Nachdem der TSV 1860 München den 17.Spieltag vor genau einer Woche mit einem 2:2-Unentschieden gegen den SV Wehen Wiesbaden eröffneten, fanden am Samstag und Sonntag insgesamt noch sechs weitere Partien vor der Winterpause statt. Zwei Begegnungen, Halle – Mannheim und Duisburg – Magdeburg, mussten aufgrund von Corona-Fällen abgesagt werden.

Tabellenführer Dresden konnte bei Viktoria Köln mit einem 4:2 drei Punkte einfahren, je ein Treffer konnten die Ex-Löwen Daferner und Hosiner beisteuern. Dynamo ist seit der Partie gegen unsere Löwen am 10.Spieltag ungeschlagen (7 Siege, ein Unentschieden) und steht mit aktuell sieben Punkten Vorsprung auf dem Platz an der Sonne. Im Verfolgerduell zwischen Saarbrücken und Ingolstadt gab es dagegen keinen Sieger. Die beiden Teams trennten sich mit einem 3:3. Kaiserslautern gewann nach der schwachen Leistung gegen unsere Löwen mit 2:0 beim KFC Uerdingen im Düsseldorfer Exil.

Einordnung der bisherigen Leistung unserer Löwen

Der TSV 1860 München steht aktuell mit 27 Punkten auf Rang 3 der 3.Liga. Sieben Mal konnte man gewinnen und sechs Unentschieden erreichen, lediglich vier Spiele (Saarbrücken, Duisburg, Dresden und Viktoria Köln) gingen verloren. Aufgrund der vielen Nachholspiele können wir noch von Saarbrücken und Verl überholt werden, Halle und Türkgücü können nach Punkten gleichziehen. Letztere haben den ersten Schritt dafür schon am Mittwochabend erfolgreich bestritten. Im Nachholspiel des 11.Spieltags (dieser ist damit komplettiert) konnte man in Meppen mit 4:1 gewinnen. Inwieweit allerdings der angekündigte Ausstieg von Investor und Vereinspräsident Hasan Kivran für Unruhe sorgen oder sogar gravierendere Folgen haben wird, bleibt abzuwarten.

Mit 35 erzielten Toren stellt unsere Mannschaft die beste Offensive der Liga, mit 19 Gegentreffern und somit einer Differenz von +16 weist man zudem auch hier den höchsten Wert auf. Der Torjäger der Liga (und fast auch Topscorer) spielt in unseren Reihen. Mit dem bisher erreichten kann und darf man durchaus zufrieden sein.
Für weitere Offensivpower soll unser Wintertransfer Merveille Biankadi sorgen.

Der Vergleich mit den letzten beiden Spielzeiten

In der Saison 2019/2020 lag der TSV 1860 München nach dem 17.Spieltag mit 24 Punkten (7 Siege, 3 Unentschieden, 7 Niederlagen) und einem Torverhältnis von 25:26 auf Rang 10. Auf die Aufstiegsplätze hatte man zu diesem Zeitpunkt sechs Punkte Rückstand.
Nach dem Aufstieg waren es in der Saison 2018/2019 22 Punkte (5 Siege, 7 Unentschieden, 5 Niederlagen) mit 27 erzielten, 19 kassierten Toren und Platz 9. Man sieht also, dass sich die Löwen seit drei Jahren bezogen auf die Punkte auf einem vergleichbaren Niveau bewegen. Dennoch ist man in dieser Spielzeit deutlich besser positioniert und in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen.

Kritik in den sozialen Medien

Das liegt vor allem daran, dass in dieser 3.Liga alles möglich ist. Jeder kann jeden schlagen. Platz 1 wird dieses Jahr wohl in die Elbstadt Dresden gehen, doch selbst hier ist freilich noch nichts entschieden.
Spätestens nach dem Gegentreffer zum 0:2 für Wehen Wiesbaden ging in den sozialen Medien die Löwen-Welt allerdings mal wieder unter. Die Mannschaft, die zuvor souverän sechs Punkte mit 8:0 Toren eingesammelt hatte, wurde schlecht gemacht und beschimpft. Die Nutzer pushten sich und übertrafen sich gegenseitig. Eine gute halbe Stunde später war der Spuk schon wieder vorüber. Lorenz Knöferl hatte sein Profidebüttor erzielt. Manch einer freute sich mehr als nach einem Sieg.

Diese extremen Schwankungen haben im Leben der Löwenfans einen festen Platz. Mein Kollege Bernd Winninger hat vor knapp drei Wochen bereits mit einer taktischen Auswertung aufgezeigt, dass die zu diesem Zeitpunkt herbeigeschriebene Ergebniskrise keinerlei Grundlage hatte. Auch ich möchte an dieser Stelle einen Appell an euch alle richten: Schluckt die Kritik auch einfach mal runter. Lasst uns unsere Jungs auf dem Platz in diesen komischen Zeiten von Zuhause aus bestmöglich unterstützen. Sie haben es sich verdient!
Wenn es Probleme gibt, formuliert eure Kritik sachlich und fair. Wir reden hier immer noch über Menschen wie Du und ich es sind. Denn eins, das zeichnet uns doch alle gemeinsam aus:

Ein Verein, der hat es gar nicht leicht,
wenn er will, dass er sein Ziel erreicht.
Aber wir, wir sind fein heraus:
Die Kameradschaft, ja die Kameradschaft,
die macht bei Sechzig alles aus.

Das weiß auch die Tribüne und bleibt den Löwen treu.
Und immer wieder klingt das Lied auf’s neu:
60, 60, 60, 60!
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In diesem Sinne: Allen Löwenfans eine geruhsame Winterpause!

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