Quiz am frühen Morgen: Wie viele Freundschaftsspiele absolvierte der TSV 1860 nach Abschluss der Saison 1970/71? Während sich die Spieler heutzutage nach dem letzten Pflichtspiel in der Regel in den Urlaub verabschieden, ließ Trainer Hans Tilkowski damals munter weiterspielen. Zum letzten Testspiel trat Münchens große Liebe heute vor 55 Jahren bei der FSG 1921 Wisselsheim an.
Kantersieg des TSV 1860 in Wisselsheim
Die Regionalliga-Saison verlief für die Löwen alles andere als gewünscht. Statt des erhofften Wiederaufstiegs fand sich der TSV 1860 zwischenzeitlich auf Platz 15 unter 19 Mannschaften wieder. Zwar fing sich die Tilkowski-Elf und landete am Ende auf Platz 4, das Saisonziel wurde aber dennoch verpasst.
Ob der Testspiel-Marathon nach Saisonende als Strafe zu verstehen war, entzieht sich unserer Kenntnis, so wirklich Freude dürfe er aber keinem der Spieler bereitet haben. Zum Abschluss reisten die Löwen nach Bad Nauheim, um sich dort mit der heimischen FSG 1921 Wisselsheim zu messen. Standesgemäß siegte der TSV 1860 mit 13:1 und verabschiedete sich damit in die nun redlich verdiente Sommerpause.
Die Aufstellung der Löwen
Für das Spiel in Hessen am 20.06.1971 nominierte Hans Tilkowski folgende Elf:
Ach ja, es fehlt noch die Auflösung des Quiz zu Beginn des Artikels: Sage und schreibe 13 Freundschaftsspiele mussten die Spieler des TSV 1860 nach Saisonende noch über sich ergehen lassen, ehe sie in den Urlaub starten durften. Nach dem letzten Spieltag am 19.05.1971 (3:1 gegen den FC 08 Villingen) standen noch folgende Partien auf dem Programm:
Während am heutigen Freitag in der 60er Alm an der Grünwalder Straße die Nachbarschaftsversammlung “Giesing spricht” läuft, hat der TSV 1860 München wegweisende Neuigkeiten veröffentlicht. Ein soeben präsentiertes “Fact Sheet” fasst die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zum Stadionausbau zusammen. Die zentrale Erkenntnis: Das Sechzgerstadion kann auf 27.000 Plätze ausgebaut werden und würde dann eine vollumfängliche Erstligatauglichkeit aufweisen.
Architektonische Vision: Sanierung im Bestand und Respekt vor der Historie
Die technische Machbarkeitsstudie zur Sanierung und zum Ausbau des Grünwalder Stadions liegt vor. Die Fakten, die der Verein nun parallel zum aktuell laufenden Anwohner-Dialog veröffentlicht hat, skizzieren eine äußerst positive, zukunftsorientierte Perspektive für die traditionsreiche Spielstätte auf Giesings Höhen. Die Machbarkeitsstudie belegt, dass eine Modernisierung möglich ist, die sowohl wirtschaftliche als auch infrastrukturelle Anforderungen des Profifußballs erfüllen soll.
Die Entwürfe der Powerhouse Company unter dem Leitmotiv “Ein Vorzeigeprojekt für STADT und VEREIN” setzen offenbar auf eine Sanierung im Bestand, die eine harmonische Einfügung in die bestehende Nachbarschaft gewährleisten soll. Ein zentraler planerischer Ansatz dürfte dabei die Fortführung des charakteristischen Erscheinungsbildes der bestehenden Stehhalle sein. Das neue Stadiondach sitzt optisch auf einem durchgehenden Band aus Glas auf.
Eine Heimat für die Fans
Es scheint, als würde sich der neue Entwurf bewusst an der Formensprache der historischen Stehhalle orientieren, die im Jahr 1978/1979 von den Architekten Werner Böninger und Peter Biedermann konzipiert wurde. Damit soll der unverwechselbare Charakter des Standorts bewahrt werden und das Stadion, wie es in der Präsentation heißt, “eine Heimat für die FANS” bleiben.
Wie man Illustrationen entnehmen kann, sollen auch die traditionelle Anzeigetafel in der Westkurve sowie die Reliefs an der Fassade der Ostkurve erhalten bleiben.
