nicht schocken: Nach einer Ecke von Julian Guttau legte Vollert per Kopf auf Syhre ab, der aus kurzer Distanz nur noch einnicken musste (32.).

Die zweite Hälfte begannen die Gäste druckvoller, das nächste Tor aber erzielten die Löwen. Sascha Mölders setzte sich in einem Zweikampf vehement durch, dadurch kam Niemann an den Ball und steckte direkt wieder auf seinen Sturmpartner durch. Routinier Mölders ließ sich nicht zweimal bitten und netzte zur erneuten Führung ein (50.). Trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten blieb es beim knappen 2:1-Sieg des TSV 1860, der die Saison 2019/20 als Achter abschließen sollte.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Michael Köllner setzte am 20.06.2020 gegen Halle auf folgende Mannschaft des TSV 1860:

Hiller – Paul (46. Willsch), Berzel, Wein, Steinhart – Rieder, Dressel (87. Moll), Niemann (64. Erdmann), Bekiroglu – Lex (68. Karger), Mölders

Tore:
1:0 Lex (8.), 1:1 Syhre (32.), 2:1 Mölders (50.)

Poppular Demand: Here comes the summer

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here comes the summer

Das erste Testspiel ist absolviert, morgen steht die möglicherweise richtungsweisende Mitgliederversammlung auf dem Programm. In ihrer Rubrik “Poppular Demand” veröffentlicht Sabine heute ihren zweiten Text und verknüpft die beiden Ereignisse miteinander. Here comes the summer!

Here comes the summer

Es ist ein komischer Tag. Die Sonne gibt sich richtig viel Mühe, uns am Tag vor dem kalendarischen Sommeranfang einzuheizen.

Als ich am frühen Abend vom 60er-Stadion nach Hause fahre, wirkt die Stadt seltsam leer. Nicht ausgestorben, aber ausgedünnt. Als hätten sich die Menschen auf irgendein geheimes Zeichen hin zurückgezogen.

Selbst die sonst verlässlichen Zufluchtsorte der Hitze sind nur spärlich besucht. In den kühlenden Supermärkten Giesings schieben die wenigen Kunden ihre Einkaufswagen fast lautlos durch die Gänge. Niemand hat es eilig. Niemand spricht besonders laut. Über allem liegt eine merkwürdige Ruhe.

Dabei war der Tag durchaus ereignisreich.

Sieg im ersten Testspiel

Sechzig gewann seinen ersten Testkick in Forstinning mit 4:0. Mit noch feuchten Haaren vom Badeausflug im Kleinod am Sportplatz des einst ruhmreichen Falke Markt Schwaben konnten wir einen Hattrick unseres hühnenhaften Stürmers Arian Ortivero Calderón bewundern.

Natürlich klingt dieser Name nach Sommer.

Und trotzdem bleibt nach dem Schlusspfiff vor allem dieses Gefühl zurück: Irgendetwas liegt in der Luft.

Irgendetwas liegt in der Luft

Direkt nach Abpfiff stehen die Leute noch in kleinen Gruppen zusammen. Es wird nicht groß diskutiert, eher kurz sortiert, leise gesprochen: „Bis morgen, vorne Mitte“, „links hinten“, „wir sehen uns dort“. Für jemanden, der danebensteht, klingt das wie eine Verabredung irgendwohin in die Sonne. Strand, Biergarten, vielleicht ein Festival.

Dabei ist es etwas ganz anderes.

Eine Halle. Morgen. Vielleicht neun Stunden, vielleicht länger. Mitgliederversammlung.

Vielleicht ist es die Hitze.

Vielleicht sind es die Gedanken an morgen.

Vielleicht bilde ich mir das auch alles ein.

Aber während ich durch Giesing radele, habe ich das Gefühl, als würde die Stadt den Atem anhalten.

Nicht wegen Sechzig. Das wäre vermessen.

Und doch wird morgen ein kleiner Teil dieser Stadt genau das tun, was die Undertones vor Jahrzehnten besungen haben:

“The summer is really here, so it’s time to come out.”

Der Sommer ist tatsächlich da. Also ist es Zeit, gemeinsam rauszugehen. Ins Zenith.

1860 siegt souverän in Forstinning – Hattrick von Ortivero Calderon

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forstinning 1860 ortivero calderon

Runderneuerte Löwen bestritten am Samstagnachmittag bei hochsommerlichen Temperaturen ihr erstes Testspiel und feierten einen ungefährdeten Sieg. Nicht zuletzt dank eines Hattricks von Arian Ortivero Calderon setzte sich der TSV 1860 beim VfB Forstinning mit 4:0 durch.

