Vor dem Spiel in Freiburg feierte Trainer Michael Köllner sein dreijähriges Jubiläum an der Grünwalder Straße – eine Marke, die nur ganz wenige beim TSV 1860 München an der Seitenlinie erreichen konnten. Doch zum Feiern ist niemandem mehr so wirklich zu Mute. Das liegt zum einen an der Serie ohne Siege, zum anderen an der Löwenrunde vor dem Spiel gegen RWE.

Ein Kommentar von Jan Schrader

Einige wissen sicherlich, dass das Verhältnis zwischen Michael Köllner und mir als angespannt bezeichnet werden kann. Ausschlaggebend war mein Kommentar zu Aussagen in einer offiziellen Löwenrunde. Wie sich der Trainer der Löwen wenig später dazu äußerte, empfand und empfinde ich heute noch nicht als beleidigend, sondern einfach nur erschreckend. Es war ein Zeitpunkt, der vielleicht als Anfang vom Ende bezeichnet werden kann.

Sportlich kritisiert – und plötzlich der beste Freund

Betonen möchte ich dabei, dass ich bei sechzger.de niemals die sportliche Kompetenz des 52-Jährigen in Frage gestellt habe. Das gilt auch für den gesamten Rest der Redaktion. Die Intention von Köllner damals mag auch möglicherweise sogar die richtige gewesen sein. Kritisieren muss dennoch, gerade auf sachlicher Ebene, durchaus erlaubt sein.
Apropos Kritik: Es gab im Winter 2021 bis zum Ende der letzten Saison eine Phase, da wurde Michael Köllner aus einer wohlbekannten Ecke deutlich und scharf kritisiert. Es ging um seine eigentliche Aufgabe, das Coachen an der Seitenlinie. Relativ offenkundig wurde die Entlassung des Trainers gefordert und mehrfach wurden sportliche Ratschläge erteilt. sechzger.de hielt sich zurück, mehr noch: wir stärkten Michael Köllner eher den Rücken und berichteten wohlwollend. Kontinuität auf der Position des Trainers ist etwas, was es bei Sechzig München eigentlich nicht gibt. Doch wir sehnten uns danach und sahen in Köllner den richtigen Mann.

Wie auch immer es dazu kam, aber das Blatt wendete sich urplötzlich in der Sommerpause um 180 Grad. Da war die Stimmung eine ganz andere, Köllner plötzlich für seine Kritiker wieder der richtige Mann an der richtigen Stelle. Zuvor hatte Köllner mit seinem Abschied gedroht, sollte die Mannschaft nicht signifikant verstärkt in die neue Spielzeit gehen. Gleichzeitig teilte man uns – ebenfalls urplötzlich – mit, dass wir nicht mehr zur Löwenrunde zugelassen werden. Ein Zusammenhang der Ereignisse ist uns bis heute natürlich nicht offiziell bestätigt, aber es mutet im Nachhinein schon komisch an.

Köllner schießt in der PK in Richtung UfS und Reisinger

Seit Wochen ist die Stimmung von Michael Köllner noch einmal eine ganz andere. Die Löwenrunden wurden immer kürzer, die Antworten schroffer, die Laune schlechter. Zunächst dachte ich nur, der Trainer wähnte einen Großteil der Presse gegen sich, doch in der Löwenrunde vor dem Spiel gegen Essen ging er einen deutlichen Schritt weiter. Schwammig sprach er von “irgendwelchen Insidern” und “irgendwelchen Informationen“, ging zudem auf die Unternehmer für Sechzig los. Im weiteren Verlauf suchte Köllner dann gar die Schuld für den ausbleibenden sportlichen Erfolg in Personen im Verein, die “seit Monaten” gegen ihn arbeiten würden. Der Oberpfälzer wähnt ganz offensichtlich noch mehr Personen gegen sich gerichtet. Einer davon dürfte Präsident Robert Reisinger sein, wenn man zwischen den Zeilen liest.

Die ganze Geschichte erinnert einige an das Aus von Daniel Bierofka. Gerade die Geschichten, die im Nachhinein um dessen Entlassung gesponnen wurden, sollten den ausbleibenden sportlichen Erfolg mit gleichen Argumenten begründen. Worum es sich konkret handelt, wurde – damals wie heute – allerdings nicht benannt. Hilfreich und zielführend ist das nicht.