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im Überblick
Aus dem veröffentlichten Dokument des Vereins gehen folgende Kernpunkte hervor:
Erst- und Zweitligatauglichkeit: Der wichtigste Punkt für die sportliche Perspektive des Vereins: Das umgebaute Stadion wird die Richtlinien der DFL erfüllen und ist somit vollumfänglich erst- und zweitligatauglich.
Deutlicher Kapazitätsausbau: Das Stadion soll nach dem Umbau 25.000 Zuschauer fassen.
Zusätzliche Vermarktungspotenziale: Neben den regulären Plätzen wird es zusätzlich ca. 2.000 Plätze für Business-Seats und Logen geben, was für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und Erschließung neuer Einnahmequellen von enormer Bedeutung ist.
Erweiterung der Westkurve: Die Westkurve soll auf ein Fassungsvermögen von 13.000 Zuschauern erweitert werden.
Moderne Infrastruktur: Um den Komfort und die Abläufe im Stadion zu verbessern, ist auf halber Höhe ein kompletter Umlauf geplant. Dieser wird ein umfangreiches Gastronomieangebot sowie ausreichend sanitäre Anlagen bieten.
Nachhaltigkeit im Fokus: Auch ökologisch soll das umgebaute Stadion zukunftsfähig aufgestellt werden. Durch eine großflächige Photovoltaik-Anlage (PV) und die entsprechende Netzeinspeisung wird das Stadion CO2-neutral betrieben.
Weitere Details am Sonntag auf der Mitgliederversammlung
Mit diesen Ergebnissen untermauert der TSV 1860 München, dass die Vision eines modernen und rentablen Grünwalder Stadions baulich umsetzbar ist. Wie es aussieht, vereint das Modell die wirtschaftlichen Notwendigkeiten des Profifußballs mit einer signifikanten Kapazitätserweiterung.
Das heute veröffentlichte Fact Sheet dient als erster, kompakter Überblick für die Öffentlichkeit und die Teilnehmer der Nachbarschaftsversammlung. Wie der Verein ankündigt, wird die Stadionkommission bereits am kommenden Sonntag auf der Mitgliederversammlung des TSV 1860 München weitere, detaillierte Informationen zu den Plänen und dem weiteren Vorgehen präsentieren.
Auch wenn sich die tatsächliche Chance wohl im Promillebereich befindet, hat der TSV 1860 Beschwerde gegen den Lizenzentzug eingelegt und somit den letzten verbliebenen Rechtsweg ausgeschöpft.
TSV 1860 legt Beschwerde gegen Lizenzentzug ein
Hintergrund der Beschwerde ist wohl tatsächlich weniger die reelle Hoffnung auf eine Begnadigung seitens des DFB als vielmehr eine juristische Absicherung der Geschäftsführung. Vielmehr dürfte es Manfred Paula als Geschäftsführer der KGaA wichtig sein, alle juristischen Mittel auszuschöpfen und sich im Falle einer Insolvenz keinen Vorwürfen ausgesetzt zu sehen, nicht alles versucht zu haben. Auch bezüglich eventuell aufkommender Haftungsfragen ist dieser Schritt nachvollziehbar.
Ob und inwiefern der Hauptgesellschafter der KGaA an der Entscheidungsfindung hinsichtlich der Beschwerde beteiligt war, ist unbekannt. Die Frist wäre am Donnerstag um Mitternacht abgelaufen, nun wird sich das DFB-Bundesgericht mit dem Fall beschäftigen und eine mündliche Verhandlung ansetzen. Entscheidende Frage wird sein, ob der von Investor Hasan Ismaik bereitgestellte Liquiditätsnachweis doch noch berücksichtigt werden kann. Da der Fehlbetrag von 2,3 Millionen Euro jedoch lediglich auf dem Konto der Merchandising GmbH nachgewiesen werden kann, ist davon auszugehen, dass die Entscheidung zum Lizenzentzug und dem Abstieg aus der 3. Liga bestehen bleibt.
