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TSV 1860 U17 deklassiert SpVgg Bayreuth

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TSV 1860 U17 SpVgg Bayreuth

Mit einer 7:0-Packung schickte die U17 des TSV 1860 München die SpVgg Bayreuth zurück nach Oberfranken. Durch den Kantersieg behaupteten die Löwen die Tabellenführung in der DFB Nachwuchsliga.

TSV 1860 U17 deklassiert SpVgg Bayreuth

Nach dem 4:0 in Memmingen feierten die Elf von Peter Ulbricht den nächsten deutlichen Sieg. Bereits in der 9. Minute brachte Neal Doktorczyk die Löwen in Führung, die auch danach dominat blieben. Simon Kirchmann erhöhte auf 2:0 (41.), bevor Julian Büsel per Doppelpack (43., 45.+3) für den 4:0-Halbzeitstand sorgte.

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmte 1860 das Geschehen und legte bereits in der 49. Minute durch Julian Peters nach. Obwohl sich die Löwen sogar den Luxus eines verschossenen Elfmeters gönnten, schraubten sie das Ergebnis noch nach oben. Jannis Hohenester sorgte mit seinen beiden Toren (59., 84.) für den auch in dieser Höhe verdienten 7:0-Heimsieg. In der Tabelle liegen die Löwen mit sechs Zählern vor dem punktgleichen SSV Jahn Regensburg.

Nur einen von zwei Elfmetern konnte die U17 verwandeln

TSV 1860 U19 enttäuscht beim SGV Freiberg

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TSV 1860 U19 SGV Freiberg

Mit einer enttäuschenden Niederlage beim SGV Freiberg im Gepäck musste die U19 des TSV 1860 am Sonntag die Heimreise antreten. Damit bleiben die Löwen in der DFB Nachwuchsliga punktlos.

TSV 1860 U19 verliert beim SGV Freiberg

Eine Woche nach dem 0:2 gegen den SC Freiburg gab es auch gegen den SGV Freiberg nichts zu holen. Zwar ging die Elf von Trainer Jonas Schittenhelm auf dem Kunstrasen in Benningen nach torloser erster Hälfte durch Arian Ortivero Calderon in Führung (51.), dann aber drehten die Gastgeber die Partie und fuhren verdient drei Punkte ein.

Marlon Kohler traf zunächst per Elfmeter zum Ausgleich (61.), ehe er in der 81. Minute das 2:1 folgen ließ. Nur eine Minute später kassierten die Löwen eine geb-rote Karte und der SGV Freiberg nutzte die Überzahl in der Nachspielzeit in Person von Robert Schneider zum 3:1-Endstand.

Der TSV 1860 belegt mit null Punkten aus den ersten beiden Spielen den letzten Platz der Liga B der DFB Nachwuchsrunde. Am 28.02. empfangen die Löwen Eintracht Frankfurt an der Grünwalder Straße.

Leider liefen die Löwen beim SGV Freiberg oft nur hinterher.

TSV 1860 U21 gegen Wacker Burghausen chancenlos

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TSV 1860 U21 Wacker Burghausen

Nach zuletzt meist deutlichen Testspielsiegen setzte es für die U21 des TSV 1860 gegen Regionalligist Wacker Burghausen eine deutliche Niederlage. Beim 0:4 sah die Mannschaft von Alper Kayabunar vor allem vor der Pause kaum Land.

TSV 1860 U21 verliert gegen Wacker Burghausen

In den ersten 45 Minuten spielten die Gäste von der Salzach des Öfteren Katz und Maus mit den Löwen und entschieden die Partie bereits vor der Pause für sich. Timothee Diowo traf bereits in der 9. Minute zum 0:1, ehe Ex-Löwe Moritz Bangerter in der 16. Minute mit dem zweiten Treffer erhöhte. Nach dem dritten Tor durch Noah Müller (23.) sorgte erneut Diowo bereits in der 32. Minute für den 0:4-Endstand.

Nach dem Seitenwechsel schaltete die Elf von Lars Bender einen Gang zurück, behielt jedoch die Kontrolle über das Geschehen, sodass den Löwen nicht einmal der Ehrentreffer gelang. Das nächste Testspiel vom dem Wiederbeginn der Bayernliga Süd bestreitet die U21 des TSV 1860 am kommenden Samstag um 14 Uhr beim Ligakonkurrenten SV Heimstetten.

Stimmen zum Spiel: TSV Havelse – TSV 1860

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In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Hier geht es um den 5:0-Sieg am Samstag Nachmittag im Hannoveraner Eilenriedestadion gegen den TSV Havelse. Der erste Sieg im Kalenderjahr 2026.

Uli (Löwenfan aus Hamburg. Diesmal mit kurzer Anreise):

Fast schon ohne Erwartungen, nur mit dem Gedanken, eine „besondere Spielstätte“ zu besichtigen, bin ich von Hamburg nach Hannover gefahren. Auch zum Fachsimpeln hatte ich mir einen alten Kollegen aus Hannover besorgt – pünktlich zum Spiel war ich da.
Wenn man bedenkt, wie der Platz aussah und wie schwer sich die Standbeine der Spieler und der Rollweg des Balls auf diesem wohl südlichsten Teil der Lüneburger Heide taten, hätte man gerne noch mehr Eintrittsgeld gezahlt…
So gesehen war es dann durchaus erfreulich, dass die Löwen doch noch Ansätze für schöne Spielkombinationen und dann auch das Tor fanden. Gut für‘s Punkte- und Torekonto – und alle, die schreiben, dass es ja nur der Tabellenvorletzte war, soll der Blitz treffen. Ich wünschte aber trotzdem, dass unsere 1.860 mitgereisten Fans (die anderen 52 „Schlawiner“ kamen aus Garbsen) „Nie mehr 3. Liga!“ nicht nur für den TSV Havelse gesungen haben.