TSV 1860 besiegt Forstinning zum Auftakt

Obwohl sich nur rund 500 Zuschauer in Forstinning einfanden, war das Spiel natürlich etwas Besonderes. Nach dem Zwangsabstieg setzte Trainer Alper Kayabunar auf ein Gerüst aus U21- und U19-Spielern und auch der mögliche Neuzugang Matthew Collins (bisher Austria Salzburg) kam in der zweiten Halbzeit zum Einsatz und fügte sich ordentlich ein.

Angeführt von Kapitän Lasse Faßmann betraten die Teams den Rasen und in der ersten Hälfte zeigte sich der Klassenunterschied doch recht deutlich. Phasenweise praktizierten die Löwen Einbahnstraßen-Fußball und fast schon zwangsläufig vielen einige Tore. Angetrieben von Samuel Althaus und Emre Erdogan tat sich dabei besonders Arian Ortivero Calderon hervor, dem vor der Pause eine Hattrick gelang (14., 37., 42.).

Tekin trifft zum Endstand

In der 2. Halbzeit blieb der Spielfluss ein wenig auf der Strecke, was zum Einen der Hitze, zum Anderen aber auch den zahlreichen Wechseln geschuldet war. Nun kam auch der VfB Forstinning gelegentlich zum Abschluss, Stefan Musa im Tor der Löwen hielt den Kasten jedoch sauber.

Den letzten Treffer der Partie erzielte der kurz zuvor eingewechselte Mustafa Tekin, der von der Strafraumkante aus zum 0:4-Endstand einnetzte (80.). In der kommenden Woche wird auch Routinier Alexander Benede wieder ins Training einsteigen, der heute verletzungsbedingt pausieren musste.

Giesing spricht: TSV 1860 lädt Anwohner zum Dialog über Stadionpläne

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Giesing spricht

Unbeeindruckt von den “sportlichen Umständen” treibt der TSV München von 1860 e.V. seine Stadionpläne voran. Das Projekt ist zu groß und auf zu lange Frist ausgelegt, als dass man es vom Tagesgeschäft abhängig machen könnte. Nachdem nun die Machbarkeitsstudie abgeschlossen wurde, gab es nach der Pressemitteilung am frühen Abend auch die erste Veranstaltung auf der Details und Pläne zur Zukunft des Grünwalder Stadions mit der Öffentlichkeit geteilt wurden. Noch vor der Mitgliederversammlung lud man die Anwohner der beiden Giesinger Bezirke zu “Giesing spricht” in die Alm am Trainingsgelände. Rund 250 Menschen folgten der Einladung und konnten sich schon in der Frühphase der Umbauplanungen informieren und einbringen.

Grußworte und einige Eckpunkte zu den Plänen

Nach der Begrüßung durch das Moderationsteam sprach zuerst Präsident Gernot Mang einige Worte und Sportbürgermeistern Verena Dietl richtete sich mit einer Videobotschaft an die Versammelten. Für das geplante Panel hatte sie ihren Büroleiter nach Giesing geschickt. Den inhaltlichen Teil begann Roman Beer, der als Architekt, Mitglied der Stadionkommission und Experte für das Grünwalder einen kurzen Abriss der Geschichte des Stadions auf Giesings Höhen gab.

Dann ging es ans Eingemachte und der Leiter der Stadionkommission, Walter Lechner, übernahm das Mikrofon. Er präsentierte das weitere Vorgehen und zeigte den langfristigen Zeitplan auf:

  • Die Machbarkeitsstudie, erstellt von der Powerhouse Company, ist fertig und wird in zwei Wochen freigegeben
  • Direkt anschließend erfolgt die Vorstellung vor der Lokalbaukommission
  • Der Antrag zum Bauvorbescheid soll dann bis Ende Juli 2026 eingereicht werden
  • Währenddessen beginnen die Verhandlungen mit der Stadt München über den Erbpachtvertrag. Die Verhandlungsdauer wird auf gut sechs Monate prognostiziert. Danach geht es an die Ausgestaltung der Finanzierung des Umbaus.
  • Baugenehmigung soll Ende 2027 vorliegen
  • Baustart Mitte 2028 –> zwei Saisonen im Olympiastadion –> Eröffnung “Sechzger NEU” August 2030

Weitere Details findet ihr auf den folgenden Bildern:

Weiter Phasen der Bürgerbeteiligung – Giesing spricht weiter?

Im Anschluss wurde von Margarete Stadlbauer, ebenfalls Mitglied der Stadionkommission, das weitere Vorgehen in Bezug auf Bürgerbeteiligung und Sozialraumplanung vorgestellt. Aktuell werden die Anwohner*innen in einer so frühen Phase eingebunden, wie es sonst bei fast keinem Projekt der Fall ist. Gesetzlich ist eine solche Beteiligung nämlich erst rund um die Genehmigungsphase vorgeschrieben, einem Zeitpunkt, an dem schon der Großteil des Projekts unverrückbar fixiert sind. Der TSV 1860 und die beratenden Organe wollen in diesem Fall echte Beteiligung und Gestaltungsmöglichkeiten für die Giesinger*innen bieten. So soll das Stadion noch mehr mit dem Viertel verwachsen.