Am Sonntag (21.06.2026, 10.00 Uhr, Einlass ab 8.30 Uhr) findet im ZENITH die diesjährige Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. statt. Neben der Wahl von drei Nachrückern in den Verwaltungsrat stehen dort wichtige Entscheidung zur Zukunft des Profifußballs bei den Löwen und insbesondere zur Thematik des Spielorts Sechzgerstadion auf dem Programm. Trotz angekündigter Hitze sollten sich möglichst viele Vereinsmitglieder schon am Sonntag Morgen auf den Weg in den Münchner Norden machen und dort dann mit über die Zukunft unseres Vereins zu entscheiden. Wir von sechzger.de haben dazu schon Mitte der Woche in einem Artikel aufgerufen. Eine Umfrage zu den Plänen unserer Leser*innen hinsichtlich der MV auf unserer Seite hatte uns ein wenig irritiert. Am heutigen Freitag veröffentlichte nun auch die aktive Fanszene des TSV 1860 einen entsprechenden Aufruf, den wir hier gerne teilen und wiedergeben.
Kämpferisches Statement der Fanszene zur Mitgliederversammlung
Unter anderem im Instagram-Auftritt von weiss_blauer_blog ist der Aufruf zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung hinterlegt, der sich in der Wortwahl vor allem an die jüngeren in der Fankurve aktiven Vereinsmitglieder richtet. In dem Aufruf finden die Autoren entsprechend klare und deutliche Worte bei der Zusammenfassung der Ereignisse der letzten Wochen und platzieren ein kämpferisches Statement mit folgendem Wortlaut:
FREIHEIT FÜR SECHZIG
Trage auch DU dazu bei – Komme am Sonntag, den 21. Juni, zur Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. ins Zenith!
Der Befreiungskampf gegen Ismaik und Konsorten befindet sich in der entscheidenden Phase. 15 Jahre Fremdbestimmung, Spaltung und Desinformation haben den TSV mehrmals an den Rand des Abgrundes gebracht. Die Kündigung des Kooperationsvertrages durch das Präsidium war die logische Konsequenz des jüngsten, abermaligen Wortbruchs seitens Ismaiks. Außer Frage steht, dass Ismaik, seine Berater und willfährigen Unterstützer in den kommenden Tagen nichts unversucht lassen werden, um die Mitglieder zu verwirren, aufzuhetzen und zu verängstigen. Hierzu wurde extra eine PR-Agentur engagiert, die für ihr Dirty Campaigning berüchtigt ist. Das Ismaik-Interview im Bayerischen Rundfunk ist dabei nur ein Vorgeschmack dessen, was der Öffentlichkeit an Lügenmärchen aufgetischt wird.
Wir Mitglieder aber lassen uns davon nicht beirren, die Zeit ist reif für ein freies Sechzig München!
Lasst uns ein starkes Zeichen der Selbstbestimmung und Geschlossenheit nach außen senden!
Kommt zahlreich zur Mitgliedversammlung am Sonntag ins Zenith und stärkt unserem gewählten Vereinsvertretern den Rücken.
Für viele Löwenfans kam die Nachricht, dass der Vertrag von Jesper Verlaat nicht verlängert wird, überraschend. Der überaus beliebte Kapitän verlässt den TSV 1860 München nach vier Jahren und wechselt ablösefrei zur U23 von Borussia Dortmund.
Jesper Verlaat wechselt zu Borussia Dortmund II
Im Sommer 2022 war der Niederländer von Waldhof Mannheim an die Grünwalder Straße gekommen und hatte seitdem 108 Drittligaspiele (7 Tore), 5 Partien im Toto Pokal (1 Tor) und eine Begegnung im DFB Pokal für den TSV 1860 absolviert. Für Münchens große Liebe war es bis zu seiner Verletzung nicht nur Leistungs-, sondern auch Sympathieträger und Identifikationsfigur.
Nun schlägt der 30-Jährige also bei Borussia Dortmund ein neues Kapitel seiner Karriere auf und freut sich nach seinem tränenreichen Abschied von den Löwen auf eine neue Aufgabe.
Ingo Preuß, sportlicher Leiter der U23, heißt den Neuzugang herzlich willkommen:
“Mit Jesper gewinnen wir einen erfahrenen Spieler für das Abwehrzentrum. Er wird für unsere jungen Spieler eine wichtige Stütze auf und neben dem Platz sein.”
Wir wünschen Jessi alles Gute und freuen uns auf ein Wiedersehen in Giesing!