Der Wandel von Köllner – das Ende der Harmonie

Sollte es tatsächlich solche Faktoren geben, gilt es diese anzusprechen. Vage Aussagen in der Öffentlichkeit helfen dabei allerdings keinem weiter. Michael Köllner hat sein einst selbst eingeschlagenes Ziel der Harmonie zwischen allen Parteien vollkommen aus den Augen verloren. Er selbst hat sich auf eine Seite geschlagen, die auch schon Daniel Bierofka wählte. Im Nachhinein war das vielleicht nicht die klügste Wahl und der Anfang vom Ende.

Auch wenn sich zahlreiche Personen bereits öffentlich demonstrativ hinter Köllner gestellt haben und er in seinem Amt bleiben wird, ist der Trainer des TSV 1860 München unter einigen Fans angezählt. Mit seiner sportlichen Qualifikation hat das dabei nur am Rande zu tun. Viel mehr gibt es seit der Sommerpause andere Punkte, die den Löwenfans sauer aufstoßen. Das ist zum einen der wiederholt angedrohte Abgang, bereits in der Vergangenheit liebäugelte Köllner mit einem Wechsel zum österreichischen Bundesligisten Austria Wien. Zum anderen ist der plötzliche Sinneswandel von Michael Köllner nicht plausibel zu erklären – gerade nach der deutlichen Kritik, die ihm im Winter 2021 zuteil wurde.

Es bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft mit dem Oberpfälzer an der Seitenlinie nach der Winterpause von Beginn an ein anderes Gesicht zeigt. Mit Mannheim und Dresden warten in den ersten drei Spielen direkt zu Beginn echte Gradmesser auf die Löwen. Dann wird man sehen, ob die gemeinsame Entscheidung der Verantwortlichen die richtige war. Vollständige Harmonie wird der 52-Jährige wohl allerdings an der Grünwalder Straße nicht mehr erreichen können.

3.8 61 votes
Artikelbewertung
Vorheriger ArtikelVon der Dritten zum Profi: Cottrell Ezekwem (SC Verl) im Interview
Nächster ArtikelSechzig um sieben: 1860 im Winterurlaub
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
57 Comments
Newest
Oldest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Ich finde das arrogant und überheblich, dass Sie sich brüsten, „wohlwollend“ über Köllner geäußert haben. Ihnen steht als Pressemedium weder das eine noch das andere zu.

Du bist wohl Presseexperte o. Presseminister bei 60 bzw. Pressezensator? Das hat ja mit DB24 ganz gut geklappt. Der Blog hat sich ja quasi zu einer Art 60-PK-Monopolisten in der KGaA breitgemacht. Der Blogger darf dort unbehelligt u. uneingeschränkt schalten u. walten wie es ihm beliebt. Das kann u. darf doch nicht die Norm sein!? Leider ist das aber bei 60 seit Längerem schon der Fall. Ungemütliche, kritische Presse/Medien wie das Sechzger.de werden einfach ausgesperrt. So eine Medienpolitik ist einfach mal bloß zum Kotzen, empörend u. skandalös, wo Presse- u. Informationsfreiheit mit Füßen getreten wird. Kennen wir sowas nicht in ähnlicher Form schon aus den finstersten Kapiteln deutscher Geschichte? Solche diktatorischen Züge sollte man sich in der KGaA aber ganz schnell wieder abgewöhnen!!! Also Vorsicht! Wehret den Anfängen eines Abbaus von Freiheitsrechten! Auch bei 60!

Last edited 5 Tage zuvor by Chemieloewe

Schwacher Kommentar. Wir sollten endlich mal Geduld und Vertrauen lernen. Es könnte deutlich schlechter laufen. Hinrunde insgesamt in Ordnung, mit einer etwas besseren Rückrunde spielst du nächstes Jahr in Liga 2 – mit Köllner – Unruhe hin oder her.