Ein großer Schritt in diesem Vorhaben ist eine umfassende Sozialraumanalyse unter der Leitung von Frau Prof. Dorit Sing von der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH). Im kommenden Wintersemester wird diese Analyse von 180 Studierenden der KSH in Giesing durchgeführt und im Anschluss der Öffentlichkeit präsentiert werden. Hier wird u.a auf die Themen Fan-Arbeit, Soziale Einrichtungen, Mobilität eingegangen und z.B. Anwohnerbefragungen durchgeführt. Wenn euch also ab Herbst 2026 Studenten von der Kath. Hochschule in Giesing ansprechen, seid freundlich und nehmt euch die Zeit!

Panel steht Frage und Antwort – Giesing spricht nun wirklich

Im Anschluss konnten die anwesenden Anwohner*innen nun dem Panel zuerst Fragen stellen und dann in einem zweiten Teil eigene Anregungen und Wünsche zum neuen Stadion äußern. Das Panel bestand aus:

  • Walter Lechner (Leiter Stadionkommission)
  • Peter Schaefer (Vizepräsident TSV 1860 e.V.)
  • Tom Bieber (Büro der 3. Bürgermeisterin Verena Dietl)
  • Sander Apperlo & Christian Runge (Powerhouse)
  • Roman Beer (Stadionkommission)
  • Prof. Dorit Sing (Professorin für Soziologie in der Sozialen Arbeit an der KSH)

Alle Inhalte des Frage-und-Antwort-Spiels hier wiederzugeben, würde den Rahmen des Artikels sprengen. Folgende Themen wurden angesprochen:

  • Wildbieseln: In der kommenden Saison werden am Spieltag vermehrt mobile Toiletten eingesetzt werden. Außerdem wird es im neuen Stadion mehr Toiletten geben.
  • Fanbusse Auswärtsanhänger: Es werden alternative Stellplätze geprüft, am Mangfallplatz könnten Flächen genutzt  werden
  • Der vielen bekannte “Hohlraum” in der U-Bahn Station Wettersteinplatz ist für Parkplätze eigentlich kein Thema, falls die Stadt sich aber zu einer Nutzung entschließt, wird sich der TSV nicht verschließen
  • Zweitnutzung: Potenziell die Munich Ravens, perspektivisch evtl. auch Rugby, Cricket, o.Ä.; “Non-Sport” Nutzung aktuell nur für die Tribünenräumlichkeiten gedacht. Konzerte sind z.B. aktuell nicht vorgesehen.
  • Die Wünsche reichten von KiTa über Bandräume bis hin zu öffentlichen Toiletten, aber auch über mögliches Gewerbe wie einen Drogeriemarkt wurde gesprochen. Grundsätzlich ist fast alles vorstellbar.

Was sonst noch aus der Veranstaltung hervorging

Das Erdgeschoss der Tribünenbauten an der Ost- und teilweise auch Südseite soll zum Viertel hin geöffnet werden und Gewerbe bzw. öffentliche Einrichtungen beherbergen. Auch ein Vereinsmuseum soll hier seinen Platz finden. Das Stadion sowie das Verkehrskonzept ist klimaneutral geplant und setzt auf erneuerbare Energien und ÖPNV. In all diesen Belangen ist auch wieder Bürgerbeteiligung gefragt!

Auch die Vertreter des Planungsbüros Powerhouse legten einige ihrer Prioritäten dar. So soll die Form der Westkurve definitiv beibehalten werden, die weiteren Ecken geschlossen und andere prägende Merkmale wie das Relief an der Fassade und die Anzeigetafel beibehalten werden. Die Firma wird selbst keine Bautätigkeiten übernehmen (Bausparte ist aktuell noch nicht in Deutschland tätig), steht aber schon in Kontakt mit möglichen Partnern für eine Umsetzung und wird den Weg weiter intensiv begleiten. Hier wird z.B. schon mit der großen Münchner Bau- und Projektmanagementfirma Drees und Sommer an einer Baukostenprognose gearbeitet.

Wie geht es weiter?

In den nächsten Monaten und Jahren sind weiter Termine zur Bürgerbeteiligung geplant. Außerdem kann man sich unter der eMail stadionumfeld@tsv1860.org mit Anregungen oder Fragen melden. Unter diesem Link kann man außerdem dem an einer schriftlichen Erstbefragung beteiligen, die erste Anhaltspunkte für die große Sozialraumanalyse liefern soll. Teilnehmen dürfen nicht nur Anwohner, am Ende ist aber unbedingt anzugeben, aus welcher Position man sich äußert (Fan, Anwohner, Gewerbetreibende).