Herausragende Teamleistung der Radsportabteilung des TSV 1860 e.V. beim Donnerstagsrennen der Munich Bike Stars: Michel Hehlke sichert sich beim Kriterium „rund um die Schüssel“ in Fröttmaning einen fantastischen zweiten Platz in der Hobby-Kategorie. Zudem gibt es Neuigkeiten aus dem e.V.-Shop.
Radsportabteilung mit tollem Erfolg in Fröttmaning
Es war ein Renntag, der die Stärken der Löwen auf dem Asphalt perfekt aufzeigte. Beim wöchentlichen Rennen vor den Toren der Allianz Arena bewiesen die Radsportler des TSV 1860 München vor allem eines: taktisches Geschick und grandiosen Teamgeist.
Um die Leistung richtig einordnen zu können, muss man das Format des Rennens verstehen. Hierbei wird auf einem engen Rundkurs gefahren, bei dem jede Runde nur wenige Minuten dauert. Der Clou: Es geht nicht nur darum, wer am Ende als Erster über die Ziellinie fährt. Stattdessen gibt es in regelmäßigen Abständen – oft durch eine Glocke angekündigt – Sprintwertungen.
Dort werden Punkte nach dem Schema 5-3-2-1 verteilt. Die letzte Runde zählt als Zielwertung doppelt. Wer am Ende die meisten Punkte auf dem Konto hat, gewinnt. Das bedeutet: Auch zwischen den Wertungen bleibt das Tempo extrem hoch, da die Fahrer sich für den nächsten Sprint positionieren müssen.
Michel Hehlke sprintet aufs Podest
Das Rennen startete gewohnt schnell. Die ursprüngliche Taktik der Sechzger sah vor, sich auf die Wertungen 2, 3 und die Schlusswertung zu konzentrieren. Doch als Michel Hehlke beim ersten Sprint direkt auf den zweiten Platz vorfuhr, wurde der Plan flexibel angepasst: Hehlke sollte auf die Sprints gehen, während der junge Däne Mark Rüdiger als sein „Lead-Out“ fungierte.
Diese Rolle füllte Rüdiger in Perfektion aus. Er fuhr Ausreißer souverän zu und ließ in den Wertungsrunden niemanden mehr an sich vorbei, sodass Hehlke immer in idealer Position auf die Zielgerade einbiegen konnte. Die Ausbeute sprach für sich: Platz 2 bei der zweiten Wertung und der volle Punktesieg (Platz 1) bei der dritten Wertung.
Um Kräfte zu sparen, ließ das Team die vierte Wertung aus. Bei der doppelt zählenden Schlusswertung leistete Rüdiger erneut perfekte Vorarbeit. Hehlke sprintete auf Platz 2 – nur winzige 10 bis 20 Zentimeter fehlten ihm zum finalen Sprint-Erfolg, der gleichzeitig auch den Gesamtsieg bedeutet hätte. So stand am Ende ein hochverdienter 2. Platz im Gesamtklassement zu Buche. Eine herausragende Teamleistung und ein Rennen, das angesichts der guten Gruppenverhältnisse richtig Spaß gemacht hat.
Neues Trikot: Grün-Gold auf den Sattel
Passend zu den sportlichen Erfolgen gibt es auch modische Neuigkeiten. Die Radsportabteilung hat ein brandneues Trikot mit dem ikonischen Radsport-Logo (das viele schon von den Shirts kennen) releast. Wer sich das neue Jersey sichern möchte, muss sich beeilen: noch bis Montag läuft die Pre-Order!
Spezielle Ausrüstung wie Sweater, Hosen, Einteiler oder Westen sind exklusiv den Mitgliedern der Abteilung vorbehalten. Wer diese Stücke tragen will, hat also gleich den perfekten Grund, der Radsportabteilung des TSV 1860 München beizutreten!
Der TSV München von 1860 e.V. geht aktiv gegen strafbare Inhalte im Internet vor. Als Mitinitiator des neuen Pilotprojekts „Justiz und Sport – konsequent gegen Hass“ setzen die Löwen ein wichtiges Zeichen für mehr Respekt im digitalen Raum.