Eben! Manche Vereine steigen auch mit einem – sorry! – Typ “Arschloch”/Unsympat… auf u. haben Erfolg – gilt jetzt ausdrücklich nicht für Köllner! Typ Mensch/Trainer u. sportlicher Erfolg/Misserfolg sollte man halt auch mal trennen können! Das hat Jan ja auch gemacht. Köllner kann, ja, soll sehr gern Erfolg haben u. uns zum Aufstieg führen. Das möchte doch sicherlich jeder 60er oder? Trotzdem muss es andrerseits aber erlaubt sein, dass Kritik zu Dingen, die mit Köllner sonst noch zu tun haben, Äußerungen, Verhalten, Handeln…auch entsprechend sachlich u. respektvoll geäußert werden darf. Das ist doch selbstverständlich bzw. sollte es sein.

Niederlagen führen zu Dünnhäutigkeit das ist klar. Er selbst hat nur die Chance sich neutral im Verein zu behaupten und die Mannschaft hinter sich zu bekommen. Ob es sportlich reicht..ich glaube nicht.

Wieso dann ein Hr.Reisinger als Präsident sich für Köllner aussprach ist bemerkenswert…keine Absprache mit sechziger.de ?

Nachdem ihm nahezu alle Wünsche im Transfersommer erfüllt wurden, steht er in dieser Saison tatsächlich unter dem Druck aufzusteigen, weil Vierter ging ja auch mit einem billigeren Kader.
Diesem Druck hält er offensichtlich nicht stand (wie schön mancher Spieler).
Das ist grundsätzlich nicht verwerflich, aber dann muss man ehrlich zu sich und seinem Arbeitgeber sein.
Möglicherweise ist ihm sein Problem selbst klar und er ist deshalb im Sommer so rumgeeiert.
Ich fürchte die Chance für einen guten Abgang hat er verpasst.

Wer ihn in Nürnberg erlebt hat, ist nicht überrascht. MK war auch da sehr stark auf sich bezogen. Habe meine 60er Freunde schon damals vor ihm gewarnt.

“Vollständige Harmonie wird der 52-Jährige wohl allerdings an der Grünwalder Straße nicht mehr erreichen können.” So ein Schwachsinn!

Inwiefern Schwachsinn?

Leider kein “Schwachsinn” sondern Realität

Das sehe ich und empfinde es genauso. Spätestens mit der PK vor essen ist das Kind in brunnen gefallen

Sehe den Hauptkritikpunkt in seinem eigentlichen Zuständigkeitsbereich als Übungsleiter.
Alle Wünsche wurden im Transfersommer erfüllt.
Konstanz oder gar eine Weiterentwicklung, leider Fehlanzeige.

Jan, danke für Deinen sehr guten Kommentar!!! Du sprichst mir aus der Seele. Ich war bis vor diesem Sommer 1860% Fan von Michael Köllner u. stand voll u. ganz zu ihm, auch bei Durststrecken u. Misserfolgen. Weil ich absolut positiv überzeugt war von dem überaus sympathischen, freundlichen, warmherzigen, bodenständigen u. bescheidenen, ruhigen, entspannten u. ausgeglichenen, souveränen u. sachlichen MK, der Freude u. Optimismus verbreitete u. sehr gute menschliche u. soziale Werte vertrat, sich aus vereinspolitischen Dingen heraushielt bzw. sich dazu neutral u. zurückhaltend verhielt u. einen guten bis sehr guten Job als Trainer machte.

Vielleicht war ich da aber auch zu naiv, zu euphorisch u. zu blauäugig, was die Person MK angeht, etwas zu unkritisch u. mit einem zu idealisiertem Blick auf ihn behaftet. Denn dann kam die herbe Enttäuschung mit dem eigenartigen Wandel des Michael Köllner, der wie aus dem Nichts urplötzlich Höhenflüge bekam, abgehoben ist, gleich mal großmäulig den Aufstieg versprach u. sehr eigenartige, umstrittene u. ärgerliche Äußerungen rausposaunte – zu Fans, zu den Ärgernissen um A. Power, zum Testspiel gegen FC Newcastle United…usw. Zudem wurde er zunehmend freudloser, nervös, unruhig u. überspannt, reagierte sehr dünnhäutig, greizt, patzig u. grantig auf Kritik bzw. auf ungemütliche u. unerwünschte Nachfragen u. arbeitet als Trainer zunehmend fast schon unbelehrbar dickköpfig, stur, steif u. starrsinnig nach seinem Schema F. Dazu noch seine laufende Schönfärberei zu wenig guten bis schlechten Spielen, d.h. fehlende Selbstkritik u. fehlende kritische Selbstreflektion. Was dabei herauskommt, haben wir ja gesehen – Leistungseinbruch+Misserfolge. Das hat mich alles sehr erschreckt, empört, geärgert u. enttäuscht. Seit seinem negativen Wandel bin ich nicht mehr sein Fan, damit ist es vorbei. Mein Vertrauen in MK u. meine Freude über ihn ist dahin. Ich finde es sehr sehr schade, dass Köllner den für mich falschen Weg als Mensch u. Trainer eingeschlagen hat.

