Am letzten Oktober-Wochenende kommt es zum großen Löwentreffen im Hans-Walter-Wild-Stadion in Bayreuth. Der TSV 1860 wird dann bei Aufsteiger SpVgg Bayreuth gastieren, der einige ehemalige Spieler von Münchens großer Liebe in seinen Reihen hat. Einer davon, Markus Ziereis, spricht im Interview mit transfermarkt.de u.a. über seine Beziehung zu den Löwen, seine Freundschaft zu Kevin Volland und die Perspektive der Oldschdod in der 3. Liga.

Markus Ziereis im Interview

Bezüglich der bevorstehenden Spielzeit stellt Markus Ziereis im Interview schnell klar, dass es einzig und alleine darum gehe, die Klasse zu halten.

“Bei uns steht nicht nur Mannschaft drauf, sondern es steckt auch eine Mannschaft drin. Wir haben eine tolle homogene Truppe, in der jeder für den anderen bereit ist, die bekannten zusätzlichen Meter zu gehen. Zudem, und das sollte Motivation genug sein, spielen wir gegen eine Vielzahl von geilen Traditionsvereinen, die wir unbedingt besiegen wollen. Ich glaube, es gibt nichts Schöneres, als vor toller Kulisse auswärts bei 1860 oder Dynamo Dresden zu gewinnen.”

Zumindest der Sieg an der Elbe sei Ziereis und seinen Kollegen natürlich von Herzen gegönnt.

“Das Grünwalder Stadion war ein wahrer Hexenkessel”

Zu den Löwen hat Ziereis natürlich eine ganz besondere Beziehung. Viele Jahre lang hielt der Stürmer in der Jugend für den TSV 1860 die Knochen hin und gelangte über die Amateure in den Zweitliga-Kader. Nach einigen Jahren auf der Wanderschaft kehrte der Torjäger zur Saison 2017/18 nach Giesing zurück – und stieg mit den Löwen in die 3. Liga auf.

“Bei 1860 war richtig Druck auf dem Kessel. Jeder in der Mannschaft wusste, ein möglicher verpasster Aufstieg wird nicht nur nicht toleriert, sondern würde quasi das Aus für den Verein bedeuten. Deshalb gab es auch Spiele, in denen wir wirklich bescheidene Leistungen gebracht haben, weil wir einfach Angst hatten, zu versagen, und uns die Leichtigkeit fehlte. Diese Partien haben wir dann aber aufgrund unserer Mentalität und dem absoluten Siegeswillen gewonnen. Was mir extrem imponiert hat, war die Leidenschaft, mit der die 1860-Fans uns in jedem Heimspiel nach vorne getrieben haben. Das Grünwalder Stadion war ein wahrer Hexenkessel.”

Extreme Nähe zu den Fans

Besonders das Drumherum in der Regionalliga hat Ziereis imponiert, wie er im Interview durchblicken lässt.

“Das wirklich tolle an den Regionalligen ist, dass du extrem nah an den Fans bist, meistens sind sie nur wenige Meter von dir entfernt. Du hörst also jede einzelne Beleidigung. Ich fand es wirklich erstaunlich und total lustig, wenn dann ältere Herrschaften in der bayerischen Provinz dich durchbeleidigt haben. Zudem waren die Gegner extrem motiviert. Für die war die Partie gegen 1860 das Highlight des Jahres.”

Auch für uns Fans war die Saison aufgrund der Nähe zur Mannschaft bekanntlich eine ganz besondere Erfahrung.

Kein Neid auf die Karriere von Kevin Volland

In der Jugend der Löwen hieß der Sturmkollege von Markus Ziereis einst Kevin Volland. Obwohl sich die sportlichen Wege trennten, blieb die Freundschaft der beiden bestehen. Noch heute verbringen die beiden samt Familien ihre Urlaube gerne zusammen.

“Wenn ich einem diesen Werdegang von Herzen gönne, dann Kevin. Ich kenne keinen Profi, der trotz seiner Erfolge so bodenständig geblieben ist. Ich empfinde auch keinen Neid, weil ich für mich einen Weg gefunden habe, mit dem ich absolut zufrieden bin und auf den ich glücklich schaue.”

Das kann er auch. Wir freuen uns aufs Wiedersehen, Zier!

Markus Ziereis
Bereits in der Jugend ging Markus Ziereis für die Löwen auf Torejagd
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er gehört zu den Ehemaligen, die immer mit großer Freude und Respekt von den Fans begrüßt werden wird, egal wo man auf ihn trifft !!! toller Typ, ich gönn ihm den Erfolg in Bayreuth von Herzen