Gemeinsam konsequent gegen Hass im Netz
Das Internet ist leider nicht immer nur ein Ort für sachlichen Austausch über unseren Lieblingsverein. Immer öfter werden Grenzen überschritten, und Sportler, Funktionäre sowie Fans werden zur Zielscheibe von strafrechtlich relevanten Hasskommentaren. Dem stellt sich der TSV 1860 München e.V. nun gemeinsam mit starken Partnern aktiv entgegen.
Wie der Hauptverein auf seiner Website bekanntgab, beteiligt sich der TSV 1860 e.V. an dem neuen Projekt „Justiz und Sport – konsequent gegen Hass“. Ins Leben gerufen wurde diese Initiative von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz.
Das Ziel ist klar formuliert: Sportvereine und -verbände sollen im Umgang mit strafbaren Hasskommentaren gezielt unterstützt werden. Neben unseren Löwen sind auch der FC Bayern München sowie der Bayerische Landes-Sportverband e.V. (BLSV) als Projektpartner mit an Bord. Die Initiative schafft dabei feste Anlaufstellen und klare Verfahren. Ein zentraler Baustein ist die Möglichkeit, bedenkliche Inhalte zur rechtlichen Prüfung direkt an die Generalstaatsanwaltschaft München weiterzuleiten, um sie konsequent verfolgen zu lassen.
Erste Erfolge: Täter auf Drittplattformen ermittelt
Dass dieses Projekt keine reine Symbolpolitik ist, sondern bereits konkrete Auswirkungen zeigt, betonte e.V.-Vizepräsident Peter Schaefer:
„Wir sind froh und stolz, Mitinitiator und Teil dieser wichtigen Kampagne zu sein. Auch im digitalen Umfeld des TSV 1860 München, insbesondere auf Plattformen, die wir nicht selbst unterhalten und kontrollieren, besteht akuter Handlungsbedarf, um die Persönlichkeitsrechte im Internet zu schützen. Im Rahmen der Initiative konnten bereits mehrere Straftaten in Kommentarbereichen von Drittplattformen zur Anzeige gebracht und ebenfalls die Identitäten von Täterinnen und Tätern ermittelt werden.“
Mit dieser Maßnahme setzt der TSV 1860 München ein klares Zeichen gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Miteinander – online wie offline.
Auch sechzger.de beteiligt sich an der Initiative
An dieser Stelle möchten wir betonen:
Wir als Redaktion von sechzger.de begrüßen diese Initiative des Vereins ausdrücklich!
Auch wir sehen bei unserer täglichen Arbeit in Foren, Kommentarspalten und sozialen Netzwerken, wie schnell der Ton ins Unerträgliche abrutschen kann. Kritik, Emotionen und hitzige Diskussionen gehören zum Fußball und zu Sechzig München zwingend dazu – Hass, persönliche Beleidigungen und strafbare Hetze jedoch nicht.
Dass unser e.V. hier Verantwortung übernimmt, nicht wegschaut und konsequent gegen solche Grenzüberschreitungen vorgeht, ist ein enorm wichtiges und absolut richtiges Signal. Nicht zuletzt deshalb hatten wir bereits an der ersten Veranstaltung bzw. Schulung der Initiative teilgenommen und versuchen, unsere Kommentarbereiche so achtsam wie möglich zu moderieren.
Die Berichterstattung rund um den Besuch von Hasan Ismaik in München schlägt weiter hohe Wellen. Auch nach seinem gestern bereits erfolgten Abflug aus der Landeshauptstadt. Am Dienstag hatte ihn der Bayerischen Rundfunk zu einem Interview in seiner Suite im Hotel Charles besucht, in dem er wieder einmal zum Rundumschlag gegen den e.V. ausholen durfte. Über die Art und Weise der Interviewführung durch den BR kann man geteilter Meinung sein. Auch Aussagen wie „Immer wenn ich was sage, sagen sie zu mir 50+1. Wenn ich nur Kaffeemaschine sage, sagen sie zu mir: ’50+1, seit 15 Jahren’…“ kann man mit Humor nehmen und sie bedürfen wohl nicht unbedingt großer journalistischer Einordnung.