Markus Kauczinski (bei MagentaSport):

Es war ein Kampfspiel. Das war auf dem Boden nicht anders zu erwarten. Und über den Kampf sind wir irgendwann auch ins Spiel gekommen. Vielleicht einen Tick zu hoch, weil Havelse schon auch gekämpft hat bis zum Schluss. Aber wir haben das gut gemacht. (…) Wir haben lange gewartet. Das Jahr 2026 fängt für uns jetzt erstmal an. (…) Wir haben auch am Anfang des Jahres ordentliche Auftritte gegen stärkere Gegner gehabt. Heute haben wir endlich mal das Ergebnis eingefahren.

Peter (Reakteur bei sechzger.de):

Die Löwen fahren endlich mal einen Kantersieg ein und fertigen Havelse mit 5:0 ab, obwohl eine Vielzahl von Chancen ausgelassen wurde. Dabei waren die Gastgeber keineswegs so schlecht wie sich das Ergebnis liest. Dass Havelse kein Tor erzielt hat, ist eigentlich ein Wunder. Die Löwen haben noch viel Arbeit vor sich und der Aufsteiger viel zu viele Spielanteile. Auch waren einige Tore dem schwachen Schlussmann und der Schlussoffensive der Niedersachen zu verdanken. Für heute dürfen wir uns freuen, aber wenn eine limitierte Mannschaft wie Havelse die Löwen im Pressing vor derartige Probleme stellt, wird es gegen stärkere Gegner düster aussehen. Erstmal bleibt aber die Freude über 5:0 und das weitere Debüt eines Spielers aus dem NLZ.

Ferchichi Samir (Trainer TSV Havelse bei MagentaSport):

Ich glaube, dass wir die ersten 15, 20 Minuten nicht im Spiel waren, wir waren nicht gut auf dem zweiten Ball und gehen dann meines Erachtens nach auch gerecht mit 0:1 in die Halbzeit, obwohl wir ja gerade auch in der letzten Hälfte der ersten Halbzeit dann schon Spielstruktur hatten. Zweite Halbzeit – muss man sagen – hat uns 1860 gezeigt, was es heißt, effizient zu sein. Ich glaube, wir haben schon die eine oder andere gute Chance, aber sind dann zu kompliziert und zu verkopft vor’m Tor. Auf der anderen Seite wird halt jeder Ball eiskalt bestraft. Und dann ist das Ergebnis auch in der Höhe bitter, aber dann muss man halt sagen, dass am Ende die effizientere Mannschaft hier klar gewonnen hat.

Patrick Hobsch (bei MagentaSport):

Der Sieg tut uns heute unfassbar gut. Ich glaube, am Ende geht’s relativ hoch aus. Zwischenzeitlich war das schon ne enge Kiste. Ich glaube, wenn Havelse irgendwie mal ein Tor macht hier auf dem Platz, dann kann das Spiel auch ganz anders aussehen, weil hier schon immer das auch ne wilde Partie ist. Aber wir sind hochzufrieden, dass wir am Ende gewinnen konnten, dass wir viele Tore gemacht haben, dass wir hinten auch – seit langer Zeit – mal wieder keines bekommen haben. Das tut uns auch extrem gut.

Leon (ganz neuer Redakteur bei sechzger.de):

Endlich der erste Sieg im Jahr, wenn vermutlich auch ein, zwei Spiele zu spät. Sigurd Haugen im Sturm zuzusehen macht mega Spaß. Der Rasen komplett bodenlos, im Gegensatz zum Schiriteam, welches einem zur Abwechslung mal keinen Grund zum Aufregen gibt. Das zeigt: Es geht auch ohne den Scheiß-VAR in der dritten Liga!

Florian Riedel (spielender Havelser Sportdirektor und sechzger.de-Talkgast im September 2025 – nach seinem letzten Spiel als Profi):

Deshalb lieben wir doch alle den Fußball. Der kann halt so brutal sein und manchmal eben auch nicht so märchenhaft, wie man sich einen Abschied vorstellt. Nichtsdestotrotz ist es jetzt eben wichtig, dass genau das die Mannschaft mitnimmt. 5:0 tut weh, aber es geht nächste Woche weiter und es ist noch lange nichts verloren und ich glaube die Mannschaft hat den Geist das auch wieder aufzufangen.

 

15.02.1931: 1860 empfängt Club de Gimnasia y Esgrima La Plata

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tsv 1860 gimnasia

In der sehr erfolgreichen Saison 1930/31 wurden von den Löwen-Fußballern unter Trainer Max Breunig nicht nur die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft und das Finale in Köln erreicht, sondern es kamen auch namhafte Vereine nach München, um sich mit dem SV München von 1860 zu messen. Darunter waren nicht nur der Deutsche FC und der AC Sparta aus Prag, die Admira und Rapid aus Wien sowie Ambrosia aus Mailand (das heutige Inter), sondern auch der argentinische Fußballmeister von 1929, der Club de Gimnasia y Esgrima La Plata.