Vielleicht hat er sich aber auch selbst zu sehr unter Druck gesetzt u. merkt langsam, dass er seine Ansprüche u. Erwartungen u. die des Vereins möglicherweise nicht erfüllen kann u. fühlt sich zunehmend überfordert u. in der Zwickmühle? Keine Ahnung. Jedenfalls ist der allseits beliebte, geschätzte u. umjubelte, verehrte u. bewunderte Michael Köllner von einst Geschichte, das war einmal. Kann sein, dass er nochmal zu seinen guten Eigenschaften von einst zurückkehrt? Das glaube ich aber kaum. Da ist nun mittlerweile vielleicht schon zuviel Porzellan zerschlagen?

Bis auf weiteres habe ich jedenfalls gestrichen die Nase voll von Köllner, dem verwandelten Köllner der bisherigen Saison 2022/23!

Last edited 7 Tage zuvor by Chemieloewe

Mit deiner Einschätzung in Bezug auf MK liegst du vollkommen richtig. Ich hoffe, was ich schon länger fordere, dass MK bald Geschichte bei 1860 ist! Hoffentlich noch rechtzeitig. Ebenso sollte auch GG mit zusammen Reisinger gehen!

Was genau machen denn GG und RR falsch? Was sollten die Nachfolger anders machen? Nur Parolen raushauen ohne Nachzudenken mei o mek

Wahrscheinlich meint er Stefan Reisinger

Auf den Punkt.

Irgendwas ist passiert.

Vom super sympathischen Brückenbauer zum “der kann mich 100 mal am Arsch lecken mir doch egal was die anderen von mir denken”.

Vielleicht hat ihm Corona nicht gutgetan. Wie so vielen. Ich empfinde seinen Wandel auf jeden Fall als schade. Zudem sehr bedenklich.

Wie ich auch schon geschrieben habe, verstehe ich den Umgang mit dem Schwiegersohn in Spe nicht. Den Jungen wird man niemals neutral bewerten. Selbst wenn Köllner ihn behandelt wie alle anderen auch, wird es immer Neid und Missgunst geben wenn er spielt. Ausserdem Leute die seine Aufstellung kritisch hinterfragen.

Wie in jeder anderen Firma auch, wenn der Inhaber seinen Sohn mit in die Firma bringt.

Das ist ja in den Foren und Kommentarspalten schon so. Wie wird das dann erst in der Mannschaft sein, wenn es mit Berücksichtigung und Nicht-Berücksichtigung auch um die eigene Karriere und den eigenen Geldbeutel geht. Köllner erweist damit weder sich, noch Freitag einen Gefallen. Das MUSS er eigentlich erkennen.

Seine Äußerungen zu Corona. Zum Krieg. Um später dann zu sagen, dass Politik im Stadion nichts zu suchen hat wenn es um den Investor geht.

Seine zum Teil fragwürdigen Auswechslungen. Oder die unterbliebenen Auswechslungen. Die Umstellungen nach guten Spielen.

Die Liste an Dingen die ich nicht verstehe, ist lang. Das wird vielen anderen auch so gehen.

Nicht Schwiegersohn in Spe sondern sein Stiefsohn, du meinst ja Alex Freitag.
Ansonsten stimme ich dir in fast allem zu.

Und der Junge tut mir ehrlich gesagt leid! Lass ihn doch gehen und irgendwo in der Regionalliga kicken, es ist ihm doch kein Gefallen getan, in der Kabine rumzudrucksen und die anderen Spieler wissen nicht, was. er daheim erzählt!