Zitat von Mang, das so nie gefallen ist
Wo es dann aber wirklich problematisch wird, ist, wenn Personen Aussagen in den Mund gelegt werden, die diese nie getätigt haben. Insbesondere in einer solch heiklen Phase von Verhandlungen – Stichwort “Märchenlösung” – kann ein derartiger Fehler gravierende Auswirkungen haben. Der Bayerische Rundfunk gab noch am Donnerstag Morgen in einem Online-Artikel (in dem die Passage inzwischen gelöscht wurde) an, dass Löwen-Präsident Gernot Mang in einem Gespräch mit dem BR, das nach dem Interview mit Ismaik stattgefunden haben soll, gesagt habe, dass Ismaiks Aussagen „[…] bodenlos und vereinsschädigend […]“ seien. In der Sache ist diese Einschätzung wohl durchaus zutreffend. Nur hat Gernot Mang diese Aussage nie getätigt! Er hatte nach dem Interview überhaupt nicht mit dem BR gesprochen! Eine lose geplante Stellungnahme des 1860-Präsidenten zum Ismaik-Interview wurde aufgrund der fortgeschrittenen Verhandlungen zwischen den Gesellschaftern sogar ganz bewusst abgesagt.
Keine Anmaßung durch sechzger.de
Da ein einschlägiger Blog die scharfe, aber eben nie getätigte Aussage von Mang fühmorgens am Donnerstag öffentlichkeitswirksam weiterverbreitet hatte (mittlerweile ist der Artikel dort ebenfalls korrigiert) und auch der BR den relevanten Ausschnitt lange nicht aus einem zum Thema erstellten Video entfernt hatte (das aber inzwischen komplett aus der Mediathek verschwunden ist), sehen wir es als notwendig an die Falschmeldung und das frei erfundene Zitat an dieser Stelle klar zu benennen und die korrekte Sachlage wiederzugeben. Außerhalb solch gravierender Fälle maßen wir es uns aber weiterhin nicht an, als Fanportal über die Berichterstattung professioneller Berichterstatter zu urteilen und werden dieser Linie in unserer Berichterstattung auch weiter treu bleiben.
– – – Titelbild: Screenshot aus dem BR-Beitrag, der inzwischen aus der Mediathek entfernt wurde
Vereinskrise, sportlicher Niedergang, Gesellschafterstreit, Schwarzer Mittwoch, … Die Narrative gehen einem gar nicht aus, die in den letzten Wochen den Löwen-Kosmos prägten. Nun steht am Sonntag die Mitgliederversammlung an (geht unbedingt hin, liebe Löwen, denn es geht um die Zukunft!) und das ist wie immer der Zeitpunkt, um gute Ratschläge zu liefern. Ein einschlägiges Portal (Achtung! Vor dem Anklicken bitte den Link prüfen, dieser führt in die Untiefen des Internetz) fordert beispielsweise die Einführung eines “Weisenrats”. Gute Idee, jedes beratende Gremium bringt den Verein weiter! Aber wir gehen einen Schritt weiter! Wenn nichts mehr hilft, dann hilft nur noch der BPR (Bavaria-Petrol-Rat, der Einfachheit halber abgekürzt auf “BPR”)! Der BPR ist ein weiteres Gremium, das der TSV 1860 München in diesen schweren Zeiten unbedingt braucht!
Was ist der BPR?
Der BPR ist ein beratendes Gremium, das immer 45 Minuten vor Anpfiff der Löwenspiele an der Bavaria Petrol Tankstelle schräg gegenüber des Kastaniengartens tagt und weise Rat (-schläge) gibt! Der BPR setzt sich zusammen aus allen ständigen Mitgliedern der sechzger.de-Redaktion, der Vertretung der Leiter des Münchner Amateurfußballs, in Person von Michael F., der Vertretung des Ausschusses der Kulturschaffenden aus der Alpenrepublik Österreich, in Person von Walter G. und der Vertreter der eidgenössischen Schocolatiers, in Person von Daniel B. Ebenfalls im BPR vertreten ist die Sektion Baden-Württemberg, welche die Exoten und Fernmitglieder mit seltsamer Sprachausprägung vertritt. Den ständigen Sitz der bebauchten Löwen-Fans übernimmt Kai Z. Außerdem soll in Kürze noch ein ständiger Vertreter der schreibenden Presse hinzugezogen werden, die Wahl wird hier wohl auf Michael Graeter fallen, sofern er am Sonntag nicht in den Verwaltungsrat des e.V. gewählt wird. Gäste können vom BPR jederzeit nach Gutdünken hinzugezogen werden. Alternativ würden wir den Pressevertretern die Gründung eines ständigen Presserats wärmstens ans Herz legen!