Decano de América

Der Turn- und Fecht-Club aus der Stadt La Plata, der Hauptstadt der Provinz Buenos Aires, wurde am 3. Juni 1887 gegründet. Auffällig sind viele Gemeinsamkeiten mit unserem Verein. Der Club de Gimnasia y Esgrima La Plata ist der älteste Club im südamerikanischen Fußballverband und wird deshalb ehrenvoll “Decano de América” (“Ältester Amerikas”) genannt. Berühmt ist der Club aus La Plata durch seine Fußballer, die traditionell in weißen Trikots mit einem waagrechten, marineblauen Bruststreifen und blauen Hosen spielen. Am 21. April 1901 wurde zum ersten Mal bei Gimnasia ein Fußballspiel ausgetragen.

An den Küsten und entlang der Bahnlinien verbreitete sich der Fußball in ganz Argentinien, hauptsächlich durch die englischen Arbeiter. So war es auch ein Team von englischen Seeleuten, die am 20. Juli 1903 die Gegner in Gimnasias erstem internationalem Fußballspiel wurden. Als die Popularität des Fußballs in ganz Argentinien zunahm, wurde 1905 die Fußballabteilung von Gimnasia gegründet. Man trat auch dem Argentinischen Fußballverband bei und bestritt erste Punktspiele. Die Trikots von Gimnasia waren damals noch dieselben wie bei 1860: weiß-blau vertikal gestreift. Aber noch im selben Jahr wurden alle Fußballaktivitäten im noch zu sehr aristokratischen “Turn- und Fechtverein” aus La Plata eingestellt. Der Fußball hatte bei vielen Turnern noch ein schlechtes Image, weil er ein englischer Sport war. Einige Mitglieder von Gimnasia verließen den Verein und gründeten den heutigen Stadtrivalen “Club Estudiantes de La Plata”. Die Rückkehr des Fußballs im Jahre 1915 veränderte den Verein für immer, Gimnasia wurde ein beliebter und integrativer Ort für Menschen der unteren und mittleren Klasse.

Dominante Südamerikaner

Der südamerikanische Fußball zählte damals zu den besten der Welt. Bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris holte Uruguay als einziger Vertreter aus Südamerika die Goldmedaille im Fußball. Auch vier Jahre später, bei den Spielen in Amsterdam, gab es Gold für Uruguay und Silber für Argentinien. Bei der ersten Fußballweltmeisterschaft 1930 standen wieder Uruguay und Argentinien im Finale. Das europäische Fußballpublikum war versessen auf südamerikanischen Fußball. So kam es immer wieder dazu, dass südamerikanische Mannschaften Gastspiele in Europa gaben (u.a. am 14.04.1929 mit der Partie SV 1860 – Rampla Juniors FC Montevideo 2:2).

An Bord der Royal Mail Line M.V. Asturias

Am 7. Dezember 1930 machte sich die Fußballmannschaft von Gimnasia mit elf eigenen Spielern und sieben Gastspielern von anderen argentinischen Vereinen mit dem Schiff auf den langen Weg nach Europa. Nach einem Zwischenstopp in Brasilien mit zwei Spielen verbrachte die Delegation von Gimnasia das Weihnachtsfest fernab der Heimat an Bord der Royal Mail Line M.V. Asturias. In Europa angekommen, konnten sie das neue Jahr mit glorreichen Siegen gegen Real Madrid (3:2 am 1.1.1931) und gegen den FC Barcelona (2:1 am 6.1.1931) begrüßen. Die spanische Presse überschlug sich mit Lobpreisungen: “Die Argentinier scheinen geboren worden zu sein, um Fußball zu spielen.”

Nach weiteren Spielen in Spanien ging die Reise von Gimnasia während des für argentinische Fußballer sehr kalten Winters über Frankreich nach Deutschland. Am 8. Februar 1931 spielten sie zum ersten Mal auf schneebedecktem Spielfeld gegen den FSV Frankfurt (1:1). Die Südamerikaner waren nicht auf die winterlichen Wetterbedingungen eingestellt und taten sich schwerer als zuhause.

1860 empfängt Club de Gimnasia y Esgrima La Plata

Am 10. Februar 1931 kamen die Vertreter von Gimnasia nach München und residierten im vornehmen Hotel Reichsadler in der Nähe des Stachus. Für das Spiel am Sonntag, den 15. Februar 1931 konnten die Fußballer von Gimnasia zuvor zweimal (am 12. und 13. Februar) im Sechzgerstadion auf Schneeboden trainieren. Auch ihre Schuhe mussten sie den Witterungsverhältnissen anpassen.

Als das Spiel im Heinrich-Zisch-Stadion um 15 Uhr nach einem Faschingsgaudi-Vorspiel angepfiffen wurde, kamen die Argentinier mit dem weißen Untergrund überhaupt nicht zurecht und purzelten die erste Zeit mehr auf den Boden als dass sie standen.