Gut erkannt, genau das ist es, Trainers Ohr

Köllner dachte wohl. dass es seine Position stärkt, wenn er seinen früheren Hauptkritiker innig umarmt. Dabei ist er empfänglich geworden für Schmutzeleien. Jeder der einen Funken Selbstachtung in sich trägt, hält Distanz zu solchen Leuten. Köllner sollte das auch tun.

Sehr guter Kommentar
Köllner kommt mir schon länger etwas dünnhäutig vor und va seit dem Sommer ist irgendwas passiert.
Komisch ist auf einmal die Nähe zu OG
Weiß nicht ob das was mit Euch von sechzger.de zu tun hat oder nicht…
Am Grünspitz ist zumindest schon lange zu hören, dass es in der 114 brodelt…
Let’s wait and see;-)
Was anderes können wir Fans eh ned machen

#ELiL

Eigentlich ist es ja ganz einfach: Der Trainer stellt die Mannschaft auf und bereitet sie vor, konzipiert eine Trainingsfolge, die an den richtigen Stellen be- oder entlastet. 60 ist mit vermeintlich verbesserter Mannschaft in die Saison gegangen, die Anfangsphase war vielversprechend. Dann der Absturz. Das hoffnungsvolle Mittelfeld wird zum Papiertiger. Taktische Ausrichtung, Aufstellung, Sache des Trainers. 60 MUSS aufsteigen, er weiß das. Bekommt die Mannschaft die Kurve=alles gut. Wenn nicht…wird der Trainer vom Hof gejagt. Niemand steht über dem Team. Nicht Mölders, aber auch nicht Köllner.

MUSS aufsteigen.
Es gibt kein MUSS.
Nur sterben MUSS man.

Man MÖCHTE aufsteigen. Aber das möchten Dresden, Saarbrücken und Ingolstadt auch. Vielleicht sogar Elversberg.
Und Köllner wird sicher nicht bleiben, wenn er das Aufstiegsziel nicht erreicht.

Die Kritikpunkte sind wahrscheinlich berechtigt.
Der Köllner ist eben leider sehr dünnhäutig, wenn es um Kritik geht. Gewisse Aussagen von Reisinger und aus der Ecke des eV haben ihn wohl verletzt. Da müsste es eben zu Gesprächen kommen, um das wieder aus der Welt zu räumen.

Persönlich fühle ich mich so zwischen den Fronten und hasse eigentlich dieses Lagerdenken, das bei 60 schon seit den Zeiten Wildmosers Tradition hat. Auf db24 wird dieses Lagerdenken ständig angeheizt und OG verdient genau damit sein Geld.
Er macht das schon jahrelang auf Kosten des eV und des Präsidenten, dem er 365 Tage im Jahr verbale Watschen verpasst. Der erträgt alles scheinbar geduldig und steht über diesen Dingen. Nebenbei darf der Mann auch noch den Wortführer machen bei allen Pressekonferenzen und bekommt nach Spielen Exklusivinterviews.
Solange das nicht abgestellt wird, bleibt alles wie es ist.

KgaA gegen eV
db24 gegen sechzger.de und löwenforum
Köllner/Gorenzel/Power gegen Reisinger/eV
Das wird ständig forciert und untermauert.

Der Trainer hat es anfangs verstanden, die Fronten aufzuweichen und verbindend zu wirken.
Mittlerweile hat er sich von einer Seite schlucken lassen.
Man müsste ihn fragen, was ihn dazu bewogen hat. Mit Sicherheit hat es auch Gründe, die wir nicht kennen.

Und man müsste ihn auch fragen, warum er meint, jetzt plötzlich auf der “richtigen Seite” zu stehen, wo es doch anfangs so viel besser lief als jetzt. Ich habe auch den Eindruck, daß sich sein Umgang mit den Spielern zum Negativen gewandelt hat. Irgendwann ist er irgendwie falsch abgebogen, warum.nur?
Ich gebe dir völlig Recht, solange ein “bezahlter” Blogger bei der KGaA und auf den/die jew. Trainer solchen Einfluss hat wird sich nie was ändern.

Der Einfluss von diesem Blog ist halt echt der Wahnsinn. Und dass da keiner was gegen macht werfe ich der kgaa als auch Köllner vor. Er scheint es ja erkannt zu haben und läuft komplett mittenrein.

Ich könnte mir schon vorstellen, dass die KGaA nicht begeistert vom Treiben des Bloggers ist, und anders reagieren würde ,aber was sollen sie denn machen wennn sich Ismaik und Power querstellen? Ismaik gegen sich aufzubringen, kann weitreichende Folgen haben So lange Ismaik zu Griss hilft kann und wird sich nichts ändern.

Ich versteh nur nicht Köllners Wandel. Er lässt zuvor auflaufen wegen seiner provokanten Fragen und seit dieser Saison erkennt man Köllner nicht mehr wieder.

Zitat: Ismaik gegen sich aufzubringen, kann weitreichende Folgen haben

Das stimmt, so wird es sich erzählt. Ich frage mich bloß immer, welche weitreichende Folgen dass haben soll. Wenn es berechtigt ist, kann der Geschäftsführer das jederzeit umsetzen. Hat man tatsächlich Angst, dass Ismaik sein eigenes Produkt beschädigt, indem er Zahlungen aussetzt, wegen einem Blogger? Das glaube ich im Leben nicht. Pfeifer und Gorenzel sind halt schlichtweg zu feige, weil sie von dieser Person nicht durch den Schmutz gezogen werden wollen, wie es zahlreiche Aufsichtsräte und der Präsident zum Teil tagtäglich erleben. Das mag menschlich sein, dem TSV hilft es halt nicht unbedingt weiter. Und eventuell ist das auch ein Beweggrund des Herrn Köllner, sich eher auf die Seite des Bloggers zu stellen.

Last edited 7 Tage zuvor by Randpositionslöwe

Ich bin der Meinung der Grund ist sehr einfach. Reisinger und der eV wollen Erfolg, aber eben nicht um jeden Preis sondern unter Wahrung der Werte die zu sechzig passen. Der Rest will Erfolg mit aller Gewalt so wie ganz viele fussballdeutsche. Egal wie. Redbull, Newcastle, Katar, Menschenrechte alles scheißegal Hauptsache man gewinnt.

Ja, aber es ist komplizierter.
Warum macht Köllner das?
Mich würden die Gründe interessieren.

Der Reisinger hat sich ja anfangs total aus den Belangen der KgaA herausgehalten.
Vielleicht war das besser.
Jetzt gibt er der Bild Interviews, äußert sich zum Trainer, kritisiert das Trainingslager usw.
Den Köllner treffen diese Schüsse aus dieser Ecke, er reagiert da überempfindlich.
Man muss da beide Seiten sehen.

Ja aber warum macht Reisinger das? Doch erst seitdem Köllner “die Seiten gewechselt hat”. MK hat alle bekommen die er wollte, Mölders hat man ihm “durchgehen” lassen, Bär könnte der nächste sein (schau dir die Gesichter damals und heute beim Training an), jetzt dann ein überteuertes Trainingslager. Fanblogs werden ausgeschlossen, bis auf einen, der in niederträchtigster Weise seit Jahren eine Hetzkampagne gegen das gewählte Präsidium fährt und selbst mit Fakeaccounts dies unterstützt. Was kommt als nächstes? Solange es läuft kann man möglicherweise einiges akzeptieren aber der Erfolg wird erst endgültig kommen, wenn das auch im Reinen ist. Und leider hat Köllner das am Anfang scheinbar fast hinbekommen und dann gings in die völlig falsche Richtung.

Warum attackiert Reisinger den Köllner?
Warum attackiert er nicht den Griss?
Ich werd das nie verstehen.

Weil bei einer öffentliche Schlamm schlacht zwischen einen ehemaligen Journalisten und dem Präsidenten unseres Vereins nur einen Verlierer gibt ? Und es sicher ein gefundenes fressen für die Boulevardpresse wäre .