Was macht der BPR?
Der BPR gibt weise Rat (-schläge) die für die Geschäftsführung der KGaA und das Präsidium des e.V. bindend sind. Die Umsetzung hat dabei stets innerhalb von vier Wochen ab Bekanntgabe zu erfolgen. Allerdings beschließt der BPR nicht (mehrheitlich), sondern jeder vorgebrachte Ratschlag zählt und muss umgesetzt werden.
Ein einfaches Beispiel: Sechzger.de-Redakteur Thomas E. fordert die guten Leistungen von Tim Danhof mit einem höheren Salär zu honorieren, Kollege Peter G. fordert die sofortige Freistellung des Spielers. So hat die KGaA beides umzusetzen, beispielsweise durch doppeltes Gehalt im ersten Halbjahr und Vertragsauflösung im Winter. Alternativ könnte der Spieler jeweils nur für eine Halbzeit eingesetzt werden. Widersprechen sich die Ratschläge vollständig, so ist an der Kasse der Tankstelle ein Rubbel-Los zu erwerben, die letzte Ziffer der Gewinn-Nummer (gerade oder ungerade) entscheidet dann, über die Umsetzung.
So arbeitet der BPR
Der BPR tagt stets 45 Minuten vor Anpfiff des Spiels der ersten Mannschaft des TSV 1860 München an der Bavaria Petrol Tanke. Die KGaA und e.V. haben Sorge zu tragen, dass bei langen Diskussionen der Anpfiff der Partie entsprechend nach hinten verlegt wird, beispielsweise mittels fingiertem Lautsprecherausfall, defektem Rasen-Sprenkler, Flutlicht-Defekt, in der Kabine eingeschlossenem Schiedsrichter oder ähnlichen Maßnahmen. Die Sitzungen finden ausschließlich in Persona statt, Hybrid-Sitzungen sind durch die Satzung des BPR grundsätzlich ausgeschlossen.
So laufen die Sitzungen des BPR
Die Besprechungen des BPR folgen einem strikten Protokoll. Das jüngste Mitglied des BPR hat stets mit folgendem Satz die Besprechung zu eröffnen: “Meine Herren, Helles oder Weißbier?” und fortan die erste Runde Kaltgetränke in der Tankstelle zu holen. Alkoholfreie Kaltgetränke und Mischgetränke sind explizit zugelassen. Letztere müssen aber in Österreich hergestellt worden sein! Die Ratsmitglieder haben sich allesamt gegenseitig mit “Mister” und Vornamen (z.B. “Mister Herbert”) anzusprechen! Fortan folgt die Besprechung aktueller Punkte, jedes Mitglied kann dabei vorab Ideen einbringen. Diese Punkte müssen aber schriftlich per Mail zwischen 1:20 und 2:40 Uhr nachts beim BPR-Vorsitzenden und “emotional leader” Christian J. eingereicht werden. Die Sitzung endet automatisch, sobald die Gesamtrechnung an der Tankstellen-Kassen den Betrag von 50+1 Euro überschreitet.
Juristische und kommunikative Berater gesucht
Aktuell befindet sich der BPR-Rat in Gründung und sucht dafür noch juristische und kommunikative Berater. Interessenten melden sich gerne mit einem kurzen Portrait unter bpr@tsv1860.org
Bezahlt werden kann für das Engagement aber leider nichts, schließlich verfolgt der BPR neben einem ideellen auch einen karitativen Zweck: Jedes Mitglied hat beispielsweise einmal pro Quartal an der Luftpumpe bedürftige Autofahrer/innen zu unterstützen! Zuhörer sind bei den Sitzungen ausdrücklich zugelassen.