Der “metallische Vorhang” hält dicht

Doch sie hatten einen der besten Torhüter Südamerikas, den WM-Teilnehmer von 1930 und den sogenannten “metallischen Vorhang” Bottaso im Tor, der alle Chancen des Löwensturms vereiteln konnte, obwohl er, wie er später berichtete, unter der Kälte in Deutschland sehr gelitten hatte. Die Gäste wurden immer besser. Die Abwehr mit Di Giano und dem “Tangotänzer” Delovo stand sicher und sie begeisterte das Publikum auch durch ihr Kopfballspiel.

Das Mittelfeld mit Ruscitti, Chalu und Belli hatte einfach alles, besonders die Eigenschaften, die man sich für die eigene Elf wünschen würde. Die Bälle wurden nicht erst lange gestoppt, sondern so wie sie kamen, aus der Luft übernommen und mit Virtuosität weitergeleitet. Lediglich Alois Pledl konnte sich in Bezug auf die Ballbehandlung erfolgreich mit den Gästen messen. Im Sturm der Argentinier zauberten Sandoval, Spielführer Morgada und Nationalspieler Arrillaga, der als wahrer “Jongleur des Balles” bezeichnet wurde. Im Angriff spielte zudem der argentinische Nationalspieler und Vizeweltmeister Demaria. Er beeindruckte auf der weiteren Reise von Gimnasia beim Spiel in Mailand dermaßen, dass ihn die Mailänder gleich nach Italien holten. Da er italienischer Abstammung war, spielte er bei der nächsten WM für Italien und wurde 1934 Weltmeister.

Minella erlegt die Löwen

Ein besonderes Spiel bei der Begegnung auf Giesings Höhen legte der spätere Nationaltrainer Argentiniens, Minella, hin. Er schoss alle vier Tore gegen 1860 und wurde somit bester Spieler des Tages. Das Stadion seines Geburtsorts Mar del Plata, Spielort bei der WM 1978, wurde ihm zu Ehren in Estadio José María Minella umbenannt. In der zweiten Hälfte war das Spiel der Südamerikaner so gut, dass man von den Tribünen die Rufe des Münchner Publikums “Argentinien – Argentinien” vernahm. Zur Freude auch des deutschen Publikums endete die Partie 0:4 und alle Zuschauer waren sich einig, einem außergewöhnlichen Spiel beigewohnt zu haben.

Die deutsche Presse berichtete ausführlich über das besondere Ereignis. Schlagzeilen wie “Südamerikanischer Zauber”, “blitzschnelles Tempo”, “Schnelligkeit war Trumpf”, “die Argentinier waren klasse” oder “das war argentinische Fußball-Kunst” dominierten die Berichterstattung. Die Argentinier demonstrierten ihre fabelhafte Ballbehandlung und ihr reiches Trickrepertoire, Fußballspielen konnten sie alle famos. Die 10.000 Zuschauer auf Giesings Höhen waren auf alle Fälle mit den Leistungen der Gäste aus Südamerika voll zufrieden.

Stolzer Honorarkonsul

Auch der Honorarkonsul der Republik Argentinien in München, Hermann von Fremery, wohnte Spiel bei. Er hatte nicht nur die Delegation von Gimnasia in seinem Konsulat empfangen, sondern auch seinem Dienstherren in Argentinien über den Aufenthalt der Fußballer Bericht erstattet. Er schrieb: “Die Reise dieser bewundernswerten Sportmannschaft hat hier in diesem Land den allerbesten Eindruck im Zeichen der Sympathie für Argentinien hinterlassen und damit Zeugnis abgelegt von einer unvergesslichen Etappe des Fortschritts in unserem Land, insbesondere auch auf dem Gebiet des Sportes.” Dass der Besuch von Gimnasia etwas Besonderes für Herrn von Fremery war, konnte man später auch daran festmachen, dass sich in seinem Nachlass viele Zeitungsausschnitte und Briefe über das Spiel befanden.

Nachdem Gimnasia Deutschland verließ, verlief die Tour weiter über die Tschechoslowakei nach Österreich und Italien, schließlich wieder nach Spanien und Portugal. Während der Heimfahrt gab es noch einmal einen Aufenthalt in Brasilien und dann, als die Reise am Bahnhof von La Plata zu Ende ging, warteten bereits 3.000 begeisterte Argentinier und feierten ihre heimgekehrten Helden.

Und der TSV 1860 München ist durch dieses Freundschaftsspiel vor 95 Jahren ein kleiner Teil der Geschichte des “Club de Gimnasia y Esgrima La Plata” geworden.

Dieser Artikel entstand mit Unterstützung des Archivo y Museo Histórico del Club de Gimnasia y Esgrima La Plata, des Archivs des TSV 1860 (Fotos) und Matthias Huber.

Dezimiertes 1860 siegt mit 5:0 in Havelse

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Sechzig siegt in Havelse

Dezimierte Löwen siegen mit 5:0 beim TSV Havelse! Die Sechzger holen im Eilenriede-Stadion vor 1.912 Zuschauern, davon weit über 1.000 aus München, den ersten Dreier der Rückrunde. Die Sechzger fanden gut ins Spiel, hatten im ersten Durchgang eine Dreifach-Chance, ehe Sigurd Haugen nach Zucker-Pass von Philipp Maier auf 1:0 stellte. Hobsch und Lippmann legten im zweiten Durchgang die weiteren Treffer nach und sorgten für die frühe Entscheidung. Der eingewechselte Steinkötter legte in der Schlussphase noch das 4:0 nach, den Schlusspunkt zum 5:0-Endstand setzte dann Maier.

Kauczinski muss umstellen

Löwen-Coach Markus Kauczinski musste für das Spiel in Hannover umstellen, zumal Volland und Niederlechner jeweils gelb-gesperrt fehlten. So spielte Danhof, wie in der Löwenrunde angekündigt, von Anfang an, zudem stand Philipp in der Startelf. Die Sechzger begannen gut, doch die ersten Hereingaben landeten alle in den Händen von Keeper Opitz. Dann scheiterte Maier nach einer Ecke per Kopf. Wenig später hätten die Löwen gleich drei Mal innerhalb einer Aktion treffen können, doch Havelse rettete zwei Mal per Grätsche auf der Linie, ehe Hobsch den Ball im Abseits bekommt und sein Treffer zu Recht nicht zählt.

Führungstreffer durch Haugen

Auch Havelse spielte durchaus nach vorne, doch zu Beginn wenig zwingend. Auf der anderen Seite scheiterte Haugen noch aus einem Laufduell heraus im Abschluss. Nach einer halben Stunde traf der Masken-Mann dann zur 1:0-Führung. Maier spielte mit dem Außenrist einen Zuckerpass in den Lauf des Norwegers, der umkurvte den Havelser Keeper und schob ein zum 1:0. Anschließend gaben die Löwen bis zur Pause die Spielkontrolle etwas aus der Hand, doch sie brachten die knappe Führung in die Kabine.

Sechzig München legt nach

Beide Teams kamen unverändert aus den Kabine. In den ersten Minuten entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, beide Seiten versuchten sich in Richtung Tor durchzukombinieren. 53 Minuten waren gespielt als die Löwen nachlegten. Der sehr aktive Philipp setzte sich gut durch und legte quer. Hobsch schoss aus Nahdistanz ein zum 2:0 für Münchens große Liebe. Der Treffer gab den Gästen auf sehr holprigem Untergrund Sicherheit. Die Hausherren versuchten nun mehr Risiko nach vorne zu gehen.

Rübenacker lässt kein Spiel zu

Je länger das Spiel dauerte, desto schlechter wurde der ohnehin schon holprige Untergrund. Am Ende war der “Rasen” zu weiten Teilen braun statt grün. Der Begriff “Acker” wäre fast schon eine Beleidigung für jede landwirtschaftliche Nutzfläche. Doch die Löwen ließen sich auch davon nicht irritieren und nahmen den Kampf an. Hinten stand 1860 gut und ließ kaum zwingende Möglichkeiten für die Heimischen zu.

Lippmann-Ei führt zum 3:0

Pünktlich zur Löwen-Minute 60 traf Lippmann nach einer Stunde zum 3:0. Der Youngster zog von der Strafraumgrenze aus ab und das Spielgerät holperte durch die Hände des Havelser Keepers Opitz hindurch zum 3:0 in die Maschen. Die Partie war damit natürlich entschieden. Für die letzten 20 Minuten kam dann Dordan für den verwarnten Jacobsen aufs Feld. Havelse erspielte sich zwar Halbchancen, wurde aber kaum noch wirklich gefährlich. Die Löwen ließen es mit der klaren Führung im Rücken ruhiger angehen.
Steinkötter und Wolfram kamen noch für Hobsch und Philipp.

Drittliga-Debüt für Klose

Der soeben eingewechselte Steinkötter legte wenig später nach starker Vorarbeit von Haugen sogar noch das 4:0 nach. Fassmann kam noch für einige Minuten für Schifferl aufs Feld und Klose feierte durch seine Einwechslung für Haugen sein Drittliga-Debüt. Den Schlusspunkt setzte nach einer Ecke, die im Nachgang noch einmal in den Strafraum gebraucht wurde und einer Kopfball-Verlängerung von Reinthaler dann Maier per artistischem Abschluss mit dem 5:0.

1860 siegt mit 5:0 in Havelse

Am Ende siegte der TSV 1860 München also deutlich mit 3:0 in Havelse. Es war insgesamt eine engagierte Leistung der Löwen, die sich von den laustarken Löwenfans, die klar in der Mehrheit waren, anstecken ließen. Nach dem 3:0 ließen es die Gäste etwas ruhiger angehen und brachten die Führung ohne große Probleme nach Hause und legten sogar das 4:0 durch Steinkötter und das 5:0 durch Maier nach, als sich Havelse völlig aufgegeben hatte. Insgesamt war es trotz der Sperren von Volland und Niederlechner eine deutliche Steigerung an die es in den nächsten Wochen anzuknüpfen gilt.

Liveticker: TSV Havelse – TSV 1860 München (24.Spieltag)

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Liveticker TSV Havelse TSV 1860 München

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem TSV Havelse und dem TSV 1860 München! Die beiden Kontrahenten treffen am 24.Spieltag im Eilenriedestadion aufeinander.

Kein Sieg gelang dem TSV 1860 München in den ersten vier Partien des Jahres 2026. Zuletzt gab es eine ernüchternde Niederlage gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart. Der Aufstiegszug dürfte damit so gut wie abgefahren sein. Wollen sich die Löwen eine minimale Chance auf die 2.Bundesliga in der kommenden Spielzeit erhalten, muss heute unbedingt ein Sieg her. Der Gegner am heutigen Samstag ist der TSV Havelse, der momentan den vorletzten Platz der 3.Liga belegt. Doch den Niedersachsen gelangen in der Rückrunde bereits zwei Siege: gegen die TSG Hoffenheim II und Erzgebirge Aue. Holen die Hausherren heute weitere Zähler oder kann der TSV 1860 alle drei Punkte mit nach München nehmen? Ab 14:00 Uhr geht es los im Eilenriedestadion!

Statistik

Aufstellung:
Dähne – Schifferl (87. Fassmann), Reinthaler, Voet – Maier, Jacobsen (69. Dordan) – Danhof, Philipp (78. Wolfram), Lippmann – Haugen (87. Klose), Hobsch (78. Steinkötter)

Bank:
Bachmann (TW), Steinkötter, Schröter, Jakob, Dordan, Rittmüller, Wolfram, Faßmann, Klose, Fuchs

Tore:
0:1 (29.) Haugen, 0:2 (53.) Hobsch, 0:3 (60.) Lippmann, 0:4 (83.) Steinkötter, 0:5 (88.) Maier

Die Personalsituation

Es fehlen:
Deniz, Althaus, Christiansen (alle verletzt), Verlaat, Pfeifer, Dulic (Aufbautraining), Niederlechner, Volland (Gelbsperre), Husic (ÖFB), Erdogan, Qela (beide nicht berücksichtigt), Vollath (TW-Trainer)

Ausfälle beim TSV Havelse:
Plume (Gelbsperre), Berger, Engelking (beide verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Jesper Verlaat, David Philipp und Philipp Maier haben bereits vier Mal den gelben Karton gesehen und müssen daher aufpassen. Bei der nächsten Verwarnung heißt es ein Spiel Pause. Darüber hinaus wurden Thore Jacobsen, Sigurd Haugen und Marvin Rittmüller bereits drei Mal verwarnt.

Wo könnt ihr das Spiel TSV Havelse – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Match wird nicht im Free-TV übertragen. Natürlich läuft die Partie jedoch wie gewohnt auf MagentaSport, das die Begegnung sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream überträgt.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Ende der Leidenszeit? Morris Schröter wieder im Kader

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TSV 1860 17 Schröter Morris

Vor der Saison war Morris Schröter als eine der Stützen im Kader des TSV 1860 eingeplant. Der erfahrene Außenbahnspieler wurde von vielen als eine gute Besetzung für die rechte Schiene gesehen und genoss aufgrund seiner Vita und kämpferischen Leistungen großes Ansehen im Löwenkosmos. Doch es kam alles anders und die große negative Konstante seiner Karriere stand wieder im Vordergrund: die Verletzungsanfälligkeit!

Schröter wieder im Spieltagskader gegen Havelse

Nun hat Trainer Markus Kauczinski in der Löwenrunde bekannt gegeben, dass der Wolfener seit langer Zeit wieder im Kader der Löwen stehen wird. Dieser Entscheidung ging eine Rückkehr auf dem Rasen im Rahmen eines Testspiels der U21 voraus. Der Trainer meinte, dass ihm dieser Einsatz gut getan hätte, da natürlich noch einiges an Aufholbedarf besteht. Insbesondere die mentale Komponente sei nach so einer langen Verletzungspause nicht zu unterschätzen, Schröter habe aber gut trainiert und sei auf dem Weg zur Normalform.

Hoffnung auf eine Fortsetzung der Karriere

Nun sieht es gut aus, dass Schröter seine Karriere fortsetzen kann. In Fankreisen wurde schon spekuliert, ob man den Flügelspieler je wieder auf dem Platz sehen wird. Zu viele Verletzungen und Rückschläge gab es in letzter Zeit, nicht die erste längere Leidenszeit in der Laufbahn des 30-jährigen. In dieser Spielzeit war er nur im Pokal gegen Reichmannsdorf auf den Rasen gestanden, das letzte Ligaspiel liegt sogar über ein Jahr zurück. Am 04.02.2025 musste er beim 2:1 Sieg in Köln nach 13 Minuten vom Platz und wurde durch Danhof ersetzt. Damals verletzte er sich an den Bändern, ehe er sich noch vor dem Ligastart 25/26 im Training abermals eine Blessur zuzog.

Hoffentlich kommt es dieses Mal zu einem wirkliche Comeback und wir können Morris Schröter noch öfters im Löwentrikot beim Fußballspielen zusehen.

Kauczinski in Löwenrunde: “Müssen uns das Glück erzwingen”

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Löwenrunde vor Würzburg: Dezimiert ins Finale

Auch wenn er seiner Mannschaft den Willen bei der Niederlage gegen den VfB Stuttgart II nicht absprechen wollte, so war Markus Kauczinski mit dem Auftritt der Löwen natürlich nicht zufrieden. Beim TSV Havelse müsse man sich “das Glück erzwingen”, so der Trainer des TSV 1860.

Wille war gegen Stuttgart II erkennbar

Auf den Auftritt in Großaspach blickt Kauczinski in der Löwenrunde zwiegespalten zurück: Zwar sei das Resultat und auch die Leistung unbefriedigend gewesen, den Kampfgeist und Siegeswille seiner Mannschaft erkannte der Trainer jedoch durchaus.

“Ich finde schon, dass man die Mentalität und den Willen zu Sieg gesehen hat. Wir haben gut angefangen gegen Stuttgart, haben Möglichkeiten, haben die Dinge so weit im Griff. Dann gab es einen Doppelschlag und der hat uns schon durchgeschüttelt. (…) Wir haben uns dann zurückgekämpft in der zweiten Halbzeit, ein offeneres Spiel hingelegt. Wir hatten keinen guten Tag. (…) Wir haben es probiert bis zum Schluss, das 2:1 gemacht. (…) Wir hatten keinen guten Auftritt, aber ich glaube nicht, dass es mit dem fehlenden Willen zu tun hatte. (…) Wir haben zu viele Fehler gemacht, egal, ob mit dem Ball oder gegen den Ball.”

Tim Danhof in der Startelf

Nach der jeweils fünften gelben Karte müssen die Löwen morgen im Eilenriedestadion auf die gesperrten Kevin Volland und Florian verzichten. Auch Loris Husic, der mit dem ÖFB unterwegs ist, wird nicht zur Verfügung stehen. Dafür wird nach langer Verletzungspause Morris Schröter in den Spieltagskader zurückkehren. Tim Danhof wird – so viel verriet Kauczinski – von Beginn an auf dem Platz stehen.

“Es ist hart umkämpft auf den Außen, weil wir da eine große Auswahl haben. Gleichzeitig hat aber auch noch niemand komplett überzeugt. (…) Lippi ist schon fast der Konstanteste in seinen Auftritten und auch in dem, was er nach vorne macht. (…) Tim hat jetzt seine Chance verdient. Er wird anfangen am Wochenende, weil er das über seinen Einsatz gezeigt hat, dass er mutig ist, dass er auch mal 1-2 Flanken gebracht hat aus dem Halbfeld.”

Kauczinski: “Müssen uns das Glück erzwingen”

Angesprochen auf den kommenden Gegner antwortete Kauczinski:

“Havelse hat eine spielstarke Mannschaft. Die gelten als Abstiegskandidat vom ersten Tag, die können damit umgehen, die spielen ihr Ding und die spielen gut. Es kommt nur auf uns an und wir sind nicht in der Lage, die irgendwie zu unterschätzen. Wir fühlen uns nicht als Super-Favorit, sondern wir müssen uns das Glück erzwingen.”

sechzger.de berichtet am Samstag live aus Hannover. Anpfiff im Eilenriedestadion ist um 14 Uhr, doch bereits am morgens versorgen wir Euch mit Infos und Fotos.

Gegnervorstellung 25/26 Teil 2: Turn- und Sportverein Havelse 1912 e. V.

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Bus der Havelse r in München

Desillusionierte Löwen fahren nach Hannover. Nachdem man nach der enttäuschenden Niederlage gegen den VfB Stuttgart II gedanklich Abschied von jeglichen Aufstiegsträumen genommen hat, steht der nunmehr trockene Ligaalltag schon wieder vor der Tür. Auf gleicher Strecke wie der rote Erzfeind geht es nach Hannover, wo man auf den Aufsteiger aus Garbsen trifft, der aktuell gut in Form ist. Die Löwen treffen auf den Turn- und Sportverein Havelse 1912 e. V.!

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Vor der Saison waren die Havelser als einer der klaren Abstiegskandidaten gehandelt worden und so präsentierte man sich auch in der Hinrunde. Nur 13 Punkte und Rang 19 standen nach dem ersten Durchgang zu Buche. Nach vier Spielen in der Rückrunde hat man nun schon fast halb so viel Punkte geholt, rangiert aber mit 19 Punkten noch immer auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Abstand auf Platz 17, beträgt aber “nur” noch 5 Punkte, was eine Rettung nicht mehr komplett ins Reich der Träume verschiebt.

Besonders in der Offensive sind die Niedersachsen stark unterwegs und haben nur ein Tor weniger als unsere Löwen erzielt. Dafür ist die Defensive mit bisher 47 zugelassenen Gegentoren alles andere als sattelfest, nur der der Schweinfurter Keeper muss öfter hinter sich greifen. Nachdem man in August, September und Oktober nur einen Punkt holen konnte (1:1 in Rostock), ist man nun besser in Form. Nach der Winterpause fertigte man Hoffenheim II mit 4:0 ab und siegte gegen die schwächelnden Auer. Dazwischen musste man sich aber RWE geschlagen geben und hatte letzte Woche in Osnabrück mit 0:2 das Nachsehen.

Wintertransfers

Nachdem der Kader in der Hinrunde klar zu schwach für die dritte Liga war, obwohl man oftmals ansprechende Leistungen zeigte, bekam Trainer Samir Ferchichi (40) einige Verstärkungen im Kampf um den Klassenerhalt.

Zuerst musste man aber einen Abgang verdauen. Stürmer John Posselt (22) wurde von Paderborn per Leihe nach Regensburg weitergereicht – sechs von 25 Toren (24%) musste man also ersetzen. Als direkter Ersatz holte Havelse den 25-jährigen Christopher Schepp von Rot-Weiß Oberhausen nach Niedersachsen. Nachdem es in der Regionalliga nicht mehr lief, konnte er in Liga 3 bisher zwei Scorer beitragen.

Für die Defensive lieh man Dennis Duah (22) von Dynamo Dresden, nachdem dieser in der Hinrunde bereits nach Cottbus ausgeborgt worden war und dort nicht wie gewünscht zum Tag kam. Für das Mittelfeld verpflichtete man den Österreicher Manuel Polster bis Saisonende fix von Lausanne-Sport. In der Schweiz war er bisher an Stade Nyonnais verliehen. Der 23-Jährige hat Erfahrung in der österreichischen Bundesliga und der Conference League vorzuweisen. Außerdem holte Havelse den vereinslosen Tormann Norman Quindt (29) zurück, der zuvor in Emden (RL-Nord) das Tor hütete.

Stadion

Die Löwen spielen ihr Auswärtsspiel in der angestammten Heimstätte der Hannover 96 Amateure und Ausweichquartier des TSV Havelse, dem “Eilenriedestadion“. Ein temporäre Übersiedelung ist notwendig, da das heimische “Wilhelm-Langrehr-Stadion” nicht den Statuten der 3. Liga entspricht.

Das Stadion ist Teil des NLZ der 96er und benannt nach dem angrenzenden Stadtwald “Eilenriede“. Im Zuge der Ausbauarbeiten für die Drittligatauglichkeit wurde die Kapazität auf 5.001 Plätze mittels Stahlrohrtribünen erhöht. Die heutige Anlage ist Nachfolger des 1922 eröffneten “alten Eilenreidestadion“, einer typischen Betonschüssel mit überdachter Haupttribüne und Kapazität von ca. 18.000 Plätzen. Diese Haupttribüne ist seit dem großen Umbau im Jahre 2016 eine Hintertortribüne. Damals wurde das Spielfeld um 90° gedreht, aufgrund der Holzbänke ist eine Nutzung aber leider nicht möglich. Die andere Hintertorseite wurde freigelassen. An den Längsseiten errichtet man moderne überdachte Tribünen, die sowohl Sitz- als auch Stehplätze beherbergen. Alles in allem ein interessantes kleines Stadion, dass aber den Bildern nach zu urteilen naturgemäß nicht mit dem Charme des alten Rund mithalten kann.

Das vom Mäzen Gustav Brandt gestiftete Stadion wurde 1916 von der Stadt Hannover in Auftrag gegeben. Eigentlich war die Bauzeit von Seiten des Geldgebers auf fünf Jahre begrenzt worden, nach seinem vorherigen Ableben wurde aber Aufschub gewährt. Zur Eröffnung am 25. Mai 1922 wurde des “Stadion der Stadt Hannover” genannt. Der von Brandt gewünschte Name “Hindenburg-Stadion” war politisch nicht mehrheitsfähig. Trotzdem wurden die in der Schenkungsvereinbarung geregelte Würdigung Hindenburgs im Stadion auf einer Säule vorgenommen. Anfangskapazität war 25.000, welche aber bis zu einem Rekord von 54.800 in einem Länderspiel 1937 ausgeweitet wurde. Für Hannover 96 war das Stadion immer nur Ausweich- und Jugendspielstätte. Während der Zeit des deutschen Faschismus hieß das Stadion dann offiziell “Hindenburg-Kampfbahn”. Nach dem Krieg wurde es 1951 von den Briten als Eilenriedestadion an die Stadt zurückgegeben.

Das Hinspiel

Im Hinspiel sah es längere Zeit nach einem klaren Sieg für die Löwen aus und der TSV 1860 führte nach Toren von Volland und Haugen zum Ende der ersten Hälfte mit 2:0. Außerdem war es die erste Partie von Marvin Rittmüller im Löwentrikot.

Dann ließ man sich aber wieder einmal die Butter vom Brot nehmen, eingeleitet durch ein Eigentor von Niederlechner. Posselt setzte dann in Minute 89. mit seinem Ausgleich noch einen drauf und Frust machte sich breit im Grünwalder Stadion. Doch dann kam die sechste Minute der Nachspielzeit. Dann kam ein letzter Angriff. Dann kam Patrick Hobsch. 3:2! Aus! Sieg! Das Stadion erbebte als knapp 15.000 Löw*innen ihre Freude in den Giesinger Nachthimmel schrien!

Der 24. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr FC Viktoria Köln 1904 – FC Erzgebirge Aue 
Samstag 14:00 Uhr 1. FC Saarbrücken – VfB Stuttgart 1893 II
14:00 Uhr FC Hansa Rostock – VfL 1899 Osnabrück
14:00 Uhr TSV Havelse 1912 – TSV 1860 München 
14:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden – MSV 02 Duisburg
14:00 Uhr SC Verl 1924 – TSG 1899 Hoffenheim II
16:30 Uhr Rot-Weiss Essen – SSV Jahn Regensburg 
Sonntag 13:30 Uhr FC Energie Cottbus – SV Waldhof Mannheim
16:30 Uhr SSV Ulm 1846 Fußball – Aachener TSV Alemannia
19:30 Uhr 1. FC Schweinfurt 05 – FC Ingolstadt 04