Einseitig wirft aber immer einer mit Dreck.
Und es ist keine persönliche Sache.
Sondern der Dreck trifft den Präsidenten und somit den Verein.
Dass man das ständig ignoriert, ist eine einzige Katastrophe für den Verein.
Dann mal eine richtige Schlammschlacht, an dessen Ende der Typ vom Vereinsgelände fliegt, also ein richtiger Eklat als so ein elender Dauerzustand.

Vor allen Dingen, wenn e.V. und KGaA nicht mit einer Stimme sprechen.

Wo und wie attackiert eigentlich unser Präsident Hr. Köllner?
Ein Kommentar seinerseits ist doch nicht immer eine Attacke, und mir ist tatsächlich außer diesem “Reden ist Silber und Schweigen ist Gold” nichts bekannt, wo er MK direkt angegangen wäre. Und selbst da bin ich mir nicht sicher ob das nicht aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Also vielleicht kannst du mir da weiterhelfen.

Was das Trainingslager angeht finde ich die Kritik mehr als berechtigt
Robert Reisinger war am am Sonntag auf der Versammlung der Region 2 und da wurde folgendes erklärt ich fasse zusammen
Robert meinte er sein Sohn und 2 andere fahren jedes Jahr zum Golfen nach belek
Er wollte in dem Hotel einchecken in dem bisher auch immer die Mannschaft war
Er erzählt ihm würde die Woche ca 850€ kosten er holte Infos bei MNP ein ob es dieses Hotel wieder wird
MNP meinte drauf warte noch sie wissen nicht genau
Letztlich war dem MK das bisherige Hotel nicht gut genug weil der Trainigsplatz da 20-30 Minuten entfernt ist
MK hat jetzt sein neues Luxus Hotel bekommen in dem die Woche satte 2400-2500€ kostet
Im gleichen Zug hat Robert auch gemeint das das nicht gerechtfertigt ist hier wirft man das Geld raus und im gleichen Atemzug wird im April die neue DK nochmals deutlich teurer als jetzt und man zieht dem Fab das Geld aus den Taschen
Auch meinte er das das Interview mit der BILD schon mehr als nen halbes Jahr im voraus ausgemacht war und auch das Robert das schon längst intern kommuniziert hat was ihn stört
Da brauch der MK dann nicht plötzlich so tun als hättet er das nicht schon gewusst
Da sind noch ganz andere Dinge raus gekommen da schnackelst mit den Ohren

Dazu einige Fragen
1) Was bedeutet MNP?
2) Stimmt diese Version so? Was würde der Trainer dazu sagen?
3) Gehört das so tatsächlich in die Öffentlichkeit?
4) Ist da nicht Geschäftsführer Pfeifer zuständig, die Bremse zu ziehen und zu sparen?

MNP ist Marc-Nicolai Pfeifer.

Das mit der Hotelbuchung ist genau so gewesen.
Der Trainer ist nicht der Ansprechpartner von RR hierfür, sondern MNP.
Mir gefällt dieses pseudogrßkotzige Gebahren einiger KGaA Vertreter überhaupt nicht. Wir sind ein total überschuldeter Laden, der immer knapp vor der Insolvenz steht und seinen Fans die teuersten Karten in ganz Deutschland (ausser BVB) verkauft, für Liga 3. Da gehört sich so etwas einfach nicht. MNP hat viele Sponsoren gewonnen, warum man das Geld dann wieder zum Fenster rauswirft verstehe wer will.

1) Marc Nikolai Pfeifer
2) Ja das stimmt tatsächlich so
3) Kann man jetzt sehen wie man will
Ich sehe das so dass das dann genauer erläutert gehört hätte wie auf der Regionsversammlung
4) Ja das fällt in den Bereich von MNP