Verkündung der Beschlüsse des BPR
Im Anschluss an die Sitzungen begibt sich der BPR geschlossen zum Sechzger-Stadion. Bei direkt bevorstehender Anstoßzeit kann die Fortbewegung der Ratsmitglieder durch berittene Staatsdiener unterstützt werden, welche die BPR-Mitglieder hoch zu Ross zum Stadion befördern. Der Anpfiff des Spiels darf jedoch erst nach Bekanntgabe der aktuellen Beschlüsse des BPR erfolgen. Die Bekanntgabe der Beschlüsse erfolgt stets vor dem Anpfiff durch Patrick Lindner, der das Protokoll der BPR-Sitzung in gesungener Reim-Form vom Balkon seines Wohnsitzes oberhalb des Grünwalder Stadions wiederzugeben hat. Für die technische Umsetzung der Übertragung ins Sechzgerstadion ist die KGaA verantwortlich.
Antrag auf der Mitgliederversammlung
Der Antrag auf Einbindung des BPR in die Vereinsarbeit und Verankerung in der Satzung wird auf der Mitgliederversammlung am Sonntag aufgrund der Dringlichkeit fristfrei vor Ort gestellt und muss von 18,60% der Anwesenden unterstützt werden. Zudem unterstützen wir ausdrücklich die Gründung weiterer beratender Gremien wie beispielsweise des Presse-Rats (siehe oben), des Weis(sbier)-Rats, oder des Rats der grauen Politiker!
Wir haben geliefert, jetzt seid ihr dran mit der Umsetzung, liebe Vertreter der KGaA und des e.V.!
Mitglieder des BPR in ihrer Dienstkleidung (Symbolbild)
Am Samstag Nachmittag (20.06.2026, 14 Uhr) bestreiten die Löwen ihr erstes Testspiel in der neuen Saison 2026/27. Sechzig wird – nach der nicht erhaltenen Drittligalizenz – diese Spielzeit in der Regionalliga Bayern bestreiten. Gastgeber für den erste Test für dieses Unterfangen ist der VfB Forstinning, der in der soeben zu Ende gegangenen Saison als souveräner Meister der Bezirksliga Oberbayern Ost den Aufstieg in die Landesliga realisieren konnte. Es erwartet also ein frisch gebackener Sechstligist den neuen Viertligisten aus Giesing. Für das Spiel im Sportpark Forstinning bieten die Gastgeber am heutigen Donnerstag und morgigen Freitag einen Vorverkauf der Tickets an.
Ermäßigter Vorverkaufspreis in Forstinning
Zwischen 16.00 und 19.00 Uhr können die Karten heute und morgen in der Geschäftsstelle des VfB Forstinning erworben werden. Im Vorverkauf gilt für die regulären Erwachsenentickets ein Spezialpreis von 10,- EURO. Am Samstag sind dafür dann 13,- EURO fällig, während Anspruchsberechtigte auf eine Ermäßigung (Schüler, Studenten, Azubis etc.) wiederum einen Zehner abgeben müssen, um dem Ereignis beizuwohnen. Eine faire Regelung für Familien haben die Gastgeber gefunden: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre genießen freien Eintritt in den Sportpark.
Erinnerungen an den 17. Juni 2017
Man darf gespannt sein, wieviele Löwenfans bei angekündigten hochsommerlichen Temperaturen übermorgen den Weg nach Forstinning finden. Laut Europlan bietet die Anlage Platz für 1.500 Zuschauer. Erinnerungen dürften beim einen oder anderen Löwenfan im Zusammenhang mit diesem Spiel in Forstinning wach werden: An den 17. Juni 2017. Exakt gestern vor neun Jahren bestritt das Team von Trainer Daniel Bierofka damals am Hertha-Platz in Obersendling seinen ersten Test nach dem Zweitligaabstieg in der Relegation gegen Jahn Regensburg und der danach von Hasan Ismaik kommunizierten “4”. Damals herrschte im Umfeld des Vereins große Euphorie angesichts des erwarteten Auszugs aus der ungeliebten Arena am Müllberg vor den Toren der Stadt und der Rückkehr ins Sechzgerstadion. Diesmal könnte eine Trennung vom Gesellschafter Hasan Ismaik eine ähnliche positive Stimmung erzeugen.
Zur Einstimmung (und vielleicht als Motivation, sich schon heute oder morgen Karten für das Spiel in Forstinning zu sichern) haben wir hier noch ein paar Impressionen vom Spiel vor neun Jahren für unsere geschätzen Leser*innen: