Stefan Lex ist der neue Kapitän beim TSV 1860 München. Mit dem DFB sprach der 32-Jährige über den wichtigen Sieg bei Borussia Dortmund II und das letzte Spiel vor der Winterpause in Würzburg.

Wichtiger Sieg nach turbulenter Woche

Es war eine besondere, aber sicher nicht leichte Woche, um sich auf ein Auswärtsspiel vorzubereiten. Nicht nur aufgrund der Causa Mölders war die Mannschaft gefordert, ein anderes Gesicht zu zeigen. Vor allem die indiskutable Leistung in der ersten Halbzeit gegen Tabellenführer ließ vielen Löwenfans die Zornesröte ins Gesicht steigen. Auch für die Spieler auf dem Platz war der Halbzeitstand durchaus etwas besonderes.

Eine Halbzeit wie gegen Magdeburg, als wir schon zur Pause 0:5 zurücklagen, hatte noch keiner von uns erlebt.

Während nicht nur von außen hoher Druck auf der Mannschaft lastete, hätte man sich auch gerne selbst auf Augenhöhen mit Teams wie aus Magdeburg gesehen, gibt Lex gegenüber dem DFB im Interview zu. Doch davon war man beim Aufeinandertreffen “weit entfernt“, analysierte der Neu-Kapitän des TSV 1860.

Mit einer angepassten Spielweise trat man im Spiel danach in Dortmund an. Mit einer sehr kompakten Herangehensweise sorgte man für mehr Stabilität innerhalb der eigenen Mannschaft. Die Führung zum 0:1 erzielte der Eittinger dann höchstpersönlich per Kopf. Im Fallen brachte er den Ball im Tor des Gegners unter.

Ich war selbst ein wenig überrascht, dass der Ball noch reingegangen ist.

Im vierten Versuch wird Stefan Lex ein Löwe

Am Ende siegte der TSV 1860 mit 2:0 und konnte einen ganz wichtigen Sieg für die Moral verbuchen. Ziel müsse es nun laut Stefan Lex sein “noch konstanter zu werden“. Angesprochen auf sein neues Amt als Kapitän der Mannschaft äußerte der 32-Jährige sich wie folgt:

Das ist eine absolute Ehre für mich. Schon als ich klein war, hatte mich mein Papa mit den zu den Heimspielen von 1860 genommen. An Weihnachten habe ich fast jedes Jahr das neueste Trikot der “Löwen” geschenkt bekommen. Ich würde aber nicht sagen, dass ich mich durch die Kapitänsbinde jetzt anders verhalte. Ich habe auch vorher schon versucht, Verantwortung im und für das Team zu übernehmen.

Bis der Offensivspieler bei seinem Herzensverein landete, benötigte es allerdings mehrere Anläufe. Während die Eltern in der E-Jugend zunächst noch ihr Veto einlegten, folgte mit dem TSV Buchbach eine Entscheidung der Vernunft. Statt in der Regionalliga beim TSV 1860 II wohlmöglich auf der Bank Platz nehmen zu müssen, entschied sich Stefan Lex für den TSV Buchbach. Als nächste Station folgte die Spielvereinigung Greuther Fürth, bevor der Eittinger schlussendlich dann doch noch zum TSV 1860 München wechselte.

Während Kevin Volland sich durchaus vorstellen kann, seine fußballerische Karriere bei den Löwen ausklingen zu lassen, würden die Verantwortlichen beim FC Eitting Stefan Lex mit Kusshänden empfangen. Auch der Kapitän spielt durchaus mit dem “Gedanken, nach meiner Profilaufbahn noch einmal in den Amateurbereich zurückzukehren“. Bis es soweit ist, stehen aber erst einmal noch diverse Partien mit dem TSV 1860 an. Das nächste wartet auf den neuen Spielführer bereits am Montag, wenn die Löwen gegen die Würzburger Kickers gefordert sind. Um sich selbst und den Fans das Weihnachtsfest zu veredeln, werden die elf Löwen auf dem Platz geben, um das dritte Auswärtsspiel in Folge siegreich gestalten zu können.

Auch in Würzburg müssen wir kompromisslos mit großem Einsatz und Leidenschaft dagegenhalten. Wenn wir dort nachlegen können, wäre es definitiv eine schöne Art und Weise, sich in die Weihnachtspause zu verabschieden.

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