👍Köllner hat, ähnlich wie einst Biero, seit Sommer den Riesenfehler gemacht, sich nicht seine Neutralität u. Zurückhaltung zu vereinspolitischen (Streit-)Themen bewahrt zu haben, wie er das vorher getan hat, was sehr, sehr klug u. richtig war. Nun hat er sich mit seinen umstrittenen Aussagen u. Kommentaren zu politischen/vereinspolitischen Dingen die Saison über+ Vorbereitung selbst in das Kreuzfeuer der Kritik manövriert. Das war völlig unnötig u. dumm, denn das macht ihm zunehmend zusätzlich zu schaffen u. bringt Unruhe, Ärger, Zank u. Streit mit sich, was Köllner selbst u. wir ganz u. garnicht brauchen. Weiß nicht, was u. wer ihn da geritten hat, sich zwischen die gefährlichen u. allseits berühmt- berüchtigten Mühlsteine der Vereinspolitik bei 60 zu begeben. Sicher ist da der ständige, aufdringliche Kontakt des Herrn Griss mit seinen ständigen, unbeschreiblich kruden “Expertisen” zu Verein, e.V., Reisinger, Ultras, Fans…Gott u. die Welt in seiner letztendlich beeinflussenden u. manipulierenden Wirkung eine nicht unwesentliche, wenn nicht sogar die Hauptursache für die seltsamen Wandlungen des Herrn Köllner. Schade, dass sich Köllner so negativ beeinflussen u. instrumentalisieren lässt u. Griss auf den Leim geht. Köllner ist da mit naiver Blindheit geschlagen u. merkt nicht, dass er auf dem Holzweg ist. Die Geschichte mit Biero sollte ihm aber sehr zu denken geben, soweit ihm jemand die Wahrheit in der richtigen Weise erzählt hat. Aber da wird Köllner sicher erst recht nur die falsche “Wahrheit” von Griss kennen, nehme ich an.

Ja, das hast du gut beschrieben.
Da kann ich schon folgen und auch mitgehen.
Allerdings würde mich die Version von Köllner zu diesen Dingen schon auch sehr interessieren.
Wer vom Umfeld des eV hat da einen guten Draht zu Köllner.
Und könnten nicht Köllner und Reisinger das Gespräch suchen und mal was aus der Welt räumen?
Sind doch zwei Mannsbilder oder?

Wie schon oben erwähnt. Warum konstruierst du einen Konflikt zwischen unserem Präsidenten und MK. Die Fakten geben das doch überhaupt nicht her. Oder hast du da Belege.

Da braucht man nichts konstruieren.
Offene Augen und Ohren genügen.
Im übrigen weiß ich natürlich auch nicht wie tief da die Gräben sind.
Wie deutest du dann die Kritik Reisingers?
Wie deutest du die Aussagen Köllners in der Pressekonferenz?

Ganz ehrlich, diese offenen Augen und Ohren sind doch nur Vermutungen, unbestätigte Deutungen und Gerüchte. MK hat auf der PK ganz bewußt die von ihm Beschuldigten im difusen gelassen. Also wissen wir es nicht. Unser Präsident hat seine Meinung zu den Kosten des Trainingslagers abgegeben. Diese hat er laut Löwe1860 auch intern an richtiger Stelle geäußert, und er hat MK auch nicht bei seinem Interview in der Bild erwähnt. Wo ist da der Konflikt? Was kann unser Präsident dafür, dass sich MK zu fein dafür ist, ein bißchen Bus zu fahren.

Last edited 7 Tage zuvor by Randpositionslöwe

offene Augen und Ohren? Das wird doch nur auf db24 konstruiert und befeuert und mE MK auch aufgehezt. Warum sich MK da reintreiben lässt ist mir völlig unverständlich.

So unverständlich ist das doch gar nicht, wenn man die Zusammenhänge auch nur ein bisschen betrachtet.

Welche Zusammenhänge wären das?

Soweit ist es bei Sechzig gekommen, ein Blogger “Köllner ist das Gesicht von Sechzig” umwidbt jemanden nicht ungeschickt, derjenige glaubt das undx hält sich alsbald für unentbehrlich, bekommt etwas berechtigte Kritik, Spiel den Biero und versucht sein fachliches Versagen dem Kritiker in die Schuhe zu schieben, eigentlich ganz einfach

Ja das sehe ich auch so aber ich hatte (zumindest anfangs) Köllner für schlauer gehalten, zumal dieser “falsche Weg” ja am Anfang mit ihm besprochen wurde und er ja gesehen hat, wie es bei Biero war. Ich würde mir wünschen, daß Reisinger ihm das intern auch so verdeutlicht, hat er warscheinlich (und möglicherweise auch Mölders) und jetzt ist die Kacke am dampfen.

Last edited 6 Tage zuvor by Leonie60